DE105144C - - Google Patents
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- DE105144C DE105144C DENDAT105144D DE105144DA DE105144C DE 105144 C DE105144 C DE 105144C DE NDAT105144 D DENDAT105144 D DE NDAT105144D DE 105144D A DE105144D A DE 105144DA DE 105144 C DE105144 C DE 105144C
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C21—METALLURGY OF IRON
- C21B—MANUFACTURE OF IRON OR STEEL
- C21B5/00—Making pig-iron in the blast furnace
- C21B5/001—Injecting additional fuel or reducing agents
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Manufacturing & Machinery (AREA)
- Materials Engineering (AREA)
- Metallurgy (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Combustion Of Fluid Fuel (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 18: Eisenerzeugung.
Hochöfen u. dgl.
Die vorliegende Erfindung besteht darin, dafs man in die Luftleitung, welche in die
Düsen der Hochöfen oder anderer metallurgischer Gebläseöfen oder Apparate mündet,
irgend eine Vorrichtung einschaltet, mittelst deren Kohlenwasserstoffe (Theeröle, fette OeIe
oder dergl.) oder allgemein ein Gas oder irgend eine vergaste oder zerstäubte Reductionsflüssigkeit
eingespritzt oder eingeführt werden kann.
Diese Einspritzung oder Einführung von Kohlenwasserstoffen hat den Zweck, die Luft,
welche zum Speisen der Gebläseöfen dient, mit Reductions- und Brennstoffen zu versehen
und somit an Brennstoff (Koks) zu sparen und eine Regulirung des Processes im Hochofen oder in anderen Gebläseöfen, sowie eine
schnellere und vollständigere Reduction der Erze zu bewirken. Die Leistung der Hochöfen
wird demgemäfs erhöht werden, woraus sich eine Ersparnifs an allgemeinen Fabrikationskosten
für den Gufs und gleichzeitig eine Ersparnifs an Brennmaterial ergiebt.'
Die Einspritzung der Kohlenwasserstoffe oder der zerstäubten oder vergasten Reductionsflüssigkeiten
kann auf jede beliebige geeignete Weise bewirkt werden. Man kann zu diesem Zwecke Injectoren verwenden, die unter der
Einwirkung comprimirter Luft, eines Wasserdampfstrahls oder eines geeigneten, unter Druck
befindlichen Gases oder einer Flüssigkeit functioniren. Aufserdem kann die Einspritzung an
einem beliebigen Punkte der den Düsen der Oefen die warme Luft zuführenden Leitung
erfolgen, und zwar entweder in einem besonderen Apparat, der zwischen den Hochöfen
und den Winderhitzern eingeschaltet wird, oder direct in letzteren Apparaten, oder in der Rohrleitung
u. s. w.
Beiliegende Zeichnung stellt eine Hochofenanlage dar, welche gemäfs vorliegender Erfindung
eingerichtet ist und bei welcher zwischen der Heifsluftleitung und dem Hochofen zwei
besondere Apparate angeordnet sind, welche ein gutes Vermischen der Kohlenwasserstoffe
mit der aus den. Heizapparaten kommenden warmen Luft ermöglichen, bevor letztere in
den Hochofen eingeblasen wird.
Fig. ι ist ein Verticalschnitt nach Linie 1-2-3-4-5-6-7 der Fig. 2,
Fig. 2 ist ein entsprechender Grundrifs und veranschaulicht gewisse Apparate im Horizontalschnitt.
Zwischen jedem Hochofen A und der Heifsluftleitung B, welche diese Luft wie gewöhnlich
aus den Winderhitzern C erhält, sind ein oder mehrere Kohlenwasserstoffapparate D eingeschaltet,
die das Kohlenwasserstoffgemisch mit der Luft vermengen, bevor letztere zu den Düsen der Hochöfen gelangt.
Jeder Apparat D besteht aus einer Blechkammer von gewöhnlicher cylindrischer Form,
die innen mit einem Futter d von feuerfesten Steinen (Magnesia oder anderem Material) bekleidet
ist; die Wände dieser Kammer sind mit Oeffnungen g versehen, welche durch eine
Platte g J mit einem centralen Loch verschlossen
sind. Den Löchern gegenüber sind
die Injectoren oder Kohlenwasserstoffbrenner G in beliebiger Anzahl angebracht. Die Kammer D
ist oben und unten mit halbkugelförmigen Kalotten aus Blech D1 D2 versehen, durchweiche
Rohre d1 bezw.d'2 zum Zuführen der heifsen
Luft bezw. zum Ableiten des Luft- und Kohlenwasserstoffgemisches hindurchgeführt sind. Diese
Rohre stehen andererseits mit Ventilgehäusen E1 E2 in Verbindung. Das Ventilgehäuse E1
kann mit der allgemeinen Heifsluftleitung durch Heben des Ventils e1 in Verbindung gesetzt
werden, während es durch Schliefsen dieses Ventils von der Leitung abgeschlossen werden
kann. Die Ventilgehäuse E'2 können paarweise mit einem Sammelraum Ez verbunden
werden, der mit dem ringförmigen Kanal F in Verbindung steht, welcher die Luft auf die
verschiedenen Düsen H des Hochofens vertheilt.
Jeder Hochofen wird durch zwei oder mehr Kohlenwasserstoffapparate derart bedient, dafs,
wenn einer derselben reparaturbedürftig ist, es genügt, ihn durch Schliefsen der Ventile el e2
auszuschalten; der andere Apparat functionirt dann allein weiter.
Die Arbeitsweise der Apparate ist leicht verständlich : Die Luft, welche sich beim Passiren
der Winderhitzer C in der Pfeilrichtung erwärmt hat, langt in der Hauptleitung B an,
von wo aus sie in die Kohlenwasserstoffapparate gelangt, deren Ventil e1 offen ist. Beim Passiren
der Kammer D trifft die heifse Luft auf die aus den Injectoren G austretenden Kohlenwasserstroffstrahlen;
letztere prallen heftig auf die Luft auf und bewirken ein inniges Vermengen der Gase mit der Luft. Das derart
gebildete Gemenge verläfst die Kammer durch das Rohr d'2 und gelangt durch die Kanäle E^
und F zu den Düsen.
Im Falle man die einfachen Injectoren durch Kohlenwasserstoff brenner ersetzt, die durch
comprimirte Luft, Wasserdampf oder dergl. functioniren, kann man in der Platte g1 Luftzuführungsöffnungen
von veränderlichem Querschnitt anordnen, der mittelst einer Klappe
regulirt werden kann, zum Zwecke, die Luftmenge und demgemäfs den Verbrennungsgrad
der Kohlenwasserstoffe beliebig reguliren zu können.
Durch geeignete Regulirung der Verbrennung kann man Gase erzielen, z. B. Kohlenwasserstoffgas und Kohlenoxydgas, welche im Hochofen
eine reducirende Wirkung ausüben, ebenso wie die nicht zersetzten Kohlenwasserstoffe dieselbe
reducirende Wirkung ausüben. Was die sich bildende Kohlensäure anbelangt, so kann
diese in Gegenwart des festen und glühenden Brennstoffs im Hochofen wieder in Kohlenoxyd
umgewandelt und wieder zum Reductionsmittel werden.
Die Verbrennung der Kohlenwasserstoffe- im Kohlenwasserstoffapparat ermöglicht eine Erhöhung
der Temperatur des in die Oefen eingeblasenen Luftstromes, so dafs also die Wirkung
des Winderhitzers C erhöht und für diese eine Ersparnifs an Brennmaterial bewirkt
wird. Der Kohlenwasserstoffapparat spielt somit die Rolle eines Ueberhitzers.
Die in der Zeichnung veranschaulichte Anordnung der Apparate kann natürlich beliebig
verändert werden. Man kann die Zwischenapparate z. B. ganz in Fortfall kommen lassen
und die Injectoren oder Kohlenwasserstoffbrenner in den Heifsluftapparaten C anordnen
(z. B. bei XX), in welchem Falle die Vermischung und Ueberhitzung unter dem Dom K
dieser Apparate stattfinden wird.
Die Injectoren können auch direct im Rücken der verschiedenen Düsen (z. B. bei Y) oder
an irgend einem anderen Punkte der Heifsluftleitung angeordnet werden.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Eine Vorrichtung zur Einführung von flüssigen Kohlenwasserstoffen in die Gebläseluft von Hochöfen und dergl., bestehend aus einer Kammer, in welche Injectoren oder Kohlenwasserstoffbrenner in beliebiger Zahl einmünden und welche einerseits mit der gewöhnlichen Heifsluftleitung, andererseits mit der die Luft zu den Düsen führenden Leitung durch Ventilgehäuse verbunden ist, welch letztere gestatten, den Apparat beliebig von der Heifsluftleitung abzusperren.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE105144C true DE105144C (de) |
Family
ID=375456
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT105144D Active DE105144C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE105144C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE743376C (de) * | 1939-05-20 | 1944-01-11 | Roechlingsche Eisen & Stahl | Verfahren zur Verhuettung von Eisenerzen |
-
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- DE DENDAT105144D patent/DE105144C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE743376C (de) * | 1939-05-20 | 1944-01-11 | Roechlingsche Eisen & Stahl | Verfahren zur Verhuettung von Eisenerzen |
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