DE105180C - - Google Patents

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DE105180C
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Classifications

    • B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B44—DECORATIVE ARTS
    • B44C—PRODUCING DECORATIVE EFFECTS; MOSAICS; TARSIA WORK; PAPERHANGING
    • B44C3/00—Processes, not specifically provided for elsewhere, for producing ornamental structures
    • B44C3/10—Producing and filling perforations, e.g. tarsia plates

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Manufacture Of Wood Veneers (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Intarsien stellt man bisher dadurch her, dafs man verschiedene (bis zu drei) Holzsorten in dünnen Platten auf einander legt und das auf der obersten Platte angebrachte Muster mittelst einer feinen Säge aussägt. Diese ausgesägten Stückchen werden dann unter Vertauschung der Holzsorten in die entsprechenden Lücken eingefügt und darin befestigt. Diese Befestigung ist jedoch sehr mühsam, da infolge des Aussägens und des verlorenen Sägemehls die Stückchen nicht genau in die Lücken passen, es ist vielmehr rund herum ein Schlitz vorhanden, der durch Kitt oder dergleichen ausgefüllt werden mufs, worauf erst die Fertigstellung der Intarsien durch Poliren erfolgen kann.
Diese Herstellungsart erfordert naturgemä'fs besonderes Geschick und aufserordentliche Sorgfalt, so dafs die Intarsien sehr theuer werden und nicht die Verbreitung finden können, auf die sie infolge schönen Aussehens Anspruch erheben können.
Es ist daher der Zweck der vorliegenden Erfindung, die Herstellungsart der Intarsien derart zu verbilligen, dafs ihre Verwendung zur Verzierung von Möbeln u. dergl. allgemein erfolgen kann.
Gemäfs vorliegender Erfindung werden nun die Holzplatten nicht mehr ausgesägt, sondern die Muster mittelst eines mit grofser Schnelligkeit mechanisch auf- und niederbewegten Messers ausgestochen bezw. ausgeschnitten. Hierbei findet kein Schnittverlust wie beim Sägen statt, so dafs die ausgestochenen Stücke genau in einander passen, also keine durch Kitt auszufüllende Nuth entsteht, so dafs sofort die Fertigstellung durch Poliren u. s. w. geschehen kann.
Auf der Zeichnung zeigen die
Fig. ι und 2 Intarsien nach der alten Art,
Fig. 3 und 4 solche nach der neuen Art gefertigte. Die
Fig. 5 und 6 sind Vorder- und Seitenansicht der zur Ausübung des Verfahrens erforderlichen Vorrichtung.
Fig. 7 zeigt das zur Verwendung kommende Werkzeug.
Wie aus Fig. 1 und 2 zu ersehen, bildet a das Fournier, in welches die ausgesägten Stücke b in den entsprechenden Lücken eingelegt sind. Die durch das Aussägen entstandenen Schlitze c sind, nachdem das Fournier auf eine Unterlage geklebt ist, durch Kitt d oder dergleichen ausgefüllt.
Bei den Intarsien (Fig. 3 und 4) fallen, wie bereits erwähnt, diese Schlitze c weg.
Hierbei ist es möglich, acht verschiedene Holzsorten, z. B. Mahagoni, Nufsbaum, Eichen, Ahorn. Kirschbaum u. s. w., in dünnen Platten, die auf einander gelegt und mittelst Klammern fest zusammengespannt werden, auf einmal auszustechen.
Das hierbei verwendete Werkzeug besteht in einem Messer, das einen Schaft e und eine schmale Klinge/ besitzt, die an ihrem Ende sowie an der Vorderseite ganz dünn und scharf ausgeschliffen ist.
Diese Klinge ist in eine Spindel g gespannt, die durch1 eine mit einem Excenter versehene Achse h, die in einem Gestell i gelagert ist,
mittelst der Schnurscheiben k in sehr schnelle auf- und niedergehende Bewegung (ca. 2000 Touren pro Minute) versetzt wird.
Die Vorrichtung wird nun auf die Zeichnung gesetzt und das entsprechend lang eingestellte Messer den Umrifslinien der Zeichnung entlanggeführt, so dafs das Messer in das Holz einstechen kann, dieses durchsticht und das Muster ausschneidet. Dieses kann leicht herausgehoben werden und in die entsprechende Lücke einer anderen Holzart eingesetzt werden. Das Füllstück kann darin direct auf seine Unterlage aufgeklebt und die Intarsien durch Poliren fertiggestellt werden.
Es ist einleuchtend, dafs die Intarsien durch das schnell von statten gehende Ausstechen,
Fortfall der Arbeit des Füllkittens und der Möglichkeit, doppelte und dreifache Anzahl der Platten zu durchstechen, bedeutend billiger werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung von Intarsien, dadurch gekennzeichnet, dafs die auf einander liegenden verschiedenen Holzplatten gleichzeitig, dem Muster entsprechend, ausgestochen bezw. ausgeschnitten werden durch ein sich schnell auf- und niederbewegendes Messer mit schmaler dünner Klinge, welches sammt seinem ihm Führung bietenden Gestell auf den Contouren der Zeichnung entlang geführt wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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