DE1051817B - Reaktor oder Waermeaustauscher mit parallel verlaufenden Rohren sechseckigen Querschnittes - Google Patents
Reaktor oder Waermeaustauscher mit parallel verlaufenden Rohren sechseckigen QuerschnittesInfo
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- B01J19/24—Stationary reactors without moving elements inside
- B01J19/2415—Tubular reactors
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Description
DEUTSCHES /0S*iffi\ PATENTAMT
kl. 12 g 1/01
INTERNAT. KL. B Ol j
U 3608 IVa/12 g
ANMELDETAG: 18. NOVEMBER 1955
BEKANNTMACHUNG
DER ANMELDUNG
UND AUSGABE DER
AUSLEGESCHRIFT: 5.MÄRZ1959
DER ANMELDUNG
UND AUSGABE DER
AUSLEGESCHRIFT: 5.MÄRZ1959
Die Erfindung betrifft einen Reaktor oder Wärmeaustauscher bzw. Kontaktofen mit parallel verlaufenden
Rohren sechseckigen Querschnitts, deren Zwischenräume zur Aufnahme eines Kühlmittels dienen.
Bei den bekannten Reaktoren dieser Bauart wurden die Sechskantrohre unmittelbar aufeinandergelegt, oder
es wurden zwischen die Sechskantrohre Zwischenstücke eingelegt. Legt man die Reaktorrohre unmittelbar
aufeinander, so bleibt zwischen ihren Wänden nicht genügend Platz für ein Kühlmittel. Andererseits
sind zwischen1 den Rohren eingelegte Zwischenstücke schwer zu verteilen und anzuordnen. Auch ist ;hr Ausdehnungsvermögen,
das im allgemeinen ein anderes als das der Rohre ist, zu berücksichtigen. Man müßte ferner,
um eine genügende Abdichtung an den Enden der vereinigten Rohre zu erhalten, die Zwischenstücke auf
die Ro'hre aufschweißen. Zu diesem Zwecke müßte dann jedes Zwischenstück mit je zwei Rohrenden verschweißt
werden, was umständlich und schwierig ist und die Sicherheit einer derartigen Abdichtung beeinträchtigt.
Will man ferner im Interesse einer Ersparnis an Kühlmitteln, z. B. an Quecksilber, den Abstand zwischen
den Rohren sehr gering, z. B. in der Größe von etwa 1 mm halten, so lassen sich derart dünne Zwischenstücke
bei erheblich größerer Stärke der Rohrwandung, die z. B. mehrere mm betragen kann, überhaupt
nicht genau anschweißen. Aus den genannten Gründen ist diese Bauart eines Reaktors nicht zu
praktischer Bedeutung gekommen.
Erfindungsgemäß wird vorgeschlagen, die Enden der mit sechseckigem Querschnitt gestalteten Rohre
aufzuweiten und die Rohre mit diesen Enden dicht aufeinanderzulegen sowie an ihrer Außenkante durch
eine Schweißnaht abzuschließen. Durch eine solche Ausbildung des Reaktors werden die obenerwähnten
Nachteile behoben.
Die Aufweitung der Rohre an ihren Enden kann je nach der berechneten und benötigten Menge der Kühlflüssigkeit
erfolgen, so daß, wenn die aufgeweiteten Enden aufeinandergelegt werden, sich zwischen den
Rohren der zur Aufnahme der betreffenden Menge der Kühlflüssigkeit erforderliche Raum ergibt.
Als Kühlflüssigkeit kann in bekannter Weise z. B. Quecksilber oder eine Salzlösung verwandt werden.
Um nicht zu große Mengen dieser Kühlflüssigkeit z. B. von Quecksilber aufwenden zu müssen, setzte
man bisher zwischen den Rohren eines Reaktors Füllstäbe ein, die man, auch als »\^erdrängerstäbe« bezeichnete.
Eine solche Anordnung hat indes den Nachteil, daß die Verdrängerstäbe die Wärme sehr schlecht übertragen
und daß es schwierig ist, die Temperatur genau einzustellen.
Reaktor oder Wärmeaustauscher
mit parallel verlaufenden Rohren
sechseckigen Querschnittes
Anmelder:
Union-Chemie Ernst Paul Jäger
Import — Export Chemischer Anlagen
und Rohstoffe, Düsseldorf
Ernst Jäger, Düsseldorf-Reisholz,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
Bei der erfindungsgemäßen Anordnung braucht man, da man den Zwischenraum zwischen den Rohrflächen
genau einstellen kann, derartige Verdränger-
stäbe zwischen den Rohrwäniden nicht anzuordnen.
Die Sechskantrohre liegen im Innern des Kontaktofens nur mit ihren Enden aufeinander, mit ihrer ganzen
Länge zwischen den Enden aber nicht Wand an Wand, sondern ihre Wandflächen verlaufen mit ge-
ringem Zwischenraum, z. B. mit einigen Millimetern,
z. B. 1 bis 3 mm, Abstand.
Die Aufweitung der Enden der Sechskantrohre hat auch den Vorteil, daß die zum Verschluß der Fugen
zwischen den Rohren erforderliche Schweißnaht nur
geringe Breite erhält, so daß die Schweißnähte unter einfachster Gestaltung exakt auszuführen sind.
An Hand der Aufbördelunig oder Aufweitung kann man ferner das Maß der von dem Reaktor aufgenommenen
Kühlflüssigkeit, z. B. Salzlösungen, hochtem-
peraturbeständigen, synthetischen ölen, Mineralölen,
oder sonstiger Kühlstoffe, z. B. Kühlgase, Metallschmelzen u. dgl., genau berechnen. Ein derartiger
Reaktor oder Kontaktofen läßt sich für alle bisher üblichen Zwecke verwenden, indem er mit Gasen oder
Gasgemischen beschickt wird, z. B. mit Gasen für die Herstellung von Säuren, mit durch Katalyse beeinflußbaren
gasförmigen Stoffen usw. Der erfindungsgemäß ausgestaltete Reaktor läßt sich insbesondere
vorteilhaft zur Durchführung solcher exothermischer
Reaktionen verwenden, bei denen eine verhältnismäßig kostspielige Kühlflüssigkeit, wie Quecksilber, benutzt
wird.
Gegenüber der Verwendung runder Rohre ist es mit Hilfe der erfindungsgemäßen Anordnung möglich, die
809 7687497
Menge der Kühlflüssigkeit um mindestens 30 bis 60% herabzumindern. Werden also z. B. 4000 1 Quecksilber
bei einem Reaktor mit zylindrischen Rohren trotz Einsatz von Füllstäben benötigt, so wären mit Hilfe der
neuen Ausbildungsform eines Reaktors nur noch etwa 25001 Kühlflüssigkeit erforderlich, was für den wirtschaftlichen
Betrieb des Reaktors ausschlaggebend sein kann.
In der Zeichnung ist eine Vorrichtung gemäß der Erfindung beispielsweise dargestellt.
Fig. 1 zeigt einen erfindungsgemäß ausgebildeten Reaktor im senkrechten Schnitt;
Fig. 2 zeigt einen Teil der Rohre des Reaktors ebenfalls im Längsschnitt in vergrößertem Ma(ßstab;
Fig. 3 ist ein Schnitt nach Linie C-D in Fig. 2.
Im einzelnen bezeichnet das Bezugszeichen 1 die äußere Wandung 'des Reaktors, die z. B. in Form eines
Zylindermantels ausgebildet sein kann, mit einer Zuführungsleitung mit der z. B. trichterförmig gestalteten
Haube 2 und der ebenfalls trichterförmig gestalteten Boden 3. Die Einführung der zu behandelnden
Gase erfolgt von oben durch eine Leitung 4, ihre Abführung durch eine Leitung 5.
Die Zuführung dler Kühlstoffe, z. B. von Quecksilber,
erfolgt durch die Leitungen 6 und 7, ihre Ableitung durch eine am unteren Teil des Reaktors angeschlossene
Leitung 8.
Der von dem Mantel 1 umschlossene Raum des Kontaktofens ist mit in dem Ausführungsbeispiel
senkrecht stehenden Rohren 9 ausgestattet. Diese Rohre besitzen erfindungsgemäß sechseckigen Querschnitt
und sind an ihren Enden 10, 11 gemäß (Fig. 2) derart aufgeweitet, daß, wenn sie mit den Enden aufeinandergelegt
werden, zwischen den Rohren Zwischenräume 12 verbleiben, die in ihrer Größe der
Menge der aufzunehmenden Kühlstoffe entsprechen.
Die Rohre werden an ihreft' aufeinanderliegenden
Enden durch Schweißnähte 13 miteinander verbunden.
Das ganze Rohrbündel kann ilu bekannter Weise,
z. B. mittels eines oberen Ringes 14 sowie mittels eines unteren Ringes 15, mit der Wandung 1 des Ofenmantels
verschweißt werden.
Der größere Zwischenraum 16, der sich zwischen dem Mantel 1 und der äußersten Rohrreihe ergibt,
kann gegebenenfalls durch in der Zeichnung punktiert angedeutete Kühlstäbchen 17 ausgefüllt werden.
Claims (3)
1. Reaktor oder Wärmeaustauscher mit parallel verlaufenden Rohren sechseckigen Querschnitts,
deren Zwischenräume zur Aufnahme eines Kühlmittels dienen, dadurch gekennzeichnet, daß die
Enden der Rohre (9) aufgeweitet und die Rohre mit diesen Enden (10, 11) dicht aufeinandergelegt
sowie an ihrer Außenkante durch eine Schweißnaht abgeschlossen sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der zwischen dem Mantel (1)
des Ofens und der äußeren Rohrreihe verbleibende Zwischenraum durch Verdrängungsstäbe (17) ausgefüllt
ist.
3. Vorrichtung nach Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das gesamte Rohrbündel
mittels eines oberen Rings (14) sowie mittels eines unteren Rings (15) mit der Wandung (1) des
Ofenmantels verschweißt ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Österreichische Patentschrift Nr. 116 364.
Österreichische Patentschrift Nr. 116 364.
Im Betracht gezogene ältere Patente:
Deutsches Patent Nr. 948 781.
Deutsches Patent Nr. 948 781.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 809 768/497 2.
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEU3608A DE1051817B (de) | 1955-11-18 | 1955-11-18 | Reaktor oder Waermeaustauscher mit parallel verlaufenden Rohren sechseckigen Querschnittes |
| DEU6431A DE1150362B (de) | 1955-11-18 | 1955-12-24 | Kontaktofen |
| FR1160306D FR1160306A (fr) | 1955-11-18 | 1956-11-15 | Cuve à réaction |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1051817B true DE1051817B (de) | 1959-03-05 |
Family
ID=7565431
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEU3608A Pending DE1051817B (de) | 1955-11-18 | 1955-11-18 | Reaktor oder Waermeaustauscher mit parallel verlaufenden Rohren sechseckigen Querschnittes |
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| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1051817B (de) |
| FR (1) | FR1160306A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2724014A1 (de) * | 1977-05-27 | 1978-12-07 | Pfaudler Werke Ag | Emaillierter waermetauscher |
| DE102010027338A1 (de) * | 2010-07-15 | 2012-01-19 | Benteler Automobiltechnik Gmbh | Wärmeaustauscher |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| AT116364B (de) * | 1927-05-07 | 1930-02-25 | Ig Farbenindustrie Ag | Vorrichtung zur Durchführung exothermer katalytischer Gasreaktionen. |
| DE948781C (de) * | 1952-10-05 | 1956-09-06 | Rheinpreussen Ag | Reaktionsapparat zur Durchfuehrung von exothermen oder endothermen Gasreaktionen |
-
1955
- 1955-11-18 DE DEU3608A patent/DE1051817B/de active Pending
-
1956
- 1956-11-15 FR FR1160306D patent/FR1160306A/fr not_active Expired
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| AT116364B (de) * | 1927-05-07 | 1930-02-25 | Ig Farbenindustrie Ag | Vorrichtung zur Durchführung exothermer katalytischer Gasreaktionen. |
| DE948781C (de) * | 1952-10-05 | 1956-09-06 | Rheinpreussen Ag | Reaktionsapparat zur Durchfuehrung von exothermen oder endothermen Gasreaktionen |
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| DE102010027338A1 (de) * | 2010-07-15 | 2012-01-19 | Benteler Automobiltechnik Gmbh | Wärmeaustauscher |
| DE102010027338B4 (de) * | 2010-07-15 | 2012-04-05 | Benteler Automobiltechnik Gmbh | Wärmeaustauscher in einem Kraftfahrzeug |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR1160306A (fr) | 1958-07-11 |
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