DE105365C - - Google Patents

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DE105365C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A41WEARING APPAREL
    • A41FGARMENT FASTENINGS; SUSPENDERS
    • A41F1/00Fastening devices specially adapted for garments
    • A41F1/06Glove fasteners

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Clamps And Clips (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 3:. Bekleidungsindustrie.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 31. Juli 1898 ab.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Verschlufs für Handschuhe, Schuhe, Gürtel und dergl., welcher gegenüber bekannten den Vortheil bietet, mittelst einer mehrfach gekrümmten Feder einen sicheren Klemmverschlufs zu ergeben, wobei die eigenartige Gestalt des zur Aufnahme der Feder dienenden Gehäuses die Wirkung der ersteren verbürgt. Bei der beschriebenen und dargestellten, besonders vortheilhaften Ausführungsform ist der freie Schenkel der genannten Feder so ausgebildet, und ihre lösbare Befestigung in dem zweiten Gehäuse erfolgt derart, dafs die Entfernung der beiden Gehäuse und damit der Kanten der zu vereinigenden Theile verändert werden kann.
Fig. ι stellt einen senkrechten Schnitt durch die Vorrichtung,
Fig. 2 eine Ansicht von oben mit weggeschnittenen Gehäusedecken,
Fig. 3 eine Unteransicht der Klemmplatten zur Befestigung der Gehäuse dar,
Fig. 4 veranschaulicht die Stellung der Feder, welche sie einnimmt, wenn der Verschlufs einem starken Zuge ausgesetzt ist.
Fig. 5 zeigt die durch die eigentümliche Gestaltung des Gehäuses bedingte Krümmung der ganzen Feder in übertriebener Form, und
Fig. 6 ist eine Unteransicht des Gehäusebodens.
Die Verschlufsvorrichtung zeigt a'ufserlich zwei am besten herzförmig gestaltete Gehäuse α Λ], von denen jedes an je einer Klappe des Handschuhes bezw. an den zu vereinigenden Theilen irgend welcher Art befestigt ist. Die Befestigung dieser Gehäuse α geschieht mittels der Klemmplatten b c bezw. bx C1 , wobei die Klemmplatten b ί»α den Boden der Gehäuse a Ci1 bilden. Diese Klemmplatten b b1 sind in geeigneter Weise, z. B. mittels kleiner Splinte, durch Löthung oder dergl., mit dem Gehäuse a U1 vereinigt. Die Bodenplatten c C1 sind ihrerseits selbst mit langen Splinten oder Zähnen Jf1 ausgerüstet, welche den Stoff des Handschuhes durchdringen und Randeinschnitte der unteren Klemmplatten durchgreifen.
Sowohl die Klemmplatten c C1 als auch die Bodenplatten b1 sind in der Mitte, wie namentlich aus Fig. ι zu ersehen ist, vertieft gestaltet. Von den Vertiefungen aus laufen bei den Klemmplatten c C1 (Fig. 3) vertiefte Nuthen nach dem Rande der Platten. Die centralen Vertiefungen und die von ihnen auslaufenden Nuthen, welche auf der anderen Seite der Klemmplatten gleichen Erhöhungen entsprechen, haben einen doppelten Zweck; sie bewirken nämlich einerseits ein festeres Einklemmen des dazwischenliegenden Tuches bezw. Leders, andererseits nehmen sie die angelenkten Splinte f auf, wobei die Spitzen derselben in Löcher an den centralen Vertiefungen eingebogen werden. Es können daher diese Spitzen auf den Körper keinerlei Druck ausüben. Die Erhöhungen der oberen Klemmplatten bezw. der Gehäuseböden b bx haben noch einen weiteren Zweck, welcher bei der Beschreibung der die Gehäuse verbindenden Feder näher erläutert wird. Bei dem einen der beiden Gehäuse ax ist in dem, bei dem Ausführungsbeispiel flachen Boden ein Stift h mit darübergreifender gebogener Feder / in geeigneter Weise befestigt, und zwar so, dafs letztere in der Regel mit einer kleinen Oeffnung federnd über den Stift h greift.
Ueber den Stift h kann die Feder i greifen, welche die Verbindung der beiden Gehäuse
bewirkt, wenn sie in das Gehäuse α eingeschoben wird. Das Gehäuse α ist zu diesem Zwecke an der einem Schlitz η des Gehäuses ay gegenüberliegenden Stelle mit einem entsprechenden, senkrecht angeordneten Ausschnitt oder Schlitz k versehen. Die Feder i hat eine eigentümliche Gestalt. Sie ist aus einem Streifen Stahl hergestellt, welcher bei χ so umgebogen ist, dafs er zwei Schenkel bildet. Der untere Schenkel ist zum Zweck des Uebergreifens über den Stift h verbreitert und mit mehreren Löchern ο versehen, so dafs, je nachdem eines oder das andere derselben nach Anheben der Feder / über den Stift h geschoben wird, der Abstand der beiden Gehäuse a Ci1 und damit auch der Kanten der zu vereinigenden Theile (Handschuhklappen und dergl.) ein anderer ist. Der obere Schenkel ist mehrfach gekrümmt. Bei dem Punkte y, welcher von dem Punkte χ (Fig. 4) nur um ein Geringes entfernt ist, ist er nach innen geknickt, jedoch nicht so weit, dafs er in losem Zustand den anderen Schenkel berührt. An seinem freien Ende ist er zu einem Haken ^ gestaltet. An dieser so gestalteten Feder lä'fst sich leicht eine dreifache Federung nachweisen: einerseits federn nämlich die beiden Schenkel um den Punkt x, andererseits der gekrümmte Schenkel für sich um den Punkt y, namentlich wenn dieser Schenkel so weit niedergedrückt wird, dafs der Krümmungspunktj/- auf den geraden Schenkel i aufstöfst, und drittens wird die ganze Feder infolge der eigenthümlichen Gestaltung des Gehäuses gebogen.
Wenn man die Feder in das Gehäuse a einschiebt, so wird dabei der eine Schenkel niedergedrückt, wobei der Punktj^ den anderen Schenkel berührt. Der Haken ^ legt sich gegen die vordere Wand des Gehäuses α und die Krümmungsstelle χ findet ihren Platz in dem hinteren und schmaleren Ende des dreieckigen Gehäuses. Infolge des Zusammenwirkens der oberen schrägen Decke des Gehäuses und der centralen Erhöhung des Bodens findet auch, wie leicht ersichtlich, eine geringe Krümmung der ganzen Feder statt, was in Fig. 5 besonders zur Anschauung gebracht wird.
' Bereits aus dem oben Gesagten geht hervor, dafs es sich hier keineswegs um einen einfachen Hakenverschlufs handelt, und dafs nicht der Haken % allein die Verbindung der beiden Theile des Verschlusses bildet, sondern dafs die ganze Feder infolge ihrer eigentümlichen Gestaltung dabei mitwirkt, indem sie an mehreren Stellen kräftig gegen die Innenwandung bezw. den Boden des Gehäuses gedrückt wird und infolge dessen eine starke Reibung auftritt. Diese Reibung bezw. dieses Anschmiegen der Feder findet namentlich in beträchtlichem Mafse statt, wenn ein starker Zug auf den Verschlufs ausgeübt wird. Es ist dies in Fig. 4 besonders zur Anschauung gebracht. Wenn man nämlich von h aus einen starken Zug auf die Feder ausübt, so ist ersichtlich, dafs sich die Theile der Federn, welche bereits in der Ruhestellung gegen das hintere Ende bezw. den Boden des Gehäuses drücken, noch stärker nach innen anschmiegen. Vor allem aber .findet zwischen den Haken ^ und dem Knickpunkte y eine starke Krümmung der Feder nach aufsen statt, so dafs sich dieses Stück derselben gegen die obere Wandung des Gehäuses anpreist (Fig. 4). Die Feder ist daher bei starkem Zuge noch fester in dem Gehäuse eingeklemmt, als dies in der Ruhestellung der Fall ist. Daher findet eine starke Biegungsbeanspruchung des Punktes χ gar nicht statt und es wird daher diese Stelle der Feder geschont.
Um den Verschlufs zu öffnen, braucht man nur mit dem Fingernagel auf das etwas emporgebogene Ende des oberen Schenkels der Feder zu drücken, wobei y als Drehpunkt dieses Schenkels in Wirkung kommt. Durch das Niederdrücken des Schenkels wird der Haken ^ frei und die Feder kann durch den Schlitz des Gehäuses α bequem hinausgezogen werden.
Damit man mit dem Finger besser zu dem Ende u der Feder gelangen kann, ist das Gehäuse ax niedriger als a.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Hakenverschlufs für Handschuhe und dergl., gekennzeichnet durch eine mehrfach gekrümmte Feder i, bestehend aus einem geraden und einem gekrümmten Schenkel, welcher bei y nach innen gebogen und nach dem Ende zu stark auswärts gekrümmt ist, wo er schliefslich den Haken % bildet, so dafs die Feder nicht allein an der Wandöffnung des Gehäuses, sondern auch an dessen Wandungen und Boden festgeklemmt wird.
2. Ein Verschlufs nach Anspruch 1, bei welchem das zur Aufnahme der Feder dienende Gehäuse nach vorn allmählich ansteigt und sein Boden mit einer in das Innere hineinragenden Rippe versehen ist.
3. Eine Ausführungsform des Hakenverschlusses nach Anspruch 1, bei welcher der gerade Schenkel der Feder i derart mit Löchern 0 versehen ist, dafs er verstellbar mittelst des Stiftes h und der Feder / in dem zweiten Gehäuse befestigt werden kann.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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