DE1053820B - Verfahren und Vorrichtung fuer Infinitesimalrechnungen auf numerischem Wege - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung fuer Infinitesimalrechnungen auf numerischem WegeInfo
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT 1053 ANMELDETAG:
BEKANNTMACHUNG
DER ANMELDUNG
UND AUSGABE DER
AUSLEGESCHRIFT:
DER ANMELDUNG
UND AUSGABE DER
AUSLEGESCHRIFT:
AUSGABE DER
PATENTSCHRIFT:
PATENTSCHRIFT:
DBP 1053820 kl. 42 m 14
INTERNAT. KL. G 06 g
24. DEZEMBER 1952
2 6. MÄRZ 1959 9. NOVEMBER 1961
stimmt Oberein mit auslegeschrift
1 053 820 (B 23528 IX c / 42 m)
Die Erfindung betrifft ein Rechenverfahren und eine Vorrichtung insbesondere zur numerischen Lösung von
Differenzgleichungen, wobei zur Darstellung eines veränderlichen Integranden und einer Integrationsveränderlichen
ein erster und ein zweiter Eingangssignalzug in jeden Ziffernintegrator eines Integratorsatzes eingespeist
und die Reihendarstellung aller Integratoren zu einem Rechenvorgang verwendet wird, in welchem jeder Integrator
in Abhängigkeit von den Eingangssignalzügen ' einen Ausgangssignalzug mit einer augenblicklichen
Frequenz aussendet, die dem Produkt aus den summierten Einzelsignalen der ersten Signalzüge und der tatsächlichen
augenblicklichen Frequenz der zweiten Signalzüge entspricht. Hierbei wird der Ausgangssignalzug eines
beliebigen der genannten Integratoren als erster oder zweiter Eingangssignalzug für einen oder mehrere ausgewählte
Integratoren des Integratorensatzes verwendet, und die genannten Signale werden in Form einer numerischen
Information (z. B. in binärer Zählung) in Kanälen gespeichert, die alle Integratoren des Satzes umfassen.
Das Verfahren zum numerischen Rechnen beruht bekanntlich auf der Darstellung mathematischer Variablen
oder Funktionen durch Folgen von Einzelereignissen (wie z. B. elektrischen Impulsen) veränderlicher Frequenz in
der Weise, daß die Augenblicksfrequenz der Impulse jeder Folge dem Augenblickswert der Ableitung der betreffenden
Variablen mit Bezug auf eine unabhängige Variable (z. B. die Zeit) proportional ist und daß demgemäß die
auf gesummte Impulszahl der Folge in jedem Augenblick den Augenblickswert der Variablen darstellt. Jedes Einzelefeignis
(jeder Impuls) der Folge kann als eine unendlich kleine Zunahme, d. h. als Differential der dargestellten
Variablen, betrachtet werden. Wegen der erhöhten Frequenz der Impulsfolgen, die mit Hilfe der Elektronentechnik
erzeugt werden kann, läßt sich als mittlere Frequenz der Folgen ein ziemlich hoher Wert wählen, so daß
jedes Einzelereignis so kurzzeitig ausfällt, daß der entstehende Fehler vernachlässigbar klein wird, ohne daß
die aufzusummende Impulszahl übermäßig groß sein muß und deshalb die in Betracht kommenden Berechnungsdauern
überschritten werden.
Mit einem solchen Verfahren soll sich eine Zunahme ebenso wie eine Abnahme darstellen lassen, desgleichen
so'wohl positive wie auch negative Werte der betrachteten Variablen. Der irreversible Charakter der Zeit führt deshalb
zur Klassifizierung der Elementarereignisse, d. h. zu zwei Klassen, von denen die eine die unendlich kleinen
positiven Zunahmen, die andere die negativen der Variablen wiedergeben. Obwohl Impulse gegensätzlicher
Polarität verwendet werden können, ist es häufig bequemer, bei einer der Klassen in Gegenwart eines Impulses
gegebener Polarität und bei der anderen Klasse in Abwesenheit eines Impulses zu arbeiten. Es wird dabei
eine Darstellung »durch 1 und 0« angestrebt, bei der die Verfahren und Vorrichtung
für Infinitesimalrechnungen
auf numerischem Wege
Patentiert für:
The Bendix Corporation, New York, N. Y. (V. St. A.)
Beanspruchte Priorität: V. St. v. Amerika vom 26. Dezember 1951
Glenn Edward Hagen, Manhattan Beach, N. Y., Robert Mark Beck, Inglewood, Calif.,
Cecil Richard Russell, Sierra Madre, Calif.,
Charles Rutherford Williams, Palos Verdes Estates,
und Everett David Philbrick jun., Los Angeles, Calif.
(V. St. Α.),
sind als Erfinder genannt worden
sind als Erfinder genannt worden
Gegenwart eines Impulses das positive Differential + dx der betreffenden Variablen χ darstellt, während das
negative Differential — dx gleichbedeutend ist mit der Abwesenheit eines Impulses in jedem durch die Synchronisation
der Maschine präzisierten Augenblick.
Es werden zwei Folgen der oben definierten Art betrachtet, die zwei Variable oder Funktionen y und χ darstellen.
Der Integrationsvorgang besteht darin, daß, ausgehend von diesen beiden Folgen, eine dritte Impulsfolge
für eine Variable ζ angesetzt und deren Augenblicksfrequenz in jedem Zeitpunkt proportional zur Gesamtsumme
der Impulse einer der beiden Folgen (z. B. y) und der Augenblicksfrequenz
dx
~dt
der zweiten gehalten wird. Unter solchen Umständen wird die aufgesummte Anzahl der Impulse der dritten
Folge in jedem Augenblick proportional zur ursprünglichen Funktion ζ = Jy dz, wobei die Integrationskonstante
anderweitig nach den Ausgangsbedingungen festgesetzt wird.
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Es bestehen verschiedene Möglichkeiten zur Bildung der die Integralfunktionen darstellenden Folge auf Grund
der beiden Folgen, von denen die eine als abhängige Variable oder »Integrandenfunktion« und die andere als
unabhängige Variable oder Integrationsvariable gilt.
In dem Schema nach Fig. 2 soll z. B. der Zustand eines Registers oder irgendeines Speichers 6 durch jeden eingeführten
neuen Impuls einer Folge modifiziert werden, so daß er in jedem Augenblick die aufgesummte Zahl der
Einwirkungen der Folge und damit den Augenblickswert der dieser Folge zugehörigen Variablen darstellen kann.
Beispielsweise kommt für das System 6 ein bekannter Binärzähler mit η Stufen in Betracht, die durch »Schaukelkreise
« oder Schwingkreise, das sind Multivibratoren mit zwei stabilen Gleichgewichtslagen, dargestellt werden.
Die aufeinanderfolgenden Impulse ergeben eine Kaskadenumschaltung in der Weise, daß der kombinatorische Zustand
der η Stufen insgesamt bei Auszählung auf der Basis 2 die Zahl der Impulse überträgt, die zum Zähler
seit einem anfänglichen kombinatorischen Zustand 0 gelangt sind. Ein solcher Zähler kann bis zu 2n — 1 aufeinanderfolgende
Impulse aufnehmen.
Der Speicher 6 wird mit Impulsen dy der die Integrandenvariable
y darstellenden Folge gespeist.
Weiter ist ein anderes Register oder ein anderer Speicher 8, z.B. ein zweiter Binärzähler (ähnlich 6), vorgesehen,
dessen Kapazität gegebenenfalls gleich jener des Speichers 6 ist.
Schließlich zeigt Fig. 2 ein Organ 10, das als Übertragungsorgan angesprochen werden kann und das bei
jedem ankommenden Impuls dx einer Folge für die
augenblickliche Übertragung de.=. Zustandes, den in diesem Augenblick das Register 6 darstellt, in das Register 8
sorgt. Dieses Übertragungsorgan kann beispielsweise durch eine Serie von »Torkreisen« dargestellt werden,
die die Stufen der beiden Binärzähler 6 und 8 miteinander
verbinden. Diese »Tore« sind normalerweise »geschlossen«, werden aber nacheinander von den aufeinanderfolgenden
Impulsen ώ; gesteuert in der Weise, daß jeder so gesteuerte
Torkreis den Zustand der Stufe des Zählers 6, die einerseits mit ihm verbunden ist, der Stufe des
Zählers-8 mitteilt, die andererseits mit ihm verbunden ist.
Schließlich wird dafür gesorgt, daß der Speicher 8 nach
einer bestimmten Anzahl von Übertragungen der angegebenen Art, d. h. bei Erreichen seiner maximalen
Speicherfähigkeit, einen Impuls dz »überspeist« aussendet. Wenn z. B. der Speicher 8 ein Binärzähler ist, sendet die
Stufe höchster Ordnung bei jeder Zustandsänderung einen
Impuls ife »überspeist« in die Ausgangsleitung 9. Unter
solchen Umständen stellt die Impulsfolge dz genau die Integralfunktion von y mit Bezug auf x. dar. Der Wert
der Funktion χ kann in jedem Augenblick unmittelbar
von der Zahl (in binärer Zählung) abgelesen werden, die durch den kombinatorischen Zustand der Stufen des
Zählers 8 ausgedrückt wird, wobei der Zustand jeder Stufe sichtbar gemacht werden kann, insbesondere durch
Zündung oder Nichtzündung einer Prüflampe.
Bei dem der Erfindung zugrunde liegenden Verfahren einer Infinitesimalrechnung handelt. es sich um ein
numerisches Verfahren zum Unterschiede von Analogieverfahren. Dieser Unterschied gilt grundsätzlich auch für
die Vorrichtungen zur Ausübung der Rechenverfahren. Bei den Analogieverfahren werden zur Lösung gegebener
Gleichungen physikalische (mechanische), elektrische oder andere Erscheinungen ausgenutzt, die ihrer Natur nach
einer Gesetzmäßigkeit unterliegen, die durch eine Gleichung von der Form der gegebenen Gleichung ausgedrückt
werden kann. Aus diesem Grunde läßt sich zum Integrieren einer Funktion die Ausgangsspannung eines kapazitiven
Netzes (Integratornetz) messen, das auf der Eingangsseite mit einer die zu integrierende Funktion vorstellenden
Spannung gespeist wird.
Die Analogieverfahren sind also im wesentlichen fortlaufend und arbeiten durch Messung. Die numerischen
Verfahren sind diskontinuierlich und beruhen auf Zählung. Die Vorteile und Nachteile der beiden Verfahren sind
mehrfach sorgfältig gegeneinander abgewogen worden mit dem Ergebnis, daß den numerischen Verfahren und Vorrichtungen
der Vorzug gegeben wird.
ίο Zum Vergleich der beiden Verfahren soll zunächst ein
bekannter Analogieapparat, ein Scheiben- und Rollenintegrator, erörtert werden, wie ihn schematisch Fig. 1
wiedergibt.
Der Welle 4 einer Scheibe 3 wird eine veränderliche Winkelgeschwindigkeit dxjdt erteilt derart, daß der von
einer Ausgangsstellung beschriebene Winkel in jedem Augenblick proportional zum Augenblickswert einer
ersten Variablen χ ist. Gleichzeitig läuft eine Schraubenspindel 5 mit veränderlicher Winkelgeschwindigkeit um,
so daß der von der Schraube zurückgelegte Winkel und damit der Abstand zwischen der Scheibenmitte C1 und
dem Berührungspunkt P der frei drehbar an einer Spindelmutter gelagerten Rolle 1 in jedem Augenblick
proportional dem Augenblickswert einer zweiten Variablen y ist. Der Drehwinkel der Rollenachse 2 ist proportional
afydx, worin die Konstante α der RoUenradius
ist.
Der Abstand C1P dieses Integrators ist offenbar gleichbedeutend
mit dem Inhalt des Registers oder Speichers 6 nach Fig. 2, während der Radius α der Rolle 1 mit der
Umkehrung 2~~" der Kapazität des Restspeichers 8 zu vergleichen ist und die Winkelgeschwindigkeiten der
Wellen 4, 5, 2 den Frequenzen der durch die Leitungen 11, 7, 9 eingeführten Impulsfolgen entsprechen.
Es sei angenommen, daß die Wellen 4 und 5 (Fig. 1) nicht kontinuierlich angetrieben, sondern in kleinen Beträgen
bewegt werden. Dann gilt dasselbe für die Ausgangswelle 2. In einem solchen Falle kann jeder Elementarwinkel
der Wellendrehung als ein Impuls der Folge im Sinne der Fig. 2 betrachtet werden, und es ergibt sich
dann eine Äquivalenz der beiden Systeme. Der sich hierbei abspielende Integrationsvorgang kann bekanntlich
durch ein Stufendiagramm nach Fig. 3 versinnbildlicht werden.
Das schematisch in Fig. 2 veranschaulichte Prinzip kann auch anders als mit Binärzählern für die Register 6
und 8 verwirklicht werden, z. B. durch periodisch festgehaltene Magnetzustände, die abgegriffen, ausgelöscht
und wieder auf dem Mantel eines umlaufenden Zylinders registriert werden. Diese Vorrichtung wird auch für die
vorliegende Erfindung benutzt.
Wird die Integralfunktion einer ersten Variablen mit
Bezug auf eine zweite durch eine Impulsfolge nach diesen Angaben dargestellt und werden diese Variablen ihrerseits
durch Impulsfolgen dargestellt, so ergibt sich die Integration von Differentialgleichungen.
Diese Integration mag an einem sehr einfachen speziellen Beispiel erläutert werden. Es sei angenommen, daß
bei der Vorrichtung nach Fig. 2 die Folge χ von irgehdeinem
Oszillator geliefert wird, der an die Leitung 11 angeschlossen ist und eine Frequenz von z. B. 100 KC
hat, ohne daß diese Frequenz notwendigerweise konstant ist (weil χ als unabhängige Variable angesehen wird).
Weiter sei angenommen, daß die Leitung 9 die vom Speicher kommenden Impulse dz führe und mit der
Leitung 7 für den Eingang der Impulse dy in den Speicher 6 verbunden sei. Auf diese Weise wird die Differentialgleichung
Jy dχ = y oder ζ = z' verwirklicht. Die Folge ζ
liefert in jedem Augenblick die numerische Lösung dieser
einfachen Differentialgleichung erster Ordnung.
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Bekanntlich hat das allgemeine Integral dieser Diffe- gegebenen Magnetisierungsniveaus in einer der 22 oder
rentialgleichung die Form 23 Elementarperioden des Registers dargestellt, während
die Zahl 0 aus der Abwesenheit dieses Magnetisierungsir = Z0 ■ e . niveaus in der betrachteten Periode folgt.
Demnach braucht zur Bildung einer die Exponential- 5 Es soll nun irgendein Integrator Jj betrachtet werden,
funktion darstellenden Impulsfolge nur die Differential- dessen Y-Speicher eine bestimmte numerische Informa-
gleichung dieser Funktion angeschrieben und durch eine tion enthält und dessen Ä-Speicher am Anfange leer ist.
angemessene Zwischenverbindung der einzelnen Leiter Bei jedem Radumlauf sendet einer der speziell für diesen
materialisiert zu werden. Zweck reservierten Integratoren einen Impuls Ax aus
Danach lassen sich Differentialgleichungen verschieden- 10 (dessen Folge die Integrationsvariable der zu integrierenster
Art und beliebiger Ordnung dadurch lösen, daß meh- den Gleichung darstellt) und ersetzt demnach den zuvor
rere Vorrichtungen gemäß Fig. 2 vorgesehen und ihre erwähnten äußeren Oszillator. Jeder Impuls Ax verEingangs-
und Ausgangsleitungen sinnvoll zusammen- ursacht beim Umlauf des betreffenden Rades (wegen des
geschaltet werden und daß eine oder mehrere Eintritts- Spieles der Befehlszeichen im ersten Teil des Ä-Speichers
leitungen wenigstens einer dieser Vorrichtungen außer- *5 des Integrators/j, im sogenannten »Codein«) im numedem
unmittelbar mit einer die unabhängige Variable rischen Teil des 2?-Speichers des Integrators 1%, und zwar
darstellenden Impulsfolge gespeist werden, die z. B. ein mittels des Registrierkopfes dieses Speichers, die Regi-Oszillator
liefert. Auf dieselbe Weise kann eine Impuls- strierung der Zahl, die gleich der zuvor in diesem Speicher
folge erzeugt werden, die irgendeine differenzierbare enthaltenen Summe ist, und weiter die Registrierung der
Funktion wiedergibt, indem zunächst die Differential- 20 Zahl, die das Y-Register desselben Integrators enthält,
gleichung dieser Funktion angeschrieben und dann mit Wird zunächst angenommen, daß diese Zahl Y während
Hilfe einer geeigneten Maschine gelöst wird. der Rechnung sich nicht ändert, also z. B. den Wert 221
Eine bekannte Maschine besitzt eine von einem Motor behält (d. h. also die Hälfte des 222 betragenden Fassungs-
mit 4750 U/min angetriebenes Rad, das auf seinem Um- Vermögens des Y-Speichers), dann fügt sich diese Zahl
fang einen magnetischen Mantel trägt. Magnetköpfe zur 25 im 7?-Speicher zu sich selbst hinzu, so daß dessen Kapa-
Registrierung sind an bestimmten Umfangen und parallel zität 223 beim dritten Umlauf des Rades erreicht wird. In
zum Umfang des Rades angeordnet und ergeben Um- diesem Augenblick ist der 2?-Speicher auf 0 zurückgeführt,
fangsspeicher, von denen jeder Informationen einer spe- Der Übertrag jedoch, der sich ursprünglich aus der höch-
ziellen Kategorie führt. Jedem Speicher ist außerdem ein sten binären Ordnung ergibt, wird durch Aussendung
Löschkopf und ein Anzeigekopf zugeordnet. Dabei sind 3° eines »Überspeisungs«-Impulses übertragen, der den
drei Hauptumfangsspeicher Y, R, Z zu unterscheiden.. Impuls Az der die Integralfunktionen ζ = Jy dχdarstellen-
Außerdem ist ein vierter Speicher, der Zeitspeicher, vor- den Folge bildet.
gesehen für ständige Registrierung von äquidistanten Der vom Ä-Speicher eines Integrators bei jedesmaligem
Informationen (z. B. 1160 auf den Umfang des Rades). Überschreiten der Kapazität abgegebene Impuls wird
Mit diesem Speicher arbeitet nur ein Anzeigekopf zu- 35 von dem Z-Speicher aufgenommen. Dieser ist allen Intesammen
ohne Lösch- oder Registrierkopf. Die Registrie- gratoren gemeinsam und deshalb als ein allgemeines
rung dieses Speichers, der am Zeitanzeigekopf abzulesen Informationsmagazin zum Deponieren der Impulse dz
ist, liefert eine fortlaufende und gleichförmige Folge von anzusehen, die von den iü-Speichern aller für die Rechisochronen
Impulsen, die für Synchronismus aller Ma- nung benutzten Integratoren abgegeben werden. Die
schinenoperationen sorgen sollen. 4° Deponierung ist in Gegenwart oder bei Fehlen der Ma-
Die Speicher Y, R sind funktionsmäßig in 22 Bögen, gnetisierungsniveaus möglich, das vom Registrierkopf
sogenannte Integratoren, geteilt, zu deren Länge je des Z-Speichers registriert wird. Von dem Informations-48
Zeitperioden gehören. Der Unterschied zwischen der magazin können diese Impulse (mit Hilfe des Anzeige-Umfangslänge,
zu der 1160 Perioden gehören, und der kopfes des Z-Speichers) in voraus erhoben und als
von den 22 Integratoren ausgefüllten Länge (mit 48 · 22 45 Impulse Ax oder Ay in allen gewünschten Integrations-
= 1056 Perioden) beläuft sich also auf 1160 — 1056 = 104 Sektoren verwendet werden. Die Vorerhebung von InPerioden.
Dieser Unterschied ist gleichbedeutend mit der formationen Az und ihre Benutzung insoweit als Impulse
Länge zwischen jedem Anzeigekopf und dem betreffenden Ax oder Ay, gleich welchen Sektors, gehen so vor sich:
Registrierkopf. Auf diesem sogenannten »Leerbogen« ist Für die beiden Speicher Y und R hat der Anzeigekopf
der Löschkopf jeder der beiden Speicher zwischen- 50 von dem Registrierkopf einen Abstand, der in Umlaufgeschaltet.
. richtung des Rades 48 · 22 = 1056 Perioden beträgt,
Jeder Integrator von I1 bis I22 enthält also ein Seg- damit die in diesen beiden Speichern enthaltenen Infor-
ment des Speichers Y und eines des Speichers R mit je mationen den größeren Teil des Radumfanges einnehmen.
48 Zeitperioden. Die erste Hälfte (genauer 22 erste Peri- Demgegenüber beläuft sich der Abstand (oder wirksame
öden) jedes der beiden Speicher Y und R dient zur Auf- 55 Bogen) zwischen dem Anzeigekopf und dem Registrier-
nahme von Kommandoinformationen, die die Informa- kopf des Z-Speichers (im selben Sinne wie vorher gerech-
tionsmitteilungen unter den Integratoren steuern. Allein net) im Durchschnitt auf nur 48 Perioden, nämlich die
die zweite Hälfte kann numerische Anzeigeinformationen Länge eines einzelnen Integrators. Diese Informationen ife
aufnehmen (und zwar genauer 22 Perioden für den Spei- werden darauf ausgelöscht, so daß, unabhängig von der
eher Y und 23 Perioden für den Speicher R). 60 Zeit, allein ein reduzierter Sektor (der wirksame Bogen)
Die zweite Hälfte jedes der 22 Integratoren mit ihren des Speichers Informationen weitergibt,
den numerischen Informationen reservierten Teilen der In dem Augenblick, in dem der iü-Speicher eines beSpeicher Y und R können als Vereinigung zweier Speicher stimmten Integrators I7n vor dem Registrierkopf des oder Registerorgane betrachtet werden, die mit den Speichers R vorbeiwandert, möge dieser Kopf eine neue Speichern 6 und 8 nach Fig. 2 gleichbedeutend sind. Das 65 Zahl R registrieren, die gleich der Summe aus der vor-Y-Register jedes Integrators umfaßt 22 Perioden und das herigen Zahl R und der Zahl Y desselben Integrators ist 2?-Register 23, so daß ihre Kapazitäten sich auf 222 bzw. und die die Kapazität des Speichers in der beschriebenen 223 belaufen. In das Register Y oder R jedes Integrators Weise überschreitet.^Der am Ende des i?-Speichers sich kann eine Zahl in binärer Zählung eingetragen werden. daraus ergebende Übertrag wandert als Impuls zum Dabei wird die Ziffer 1 durch die Gegenwart eines vor- 70 Registrierkopf des Speichers. Dieser Kopf nimmt am
den numerischen Informationen reservierten Teilen der In dem Augenblick, in dem der iü-Speicher eines beSpeicher Y und R können als Vereinigung zweier Speicher stimmten Integrators I7n vor dem Registrierkopf des oder Registerorgane betrachtet werden, die mit den Speichers R vorbeiwandert, möge dieser Kopf eine neue Speichern 6 und 8 nach Fig. 2 gleichbedeutend sind. Das 65 Zahl R registrieren, die gleich der Summe aus der vor-Y-Register jedes Integrators umfaßt 22 Perioden und das herigen Zahl R und der Zahl Y desselben Integrators ist 2?-Register 23, so daß ihre Kapazitäten sich auf 222 bzw. und die die Kapazität des Speichers in der beschriebenen 223 belaufen. In das Register Y oder R jedes Integrators Weise überschreitet.^Der am Ende des i?-Speichers sich kann eine Zahl in binärer Zählung eingetragen werden. daraus ergebende Übertrag wandert als Impuls zum Dabei wird die Ziffer 1 durch die Gegenwart eines vor- 70 Registrierkopf des Speichers. Dieser Kopf nimmt am
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Anfang des wirksamen Bogens dieses Speichers eine gehenden Koinzidenzen die algebraische Addition der
Information m auf, die den vom Integrator Im abgege- im Register Y des Empfängerindikators enthaltenen Zahl
benen Impuls dz bildet. Wenn diese Information m unter (sobald diese vor dem Registrierkopf Y vorbeiwandert)
dem am Ende des wirksamen Bogens des Speichers ee- , . „ , , χ^, .,„... , . , , , , . ,
legenen Anzeigekopf anlangt, wird sie wahrgenommen 5 und emer Zahl 2j* (<7)· dle §lelch der algebraischen
und alsbald vom Registrierkopf erneut registriert, wäh- Summe der Impulse dz ist, die von allen gewünschten
rend die vorhergehende Information m nach der Anzeige Förderintegratoren abgegeben und gleichzeitig auf
ein wenig weiter gelöscht wird. Wenn die wirksame Länge den Speicher Z erhoben werden. Diese neue Zahl
des wirksamen Bogens des Speichers Z sehr genau 48 Peri- ΛΤ ,, . χ->, , . ,, , Λ ,,.
öden beträgt und also gleich der Länge eines Integrators io Yi = Y + 2Av · entspricht dem von der abhangigen
ist, erscheint die Information m ständig wieder im Syn- Variablen angenommenen neuen Wert und wird beim
chronismus mit derselben Periode jedes der bei jedem folgenden Radumlauf zu jener Zahl hinzugefügt, die
Radumlauf nacheinander folgenden Integratoren. Als in diesem Augenblick im Register des Speichers R des
Kunstgriff erhält jedoch der wirksame Bogen des Spei- Integrators enthalten ist.
chers Z eine Länge von 49 Perioden. Der Kunstgriff 15 Es sei ergänzend bemerkt, daß die Bedingungen des
besteht darin, hinter dem Anzeigekopf des Speichers Z algebraischen Vorzeichens in allen Arbeitsphasen der
einen Temporisierungskreis einzuschalten, der eine zur Maschine berücksichtigt werden, indem ein Impuls als
sätzliche Verzögerungsperiode einführt. Auf diese Weise positive Zunahme der betrachteten Variablen und das
wird während eines vollständigen Radumlaufes die vom Fehlen eines Impulses als negative Zunahme gilt.
Integrator Im stammende Information m nacheinander 20 Die Hauptfunktionen der sogenannten Berechnungswahrgenommen in Synchronismus mit jeder der 22 ersten einheitskreise bestehen einmal darin, die Koinzidenzen Perioden jedes der 22 Radintegratoren, d. h. jener Peri- einer Information des Codeteiles des Speichers R jedes öden, die der vorläufigen Eintragung der Informationen Integrators und einer Information des Speichers Z anoder Codes vorbehalten bleiben, welche die Mitteilungen zuzeigen und nach Maßgabe jeder dieser einen Impuls dx unter den Sektoren steuern. 25 darstellenden Koinzidenzen die dem Registrierkopf des
Integrator Im stammende Information m nacheinander 20 Die Hauptfunktionen der sogenannten Berechnungswahrgenommen in Synchronismus mit jeder der 22 ersten einheitskreise bestehen einmal darin, die Koinzidenzen Perioden jedes der 22 Radintegratoren, d. h. jener Peri- einer Information des Codeteiles des Speichers R jedes öden, die der vorläufigen Eintragung der Informationen Integrators und einer Information des Speichers Z anoder Codes vorbehalten bleiben, welche die Mitteilungen zuzeigen und nach Maßgabe jeder dieser einen Impuls dx unter den Sektoren steuern. 25 darstellenden Koinzidenzen die dem Registrierkopf des
Sollen nun z. B. die vom Integrator Im abgegebenen Speichers R gelieferten Potentialsignale derart zu steuern,
Impulse dz als Impulse dx eines Integrators Im verwendet daß dieser Speicher die numerischen Indikationen
werden, so genügt es, nach anfänglicher Einstellung der registriert, die die algebraische Summe R + Y ausMaschine
eine Information »Code dx« (ein bestimmter drückt. Zum anderen bestehen die Funktionen darin,
Magnetisierungszustand) in eine der 22 ersten Perioden 30 Koinzidenzen (in einer Zahl kleiner oder gleich 7) der
des Speichers R des Empfängerintegrators Im einzu- Informationen des Codeteiles des Speichers Y jedes
führen, damit in einem der 22 Momente, in welchem Integrators und der Informationen des Speichers Z anbei
jedem Radumlauf die vom Integrator! der ge- . , ,. , , . , „ -sp, , T
.. ' , , τ, ,.,. ,- , j τ j- ,. D zuzeigen und die algebraische Summe >,dy der Im-
wunschten Expedition Im kommenden Informationen m ° ° ■iLj 7
sich vor dem Anzeigekopf des Speichers Z befinden, der 35 pulse dy zu bilden, die durch diese Koinzidenzen darin
den Speicher R des Empfängerintegrators eingezeich- gestellt werden. Weiter sollen die dem Registrierkopf
nete Informationscode dx in demselben Augenblick von des Speichers Y gelieferten Signale derart gesteuert
dem Anzeigekopf des Speichers R wahrgenommen wird. werden, daß dieser Speicher die numerischen Indikationen
Die Koinzidenz dieser beiden Informationen in der Zeit . , . , , , ,. , , -sr-. . .. .
... ., -,-,... j . j _ . , .. ,. registriert, welche die neue Zahl Y + / Av ausdruckt,
ergibt mit Hilfe der Kreise der Berechnungseinheit die 40 G ' ^-J ■>
algebraische Addition der Zahl Y des Integrators Im Schließlich wird jeder Überspeisungsimpuls angezeigt,
und seiner Zahl R, und zwar während dieser Integrator der den Überschuß des Speichers R überträgt und einen
an dem Registrierkopf des Speichers R vorbeiwandert, Impuls dz darstellt, wobei die dem Registrierkopf des
nachdem er kurz zuvor (Dauer des Leerbogens) den Speicherst gelieferten Potentialsignale so gesteuert
Anzeigekopf passiert hat, zu welcher Zeit die erwähnte 45 werden, daß dieser Speicher eine entsprechende Indi-
Koinzidenz gegeben war. kation dz registriert, die auf diese Weise zum Eingreifen
Bisher wurde die in dem Integrator I7n enthaltene in die beiden erwähnten Koinzidenzspiele verfügbar wird.
Zahl Y der Einfachheit halber als unveränderlich blei- Zu diesen Hauptfunktionen gesellen sich zahlreiche
bend betrachtet. Es wurden also mit anderen Worten Neben- oder Hüfsoperationen, wie insbesondere erneute
die Impulse dy der die abhängige Variable darstellenden 50 Registrierung der unveränderten Informationen in jedem
Folge außer acht gelassen, d. h. jene Impulse, die in Kreis, Übertrag, Zeichenumkehr, Rechnung der Inte-
den Speicher Y dieses Integrators zur Modifikation gratoren und Perioden im Synchronismus mit den Zeit-
seines Inhaltes eingeführt sind. Signalen. Diese Operationen beziehen sich auf die Ein-
Die Folge y des Integrators Im setzt sich wie die führung der gegebenen (bekannten) Größen, die Steue-Folge
χ aus Impulsen dz zusammen, die von dem Spei- 55 rung der Maschine und die Beobachtung der Resultate
eher Z erhoben sind. Es können aber auch für eine selbe auf dem Schirm eines Kathoden-Oszilloskopes. Die für
Folge y, die für einen einzigen Empfängerintegrator Im alle diese Funktionen vorgesehenen Kreise bestehen im
bestimmt ist, die Impulse dz benutzt werden, die gleich- wesentlichen aus »Logiknetzen«, d. h. aus Gleichrichterzeitig von mehreren (bis zu sieben) Förderintegratoren netzen (Germaniumdioden) und Widerstandsnetzen,
abgegeben werden, damit nach Verbindungsprinzipien 60 welche die »Logik«-Aussage der zu vollziehenden Funkgearbeitet
werden kann, wo die abhängige Variable tionen materialisieren. Diese Logiknetze werden untereines
bestimmten Sektors nach Maßgabe der Form der stützt von Multivibratoren mit zwei Gleichgewichtszu
integrierenden Gleichung aus der algebraischen Summe Stellungen, mit denen entweder die Operationen der
mehrerer Ausdrücke gebildet werden soll, von denen arithmetischen Aussage vollzogen oder die Stufen der
jeder durch die Folge ζ dargestellt wird, die von einem 65 verschiedenen Binärzähler gebildet werden oder die mit
anderen Integrator der Maschine oder vom betrachteten den Anzeigeköpfen zusammenarbeiten oder anderen
Integrator selbst kommt. Deshalb können die 22 ersten Zwecken dienen.
Perioden des Speichers Y jedes für Code dy reservierten Die geschilderte Maschine bedeutet einen beträcht-
Integrators bis zu sieben gleichzeitige Informationen liehen Fortschritt auf dem Gebiet der Schnellrechen-
enthalten. Diese bewirken durch das Spiel der vorüber- 70 maschinen, und zwar sowohl hinsichtlich der Originalität
und der Eleganz des mit dieser Maschine verwirklichten Verfahrens als auch in wirtschaftlicher Hinsicht. Indessen
sind der Verwendung dieser Maschine Grenzen gesetzt, weil manche Probleme zur Lösung die gleichzeitige
Verwendung von mehr als 22 Integratoren erfordern. Der Versuch, die Integratorenzahl zu vermehren,
z. B. zu verdoppeln, begegnet großen Schwierigkeiten wegen der verhältnisgleichen Durchmesservergrößerung
des magnetischen Rades und der linearen Vergrößerung der Umfangsgeschwindigkeiten sowie auch des Kraftbedarfes.
Die Erfindung bezieht sich daher auf eine Maschine der genannten Art, jedoch mit einer wesentlich größeren
Zahl von Integratoren, die je eine wesentlich größere numerische Kapazität haben können, ohne daß der
Raddurchmesser übergebührlich vergrößert oder der für jede magnetische Elementarinformation vorgesehene
Raum vermindert werden muß. Darüber hinaus ermöglicht die Erfindung, zwei oder mehrere Maschinen der
gleichen oder verschiedenen Art zusammenzuschalten, und zwar im Sinne der Verbindung der Eintritts- und
Austrittsfolgen der Integratoren aller Einzelmaschinen für ein und dieselbe Rechnung oder einen aus Einzelrechnungen
bestehenden Rechenkomplex.
Diese Verbesserungen werden dadurch erreicht, daß die beiden Speicher Y und R von der ihnen bisher
zufallenden Funktion entlastet werden, die numerischen Informationen auch zu übertragen. Die Informationen
(Codes dy und dx) gewährleisten, wie erörtert, die Verbindung unter den Integratoren. Diese zweite Funktion
wird erfindungsgemäß einem oder mehreren Umfangsspeichern des magnetischen Rades übertragen, sogenannten
Adressen- oder Auswahlspeichern, die von den Speichern Y und R zu unterscheiden sind.
Damit wird die Quasigesamtheit der Perioden der Speicher Y und R zur Eintragung der numerischen
Informationen verfügbar (mit Ausnahme von zwei oder drei Perioden jedes Integrators, die insbesondere der
Eintragung von die Stufe und die Zeichen betreffenden Informationen vorbehalten bleiben). Im übrigen erlaubt
diese Anordnung in Verbindung mit einer wichtigen Modifikation des Speichers Z (dessen wirksamer Bogen
viel größer ist und mit zwei Hauptanzeigeköpfen zusammenarbeitet) die Unterbringung auch von Informationen
dz, die von jedem der Integratoren der Maschine abgegeben werden, und von Informationen äußerer Herkunft,
die insbesondere durch die Informationen dz von Integratoren gebildet werden können, die zu einer oder
, mehreren der betrachteten Maschine ähnlichen und von dieser zu unterscheidenden Maschinen gehören.
Es werden verschiedene Sonderanordnungen getroffen, durch die das Zusammenschalten einer erfindungsgemäßen
Maschine mit einer oder mehreren unter sich gleichartigen Maschinen gewährleistet oder erleichtert
wird, die von der ersten Maschine verschieden sind. Insbesondere sind zur Einführung von Ausgangsinformationen
(die von jedem ausgewählten Integrator einer anderen Maschine kommen) in dem Speichert der
betrachteten Maschine Mittel vorgesehen, ■ mit denen diese Informationen (bezüglich Folge y oder x) in irgendeinem
der Integratoren der letzteren auf den Weg gebracht werden können. Umgekehrt ist dafür gesorgt,
daß die Informationen dz von jedem gewählten Integrator der betrachteten Maschine im voraus erhoben
und zum Speicher Z einer anderen Maschine übergeleitet werden. Außerdem wird durch einen Kunstgriff eine
Synchronisierung der zusammengeschalteten Maschinen gewährleistet.
Weitere Einzelheiten der Erfindung werden im Zusammenhang mit den Zeichnungen erörtert.
Die zeichnerische Darstellung und die zugehörige Beschreibung gelten keineswegs in beschränkendem
Sinne. Andererseits soll jede aus den Zeichnungen und der nachfolgenden Beschreibung hervorgehende Einzelheit
als Teil der Erfindung betrachtet werden. In den Zeichnungen zeigen:
Fig. 1 bis 3 das Prinzip des numerischen Integrationsverfahrens, das nach der Erfindung benutzt wird,
Fig. 4 schaubildlich das Rechengerät,
ίο Fig. 5 schaubildlich den Magnetmantel mit den einzelnen
Speichern,
Fig. 6 schaubildlich einen Magnetkopf,
Fig. 7 schematisch die Anzeige der magnetischen Informationen auf dem Radumfange,
Fig. 8 die Registrierung der isochronen Signale auf dem. Zeitspeicher,
Fig. 9 schematisch die Registrierungsanzeige der Informationen auf dem Rade,
Fig. 10 schematisch die Anordnung verschiedener so Magnetköpfe,
Fig. 11 die Zusammenstellung der Speicher Y und R
im Hinblick auf die in ihnen enthaltenen Informationen,
Fig. 12 ein Schema für die Lage bestimmter Informationen
der Speicher Y und R,
Fig. 13 ein Beispiel für eine Informationsfolge in einem der Speicher eines Integrators (a) sowie durch
diese Folge (b) hervorgebrachte Impulse,
Fig. 14 ein Schaltschema des Zeitspeichers,
Fig. 15 das für die Stromzirkulation in den Dioden benutzte System,
Fig. 15 das für die Stromzirkulation in den Dioden benutzte System,
Fig. 16 ein Schaltschema der Anzeige auf dem Speicher Y,
Fig. 17 schematisch die Anordnung für die Registrierung der Informationen in den verschiedenen
Speichern,
Fig. 18 das Grundnetz für die »Logik«-Addition,
Fig. 19 dasselbe Netz für die Multiplikation,
Fig. 20 ein allgemeines Funktionsschema des gesamten Rechengerätes gemäß der Erfindung,
Fig. 21 schaubildlich eint Diodentafel,
Fig. 22 eine Diode mit ihren Haltegliedern,
Fig. 23 die Diodentafel von der anderen Seite gesehen,
Fig. 24 ein Diagramm, das eine mögliche Beziehung zwischen einem Impuls, der die Information 1 darstellen
kann, und einem Zeitimpuls veranschaulicht,
Fig. 25 ein Schaltschema der Schaukel- oder Schwingkreise Ym und Y,
Fig. 26 eine graphische Darstellung der verschiedenen Wellenformen, die sich insbesondere in den Kreisen
nach den vorangegangenen Figuren ergeben,
Fig. 27 ein Schema der Schaukelkreise Rm und R,
Fig. 28 ein Schema der vier Schaukelkreise Zm, Z, Za,
zZ
Fig. 29 ein Schema der Schaukelkreise Zcm, Zc,
Fig. 30 eine graphische Darstellung der Wellenformen an verschiedenen Stellen des Speichers Z,
Fig. 31 eine Tabelle der kombinatorischen Zustände des Zählers P,
Fig. 32 ein Schema dieses Zählers,
Fig. 33 ein Logiknetz, durch das die Stufe F1 in den
Negationszustand gebracht wird,
Fig. 34 ein analoges Netz für die Stufe F2,
Fig. 35 ein analoges Netz für die Stufe F3,
Fig. 35 ein analoges Netz für die Stufe F3,
Fig. 36 eine Vereinigung der drei vorgenannten Netze, Fig. 37 das gesamte Logiknetz des Zählers P,
Fig. 38 die Benutzung des Operationskreises P1,
Fig. 39 die Anwendung des Operationskreises P32, Fig. 40 und 41 die Erzeugung gewisser temporeller Vorschläge, mit denen die Maschine arbeitet,
Fig. 38 die Benutzung des Operationskreises P1,
Fig. 39 die Anwendung des Operationskreises P32, Fig. 40 und 41 die Erzeugung gewisser temporeller Vorschläge, mit denen die Maschine arbeitet,
109 713/341
11 12
Fig. 42 eine Tabelle der kombinatorischen Zustände Fig. 79 eine Tabelle zur Ermittlung der Logikgleichung,
des Zählers K, welche die Addition R -f Y beherrscht,
Fig. 43 ein Schema dieses Zählers, Fig. 80 die Benutzung eines Operationskreises zur
Fig. 44 das Logiknetz dieses Zählers, Ermittelung dieser Gleichung auf Grund der Komple-
Fig. 45 die Schaltung der Wählertastatur der Inte- 5 mentärgleichung,
grationssektoren, Fig. 81 den Übertrag-Schaukelkreis D2,
Fig. 46 die Benutzung der Operationskreise U und h Fig. 82 bis 84 drei Diagrammbeispiele zur Addition
mit Bezug auf das vorangegangene Schema, R -f- Y, wobei Fig. 84 sich auf den Fall bezieht, daß
Fig. 47 ein Schema des Operateurkreises für die diese beiden Zahlen ständig Null sind,
Erzeugung der temporellen Vorschläge unter einer i° Fig. 85 das Logiknetz für die Addition Y -\- R,
benutzbaren Form, Fig. 86 die Verbindungen der Speicher mehrerer
Fig. 48 ein Schema der Zwischenverbindungen einiger Integrationssektoren für die Lösung einer beispielsweise
Masctiinenkommandos, gewählten Differentialgleichung,
Fig. 49 ein Schema der Schaukelkreise G und G1, Fig· 87 eine Tabelle der Maßstabkoeffizienten und der
Fig. 50 das Arbeiten des Umkehrers (Wenders) der ^5 in die Maschine im genannten Beispiel einzuführenden
selbsttätigen Wiederingangsetzung, Anfangszahlen,
Fig. 51 ein Schema des Umkehrers für die Wahl Fig. 88a und 88b ein Codificationsblatt zum erwähnten
der Rechenart, Beispiel,
Fig. 52 ein Schema zur Abtastung der Informationen 0 Fig. 89 schaubildlich das Bedienungspult der Maschine,
und 1 sowie den zugehörigen Schaukelkreis X, 20 Fig. 90 eine Wählertafel der Integrationssektoren für
Fig. 53 ein Schema zur Schaukelkreisarretierung H, die Informationserhebung am Ausgang der Maschine,
Fig. 54a eine Übersicht über die Diagramme nach Fig. 91 einen Stöpsel nach Maßgabe der erwähnten
den Fig. 54b bis 54i, Tafel,
Fig. 54b bis 54i je ein Diagramm zur Erläuterung Fig. 92 eine Tafel der Zeichen der Ausgangssynchroni-
der Arbeitsweise des Speichers Z, 25 sation,
Fig. 55 ein Schema des Diodennetzes zum Speicher Z, Fig. 93 eine Tafel der Ausgangszeichen,
Fig. 56 den Startschaukelkreis S, Fig. 94 eine Tafel der Eingangszeichen,
Fig. 57 das den Speichern Y, R, L1 und L2 gemein- Fig. 95 die Synchronisationssteuerung,
same Logiknetz, Fig. 96 die Verbindung zweier Rechengeräte nach
Fig. 58 ein Diagramm zur Erläuterung der Notwendig- 30 der Erfindung,
keit, ergänzende Verzögerungs-Schaukelkreise des Spei- Fig. 97 die Auslösesteuerung der Speicher,
chers Z vorzusehen, Fig. 98 insbesondere den Kommutator, der dazu dient,
Fig. 59 die Zusammenschaltung des Logiknetzes mit einen gewünschten Speicher auf einem Oszilloskopschirm
diesen Verzögerungs-Schaukelkreisen, erscheinen zu lassen,
Fig. 60 tabellarisch die kombinatorischen Zustände 35 Fig. 99 einen Kommutator zur Wahl des Spannungs-
A <7···τ,ι t- "Vj niveaus,
eines der Zahler fur ^dy, Kg m ^ Anordnung der Prüfiampe, .
Fig. 61 ein Schema zu einem dieser Zähler, Fig. 101 die Transparentanzeige auf dem Schirm des
Fig. 62 ein Diagramm zur Erläuterung der Arbeits- Kathodenoszilloskopen.
weise eines dieser Zähler, 4° .,, . π , .,
-r- co ■ τ τ. ix JT-Tx -x Allgemeine Beschreibung
Fig. 63 eine Zusammenschaltung der Logiknetze mit ö
den vorgenannten Zählern, Die Fig. 4 stellt eine Gesamtansicht der Maschine dar.
Fig. 64 ein Diagramm zur Addition der numerischen Diese ist im Innern eines metallischen Gehäuses 12 an-
Ύ . . . _■,, -^, , , fr, geordnet, welches aus abnehmbaren und mittels ge-
Informationen im Zahler ^Jy und der Übertragung 45 eigneter Klemmen 14 festgehaltenen Blechwänden be-
ihrer algebraischen Summe in den Zähler Y + ^dy, steht. Der Netzanschluß ist bei 15 sichtbar. Mit 16 wird
„.,_._, ^ . . · x^, ein Kühlungsventilator bezeichnet.
Fig. 65 em Schema zur Registrierung der ^dy, Am Hinterteü der Maschine ist die magnetische
Fig. 66 den Übertrag-Schaukelkreis D1, Speichertrommel 17 angeordnet, die von einem Motor 35,
Fig. 67 das entsprechende Logiknetz, 50 beispielsweise einem Hysteresis-Induktionsmotor, an-
Fig. 68 ein Diagramm zur Erläuterung eines Additions- getrieben wird.
h ' '1 y 4- "SV ^e ^ 19 sichtbare eigentliche Recheneinheit besteht
eispie es + ^1 V>
. aus emer Anzahl Röhren sowie aus diesen zugeordneten,
Fig. 69 eine Tabelle zur vorgenannten Addition, unterhalb des Sockels 20 zwischen dessen zwei Grund-
Fig. 70 eine Vereinigung von Logiknetz und Re- 55 platten angelegten Schaukelstromkreisen und schließlich
. . -sr^, aus acht Diodentafeln 21,22,23, 24, 25, 26, 27, 28, welche
gis er -2->
y' die logischen Hauptnetze der Maschine tragen.
Fig. 71 den Übertrag-Schaukelkreis D3, 29 ist die Pultschalttafel, mittels deren die Ausgangs-
Fig. 72 die Vereinigung des Logiknetzes mit den angaben sowie das Steuerungsprogramm in die Maschine
Schaukelkreisen D3 und B1, 60 eingeführt werden.
Fig. 73 ein Schema des Wählzählers der dx, Eine als Ausgangswähler bezeichnete' Steckertafel 30
Fig. 74 einen Teil der Adressenspeicher L1 und L2 mit ist dazu bestimmt, die von den gewählten Integrations-
»Adresse dx«, Sektoren in beliebiger, zwölf jedoch nicht überschreitender
Fig. 75 eine Abzugtabelle zum Wählzähler der dx, Anzahl übermittelten Informationen untereinander zu
Fig. 76 den Schaukelkreis A 9, der den Zähler der dx 65 koordinieren, derart, daß diese Informationen der Ausdarstellt
(vgl. 135 in Fig.'20), gangs-Synchronisierungstafel 31 und der Ausgangstafel
Fig. 77 den Schaukelkreis B5, der den Registrierer der 31 α übermittelt werden. Durch Einstecken der Stöpsel
dx darstellt (vgl. 125 in Fig. 20), in die Tafel 31« wird die gewählte Ausgangsinformation
Fig. 78 die Vereinigung des Logiknetzes mit dem nach Belieben entweder zu einem Maßstabänderer, zu
Wählzähler der dx und den Schaukelkreisen A 9 und B5, 70 einer Ablesevorrichtung oder aber zu einer oder mehreren
13 14
anderen Maschinen der erfindungsgemäßen Art weiter- gezeichneten Informationen erzeugter, ' magnetischer
geleitet. Felder vor. Die Fig. 7 zeigt schematisch ohne Rücksicht-
Die Steckertafel 32 ist eine Eingangs-Synchroni- nähme auf den Maßstab, die Trommel mit ihrer ma-
sierungstafel, durch die in die Maschine bis zu zwölf gnetischen Schicht 38, wobei die aufeinanderfolgenden,
äußere Zahlenangaben eingeführt werden können, die 5 auf ihr befindlichen magnetischen Felder durch ge-
insbesondere von der Ausgangstafel 31 α einer anderen schlossene Linien bzw. Schleifen dargestellt sind, deren
ähnlichen Maschine kommen. Außerdem sind Zusatz- Richtung von derjenigen des betreffenden Feldes äb-
und Prüfungsklemmen in passender Anzahl vorhanden. hängig ist. Da die Trommel sich in der Richtung des
Eine in vorliegendem Ausführungsbeispiel von einem Pfeils dreht, schneidet jeder der Magnetköpfe, wie z. B. A,
Kathodenoszilloskop 33 gebildete Ablese- bzw. Inter- ίο die Kraftlinien des Feldes und erhält auf diese Weise
pretierungsvorrichtung dient zum Interpretieren der von induzierte Spannungsimpulse k, die über die Leiter Z zu
der Maschine gegebenen Antworten sowie auch zu anderen den Verstärkern weitergeführt werden.
Zwecken, und zwar insbesondere durch Angabe der in Der Auslöschkopf,, der die nicht mehr gültigen Inforeinem
gegebenen Integrationssektor enthaltenen An- mationen aus der Magnetschicht entfernt, ist dadurch wirkweisungen
und Zahlenangaben. 1S sam, daß er die Oberfläche der Schicht 38 einem bestän-
Um den schon geringen Platzbedarf der Maschine noch digen Magnetfeld aussetzt, wodurch die Magnetisierungsbesser
auszunutzen, wird diese vorzugsweise auf Rädern 34 vektoren der aufeinanderfolgenden Zonen der Schicht
aufgebaut. gleichsinnig ausgerichtet werden; dieser Zustand ist in
In folgendem werden im einzelnen die verschiedenen Fig. 7 schematisch zwischen den Punkten 48 und 49 dar-
Organe der Maschine sowie deren Wirkungsweise be- 20 gestellt,
schrieben. Im übrigen werden die einzutragenden Informationen
In Fig. 5 ist die magnetische Trommel, die als dyna- einem der Aufzeichnungsköpfe, wie z. B. F (Fig. 9), zu-
misches Speicherwerk dient, dargestellt. DieseTrommel36 geführt, und zwar gemäß den Anweisungen, welche von
ist vorzugsweise in Form einer selbständigen Einheit aus- einem sogenannten »Entschluß«-Netz kommen, das den
gebildet, zu der ein eigener Antriebsmotor 35, z. B. ein 25 Anodenstrom eines Elektronehverstärkers steuert derart,
Synchronmotor mit 3600 U/min, gehört. Dieser Motor 35 daß entweder die Gesamtmagnetisierung auf Null fällt
treibt die Trommel 36 über eine Welle 37 mit etwa oder daß ein magnetisches Feld erzeugt wird, das dem
gleichbleibender Geschwindigkeit an, wobei jedoch diese vom Auslöschkopf D hervorgerufenen Feld entgegen-
Konstanthaltung keine wesentliche Bedingung darstellt. gesetzt ist, um eine bestimmte Information auf der
DerTrommelumfangist mit einer magnetischen Schicht38 30 Trommel einzuschreiben.
versehen, die z. B. aus einer Suspension von Eisenoxyd- Da die binären Additionen und Subtraktionen eine
pulver in Schellack bestehen kann. Reihe nach der anderen, d. h. also »serienmäßig« durch-
Auf der Wand des Trommelgehäuses 39 sind Magnet- geführt werden können, ist es nicht nötig, in der Maschine
köpfe 40 befestigt, deren Fabrikationscharakteristiken in für die diversen Integratoren vollständige Zähler-Eineinem
gewissen Ausmaß veränderlich sein können; daher 35 Schreibvorrichtungen in konkreter Form vorzusehen. Die
ist auch der bestmögliche Abstand zwischen diesen Einschreib- bzw. Aufzeichnervorrichtungen der verKöpfen
einerseits und der magnetischen Verkleidungs- schiedenen Integratoren werden gewissermaßen durch die
oberfläche andererseits veränderlich, z. B. etwa zwischen Räume auf der magnetischen Schicht gebildet. Die in
12,5 und 25,5 Mikromillimeter. diesen Registrierern aufgezeichneten Zahlen werden eine
Wie aus Fig. 6 ersichtlich, kann jeder der Köpfe aus 40 Reihe nach der anderen abgetastet und auf Addierungs-
. einem Magnetkern 41 bestehen, der mit Wicklungen 42 und Einfüllstromkreise übertragen, und die abgeänderten
. umgeben ist und zwischen einem unteren Sockel 44 und Zahlen werden sofort wieder auf der Trommel auf-
einer Kopfstütze 43 angeordnet sein. Die Verbindungs- gezeichnet. Die Integratoren werden also serienmäßig,
leiter sind mit 45 und 46 bezeichnet. Derselbe Magnet- und zwar alle vierundvierzig Trommelintegratoren bei
kopftypus kann sowohl zum Ablesen als auch zum Aus- 45 jeder Trommelumdrehung gespeist. In Wirklichkeit
löschen und Registrieren benutzt werden. werden sie jedoch mit einer Geschwindigkeit gespeist,
Die magnetische Schicht 38 besteht aus sechs unter- die etwas höher als diejenige ist, die der effektiven Um-
schiedlichen Zonen, was durch die unterschiedlichen drehungsgeschwindigkeit der Trommel entspräche, denn
Höhenlagen der in Fig. 5 dargestellten Magnetkopf- die Informationen werden, wie weiter unten ausgeführt
gruppen bedingt ist. Im ganzen sind achtzehn Köpfe 50 ist, nicht an denselben Stellen wo sie abgenommen
vorhanden, deren jeweilige Wirkungsweisen in der wurden, sondern etwas vorher wieder aufgezeichnet,
schematischen Darstellung der Fig. 10 aufgezählt werden, Wie schon gesagt, umfaßt der Speicher-Trommel-
wobei gleichzeitig die Nummer (in römischen Ziffern) des umfang im ganzen sechs Speicher. Einer von diesen ist
Speichers angegeben wird, der jeder betreffende Kopf zu- ein Synchronisierungs- oder Uhrenspeicher, durch den der
geordnet ist. 55 Synchronismus in der Wirkungsweise der Maschine ge-
Die aus dem .Trommelgehäuse 39 heraustretenden währleistet und der durch Daueraufzeichnung gebildet
Leiter 35« speisen den Motor 35, der die Trommel 36' wird. Er verhindert, daß der Synchronismus der Rechenfür
einen von oben nach unten blickenden Beobachter operationen etwa durch Veränderungen der Speisungsentsprechend
dem Pfeil entgegengesetzt der Uhrzeiger- frequenz und der Umdrehungsgeschwindigkeit der Tromdrehrichtung
antreibt. Die von den magnetischen Lese- 60 mel gestört würde. Zwei andere Speicher enthalten die
köpfen ausgehenden Leiter 45 und 46 übertragen die in auf die Y und R bezüglichen Informationen und entden
betreffenden Speichern des Radumfangs abgetasteten sprechen den beiden bei Fig. 2 beschriebenen Regi-Informationen
auf die die eigentliche Recheneinheit strierern. Wieder zwei andere sogenannte Adressen- bzw.
bildenden Organe. Auf diese Weise interpretiert also ein Scheidungsspeicher L1 und L2 enthalten die Angaben,
betreffender Lesekopf die auf der Magnettrommel auf- 65 welche sich auf die die jeweils durchzuführende Rechnung
genommene Information und überträgt die von ihm inter- definierende Zwischenverbindungen beziehen. Ein sechpretierte
Information auf einen Speicher-Schaukel-Strom- ster Speicher, der Z-Linie genannt wird, gewährleistet
kreis, der einen Verstärker speist. die Verbindung zwischen unterschiedlichen Integratoren
Die magnetische Schicht 38 stellt eine große Anzahl und gibt Informationen nach den Eirrpfangs-Integratoren
nebeneinanderliegender und durch die auf ihr auf- 70 aus, die von den Speichern L bestimmt werden.
15 16
Die ursprünglichen Angaben werden auf der Speicher- Leseverstärker A überträgt, von wo aus die verstärkten
trommel mittels einer »binären Schreibmaschine« auf- Impulse A1 den Speicher-Schaukel-Stromkreis M betägezeichnet,
die aus zwei auf der Pultschalttafel befind- tigen, der seinerseits mit einer durch das Netz N% belichen
Tasten besteht und die zum jeweiligen Auf- wirkten Verzögerung von einer halben Periode einen
zeichnen von »0« und »1« dient. Die zugeordneten 5 Schaukelkreis Rn betätigt, welcher den Wiederumlauf
Stromkreise sind so eingerichtet, daß die Bedienungs- ermöglicht; das Verzögerungsnetz Nk, das die Verperson
die Informationen mit dem gewünschten Ge- zögerung von einer halben Periode bewirkt, ist als
schwindigkeitsgrad einschreiben kann; in demselben Vorsichtsmaßnahme vorgesehen, um die Betätigung von
Maße, wie die Informationen aufgezeichnet werden, kann Rn durch M zu gewährleisten. Sobald der Schaukelderen
Erscheinen an der Oszilloskopscheibe zwecks Prü- io Stromkreis Rn betätigt ist, überträgt er Impulse auf den
fung bewirkt werden. Aufzeichnungsverstärker E, der die zu registrierenden
Jeder der vierundvierzig Integratoren nimmt in einem Spannungen über die Leiter 1' zum Registrier- bzw.
gegebenen Augenblick einen bestimmten Bogen auf der Aufzeichnungskopf F überführt. Inzwischen entfernt der
Schicht der Trommel ein; es soll jedoch klargestellt Auslöschkopf ständig die überholten Informationen,
werden, daß diese Stellen einen dynamischen Charakter 15 Bei nochmaliger Bezugnahme auf Fig. 10 kann festbesitzen und von einer Trommelumdrehung zur folgenden gestellt werden, daß die Anordnung der sich auf den nicht feststehen. Die in einem betreffenden Punkt des Z-Speicher beziehenden Köpfe von derjenigen der sich auf Integrators aufgezeichnete Information wird nämlich, die anderen Kanäle beziehenden Köpfe abweicht, was auf sobald sie bei einem Lesekopf B ankommt, zu einem die weiter unten erklärte, auf der Z-Linie entstehende neuen Punkt der Trommel weitergeleitet, der sich vor 20 Präzessioriswirkung zurückzuführen ist.
der vorausgehenden Lage befindet, und zwar in einem In folgendem wird die Zusammensetzung der R- und Abstand dazu (wobei dieser Abstand in einer gewissen Y-Speicher, die mit den Bezugsziffern' 5Ö und 51 beAnzahl von Uhrenperioden ausgedrückt wird), der dem zeichnet sind, im einzelnen beschrieben. Die Fig. 11 ist des nicht arbeitenden Bogens gleich ist (152,5 Perioden). eine Gesamtdarstellung, aus der die Art der Informationen Der erste umlaufende Speicher der magnetischen 25 ersichtlich ist, die in den verschiedenen Bereichen jedes Schicht ist von unten her der obenerwähnte Uhren- dieser Speicher vorhanden sein können. In Fig. 12 wird speicher. Auf diesem wird" ein magnetischer Zug auf- schematisch die Zusammensetzung jedes Integrators gezeichnet, der aus voneinander gleichmäßig entfernten dargestellt, insofern diese die beiden Y- und i?-Speicher Wechselpolaritäten besteht, so wie dies in Fig. 7 zwischen betreffen.
werden, daß diese Stellen einen dynamischen Charakter 15 Bei nochmaliger Bezugnahme auf Fig. 10 kann festbesitzen und von einer Trommelumdrehung zur folgenden gestellt werden, daß die Anordnung der sich auf den nicht feststehen. Die in einem betreffenden Punkt des Z-Speicher beziehenden Köpfe von derjenigen der sich auf Integrators aufgezeichnete Information wird nämlich, die anderen Kanäle beziehenden Köpfe abweicht, was auf sobald sie bei einem Lesekopf B ankommt, zu einem die weiter unten erklärte, auf der Z-Linie entstehende neuen Punkt der Trommel weitergeleitet, der sich vor 20 Präzessioriswirkung zurückzuführen ist.
der vorausgehenden Lage befindet, und zwar in einem In folgendem wird die Zusammensetzung der R- und Abstand dazu (wobei dieser Abstand in einer gewissen Y-Speicher, die mit den Bezugsziffern' 5Ö und 51 beAnzahl von Uhrenperioden ausgedrückt wird), der dem zeichnet sind, im einzelnen beschrieben. Die Fig. 11 ist des nicht arbeitenden Bogens gleich ist (152,5 Perioden). eine Gesamtdarstellung, aus der die Art der Informationen Der erste umlaufende Speicher der magnetischen 25 ersichtlich ist, die in den verschiedenen Bereichen jedes Schicht ist von unten her der obenerwähnte Uhren- dieser Speicher vorhanden sein können. In Fig. 12 wird speicher. Auf diesem wird" ein magnetischer Zug auf- schematisch die Zusammensetzung jedes Integrators gezeichnet, der aus voneinander gleichmäßig entfernten dargestellt, insofern diese die beiden Y- und i?-Speicher Wechselpolaritäten besteht, so wie dies in Fig. 7 zwischen betreffen.
den Punkten 47 und 48 schematisch dargestellt ist; wenn 3° Die 32 Uhrenperioden, über die sich ein Integrator
man diesen magnetischen Zug auf der Oszilloskopscheibe erstreckt, stellen ebenso viele Bereiche des Trommelbeobachtet,
so erscheint er wie eine im wesentlichen umfangs dar, deren jeder eine elementare Information
gleichförmige Welle, die Sinuskurvenform aufweist empfangen kann. Eine derartige Information ist binärer
(Fig. 8). Diese Welle wird von den Impulsen gebildet, Art, d. h., sie wird durch das Vorhandensein bzw. Nichtdie
durch die Differenzierung der auf dem magnetischen 35 Vorhandensein eines Impulses dargestellt (eins oder null).
Trommelumfang aufgezeichnten Uhrenimpulse ent- Wie aus Fig. 11 ersichtlich, enthält der Ä-Speicher eine
stehen; im vorliegenden Beispiel handelt es sich um erste Periode P1, die leer ist und die immer eine Null
1560 Uhrenimpulse, die als geschlossene Schleife um enthält (was, wie weiter unten ersichtlich, auf die Tatden
Trommelumfang herum aufgezeichnet werden. sache zurückzuführen ist, daß es keine aus dem Y-Speicher
Auf diese Weise werden während der ganzen Dauer 40 kommende Ziffer gibt, die in diese Periode »überfließen«
der Umdrehung der Trommel 36 im Uhrenlesekopf 40 könnte), sowie auch einen Abschnitt, der'für die Zahl R
Uhrenimpulse unaufhörlich mit einer Frequenz von etwa selbst bestimmt ist, wobei sich dieser Abschnitt über die
100 kHz erzeugt. Diese Impulse werden über. Leiter, wie Perioden P2 bis P31 erstreckt, woraufhin eine für die
z.B. 45 und 46 (Fig. 6), der Recheneinheit zugeführt, Angabe »Vorzeichenwechsel« bestimmte Periode P32 folgt,
um in dieser den Synchronismus der verschiedenen 45 Im Y-Speicher stellt die erste Periode P1 gleichzeitig
Rechenoperationen zu gewährleisten. Hierzu sei bemerkt, die erste Periode dar, die in ein Abgangs- bzw. Startdaß
der Uhrenlesekopf 40 in irgendeinem Punkt dem impuls fallen kann, der im wesentlichen den Maßstabs-Uhrenspeicher
entlang gelegen sein kann; wie schon er- faktor des betreffenden Integrators bestimmt. Es muß
wähnt, wird der Uhrenspeicher ständig auf der Schicht 38 hierbei festgestellt werden, daß der Startimpuls in
aufgezeichnet, und zwar ohne jemals aus diesem beseitigt 50 irgendeine der folgenden Perioden P2, P3 ... P30 fallen
zu werden. kann, wobei dann alle Perioden, welche der den Start-Die
Stellung der anderen Leseköpfe ist hingegen genau impuls enthaltenden Periode vorausgehen, notwendigerfestgelegt.
Es muß hierbei festgestellt werden, daß weise leer sind, und zwar bis einschließlich P1 zurück. Der
zwischen den Lese- und. Aufzeichnungsköpfen jedes der für die Zahl Y bestimmte Teil erstreckt sich von P2 bis
Y-, R-, Z-, L1- und Z,2-Speicher ein konstanter Abstand 55 P30. Das Vorzeichen der Zahl Y befindet sich bei P31. Die
besteht, der, wie aus Fig. 10 ersichtlich, 152,5 Uhren- Periode P32 ist immer leer, denn die Anwesenheit einer
perioden beträgt; es handelt sich hierbei um den bereits Einheit in dieser Periode würde die Übertragsoperation
erwähnten nicht arbeitenden Bogen. Jeder Integrator fälschen:
umfaßt 32 Uhrenperioden. Da vierundvierzig Integratoren Der Startimpuls bestimmt die niedrigste Stelle der
vorhanden sind, macht das 1408 Perioden aus. Wird der 60 Zahl Y, wobei sich diese Stelle in derjenigen Periode
Wert des nicht arbeitenden Bogens, nämlich 152,5 Peri- befinden muß, die unmittelbar auf die besagten Impuls ent-
oden, von der Gesamtzahl der auf dem Umfang ent- haltende Periode folgt.
haltenen Perioden abgezogen, die 1560 Perioden be- Die Höchstkapazität eines Integrators erstreckt sich
trägt, so ergeben sich 1407,5 und nicht 1408 Perioden. in vorliegendem Beispiel auf 29 binäre Stufen; P30 ent-
Dieser zwischen den beiden Zahlen bestehende Unter- 65 spricht der Stufe des Wertes in der Größe von2-1, und
schied von einem halben Intervall erklärt sich aus der P2 entspricht dem Größenwert von etwa 2~ 29. Außerdem
Anwesenheit des Verzögerungsnetzes Nk (Fig. 9). Eine enthält der Y-Kanal29 ziffernmäßige Perioden pro
auf der Schicht aufgezeichnete" Information wird vom Integrator, während der i?-Speicher im Gegensatz zum
Lesekopf B aufgenommen, der die zwei entsprechenden, Y-Speicher keine zur Vorzeichenangabe bestimmten
differenzierten Impulse A0 über den Leiter 44« auf den 7° Perioden enthält.
17 18
Die Bedeutungen der verschiedenen Perioden jedes Die drei noch verbleibenden Speicher, nämlich die
Integratorsektors der Y- und Ä-Speicher sind graphisch Adressen- bzw. Scheidespeicher 11 und 12 sowie der
in Fig. 12 dargestellt. Es ist daraus ersichtlich, daß die Z-Speicher oder Präzessionsünie, werden an geeigneter
Periode P31 des Y-Speichers das positive oder negative Stelle beschrieben werden. Es muß jedoch hervorgehoben
Vorzeichen der Zahl Y angibt. Wenn Y positiv ist, so 5 werden, daß die für einen bestimmten Integrator ausge-
enthält diese Periode eine 1. Die folgenden Perioden, benen ^ Informationen von zwei sogenannten V^.
d. h. die Penoden von der zweiten Periode von Imks an,
enthalten die weiteren Ziffern der Zahl Y, die sich über Zählern aufgenommen werden, welche die beiden
die jeweils nötige Anzahl von Perioden erstrecken kann. Adressenspeicher L1 und L2 überwachen.
Das Ende der Zahl Y wird durch den Startimpuls ange- i° Die dy-Adresse für jeden betreffenden Integrator ist
geben, der rechts von der Zahl Y aufgezeichnet wird. eine Zusammenstellung von Informationen, die diejenigen
Ein bestimmter Registrierer kann also jede gewünschte anderen Informationen definieren, welche aufgenommen
Zahl aufzeichnen, deren Stellenanzahl den Höchstbetrag und addiert werden sollen, um in den Y-Speicher des in
von 29, der die Kapazität des Integrators darstellt, jedoch Betracht kommenden Integrators eingeführt zu werden,
nicht überschreiten darf. 1S Die dy-Adresse stellt eine gewisse Anzahl von Infor-
Wenn zunächst angenommen wird, daß Y gleich Null mationen dar, die zwischen Null und Sieben liegen und
ist, so ist die einzige im Y-Speicher anwesende Infor- im !,-Speicher enthalten sind, und bei jeder Trommelmation
ein Impuls in der dem Vorzeichen entsprechenden Umdrehung weist sie in ihrer Gesamtheit eine Ver-Lage.
Die Zahl Null muß tatsächlich »-\-0« auf ge- Schiebung auf, die der Ausdehnung eines Intregrators
zeichnet werden.) Das erstemal, wo Y zum Rest R hinzu- a° entspricht; dadurch wird sie dann mittels der Wiedergefügt
wird, erscheint dieser Impuls (oder Einheit) in der umlauf-Stromkreise in denjenigen Integrator übertragen.
Periode P31 des i?-Speichers. Die darauffolgende Über- der unmittelbar vor demjenigen, auf den sie sich bezieht,
tragung macht den i?-Speicher frei und ruft dessen gelegen ist.
»Überfließen«· hervor, d. h., es wird eine ler-Information Die Z-Linie ist komplex, da sie außer den in den
zum Z-Speicher hinausgegeben. Wenn also Y gleich Null 25 vierundvierzig Integratoren enthaltenen Informationen
ist, so gibt der betreffende Integrator wechselweise 1 und auch noch bis zu zwölf von außen kommende Infor-
0 aus, was, ja auch theoretisch erforderlich ist. mationen aufzeichnen können muß. Wie weiter unten
Wird Y ein wachsender positiver Wert, so findet beschrieben ist, kann die Präzessionslinie der Z wie ein
manchmal ein mehrfaches, aufeinanderfolgendes Über- gedächtnisartiger Speicher aufgefaßt werden, durch den
fließen des i?-Speichers statt; wenn Y seinen Höchstwert 3° alle ^-Informationen hindurchgehen und dabei bei jedem
erreicht, so fließt der i?-Speicher jedesmal über. Uhrenimpuls serienmäßig um eine Periode vorgerückt
Ist Y negativ, so erscheint eine Null in der Vorzeichen- werden.
Stellung, und der Wert der Zahl Y wird in Form des Es wird nun unter Bezugnahme auf Fig. 14 der dem
binären Komplements der .wahren Zahl aufgezeichnet Uhrenlesekopf zugeordnete Stromkreis beschrieben. Der
(Austausch der 0 und 1, außer für die letzte Stelle). Wenn 35 Lesekopf 52 ist schematisch durch einen unterbrochenen
Y sich seinem negativen Höchstwert nähert, so strebt der Ringkern 53 dargestellt, der mit einer Wicklung 54 um-
2?-Speicher einen Zustand an, in dem er nur Nullen geben ist. Die stetige magnetische Registrierung im
enthält, so daß er nicht mehr überfließt und der Integrator Uhrenspeicher, die etwa eine Sinuskurvenform aufweist,
in gleichförmiger Weise Nullen ausgibt. wird vom magnetischen Kopf in Form einer Reihe von
Jeder Impulsempfang, der ein positives dx darstellt, 40 Differenzierungsimpulsen, wie z.B. w, aufgenommen,
ruft die Addierung der Zahl Y zur Zahl R hervor, wohin- Dieser Wellenzug w wird auf das Gitter einer Verstärkergegen der Empfang eines negativen dx, das durch eine röhre 55 übertragen, deren Anode an das Gitter einer
Null bzw. durch Impulsabwesenheit dargestellt wird, anderen Röhre 56 angeschlossen ist, deren Anode ihrerd.
h. also gewissermaßen jeder Empfang einer »Impuls- seits über die Parallelschaltung der Kapazität 57 und des
abwesenheit«, die Subtraktion der Zahl Y von der Zahl R 45 Widerstands 58 an das Gitter einer anderen Röhre 59
nach sich zieht. . geschaltet ist, so daß ein wohlbekannter Schmidtscher
Der Vorzeichenwechsel-Impuls in der Stelle P32 des Trigger- oder Abzugskreis entsteht. Die Kathoden der
i?-Speichers ermöglicht den Vorzeichenwechsel der von beiden letztgenannten Röhren sind einer Spannung von
einem bestimmten Integrator ausgegebenen Informa- —100 Volt über einen gemeinsamen Widerstand 60 aus-
tionen. Wenn die Periode P32 die Information 1 enthält, 50 gesetzt. Das Gitter der Röhre 56 wird durch einen
so entsteht im Senden des Integrators eine Umkehrung, Spannungsteiler 61 unter einer verhältnismäßig hohen,
da die Zahl dann durch ihr Komplement ersetzt wird. positiven Spannung gehalten, so daß diese Röhre in
Im beschriebenen Ausführungsbeispiel werden die normaler Weise leitet. Infolgedessen behindert normaler-Informationen
mittels eines gleichbleibenden Registrie- weise die auf das Gitter der Röhre 59 übertragene
rangsstroms aufgezeichnet, dessen Vorzeichen sich jedes- 55 niedrige Anodenspannung der Röhre 56 die Leitfähigkeit
mal ändert, wenn die aufzuzeichnende binäre Ziffer der erstgenannten Röhre. Wenn eine vom Verstärker 55
wechselt. In der Fig. 13a ist z. B. eine Reihe von zwölf kommende WeIIeZc1 auf das Gitter der Röhre 56 aufaufeinanderfolgenden
Einheiten dargestellt. Da P31 trifft, so bleibt der positive Teil der Welle ohne Wirkung
gleich Null ist, ist das Vorzeichen von Y negativ. Der in bezug auf den Schmidtschen Kreis; aber der negative
Registrierungsstrom bleibt während der Dauer von 60 Teil verhindert die Leitfähigkeit der Röhre 56. Infolgezwölf
Perioden gleichförmig positiv. Die magnetische dessen nimmt die Anodenspannung dieser Röhre zu, und
Schicht 38 der Trommel 36 wird also in einer ent- der daraus folgende Spannungsimpuls wird auf das Gitter
sprechenden Länge gleichförmig magnetisiert und ergibt der Röhre 59 übertragen. Die Abschwächung des den
ein Magnetisierungsdiagramm in Abhängigkeit vom gemeinsamen Widerstand 60 durchfließenden Stroms ver-Abstand,
wobei dieses Diagramm dem starklinig ge- 65 mindert die Kathodenspannung der Röhre 59. Als Folge
zeichneten Umriß 67 ähnelt. dieser beiden Vorgänge wird die Röhre 59 plötzlich
Ein Lesekopf, der den Trommelumfang 36 abtasten leitend, was eine rasche Erhöhung der Anoden-Ausgangswürde,
gäbe Differenzierungs-Impulse wie 68 und 69 spannung nach sich zieht. In gleicher Weise wird die
(Fig. 13 b) aus, die ihrerseits die passenden Organe der Leitfähigkeit der Röhre 59 plötzlich unterbrochen, wenn
Recheneinheit betätigen. 70 die auf das Gitter der Röhre 56 auftreffende Welle
positiv wird. Man erhält also einen periodischen Zug von eckigen Wellen w2, den man zu einem Kathoden-Ladestromkreis
62 leitet. Von dort werden die eckigen Wellen, die geringe Impedanz aufweisen, zu · den Gittern eines
ersten, parallel geschalteten Triodenpaars 63 sowie zu denjenigen eines zweiten, mit dem ersten Paar in Parallelschaltung
befindlichen Triodenpaars 63 geleitet. Der gemeinsame Ausgang 64 der Trioden jeden Paares bildet
die Ausgangsleitung der Uhrenimpulse.
In Fig. 15 wird die Konvention der Richtungen definiert, die bezüglich der schematischen Darstellung der aus
Germanium hergestellten Dioden in vorliegender Beschreibung ständig in Anwendung kommen. Gemäß
dieser Konvention wird bei Bezugnahme auf Fig. 14 das Potential der Uhrenimpuls-Leitung 64 zwischen 0 und
+ 30 Volt gehalten, und zwar durch die von den parallel geschalteten oberen Dioden 65 und von. den parallel
geschalteten unteren Dioden 66 ausgeübte Begrenzungswirkung. Durch die Parallelschaltung der beiden Ausgangs-
bzw. »Operations«-Stromkreise gemäß der beschriebenen Art ergibt sich, wie weiter unten dargestellt,
eine starke Stromquelle zwecks Betätigung der logischen Netze durch die Uhrenimpulse.
Leseverstärker
Da die Stromkreise, die sich auf die Leseköpfe und -verstärker beziehen, welche den Y-, R- und Z-Speicher
entsprechen, untereinander gleich sind; werden in folgendem
unter Bezugnahme auf das Schema der Fig. 16 nur diejenigen des Y-Speichers beschrieben.
Der Lesekopf 70 wird durch den mit einer Wicklung 72 umgebenen, gespaltenen Weicheisenring 71 dargestellt.
Wenn der Kopf 70 den der ungefähr quadratischen Magnetisierungskurve 51 des Y-Kanals (Fig. 12) entsprechenden
Kraftfluß durchquert, so differenziert er ihn und erzeugt für jede vordere bzw. steigende Kante des
Kraftflußdiagramms M' einen positiven Impuls y+ und
für jede hintere bzw. fallende Kante einen negativen Impuls y-. Diese positiven und negativen Impulse
werden durch die Leseleitung 73 über den Begrenzungswiderstand 74 auf das Gitter der Röhre 75 des Verstärkers
76 übertragen. Die verstärkten Impulse entgegengesetzter Polarität treten in die zweite Verstärkerstufe 77
ein, die von der Röhre 78 gebildet wird, deren Kathoden-Ausgangskreis Impulse entsprechender Polarität und
geringer Impedanz zu einem Phasenwender- und Verstärkungskreis 79 sendet. Dieser besteht aus zwei
Trioden 80 und 81, deren Kathoden über einen Polarisationswiderstand 82 vereinigt und an eine — 290-Volt-Spannung
gelegt sind. Die Trioden 80 sind normalerweise leicht leitfähig.
Die Wirkung eines positiven Impulses auf das Gitter der Triode 80 besteht darin, diese stark leitfähig zu
machen. Durch den so auf der Anode dieser Röhre entstehenden momentanen Spannungsabfall wird auf der
ersten Anoden-Ausgangsleitung 83 ein negativer Impuls erzeugt. Gleichzeitig nimmt der Spannungsabfall durch
den Widerstand 82 hindurch zu. Das Kathodenpotential der Triode 81 steigt daher vorübergehend an, und die
Stärke des sie durchfließenden Stromes nimmt ab; ein positiver Impuls wird also auf der zweiten Anoden-Ausgangsleitung
84 erzeugt.
Das Auftreffen eines negativen Impulses auf den Phasenwenderverstärker 79 bringt in den Ausgangsleitungen die entgegengesetzte Wirkung hervor. Genauer
ausgedrückt,, es wird ein negativer Impuls in der zweiten Anoden-Ausgangsleitung 84 und ein positiver in der
ersten Ausgangsleitung 83 erzeugt. Es ist zu bemerken, daß es die positiven Impulse sind, die in den Anoden-Ausgangsleitungen
den gewünschten Impulsen entsprechen.
Die in diesen beiden letzteren Ausgangsleitungen 83 und 84 entstehenden Impulse werden zu einem Klipperkreis
85 gesandt, der von den beiden Trioden 86, 87 gebildet wird. Die Gitter dieser Trioden werden mittels
eines an die — 138,5-Volt-Spannung gelegten Widerstands
Rc vorgespannt, so daß die dort aüftreffenden negativen Impulse die Trioden leitfähig machen. Infolgedessen
erscheinen Impulse von enger, rechteckiger Form in der oberen Ausgangsleitung 88 und in der unteren Ausgangsleitung
89. Die Spannungen dieser beiden Leitungen werden mittels entsprechender Dioden 90, 91 für die
obere Leitung 88 und 92 j 93 für die Leitung 89 zwischen Οι
5 und 30-Volt-Potentialen begrenzt. Das Potential jeder dieser Ausgangsleitungen wird also zwischen diesen beiden
Grenzwerten gehalten. Die obere Ausgangsleitung 88 ist mittels eines ersten Differenzierungskreises S1 mit dem
linken Gitter des Schaukelkreises Ym gekoppelt. Der
so untere Ausgangskreis 89 wird in gleicher Weise über
einen zweiten Differenzierungskreis δ2 mit dem rechten
Gitter des Schaukelkreises Ym gekoppelt.
Der Schaukelkreis Ym ist ein wohlbekannter Schaltkreis
mit zwei stabilen Gleichgewichtszuständen, in dem die sich gegenüberliegenden Gitter und Anoden der
beiden ihn bildenden Trioden ^untereinander über einen Widerstand und eine parallel geschaltete Kapazität gekoppelt
sind. Wenn ein negativer Impuls an eines der Gitter dieses Kreises gelegt wird, so verändert dieser
seinen Gleichgewichtszustand. Die Dioden 94 und 95, welche das rechte bzw. linke Gitter des Kreises Ym
speisen, bewirken die Abschwächung des positiven Teils der differenzierten Eingangswelle, so daß nur deren negativer
Teil den Stromkreis erregt.
Die Ausgangsleitungen 96, 97 des Schaukelkreises werden von den rechten bzw. linken Anoden abgeleitet.
Um die Schwankungen der Anodenspannung in den Grenzen zwischen 0 und + 30 Volt zu halten, sieht man
Begrenzungsdioden vor, wie schon weiter oben beschrieben, welche die rechte und linke Ausgangsleitung 96 bzw.
97 mit dem 0- und + 30-Volt-Potential verbinden.
Der Lesekreis des Y-Speichers überführt ein bestimmtes, auf dem magnetischen Trommelumfang aufgezeichnetes
Magnetisierungsdiagramm M' in eine Reihe verschiedener Zustände des Schaukelkreises Ym, dessen
Ausgangsspannungen daher genau den Magnetisierungsveränderungen des Y-Speichers des Trommelumfangs
folgen. Dies ist auch der Fall bezüglich der R- und Z-Speicher, denen Schaukelkreise Rm undZm entsprechen,
deren Zustände in jedem Augenblick dem Magnetisierungszustand der betreffenden Speicher des magnetischen
Trommelumfangs entsprechen.
Aufzeichnungs-Stromkreise
In folgendem werden unter Bezugnahme auf Fig. 17 diejenigen Stromkreise beschrieben, die auf dem magnetischen
Umfang der Trommel die von den logischen Netzen der Maschine gelieferten Informationen registrieren
bzw. aufzeichnen.
Die zur Aufzeichnung in den fünf Speichern des Trommelumfangs bestimmten Informationen werden mit Y0,
R0, Z0, L10 und -L2O bezeichnet (s. das allgemeine Schema
in Fig. 20) und werden durch fünf Aufzeichnungsspeicher hindurchgegeben, von denen, da sie untereinander identisch
sind, nur der Z0-Speicher beschrieben wird.
Jedesmal, wenn ein elementarer Impuls Z0 erzeugt
wird, so wird er über ein Differenzier- und Spannungsteilungsnetz 98 an das Steuergitter 99 einer Aufzeichnungspentode
100 gelegt. Dieses Gitter wird normaler-
weise durch einen an das — 290-Volt-Potential angeschlossenen
Gitterwiderstand 101 auf seiner Unterbrechungs-Spannung (-16VoIt) gehalten. Die Amplitude
des elementaren Eingangsimpulses Z0 beträgt etwa + 30 Volt und erhöht das Gitterpotential auf ungefähr
— 2 Volt, jedenfalls aber nicht über 0, und zwar auf Grund der Begrenzungsdiode 102, welche das Steuergitterpotential begrenzt. Bei diesem Grenzpotential ist
die Pentode 100 leitfähig. Der so hervorgerufene Strom durchfließt den Begrenzungswiderstand 103 und erregt
die Wicklung 104 des Aufzeichnungskopfs 105 derart, daß in der betreffenden Periode der Trommel 36 das Magnetisierungsniveau
M' erzeugt wird. Auf diese Weise erregt der Anodenausgang der Pentode 100 die Wicklung 104
des Aufzeichnungskopfs jedesmal, wenn ein Z0-Impuls zum Differenzier- und Spanmmgsteilungsnetz 98 geleitet
wird. Die Kapazität 106 dient zum »Spitzen« der Impulse, und zwar durch Verlängerung der Spannungserhöhungsdauer
der Z0-Impulse, die sonst wegen der in der Z0-Leitung 107 befindlichen Shunt-Kapazitäten eine
starke Verzögerung aufweisen würden. Der Kondensator 106 verbessert also die Reaktion bzw. Empfindlichkeit
des Stromkreises bezüglich der Aufzeichnung der Impulse auf dem magnetischen Trommelumfang. Der Gitterwiderstand
108 begrenzt außerdem die an das Steuergitter 99 gelegte Maximalspannung.
Allgemeines bezüglich der logischen Netze
Die logischen Operationen, welche die Lösung der von der Maschine aufgenommenen Probleme betreffen, werden
mittels logischer Netze oder Kreise durchgeführt, welche diese Operationen in einfache elektrische Vorgänge übertragen.
Die Aufstellung dieser Netze, welche Diodennetze darstellen, beruht auf den' Gesetzen der logischen bzw.
symbolischen Algebra, die auch Boolsche Algebra genannt wird. Die Grundlagen dieses Zweiges der Mathematik
werden nachstehend kurz dargestellt.
Addition:
a + a — a — Idempotenzeigenschaft
a + b = δ + a . = Kommutativitätseigenschaft
α + "(δ + c) = (a + b) + c = Assoziativitätseigenschaft
a + be = (a -j- b) (a + c) = Distributivitätseigenschaft
a + be = (a -j- b) (a + c) = Distributivitätseigenschaft
Die logische Addition stellt den durch die Worte »oder (und) «τ ausgedrückten Begriff dar.
Multiplikation:
aa = a
ab = ba
a(bc) = (ab)c
a(b + c) = ab + ac
0 · a = 0
0 -|- a = a
1 · a = a
1 + « = 1
1 + « = 1
= gemeinsamer Schnitt
= Vereinigung
= gemeinsamer Schnitt
= Vereinigung
= Vereinigung
= gemeinsamer Schnitt
= Vereinigung
IO
= Idempotenzeigenschaft
= Kommutativitätseigenschaft = Assoziativitätseigenschaft
= Distributivitätseigenschaft
= Kommutativitätseigenschaft = Assoziativitätseigenschaft
= Distributivitätseigenschaft
erhält; b" ist nic.ht a", kann also auch b = a' geschrieben
werden. Man kann sagen, daß durch die Verneinung der
von ihr betroffene Vorschlag umgekehrt wird. Die Verneinung weist folgende Eigenschaften auf:
aa' = 0, a + a' — 1 = Komplementarisierung
(ab)' = a' + V ■ = Dualisierung
(a + b)' = a'V
(a')' = a = Involution
Die Durchführung von Problemen der Boolschen Algebra mittels elektrischer Stromkreise beruht auf dem
bivalenten Charakter (positiv —■ negativ) der Elektrizität, und es werden dabei gewöhnlich Impulse mit Spannungen
unterschiedlicher Höhen in Anwendung gebracht; die
!5 höhere Spannung drückt z. B. die Bejahung eines Vorschlags
(Symbol 1) und die niedrigere Spannung dessen Verneinung (Symbol 0) aus. Beispielsweise können in
diesem Zusammenhang einige Eigenschaften der Boolschen Addition, die aus deren Definition hervorgehen,
betrachtet und in folgender Weise durch hohe und niedrige Spannung (H und B) ausgedrückt werden:
1+1=1
1+0 = 1
0 + 1=1
0 + 0 = 0
1+0 = 1
0 + 1=1
0 + 0 = 0
entspricht
entspricht
entspricht
entspricht
entspricht
entspricht
entspricht
H + H = H
H + B = H
B +H = H
B + B = B
Im Laufe der Beschreibung wird an Hand vieler Beispiele
festgestellt werden können, wie die auf der rechten Seite obiger Tabelle dargestellten Beziehungen in sehr
einfacher Weise zwischen den Spannungshöhen dreier Leiter eines Stromkreises realisiert werden können, der
im wesentlichen aus zwei in passender Art elektrisch angeschlossenen
Dioden besteht. Ein solcher Stromkreis stellt ein logisches Additionsnetz dar. Ebenso wird ersichtlich
sein, wie ein logischer Multiplikationskreis gebildet wird.
Ein wichtiger Kunstgriff, der bei der Lösung logischer Probleme durch dieses Verfahren benutzt wird, besteht
darin, daß eine »Prüfungstabelle« aufgestellt wird, d. h. eine systematische Tabelle, in der alle möglichen Beziehungen
zwischen zwei oder mehreren Vorschlägen aufgezählt werden, die die Bedingungen einer gegebenen logischen
Gleichung erfüllen. Um diesen Punkt zu verbildliehen, wird nachstehend durch Aufstellung einer Prüfungstabelle
die Beweisführung des ersten, obenerwähnten Distributivitätsgesetzes gegeben, nämlich der Gleichung,
a + be = (a + δ) (a + c).
Die Multiplikation stellt den durch das Wort »und«
ausgedrückten Begriff dar.
Jeder Vorschlag α wird durch zwei Elemente oder »universelle Grenzen« bestimmt, nämlich durch Bejahung
und Verneinung. Anders gesagt, kann jeder Vorschlag wahr oder falsch, und zwar nur wahr oder falsch sein.
Diese besagten beiden Elemente können durch die Symbole 1 bzw. 0 dargestellt werden und unterstehen
folgenden Regeln:
| Werte | von | Ergebnisse | der ,Substituierung in der zu | 0 = 0 | Gleichung |
| a b | C | beweisenden | 0 = 0-1 | ||
| 0 0 | 0 | 0 = 1-0 | oder 0 = 0 | ||
| 0 0 | 1 | 0 + | 1 = 1-1 | oder 0 = 0 | |
| 0 1 | 0 | 0 + | 0 = 1-1 | oder 1=1 | |
| 0 1 | 1 | 0 + | 0 = 1-1 | oder 1=1 | |
| 1 0 | 0 | 1 + | 0 = 1-1 | oder 1 = 1 | |
| 1 0 | 1 | 1 + | 1 = 1-1 | oder 1=1 | |
| 1 1 | 0 | 1 + | oder 1 = 1 | ||
| 1 1 | 1 | 1 + |
Die Verneinung eines Vorschlags α kommt dadurch zum Ausdruck, daß der verneinte Vorschlag einen Beistrich
Die Tabelle zeigt, daß bei gleich welcher Wertekombination (bejahend oder verneinend)· zwischen den drei
betreffenden Vorschlägen besagte Kombination stets die Gleichung bestätigt, deren Identitätscharakter auf diese
Weise festgelegt ist.
Um obige Betrachtungen auf die Aufstellung der logischen Kreise bzw. Netze anzuwenden, kann in folgender
Weise vorgegangen werden:
23 24
1. Es wird ein leerer Rahmen sowie die hinein- und sprechende Diode hindurchgeht und den Widerstand 116
herausführenden Eingangs- und Ausgangsleitungen be- durchfließt. Es ist ersichtlich, daß das auf der Leitungll5
stimmt: abgenommene Potential die logische Summe (a + δ) darstellt.
Im beschriebenen Ausführungsbeispiel betragen
a . x · 5 die beiden Spannungsstärken (hoch und niedrig), deren
0101 0011 Olli jede sowohl an die eine als auch an die andere der beiden
Dioden angelegt werden kann, 30 bzw. 0 Volt und werden,
2. Die Werte, die der Ausgangsfaktor bezüglich der wie weiter unten ersichtlich, gewöhnlich durch die beiden
verschiedenen möglichen Kombinationen zwischen den Ausgangsspannungen eines oder mehrerer Schaukelkreise
zwei Eingangsfaktoren annehmen soll, werden einge- 10 gebildet.
schrieben. In vorliegendem Beispiel wird angenommen, Für die Summierung einer aus mehr als zwei Aus-
daß der Ausgangsfaktor λ; die Werte 0, 1, 1, 1 annehmen drücken bestehenden Zahl genügt es, eine der Anzahl der
soll, wenn die Eingangsfaktoren α und δ nacheinander zu summierenden Ausdrücke gleiche Anzahl von Dioden
folgende Wertepaare annehmen: 0, 0; 1, 0; 0,1; 1,1. vorzusehen, die alle in der Art der Dioden 112 und 113
3. Die entsprechende Prüftabelle wird aufgestellt, und i5 der Fig. 18 elektrisch angeschlossen sind und deren
diese wird dann in symbolischen Gleichungen ausge- Kathoden an der gemeinsamen Ausgangsleitung 115
drückt und vereinfacht und eventuell nach den Regeln untereinander verbunden sind.·
der Boolschen Rechnungsart reduziert. Der logische, elementare Multiplikationskreis, welcher
a) Prüf tabelle: α b χ die Durchführung des logischen Produkts zweier Aus-
20 drücke c und d gestattet, ist in Fig. 19 dargestellt.
!j ~ !j Auch diesmal ist jeder der Eingangsfaktoren durch ein
i !j ' 7 hohes bzw. niedriges Potential dargestellt, das in diesem
7 7 7 Falle an die Kathode einer entsprechenden Diode angelegt
wird, die mit 117 bzw. 118 bezeichnet ist. Die unter-
b) Es ist zu bemerken, daß χ gleich 1 ist, bei a = 1 25 einander verbundenen Anoden der beiden Dioden werden
und ö = 0 oder bei a = 0 und δ = 1 oder bei a = 1 und über einen Widerstand 120 an eine hohe Spannungs-6
= 1. quelle B* gelegt. Der Ausgangsfaktor wird von der
Da der Begriff »und« symbolisch durch die logische gemeinsamen Ausgangsleitung 119 abgenommen. Diese
Multiplikation und der Begriff »oder« durch die logische Ausgängsleitung ist auf hohem Potential, wenn und nur
Addition ausgedrückt wird, kann obige Bedingung durch 30 wenn die beiden Eingangsfaktoren ebenfalls auf hohem
folgende Gleichung ausgedrückt werden: Potential liegen. Wenn nämlich eine der beiden Eingangs-
· y . /7 , , spannungen niedrig ist, so fließt der Strom der Stromquelle
B + durch den Widerstand und die entsprechende
Diese Gleichung definiert, wie weiter unten ersichtlich, Diode, und die Leitung 119 bleibt auf niedrigem Potential.
den gesuchten elektronischen Stromkreis. 35 Auch hier kann der Kreis verallgemeinert werden, um
Die vorausgehende Gleichung kann vereinfacht werden: die Multiplikation irgendeiner Anzahl von Faktoren zu
„iv ι μ 1 „>\, ermöglichen, wenn eine entsprechende Anzahl Dioden
χ = α (b -\- 0) -\- a 0,
b . ■ , Λ a j η j· ·
— a 4- a'b vorgesehen ist, deren Anoden alle an die gemeinsame
_ / , A1 , ,1 Ausgangsleitung angeschlossen sind.
- a \ r. 40 In jedem Fall müssen die Widerstände mit passenden
Werten gewählt werden.
Diese letztere Gleichung, die das Äquivalent der
ersteren, jedoch einfacher als diese ist, führt zu einem Vorschlags-Schaukel-Stromkreise
ebenfalls einfacheren, d. h. weniger Dioden enthaltenden
ebenfalls einfacheren, d. h. weniger Dioden enthaltenden
Stromkreis. 4S 'Jedem logischen Vorschlag, der in die Maschine einge-'
4. Schließlich wird gemäß der erhaltenen Gleichung führt wird, entspricht grundsätzlich ein Schaukel-Stromdas
Schaltkreisschema aufgestellt. Dazu ist es nötig, die kreis, dessen beide möglichen Zustände gemäß einer
Verwendung von zwei logischen elementaren Kreisen zu Konvention die. Wahrheit bzw. Bejahung oder die
kennen, welche die logischen Addierungen bzw. Multipli- Unrichtigkeit bzw. Verneinung des betreffenden Vorkationen
durchführen und deren passende Kombination 5° schlags darstellen.
die Durchführung jedweder logischen Gleichung gestattet, Damit sowohl die Bejahung als auch die Verneinung
so kompliziert diese auch sein möge. des Vorschlags in Form eines hohen Spannungsniveaus
wahrgenommen werden kann, werden zwei Ausgangs-
Elementare, logische Kreise leitungen vorgeschlagen, die jeweils an die beiden Anoden
55 des Schaltkreises angeschlossen sind. Damit andererseits
Der logische Additionskreis (a + δ) ist in Fig. 18 darge- der Schaukelkreis mittels unterschiedlicher Eingangsstellt,
faktoren nach Wunsch in seinen bejahenden bzw. verZwei positive Potentiale, welche die Ausdrücke α und δ neinenden Zustand versetzt werden kann, sind zwei
darstellen, werden jeweils an die zwei Anoden zweier Eingangsleitungen vorgesehen, die jeweils an die beiden
Kristalldioden 112 bzw. 113 angelegt, deren untereinander 6<>
Gitter des Kreises angeschlossen werden,
verbundene Kathoden über einen Widerstand 116 geerdet Die im beschriebenen Beispiel verwendeten Schaukelsind. Die Verlängerung der gemeinsamen Leitung 115 ist kreise sind alle nach einem Modell aufgebaut, das demdie Ausgangsleitung des Stromkreises. Das erste Porten- jenigen ähnlich ist, welches gelegentlich des Schaukeltial dieser Leitung ist verhältnismäßig niedrig, d. h. unge- kreises Ym von Fig. 16 beschrieben wurde. Alle besitzen fähr dasjenige der Erde, wenn und nur wenn die beiden 65 zwei Ausgangs- und zwei Eingangsleitungen.
Eingangsfaktoren α und b ein schwaches Potential auf- Folgende Bezeichnungsart kommt in Anwendung, weisen. Ist jedoch eine der beiden Eingangsleitungen auf Jeder Vorschlags-Schaukelkreis wird grundsätzlich mit hohem Potential, oder ist dies bei beiden gleichzeitig der einem großen Buchstaben bezeichnet, der eventuell mit Fall, so ist diese Ausgangsleitung 115 selbst auf hohem einem kleineren Zahlen- oder Buchstabenindex versehen Potential, und zwar wegen des Stroms, der durch die ent- 70 sein kann. Dasselbe Symbol bzw. dieselbe Symbolgruppe
verbundene Kathoden über einen Widerstand 116 geerdet Die im beschriebenen Beispiel verwendeten Schaukelsind. Die Verlängerung der gemeinsamen Leitung 115 ist kreise sind alle nach einem Modell aufgebaut, das demdie Ausgangsleitung des Stromkreises. Das erste Porten- jenigen ähnlich ist, welches gelegentlich des Schaukeltial dieser Leitung ist verhältnismäßig niedrig, d. h. unge- kreises Ym von Fig. 16 beschrieben wurde. Alle besitzen fähr dasjenige der Erde, wenn und nur wenn die beiden 65 zwei Ausgangs- und zwei Eingangsleitungen.
Eingangsfaktoren α und b ein schwaches Potential auf- Folgende Bezeichnungsart kommt in Anwendung, weisen. Ist jedoch eine der beiden Eingangsleitungen auf Jeder Vorschlags-Schaukelkreis wird grundsätzlich mit hohem Potential, oder ist dies bei beiden gleichzeitig der einem großen Buchstaben bezeichnet, der eventuell mit Fall, so ist diese Ausgangsleitung 115 selbst auf hohem einem kleineren Zahlen- oder Buchstabenindex versehen Potential, und zwar wegen des Stroms, der durch die ent- 70 sein kann. Dasselbe Symbol bzw. dieselbe Symbolgruppe
25 26
bezeichnet außer dem Schaukelkreis selbst auch dessen dargestellten y-Funktion in bezug auf die durch die
bejahenden Zustand'; es wird auf dieselbe Weise auch der summierte Anzahl der ^-Impulse dargestellten ^-Funkbejahende
Ausgang dieses Stromkreises bezeichnet, d. h. tion gleich ist. Alle anderen Organe der Maschine wirken
diejenige von dessen beiden Ausgangsleitungen, die auf zusammen, um auf diese fünf Speicher die zu diesem
hohem Potential liegt, wenn der Stromkreis im bejahenden 5 Zweck nötigen magnetischen Veränderungen zu er-Zustand
ist. Dasselbe Symbol bzw. dieselbe Symbolgruppe zeugen.
bezeichnet dagegen, wenn ihr ein Beistrich zugefügt wird, Mittels dieser fünf Speicher werden dann auch die
den negativen Zustand des Kreises sowie dessen negativen neuen Informationen aufgezeichnet, welche frühere InAusgang,
d. h. also diejenige seiner beiden Ausgangs- formationen ersetzen, die »ausgelöscht«· worden sind,
leitungen, die auf hohem Potential liegt, wenn der Strom- 10 Besagte Informationen können Zahlen oder auch Ankreis
seinen verneinenden Zustand einnimmt. Weisungen sein. Der Z-Speicber enthält Zahlen (im
Was die Eingänge des Kreises anbetrifft, so wird die- binären. Zahlensystem ausgedrückt), die durch das
jenige der beiden Eingangsleitungen, die bei hohem »Uberfließencc der i?-Speicher der verschiedenen Integra-Potential
den Stromkreis in seinen bejahenden Zustand toren der Trommel gesandt werden. Anders ausgedrückt,
bringt, mit dem kleinen Buchstaben bezeichnet, der dem 15 war jede binäre Ziffer, die in Form eines Magnetisierungsbei
der Bezeichnung des Stromkreises verwendeten großen zustandes im Z-Speicher erscheint, vorher die charakteri-Buchstaben
entspricht und dem eventuell derselbe bzw. stische Ziffer der höchsten Stelle des i?-Speichers eines
dieselben Indizes beigefügt werden können. Die andere bestimmten Integrators. Durch den Z-Speicher werden
Eingangsleitung, welche, sobald sie unter Spannung die Ausgangsfaktoren aller Integratoren sowie eventuell
gesetzt wird, den Stromkreis verneinend macht, wird mit 20 auch die von außen her eingeführten Eingangsfaktoren /
demselben Symbol bezeichnet, nur wird diesem unten aufgezeichnet und in Umlauf erhalten. So also stellen
links eine Null beigefügt. . sich die im Z-Speicher enthaltenen Informationen zahlen-
Gemäß vorausgehender Erläuterung wird über Mittel mäßigen Charakters dar.
verfügt, die es ermöglichen, jeden in Frage kommenden Andererseits wird die Ordnung, in der diese numerischen
Vorschlag darzustellen und Informationen bezüglich des 25 Informationen des Z-Speichers abgelesen werden, von den
bejahenden bzw. verneinenden Zustandes aller dieser ■ Scheidespeichern L1 und L2 bestimmt. Diese beiden
Vorschläge anzusammeln, und daß auch Stromkreise Speicher enthalten also Steuerungs- bzw. Anweisungsverfügbar
sind, durch die es möglich wird, einen Vorschlag informationen.
vom bejahten in den verneinten Zustand zu überführen, Die beiden R- und Y-Speicher enthalten hauptsächlich
und umgekehrt, und zwar gemäß derjenigen der beiden 3° zahlenmäßige Informationen. Die in diesen Speichern
dem betreffenden Vorschlag entsprechenden Eingangs- enthaltenen R- und Y-Zahlen sind im Laufe der Rechleitungen
des Schaukelkreises, an die man ein Potential nungsdurchführung ständigen Veränderungen untergelegt
hat. worfen.
Jede der beiden Eingangsleitungen eines Vorschlags- Die auf dem Rahmen 124 befindlichen Bezugsbe-
Schaukelkreises stellt eine logische Gleichung dar. Diese 35 zeichnungen Z0, Z20, L10, R0 und Y0 stellen die auf der
besteht aus einem Produkt oder einer Summe von Trommel aufgezeichneten Informationen dar, die von den
Produkten, deren jeder Ausdrucksbestandteil grund- Speichern Z, L2; L1, R und Y kommen,
sätzlich einen (bejahenden oder verneinenden) Vorschlag Der Uhrenspeicher C enthält die den Synchronismus
sätzlich einen (bejahenden oder verneinenden) Vorschlag Der Uhrenspeicher C enthält die den Synchronismus
darstellt, der von einem Schaukelkreis kommt, welcher gewährleistenden Informationen: 1560 gleichmäßig verderselbe
oder auch ein anderer als der in Betracht 4° teilte Magnetisierungszustände. Dem Uhrenspeicher C ist
gezogene sein kann, und sie bestimmt auch den in Frage ein sogenannter P- oder Periodenzähler 122 zugeordnet,
stehenden Schaukelkreis-Eingang. Infolgedessen be- der von den aufeinanderfolgenden Uhrenimpulsen in 32
stimmen diese Gleichungen die Zwischenverbindungen, unterschiedliche, aufeinanderfolgende Kombinationszudie
zwischen den Ausgängen und Eingängen der ver- stände versetzt wird. Der vom P-Zähler kommende Überschiedenen
Schaukelkreise aufzustellen sind. 45 trag betätigt einen Zähler 138, der i£-Zähler oder auch
Die logischen Gleichungen selbst werden durch Kombi- Integratorenwähler genannt wird und der vierundvierzig
nationen der oben betrachteten Addierungs- und Multi- unterschiedliche Kombinationszustände einnehmen kann.
plikations-Elementarkreise verkörpert. Diese Kombi- Auf diese Weise definiert jeder vollständige Arbeitszyklus
nationen lassen im Falle komplizierterer Gleichungen des P-Zählers einen bestimmten Integrator I1. Diese
gewöhnlich mehrere Abänderungen zu, deren vorteil- 5o Anordnung ermöglicht es, eine bestimmte Information
hafteste jeweils zu bestimmen ist. Es ist zu bemerken, ohne jedes Zögern in gleich welcher der 1408 wirksamen
daß ein »oder«- (Additions-) Kreis manchmal durch zwei Perioden des magnetischen Trommelumfangs zu situieren,
»und- (Multiplikations-) Kreise, wie weiter unten aus Es werden nun die Veränderungen erläutert, denen
einem Beispiel (Fig. 37) ersichtlich, ersetzt werden kann; eine bestimmte ursprüngliche Zahl Y im Laufe ■ der
ebenso können mehrere »und«-Kreise einen »oder«-Kreis 55 Rechnungsdurchführung ausgesetzt ist. Ein bestimmter
ersetzen. Integrator des Y-Speichers ist als Registriersektor
Allgemeines Schema der Maschine wirksam, indem er die Impulse ansammelt, die er im
dy
τ-,· ο -L · j · i— on j j. 'nx τλ t>
π Tempo —7- erhält und deren Summe in jedem Augenblick
Dieses Schema wird m Fig. 20 dargestellt. Der Rahmen dt ' b
121 stellt die magnetische Trommel dar, die mit sechs 60 den Wert Y der Veränderlichen y darstellt. Wie schon
magnetischen Speichern versehen ist, nämlich dem anläßlich der Fig. 3 erklärt, besitzt dieser Wert Y die
Uhrenspeicher C und den fünf Informations-Aufnahme- Möglichkeit, sich nach jedem ifo-Zuwachs der Ver-
speichern Z, L2, L1, R, Y. Diese fünf Speicher wirken änderlichen χ zu verändern. Im Laufe der Integration
zusammen, um im vom C-Speicher bestimmten Rhythmus wird wiederholt der Gesamtwert Y der Zahl hinzugefügt,
die Grundoperationen durchzuführen, die darin be- 65 die im i?-Speicher- desjenigen Integrators enthalten ist,
stehen, Impulszüge dx und dy gleichbleibender oder ver- , ■ , 1 ' r* τ. · j· 1 -j. ^* i. j.:~ χ
·· j ν -ί. τ? a n · der m dem von der Geschwindigkeit -^- bestimmten
andemcher .Frequenz zusammenzustellen, um einen neuen ö dt
Impulszug dz zu bilden, derart, daß die summierte Anzahl Tempo in Betracht gezogen wird. Da keiner der R- und
der Impulse dieses neuen Zuges in jedem Augenblick dem Y-Speicher freigegeben oder auf Null rückgestellt ist,
Integral der durch die summierte Anzahl der dy-Impulse 7° muß der J?-Speicher zu gewissen Zeiten »überfließen«,
wobei der dabei erzeugte »Überfließ «-Impuls imZ-Speicher
aufgezeichnet wird. Das Sendetempo -τ- dieser Überfließimpulse
ist natürlich proportional der Ableitung der gesuchten Integralfunktion, und die summierte Zahl 5
dieser Impulse stellt daher den Wert dieser Funktion selbst dar.
Es wird hierbei daran erinnert, daß die Zahl Y im Y-Speicher eines gegebenen Integrators in Form eines
Zuges von Magnetisierungszuständen erscheint, dessen Gesamtheit die besagte Zahl laut dem binären Zahlensystem
ausdrückt; die Ziffer der untersten Stelle befindet sich in der zweiten Uhrenstellung (von links), und die
Zahl nimmt so viele Stellungen ein, wie nötig, und zwar bis zu einem Maximum von 29. Die erste Stellung links
am Registrierer Y dient zum Anzeigen des Vorzeichens der Zahl Y. Diese erste Stellung enthält eine Einheit,
wenn Y positiv ist, und eine Null, wenn Y negativ ist. Im Fall, wo Y negativ ist, erscheint die Zahl in Form des
Komplements, d. h. daß die Einser und die Nullen ausgetauscht sind.
Das Ende der Zahl Y wird durch eine zusätzliche Eins
angezeigt, nämlich den Startimpuls S, der rechts der Zahl zugefügt wird und der dazu dient, einen sogenannten
Abgangs- bzw. Start-Schaukelkreis 136 zu erregen.
Im ^-Speicher zeigt die Stellung P32 jedes Integrators
den Vorzeichenwechsel der vom Integrator erzeugten Zahl an. Wenn in dieser Stellung eine »1 «-Information
vorhanden ist, so muß die vom betreffenden Integrator erzeugte Zahl als das Komplement der echten Zahl
betrachtet werden.
Im Laufe jeder Uhrenperiode werden gleichzeitig folgende Operationen durchgeführt:
a) eine Information, die von einer bestimmten Stellung jedes der R-, Y- und Z-Speicher kommt, wird in die
Recheneinheit gesandt;
b) diese Eingangsinformation bestimmt· in Verbindung
mit den durch die jeweils gegenwärtigen Zustände der Schaukelkreise der Recheneinheit schon dargestellten
Informationen, die an gewissen genau definierten Stellen der R-, Y und Z-Speicher der Trommel zu registrierenden
Informationen-;
c) die mittels der logischen Netze untereinander verbundenen Schaukelkreise verändern ihre Zustände in
Abhängigkeit von ihren früheren Zuständen und von den Eingangsfaktoren- bzw. -informationen.
Die Aktion c) wird in dem Augenblick ausgelöst, wo die Uhrenwelle vom Zustand A« in den Zustand »0«
übergeht, wodurch auch neue Informationen [gemäß a)] in die Recheneinheit gesandt werden.
Die vom Y-Speicher kommenden Informationen können vier verschiedene Wege einschlagen. Der erste
Weg führt zum Start-Schaukelkreis 136, den die erste ler-Information .des Integrators, nämlich der Startimpuls
S, in. seinen Bejahungszustand versetzt. Dieser Schaukelkreis behält diesen Zustand bei bis zum Ende der
Periode P31 des Integrators, worauf er durch den Periodenzähler
122 in den Verneinungszustand versetzt wird. Während des Verneinungszustandes des Start-Schaukelkreises
wird der Inhalt des Y-Speichers, der S-Impuls mit
inbegriffen, gemäß einem zweiten Weg direkt auf dem magnetischen Trommelumfang von neuem aufgezeichnet.
Die Informationen des Y-Speichers schlagen einen dritten Weg ein, der sie zum Additionszähler 123 oder
R ± Y-Zähler führt, wo die Zahl Y, die durch die dem
Startimpuls S nachfolgenden Informationen dargestellt wird, zur Zahl R hinzugefügt bzw. von dieser abgezogen
wird, je nach dem Zustand des ix- Auf Zeichners 124. Es muß gemäß den schon gegebenen· Erläuterungen bemerkt
werden, daß der Additionszähler in der Maschine keinen unterschiedlichen, wirklich konkreten Zähler darstellt.
Seine Funktion wird von einem einfachen, logischen Netz ausgeführt —· mit der Mithilfe eines Übertrags-Schaukelkreises
D2 —, durch welches anstatt der Informationen,
die die vorhergehende Zahl R darstellten, neue Informationen, welche die algebraische Summe dieser Zahl mit
der Zahl Y darstellen, direkt im Ä-Speicher aufgezeichnet werden, wobei die Endüberträge dieser Operationen
jedesmal, wenn sie auftreten (»Überfließen« des .jR-Speichers und Erzeugen eines »Überfließ«-Impulses),
ihrerseits direkt in Form einer ler-Information im Z-Speicher aufgezeichnet werden. Daher ist der Rahmen
123 in Fig. 20 mehr das Symbol einer Funktion als die Darstellung eines Organs.
Während die zahlenmäßigen Y-Informationen dem
soeben definierten Weg folgen, gelangen sie gleichzeitig auf einem vierten Weg zum Y + ^iy-Addierungs-
zähler, der so wie der vorhin erwähnte fiktiv ist und in dem Schema mit der Bezugszahl 125 bezeichnet wird.
Wie schon aus dem Namen der durch den Rahmen 125 symbolisierten Funktion ersichtlich, hat diese zur Aufgabe,
den neuen Wert Y +
zu bestimmen, den die
abhängige Veränderliche annimmt, indem sie in algebraischer Weise zum augenblicklichen Wert Y, so wie dieser
über den vierten vorgenannten Weg anlangt, die algebraische Summe (die zwischen — 8 und + 7 gelegen sein
kann) der rfy-Zuwächse der abhängigen Veränderlichen hinzufügt, welche, wie weiter unten ersichtlich, vom
Aufzeichner 131 der ^^iy gesandt werden. Die Vielzahl
dieser iüy-Zuwächse kann insbesondere von der weiter
unten erläuterten Tatsache kommen, daß je nach der Form der zu integrierenden Differentialgleichung, die
Funktion, welche die Rolle der abhängigen Veränderlichen (y) für den betreffenden Integrator spielt, in vielen
Fällen der Summe mehrerer anderer Ausdrücke oder Funktionen gleichgesetzt werden muß, welche einzelweise
als Integralfunktionen (z) in ebensoviel anderen Integratoren der Maschine erhalten werden.
Diese Operation wie auch die obenerwähnte R-\-Y-Addition
wird so durchgeführt, daß im Y-Speicher anstatt der die frühere Zahl Y darstellenden Informationen
diejenigen, welche die neue Zahl Y0= Y + "^dy darstellen
und durch binäre Addition mittels eines logischen Netzes erhalten werden, direkt aufgezeichnet werden,
wobei die Übertragungen durch einen Übertrags-Schaukelkreis D1 gewährleistet werden.
Nachstehend wird nun die Leitung der Informationen des i?-Speichers erläutert. Diese werden zum R ±Y-Additionszähler
123 geleitet, wo zu der von ihnen dargestellten Zahl, so wie schon erwähnt, algebraisch die von
den Y-Informationen dargestellte Zahl hinzugefügt wird. Das Vorzeichen der algebraischen Addition wird durch
den Zustand des ix-Aufzeichners 124 bestimmt: Genauer
gesagt, wird Y zu R hinzugefügt, wenn dieser Aufzeichner bejahend ist, wenn er aber verneinend ist, so
wird das Komplement von Y zu R hinzugefügt. Die aus dieser Addition resultierende Zahl wird, wie schon
erwähnt, im Ä-Speicher wieder aufgezeichnet.
Die vom R ± Y-Zähler 123 in der Uhrenperiode P32
(die vom P-Zähler angezeigt wird) gesandte Information, d. h. der Endübertrag der R ± Y-Addition oder, anders
gesagt, der »Überfließimpuls«, ist nichts anderes als die
Ausgangsinformation des betreffenden Integrators, was schon oben erläutert wurde, und sie wird direkt im
Z-Speicher aufgezeichnet. Dieser gewährleistet also die In-Umlauf-Setzung] der letzten von allen Integratoren
29 30
ausgegebenen Informationen (sowie eventuell auch änderlichen darstellt), und sie erscheinen zu gewissen
gewisser willkürlicher Informationen /, die von außen in Perioden entweder des L1- oder des L2-Speichers, je nach
die Maschine eingeführt werden); der ständige Umlauf der Stellung, die im betreffenden Augenblick die Ausaller
dieser Informationen ist dadurch gewährleistet, daß gangsinformation des Sendpintegrators oder die äußere
mit dem Aufzeichnungskopf des Z-Speichers der in 5 Information auf dem Z-Speicher einnimmt.
Fig. 10 mit Z1. bezeichnete Lesekopf sowie passende Die vom J^-Speicher kommenden Informationen logische Netze und Schaukelkreise zusammenwirken, werden gleichzeitig mit den vom Z-Speicher kommenden deren Gesamtschaltung im Schema der Fig. 20 durch den Informationen in einen ersten, mit 129 bezeichneten
Fig. 10 mit Z1. bezeichnete Lesekopf sowie passende Die vom J^-Speicher kommenden Informationen logische Netze und Schaukelkreise zusammenwirken, werden gleichzeitig mit den vom Z-Speicher kommenden deren Gesamtschaltung im Schema der Fig. 20 durch den Informationen in einen ersten, mit 129 bezeichneten
Rahmen 137 dargestellt wird, der also die »Wieder-in- ^-Zähler gesandt, und zwar mittels eines ,Gleich-
Umlaufsetzungs-Funktion« des Z-Speichers symbolisiert. 10 -^ J °
Der Z-Speicher ist also ein umlaufendes »Gedächtnis«, zeitigkeits-Detektors« 1,26, der übrigens nur ein fiktives
das die Rolle eines allgemeinen Aufbewahrungsraums Organ ist, insofern, als er die den untereinander verbunspielt,
aus dem die Informationen gemäß den jeweiligen denen Kreisen der Maschine innewohnende Wirkungs-Bedürfnissen
herausgeholt werden. weise ganz einfach symbolisiert. In gleicher Weise werden Im übrigen wird der Inhalt des i?-Speichers wie auch 1S die vom £2-Speicher kommenden Informationen gleichderjenige
des Y-Speichers direkt im Ä-Speicher wieder zeitig mit den vom Z-Speicher kommenden Informationen
aufgezeichnet, während der Start-Schaukelkreis 136 un- mittels eines zweiten fiktiven »Gleichzeitigkeits-Detekwirksam
ist, und zwar um die Übertragung des eventuell tors« 127 in einen zweiten, mit dem ersten identischen
vorhandenen Vorzeichenwechsel-Impulses der Ausgangs- .. ' \-\
information in die Stellung P32 des Integrators zu sichern. *o und nut 128 bezeichneten ^y-ZaMer gesandt.
information in die Stellung P32 des Integrators zu sichern. *o und nut 128 bezeichneten ^y-ZaMer gesandt.
Aus den weiter oben gegebenen Erläuterungen ist Die Viy-Zähler 128 und 129 wirken mit den
ersichtlich, daß die Zwischenverbindung zwischen den *->
J
verschiedenen Integratoren durch die Zusammenwirkung beiden Leseköpfen des Z-Speichers sowie mit den ver-
des Z-Speichers und der beiden Scheide- oder Adressen- schiedenen weiter unten erläuterten Verzögerungs-Schau-
speicher L1 und L2 gewährleistet ist. 25 kelkreisen zusammen, wodurch die ,Ablesung« bzw. Ab-
Die im Z-Speicher eingeführten und umlaufenden Infor- tastung der Informationen im besagten Speicher gewähr-
mationen umfassen einerseits die (dz-) Ausgangs-Infor- leistet wird. Der Zähler>
128 tastet den Z2-Speicher ab,
mationen aller vierundvierzig Integratoren der Maschine während er gleichzeitig die von einem der Leseköpfe des
und andererseits1 eventuell bis zu zwölf äußeren. Infor- Z-Speichers kommenden Informationen aufnimmt, um
mationen, die in die Maschine mittels einer oder mehrerer 3° so die Z-Information ausfindig zu machen, die mit jeder
der zwölf Verbindungen bzw. Anschlüsse der Eingangs- im L2-Speicher vorhandenen ler-Information zusammen-
tafel 32 (Fig. 4) eingeführt werden. Diese Informationen fällt. Der Zähler 129 tastet seinerseits den Lj-Speicher ab,
sind in zwei Gesamtgruppen geteilt, die grundsätzlich der während er gleichzeitig den anderen Lesekopf des Z-Spei-
Gerad- bzw. Ungeradzahligkeit der Integratoren und der chers überwacht, um in gleicher Weise die Z-Information
Anschlüsse der Tafel 32, woher sie kommen, entsprechen, 35 ausfindig zu machen, die mit jeder in L2 vorhandenen
wobei die Informationsgruppen geradzahliger Herkunft ler-Information zusammenfällt. Wenn einer der Zähler
mit den Informationsgruppen ung'eradzahliger Herkunft 128,129 einen ify-Adressen-Impuls im L1- oder £2~Speicher
dem Speicher entlang abwechseln. Die Abtastung der wahrnimmt, d. h. in den von ihm abgetasteten Speichern,
Informationen der beiden Gruppen geht gleichzeitig vor so nimmt er ebenfalls diejenige Information wahr, die im
sich, und zwar mittels der beiden Leseköpfe Z und Z0 40 gleichen Augenblick vom entsprechenden Lesekopf Z auf-
(Fig. IQ), deren gegenseitiger Abstand auf dem Z-Speicher genommen wird. Diese Information ist natürlich eine
derart bemessen ist, daß ein Informationszug, der einer Eins oder eine Null, die, entweder von einer äußeren
der beiden vorgenannten Gruppen angehört, vor einem der Quelle oder von einem anderen Integrator kommend, in
Köpfe vorbeigeht, während ein der anderen Gruppe an- den Z-Speicher eingeführt wurde. Wenn diese Z-Infor-
gehöriger Informationszug am anderen Kopf vorbeigeht. 45 mation eine Eins ist, so fügt der zugeordnete dy-Zähler
Andererseits werden in die beiden Adressen- oder seinem eigenen Inhalt eine Eins zu; ist es aber eine Null,
Scheidespeicher L1 und L2 die Steuerungsimpulse einge- so zieht der besagte Zähler von diesem Inhalt eine Eins ab.
führt, welche die richtige Steuerung der im Z-Speicher Das Abtasten der beiden L1- und !^-Speicher geht gleichumlaufenden
Informationen einerseits zum Ä-Speicher zeitig vor sich, und im darauffolgenden Uhrenaugenblick
(»tfo-Adresse«) und andererseits zum Y-Speicher (»dy- 5° wird die algebraische Summe der Inhalte der beiden
Adresse«) der betreffenden Empfangsintegratoren gewähr- Zähler 128 und 129 in den Aufzeichnungskreis 131 überleisten.
■ tragen. Diese algebraische Addition ist es gerade, die in
Die iy-Adresse ist eine Informationsgruppe, die in den Fig. 20 durch das Rechteck 130 symbolisiert wird, das
L1-, !^-Speichern des dem Empfangsintegrators unmittel- einen fiktiven Additionszähler darstellt, der in Wirklichbar vorausgehenden Integrators enthalten sind, der die 55 keit nichts ist als gewisse logische Netze und ein ÜberHerkunft
oder Herkünfte (Sendeintegratoren oder even- trags-Schaukelkreis D3. Auf diese Weise ist es den beiden
tuell Anschlüsse der Tafel 32) sowohl der «!,,-Ausgangs- Zählern möglich, die iy-Adresseninformationen wahrzu-Informationen
als auch der etwaigen äußeren Informa- nehmen, die für den folgenden Integrator bestimmt sind,
tionen definiert, die gemäß dem für die betreffende Rech- ^n, ■ , '... . , , -^ , A x . , , ■ . Λ~Λ , ,
nung aufgestellten Zwischenverbindungs-Diagramm, d. h. 60 Gleichzeitig wrrd der ^y-Aufzeichnungskras 131 durch
gemäß bestimmten, im voraus aufgestellten Anweisungen, den Startimpuls des betreffenden Integrators betätigt,
in den Y-Speicher dieses Empfangsintegrators eingeführt derart, daß dessen Inhalt zum gerade vorhandenen Inhalt
werden sollen. Besagte Anweisungen sind durch Impulse des Y-Speichers dieses Integrators hinzugefügt wird.
(ler-Informationen) verkörpert, die wenigstens in einem Es tritt keinerlei Zeitverlust auf, da die beiden Operader
L1-, L2-Speicher des besagten, dem Empfangsinte- 65 tionen gleichzeitig durchgeführt werden·: Einerseits
grator unmittelbar vorausgehenden Integrators vor- erhält der Y-Speicher eines ersten Integrators den'ge-
handen sind; die Anzahl dieser ^y-Adressen-Informationen , -sp,' .·„ . . ,...,■ , ,. . ·. j
, · , , j Λ , , j τ c ,. , , j samten Xay-Zuwachs, der fur ihn bestimmt ist, und
entspricht der Anzahl der Informationen, welche der ■^-' J
Y-Speicher des Empfangsintegrators erhalten soll (und andererseits werden die für den Y-Speicher des nach-
deren Summe den i£y-Zuwachs seiner abhängigen Ver- 70 folgenden Integrators bestimmten iy-Informationen ab-
31 32
getastet und algebraisch untereinander addiert, um das gruppen des Z-Speichers wählt, um diejenige herauszu-
]>> zu bilden, das für diesen neuen Integrator be- finde,n' W.elche die vom gewünschten Integrator korn-
jL-J J ° mende Ausgangsinformation enthalt. Diese Auswahl
stimmt ist. Das Rechteck 125 in Fig. 20 bezeichnet eben- wird von zwei ;;und«-Tor-Kreisen M2 und M3 durchge-
falls einen fiktiven Additionszähler. ' 5 führt, deren jeder durch eine der Ausgangsleitungen des
Jedesmal, wenn eine Adresseninformation in einem der ifo-Wählzählers 133 gesteuert wird. Das Tor M3 läßt die
beiden L1- oder Z,2-Speicher wahrgenommen wird, wird Z-Information nur dann durchgehen, wenn eine Eins an
der gerade bestehende Zustand des entsprechenden der letzten Zahlenstelle der ^-Adresse vorhanden ist
Z-Lesekopfes, so wie eben erläutert, einem der beiden (was den !^-Speicher spezifiziert); das Tor M2 läßt seiner-
Σ, „..,, .„ , .,„„ ., , .lx τ,. Tr ίο seits die Z-Information nur dann durchgehen, wenn eine
^y-Zahler 128 oder 129 mitgeteilt. Dieser Vorgang NuU an dieser SteUe vorhanden ist (was 5 den La_speidier
findet während der Uhrenperioden P1 bis P28 einschließ- spezifiziert). Die vom Gleichzeitigkeitskreis 134 überlich
statt; im Laufe der vier folgenden Perioden P29 bis P32 mittelte Information wird dann zum dx-Zähler 135 gewerden
die Inhalte dieser beiden Zähler zu einem (fik- leitet. Von dort geht die sich ergebende Information in
tiven) Additionszähler 130 geleitet, wobei die gewünsch- 15 den ifo-Aufzeichner 124, wodurch sie den Zähler 135 freiten
Ubertragsoperationen mittels des Übertrags-Schau- gibt, der nun das nachfolgende dx aufnehmen kann, und
kelkreises D3 durchgeführt werden. Auf diese Weise wodurch sie gleichzeitig dem (fiktiven) R + F-Additionswerden
die Zähler 128 und 129 freigegeben und können zähler 123 mitteilt, ob er eine Addition oder eine Subso
die (^-Informationen aufnehmen, welche die folgende traktion durchführen soll. Der Rechnungszyklus ist nun
Adresse bilden. Der gesamte ^-Zuwachs geht in den 2° Während des Rechnens wird die Wieder-in-Umlauf-
Serienaufzeichner 131, wo diese Zahl bis zum Erscheinen Setzung der Adresseninformationen, was die . beiden
des Startimpulses des nächsten Integrators aufbewahrt L1- und i2-Speicher anbetrifft, durch die Rücksendungs-
wird, woraufhin die besagte Zahl serienmäßig in den mit linien X20 und L10 gewährleistet.
.__ , . , _, . .,-,.. ·,, /,r x^, \ 25 Nach dieser Gesamtübersicht wird nun die eingehende
125 bezeichneten fiktiven Additionszahler (Y + ^dy) Beschreibung der Organe vorgenommen.
übergeführt wird, d. h. praktisch direkt zum Inhalt des
Y-Speichers des Integrators hinzugefügt wird. Ein Über- . Edentate111
trags-Schaukelkreis D1 gewährleistet die Exaktheit der Im beschriebenen Beispiel sind die logischen Netze auf
Operation. 3° leicht zugängliche Tafeln montiert, wie z. B. 21, 22, 23,
Die ix- ist von der dy-Führung darin verschieden, daß 24, 25, 26, 27, 28 in Fig. 4.
bei einem gegebenen Empfangsintegrator die ifo-Adresse In Fig. 21 wird eine dieser Tafeln in vereinfachter
in demjenigen Integrator enthalten ist, der dem in Be- Perspektive dargestellt. Sie besteht aus einer Platte 139,
tracht kommenden Integrator um zwei Nummern voraus- die z. B. aus geschichtetem Phenolkunstharz gefertigt ist;
geht, und sie besteht darin, daß diejenige Stelle in binärer 35 sie ist an Metallständern 140 angebracht und mit einer
Form angezeigt wird, wo die gewünschte Information Vielzahl von Löchern versehen, in welche Spangen 141
sich im Intervall P1-P28 eines der Scheidespeicher (L1 oder eingreifen, die Germaniumdioden 142 gemäß der in Fig. 22
L2) des Integrators befindet, der unmittelbar dem Emp- in größerem Maßstabe dargestellten Weise festhalten,
fangsintegrator vorausgeht. Der Grund, aus dem diese Die Fig. 23 zeigt die andere Seite des Bretts 139. Die
Information in denjenigen Integrator verlegt wird, der 40 Schlußklemmen 143 der Spangen ermöglichen das Ein-
demjenigen, welcher besagte Information erhalten soll, setzen der verschiedenen Widerstände 144 sowie der
um zwei vorausgeht, besteht darin, dieser Information Leiter 145, die das Diodennetz vervollständigen,
genügend Zeit zu geben, serienmäßig in den dx-Zähler 135 Um die Pflege der Maschine zu erleichtern, sind die
übergeführt zu werden, der die Uhrenperioden eine nach Dioden nach einem System numeriert. Jede Diode wird
der anderen abzählt, derart, daß der ifo-Aufzeichner 124 45 mit einer vierziffrigen Zahl bezeichnet, deren erste Stelle
die vom passenden Z-Lesekopf kommende Information die Tafelnummer angibt (von der Pultschalttafel an ge-
im richtigen Augenblick erhält, um die für den i?-Speicher rechnet in der Richtung zur magnetischen Trommel); die
des Integrators bestimmte Information aufzunehmen. Es zweite Stelle definiert die Nummer der Röhre bzw. des
sei hierbei daran erinnert, daß diese Information einen Schaukelstromkreises (waagerecht von null bis neun dem
^-Zuwachs der Integrationsveränderlichen darstellt und 50 oberen Rand der Diodentafel entlang); die dritte Ziffer
bestimmt, ob der entsprechende ify-Zuwachs positiv oder ist eine Null oder eine Eins und zeigt an, ob die Diode
negativ ist. . sich links (0) oder rechts (1) in den beiden dem Schaukel-
Im Intervall, das die Perioden P29 bis P32 umfaßt, wird · Stromkreis zugeordneten senkrechten Reihen. befindet,
die von den !.-Speichern kommende Information in den Die vierte Ziffer gibt die Lage der Diode an, und zwar
Zähler 133, der dx-Wähler genannt wird, geleitet; sein 55 von oben nach unten und von null bis neun der senk-
Zweck ist, die binäre Zahl aufzunehmen, welche die rechten, sie enthaltenden Kolonne entlang gezählt. So
^-Adresse darstellt, die in den entsprechenden Perioden befände sich z. B. die auf einem schematischen Montage-
P29 bis P32 der beiden zusammengenommenen L1- und plan mit der Zahl 1010 bezeichnete Diode auf dem Brett
L2-Speicher aufgezeichnet wird. Von der Periode P1 zur . Nr. 1, im Schaukelstromkreis Nr. 0, in der rechten senk-
Periode P28 des nachfolgenden Integrators Jj zählt der 60 rechten Kolonne, an der Spitze dieser Kolonne (Diode
dx-Wählzähler die aufeinanderfolgenden Zahlen nach Nr. 0). Die Diode Nr. 5309 befindet sich auf dem Brett
rückwärts ab, und zwar von der Zahl an, die er in der Nr. 5, linke senkrechte Kolonne, im Schaukelstromkreis
ifo-Adresse wahrgenommen hatte, bis er die binäre Zahl 1 Nr. 3, als letzte Diode, unten an der besagten Kolonne,
erreicht. In diesem Augenblick wird der Zustand des Die oben angegebene Montage- und Klassifizierungs-
passenden Z-Kopfes vom Gleichzeitigkeitskreis 134 (der 65 weise verbessert die Zugänglichkeit und erleichtert die
durch ein einfaches logisches Netz gebildet wird) über- Bedienung der logischen Netze.
mittelt. · ' -u ist +
Der Gleichzeitigkeitskreis 134 wird von den Z-Lese- .Logiscne wetze
köpfen aus mittels einer Wähler-Gesamtvorrichtung M2, Es wird nun das auf jeder der logischen Tafeln vorge-
M3, M1 gespeist, die zwischen den zwei Informations- 70 sehene logische Netz beschrieben.
Die Diodentafel 28 der Fig. 4 trägt die Speicher-Schaukelkreise und die Einführungs-Schaukelstromkreise
in das magnetische Speicherwerk. Die logischen Gleichungen der beiden Eingangsfaktoren des Speicher-Schaukelkreises
des Y-Speichers sind folgende:
Gemäß der oben definierten konventionellen Anzeichnung sieht man, daß die Gleichung Y7n die Tatsache zum
Ausdruck bringt, daß ein positiver Eingangsimpuls (M+
oder 1) den Schaukelkreis Y7n in seinen Bejahungszustand
versetzt [Ym); ebenso drückt die Gleichung Ym
die Tatsache aus, daß ein negativer Eingangsimpuls (M ~
oder 0) diesen Schaukelkreis in seinen Verneinungszustand bringt (Yn).
Die Bedeutung des logischen Gleichungssystems des Speicher-Schaukelkreises des Y-Speichers ist folgende.
Das magnetische Rad 36 geht beim Drehen an den feststehenden Leseköpfen (Fig. 6) vorbei, welche die Speicher
L1, R, Y, L2, Z und C in eben dieser Reihenfolge, und
zwar von oben an der Trommel ausgehend, abtasten. Die von den magnetischen Zuständen gebildeten Informationen
bzw. die am Rad aufgenommenen Impulse stimmen nicht notwendigerweise mit den Uhrenimpulsen überein,
die andauernd mit einer Frequenz von 100 kHz in die Recheneinheit gesandt werden und die dazu dienen, die
Wirkungsweise der Maschine zu synchronisieren.
Um die Gleichzeitigkeit bzw. Übereinstimmung jeder der elementaren Informationen des Speicherwerks mit
einem Uhrenimpuls zu gewährleisten, wird die aus jedem der Speicher-Schaukelkreise Ym, Rm und Zm kommende
Information durch eine Toreinrichtung hindurchgeleitet, die von einem logischen Multiplikationsnetz gebildet
wird, und geht von dort in einen zweiten zugeordneten Schaukelkreis, der respektive Y, R und Z genannt wird.
Die Tore werden von den Uhrenimpulsen betätigt, derart, daß die aus ihnen austretenden Informationen notwendigerweise
mit besagten Uhrenimpulsen, so wie aus Fig. 24 ersichtlich, übereinstimmen.
Die Fig. 25 illustriert schematisch die beiden Schaukelkreise Ym und Y. Der Schaukelkreis Y7n ist so aufgebaut,
daß er, wie aus Fig. 2 ersichtlich, genau den magnetischen Zustandsveränderungen auf dem Trommelumfang
folgt. Bei jeder Richtungsänderung des magnetischen Kraftflusses auf dem Trommelumfang, wenn die Information
von 1 nach 0 geht, wird ein mit dem Symbol M~ bezeichneter negativer Impuls an den Eingang oym des
Schaukelkreises Ym gelegt. Wie schon erwähnt, versetzt
das Anlegen einer Spannung an diese Eingangsleitung den Schaukelkreis Ym in seinen sogenannten Verneinungszustand,
bei dem die Ausgangsleitung Y'm auf hohes Potential gelegt wird. Jedesmal hingegen, wenn die auf
dem Trommelumfang abgelesene Information von Null nach Eins geht, so entsteht ein positiver Impuls M+, der
zur Eingangsleitung ym geleitet wird, um Y7n in den Bejahungszustand
zu versetzen, bei dem nun die Ausgangsleitung Y7n ein hohes Potential besitzt.
Die Rolle des Schaukelkreises Y besteht darin, den Synchronismus zwischen den auf dem Trommelumfang
auftretenden magnetischen Zustandsveränderungen und den Uhrenimpulsen C zu gewährleisten. Der Schaukelkreis
Y ist nur teilweise in Fig. 25 dargestellt, und nur seine Eingangsleitungen sind im einzelnen gezeichnet.
Die Leitungstore 146 und 147 speisen Differenzierungs-Stromkreise 148 a und 148 δ, die über Dämpfungsdioden
149 und 150 an die respektiven Eingangsgitter oyx und y1
des Schaukelkreises angeschlossen sind.
Die Ausgangsleitung Yn, des Schaukelkreises Ym ist
an einen der Eingänge des Torkreises 146 angeschlossen; die Ausgangsleitung Ym des Schaukelkreises Ym ist ihrerseits
an einen der Eingänge des Torkreises 147 angeschlossen. Die Uhrenimpulse C werden an die freien
Eingange der beiden Tore 146,147 gelegt.
Die Tore 146, 147 sind, wie schon erwähnt, logische Multiplikationsstromkreise, die demjenigen der Fig. 19 ähneln, und wenn, wie ebenfalls schon erwähnt, die beiden Eingänge des Stromkreises auf hohem Potential liegen, dann und nur dann ist auch der Ausgang des
Die Tore 146, 147 sind, wie schon erwähnt, logische Multiplikationsstromkreise, die demjenigen der Fig. 19 ähneln, und wenn, wie ebenfalls schon erwähnt, die beiden Eingänge des Stromkreises auf hohem Potential liegen, dann und nur dann ist auch der Ausgang des
ίο Kreises auf hohem Potential. Wie aus Fig. 24 klar ersichtlich
ist, fällt das Ansteigen der Spannung in der Leitung Y7n nicht notwendig mit demjenigen des Uhrenimpulses
C zusammen; diese beiden Faktoren behalten jedoch während eines gemeinsamen Bruchteils der Uhrenperiode
einen hohen Wert bei. Die Beziehung zwischen den beiden Impulsen bleibt richtig, insofern, als die
fallende Kante des Uhrenimpulses die fallende Kante des aus dem Torkreis tretenden Impulses bestimmt.
Dieser letztere Impuls wird im Stromkreis 147 differenziert, wobei dieser Stromkreis ein Impulspaar entgegengesetzter
Polarität erzeugt, von denen der der steigenden Kante des ursprünglichen Impulses entsprechende positive
Impuls durch die einseitige Leitfähigkeit der Diodel49 gedämpft oder beseitigt wird, während der von der fallenden
Kante erzeugte negative Impuls die Diode 149 durchquert und den Schaukelstromkreis Y erregt, der in den
Verneinungszustand versetzt wird.
Man sieht also, daß es genügt, daß die fallende Kante
des Uhrenimpulses ungefähr in der Mitte des magnetischen Informationsimpulses liegt, damit man einen Impuls
erzeugen kann, der dem letzteren entspricht, jedoch mit dem ersteren genau synchronisiert ist; und dieser synchronisierte
Impuls ist es denn auch, der auf den Zustand des Schaukelkreises Y einwirkt.
Um nun auf die Gleichungen der Eingangsfaktoren des Schaukelkreises Y zurückzukommen, sieht man also, daß
die nötige und ausreichende Bedingung, damit dieser Kreis in seinen Verneinungszustand versetzt wird, durch
die folgende Gleichung ausgedrückt wird:
Diese Gleichung bringt effektiv die Tatsache zum Ausdruck, daß, wenn die beiden Faktoren Y'm und C gleichzeitig
vorhanden sind, der Eingangsfaktor oy, der den
Schaukelkreis Y negativ macht, ebenfalls vorhanden ist.
Ebenso wird die notwendige und ausreichende Bedingung, damit der Schaukelkreis Y bejahend wird, durch
die Gleichung
y=Ymc
. ausgedrückt, deren Bedeutung klar ist.
Die Fig. 26 faßt graphisch die vorausgehenden Erläuterungen zusammen, indem sie in Abhängigkeit von
der Zeit die Amplitude der Spannungswellen oder -impulse angibt, die in obigen Gleichungen erscheinen. Es
ist zu bemerken, daß das tiefste Niveau 0 Volt ist.
Genau wie beim Y-Speicher werden die Impulse, die die im Ä-Speicher aufgenommenen Informationen zum
Ausdruck bringen, durch ein Schaukelkreispaar Rm und R
erzeugt und mit den Uhrenimpulsen synchronisiert, wobei diese Schaukelkreise, die in Fig. 27 dargestellt
sind, in allen Punkten so aufgebaut sind wie die Schaukelkreise Ym und Y; deshalb werden ihre Torkreise durch
bloße, leere Rahmen schematisch dargestellt, und sowohl die Differenzierungsstromkreise als auch die Dämpfungsdioden werden im Schema weggelassen; auf diese vereinfachte
Darstellung wird bezüglich der weiter unten beschriebenen anderen Schaukelkreise zurückgegriffen
werden.
109 713/341
In Fig. 27 sind unter jedem Schaukelkreis die logischen
Gleichungen angegeben, welche die Eingangsnetze definieren. Die Bedeutung dieser Gleichungen geht klar aus
dem vorher Gesagten hervor.
Während die dem Z-Speicher entsprechenden Lese- und Synchronisierungs-Schaukelkreise gewisse Besonderheiten
aufweisen, derentwegen sie erst weiter unten genauer betrachtet werden, sind diejenigen, die den Scheidespeichern
L1 und L2 entsprechen, in allen Punkten denjenigen
ähnlich, die soeben bezüglich der Y- und R-Speicher erläutert wurden, und es genügt deshalb, ihre
logischen Gleichungen darzustellen, damit ihre Wirkungsweise verständlich wird.
Für jeden der Scheidespeicher L1 und L2 ist sowohl ein
Schaukelkreis Llm oder L2m als auch ein Schaukelkreis L1
oder L2 vorgesehen; die Eingangsgleichungen der ersteren
sind folgende:
(Llm)
hm
und
| hm ' | |
| ohm - | |
| Diejenigen der beiden | anderen sind |
| (L1) | I1 = |
| = Mt2 | |
| = Mf2 | |
| folgende | |
| ic |
(L':)
A = L'lmC
(L2) I2 = L2W C
(T'\
1 Tl C
Die schematischen Darstellungen der Schaukelkreise Llm, L2m und L1, L2 sind in der Zeichnung nicht wiedergegeben.
Vorschlag-Schaukelkreise des Z-Speichers
So wie bei den schon betrachteten Leseköpfen ist jedem der anderen Köpfe Z und Zc ein erster Schaukelkreis Z"m
bzw. Zcm zugeordnet (s. Fig. 28 und 29), der den magnetischen
Zustandsänderungen auf dem Trommelumfang direkt folgt und auf den ein zweiter Schaukelkreis Z bzw.
Z0 folgt, der dazu bestimmt ist, mit den Uhrenimpulsen
genau synchronisierte Impulse zu erzeugen. Dem Lesekopf Z sind außerdem zwei Schaukelkreise Za und Z6
(Fig. 28) zugeordnet, die dazu dienen, jeweils eine zusätzliche Verzögerungsperiode einzuführen, und deren
Rolle bald ersichtlich werden wird.
Die zwischen den Schaukelkreisen des Z-Kopfes bestehenden
zeitlichen Beziehungen kommen in Fig. 30 zur Erscheinung, wo die in verschiedenen Punkten des
Z-Speichers nacheinander erhaltenen Wellenformen dargestellt sind. Die Leitung I stellt die magnetischen Zustände
dar, die an der Periode P31 des Z-Speichers des
magnetischen Trommelumfangs auftreten. Die Leitung II stellt die Impulse dar, die vom Lesekopf Z ausgegeben
werden und die, wie leicht festzustellen ist, Differenzierungsimpulse sind, welche den Zustandsveränderungen
entsprechen; diese Impulse werden Z+ und Z~ genannt.
Die Leitung III zeigt die vom Uhrenlesekopf erzeugte Uhrenwelle; es ist zu bemerken, daß irgendein Uhrenintervall,
wie z. B. P31, mit der entsprechenden Stelle P31
der magnetischen Schicht des Trommelumfangs nicht übereinstimmt, sondern in bezug auf sie eine leichte Verzögerung
aufweist. Der Schaukelkreis Zm, dessen Wirkungsweise
auf der Leitung IV dargestellt ist, wird synchronisch mit den Lesekopfimpulsen betätigt, d. h.
also auch synchronisch in bezug auf die Zustandsveränderungen der magnetischen Schicht; wenn man die
Diagramme der Leitungen III und IV vergleicht, so stellt man fest, daß die fallende Kante der Uhrenperiode P30,
d. h. also der Anfang der Uhrenperiode P31, etwa in die
Mitte der eckigen Welle fällt, welche die Periode P31 des
vom Schaukelkreis Zm formulierten »Vorschlags« darstellt.
Das Zeitintervall, in dem sowohl die von Zm erzeugte
als auch die Uhrenwelle auf hohem Potential liegen, bestimmt die Breite der Welle, die z. B. durch das
Tor 154 (Fig. 28) in den Schaukelkreis Z gesendet wird. Diese Welle wird dann differenziert, der daraus entstehende
positive Impuls wird mittels einer Dämpfungsdiode beseitigt, die der Diode 150 in Fig. 25 ähnlich ist,
und wie aus der Leitung V ersichtlich, bleibt nur der
ίο differenzierte, negative Impuls bestehen; man sieht also,
daß der Schaukelkreis Z immer durch eine fallende Kante der Uhrenwelle erregt wird. Wie also aus Leitung VI
ersichtlich, fällt der Anfang der Periode P31 dieses
Schaukelkreises in der Zeit genau mit dem Anfang der Periode P31 der Uhrenwelle zusammen.
Was nun die Schaukelkreise Za und Z6 betrifft, so
ersieht man aus den Leitungen VII und VIII, daß sie (in ihrem Bejahungszüstand) an den respektiven Enden
der Perioden P31 und P32 betätigt werden.
Die Zwischenverbindungen, die zwischen den verschiedenen
Schaukelkreisen des Z-Speichers bestehen, und die deren Betätigung in der gewünschten Reihenfolge
gewährleisten, werden durch die logischen Gleichungen bestimmt, die in Fig. 28 unter den entsprechenden
Stromkreisen eingetragen sind. Diese Gleichungen sind an Hand der in bezug auf die Fig. 25 und 27 gegebenen
Erklärungen leicht zu verdeutlichen, und ihre Erläuterung ergibt den Schlüssel zum Verständnis der zwischen den
Schaukelkreisen dargestellten Zwischenverbindungen.
Es ist zu bemerken, daß die Stromkreise Z, Za und Z6
die vom Z-Speicher kommenden Informationen mit wachsenden, genau bestimmten Verzögerungen freigeben.
Durch das Vorhandensein dieser drei Schaukelkreise besitzt der Z-Speicher eine veränderliche Nutzlänge. Wenn
man nämlich die Informationen vom Schaukelkreis Z abnimmt, so besitzt, wie schon erwähnt, der Z-Speicher
eine Länge von 63 Uhrenperioden. Da nun aber jeder Integrator 32 Perioden einnimmt, so sind die Informationen
dz einer positiven Präzession ausgesetzt, was weiter unten noch genauer auseinandergesetzt werden wird;
diese Wirkungsweise wird beim Füllen der Maschine, d. h. bei der Einführung der Angaben, benutzt. Wenn die
Informationen dagegen am Ausgang des Kreises Z0 abgenommen
werden, so werden sie auf dem Z-Speicher nach 64 Perioden wieder aufgezeichnet, d. h. also genau zwei
Integratoren weiter, und auf dem Z-Speicher tritt infolgedessen keinerlei Präzession auf: Die Informationen behalten
unaufhörlich die von ihnen eingenommenen Stellungen bei. Diese Wirkungsweise ist beim Leerlauf
der Maschine während des Einfüllens vorherrschend. Wenn man nun schließlich die Informationen am Ausgang
des Schaukelkreises Zh abnimmt, so werden die Informationen
dz einer negativen Präzession ausgesetzt, da sie bei jeder Trommelumdrehung auf dem Z-Speicher an
einer Stelle wieder aufgezeichnet werden, die um eine Periode nach rückwärts verschoben ist in bezug auf
diejenige Stelle, die sie bei der vorausgehenden Trommelumdrehung eingenommen haben. Während der Uhrenperioden
P1 bis P20 inklusive, beim Rechnen der Maschine,
tritt die eben erwähnte letztere Wirkungsweise mit negativer Präzession auf.
P- oder Positionszähler
Dieser Zähler dient zum Unterscheiden zwischen den zweiunddreißig Positionen bzw. Perioden, aus denen sich
jeder der vierundvierzig Integratoren zusammensetzt; er umfaßt fünf Stufen, die auf die Diodentafel 23 montiert
sind.
Wie aus Fig. 32 ersichtlich, ist der P-Zähler ein binärer
Zähler, der aus fünf Schaukelkreisen F1 bis F5 besteht,
ί 053 820
37 38
deren 25 = 32 mögliche Kombinationszustände jeder einer ^ Das im Eingang of1 des Schaukelkreises F1 zwischender
zweiunddreißig Perioden jedes Integrators ent- geschaltete Tor 156 ist in Fig. 33 dargestellt. Es handelt
sprechen und die daher das wiederholte Abzählen dieser sich um ein logisches Multiplikationsnetz mit zwei
Perioden P1 bis P32 gestatten. Diese zweiunddreißig Korn- Dioden, das zu dem bei Fig. 19 beschriebenen identisch
binationszustände sind in der Tabelle der Fig. 31 ange- 5 ist. Die Kathode einer der beiden Dioden wird durch
geben; daraus geht hervor, daß für jede der Perioden P1 den Uhrenlesekopf und die der anderen durch den
bis P32 der Zähler einen Kombinationszustand einnimmt, Ausgang F1 des Schaukelkreises F1 gespeist,
der gemäß dem binären Zahlensystem die diese Periode Die in den Eingängen jedes der anderen Schaukelkreise bezeichnende Dezimalzahl weniger Eins (d. h. von 0 bis 31) des Zählers zwischengeschalteten Torkreise sind ebenausdrückt. 1Q falls logische Multiplikationskreise mit drei, vier oder
der gemäß dem binären Zahlensystem die diese Periode Die in den Eingängen jedes der anderen Schaukelkreise bezeichnende Dezimalzahl weniger Eins (d. h. von 0 bis 31) des Zählers zwischengeschalteten Torkreise sind ebenausdrückt. 1Q falls logische Multiplikationskreise mit drei, vier oder
Die Fig. 32 zeigt, in welcher Weise die fünf Schaukel- fünf Dioden, da sie das Produkt von drei, vier oder fünf
kreise des Zählers untereinander verbunden sind, damit logischen Ausdrücken durchzuführen haben. Fig. 34
der Zähler als Ganzes bei jedem Uhrenimpuls durch die zeigt z. B. den Torkreis, der dem Eingang 0f2 des Schauin
obenerwähnter Tabelle definierten zweiunddreißig kelkreises F2 zugeordnet ist; er besteht aus drei Dioden,
Kombinationszustände hindurchgeht. Die in Anwendung 15 deren Kathoden entsprechend mit dem Ausgang -F1 des
kommende Konvention ist folgende: Befindet sich die Schaukelkreises F1, mit dem Uhrenlesekopf (der die
rechte Anode eines Schaukelkreises unter Spannung, so Uhrenimpulse C erzeugt) und mit dem Ausgang F2 des
weist der Kreis den Zustand 1 bzw. den bejahenden Zu- Schaukelkreises F2 verbunden sind, wobei die Reihenfolge
stand auf; befindet sich dagegen die linke Anode unter übrigens gleichgültig ist, da die logische Multiplikation
Spannung, so zeigt er den 0- bzw. verneinenden Zu- 20 kommutativ ist.
stand auf. In gleicher Weise stellt die Fig. 35 das im Eingang 0f3
stand auf. In gleicher Weise stellt die Fig. 35 das im Eingang 0f3
Jeder der beiden Eingänge von jedem der fünf Schaukel- von F3 zwischengeschaltete Tor dar, das aus vier durch
kreise F1 bis F5 empfängt gleichzeitig die Uhrenimpulse, F1', C, F2', F3 gespeisten Dioden besteht,
die über die Rechts- und Linkstore, wie z. B. 155 bzw. 156, Statt für die zehn Eingänge der fünf Zähler-Schaukeleingeführt werden. Diese sind logische Multiplikations- 25 kreise unterschiedliche Torkreise vorzusehen, wird vor- bzw. »undtf-Stromkreise, die einen Impuls zum ent- gezogen, sie in ein einziges baumartiges Netz zusammensprechenden Eingang des in Betracht kommenden zunehmen, das eine beträchtliche Materialersparnis ge-Schaukelkreises nur dann übertragen, wenn sich alle stattet. Zum Verständnis dieser Anordnung wird zuEingänge des Tores unter Spannung befinden. nächst die Fig. 36 in Betracht gezogen, in der die drei
die über die Rechts- und Linkstore, wie z. B. 155 bzw. 156, Statt für die zehn Eingänge der fünf Zähler-Schaukeleingeführt werden. Diese sind logische Multiplikations- 25 kreise unterschiedliche Torkreise vorzusehen, wird vor- bzw. »undtf-Stromkreise, die einen Impuls zum ent- gezogen, sie in ein einziges baumartiges Netz zusammensprechenden Eingang des in Betracht kommenden zunehmen, das eine beträchtliche Materialersparnis ge-Schaukelkreises nur dann übertragen, wenn sich alle stattet. Zum Verständnis dieser Anordnung wird zuEingänge des Tores unter Spannung befinden. nächst die Fig. 36 in Betracht gezogen, in der die drei
Werden zunächst in der Tabelle von Fig. 31 die auf- 30 Multiplikationskreise der Fig. 33, 34 und 35 in einer eineinanderfolgenden
Zustände des Schaukelkreises F1 be- zigen Netzkombination dargestellt sind; in Fig. 32 kann
trachtet, so ist festzustellen, daß sich dieser Zustand bei festgestellt werden, daß die Gleichung von 0f2 in der
jedem neuen Impuls verändert; um dies durchzuführen, Formel 0f2 = ^f1C ausgedrückt werden kann, ebenso
genügt es, den freien Eingang des rechten Tores 155 von 0f3 — 0f2C, ofi == 0f3C und 0f5 = ^f^C.
F1 mit dem linken Ausgang dieses Stromkreises zu ver- 35 Es genügt also, den Faktor C nur in den ersten Multibinden
und in umgekehrter Weise den freien Eingang des plikationskreis einzuführen; dann wird das Produkt dieses
linken Tores 156 an den rechten Ausgang anzuschließen, ersten Multiplikationskreises als einer der Eingänge eines
so wie es aus den gestrichelten Linien 157, 158.ersichtlich zweiten Multiplikationskreises mit zwei Dioden benutzt,
ist. In diesem Falle kann der Impuls C immer nur in dessen anderer Eingang durch den Faktor F2 gespeist
denjenigen der beiden Eingänge fx bzw. ^f1 des Schaukel- 40 wird; der Ausgang dieses zweiten Kreises dient als Einkreises
F1 gelangen, der eine Zustandsveränderung dieses gang für eine der Dioden eines dritten Multiplikations-Kreises
hervorruft. kreises mit zwei Dioden, dessen andere Diode den
Aus der Tabelle ist weiter ersichtlich, daß bezüglich Faktor F3 empfängt, und so weiter. Auf diese Weise wird
jedes der Schaukelkreise, vom zweiten an, die nötige und das »stammbaumartige« Netz erhalten, das in Fig. 36
ausreichende Bedingung darin besteht, wenn er in den 45 teilweise dargestellt ist; das nur sechs an Stelle der neun
Zustand 1 übergehen soll, daß alle vorausgehenden Dioden für die drei ersten Schaukelkreise und zehn Dioden
Schaukelkreise sich ebenfalls im ler-Zustand befinden, anstatt zwanzig für die Gesamtheit' der fünf Zählerund
daß die nötige und ausreichende Bedingung, damit Schaukelkreise in Anwendung bringt,
er in den O-Zustand übergeht, darin besteht, daß alle Wenn nun die auf die bejahenden Eingänge der ihm vorausgehenden Schaukelkreise sich so wie er selbst 50 fünf Schaukelkreise bezüglichen Gleichungen betrachtet im 1-Zustand befinden. . werden, so sind folgende Beziehungen festzustellen:
er in den O-Zustand übergeht, darin besteht, daß alle Wenn nun die auf die bejahenden Eingänge der ihm vorausgehenden Schaukelkreise sich so wie er selbst 50 fünf Schaukelkreise bezüglichen Gleichungen betrachtet im 1-Zustand befinden. . werden, so sind folgende Beziehungen festzustellen:
Die den diversen Schaukelkreisen entsprechenden f2 = of^2; ίΆ = ^f2F3 ; /"4 = 0/^4'; fs = of iF^.
logischen Gleichungen können nun aufgeschrieben werden: Nur der erste bejahende Eingang (fj) macht einen
Für F1, dessen Verbindungen übrigens schon angegeben unterschiedlichen Stromkreis nötig, da der Ausdruck F1'
wurden, sind diese Gleichungen: fx = F1C und 55 in keiner anderen Gleichung erscheint. Alle anderen be-
^f1 = F1C. jahenden Eingänge werden mittels der Multiplikations-Für
F2 ergeben sich die Gleichungen f2 = F1F2'C und kreise mit zwei Ausdrücken erhalten, von denen der erste
Of2-F1F2C. Der Eingang f% soll sowohl den Zustand am Ausgang des Multiplikationskreises abgenommen
des Schaukelkreises F2 selbst als auch den des diesem wird, der den negativen Eingang des vorausgehenden
vorausgehenden Schaukelkreises F1 abtasten; im Schema 60 Schaukelkreises darstellt, und von denen der zweite Ausder
Fig. 32 ist diese Gleichung durch die gestrichelten druck direkt eingeführt wird. Im ganzen kommen also
Linien 159 und 160 ausgedrückt, welche die freien Ein- zwanzig anstatt der vierzig Dioden in Anwendung, die
gänge des rechten Tors mit dem Ausgang F1 des Kreises F1 bei Benutzung von unterschiedlichen Multiplikationsund
mit dem Ausgang F2' von F2 verbinden; in gleicher kreisen notwendig wären.
Weise sind die freien Eingänge des linken Tors von F2 65 Auf dem baumartigen bzw. »stammbaumartigencc Netz
durch die Linien 162,161 mit dem Ausgang F1 von F1 und wird nachgeprüft, daß jeder der Ausgangsleitungen,
mit dem Ausgang F2 von F2 verbunden. welche die Lösungen der logischen Gleichungen wie
Gemäß dieser Gedankenführung ergeben sich die ofi>fi>ofa'···· geben, ein Widerstand wie etwa 164 zu-
Eingangsgleichungen, die in Fig. 32 unter den anderen geordnet ist, der das in der betreffenden Ausgangsleitung
Schaukelkreisen F3, F4 und F5 angegeben sind. 70 vorhandene Potential der gemeinsamen Höhe angleicht,
39 40
auf der die ,Durchgangsleitungen aller Faktoren des ent- Der Einfachheit halber (Nullrückstell-Erleichterung
sprechenden logischen Produkts liegen, wenn und nur und Vereinfachung des Wählumschalters der Integrawenn
alle diese Faktoren anwesend sind. Dieses hohe toren) wird zur Bezeichnung der vierundvierzig Integra-Potential
ist jedoch von kurzer Dauer, und zwar auf toren das oktale Zahlensystem (Grundlage 8) verwendet.
Grund der Natur der Uhrenwelle C, welche die Lösung 5 Da ein sechsstufiger binärer Zähler 26 verschiedene
der betreffenden Gleichung darstellt. Kombinationszustände besitzt, während hier nur vier-
Der P-Zähler dient nicht nur zum Abzählen der auf- undvierzig benötigt werden, so muß die ursprüngliche
einanderfolgenden Uhrenperioden von P1 bis P32 jedes Zahl 20 (nach dem dezimalen Zahlensystem) im Zähler
Integrators, sondern auch zum Erzeugen verschiedener registriert'werden; nach dem oktalen Zahlensystem wird
zeitlicher Vorschläge, die komplexer sind als diese zeit- i° diese Zahl mit 24 ausgedrückt, und die den letzten der
liehen Elementarvorschläge und die in die Arbeitsweise vierundvierzig Integratoren bezeichnende Dezimalzahl
der Maschine eingreifen. In der Folge wird nämlich fest- (63) wird 77. Auf diese Weise werden die vierundvierzig
gestellt, daß ' hinsichtlich der Durchführung gewisser Integratoren mit den vierundvierzig Oktalzahlen von 24
Rechenoperationen in genau bestimmten Zeitintervallen bis 77 bezeichnet, und sie werden Z24, J25, J26, J27, J30,
eines bzw. mehrerer gegebener Integratoren, wobei die 15 J31 ... J77 genannt.
Intervalle sich auf eine oder mehrere Uhrenperioden er- Der erste dem Integrator J24 zugeordnete Kombina-
strecken können, sogenannte Operationskreise benutzt tionszustand des Zählers ist derjenige, welcher der binären
werden, die in unmittelbar anwendbarer Form ein Opera- Zahl 10100 (das Äquivalent der Dezimalzahl 20 und der
tionspotential ausschließlich während der gewünschten Oktalzahl 24) entspricht, und von diesem ursprünglichen
Zeitintervalle verfügbar machen. Der Aufbau dieser 20 Zustand an verändern die Stufen in der gewöhnlichen
Operationskreise wird weiter unten unter Bezugnahme Weise der Stufen eines binären Zählers ihren Zustand
auf Fig. 47 beschrieben werden; dabei kann festgestellt hinsichtlich des Abzählens der Eingangsimpulse, deren
werden, daß der Operationskreis gleichzeitig mit der Ver- jeder bei der letzten Uhrenperiode P32 jedes nachfolgen-
besserurig der Charakteristiken des Vorschlagsimpulses die den Integrators erzeugt wird, wie man weiter unten sehen
Verneinung des Vorschlags bewirkt, dessen Glieder ihm 25 wird; nach dem dem Integrator J77 entsprechenden Im-
zugeführt werden; ein Operationskreis trägt dieselbe Be- puls wird der Zähler in seinen Anfangszustand rückge-
zeichnung wie das Zeitintervall, in dem er an seinem Aus- stellt, in dem er 24 anzeigt (Oktalzahl),
gang das entsprechende Operationspotential oder, anders Die Impulse, welche die Zählerstufen betätigen, sind
ausgedrückt, seinen »zeitlichen Vorschlag« verfügbar die »Überfließ«-Impulse P32, die in jeder Periode P32 vom
macht. So erzeugt z. B. der Operationskreis P1 ein Opera- 30 P-Zähler erzeugt werden. Dieser führt also vierundvierzig
tionspotential nur während der Periode P1 j edes Integra- vollständige Zählzyklen aus, während der J-Zähler nur
tors; der Operationskreis P1Z28 erzeugt ein solches Poten- einen solchen der Dauer eines Integrators entsprechenden
tial während der Dauer der Perioden von P1 bis P28 jedes Zyklus durchführt.
Integrators usw. In umgekehrter Weise wird mit P1' der- Was das Aufstellen der inneren Verbindungen des
jenige Operationskreis bezeichnet, der ein Operations- 35 J-Zählers betrifft, so ist das Verfahren dasselbe'wie das-
potential während der ganzen Dauer jedes Integrators jenige, das oben anläßlich des P-Zählers betrachtet wurde,
außer während dessen ersten Uhrenperiode erzeugt usw. Zunächst wird eine Tabelle (Fig. 42) der aufeinanderfol-
Es ist verständlich, daß die zur Betätigung der Opera- genden Kombinationszustände des Zählers aufgestellt und
tionskreise nötigen Potentiale vom logischen Netz des stellt fest, daß der Schaukelkreis Ji1 jedesmal seinen Zu-
oben beschriebenen P-Zählers abgeleitet werden können. 40 stand verändert, wenn er den logischen Ausdruck P32C
Was z. B. den Operationskreis P1' betrifft, so genügt es vom P-Zähler empfängt, wobei die Bedingung erfüllt
festzustellen, daß in der Tabelle der Fig. 31 die Periode P1 wird, daß die freien Eingänge der Multiplikationskreise
eindeutig durch die Bedingung bestimmt ist, daß die fünf mit zwei Eingängen, die in die Eingänge von Ji1 einge-
Schaukelkreise des Zählers sich im Verneinungszustand schaltet sind, mit den Ausgangsfaktoren gespeist werden,
befinden. Es genügt daher, die "fünf Ausgangsfaktoren 45 die ihnen in der betreffenden Stufe selbst gegenüberliegen
F1, F2, F3, F4', F5 abzunehmen, sie miteinander mittels (Linien 165, 166). Auf diese Weise ergeben sich die
eines Multiplikationskreises zu multiplizieren, umso deren Gleichungen A1 — P32K1 1C und Ji1 = P32K1C für den
gleichzeitige Anwesenheit (anders gesagt, die Periode P1) bejahenden und verneinenden Eingang der ersten Stufe,
auszudrücken und den sich ergebenden Ausdruck gemäß Ebenso ergeben sich für die zweite Stufe K2 entspre-
Fig. 38 in den Operationskreis einzuführen. Auf Grund 5° chendeGleichungen,:A2 = P32K1K2 undo£2 = P32K1K2C.
der obenerwähnten Verneinung ist der Ausgangsvorschlag Eine Anomalie tritt jedoch in bezug auf den ver-
in der Tat P1. Ebenso verdeutlicht die Fig. 39 die Erzeu- neinenden Eingang der Stufe Ji3 auf, daß im Augenblick, wo
gung des Vorschlags P32 mittels zweier in Kaskaden- der Zähler von J77 auf J24 zurückgeht, die Stufe Ji3, ob-
schaltung befindlicher Operationskreise P32' und P32. wohl alle ihr vorausgehenden Stufen sowie die Stufe K3
Die Fig. 40 und 41 stellen andere logische Netze dar, 55 selbst bejahend sind, verneinend werden muß, was zur
die in der Maschine in Anwendung kommen und die ge- oben ausgedrückten Regel im Widerspruch steht. Es sind
wisse durch das logische Netz der Fig. 37 erzeugte Teil- daher in die Gleichung des Eingangs 0k3 zusätzliche Ausprodukte
nutzbar machen, um daraus. andere zeitliche drücke einzuführen, und es zeigt sich dann, daß die
Vorschläge abzuleiten, die zur Steuerung gewisser, weiter Gleichung, um vorgenannter Anomalie Rechnung zu
unten betrachteter Schaukelkreise nötig sind. 60 tragen, in folgender Weise ausgeschrieben werden muß:
Integrationssektoren bzw. J-Zähler ^3 = K1K2K3K11'P32C + K1K2K3K5'P32C
Dieser zum Abzählen der vierundvierzig Integratoren -l· K1K2K3K6 P32C
der Trommel und zum Auswählen derselben bestimmte °der
Zähler ist dem P-Zähler ähnlich, jedoch so aufgebaut, 65 ^3 = P32K1K2K3 [K4; + K5' + K6') C.
daß er nacheinander vierundvierzig verschiedene Kombinationszustände einnehmen kann. Er ist auf die Di- Es ist bekannt, daß in der Booleschen Algebra das odentafel 21 montiert und besteht aus sechs Schaukel- Additionssymbol »Alternative« oder »Gleichzeitigkeit«, kreisstufen K1, K2, K3, Kiy K5, K6, die in Fig. 43 dar- d. h. also »oder« bzw. »und« bedeutet; daraus geht hergestellt sind. 70 vor, daß, wenn gemäß obiger Gleichung einer (oder
daß er nacheinander vierundvierzig verschiedene Kombinationszustände einnehmen kann. Er ist auf die Di- Es ist bekannt, daß in der Booleschen Algebra das odentafel 21 montiert und besteht aus sechs Schaukel- Additionssymbol »Alternative« oder »Gleichzeitigkeit«, kreisstufen K1, K2, K3, Kiy K5, K6, die in Fig. 43 dar- d. h. also »oder« bzw. »und« bedeutet; daraus geht hergestellt sind. 70 vor, daß, wenn gemäß obiger Gleichung einer (oder
41 42
mehrere) der drei Ausdrücke Kit U5, K6 verneinend ist, Leitung 180 miteinander verbunden, derart, daß das
während gleichzeitig alle drei Ausdrücke K1, K2, K3 be- Gesamt-Multiplikationsnetz K1K2' K3KtK5K6 gebildet
jahend sind, die Stufe K3 verneinend wird. wird, das, wie erwähnt, den Integrator 55 bestimmt.
Dieselbe Anomalie, die aus der Notwendigkeit hervor- Aus der Fig. 45 ist ersichtlich, daß zwei Schalterreihen
geht, die Stufenveränderung bei der Rückkehr zur ur- 5 181,182 vorhanden sind, die den Einheiten der ersten bzw.
sprünglichen Zählerzahl zu verhindern, tritt im Falle der der zweiten Stelle der Zahl entsprechen, die den gesuchten
Gleichung ok8 auf, wo es sich als notwendig erweist, den Integrator definiert. Da diese Zahl eine zwischen 24 und
verneinenden Zustand der Stufe K5 einzuführen, um 77 befindliche Oktalzahl ist, sind acht Schalter (Ziffern
dieser Stufe K5 zu ermöglichen, beim Übergang von J37 von 0 bis 7) in der Reihe 181 und nur sechs (Ziffern von
nach I„o verneinend zu werden, sie aber beim Übergang i° 2 bis 7) in der Reihe 182 vorhanden,
von J77 nach J24 daran zu hindern. ■ Auf diese Weise ist die Möglichkeit gegeben, das Zeit-
von J77 nach J24 daran zu hindern. ■ Auf diese Weise ist die Möglichkeit gegeben, das Zeit-
Die Fig. 44 stellt das Diodennetz dar, das den J-Zähler- Intervall, das jedem der Integratoren J24 bis J77 entspricht,
stufen zugeordnet ist. Es handelt sich dabei um ein Netz in Eorm eines Potentials auszudrücken, das in einer geder
oben definierten baumartigen bzw. »stammbaum- meinsamen Ausgangsleitung I1 in Erscheinung tritt. Die
artigen« Art. *5 Dauer dieses Potentials betrifft 32 Uhrenperioden.
Daraus ist insbesondere ersichtlich, daß bezüglich der Das in der Ausgangsleitung I1 auftretende Potential
Lösung der Gleichung 0k3 mit Hilfe des logischen 3-Glieder- wird dann an eine Vorrichtung gelegt, das aus zwei in
Addierungsnetzes, das mit der Bezugszahl 167 bezeichnet Reihe geschalteten Operationskreisen besteht. Wie schon
wird, die drei Ausdrücke Ji4', Ji5' und Ji6', die in dieser erwähnt, besteht die Aufgabe jedes Operationskreises
Gleichung auftreten, addiert werden, wobei die Summe ao darin, den Vorschlag zu »verneinen«, der durch das von
dann mit Hilfe des 2-Dioden-Multiplikationskreises 170 ihm empfangene Potential dargestellt wird, und gleichmit
einem Faktor multipliziert wird, der dem von der zeitig die Potentialwellenform zu verbessern, die er in
vorausgehenden Netzstufe erzeugten Produkt K1K2K3 »verneinter« Form weiterleitet.
P32C gleich ist. Es sei hierbei daran erinnert, daß jedes- Die Fig. 47 zeigt einen charakteristischen Qperations-
mal, wenn wenigstens eine der Leitungen, die die Anoden 25 kreis; es muß dazu bemerkt werden, daß Operationsder
drei Dioden dieses Netzes speisen, unter Spannung kreise derselben Art nicht nur in Verbindung mit den
gesetzt ist, im Addierungsnetz 167 das Potential der ge- JrVorschlägen, sondern auch mit anderen zeitlichen Vormeinsamen
Verbindung 168 der Kathoden besagter schlagen benutzt werden, wie z. B. diejenigen, die die
Dioden ansteigt, und zwar wegen des Widerstands 169, Uhrenperioden Pi der Integratoren definieren,
der zwischen dieser Verbindung und der niedrigen Span- 3° Wie aus Fig. 47 ersichtlich, umfaßt der Operationskreis nungsquelle von —100 Volt eingeschaltet ist. Besagtes eine Triode 190, an deren Gitter über einen Spannungshohes Potential wird an einen der Eingänge des Multipli- teiler 191 und eine Kapazität 192, die mit den Widerkationsnetzes 170 gelegt, dessen anderer Eingang durch ständen des Teilers einen Impulsspitzerkreis bildet, der einen Leiter 171 gespeist wird, durch den die dem Produkt die Form der Spannungswelle verbessert, ein Potential der obengenannten fünf Faktoren entsprechende Span- 35 gelegt wird, das die »Verneinung« desjenigen Vorschlags nung weitergeleitet wird. ausdrückt, der am Ausgang des Operationskreises erhalten
der zwischen dieser Verbindung und der niedrigen Span- 3° Wie aus Fig. 47 ersichtlich, umfaßt der Operationskreis nungsquelle von —100 Volt eingeschaltet ist. Besagtes eine Triode 190, an deren Gitter über einen Spannungshohes Potential wird an einen der Eingänge des Multipli- teiler 191 und eine Kapazität 192, die mit den Widerkationsnetzes 170 gelegt, dessen anderer Eingang durch ständen des Teilers einen Impulsspitzerkreis bildet, der einen Leiter 171 gespeist wird, durch den die dem Produkt die Form der Spannungswelle verbessert, ein Potential der obengenannten fünf Faktoren entsprechende Span- 35 gelegt wird, das die »Verneinung« desjenigen Vorschlags nung weitergeleitet wird. ausdrückt, der am Ausgang des Operationskreises erhalten
werden soll. Die Anode der Triode 190 wird über einen
Integratoren-Wahl-Umschalter Ladungswiderstand 193 an ein +130-Volt-Potential ge
legt. Die Spannung der von der Anode abgeleiteten Aus-
Dieser in Fig. 45 schematisch dargestellte Umschalter 4° gangsleitung wird durch die Dioden 195 zwischen 0 und
ermöglicht es, einen Impuls während des Zeitintervalls + 30 Volt begrenzt. In dieser Leitung kommt bei 196 das
zu erhalten, das irgendeinem der Integratoren von J24 Potential zur Erscheinung, das den zeitlichen Ausgangsbis
J77 entspricht. Dies.wird dadurch erreicht, daß mittels Vorschlag ausdrückt, welcher das logische Komplement
einer Umschaltvorrichtung zwischen den Ausgängen der des Eingangsvorschlages ist.
sechs Stufen Ji1 bis K6 des J-Zählers passende Zwischen- 45 Um auf den besonderen Fall der I1-Vorschläge zurückverbindungen
aufgestellt werden. Um die notwendigen zukommen, die die Dauern der gewählten Integratoren
Zwischenverbindungen zu bestimmen, wird von der in ausdrücken, ist zu ersehen (Fig. 46), daß das in der Aus-Fig.
42 gezeigten Tabelle der Kombinationszustände aus- gangsleitung I1 der Fig. 45 zur Erscheinung kommende
gegangen. Potential in einen ersten Operationskreis eingeführt wird,
Es sei beispielsweise angenommen, daß der durch die 5° der aus dem Teiler 183, der Kapazität 185, der Triode 184
Zahl J56 bezeichnete Integrator gewählt wurde, was da- und den Begrenzungsdioden 186 besteht. Am Ausgang
durch verwirklicht wird, daß die beiden Schalter ge- dieses Operationskreises ist ein Potential verfügbar, das
schlossen sind, die der Ziffer 5 (Einheiten der ersten den I1 verneinenden Vorschlag I/ ausdrückt. Dieser Ver-Stelle)
sowie der Ziffer 5 (Einheiten der zweiten Zahlen- neinungsvorschlag wird in einen zweiten Operationskreis
stelle) entsprechen, so wie es in Fig. 45 dargestellt ist. 55 geleitet, der aus dem Spannungsteiler 188, der Triode 187
Aus der Tabelle geht hervor, daß der Integrator 55 ein- und den Begrenzungsdioden 189 besteht und an dessen
deutig durch die Bejahung der Stufe Ji1, die Verneinung Ausgang der ursprüngliche Vorschlag Jj in Form einer
der Stufe K2, die Bejahung von Ji3, die Bejahung von Ji4, genau rechteckigen Spannungswelle erscheint,
die Verneinung von K5 und schließlich durch die Bejahung Falls durch passende Bedienung der Schalter des Wähl-
die Verneinung von K5 und schließlich durch die Bejahung Falls durch passende Bedienung der Schalter des Wähl-
von K6 bestimmt wird. Es kann in Fig. 45 festgestellt 60 Umschalters von Fig. 46 z.B. das Integrationsintervall J24
werden, daß das Schließen des Schalters 172 (was prak- gewählt wird, das, wie aus der oberen Reihe der Tabelle
tisch durch Drücken auf einen Knopf geschieht) die von Fig. 42 ersichtlich, durch den zeitlichen Vorschlag
Bildung eines Multiplikationsnetzes zwischen K1, K2'
und K3, und zwar durch die in Fig. 45 unten dargestellten J24 = K1 K2 K3 K^ K5 K6'
Dioden, zur Folge hat, derart, daß die drei Kontaktstücke 65
173, 174, 175 untereinander verbunden werden. Anderer- definiert wird, so muß durch Bezugnahme auf Fig. 45
seits wird durch das Schließen des die Kontaktstücke 177, zugesehen werden, daß das Multiplikationsnetz, das
178, 179 verbindenden Schalters 176 das Multiplikations- diesem logischen Produkt entspricht, durch Manövrienetz
zwischen K^, K5' und K6 gebildet, und außerdem ' rung der betreffenden Schalter tatsächlich aufgestellt ist
werden diese beiden Teil-Multiplikationsnetze durch die 70 und daß die diesen Vorschlag ausdrückende Spannung
in den ersten der beiden Operationskreise der Fig. 46 eingeführt ist. Gemäß der Booleschen Algebra kann bewiesen
werden, daß das Komplement (d. h. die Verneinung) eines logischen Faktorenprodukts der Summe der Komplemente
dieser Faktoren gleich ist. Infolgedessen wird der am Ausgang des ersten Operationskreises verfügbare
und in den zweiten eingeführte Vorschlag J/
ausgeschrieben.
Dieser Vorschlag wird im zweiten Operationskreis verneint, der den oben dargestellten Vorschlag J24 in brauchbarer
Form wiederherstellt.
Auf diese Weise wird gleichzeitig über den dem gewählten Integrator entsprechenden bejahenden als auch
über den diesbezüglichen verneinenden Vorschlag verfügt, wobei beide Vorschläge eine für die Maschine brauchbare
Form aufweisen.
Steuerorgane der Maschine
Die in Fig. 4 links dargestellte Pultschalttafel, die dort von der Bedienungsperson manövriert wird, ist in Fig. 89
in größerem Maßstabe gezeigt.
Rechts sind die beiden Tastenreihen 264 des Integratorwählers ersichtlich, der unter Bezugnahme auf Fig. 45
erläutert wurde. Die drei Stöpselkontaktstellen 262 dienen zum Anschluß des Kathoden-Oszilloskops 33 von Fig. 4,
dessen Scheibe (Fig. 101) mit einer Skala versehen ist, deren zweiunddreißig gleichmäßige Unterteilungen den
zweiunddreißig Perioden des gewählten Integrators entsprechen. Der fünfstellige Umschalter 263 ist der Kanalwähler:
Er ermöglicht es, auf der Oszilloskopenscheibe den Inhalt der Speicher Y, R, L1, L2 oder Z irgendeines
(Ij) der vierundvierzig Integratoren zum Erscheinen zu
bringen, wobei dieser betreffende Integrator übrigens durch die Betätigung der zwei passenden Tasten der
Gesamtvorrichtung 264 des Integratorwählers bestimmt wird.
Die Taste 199 wird Markierungstaste genannt; ihre
Betätigung ermöglicht das Einführen eines sogenannten »Markierungs «-Impulses im Speichert, und zwar an der
Stelle, die der Periode P32 jedes gewählten Integrators
entspricht. Die beiden Tasten 212, 213 bilden die Klaviatur einer »binären Schreibmaschine« und ermöglichen,
wie man weiter sehen wird, das Einführen der Information 0 oder 1 in jede Periode des gewünschten Speichers des
gewählten Integrators.
Der Umschalthebel 266 bestimmt die Rechnungsart der Maschine, die sowohl diskontinuierlich als auch kontinuierlich
sein kann: In seiner Rechtsstellung bestimmt er die Arbeitsweise »Zyklus um Zyklus«; die Rechnungskreise der Maschine bleiben nur während eines einzigen
Operationszyklus in Gang, und dann wird die Rechnung unterbrochen; in der Linksstellung (»vorbestimmtes
Intervall«·) bewirkt er die kontinuierliche Arbeitsweise
der Rechenkreise während eines Integrationsintervalls von im voraus bestimmter Länge (bestimmt, wie weiter
unten ersichtlich, durch das vorhergehende Einführen in den y-Speicher des J24-Integrators derjenigen Zahl, die
die Gesamtzahl der elementaren Zuwächse ix der unabhängigen Veränderlichen ausdrückt, die in dem für diese
Veränderliche gewählten Veränderungsintervall enthalten sind).
Der Umschalthebel 267 bewirkt in seiner Rechtsstellung (»Halt«) am Ende des vorausbestimmten Intervalls ganz
ίο einfach die Unterbrechung der Rechnung; in seiner
Linksstellung »automatische Wieder-in-Gang-Setzung« beginnt die Maschine, nachdem sie am Ende des besagten
Intervalls stehengeblieben ist, während eines neuen Integrationsintervalls von selbst wieder zu rechnen.
Die Tastenreihe 267 links an der Pultschalttafel umfaßt von oben nach unten zwei Tasten, deren jede durch
einen Pfeil gekennzeichnet ist, der nach rechts bzw. nach links zeigt und die in diesen beiden Richtungen im gewählten
Integrator und Speicher das periodenweise Vorrücken der Informationen bewirken; vier mit den Buchstaben
L2, L1, R, Y bezeichnete Tasten, die das gesteuerte
Einführen der Informationen in die Speicher gleicher Bezeichnung bewirken; es sind das die sogenannten »Einfüll-Tasten;
am unteren Ende 'der Reihe befindet sich schließe lieh die Taste »Rechnung«, deren Betätigung das Ingangsetzen
der eigentlichen Rechenkreise der Maschine bestimmt.
Rechts von der Reihe 267 befindet sich eine Reihe von fünf Tasten, von denen die oberste, 270, die Synchronisierungstaste
darstellt; im Falle, wo die Maschine mit einer Hauptmaschine gleicher Art gekoppelt ist, dient sie
dazu, mittels eines besonderen Kunstgriffs, der weiter unten erläutert wird, die genaue Gleichzeitigkeit des
Vorrückens der Integratoren der betreffenden Maschine
in bezug auf die Integratoren der Hauptmaschine zu bewirken. Die vier folgenden Tasten 269 sind die »Freimachungs«-Tasten,
die ermöglichen, alle Informationen zu beseitigen, die in den beiden Adressenspeichern L1
und L2 sowie in jedem der Speicher R, Y und Z enthalten
40 sind.
Um die Aufzählung der auf der Pultschalttafel von Fig. 89 sichtbaren Organe zu vervollständigen, muß noch
die Prüflampe 265 erwähnt werden, die brennt, wenn eine Rechnung im Gange ist; ebenso sind die beiden VoIt-
meter 259, 260 zu erwähnen, die für Wechselstrom- bzw. Gleichstromspannung in Anwendung kommen; schließlich
ist noch der Umschalter 261 hinzuzufügen, der in Verbindung mit dem Voltmeter 260 die Prüfung der verschiedenen
Werte der Speisungsspannung der Maschine ge-
50 stattet.
Die Betätigung der oben aufgezählten Steuerorgane kommt einer der Maschine gegebenen Anweisung gleich,
die in bequemer Weise durch ein Symbol ausgedrückt werden, das in die weiter unten erläuterten logischen
Gleichungen eingeführt werden kann. Die wichtigsten dieser Anweisungen sowie deren Symbole sind in der
Tabelle zusammengefaßt:
Betätigtes Steuerorgan
Entsprechende Anweisung, die der Maschine gegeben wird
Logisches
Symbol
Symbol
Markierungstaste 199
Taste 212
Taste 213
Rechtshebel 266
Linkshebel 266 .
»Rechen«-Taste 268
»Rechen«-Taste 268
»Rechen«-Taste 268
»Rechen«-Taste 268
»Rechen«-Taste 268
Einführung eines Markierungsimpulses in die Speicher Z, P32, Ii
Aufzeichnung von 0
Aufzeichnung von 1
Rechnungsart Zyklus um Zyklus
Rechnen mit vorbestimmten Intervallen
Rechnen
Vorrücken nach rechts
Vorrücken nach links (Φ
+
δ V
δ V
| Betätigtes Steuerorgan | Entsprechende Anweisung, die der Maschine gegeben wird | Logisches Symbol |
| Taste 268 »L2« | Einfüllen des L2-Speichers | A2 |
| Taste 268 »Lx« | Einfüllen des !^-Speichers | h |
| Taste 268 »R« | Einfüllen des i?-Speichers | ß |
| Taste 268 »Y« | Einfüllen des Y-Speichers | a |
| Taste 269 »L« | Freimachen der Speicher L1 und L2 | C1 |
| Taste 269 »R« | Freimachen des Ä-Speichers | Cr |
| Taste 269 »Y« | Freimachen des Y-Speichers | Cy |
| Taste 269 »Z« | Freimachen des Z-Speichers | cz |
| Rechtshebel 267 | Automatische Wieder-in-Gang-Setzung | V |
| Gesteuerte Rechnungsunterbrechung | M |
Nunmehr wird im einzelnen auf die Wirkung der Vorrück-, Einfüll- und Rechensteuerungen (Reihe 268) sowie
auf diejenige der Markierungstaste 199 eingegangen. Was die Wirkung der anderen oben aufgezählten Steuerorgane
betrifft, so wird sie jeweils in der Beschreibung erläutert werden.
Die Fig. 48 stellt das Schema der acht obigen Steuerungen dar, deren logische Symbole folgende sind: δ, γ,
A1. X2, β, α, (Φ + Θ), ε.
Die sieben ersten Tasten (Vorrücken, Einfüllen und Rechnen) betätigen die jeweiligen bipolaren Umschalter.
Die letzte Taste (Markierungstaste 199 oder ε) steuert die Erregung der Wicklung eines Relais 197, dessen Kontakte
einen tripolären Umschalter bilden.
Von jedem beweglichen Arm (d. h. von jedem Pol) jedes der Umschalter geht ein Leiter aus, der je nach der Stellung
der betreffenden Steuertaste — und eventuell anderer der genannten Tasten — entweder an das in der Leitung
198 vorhandene 0-Volt-Potential oder an das + 30-Volt-Potential
der Leitung 200 gelegt ist. Diese verschiedenen Leiter speisen die passenden Eingänge gewisser, weiter
unten beschriebener logischer Netze sowie Schaukelkreise, um so zu gewährleisten, daß die Maschine die durch das
Betätigen der entsprechenden Tasten gesteuerten Funktionen zur Durchführung bringt. So kann jedem dieser
Leiter ein gewisser logischer Vorschlag zugeordnet werden, nämlich denjenigen, der sich bewahrheitet, wenn der genannte
Leiter tatsächlich an die Leitung 200 (+30VoIt)
angeschlossen ist. Diese Vorschläge sind in Fig. 48 unter den entsprechenden Leitern eingetragen. Auf Grund der
in dieser Figur sichtbaren Zwischenverbindungen sind diese-Vorschläge im allgemeinen nicht die bloße Formulierung
der Anweisung, die durch das Betätigen der Taste ausgedrückt wird, oder die bloße Formulierung der komplementären
Anweisung, sondern sie stellen sich in Form eines logischen Faktorenprodukts dar, "das die gleichzeitige
Durchführung gewisser anderer unter den betreffenden Anweisungen ausdrückt.
Die sieben vorgenannten Tasten gehen normalerweise in ihre Hochstellung zurück, bezüglich der die aufgestellten
Kontakte in Fig. 48 dargestellt sind. Eine Einrückvorrichtung ermöglicht nur immer einer einzigen
dieser Tasten, niedergedrückt zu bleiben; außerdem ist die Taste δ derart ausgebildet, daß sie niedergedrückt ist,
während alle anderen Tasten nach oben zurückgegangen sind. Die normalerweise in Hochstellung befindliche Markierungstaste
199 ist nur durch eine gewisse Anstrengung niedergedrückt zu halten.
Die »Rechen«-Taste (Φ + Θ) ist die einzige Taste, die
in niedergedrückter Stellung einer reinen Anweisung »Rechnen«- entspricht. Ihre Hochstellung entspricht der
komplementären Anweisung; es wird daran erinnert, daß der komplementäre Vorschlag (oder Verneinung) des betreffenden
Vorschlags (Φ + Θ) gemäß den Regeln der Booleschen Algebra: Φ' Θ' geschrieben wird, was die
Bezeichnungen erklärt, die den von den Armen 202 und 201 ausgehenden Leiter gegeben sind. Auf diese Weise
kann leicht nachgeprüft werden, daß in der Hochstellung dieser Taste nur der untere Arm 201 an die unter Spannung
gesetzte Leitung 200 angeschlossen ist und daß in der niedergedrückten Stellung nur der obere Arm 202 an
diese Leitung angeschlossen ist. ;
Um die Wirkungsweise des Steuerorgans (Φ + Θ) und
damit gleichzeitig diejenige der andern Steuerorgane genauer zu erläutern, kann im voraus folgendes angegeben
werden: Anläßlich der allgemeinen Gleichung, welche die Informationsaufzeichnung z. B. im Z-Speicher bestimmt,
d. h. also die durch das logische Netz verkörperte Gleichung, mittels dessen ,der Z-Aufzeichnungskopf im gewollten
Augenblick ein Potential erhält, das die Aufzeichnung einer Information auf dem Trommelumfang bestimmt,
ist ersichtlich, daß diese Gleichung Z0 die Form eines logischen Polynoms aufweist, von dem gewisse Ausdrücke
(diejenigen nämlich, die der Aufzeichnung derjenigen Informationen entsprechen, die aus der eigentlichen
Rechnung hervorgehen, und insbesondere das erste Glied der Gleichung, das der Aufzeichnung einer Information
im Z-Speicher entspricht, die durch den letzten Übertrag jeder R + Y-Addition geliefert wird) erst dann
verwirklicht werden können bzw. sollen, wenn die Anweisung zum Rechnen gegeben worden ist; jeder dieser
Ausdrücke muß also die Formel (Φ + Θ) als Faktor enthalten.
Durch das Niederdrücken der Taste (Φ + Θ), welche
den entsprechenden Eingang des logischen Speisungsnetzes des Aufzeichnungskopfs an das + 30-Volt-Potential
legt, kann die Verwirklichung der nötigen Bedingungen gewährleistet werden, damit die Gleichung Z0 zu denselben
Augenblicken bestätigt wird, zu denen die anderen Faktoren des betreffenden Ausdrucks der Gleichung Z0
ebenfalls erfüllt sind, und damit der Aufzeichnungskopf dann den Spannungsimpuls erhält, der das Aufzeichnen
einer Information auf dem magnetischen Trommelumfang sicherstellt.
Bei Betrachtung der Taste α (Einfüllen des Y-Speichers)
kann festgestellt werden, daß gemäß der Darstellungslinie der Leiter der vom unteren Arm 203 ausgehende
Leiter an die unter Spannung gesetzte Leitung 200 nur in dem Falle angeschlossen ist, wo erstens die Taste α
nicht niedergedrückt ist (Vorschlag α'), zweitens die Markierungstaste 199 nicht betätigt ist (Vorschlag ε') und
drittens die Rechentaste (Φ + Θ) ebenfalls nicht betätigt
ist (Vorschlag Φ' Θ'). Der vom Leiter 203 durchgegebene Vorschlag ist infolgedessen α'ΦΘ'ε'; dieser Leiter macht
in den logischen Netzen der Maschine eine nutzbare Spannung verfügbar, und zwar während der Zeitintervalle,
in denen weder das Einfüllen des Y-Speichers noch das eigentliche Rechnen, noch das Einführen eines Markierungsimpulses
im Gange sind. Dabei ist festzustellen, daß dieses logische Produkt in der Informations-Aufzeichnungs-Gleichung
Y0 im Y-Speicher auftritt, um die
Wiederaufzeichnung der Informationen zu gewährleisten, die während des Einfüllens eines anderen Speichers in
besagtem Speicher schon registriert waren. .
Der an den oberen Arm 204 des Umschalters α angeschlossene Leiter ist seinerseits auf Potential, wenn erstens
die Taste α niedergedrückt ist (Vorschlag α), zweitens die Markierungstaste 199 nicht niedergedrückt ist (Vorschlag
ε'); die dritte Bedingung [nicht Niederdrücken der Taste (Φ = Θ)] ist überflüssig, und zwar wegen der
schon erwärmten Einrück- bzw. Blockierungsvorrichtung. Dieser obere Leiter übermittelt also den Vorschlag αε';
dieses Produkt wird in den Gliedern der Gleichung^yo
wiedergefunden, die dem Einfüllen des Y-Speichers entsprechen.
In ähnlicher Weise können die Wirkungsarten der anderen Steuerorgane von Fig. 48 durch Nachprüfen der
logischen Ausdrücke, die bezüglich der entsprechenden Leiterpaare vermerkt sind, verständlich gemacht werden.
Die Wirkung der Aufzeichnungstasten 212 und 213 sowie diejenige der Umschalter 266 (Rechnen »Zyklus
um Zyklus« oder »nach vorbestimmten Intervallen«·) und
267 (»selbsttätiges Stehenbleiben« und »selbsttätiges Wieder-in-Gang-Setzen«) wird im folgenden Kapitel
erläutert werden.
Ingangsetzungs (G, G1)- und Anhalt (H) -Schaukelkreise
Das Ingangsetzen der Rechenkreise findet sowohl hinsichtlich des eigentlichen Rechnens als auch des Einführens
der Angaben grundsätzlich immer am Anfang der Periode P29 des Anfangsintegrators J24 einer Trommelumdrehung
statt. Ebenso wird das Arbeiten dieser Kreise immer am Anfang dieser selben Periode P29 J24 einer
anderen Trommelumdrehung zum Stillstand gebracht. Hinsichtlich dieser beiden Zwecke werden einerseits die
beiden Schaukelkreise G,G1, die »Ingangsetzungskreise«
genannt werden, und andererseits der »Anhalt-Schaukelkreis H« benutzt.
Zuerst werden nun die Ingangsetzungskreise G und G1
besprochen. Es kann festgestellt werden,. daß in den Informations-Auf Zeichnungsgleichungen (und zwar sowohl
derjenigen Informationen, welche die provisorischen oder endgültigen Ergebnisse der Rechnungen, als auch derjenigen,
welche die Angaben der betreffenden Probleme darstellen) in den verschiedenen Speichern die Ausdrücke,
welche die Rechen- und Einfülloperationen bestimmen wie übrigens auch andere damit verbundene Operationen,
alle den Vorschlag G als Faktor enthalten, wodurch der Bejahungszustand des Ingangsetzungskreises, der mit
diesem Buchstaben bezeichnet ist, ausgedrückt wird. Der Kreis G wird am Anfang der Periode P29 des J21-Integrators
selbsttätig bej ahend, die unmittelbar dem Augenblick folgt, in dem der andere Ingangsetzungskreis G1 bejahend
gemacht wurde, und zwar entweder durch Betätigung einer der beiden (obenerwähnten) Aufzeichnungstasten212
bzw. 213 oder mittels einer der beiden anderen Möglichkeiten, die weiter unten erläutert werden. Es wird also
der Anfang der Nutzumdrehung der magnetischen Trommel durch die Periode P29 J24 bestimmt.
Die Bejahungsgleichung gx des Kreises G1 (Fig. 49) wird
also die beiden Additivausdrücke (ö) + © enthalten, die, wie schon erwähnt, die Betätigung der beiden Tasten 212
und 213 symbolisieren. Gm kann jedoch auch auf zwei
andere Weisen bejaht werden. Zunächst muß G1 nach Rechnungsunterbrechung selbsttätig bejaht werden
können, wenn der schon erwähnte Umschalter 267 sich in der Stellung »selbsttätige Wieder-in-Gang-Setzung«
befindet. Dies erklärt das Vorhandensein des Additivausdrucks V in der Gleichung ^1. Zweitens muß im schon
erwähnten Fall des Zusammenarbeitens mehrerer Maschinen der Erfindung gemäß der Kreis G1 irgendeiner
dieser Maschinen bei der Bejahung des Kreises G der Hauptmaschine ebenfalls bejaht werden können; dieser
letztere Kreis wird dann Hauptkreis Gm genannt. Die
Gleichung gx muß daher auch den Additivausdruck
G'GmC enthalten, der besagt, daß G1 vom ersten Uhrenimpuls
C bejaht wird, der gleichzeitig zusammen mit dem Bejahungszustand des Hauptkreises G und mit dem Verneinungszustand
des Kreises G auftritt. Die Bejahungsgleichung des Kreises G1 muß daher in folgender Weise
ausgedrückt werden:
Für die Verneinungsgleichung von G1 genügt es, daß
sie die Tatsache ausdrückt, daß G1 in den Verneinungszustand
versetzt wird, wenn G in den Bejahungszustand gebracht wird; die Funktion von G1 ist dann vollendet,
und dieser Kreis muß bereit sein, von neuem betätigt zu werden. Besagte Gleichung wird also folgendermaßen
ao ausgeschrieben:
Es wird nun gezeigt, in welcher Weise die vier Ausdrücke der Bejahungsgleichung gx in der Maschine erhalten
werden.
Zunächst ist zu bemerken, daß das im Bejahungseingang von G1 eingeschaltete logische Netz 209 nicht
mit dem gewöhnlichen Addierungsnetz identisch ist, das in bezug auf Fig. 18 beschrieben wurde. Es ist aber
trotzdem leicht festzustellen, daß seine Wirkungsweise äquivalent ist; wenn normalerweise die Kathoden aller
Dioden des Netzes 209 sich unter Spannung befinden, so ist auch der Eingang g1 unter Spannung infolge des
positiven Potentials, an das die Anoden aller Dioden über den Widerstand 210 gelegt sind. Sobald eine der
Kathoden auf niedriges Potential gelegt wird (z. B. durch Schließen des Schalters 212, wie weiter unten ersichtlich),
so erscheint im Leiter gt ein Impuls negativer Spannung.
Die fallende Vorderkante dieses Impulses wird differenziert und ergibt einen negativen Impuls, der den Kreis
in bekannter Weise betätigt.
Die zwei Aufzeichnungstasten 212, 213, die schon bei der Fig. 89 erwähnt wurden, sind in Fig. 52 schematisch
dargestellt. Es ist ersichtlich, daß durch Schließen des einen oder anderen der beiden Schalter, das durch Niederdrücken
der entsprechenden (normalerweise in Hochstellung befindlichen) Taste bewirkt wird, die untere
Klemme (0 Volt) an das positive Potential gelegt wird, das über einen Widerstand von der oberen Klemme
kommt, wobei dieses positive Potential bei Hochstellung der Taste 212 bzw. 213 die Kathoden der beiden entsprechenden
Dioden des Netzes 209 (das in Fig. 52 wieder auf der rechten Seite dargestellt ist) unter Spannung setzt.
Was den Ausdruck V anbetrifft, so wird er gemäß der in Fig. 50 dargestellten Weise erhalten. Der Kontakt
»selbsttätige Wieder-in-Gang-Setzung« des Umschalters 267 (der schon erwähnt wurde) ist dort bei 211 schematisch
dargestellt. Dieser Kontakt ist in die Ausgangsleitung eines Multivibrators bzw. Schaukelkreises bekannter
Art mit einer stabilen Gleichgewichtsposition eingeschaltet, der durch einen Impuls betätigt wird,
welcher von dem Anhalt-Schaukelkreis H erzeugt wird. Wenn also der Kontakt 211 geschlossen ist, so wird der
vom Schaukelkreis H erzeugte Impuls über eine andere nicht dargestellte Diode des Netzes 209 an den Eingang gx von G1 übertragen, um den Schaukelkreis G1 in
den bejahenden Zustand zu versetzen.
Die ErzeugungSctrt des Ausdrucks G'GmC ist nicht
dargestellt, wie auch die Diode, die zu dessen Einführung in das Netz 209 nötig ist.
49 50
Es wird nun der Schaukelkreis G besprochen. Die Be- setzungskreis G bejaht ist und wenn außerdem eine der
jahungsgleichung g dieses Kreises bringt die Tatsache zum drei folgenden Bedingungen erfüllt ist:
Ausdruck, daß G am Ende der Periode P28 (Beginn — Wenn in dem Falle, in dem der Umschalter 266
von P29) des ersten Integrators Z24 bejahend werden muß, sich in der dem Rechnen »Mit vorbestimmten Inter-
wenn G1 bejahend ist. Unter Bezugnahme auf die Tabelle 5 vallen« entsprechenden Stellung befindet, diejenige Zahl
Fig. 31, in der der Kombinationszustand des P-Zählers, erreicht worden ist (Vorschlag Q), die im voraus in den
der P28 entspricht, gefunden wird, ist festzustellen, daß Y-Speicher des /24-Integrators eingeführt wurde und die
die Gleichung g in folgender Weise ausgeschrieben wird: der Anzahl der «fo-Zuwächse entspricht, welche in dem
a — FPF'Trprrr für die unabhängige Veränderliche bestimmten Inte-
g - ^i^3 ^4-tV24W<- io grationsintervall enthalten sind;
Um die verneinende Gleichung dieses Schaukel- — Wenn die handgesteuerte Anhaltanweisung M ge-
kreises G aufzustellen, muß dessen Arbeitsweise näher geben wurde;
betrachtet werden. Wenn er in den Verneinungszustand — Wenn schließlich im Falle, in dem mehrere
versetzt ist, so werden die Rechenoperationen am Anfang Maschinen miteinander verbunden sind, der Anhalt-
der folgenden Tfommelumdrehung oder, genauer aus- 15 Schaukelkreis Hm der Hauptmaschine bejaht wurde,
gedrückt, am Ende der Periode P28 des Integrators J24 Seine Bejahungsgleichung wird also folgendermaßen
zum Stillstand gebracht, welche auf die Wirkung folgt, ausgedrückt:
die diex Rechnungsunterbrechung bestimmt hat. Die , „„_,__. .„ , ,, „ ,rr
„. . , ο τ j -τ- 1 i jij. " = -^1-^2^3 &4r51 24 (U -\- M -\- n.m)(j-L.
Gleichung og muß also das Faktorenprodukt * 2 3 4 5 2*v^ im/
20 Was seine Verneinungsgleichung anbetrifft, so drückt
F1F2F3'F1F5I21C sie ganz einfach die Verneinung des Ingangsetzungskreises G aus:
(sowie die Gleichung g) und auch den Faktor G ent- r _ ,-,q
halten, der zum Ausdruck bringt, daß der Schaukel- 0 — ·
kreis G vorher bejahend war. Drei unterschiedliche 25 Der Vorschlag Q obiger Gleichung wird, wie weiter
Aktionen können die Rechnungsunterbrechung hervor- unten ersichtlich, von einem »Ü,berfließ «-Impuls gebildet,
rufen: zunächst die Tatsache, daß der Umschalter 266 der vom i?-Speicher des Integrators J24 nach einer gesich
in der Stellung »Rechnen Zyklus um Zyklus« be- wissen Anzahl von in diesem Integrator aufgeführten
findet; es ist dann sicher, daß die Rechenkreise während R -\- Y-Additionen erzeugt wird, wobei die Anzahl von
einer Trommelumdrehung arbeiten und bei P28Z24 der 30 der vorher in ihren Y-Speicher eingeführten ursprüngdarauffolgenden
Trommelumdrehung stehenbleiben; diese liehen Zahl bestimmt wird.
Bedingung wird durch den Vorschlag Θ' ausgedrückt.
Bedingung wird durch den Vorschlag Θ' ausgedrückt.
Der zweite Fall einer Anweisung zum Unterbrechen des Z-Speicher bzw. Präzessionslmie
Rechnens ist derjenige, bei dem der Anhalt-Schaukel- Der Z-Speicher bzw. die sogenannte Präzessionslinie kreis H bejahend wird; dieser Fall kann durch drei unter- 35 des magnetischen Trommelumfangs bildet, wie schon erschiedliche Umstände hervorgerufen werden. Der dritte wähnt, einen allgemeinen Informationsspeicher bzw. Fall von Rechnungsunterbrechungssteuerung ist der- einen »Archiven-Sammlungsort« in dem einerseits die jenige, bei dem die Maschine hinsichtlich des Einführens ife-Informationen, die von den aufeinanderfolgenden von Informationen, nicht aber des eigentlichen Rechnens Stufen des Integrationsvorgangs ausgegeben und in der arbeitet; diesem Fall entspricht der Vorschlag Φ'Θ'. Es 40 Periode P32 jedes der beim Rechnen in Anwendung gewird die endgültige Form der Verneinungsgleichung des brachten Integration erzeugt werden, μηα andererseits Schaukelkreises G erhalten, die in folgender Weise aus- bis zu zwölf von außerhalb der betreffenden Maschine geschrieben wird: kommende Informationen hinterlegt und aufbewahrt
Rechnens ist derjenige, bei dem der Anhalt-Schaukel- Der Z-Speicher bzw. die sogenannte Präzessionslinie kreis H bejahend wird; dieser Fall kann durch drei unter- 35 des magnetischen Trommelumfangs bildet, wie schon erschiedliche Umstände hervorgerufen werden. Der dritte wähnt, einen allgemeinen Informationsspeicher bzw. Fall von Rechnungsunterbrechungssteuerung ist der- einen »Archiven-Sammlungsort« in dem einerseits die jenige, bei dem die Maschine hinsichtlich des Einführens ife-Informationen, die von den aufeinanderfolgenden von Informationen, nicht aber des eigentlichen Rechnens Stufen des Integrationsvorgangs ausgegeben und in der arbeitet; diesem Fall entspricht der Vorschlag Φ'Θ'. Es 40 Periode P32 jedes der beim Rechnen in Anwendung gewird die endgültige Form der Verneinungsgleichung des brachten Integration erzeugt werden, μηα andererseits Schaukelkreises G erhalten, die in folgender Weise aus- bis zu zwölf von außerhalb der betreffenden Maschine geschrieben wird: kommende Informationen hinterlegt und aufbewahrt
og = F1F2F3'F.F^G (Θ'+Η + Φ'Θ') C. ^ we^ ^.^ umfaßt ^. Leseköpfe^ χ ^ ^
Die drei in Klammern befindlichen Ausdrücke werden (Fig. 10). Jedem dieser Köpfe ist ein erster Schaukelin
folgender Weise erhalten: kreis (bzw. Zrm, Zm und Zcm) zugeordnet, dessen
Der erste Ausdruck Θ' wird vom Umschalter 266 er- Zustandsveränderungen direkt den Magnetisierungszeugt,
der schon bei der Fig. 89 erwähnt und in Fig. 51 Zustandsveränderungen folgen, die im Speicher vom zuschematisch
dargestellt ist, wenn er in die Stellung 50 gehörigen Lesekopf aufgenommen werden, sowie auch
»Zyklus um Zyklus« gebracht wird; in dieser Stellung ist ein oder mehrere zusätzliche Schaukelringe, deren erster
sein Ausgangsleiter nämlich an +30 Volt gelegt; in insbesondere dieselbe Bezeichnung trägt wie der Lesediesem
Falle wird das Rechnen durch Verneinung von kopf und zum Synchronisieren der vom vorausgehenden
G1 am Ende einer Trommelumdrehung unterbrochen. Schaukelkreis erzeugten Impulse mit den Uhrenimpulsen
Wenn hingegen der Umschalter 266 in die Stellung »vor- 55 dient. Der Zr-Kopf dient grundsätzlich nur dazu, die
bestimmtes Intervall« (0-Volt-Anschluß) gebracht wird, Informationen des Z-Speichers während des Rechnens
so wird der Schaukelkreis G1 nur dann verneint, wenn der in Umlauf zu erhalten; in bezug auf den Aufzeichnungs-Ausdruck
H sich nach einer gewissen Anzahl von kopf Z0 weist er dieselbe relative Anordnung auf wie die-Trommelumdrehungen
bewahrheitet, die der Anzahl von jenige, die zwischen dem einzigen Lesekopf und dem
ifo-Zuwächsen entsprechen, die im vorbestimmten Inte- 60 Aufzeichnungskopf irgendeines der anderen vier Ingrationsintervall
enthalten sind. formations- und Adressenspeicher besteht.
Der zweite Ausdruckt wird vom Bejahungsausgang Der Z- und Zc-Kopf sind nach dem Aufzeichnungs-
des Anhalt-Schaukelkreises H (Fig. 53) geliefert, der kopf Z0 (in der Drehrichtung der Trommel) angeordnet,
weiter unten besprochen wird. Der Z-Kopf umfaßt äußer dem Lese-Schaukelkreis Zm
Der dritte Ausdruck Φ' Θ' wird von der Leitung er- 65 und dem Synchronisierungs-Schaukelkreis Z zwei zusätz-
zeugt, die vom Umschalter (Φ -f- Θ) ausgeht, der bei der liehe Schaukelkreise Zn und Z&. Jede vom Schaukel-
Fig. 48 besprochen wurde. kreis Z gegebene Information weist in bezug auf die
Der Anhalt-Schaukelkreis H (Fig. 53) wird hinsieht- gerade in Aufzeichnung begriffene Information eine Ablich
der Rechnungsunterbrechung immer in der nächst- weichung von 63 Perioden auf; jeder der Schaukelfolgenden Periode P28-T^ bejahend, wenn der Ingang- 70 kreise Za und Zb teilt ihr eine zusätzliche Verzögerungs-
periode mit. Die Informationen werden am Ausgang des Z-Schaukelkreises abgenommen, damit das Vorrücken
der Informationen nach rechts durch «positive Präzession « gewährleistet ist; weiter am Ausgang von Za, damit
insbesondere während des Einfüllens und ohne Präzession der Umlauf aufrechterhalten wird; schließlich am
Ausgang von Z&, damit insbesondere die während des
Rechnens nötige »negative Präzession« gewährleistet ist.
Was den Z „-Kopf anbetrifft, so weisen die von seinem
Synchronisierungs-Schaukelkreis Zc abgenommenen Impulse
in bezug auf die Aufzeichnung eine Abweichung von 162 Perioden (5 Integratoren + 2 Perioden) auf, was ihm
insbesondere ermöglicht, die geradzahligen Informationen aufzunehmen, während Z6 die ungeradzahligen Informationen
abtastet, und umgekehrt. Es ist jedoch dem Schaukelkeis Ze unmöglich, direkt die Ubereinstimmungsnetze
der Recheneinheit zu speisen, wie es vom Schaukelkreis Zb getan wird, und daß er zwecks Einholung
der nötigen Informationen gemäß der weiter unten besprochenen Weise mit drei anderen Schaukelkreisen Zf,
Zg, Zh zusammenarbeiten muß.
Die dem Z-Speicher übertragenen Funktionen können also in folgender Weise aufgezählt werden:
— für jeden Integrator die von irgendeinem der anderen
Integratoren (außer dem unmittelbar vorausgehenden Integrator) erzeugten Informationen sowie die
Gesamtheit der von außen kommenden Informationen verfügbar machen;
— die von den Integratoren erzeugten Informationen
(sowie die von außen kommenden Informationen) in zwei Gruppen verteilen, die den geradzahligen bzw. ungeradzahligen
Integratoren (und Eingangsanschlüssen) entsprechen ;
— während des Rechnens diese Informationen regelmäßig pro Uhrenperiode nach der Hintergrenze eines
elementaren Intervalls verschieben (negative Präzession). Zu diesem Zweck genügt es bekanntlich, die Informationen
am Ausgang des dem Lesekopf Z zugeordneten Schaukelkreises Zb abzunehmen, da der tatsächliche Abstand
zwischen diesem Schaukelkreis und dem Aufzeichnungskopf 65 Perioden betrifft, d; h. eine Einheit
mehr als der Wert von zwei ganzen Integratoren;
— die ursprünglichen Stellungen der Informationen bewahren durch periodisches Wiederaufzeichnen in derselben
Stellung, die sie (Null-Präzession) während des Einfahrens der Angaben in die Maschine eingenommen
haben; zu diesem Zweck werden die vom Lesekopf Z abgetasteten Informationen am Ausgang des Schaukelkreises
Za abgenommen, dessen tatsächlicher Abstand in bezug auf den Aufzeichnungskopf 64 Perioden beträgt;
— die Informationen regelmäßig einen Schritt vorrücken (positive Präzession); zu diesem Zweck werden die
Informationen am Ausgang des Schaukelkreises Z abgenommen, dessen tatsächlicher Abstand in bezug auf den
Aufzeichnungskopf 63 Perioden beträgt;
— die in den beiden obenerwähnten Gruppen enthaltenen Informationen gleichzeitig verfügbar machen, wobei
eine dieser Gruppen vom Lesekopf Z mit Hilfe des Schaukelkreises Z6 und gleichzeitig die andere vom Lesekopf Zc
mit Hilfe des Schaukelkreises Z0, der seinerseits von den
Schaukelkreisen Zf, Zg, Z11 unterstützt wird, abgetastet
wird;
— zwischen den Rechenzyklen den wiederholten Leerumlauf der Informationen in bezug auf sich selbst gewährleisten,
und zwar mittels des zusätzlichen Aufzeichnungskopfes Z, der vom Aufzeichnungskopf um 1408 elementare
Intervalle entfernt ist*.
Die gemäß Fig. 54 a zusammengesetzten Fig. 54 b bis 54 i stellen selbst nach Zusammensetzung nur ein stückhaftes
Schema des Z-Speichers dar, dessen vollständige Darstellung in einem genügenden Maßstab hinsichtlich
der Klarheit praktisch unmöglich ist.
Die beiden senkrechten Reihen an der linken Seite der
Fig. 54 b und 54 f definieren die aufeinanderfolgenden Uhrenperioden durch Bezeichnung der Periode P1 bis P32
sowie des Integrators Z24 bis J77 (natürlich in Anmerkung
auf Achter-Grundlage). Diese senkrechten Reihen stellen die Zeitkoordinate dar; sie gehen vom Augenblick P29Z24
einer Trommelumdrehung zum Augenblick P28Z24 der
ίο nachfolgenden Trommelumdrehung: d. h. ein vollständiger
Rechenzyklus. Die waagerechte Linie, die von dem jeder Periode entsprechenden Feld ausgeht, erläutert d*ie
räumliche Anordnung, die im betreffenden Augenblick die Gesamtheit der im Speicher enthaltenen Informationen
aufweist. Diese waagerechten Linien sind so in ebenso viele Felder geteilt, als der magnetische Trommelumfang
Uhrenintervalle enthält, wie es aus der Teilnumerierung hervorgeht, die am oberen Rand der Fig. 54b
bis 54 e entlangläuft und die die Raumkoordinate darstellt.
Die Richtung der Trommelumdrehung geht von.links
nach rechts (Pfeil 217« in Fig. 54 c).
Vom Aufzeichnungskopf ausgehend, dessen Stellungsort in Fig. 54b bei 217 angegeben ist, ist gemäß Fig. 10
der Lesekopf Z in einem Abstand von 62,5 elementaren Intervallen in der Drehrichtung der Trommel zu finden.
Diesem Lesekopf sind bekanntlich vier Schaukelkreise zugeordnet; der erste, Zn, folgt direkt den magnetischen
Zustandsveränderungen auf dem Trommelumfang und befindet sich in bezug auf den Aufzeichnungskopf in einem
tatsächlichen Abstand von 62" elementaren Intervallen; der zweite, Z, gewährleistet die Synchronisierung des aufgenommenen
Impulses mit der darauffolgenden Uhrenperiode, und sein tatsächlicher Abstand in bezug auf den
Aufzeichnungskopf beträgt also 63 elementare Intervalle;
der dritte, Za, und der vierte, Z5, verzögern den Impuls
jeweils um eine Uhrenperiode, und ihre tatsächlichen Abstände in bezug auf den Aufzeichnungskopf betragen
64 und 65 Intervalle. Diese vier dem Lesekppf Z zugeordneten Schaukelkreise sind durch Bezugsbezeichnungen
an den entsprechenden Stellen 227, 228, 229 und 230 der Fig. 54 c angegeben.
Wird dem Trommelumfang immer in der gleichen Richtung (Fig. 10) gefolgt, so ist der Lesekopf Z„ im
Abstand von 161,5 Intervallen aufzufinden. Es wird festgestellt, daß diesem Kopf nur zwei Schaukelkreise zugeordnet
sind, und zwarZCOT, der die magnetischen Zustandsveränderungen
abtastet, und Zc, der die abgetasteten Impulse mit den Uhrenimpulsen synchronisiert.
Infolgedessen ist an den Stellen 161 und 162 der Fig. 54 e die tatsächliche Lage dieser Schaukelkreise durch die
Bezugszahlen 231 und 232 angezeigt. Die Schaukelkreise Z1, Zg, ZÄ sind nicht dargestellt.
Weder der Lesekopf Zr (1408 Perioden vom Aufzeichnungskopf
entfernt, in der Drehrichtung gerechnet) noch der Auslöschkopf sind in den Fig. 54b bis 54i dargestellt.
Jedes Feld, das ein gewisses elementares Intervall auf
dem Trommelumfang sowie eine gewisse elementare Periode der Trommelumdrehung bestimmt, kann eine
Zahl enthalten, die die Information bezeichnet, die in dem Intervall der betreffenden Periode eventuell vorhanden
ist.
Besagte Information ist entweder die von einem gewissen Integrator Ii erzeugte Information, so daß das
entsprechende Feld der Zeichnung dann die entsprechende Oktalzahl« (von 24 bis 77) enthält; oder aber es handelt
sich um eine der zwölf von außen kommenden möglichen Informationen, und das Feld enthält in diesem Falle
die entsprechende Dezimalzahl von 1 bis 12.
Nachdem nun die angenommene Darstellungsweise definiert ist, werden die Vorgänge betrachtet, die wäh-
rend einer tatsächlichen Trommelumdrehung im Z-Speicher
des magnetischen Trommelumfangs stattfinden. Um diese Vorgänge in ihrer Gesamtheit auszudrücken,
kann man eine einzige logische Gleichung niederschreiben,' diejenige nämlich, welche die Aufzeichnung einer elementaren
Information im Z-Speicher ausdrückt. In dieser
Z0= (RD2' + R'D2 + In)P.
82
21/32 -^li 28 ί-"·2
(K2
K3
Q) I21F1'
G (Φ + Q) 1,,F1
G (Φ + Q) 1,,F1
+ P21I32G (Φ + Q) I21F1FJF3' ί,
+ Ζτσ(Φ + Q) + GIi ZαΦ'Q'E'
+ ZGI! 0'Q'E'P^ + Ρ3'2 + Ρ32Φ
nachfolgend dargestellten Gleichung sind alle Symbole außer Z0, das die Aufzeichnung einer Information symbolisiert,
und außer den Symbolen I1 ... i12, welche die
von außen kommenden Informationen bezeichnen, schon definiert worden.
P1120Z\G(0 + Q)
+ K,+ K5' + K6)ZaG(0 + Q)
,'FJF,' h + P21l32G(0 + Q)I25FJFJFJ t2
FJFJ t3 + P2n32G(0 + Q)I25F1 FJFJ t,
h + Ρ*ΐνβ{Φ + Q)I25FJF2 FJt6
h + -P2IZ32G (Φ + ^)I25-Fi F2 FJ ta
h + AiZ32G^ + Q)I25FJFJFJ tio
-Q)I25F1FJFJt12)
GI{E'ZbPJ
+ ZaG'0'Q'
Das erste Glied dieser Gleichung kann folgendermaßen ausgedrückt werden: »Eine Information wird im Z-Speicher aufgezeichnet, wenn ...«. Das zweite Glied umfaßt
einundzwanzig Hauptausdrücke, die nachstehend systematisch analysiert werden.
Der erste Ausdruck bezieht sich auf die Aufzeichnung der i2-Information, die von jedem Integrator während
des Rechnens erzeugt wird.
Der zweite Ausdruck bezieht sich auf die Wiederaufzeichnung mit negativer Präzession einer früheren
^-Information.
Der dritte Ausdruck bezieht sich auf die Wiederaufzeichnung einer äußeren Information ohne Präzession.
Die Ausdrücke vier bis fünfzehn, die in einer Klammer zusammengefaßt sind, beziehen sich auf die Aufzeichnung
der neuen äußeren Informationen.
Der sechzehnte Ausdruck bezieht sich auf die Wiederaufzeichnung der Informationen bei Leerlauf während
des Rechnens.
Der siebzehnte Ausdruck bezieht sich auf die Wiederaufzeichnung bei Leerlauf während des Einfüllens.
Der achtzehnte Ausdruck bezieht sich auf das Wiederaufzeichnen der Informationen mit negativer Präzession
bzw. Verschiebung nach links.
Der neunzehnte Ausdruck bezieht sich auf die Wiederaufzeichnung der Informationen mit positiver Präzession
bzw. Verschiebung nach rechts.
Der zwanzigste Ausdruck bezieht sich auf das »Einfüllen
«, d. h. auf das Einführen einer Information in die Periode P32 irgendeines der Integratoren mittels
der Markierungstaste ε.
Der einundzwanzigste bezieht sich schließlich auf die Wiederaufzeichnung der mittels der vorausgehenden
Operation eingeführten. Ausdrücke.
Nachstehend werden diese Ausdrücke nunmehr im einzelnen beschrieben und analysiert, und zwar in der
Reihenfolge, in der sie während der betreffenden Trommelumdrehung auftreten.
Es sei angenommen, daß zu Beginn dieser Umdrehung der Z-Speicher keinerlei vorausgehende Information
enthält, abgesehen von den von außen kommenden Informationen, die eine ungeradzahlige Ordnungsnummer
tragen und die während des Intervalls P2i/26 des I24-Integrators
aufgezeichnet worden sind; diese Informationen sind bei 1, 3, 5, 7, 9, 11 dargestellt; sie sind gemäß den
Ausdrücken bei tx, ^3 ... ^11 des in Klammern stehenden
Ausdrucks aufgezeichnet worden, während die äußeren Informationen mit geradzahliger Ordnungszahl (Ausdrücke
bei t2, i4 ... t12) während der Periode P2i/26 des
unmittelbar folgenden Sektors I25 aufgezeichnet werden.
Der erste Ausdruck erfordert die gleichzeitige Durchführung von (a) dem Vorhandensein der Periode P32
irgendeines Integrators; (b) dem Bejahungszustand des Abgangs-SchaukelkreisesG; (c) des Niederdrückens der
Taste (0 + Q), die die Rechenanweisung gibt; und (d) nach Wahl einer der drei folgenden Bedingungen:
entweder Vorhandensein eines Vorzeichen-Wechselimpulses im Ä-Speicher und Abwesenheit eines Übertragimpulses
; oder Abwesenheit des Vorzeichen-Wechselimpulses im Ä-Speicher und Anwesenheit eines Übertragimpulses;
oder schließlich Anwesenheit des Integrators I24. Es kann festgestellt werden, daß jede der drei
Bedingungen genügt, um im Laufe einer effektiven Rechnung die Erzeugung einer ^-Information bei P32
hervorzurufen.
Die Information, die gemäß diesem ersten Ausdruck auf diese Weise vom Aufzeichnungskopf des Z-Speichers
in der letzten Periode P32 jedes Integrators aufgezeichnet
wird, ist die vom Integrator erzeugte ^-Information.
Auf diese Weise wird die vom Integrator I24 erzeugte
Information in der Periode P32I21 vom Aufzeichnungskopf
eingetragen, was dadurch dargestellt ist, daß im entsprechenden Feld die (Oktal)-Zahl 24 unter dem
Aufzeichnungskopf 217 in Fig. 4b vermerkt ist.
Bei einer Trommelumdrehung rückt diese Information weiter vor. Das Diagramm enthält bei 218 eine Unterbrechung
bis zur Periode P21I25, wobei die Unterbrechung
also die Perioden P20I25 umfaßt. In der
Periode P21I25 wird die erste äußere, geradzahlige Information
aufgezeichnet, und zwar gemäß dem Ausdruck bei t2 der in Klammern stehenden Formel, was nachstehend
erläutert wird:
Die in Klammern stehende Formel kann folgendermaßen geschrieben werden:
/7^7 + Js^s + /9^9 + Jioho + /11A1 + /i2'i2-
mit:
Jx =
Jx =
G(0 + Q)I2iFJFJFJ
= P21I2iG (Φ
J2 = AiZ32G (Φ + Q)I25FJFJFJ
/3=
J1 =
Λ =
Je =
7ο
7ο
= P21I25
G (Φ+
G (Φ +
= -p
G (Φ+ Θ) I24F1'F2F4'
G (Φ+ Θ) I24F1'F2F4'
= Ρ2
G (Φ + Q)I25F1'F2Ft'
G (Φ + Q)I25F1'F2Ft'
124
= P22I2iGiß + 1
25FXF2'F4'
25FXF2'F4'
55 56
J7 = P21I32G(Φ -\- Θ)I241F1F2F^ In der folgenden Periode P1I27 ist in Fig. 54c fest-
= P2iI2iG (Φ 4- Θ) (g) zustellen, daß die von J24 erzeugte Information den
/8 — P21J32G (Φ -{- Q)I25F1F2F^ Schaukelkreis Z& erreicht hat. Das zweite Glied
= -P24J25G^ + Θ) (h) ρ , „ „ .^ „.
J 9 — 2l/32 \ ~T~ /24 1 2 3
= F26 J24G(Φ + Θ) (i) zeigt jedoch an, daß jede Information, die den Schaukel-
/io = F21/32G^ + O)J25-F1'F2 F3 kreis Z6 während der ersten zwanzig Uhrenperioden
= P25I25G (Φ 4- Θ) (j) irgendeines Integrators erreicht, wieder aufgezeichnet
2&(Φ4- O)I24^F1F2F3 wird, wenn die anderen, dem effektiven Rechnen ent-
= P26I24G (Φ 4- Θ) (k) ίο sprechenden Bedingungen erfüllt sind. Dieser .Schaukel-
(Φ 4- Θ) I25F1F2 F3 kreis Z6 ist derjenige, der die Wieder auf zeichnung mit
= PzelttGfö + S) (1) negativer Präzession bzw. Linksverschiebung gewährleistet;
daher wird auch die Information J24 in der
Die äußeren Informationen werden alle in den Perioden Periode P1 des Integrators J27 aufgezeichnet, während
P21/26 des Integrators J24 bzw. J25 eingeführt, je nachdem 15 sie das vorausgehende Mal in der Periode P32 des Inte-
es sich um ungerad- oder geradzahlige Informationen grators J24 aufgezeichnet worden ist. Es ist ersichtlich,
handelt. In jedem Ausdruck/ definiert das dem Fak- daß die von den beiden benachbarten, geradzahligen
tor P21/32 hinzugefügte F-Produkt (s. Tabelle Fig. 31) Integratoren J24 und J26 ausgegebenen Informationen eine
eine einzige zwischen P21 und P26 befindliche Periode. hinter der anderen liegen.
Der Faktor zeigt an, daß der Ingangsetzungs-Schaukel- 2° Der oben beschriebene Vorgang setzt sich fort, und es
kreisG bejahend ist; der Faktor (Φ 4- Θ) gibt seiner- kann dieser Weiterentwicklung zwischen den Unterbre-
seits an, daß die Rechenanweisung gegeben wurde. drangen 222 und 223 gefolgt werden durch Zusammen-
Im Diagramm ist zwischen den Unterbrechungen 218 setzen der Fig. 54f bis 54i. Die äußeren geradzahligen
und 219 die Aufzeichnung von drei äußeren, aufein- Informationen sind insbesondere gemäß dem dritten
anderfolgenden und geradzahligen Informationen an- 25 Glied in aufeinanderfolgender Weise von P21 bis P26 des
gegeben, nämlich: t2, i4, h>~ zu den Perioden P21, P22, Integrators P2,'wieder aufgezeichnet worden; die von J27
P23 des Integrators J25. erzeugte ^-Information wird gemäß dem ersten Glied bei
Hinter der Unterbrechung 219 setzt sich das Diagramm P32 J27 aufgezeichnet; dann wird die vorher von J25 er-
in der Periode P22I25 fort, in der die neue Ausgangs- zeugte Information gemäß dem zweiten Glied bei P1J30
information des Integrators J25 gemäß dem ersten Aus- 3° neben ihr eingetragen.
druck der Gleichung Z0 aufgezeichnet ist, so wie es Es ist insbesondere die Verteilung der Informationen
schon bezüglich der ife-Information des Integrators J24 in der Periode P32 J77 zu bemerken. Man ersieht, daß
ersichtlich war. einerseits die äußeren geradzahligen Informationen sowie
Nach der folgenden Unterbrechung 220, die vor der die von den geradzahligen Integratoren erzeugten Infor-Periode
P21I26 liegt, wird auf dem Diagramm die Wieder- 35 mationen und andererseits die äußeren ungeradzahligen
aufzeichnung der ersten äußeren, ungeradzahligen Tnf or- Informationen sowie die von den ungeradzahligen Intemation
I1 festgestellt, die vorher in der Periode P21I2i gratoren erzeugten Informationen in zwei unterschiedeingeführt
wurde. Die äußere Information I1 hat nämlich liehen Gruppen aufgezeichnet worden sind. Es ist außerin
diesem Augenblick den Schaukelkreis Za des Lese- dem zu bemerken, daß in jeder Gruppe eine Information
kopfes (229, Fig. 54c) erreicht. 4° fehlt (wobei jedoch der Tatsache Rechnung getragen
Das dritte Glied der allgemeinen Gleichung werden muß, daß die Zahlen, welche die von Integratoren
P P (K 4- K ' 4- K 4- K ' 4- K )Z G^ 4- Θ) kommenden Informationen bezeichnen, nach dem Oktal-
21/32 1/28 V 2 3 4 5 e) ο system aufgestellt sind und infolgedessen nicht die Ziffern
kann folgendermaßen zerlegt werden: Die beiden ersten 8 und 9 enthalten):
P-Faktoren definieren zusammen das Intervall P2i/2S. 4^ Inder Periode P21J24 der nächsten Trommelumdrehung
Die Summe der zwischen Klammern stehenden i£-Glieder ist die aufgezeichnete Information auf dem Diagramm
ist die Verneinung des Produkts K2K3K^K5K6, das mit 1' bezeichnet. Es ist hierbei zu bemerken, daß es
gemäß der in Fig. 42 befindlichen Tabelle der Kombi- sich nicht etwa um eine Wiederaufzeichnung der vorher
nationszustände des i£-Zählers die beiden aufeinander- eingeführten äußeren Information 1, gemäß dem dritten
folgenden Integratoren J24/25 definiert; die in Klammern 5° Glied der allgemeinen Gleichung, vom Schaukelkreis Za
stehende Summe zeigt also an, daß die betreffende aus handelt, sondern um die direkte Aufzeichnung einer
Wiederaufzeichnung (während des Intervalls P2i/28) in neuen äußeren Information durch eine neue Intervention
jedem der Integratoren außer den beiden ersten (die des ersten Gliedes der Klammer. Es wird daran erinnert,
zum ursprünglichen Einführen der besagten äußeren daß das dritte Glied der allgemeinen Gleichung in einer
Informationen bestimmt sind) stattfindet, und zwar im 55 derartigen Form ausgedrückt ist, daß es die Wiederauf-Augenblick,
in dem eine Information den Schaukel- zeichnung von Za aus in den Integratoren J24 und J25
kreisZn des Lesekopfes erreicht; jedoch unter der Be- (Summe der if-Glieder) verhindert,
dingung (wie es die beiden letzten Faktoren zum Aus- Es sind nun noch die sechs letzten Glieder (vom sechdruck bringen), daß der Ingangsetzüngs-Schaukelkreis G zehnten bis zum einundzwanzigsten einschließlich) der bejahend und daß die Rechenanweisung (Φ 4- Θ) ge- 6° allgemeinen Gleichung zu erläutern, deren graphische geben ist. Diese Wiederaufzeichnung setzt sich für die Wirkungsdarstellung im Diagramm der Fig. 54b bis 54i anderen äußeren ungeradzahligen Informationen fort, sich als unmöglich erwiesen hat.
dingung (wie es die beiden letzten Faktoren zum Aus- Es sind nun noch die sechs letzten Glieder (vom sechdruck bringen), daß der Ingangsetzüngs-Schaukelkreis G zehnten bis zum einundzwanzigsten einschließlich) der bejahend und daß die Rechenanweisung (Φ 4- Θ) ge- 6° allgemeinen Gleichung zu erläutern, deren graphische geben ist. Diese Wiederaufzeichnung setzt sich für die Wirkungsdarstellung im Diagramm der Fig. 54b bis 54i anderen äußeren ungeradzahligen Informationen fort, sich als unmöglich erwiesen hat.
und zwar bis zu P26I26, wobei die besagten Informationen Das sechzehnte Glied ZrG' (Φ 4- Θ) gewährleistet den
in demselben Maße, wie sie Za erreichen, sofort ohne Leerumlauf der Informationen zwischen den effektiven
Stellungsverschiebung im Z-Speicher wieder aufgezeichnet 65 Rechenzyklen; G befindet sich da im Verneinungszustand,
werden. und die Anweisung zum Rechnen (Φ 4- Θ = Faktor) ist
Nach der Unterbrechung 221 folgt die Periode P32 des vorhanden; die Informationen werden im Schaukelkreis
Integrators J26, in der bekanntlich die von diesem Inte- des Lesekopfs Zr abgenommen.
grator selbst (gemäß dem ersten Glied der allgemeinen Die Glieder siebzehn, neunzehn, zwanzig und einund-
Gleichung) erzeugte ^-Information aufgezeichnet wird. 7° zwanzig unterscheiden sich von allen vorausgehenden da-
57 58
durch, daß sie das Produkt Φ' Θ' enthalten, das die Ver- gedrückt ist. Durch Niederdrücken irgendeiner der folgen-
neinung von (Φ + Θ) darstellt; dieser letztere Ausdruck, den Tasten: α (»Einfüllendes Y-Speichers«), β (»Einfüllen
der in den sechzehn ersten Gliedern der Gleichung anwe- des Ä-Speichers«), A1 (»Einfüllen des !^-Speichers«),
send ist, begrenzt deren Wirksamkeit für den Fall, in A2 (»Einfüllen des !^-Speichers«) und schließlich δ
dem die Anweisung zum Rechnen durch Niederdrücken 5 (»Rechtsverschiebung«), wird durch das Funktionieren
der Taste (Φ + Θ) gegeben worden wäre. Die vier Glieder der erwähnten Einrück- bzw. Festhaltmechanismen die
hingegen, die nachstehend erläutert werden, beziehen sich Bewahrheitung des vorerwähnten, logischen Produkts
auf das Einfüllen der Maschine, d. h. auf das Einführen hervorgerufen. Wenn also zwecks Bejahung des FaktorsG
von Angaben. die Taste 212 oder 213 betätigt wird, so wird jedesmal im
Das zwanzigste Glied, das P32 Φ'Θ'εΘ geschrieben wird, io gewählten !^Integrator die in Form des »Markierungsist das eigentliche Einfüllglied, welches das Einführen von impulses« eingeführte Information um eine Stelle nach
Informationen zur Periode P32 irgendeines der vierund- rechts verschoben (durch den Z-Faktor hervorgerufene
vierzig Integrationssektoren mittels der Markierungs- positive Präzession). Das Vorhandensein des Faktors P3'2
taste ε ermöglicht. Es ist deshalb nötig, daß die Rechen- verhindert das Einführen eines Markierungsimpulses in
taste (Φ-\-Θ) nicht niedergedrückt worden ist (was das 15 die Periode P32 eines Integrators, wenn dieser Impuls von
Produkt Φ'Θ' ausdrückt, welches Φ-\-Θ verneint), da- der Periode P1 des folgenden Integrators kommt,
gegen aber die Markierungstaste 199 (Fig. 48) nieder- Es ist zu bemerken, daß das Vorhandensein des G-gedrückt wurde (Glied ε). Eine Information wird dann Faktors sowohl in diesem zwanzigsten als auch in den bei P32 aufgezeichnet, wenn der Schaukelkreis G bejaht anderen Gliedern, wo man ihm begegnet, bedeutet, daß ist, d. h. am Ende des ersten Integrators J24, der auf die 20 eine der Tasten 212 (0) oder 213 (1), so wie schon erwähnt, Bejahung von G1 folgt, welche durch Niederdrücken der niedergedrückt worden ist. Ebenfalls ist zu bemerken, Taste 212 oder 213 hervorgerufen wurde. Wie weiter daß, nachdem der Schaukelkreis G nur während einer festgestellt werden kann, kann diese Information dann Trommelumdrehung bejahend bleibt, durch das Niedermittels des neunzehnten Gliedes in den R-, Y-, L1- oder drücken einer der Tasten 0 oder 1 die gewählte Informa-L2-Speicher jedes gewählten Sektors eingeführt werden. 25 tion nur um eine Stelle verschoben wird (da bei der
gegen aber die Markierungstaste 199 (Fig. 48) nieder- Es ist zu bemerken, daß das Vorhandensein des G-gedrückt wurde (Glied ε). Eine Information wird dann Faktors sowohl in diesem zwanzigsten als auch in den bei P32 aufgezeichnet, wenn der Schaukelkreis G bejaht anderen Gliedern, wo man ihm begegnet, bedeutet, daß ist, d. h. am Ende des ersten Integrators J24, der auf die 20 eine der Tasten 212 (0) oder 213 (1), so wie schon erwähnt, Bejahung von G1 folgt, welche durch Niederdrücken der niedergedrückt worden ist. Ebenfalls ist zu bemerken, Taste 212 oder 213 hervorgerufen wurde. Wie weiter daß, nachdem der Schaukelkreis G nur während einer festgestellt werden kann, kann diese Information dann Trommelumdrehung bejahend bleibt, durch das Niedermittels des neunzehnten Gliedes in den R-, Y-, L1- oder drücken einer der Tasten 0 oder 1 die gewählte Informa-L2-Speicher jedes gewählten Sektors eingeführt werden. 25 tion nur um eine Stelle verschoben wird (da bei der
Es ist zu bemerken, daß, wenn das zwanzigste Glied nächsten Trommelumdrehung der Schaukelkreis G den
bejaht ist, alle anderen Glieder der allgemeinen Gleichung Verneinungszustand annimmt, wodurch er die Gleichung
notwendigerweise verneint sind, da das zwanzigste Glied verneint). Soll eine Information um mehrere Stellen ver-
die Verneinung von (Φ-\-Θ), von ε' und von G' in sich schoben werden, so müssen die Tasten 0 oder 1 jedesmal
schließt. Es kann also keine andere Information während 30 von neuem niedergedrückt werden.
des Einführens der Informationen in der Stelle P32 auf- Das achtzehnte Glied GlijS1Zi1P1' ermöglicht schließgezeichnet
werden. lieh mittels der Taste γ (Fig. 48) und durch Benutzung
Das einundzwanzigste GliedZG'Φ'Θ' gewährleistet die der »negativen Präzessions«-Eigenschaft des Schaukel-Wiederaufzeichnung
ohne Verschiebung (Za) der »Mar- kreises Zi, die »Linksverschiebung« der Informationen,
kierungsimpulse«, die gemäß dem vorhergehenden Glied 35 Der Faktor P1' verhindert die Aufzeichnung des Marmittels
der Markierungstaste eingeführt worden sind und kierungsimpulses in der Periode P1 eines Integrators,
die inzwischen durch Vorbeigehen vor dem Auslöschkopf wenn besagter Impuls von der Periode P32 des vorherbeseitigt
wurden. gehenden Integrators kommt.
Das siebzehnte Glied £Γ/Ζ<,Φ'(9'ε' gewährleistet die
Wiederaufzeichnung der Informationen bei Leerumlauf ^ Das ^sche Netz des Z-Kanals
während des Einfüllens, wenn die Markierungstaste ε Die logische Gleichung, die soeben erläutert wurde, wird
nicht niedergedrückt ist; es erfordert, daß- der Schaukel- durch das logische Netz der Fig. 55 verkörpert. Die ver-
kreis G bejahend ist (Betätigung der Taste 212 oder 213) schiedenen Bestandteile dieses Netzes können mit den
und daß auch der Vorschlag L/ bejahend ist (kein Inte- entsprechenden Gliedern der logischen Gleichung des
grator ist mittels der Tasten 264 gewählt). Diese Über- 45 Z-Speichers, zu deren Verkörperung sie dienen, identifi-
tragung wird ohne Verschiebung (Ausdruck Za) durch- ziert werden.
geführt. Die mit römischen Ziffern bezeichneten Linien zeigen
Das neunzehnte Glied GIZy'Φ'Θ'ε'P3'2 dient zum die Verbindungen mit anderen Netzen an, die weiter
Einführen im gewünschten R-, Y-, L1- oder L2-Speicher unten erklärt werden,
jedes mittels der Wählertasten 264 gewählten Integrators 50
Ii, der vorher (zwanzigstes Glied) bei P32 J24 des Z-Spei- Scheidespeicher L1 und L2
chers in Form des »Markierungsimpulses« eingeführten Die logischen Gleichungen, welche die Aufzeichnung
Information. Aus Fig. 48 geht hervor, daß das Produkt einer Information in einem der beiden Speicher bestim-
γ'φ'Θ'ε' sich bewahrheitet, wenn die Taste γ nicht nieder- men, sind folgende:
L10 = L1 (G' + Φ'Θ'ε + A1') + XX1S' GZ11I1 + L1A1S' (Z1,' + J«')
L20 = L2 (G' + Φ'Θ'ε' + A2') + XV GZaIt + L2A2S1 (Ζα' + W)
L20 = L2 (G' + Φ'Θ'ε' + A2') + XV GZaIt + L2A2S1 (Ζα' + W)
Da diese beiden Gleichungen eine identische Form daß Φ'Θ' bestätigt und der Schaukelkreis G stets veraufweisen,
genügt es, die erste davon zu analysieren. 60 neint ist (s. dessen negative Gleichung og); in diesem.
Das erste und dritte Glied enthalten beide das Produkt Fall ist also der Ausdruck L1G' mit der Aufrechterhaltung
X1S1, welches durch Niederdrücken der Taste A1 (Fig. 48) des Umlaufs der Adresseninformationen beauftragt,
bejaht wird, wobei dieses Produkt die Aufzeichnungs- Das Vorhandensein des dritten Teilausdrucks L1 Φ'Θ'ε
folge von Informationsadressen im Scheidespeicher aus- wird durch folgende Überlegung notwendig gemacht:
drückt. Das erste Glied zerfällt in drei Bestandteile: 65 Wenn die A^Taste. niedergedrückt worden ist, so muß es
Der Ausdruck L1X1 gewährleistet die Wieder auf zeichnung weiter möglich bleiben, den Markierungsimpuls in den
in jedem Fall, wo die Einfülltaste A1 des Li-Speichers Z-Speicher einzuführen, ohne die im Lx-Speicher an-
nicht niedergedrückt ist. wesenden Informationen zu zerstören oder zu verändern.
Ist diese Taste niedergedrückt, so befindet sich die Bekanntlich verneint jedoch die Einführung eines Mar-
Taste (Φ + Θ) notwendigerweise in Hochstellung, so 70 kierungsimpulses den Schaukelkreis G während einer
Trommelumdrehung. Das Vorhandensein des Ausdrucks
X1 Φ' Θ' ε beseitigt nun diese Schwierigkeit durch Gewährleistung
der Bejahung von L10 beim Niederdrücken der Markierungstaste ε. Andererseits verhindert während des
Einführens des Markierungsimpulses in den Z-Speicher das Vorhandensein des e'-Faktors im zweiten Glied der
Gleichung j ede Veränderung der im Lj-Speicher enthaltenen
Informationen.
Wenn die Taste X1 niedergedrückt ist und sich die
Markierungstaste ε in Hochstellung befindet, wodurch der Vorschlag ε' bejaht wird, so hat das Niederdrücken
der 0- oder ler Taste zur Folge, daß eine 0 bzw. eine 1 in derjenigen Uhrenperiode in den Lj-Speicher eingeführt
wird, in der ein Markierungsimpuls im Schaukelkreis Za
des Z-Speichers erscheint. Dieses Ergebnis wird folgendermaßen erreicht:
Das Niederdrücken der einen oder anderen Taste 212 (0) bzw. 213 (1) der Fig. 52 macht den Schaukelkreis G
während einer Trommelumdrehung bejahend. Während der Vorschläge bejaht ist, wird die Wiederaufzeichnung
aller Informationen des I^-Speichers durch den Ausdruck
L1 X1 ε' (Za +Ii') gewährleistet, außer in der einzigen
Uhrenperiode, während der der Vorschlag Z«Ii bejaht ist
(da ja Za' -f Ii die Verneinung von ZaIt darstellt). In
dieser besonderen Periode wird eine 1 aufgezeichnet, wenn die Taste 213 niedergedrückt ist, da das Niederdrücken
dieser Taste den Vorschlag X bejahend macht (s. Fig. 52), und die Aufzeichnung einer 1 er-Information wird durch
den Ausdruck XX1E1GZaIi bestimmt. Wird jedoch die
den Vorschlag X verneinende Taste 212 niedergedrückt, so würde zu dieser Periode eine O-Information aufgezeichnet.
Nach jeder Trommelumdrehung, während welcher eine Ziffer eingeführt wurde, wird der Vorschlag G'
wieder bejahend, so daß alle im LrSpeicher enthaltenen Informationen zufolge des Ausdrucks L1G' erhalten
bleiben.
Die obigen Erläuterungen sind auf die Gleichung von L2 anwendbar.
Start- bzw. Abgangs-Schaukelkreis
Bevor auf die Beschreibung der Y- und i?-Speicher eingegangen wird, ist es zweckmäßig, den Abgangs- bzw.
Start-Schaukelkreis 5 zu erläutern, der jeden Rechenzyklus in Gang bringt. Die wesentliche Aufgabe dieses
Kreises besteht darin, die Länge der Zahl zu bestimmen, die im Y-Speicher jedes Integrators erscheint.
Die schematische Darstellung dieses Schaukelkreises befindet sich in Fig. 56, in der auch seine logischen
Gleichungen widergegeben sind.
Der erste im Y-Speicher des Integrators erscheinende Impuls bildet den Startimpuls; er versetzt den Schaukelkreis
S in seinen Bejahungszustand. Dies wird durch die logische Gleichung seines Bejahungseingangs s = YS'C
zum Ausdruck gebracht. Diese Gleichung besagt nämlich, daß, wenn der Start-Schaukelkreis im Verneinungszustand
ist, im Augenblick, in dem der erste Impuls im Y-Speicher des Integrators erscheint, der entsprechende
Uhrenimpuls den Schaukelkreis bejaht.
Die Verneinungsgleichung geht aus folgender Betrachtung hervor: Alle während des Rechnens bezüglich
der Y- und Ä-Zahlen durchgeführten Operationen müssen
ausschließlich während des Bejahungszustandes des 5-Schaukelkreises stattfinden. Es ist daher nötig, daß
derselbe vor dem tatsächlichen Ende des betreffenden Integrators nicht verneint wird. Die Verneinungsgleichung
des Kreises ist os = (F3 + I24)F2F41F5C. Sie bringt zum
Ausdruck, daß die Verneinung des Kreises zu den beiden Perioden P31 und P33 irgendeines Integrators oder zu
den vier Perioden P27, P28, P31 und P32 bezüglich des
/24-Integrators (s. Fig. 31) stattfinden kann. Es ist er-
sichtlich, daß der erste Integrator Z24 eine um vier Uhrenperioden
kürzere Nutzdauer besitzt als die anderen Inte- ■ gratoren; der Grund wird weiter unten erläutert.
Y-Kanal
Die logische Gleichung, die das Aufzeichnen von Informationen in diesem Speicher bestimmt, ist folgende:
Y0 = (YB1D1 + YB1O1' + Y'B1D1' + Y1B1O1)
SG(0 +0) + YS'(Φ +Θ) + Y(G' + Φ'Θ'ε)
+ Xae'GZalt + Υαε'(Ζα' + I1') + Ya' Φ'Θ'ε'.
Das erste Hauptglied drückt vier Möglichkeiten aus bezüglich des Aufzeichnens einer Information während
des Rechnens (Faktor Φ + Θ), wenn die Start- und Ingangsetzungs-Schaukelkreise
S bzw. G beide bejahend sind. Diese vier Möglichkeiten, die durch die vier in
Klammern befindlichen Ausdrücke des Polynoms dargestellt sind, werden durch den Additionszähler Y -j- ^ dy
verwirklicht und werden weiter unten noch näher erläutert.
Das zweite Glied YS' (Φ + Θ) bestimmt das Wiederaufzeichnen
der Y-Informationen, während der Start-Schaukelkreis 5 im Verneinungszustand ist und während
die »Rechen«--Taste niedergedrückt wird. Da die
Gleichung, welche den Schaukelkreis S in seinen Bejahungszustand versetzt, s= YS'C (Fig. 56) ist, ergibt
sich, daß obiges Glied tatsächlich die Wiederaufzeichnung gewährleistet.
Das dritte, vierte und fünfte Glied ist den drei Gliedern der L1- und L2-Adressenspeicher ähnlich.
In bezug auf das dritte Glied Y(G' +Φ'Θ'ε) ist zu
bemerken, daß das Produkt YG' die Aufrechterhaltung des Umlaufs der Y-Informationen gewährleistet, wenn
die Einfülltaste α niedergedrückt ist, da der G-Schaukelkreis dann bekanntlich stets verneint ist.
In bezug auf das Produkt YΦ'Θ'ε ist es nötig, daß,
wenn die Einfülltaste α des Y-Speichers niedergedrückt wurde, Markierungsimpulse in den Z-Speicher eingeführt
werden können, ohne die im Y-Speicher enthaltenen Informationen zu zerstören oder zu verändern. Während
der Trommelumdrehung, in deren Verlauf ein Markierungsimpuls in den Z-Speicher eingeführt wird, nimmt
der Schaukelkreis G seinen Bejahungszustand an. In diesem Augenblick gewährleistet der Ausdruck YΦ'Θ'ε
die Aufrechterhaltung des Umlaufs der Informationen des Y-Speichers.
Das fünfte Glied Υαε'(Ζα' + /') hat folgende Bedeutung:
Wenn die Einfülltaste α des Y-Speichers niedergedrückt wird (αε'), und zwar kein Niederdrücken einer der beiden
Tasten 212 oder 213, so wird die entsprechende 0- bzw. ler Information in den Y-Speicher des gewählten
!«-Integrators zu derjenigen Uhrenperiode eingeführt, zu
der ein Markierungsimpuls im Schaukelkreis Za erscheint.
Es können die Erläuterungen wiederholt werden, die in bezug auf das gleichförmige Glied der Gleichung von L10
gegeben wurden. Das Niederdrücken einer der beiden Tasten 212 oder 213 versetzt den Schaukelkreis G während
einer Trommelumdrehung in den Bejahungszustand.
Während der Vorschlag G bejaht ist, wird der Umlauf
aller Informationen des Y-Speichers durch das Glied Υαε'
(Za' + Ii) gewährleistet, außer in der einzigen Periode,
während der der Vorschlag Zah bejaht ist. In dieser
letzteren Periode wird die Information 1 aufgezeichnet, wenn gemäß dem Glied Xa^GZaIi die Taste 213 nieder- gedrückt
wird, da die Betätigung dieser Taste den Schaukelkreis X bejahend macht. Wird jedoch die
Taste 212 niedergedrückt, die den Vorschlag X verneint, so wird in derselben Periode eine 0-Information aufgezeichnet.
Nach jeder Trommelumdrehung, während
welcher eine Information eingeführt wurde, wird der VorschlagG'
wieder bejahend, so daß alle im Y-Speicher enthaltenen Informationen durch den Ausdruck YG' erhalten
bleiben.
Das letzte Glied Υα'Φ'Θ'ε' schließlich gewährleistet
die Wiederaufzeichnung im Y-Speicher, während man Informationen in irgendeinen anderen Speicher des
magnetischen Trommelumfangs einführt, wobei die Taste α sowie die Rechentaste sich in Hochstellung befinden
(was α'Φ'Θ'ε' bestätigt).
nt . ,
nt . ,
Die Gleichung, welche die Einführung einer Information
in diesen Speicher bestimmt, ist folgende:
R =OSG{0 4- Θ) + RS'(Φ 4-Θ) +R(G' 4- Φ'Θ'ε)
+ Xße'GzJlt + Rße'(Za' + /,') + Rß'V&e'.
Es ist erkennbar, daß die Form mit derjenigen der Y0-Gleichung identisch ist, wobei jedoch R für Y,
β (»Einfüllen des Ä-Speichers«) für α und Q für den
ersten viergliedrigen Polynom der Y0-Gleichung eingesetzt
ist. Dieser Faktor wird weiter unten erläutert.
Logisches Netz der L1-, L2-, Y- und 2?-Speicher
Die obigen logischen Gleichungen dieser vier Speicher werden mittels eines gemeinsamen Diodennetzes verkörpert,
das in Fig. 57 schematisch dargestellt ist. Es ist zu bemerken, daß bestimmte Dioden dieses Netzes
vielfache Funktionen erfüllen, indem sie Netzen angehören, die sich auf zwei oder mehr Gleichungen beziehen;
diese Teilnetze wirken durch »zeitliches Anteilnehmen«.
Das im Rahmen 234a eingeschlossene Multiplikationsnetz
Gdt· (Φ + Θ) ist dem Netz der Fig. 57 sowie demjenigen
von Fig. 55 gemeinsam angehörig. Die römische Ziffer II zeigt die Verbindung zwischen diesen beiden
Netzen an.
Der Index Dr, den die Bezeichnung eines der Faktoren dieses Netzes aufweist und dem man auch an anderen
Stellen begegnet, bedeutet, daß dieser Faktor am Ausgang eines Operationskreises genommen ist. Vom Standpunkt
der Wirkungsweise aus kann diese Angabe vernachlässigt werden.
Hilfs-Schaukelkreise des Z-Speichers
Der Z-Speicher besitzt zwei während des Rechnens benutzte Haupt-Leseköpfe Z6 und Z0. Wie schon erwähnt,
sind dem ersteren mehrere Schaukelkreise zugeordnet, die dem Z-Speicher eine veränderliche, effektive
Länge verschaffen und von denen nur der letzte, der Zb
genannt wird, für die eigentlichen Rechenoperationen in Anwendung kommt. Dem zweiten ist der Schaukelkreis
Z0 zugeordnet. Aus Fig. 54a bis 54i ist ersichtlich, daß der Schaukelkreis Z& diejenigen Informationen aufnimmt,
die zwei Integratoren und eine Uhrenperiode früher aufgezeichnet worden sind, während der Schaukelkreis
Z0 diejenigen Informationen aufnimmt, die fünf Integratoren plus zwei Uhrenperioden vorher aufgezeichnet
worden sind.
Es ist schon auf die Tatsache, die nachfolgend näher erläutert wird, aufmerksam gemacht worden, daß die
vom Sende-Integrator /# erzeugte ^-Information hinsichtlich
des Einführens in den Y-Speicher eines Empfänger-Integrators Im im Z-Speicher während der Dauer
des /m-j-Integrators abgetastet werden muß, d. h. also
während unter dem Aufzeichnungskopf Z0 der dem Empfangs-Integrator unmittelbar vorausgehende Integrator
vorbeigeht.
Es wird nun gezeigt, daß sich diese Bedingung für gewisse Sende-Integratoren, insbesondere für die Integratoren
/m-2, Im-3, Ims niemals darbieten würde,
wenn nicht ein besonderer Kunstgriff vorgesehen wäre.
In Fig. 58 stellt die obere Rechtecksreihe 226 die Inte-
gratorfolge dem magnetischen Trommelumfang entlang dar, dessen Drehrichtung durch den Pfeil 217a angegeben
Das Band 226« stellt schematisch den Z-Speicher dar,
und zwar genau in dem Augenblick tlt in dem der bei 217
dargestellte Aufzeichnungskopf Z0 von der Periode P32
des Integrators/m_2 in die Periode P1 des Integrators
Im-X übergeht. Verschiedene Elementar-Intervalle
des Z-Speichers, welche die von den verschiedenen Sende-Integratoren erzeugten dz-Ausgangsinformationen enthalten,
werden durch die kleinen Rechtecke wie 226δ scaematisch dargestellt, deren jedes durch den Index,
fie Z'B· ^2) ^w., des Sende-Integrators, dessen Informationen
es weiterleitet, feststellbar ist. Die beiden Schaukelkreise Z& und Z0 sind bei 230 und 232 an ihren
Stellungen angegeben, und zwar der erste 65 und der zweite 172 Perioden vom Aufzeichnungskopf entfernt.
Damit eine der ^-Informationen, wie etwa (m-2), den
Empfangs-Integrator erreicht, der Im genannt ist, ist es
nötig und auch genügend, daß sie von einem der Schaukelkrdse z& oder
Zc aufgenommen wird>
während unter dem Aufzeichnungskopf Z0 der !„j-j-Integrator vorbeigeht,
d. h. also während des Zeitintervalls (das 32 Perioden entspricht), welches auf den Augenblick I1 folgt, bezüglieh
dessen die Fig. 58 gezeichnet wurde.
Bei aufmerksamer Betrachtung der Figur ist festzustellen, daß die erste Information, die den Schaukelkreis
Z& zu der Periode P1In^1 erreicht (d. h. im Augenblick,
in dem das so bezeichnete Elementar-Intervall unter dem Kopf Z0 vorbeigeht), die Information (m-A)
ist; in gleicher Weise werden alle nachfolgenden Informationen der gleichen Gruppe: (m-6), (m-lO)... (m-52)
(da die Gesamtzahl der Integratoren 44 ist, was im oktalen Zahlensystem 54 ergibt), den Schaukelkreis Z& betätigen,
bevor der Integrator Im-X vollkommen unter
dem Kopf Z0 vorbeigegangen ist. In dieser Gruppe ist infolgedessen die Information (m-2) und nur sie allein
für den betreffenden Empfangs-Integrator Im unerreichbar.
In bezug auf den Schaukelkreis Z0 ist festzustellen,
^1 die, er^e Information, die diesen Schaukelkreis er-
reicht, (m-7) ist, auf die (m-9) ... (m-53) folgt, und daß,
die Informationen (m-i), (m-3) und (m-5) folglich für
den Empfangs-Integrator unerreichbar sind.
Außer der Information (m-i), für die im beschriebenen
Beispiel kein besonderes Mittel vorgesehen ist, was ihre Einführung in den Y-Speicher eines Empfangs-Integrators
anbetrifft, werden alle anderen fehlenden Informationen, nämlich (m-2), (m-3) und (m-5), für den
Empfangs-Integrator mittels folgenden Kunstgriffs erreichbar gemacht:
Es wird festgestellt, daß, auf den Schaukelkreis Z0 bezogen,
die Information (m-7) zu der Periode P2In^1
und die nachfolgenden Informationen der Gruppe zu den aufeinanderfolgenden Perioden P3, P4 ... des Im^1-Integrators
abgetastet werden, wobei die letzte Information der Gruppe, nämlich (m-53), zu der Periode P20 aufgenommen
wird. Es werden nun drei Hilfs-Schaukelkreise Zf, Z9 und ZÄ vorgesehen, deren logische Eingangsnetze
so ausgebildet sind, daß während der ganzen Dauer des /m_-,-Integratörs der erste Schaukelkreis Z/ einen der
«"^-Information von Jm_2, der zweite, Zg, einen der dz-lnformation
von Jm-3 und der dritte, Zn, (während der
ersten Periode von Im-^) einen der ^-Information von
Im-s entsprechenden Zustand annimmt. Dann werden
die Ausgänge der vier Schaukelkreise Z0, Zf, Z3 und Zj4
in einen Operationskreis Zj geleitet, nachdem sie in einem
logischen Netz kombiniert worden sind, und zwar gemäß der Gleichung
7, P 7. J_ P 7.. _l_ P 7 _|_/p _|_ Ρ ι ~p y 7
^5 — ■*- X^h \^ x 21 7 T 22 9" T^ V 1 I^ M 21 T^ 22/ C·
Auf diese Weise entspricht der Ausgangsfaktor des Operationskreises Zf dem Zustand von Zj1 zur Periode P1,
dem Zustand von Z/ zur Periode P21, dem Zustand von Zg zur Periode P22 und dem Zustand von Zc während
aller anderen Perioden des Integrators. Dieser Operationskreis macht also tatsächlich für die Recheneinheitskreise J
alle Informationen (m-3), (m-5), (m-7), (m-9)... einer der beiden Gruppen (gerad- oder ungeradzahlig gemäß
der Parität von m) verfügbar, außer (m-1), und weiterhin
macht er auch die Information (m-2) der anderen Gruppe verfügbar, deren andere Informationen vom Schaukelkreis
Zj) geliefert werden. Die Informationen werden also
vom Operationskreis Zf in nachstehender Reihenfolge ausgegeben:
| Periode des Integrators |
ife-Information, die von Zj ausgegeben wird |
Schaukelkreis, von dem die Information abgetastet wurde |
|
P1
P2 P3 P^o p*. P<2S, |
(m-5) (m-7) (m-11) (m-53) (m-2) (m-3) |
Zn
zc ζ« Zf zg |
zf = (RD2' + R'D2 + J24) P
Z (RD RD') IP (
Z (RD RD') IP (
0)GC
Auf diese Weise wird es möglich, in den Speicher Y eines jeden Integrators die Informationen dz einzuführen,
die von irgendeinem der anderen Integratoren der Maschine mit Ausnahme des unmittelbar vorhergehenden
Integrators erzeugt worden sind.
Jetzt soll nun die Einrichtung der Schaukelkreise Zf,
Zg und Zh näher betrachtet werden. Die Serien von Rechtecken
226 c, 226 a", 226 e stellen in der Fig. 58 die Zustände
dar, die diese drei betreffenden Schaukelkreise nacheinander einnehmen sollen. Der Schaukelkreis Zf behält
während der ganzen Zeit, während welcher der Integrator Im-i vor dem Kopf Z0 wandert, den Zustand (m-2)
bei, welcher der Information dz von Im-2 entspricht,
während der Schaukelkreis Zg im Zustand (m-3) verbleibt
; der Schaukelkreis Zh verbleibt im Zustand (m-3)
nur bis zu Ende der Periode P1 von /m-x, worauf er dann
den Zustand (m-A) einnimmt, den er bis zu Ende der Periode P1Ijn beibehält. Hierbei tritt eine Phasenverschiebung
der Rechtecke 226 e gegenüber den Rechtecken 226c und 226i auf, die einer Elementarperiode
nach links entspricht.
Zu diesem Zweck soll der Schaukelkreis Zf während der
effektiven Berechnungen durch die Sendung einer Information 1 während der Periode P32 eines jeden Integrators,
die dem dz des letzteren entspricht, während er in allen anderen Fällen verneint werden soll. Seine Eintrittsgleichungen sind somit
zf = (RD2' + R'D2 + J24) P32 (0 + 0)
0Zf = (RD2 + RD2') I21P32 (Φ + 9)GC.
Die bejahende Gleichung Z3. ist bis auf den Faktor C
mit dem ersten Glied der vorher erläuterten Gleichung Z0
identisch.
Der Schaukelkreis Zg -steht während der Periode P32
eines jeden Integrators in dem Zustand, den der Schaukelkreis Zf soeben verlassen hat (und der somit der Zustand
ist, welcher der Information m-3 entspricht, wenn Zf
soeben den m-2 entsprechenden Zustand eingenommen hat). Diese Gleichungen sind folgende:
Endlich soll der Schaukelkreis Zh am Ende der Periode
P1 bejaht werden, wenn der Schaukelkreis Zb in diesem
Augenblick bejahend ist, während er im entgegengesetzten Fall während derselben Periode verneint werden soll.
Da der Schaukelkreis Zb in der Periode P1 die Information
(w-4) erhält (s. die Reihe 226«, Fig. 58), so wird der
Schaukelkreis Zh bis zum Ende der Periode P1 des Integrators
/m-i den Zustand beibehalten, der während des
vorhergehenden Integrators derjenige des' Schaukelkreises Z„ war, d. h. den Zustand, welcher der Information
(m-5) entspricht, die gerade gesucht wird. Die Gleichungen von Zh werden somit wie folgt geschrieben:
zh = P1Z11C oder zh = F1'F2'F3'F4'F6'ZbC
A = P1Z^C oder ozh = F1'F2'F3'F1'F5'Zt'C.
A = P1Z^C oder ozh = F1'F2'F3'F1'F5'Zt'C.
Entsprechend dem Vorhergesagten werden die Ausgangsfaktoren der vier Schaukelkreise Z0, Zf, Zg, Zh (nach
dem. üblichen Verfahren) durch Vermittlung eines komplementären Operationskreises Z/ mittels eines logischen
Gleichungsnetzes
Z, = F1'F2'F3'F,'F5'Z h + F1' F2' F3' F4' F5' Zf
F1' F2' F3' F4' F6'Z 9
(F1 + F3 + F6) Zc
= ΡχΖη + P<lxZf + P2
F2
(F3' + F5
>Zg + (P1 + P21 + P22)'Z c
in einen Operationskreis Z3- eingeführt.
Die den drei Hilfsschaukelkreisen Zt, Zg, ZÄ entsprechenden
logischen Gleichungen sowie die für die Operationskreise Z3', Z3- bestimmte Kombinationsgleichung
werden mittels eines einzigen iri der Fig. 59 dargestellten baumartigen logischen Netzes durchgeführt.
Dieses Netz fügt sich an dasjenige der Fig. 55 in der durch die diesen beiden Figuren gemeinsamen römischen
Zahlen definierten Weise.
In bezug auf die Fig. 20 war ersichtlich, daß zwei dy-Zähler vorgesehen sind, die mit 128 bzw. 129 bezeichnet
und mit den Scheide- oder Adressenspeichern L2 und L1
verbunden sind. Diese beiden Zähler sind identisch. Der Zähler 129 soll die durch den Operationskreis Z3- gelieferte
Information jedesmal identifizieren, wenn diese Information in dem Scheidespeicher L1 enthaltenen 1 zusammenfällt
; desgleichen soll der Zähler 129 die durch den Schaukelkreis Z6 gelieferte Information jedesmal identifizieren,
wenn sie mit einer im Speicher L2 enthaltenen 1 zusammenfällt.
Die so identifizierten Informationen werden dann (im Additionszähler 130, der in dem beschriebenen Ausführungsbeispiel
aus einem einfachen, durch einen Übertragschaukelkreis unterstützten logischen Netz besteht)
algebraisch addiert, und deren algebraische Summe wird in die Registriervorrichtung 131 für die dy eingeführt.
Die in der Fig. 20 dargestellten Kongruenzregistriervorrichtungen 126, 127 bestehen ebenfalls in dem beschriebenen
Ausführungsbeispiel aus einfachen logischen Netzen. ■
Ein jeder der Zähler 128 und 129 besteht dagegen aus
einem wirklichen binären vierstufigen Zähler von einer Bauart, die zur Durchführung von Additionen und Subtraktionen
laufend verwendet wird. Während der Dauer eines jeden Integrators Im-1 erhält er die Informationen,
die durch alle diejenigen Integratoren erzeugt wurden, die infolge der vorherigen Einstellung der Maschine
gegenüber dem Integrator Im, der unmittelbar nach dem
im Laufe der Registrierung befindlichen Integrator /m-x
kommt, als' Absender-Integratoren wirken sollen; er speichert die algebraische Summe auf, welche die Summe
dieser Informationen darstellt und eine Zahl sein kann, die in dem beschriebenen Ausführungsbeispiel zwischen
+7 und +8 schwanken kann; alsdann überträgt er diese
Zahl in fortlaufender oder abgestufter Weise auf die Registriervorrichtung 131, um den Wert der im Empfänger-Integrator
In enthaltenen Zahl Y zu ändern.
■Mit anderen Worten: Die vorherige Einstellung, die
nötig ist, damit die durch einen oder mehrere Integratoren erzeugten Informationen an einen gewählten Empfänger-Integrator
Im gesandt werden, besteht in der Einführung
einer 1 in jede der geeigneten Perioden L1 oder
L2, je nach dem Fall des Integrators Im-\, in welchen
Perioden die durch die gewünschten Absender-Integratoren erzeugten Informationen entweder vom Lesekopf
Z0 oder vom Kopf Z0 erhalten werden, um am Ausgang
des Schaukelkreises Zh, wenn es sich um. den Speicher L2 bzw. am Ausgang des Schaukelkreises Z1,
wenn es sich um den Speicher L1 handelt, zu erscheinen.
Die Bestimmung dieser geeigneten Perioden von L1 in L2
erfolgt entsprechend der im vorhergehenden Kapitel angegebenen Methode, die unter Bezugnahme auf die
Fig. 88 a bis 88 b weiter unten näher beschrieben werden soll.
Der Zähler 129 (oder 128) besitzt vier Schaukelkreisstufen
A1, A2, A3, A1 (s. Fig. 61). Die drei ersten bilden
die eigentlichen Zählerstufen, wobei die Stufe Ai dazu
dient, das algebraische Zeichen der Zahl zu bestimmen, deren absoluter Wert durch die drei ersten Stufen bestimmt
wird. Die Tabelle, der Fig. 60 zeigt die Kombinationszustände der vier Stufen, die die sechzehn Zahlen
(von —8 bis +7) darstellen (Dezimalzählung), die der betreffende Zähler zu zählen haben kann. Für jede der
nicht negativen Zahlen von 0 bis +7 zeigt die Stufe A^
0 und die Gesamtzahl der drei anderen Stufen die entsprechende Zahl von 0 bis 7, die in ihrer binären Form
ausgedrückt wird. Für jede der negativen Zahlen von —1 bis —8 zeigt die Stufe I die Zahl 1, während die Gesamtzahl
der drei anderen Zahlen die eine der binären Zahlen zeigt, die den Dezimalen von 7 bis 0 entsprechen. So
wird —1 durch den Zustand des Zählers dargestellt, in welchem jede seiner drei Stufen 1 zeigt. Der Zähler 129
(bzw. 128) nimmt jedesmal um +1 zu, wenn im Laufe des Intervalls P1I2S eines jeden Integrators die Information
+1 im Speicher L1 vorhanden ist, was sich durch den bejahenden Zustand des· Schaukelkreises L1 äußert;
desgleichen nimmt die durch denselben Zähler dargestellte Zahl jedesmal um -|-1 ab, wenn die Information —1 im
Laufe desselben Intervalls im Speicher L1 erscheint, was
durch den negativen Zustand des Schaukelkreises L1 angegeben
wird. Der erste Fall bedeutet, daß die Information, die durch denjenigen Integrator erzeugt wird, dessen
Information durch die in Betracht kommende Periode des Speichers L1 gefördert wird, +1 beträgt (der Satz Z3-
oder Z6 ist bejahend), und der zweite Fall bedeutet, daß
die durch den genannten Absender-Integrator erzeugte Information — 1 ist (hier ist der Satz Z- oder Z6' bejahend).
Von dem Null darstellenden Kombinationszustand an kann der Zähler somit bis zu sieben aufeinanderfolgende
Informationen aufspeichern, deren jede eine von einem Absender-Integrator, und zwar einem Integrator gelieferte
Information -\-\ darstellt, und desgleichen kann
dieser Zähler bis zu acht aufeinanderfolgende Informationen aufspeichern, die je eine Information —1 darstellen.
Sollte der Zähler in der positiven oder negativen Richtung übertreten, so würde das Ergebnis jede Bedeutung verlieren.
Es ist nun angezeigt, die logischen Gleichungen aufzustellen, die die Wirkung einer jeden Stufe eines jeden der
Zähler 128, 129 beherrschen. Die folgenden Erklärungen betreffen insbesondere den Zähler 129.
Für die Stufe A1, die der kleinsten Wertziffer entspricht, muß nach der Tabelle (Fig. 20) der Zustand dieser Stufe jedesmal wechseln, wenn der Zähler einen Impuls vom Schaukelkreis L1 erhält. Die diese Stufe beherrschenden Gleichungen sind somit
Für die Stufe A1, die der kleinsten Wertziffer entspricht, muß nach der Tabelle (Fig. 20) der Zustand dieser Stufe jedesmal wechseln, wenn der Zähler einen Impuls vom Schaukelkreis L1 erhält. Die diese Stufe beherrschenden Gleichungen sind somit
S1 = P1I2S
osi = -^ 1/28
osi = -^ 1/28
1 C
Für die folgenden Stufen ist das Verfahren zur Aufstellung der entsprechenden Gleichungen dasselbe wie
dasjenige, das vorher für den Zähler P beschrieben wurde. Die Stufe A2 muß bei einer positiven Information (Z3) A2
den Zustand 1 dann einnehmen, wenn sein früherer Zustand 0 und derjenigen von A1 gleich 1 ist; bei einer negativen
Information (Z3') soll A2 den Zustand 1 dann einnehmen,
wenn die früheren Zustände von A1 und A2
beide gleich 0 sind. Um in der positiven Richtung (Z3-)
von 1 zu 0 überzugehen, müssen A2 und A1 beide im
Zustand 1 sein, und für den Übergang in der negativen Richtung (Z3') muß A1 gleich 0 sein, während sich A2
selbst im Zustand 1 befinden soll. Hieraus ergeben sich die folgenden Gleichungen:
λ2 = P1I2S L1 (A1A 2Z j -f- A1 A2 Z3-) C
Q(Z2 = Piiis L1 (A1A2Zj -f- A1 A2 Z3-) C.
3°
Q(Z2 = Piiis L1 (A1A2Zj -f- A1 A2 Z3-) C.
3°
Die obigen Gleichungen definieren die Wirkung des Schaukelkreises A2 nur während der Periode P]V28; die
Wirkung während der Periode P29/32 soll weiter unten
definiert werden.
Für die Stufen A3 und A1 gelten die folgenden Gleichungen
:
und
a3 — P1Z28X1 (A1A2A3Zj -f- A1 A2 A3Z/) C
0a3 = P1I2S L1 (A1A2A3Z 3- + A1 A2A3 Z/) C
«4 = Piiu L1A1'At'Aa'At'Z/C
*4 = [L1A1A2A3A^Zj) C.
*4 = [L1A1A2A3A^Zj) C.
Das Schema der Fig. 61 zeigt in der für die anderen ähnlichen Stromkreise bereits verwendeten Weise die
vier Stufen des Zählers 129 mit den entsprechenden logischen Gleichungen.
Am Ende der Periode P28 des Integrators In^1 wird der
Zähler 129 infolge des Kombinationszustandes seiner Stufen eine Zahl darstellen, die der algebraischen Summe
der Zunahmen ± gleicht, welche von den Absender-Integratoren
kommen, für welche je eine Adresseninformation in den Speicher L1 eingeführt worden ist. Wenn
diese algebraische Summe negativ ist, wird sie im Zähler in der Form ihres binären Komplementes, d. h. der positiven
Zahl, angegeben, die dadurch erhalten wird, daß die 0 und die 1 in der binären Zahl umkehrt, welche den absoluten
Wert dieser Summe angibt, wobei dieser absolute Wert bekanntlich durch die drei Stufen des Zählers
bestimmt wird. Die vierte Stufe wird, wie bereits erwähnt, 1 statt 0 enthalten, was für die Darstellung der positiven
Zahlen vorbehalten ist.
Im Laufe des Intervalls P29/32 wird diese algebraische
Zahl reihenweise von dem in Betracht kommenden Zähler
der "^>jdy abgenommen, indem bei der am wenigsten
bedeutenden Ziffer begonnen wird, die mit dem Inhalt
des anderen
(im vorliegenden Fall 128)
addiert und deren Inhalt in ähnlicher Weise dem letzteren
109 713/341
67 68
entnommen wird, worauf die Summe der Registrier- vierte Stufe:
vorrichtung 131 der 2_,dy zugeführt wird. Diese Addi- «4 = -Pi/28^-1^1'A2A3 AlZ^C
tionsoperation wird in der Fig. 20 durch das Rechteck 130 0^4 = (LiAiA*AsA*zb + P29/32) C.
dargestellt, das einen »angenommenen Additionszähler« 5 Der andere ^iiy-Zähler 128 ist in allen Punkten mit
zeigt, der auf ein logisches Netz und auf einen einfachen dem Zähler 129 ähnlich, und dessen Gleichungen sind
Übertragschaukelkreis D3 reduziert wird. dieselben wie diejenigen, die gerade jetzt gegeben wurden,
Die reihenweise erfolgende Operation des Übertrages wobei jedoch in diesen A1, A2, A3, Ai durch A5, A6,
oder auch der Abstufung nach der Registriervorrichtung A 7, A 8 bzw. L1 durch L2 und Zj durch Zn ersetzt werden
131 wird durch das Schema der Fig. 62 erläutert. Die 1.0 sollen.
Kolonnen A1, A2, A3, Ai zeigen die Zustände der Stufen Kurz zusammengefaßt: In jedem dieser Zähler erfolgen
des Zählers 129 und die Kolonnen A6, A6, A1, A6 die- die Zählungsoperationen von der Periode P1 zur Periode
jenigen der Stufen des Zählers 128. D;e Operation be- P28 eines jeden Integrators, während die in der etwas
steht darin, daß die in jedem Zähler enthaltene Zahl weiter unten behandelten Registriervorrichtung reihen-
durch aufeinanderfolgende Stufen von einer Stufe oder 15 weise erfolgenden Übertragungsoperationen von der
numerischen Ordnung bei jeder der Perioden von P29 bis Periode P29 zur Periode P32 eines jeden Integrators
P32 allmählich nach der am wenigsten bedeutenden Stufe stattfinden. Jeder Zähler wurde am Ende der Periode P32
des Zählers fortschreitet. des Integrators völlig gelöst bzw. auf Null zurück-
Jeder der beiden Zähler 128 und 129, die mit den beiden gestellt. Wie auch der Zustand der Stufe der höchsten
Scheidekanälen L2 bzw. L1 verbunden sind, nimmt von 20 Ordnung während der Periode P29 · gewesen sein mag,
Null an einen Kombinationszustand abcd für den ersten nimmt diese Stufe während der Periode P30 den Zu-
und efgh für den zweiten an (wobei jeder dieser Buch- stand 0 ein, und dieser Zustand schreitet bis zur Stufe
stäben die eine oder die andere der beiden Ziffern 0 und 1 von der niedrigsten Ordnung fort, die er in der Periode P1
darstellt), der eine gewisse ganze Zahl zwischen -f- 7 des nächstfolgenden Integrators erreicht,
und — 8 ausdrückt, wie aus der Fig. 60 ersichtlich war. 25 -^
Es ist ersichtlich, daß drei Perioden nötig sein werden, Logisches Netz der 2/y-Zahlers
damit die in der Stufe der höchsten Ordnung (A6 oder A1) Dieses Netz ist in der Fig. 63 gezeigt. Ohne dieses
enthaltene Ziffer (a oder e) in die Stufe der niedrigsten Netz näher zu betrachten, dessen Struktur sich unmittel-
Ordnung (A5 oder A1) gelangt. bar aus den oben angegebenen Gleichungen ergibt, wird
Jetzt ist es möglich, die logischen Gleichungen der vier 30 bemerkt, daß das Produkt P1Z28L1^l1, das sich auf die
Stufen des Zählers 129 aufzustellen, die sich auf die Zählungsoperationen bezieht, mit Hilfe des durch das
Arbeitsweise während des Intervalls P29/32 eines jeden Rechteck B1 eingerahmten Multiplikationsnetzes und das
Integrators beziehen. Es sei efgh der Kombinationszu- Produkt P29/32^ä' 1^ Hilfe des durch das Rechteck B2
stand, der durch diesen Zähler in der Periode P29 erreicht eingerahmten Multiplikationsnetzes durchgeführt wird.
wird. Die Stufe A1 Soll ohne Rücksicht auf ihren Zustand 35 Die römische Zahl VI gibt die Verbindung des Netzes
in diesem. Augenblick den Zustand 0 einnehmen, um mit mit demjenigen der in der Fig. 72 dargestellten und
Rücksicht auf das Intervall P1,28 des nächstfolgenden weiter unten erläuterten Registriervorrichtung 131 an.
Integrators gelöst zu sein. Die verneinende Gleichung -^ .
dieser Stufe ist somit 0«4 = P29132 C. Gleichzeitig beginnt 2/*y-ZaHer oder -Regelvorrichtung
die reihenweise erfolgende Übertragungsoperation, infolge 40 Die positive oder negative Zahl, die in den beiden
welcher jede Stufe nacheinander den Zustand einnimmt, , , , , . -sr^, „..,, . , „ . , „
, ... ' ... η , ..-, f,, j- · j .,, 1U gerade behandelten Xrfy-Zahlern in der Periode Pi/2a
den die unmittelbar höhere Stufe m der unmittelbar vor- ° ^-1 j , "*■*
hergehenden Periode einnahm. Die Komplementär- erhalten wurde und die Gesamtzunahme dy der Vergleichungen
der drei ersten Stufen werden somit folgende änderlichen y im Laufe des in Betracht kommenden
sein: _ 45 Integrators darstellt, wird im Laufe der Periode P29;32
s~ T)29132A*'A in der oben beschriebenen reihenweise erfolgenden
0a3 — "29/32^-4 ^' ^-A
«2 = P29J32A3C, Operation auf die ^,^-Registriervorrichtung 131 über-
0a2 — 29/32 3 , tragen, oder sie wird bis zum Erscheinen des nächst-
Ä1 Z /3 'r 50 folgenden Abgangsimpulses S beibehalten; in diesem
0Λ1 -^29/32^2 ^- -^-\
Jetzt können die vollständigen logischen Gleichungen Augenblick wird diese Zahl 2_,dy durch die gleiche
geschrieben werden, welche die vier Stufen des Zählers 129 reihenweise erfolgende Operation auf den Additions-
beherrschen, wobei bemerkt wird, daß das soeben erhal- ,„
tene Glied mit P29/32 für jede Stufe mit dem vorher 55 zähler Y + Σ,αν 125 übertragen, der in dem beschrie-
erhaltenen Glied mit Pl/28 adidert werden soll. . benen Ausführungsbeispiel im wesentlichen aus einem
erste Stufe: einfachen logischen Netz besteht.
U1= (P1I^L1A1' + P29I32A2)C Die Registriervorrichtung 131 ist ein binärer Zähler
oa1= [P1I26L1A1 + P2^32A2') C mit vier Stufen B1, B2, B3, Bit wie die Fig. 65 zeigt.
60 Während der Periode P™/,» und in dem Maße, wie die
— ιτ> ' τ δ δ '7 α τ» δ ' δ '7 · Ziffern der aufeinanderfolgenden binären Ordnungen
^2 ~ 1I1P8 1^1Vr 1/2 den Zählern 129 und 128 gleichzeitig abgenommen
"τ 29/32 s) _ ■ ' τ δ ι λ 7 ' werden, wird deren Summe in den entsprechenden
0«2 = (^1Z28-L1,11/I2Z6 + F1I23L1A1 A2Zb ■ Stufen dieses Zählers 131 registriert, wobei die eventuellen
Ü Ü
)L , 65 Überträge durch den Übertrag-Schaukelkreis D3 ge-,
dritte Stufe: sichert werden, der weiter unten betrachtet werden soll.
a3 = (P1I28L1A1A2A3 1Zi, -\- P1I26L1A1 A2'A3 1Zb Die Fig· 64 zeigt die Einzelheiten dieser Operation.
+ P29/32.44)C Während der Periode P29 des in Frage kommenden
0a3 = P1I26L1A1A2A3Z11 -\- Py28L1A1 A2 A3Zb' Integrators, welche Periode mit der Periode P29 der
(Ρ^4')£ 7° Fig. 62 zusammenfällt, befinden sich die vier Stufen des
Zählers 131 sämtlich im Zustande η, wobei dieses Symbol
0 oder 1 bezeichnet, je nach dem Vorzeichen des /,dy,
das sich auf den vorhergehenden Integrator bezieht. In der Periode P30, in welcher die in den Zählern 129
und 128 enthaltenen Zahlen abcd und efgh um eine
Stelle nach rechts (Fig. 62) verschoben wurden, um die Ziffern d und h (von der niedrigsten Ordnung) aus diesen
beiden Zählern zu entfernen, wird die Summe 1 =d+h (wobei der eventuelle Übertrag vorläufig vernachlässigt
wird) in der höchsten Stufe S4 von 131 an Stelle von η
registriert. In der nächstfolgenden Periode P31 und nachdem
der Inhalt von 129 und 128 weiter nach rechts verschoben wurde, um die Ziffern c und g zu entfernen, wird
die Summe k = c + g in der Stufe S4 an Stelle der vorhergehenden
Ziffer 1 registriert, die in die unmittelbar niedrigere Stufe S3 übertragen wurde. Dieser Prozeß
wiederholt sich noch zweimal, so daß die Registriervorrichtung 131 zu Beginn der Periode P1 des nächstfolgenden
Integrators die binäre Nummer ijkl enthält, in welcher i = a + e tatsächlich, wie sich leicht feststellen
läßt, das richtige Vorzeichen darstellt, das die Zahl /Av
haben soll, während j kl den absoluten Wert dieser Zahl
darstellt.
Der Kombinationszustand, den die vier Stufen des Zählers 131 jetzt einnehmen, bleibt bis zur von P1 bis
P29 veränderlichen Periode des nächstfolgenden Integrators
unverändert, wo der Abgangsimpuls bzw. das Abgangssignal S erscheint. Um sicher zu gehen, wurde in
der Fig. 64 angenommen, daß dieses Signal zu Beginn der Periode P24 erscheint. Unter der Wirkung dieses Signals
findet in den vier Stufen des Zählers 131 ein serienweise erfolgender oder abgestufter Übertrag statt, der mit
demjenigen ähnlich ist, der für die Zähler 128, 129 beschrieben wurde. In der Periode P26 ist dieser Übertrag
beendet, so daß sich jede der vier Stufen des Zählers 131 in dem durch das Vorzeichen der vorhergehenden Gesamtzunahme
j£jdy bestimmten Zustand i befindet, und
zwar genau wie zu Beginn des vorhergehenden Kreislaufes, wo sie den durch das Vorzeichen des vorhergehenden
J>jdy bestimmten Zustand η zeigte.
Logisches Netz der 2^y-Registriervorricntung mit dem
zugehörigen Übertrag-Schaukelkreis D3
Es wurde gezeigt, daß in jeder der Perioden P29 bis P32
die Summe der beiden binären Ziffern, die in der in Frage kommenden Periode aus den beiden Stufen A1, A6 der
Zähler 129, 128 gleichzeitig entfernt wurden, in die höhere Stufe S4 des Registrierzählers 131 eingeführt wird.
So oft die Summe dieser beiden Ziffern einen Übertrag erfordert, d. h. wenn diese Ziffern beide gleich 1 sind,
wird der Übertrag-Schaukelkreis D3 (Fig. 71) in den
bejahenden Zustand gebracht. Durch Aufstellung einer Prüfungstabelle für die drei Schaukelkreise A1, A 5, D3
kann die Stufe B4 des Zählers 131 in den vier Fällen
bejahend gemacht werden, in denen die niedrigste Ziffer der Summe der d,rei in diesen drei Schaukelkreisen gleichzeitig
enthaltenen Ziffern gleich 1 ist, während sie in den vier Fällen verneint werden kann, wo die genannte Ziffer
gleich 0 ist. Soll S nur während der Periode P29/32
arbeiten, so erhält man
Λ = (A(A5 1D3 + A(A5D3' + NA1A5 1D3'
\ = (A(A5 1D3' + A(A5 1D3' + A(A5D3
+ A1A5D3^P29132C.
Die gleiche Tafel liefert die Eingängsgleichungen von
D3. Es genügt nämlich, zu bemerken, daß dieser Schaukelkreis
dann verneint werden soll, wenn er bejahend ist (1 enthält) und wenn die höchste Ziffer der Summe der
drei im vorigen Absatz betrachteten Ziffern gleich 0 ist, denn dann gibt es keinen weiteren Übertrag; es ist dann
0d3 = A1 A5 C .
ίο Andererseits soll D3 bejahend sein, so oft A1 und A5 in
der Periode P beide 1 enthalten:
»3 = A1A5P29I32.
Um die Gleichungen zu schreiben, die sich auf die drei Stufen S1, S2, S3 des Zählers 131 beziehen, genügt es,
daß die oben beschriebene Operation des reihenweise erfolgenden Übertrages der Ziffern nichts anderes ist als
folgendes: Jede dieser Stufen soll verneint werden, so oft die unmittelbar höhere Stufe negativ ist, während sie
bejaht werden soll, so oft die unmittelbar höhere Stufe bejahend ist, wobei diese Wirkung nur während der
Periode P29/32 oder dann stattfinden soll, wenn das
Abgangssignal 5 gegeben wurde. Es ergibt sich
(A — (-P29/32 +-5) S2'C,
h ^ (P29132+S) B2C,
(A = (-P29/32 + S)B3 1C,
(A = (-P29/32 + S)B3 1C,
b2= (P29I32+S)B3C,
o0 ■ (A = (-P29/32 + s) S4' c,
h = (P29I32 + S)B41C.
Das logische Netz, welches dazu dient, die Eingangsgleichungen zu S1, S2, S3 zu materialisieren, ist in der
Fig. 70 dargestellt; dasjenige, welches dazu dient, die Eingangsgleichungen zu S4 und zum Schaukelkreis D3 zu
materialisieren, ist in der Fig. 72 dargestellt, in der die durch VI angegebene Verbindung diejenige verlängert,
die in der Fig. 63 in dieser Weise bezeichnet wird.
Additionsvorrichtung Y
Entsprechend dem allgemeinen Schema der Maschine soll jetzt die Zahl, die die Gesamtzunahme dy der zu
integrierenden Funktion darstellt, wobei die Integration im Laufe des in Frage kommenden Integrators erfolgen
soll, welche Zahl in dem Registrierzähler 131 gebildet wurde, mit der in dem gesagten Integrator enthaltenen
Zahl Y algebraisch addiert werden, um die neue Zahl
-Y +
zu liefern.
Wie bereits erwähnt und obgleich die Additionsvorrichtung in der Fig. 20 durch ein Rechteck 125 dargestellt
wurde, hat diese Vorrichtung als Zähler im gewöhnlichen Sinne des Wortes keine konkrete und getrennte Existenz
in dem beschriebenen Ausführungsbeispiel. In Wirklichkeit schreibt der Registrierkopf Y0 unmittelbar in den
Speicher y des Integrators ein, und zwar trägt er in diesen Speicher die erforderlichen Angaben ein, damit
g dieser Integrator den neuen Wert Y0=Y+ J>_,dy der
Veränderlichen enthält, was mit Hilfe des logischen Speisenetzes des Kopfes Y0 erfolgt, welches Netz mit
einem einfachen Schaukelkreis D1 für die Überträge die Additions vorrichtung bildet.
Nach den Fig. 11, 12 und ,13 wird der absolute Wert
der Zahl Y durch den Inhalt der Perioden P2 bis P30 des
Speichers y eines jeden Integrators (mit Ausnahme des
Integrators J24, für welchen sich dieses Intervall auf
P2/28 reduziert) und das Vorzeichen derselben Zahl durch
die in der Periode P31 (oder P28 im Falle des anfänglichen
Integrators Z24) enthaltene Information bestimmt. Die
Periode P32 ist immer leer (sie enthält die Information 0).
Die Zahl ^,dy, die zu dieser Zahl Y addiert werden soll,
um den neuen Wert Y0 der abhängigen Veränderlichen
zu liefern, wird durch eine reihenweise erfolgende Operation (d. h. in binärer Ordnung nach der anderen) dem
Registrierzähler 131 für die ^_,dy entnommen. Genauer
gesagt, es beginnt die Stufe B1 dieses Zählers sofort nach
dem Erscheinen des Abgangssignals in j eder der folgenden Uhrperioden eine Reihe von Informationen auszusenden,
die die aufeinanderfolgenden binären Ordnungen der
darstellen.
Es handelt sich also darum, den Registrierkopf Y0
durch Vermittlung eines solchen logischen Netzes zu speisen, daß dieser Kopf in jeder der aufeinanderfolgenden
Zeiten oder Perioden nach der Periode, in welcher das Abgangssignal S erscheint; die Information einschreibt,
welche die binäre Ziffer darstellt, die der Summe der Ziffern entspricht, welche in der gleichen Periode durch
den Lese-Schaukelkreis Y einerseits, den Schaukelkreis B1
des ^dy-Zähleis andererseits geliefert werden, wobei gegebenenfalls
sämtliche Überträge zu berücksichtigen sind.
Hierzu genügt es, die Prüfungstabelle aufzustellen, die
die Kombinationszustände der drei Schaukelkreise Y, B1
und D1 angibt, wobei letzterer ein Übertrags-Schaukelkreis
ist, dessen eigene Gleichungen etwas weiter unten näher angegeben sind. Diese Tabelle wird durch die drei
ersten Kolonnen links der Tabelle der Fig. 69 geliefert. Die vierte Kolonne der Tabelle gibt die der Summe entsprechende
Ziffer an; das ist die Ziffer, die der Registrierkopf Y0 einschreiben soll; endlich gibt die fünfte Kolonne
gegebenenfalls die neuen Überträge an.
Nach der. vierten Kolonne dieser Tabelle soll die Ziffer 1 durch den Kopf Y0 in vier verschiedenen
Fällen eingeschrieben werden, die vier getrennten Kombinationszuständen von Y, B1, D1 entsprechen. In
symbolischer Notierung werden diese vier Fälle wie folgt geschrieben:
Y1B1 1D1 + Y1B1 1D1' + YB1 1D1' + YB1D1.
Der Hauptfaktor des ersten Gliedes der allgemeinen Gleichung für das Einschreiben in den Speicher y wird so
wiedergefunden, wie er vorher angegeben worden war und dessen Form sich jetzt erklärt.
Dieses Glied wird durch den vom Rechteck 234 eingerahmten Teil des logischen Netzes der Fig. 57 geliefert.
Es sind noch die logischen Gleichungen des Übertrag-Schaukelkreises
D1 aufzustellen. Die Tabelle 238 der Fig. 69 ist eine Prüfungstabelle, welche nur die Kombinationszustände
der Schaukelkreise Y und B1 angibt. Der einzige Kombinationszustand, für welchen D1 bejaht
werden soll, ist derjenige, in welchem Y und B1 beide
bejahend sind. Hieraus ergibt sich für die bejahende Gleichung von D1 :
d1 = YB1SC.
Um dessen verneinende Gleichung zu schreiben, wird D1 in der Periode P32 eines jeden Integrators auf 0
zurückgestellt, d. h. verneint; außerdem soll es nach dem Abgangsimpuls nur in dem Fall verneint werden, wo es
bejahend ist und wo die Summe der drei in Y, B1 und D1
enthaltenen Zahlen gleich 0 ist (kein neuer Übertrag). Somit ergibt sich
J1= (Y1B1 1S+ P3JSC.
Das entsprechende logische Netz ist in der Fig. 67 gezeigt. Das Vorhandensein des Gliedes D1 in dem Netz,
welches ^d1 bildet, ändert am Ergebnis nichts, wobei es
den. Wiedergebrauch dieses Netzes für die allgemeine Gleichung von Y0, die nämlich das Glied Y' B1D1S enthält,
ermöglicht. '
Um den Mechanismus der oben beschriebenen Addition
Um den Mechanismus der oben beschriebenen Addition
von Y +
näher anzugeben, werden unter Bezugnahme auf die Fig. 68 zwei Beispiele angeführt. In dem
ersten Beispiel ist die Zahl Y, die vorher in dem Integrator ίο enthalten war, der unter dem Kopf Y0 geführt ist, +7
und die vom Zähler 131 gelieferte Zahl ~]£,dy — 1. Der
Registrierkopf Y0 soll daher die Zahl +7 — 1 = +6
einschreiben. .
Ferner wird angenommen, daß das Abgangssignal S in der (nicht dargestellten) Uhrperiode P26 gegeben wird.
Die aufeinanderfolgenden Perioden von P27 bis P80 enthalten
daher die Ziffern 1110, die (niedrigste binäre Ordnung ist hier P27), die Zahl 7 bilden, die den absoluten
Wert der Zahl Y darstellt. Die für das Vorzeichen vorbehaltene Periode P31 enthält die Information 1, (d. h.
das Vorzeichen Plus), was also schließlich +7 ergibt.
Die Stufe B1 des ^^dy-KegistnerzälaleTS 131 liefert
ihrerseits in den Perioden von P27 bis P30 nacheinander
die Ziffern 1111, die entsprechend der Tabelle der Fig. 60
die Zahl — 1 darstellen. Durch das Spiel der logischen Netze und des soeben beschriebenen Übertrag-Schaukelkreises'wird
der Registrierkopf auf den Speicher des in der Registrierung befindlichen Integrators diejenigen
Informationen einschreiben, die richtig sind, um die neue Zahl +6 auszudrücken.
Aus diesem Beispiel ist die Bedeutung der vorher angenommenen Vorzeichenvereinbarungen erkenntlich. Während
das positive Vorzeichen der Zahl y im Speicher y durch die Information 1 in der Stellung P31 und das
negative Vorzeichen durch die Information 0 in dieser Stellung dargestellt ist, ist aus der Tabelle der Fig. 60
ersichtlich, daß das positive Vorzeichen der Zahl
durch die Information 0 in der Stufe B4 und das negative
Vorzeichen dieser Zahl durch 1 in dieser Stufe ausgedrückt wird. Hierdurch wird es möglich, die Informationen,
welche die Vorzeichen der beiden Zahlen bestimmen, genau so zu behandeln, als ob man es mit
numerischen Informationen zu tun hätte. Die Information 235, die ursprünglich in der Stufe B1 des Registrierzählers
131 enthalten war und in das logische Netz in der Periode P30 (in dem Beispiel) eingeführt wurde,
wird jetzt mit den nächstfolgenden Ordnungen der Zahl Y addiert. Aus diesem Grunde wird der Registrierkopf Y0
in der Periode P31 die Zahl 1 registrieren, durch welche
ausgedrückt wird, daß die neue Zahl Y0 positiv ist.
Dieser Mechanismus wird noch durch das zweite Beispiel der Fig. 68 näher präzisiert, wo angenommen
wird, daß Y = — 6 und
= + 2 zu addieren sind,
um Y0 = — 4 zu ergeben. Es zeigt sich, daß auch dort
die Informationen, welche die Vorzeichen der beiden Zahlen darstellen, so behandelt werden, als ob sie numerische
Informationen wären.
Wählerzähler zur Wahl der dx
und Kette der dx
und Kette der dx
Der von einem (Absender) Integrator kommende Informationenzug dz übt während des Arbeitens der
Maschine die Funktion eines Informationenzuges dx aus, der in einen anderen (Empfänger) Integrator eindringt,
wobei die aufeinanderfolgenden Perioden, in Welchen die Zahl Y dieses letztgenannten Integrators mit der Zahl R
des gleichen Integrators algebraisch addiert werden soll, sowie das algebraische Vorzeichen einer jeden der aufeinanderfolgenden
Operationen bestimmt werden; eine jede dieser algebraischen Additionen liefert somit einen neuen
Wert R0 für den Rest sowie einen neuen Wert Z0 für die
gesamte Funktion.
Die Scheidespeicher L1 und L2 dienen dazu, durch
gewisse im voraus darin eingeführte Informationen den Absender-Integrator zu bestimmen, dessen Ausgangszug
dem in Betracht kommenden Empfänger-Integrator zugeführt werden soll. Die Fig. 74 stellt die vier-letzten
Perioden P29 bis P32 der beiden Speicher L1, L2 des Integrators
/m-2 dar, der dem Empfänger-Integrator Im um
zwei Nummern vorangeht ( vgl. die Fig. 88a und 88b, wo die Speicher L1, L2 für mehrere Integratoren in einem
besonderen weiter unten erläuterten Fall schematisch vollständig dargestellt sind). Es sind die Perioden P30 bis
P32 dieser beiden Speicher (wobei die Perioden P29 stets
leer bleiben), die die sogenannte »dx-Adresse« enthalten;
letztere besteht somit aus sechs Ziffern, die an diesen Stellen gleichzeitig mit den anderen Daten der Rechnung
eingeführt werden. Die in der Periode P30 des Speichers L1
enthaltene Ziffer (1 in der Fig. 74) bezeichnet, je nachdem sie 1 oder 0 ist, den Scheidespeicher L1 bzw. L2 des Integrators
/m-x, der die ^-Information des Absender-Integrators
enthält. Die Gruppe von fünf Ziffern (10101 in der Fig. 74 oder 21 in Dezimalen), die in den Perioden P32,
P31, P30 von L2 und P32, P31 von L1 (in dieser Reihenfolge)
enthalten ist, drückt in binärer Numerierung die so bestimmte Periode (von P1 bis P28) des Speichers L1
oder L2 aus, in welcher sich die genannte ^-Information
befindet. Wird angenommen, daß die in der Fig. 74 nur teilweise dargestellten Speicher L1, L2 z. B. dem Integrator
Z42 gehören, so bedeutet die in dieser Figur
dargestellte dz-Adresse, daß die Ausgangsinformationen des Absender-Integrators, der dazu bestimmt ist, den
Empfänger-Integrator I44 (oder J42 + 2) in ^-Zunahmen
zu speisen, in der Periode P21 des Speichers L1 des Integrators
J43 (oder Z44-IJ gefördert werden.
Die sechs Informationen, aus denen die dx-Adresse des
Integrators Im besteht und die während des Intervalls
P29Z32 des Integrators Im-2 von den Leseköpfen L1 und L2
erhalten werden, werden im Laufe desselben Intervalls einem Zähler mit sechs Stufen 133, dem sogenannten
ifo-Wähler (s. Fig. 73), derart zugeführt, daß in der
Periode P1 des nächstfolgenden Integrators Im-1 die
sechs Stufen N1... 2V6 dieses Zählers die sechs Ziffern
enthalten, welche die ^-Adresse bilden (die Stufe N1
nimmt den Zustand ein, der P32 von L2 entspricht, und die
Stufe N6 nimmt den Zustand ein, der P30 von L1, d. h.
der Information entspricht, welche den Speicher L1 oderL2
des Integrators Im-1 bezeichnet, wo die Information des
Absender-Integrators zu suchen ist). In -dem soeben betrachteten Beispiel zeigt der Zähler 133 somit in der
Periode P1 Iw,-1 den Kombinationszustand 101011, wie
in der Tabelle der Fig. 75 angegeben.
Von diesem Augenblick an werden die fünf Stufen N1 ... N5 des Zählers, die in P1In^1 die Periode (von P1
bis P28) des die ^-Information des Absender-Integrators
enthaltenden Integrators Im-1 ausdrücken, derart umgeschaltet,
daß deren Kombinationszustand nacheinander die abnehmende Reihenfolge der binären Zahlen ausdrückt.
Wie Fig. 75 zeigt, werden die Stufen N1 ... N5
den Kombinationszustand, der + 1 entspricht, in der Periode P21 Im-1 erreicht haben, worauf sie ihre aufeinanderfolgende
Umschaltungen bis zur Periode P28 lm-\
fortsetzen. Während dieser ganzen Zeit behält die Stufe 2V6
den Zustand (hier 1) bei, den sie zu Beginn hatte.
In der Periode des Integrators Im-X (hier in P21 Im—i),
in der der Kombinationszustand der fünf ersten Stufen des Zählers 133 die Zahl 1 ausdrückt, wird die Information,
die in demselben Augenblick vom Operator Z3-
oder vom Schaukelkfeis Zb erhalten wird, je nachdem
die Stufe N6 eine 1 bzw. eine 0 enthält, einem Schaukelkreis
A9, dem sogenannten dx-Zähler, mitgeteilt, der in
der Fig. 20 bei 135 schematisch und auch in der Fig. 76 gezeigt ist. Damit ist folgendes Ergebnis erreicht:
Während des Integrators /m-lf der dem Empfänger-Integrator
unmittelbar vorangeht, erscheint die vom richtigen
ίο Absender-Integrator kommende ife-Information in einer
gewissen Periode, die im Intervall P1^28 des genannten
Integrators Im-1 einbegriffen ist.
In der Periode P32 desselben Integrators Im~1 betätigt
der Schaukelkreis A9 seinerseits einen anderen Schaukelkreis
B6, den sogenannten i#-Registrierkreis (der in der
Fig. 20 bei 124 dargestellt ist; s. auch die Fig. 77), so daß die vom Absender-Integrator kommende ^-Information
(0 oder 1) zu Beginn des nächstfolgenden, Integrators, d. h. bei P1 Im, wobei dieser Integrator Im gerade der
Empfänger-Integrator ist, in der Form des bejahenden oder verneinenden Zustandes des Schaukelkreises B5 zur
Verfügung steht.
Es empfiehlt sich jetzt, etwas zurückzugreifen, um die Arbeitsweise des <fo-Wählerzählers 133 näher zu betrachten
und die logischen Gleichungen der diese sechs Stufen bildenden Schaukelkreise sowie die Gleichungen
der Schaukelkreise A 9 und S6 aufzustellen.
Der Zähler 133 weist zwei getrennte Arbeitsweisen auf, je nachdem es sich um das Intervall Px/28 oder um das
Intervall P29/32 eines beliebigen Integrators handelt. Im
Laufe des ersten Intervalls arbeiten dessen fünf Stufen N1 ... N5 in der wohlbekannten Weise eines binären
Zählers mit fünf Stufen, wobei jede Stufe ihren Zustand in Abhängigkeit von ihrem eigenen Zustand in dem in
Frage kommenden Augenblick sowie von dem Zustand sämtlicher nächstfolgender (und nicht der vorangehenden)
Stufen wechselt; dieser Zähler soll nämlich die abnehmende
(und nicht die. zunehmende) Reihenfolge der Zahlen zählen. Diese Arbeitsweise erklärt das Glied in
4-0 P1Z28 der beiden Gleichungen einer jeden Stufe N1 ... Ns
(s. Fig. 73) sowie das Glied P1I26N5'N4'N3'N2'N1C der
Gleichung onv
Im Laufe des Intervalls P29/32 sollen sich die sechs
Stufen des Zählers vorbereiten, zur Zeit der Periode des nächstfolgenden Integrators P1 den Kombinationszustand
einzunehmen, welcher der ifor-Adresse entspricht,
die während dieses Intervalls von den Leseköpfen L1 und
L2 empfangen wurde. Die von den beiden Köpfen L1
und L2 in der Periode P30 erhaltenen Informationen
betätigen in der Periode P31 die Schaukelkreisstufen 2V1
und 2V4, von denen sie nacheinander in den beiden nächstfolgenden
Perioden derart fortgeschritten sind, daß sie die Zustände der Stufen 2V3 bzw. 2V6 des nächstfolgenden
Integrators bestimmen, und zwar in der Periode P1 dieses
Integrators, wie dieses erwünscht ist und wie es die dritte, vierte und fünfte Zeile der Tabelle der Fig. 75 zeigen.
Die von X2 und L1 bei P31 erhaltenen Informationen
betätigen in der nächstfolgenden Periode P32 die Stufen
2V1 und 2V4, von denen die entsprechenden Zustände
in der gleichen Weise fortschreiten, um sich in der Periode P1 des nächstfolgenden Integrators bei 2V2 und
2V6 zu befinden.
Die von L2 und L1 bei P32 erhaltenen Informationen
betätigen in der nächstfolgenden Periode P1 die Stufen 2V1
und 2V4. So befinden sich die sechs Stufen des Zählers 133
in dem gewünschten Zustand in der Periode P1 des Integrators,
der demjenigen folgt, in welchem die <fo-Adresse
in den Speichern L1, L2 erhalten wurde.
Es genügt somit, daß die Faktoren L2 und L1 (bzw. L2
und L1) sich in den Gliedern mit P29/32 der bejahenden
109 713/341
(bzw. verneinenden) Gleichungen der beiden Stufen N1
und iV4 befinden. Die Gleichungen der Stufen N2, N3, N5
und Ns besitzen je ein Glied in P29/32, und zwar das für
den Zustand der unmittelbar unteren Stufe. So ergibt sich z. B. das Glied P29I32L2C für ^n1, aber das Glied
P29I32N1'C für on2. Es werden für die sechs Stufen des
Zählers 133 die sechs in der Fig. 73 angegebenen Systeme von logischen Gleichungen erhalten.
Die Gleichungen des Schaukelkreises A9 werden aufgestellt,
und zwar so, daß dieser Schaukelkreis dann bejaht werden soll, wenn erstens die fünf ersten Stufen des
Zählers 133 während des Intervalls P1/ 28 den Kombinationszustand
einnehmen, der +1 entspricht, und zweitens, wenn der Operator Z, bei bejahender Stufe N6
bejahend ist bzw. wenn der Schaukelkreis Zb bejahend
ist, falls sich die· Stufe N6 im verneinenden Zustand
befindet. A9 soll in der Periode P32 stets verneint sein.
Es ergeben sich die folgenden Gleichungen:
qM9 = P32C,
«9 = PnnN1'N2'N3'N,'N6 (N6Z3- + N6'Zb)C.
«9 = PnnN1'N2'N3'N,'N6 (N6Z3- + N6'Zb)C.
Endlich ergeben sich die Gleichungen von B5 von
selbst:
h =
P 4 T
oil y '
P32AC.
Das einzige logische Netz, das gleichzeitig die Gleichungen der Stufen des Zählers 133, diejenigen des Schaukelkreises
A9 und diejenigen des Schaukelkreises Bs durchführt,
ist in der Fig. 78 dargestellt.
Stellung eines Problems in der Maschine
Es sei z. B. die Differentialgleichung von der zweiten Ordnung
d2y dy
dx2 ' dx
-y2 — sin y = A
zu integrieren, wobei die anfänglichen Bedingungen folgende sein mögen:
x _
-ο
Ordnung) vorbehalten.
Integration von -τ-γ
Integration von -τ-γ
dy
Hier handelt es sich also um die dy
Ix
Ix
in
Für diese Integration
-r-V dx = -^- ist die unabhängige Veränderliche x; sie
d χ d χ
ist nichts anderes als die unabhängige Veränderliche der
in Betracht kommenden Funktion selbst. Die diesen ersten Integrator speisenden ^«-Impulse werden somit
einen Zug von gleichmäßigen Informationen bilden, die
ίο mittels der Ausgangsimpulse erhalten werden, die bei
jeder Trommelumdrehung von einem besonders zu diesem Zweck vorbehaltenen Integrationssektor, und zwar dem
(nicht dargestellten) anfänglichen Integrator Z24, erzeugt
werden.
Die von diesem ersten Integrator zu integrierende ab-
hängige Veränderliche oder Funktion ist
dx*
Es wurde in der Fig. 86 eine gewisse Anzahl von Integratoren mit den Rahmen 254 angegeben.
Von der Mitte eines jeden von diesen Integratoren führt eine Linie (wie z. B. 257), die den Ausgangsinformationenzug
symbolisiert (die von diesem Integrator integrierte Funktion). Oberhalb der Mitte erhält jeder
Integrator eine Linie (wie z. B. 255), die den Eingangsinformationenzug symbolisiert, der die unabhängige Veränderliche
oder die Integrationsveränderliche für den in Betracht kommenden Integrator darstellt. Unterhalb
der Mitte kommen eine oder mehrere Linien (wie z. B. 256 ...) an, die den Informationenzug zeigen, welcher
die abhängige Veränderliche oder die durch diesen Integrator zu integrierende Veränderliche darstellt. Die Wahl
des Integrators wird sich aus dem Folgenden von selbst ergeben. :
Ein erster Integrator (z. B. I27) wird für die Integration
des Differentialgliedes von der höchsten Ordnung der in Frage kommenden Gleichung (hier von der zweiten
woraus sich für die Konstante A = —— ergibt.
Die Gleichung wird so umgeschrieben, daß das Glied mit der höchsten Ordnung in der ersten Seite beseitigt
wird:
^g-= _£+.j,.-stay-M. (la)
Gleichung (1 a) zeigt, daß diese Funktion mit der Summe der drei Glieder in y der zweiten Seite gleich sein soll (die
Integrationskonstante kann vorläufig vernachlässigt werden, denn sie kommt nicht in Frage für die Aufstellung
der Verbindungen der Integratoren miteinander; sie wird erst bei der Einführung der Bedingungen im Ursprung zu
berücksichtigen sein).
Der Speicher Y des Integrators Z27 wird somit von den
von drei verschiedenen Integratoren erzeugten Ausgangsinformationen gespeist, wie es die drei Linien zeigen, die
zum unteren Teil des Integrators Z27 führen. Diese drei
Integratoren, die gegenüber dem Integrator Z27 als Absender-Integratoren
wirken, sollen etwas weiter unten bestimmt werden.
Ein zweiter Integrator der Maschine, und zwar hier der-Integratör
Z31 ist für die folgende Integration bestimmt:
/ -jj— dx = y; am Ausgang dieses Integrators wird die
Lösung der vorgeschlagenen Differentialgleichung gefunden. Für diese zweite Integration wird der Speicher R
■ des Integrators Z31 noch mit ^-Impulsen (unabhängige
Veränderliche) gespeist. Der Speicher Y dieses Integrators soll die Funktion -^ erhalten, die durch Ausgangsinformation
des Integrators Z27 geliefert wird; deshalb
wird der Eingang Y des Integrators Z31 mit dem AusgangZ
des Integrators Z27 verbunden, wie es die Zeichnung zeigt.
Die durch den Speicher Z dieses Integrators Z31 gelieferte
Ausgangsinformation ist die Funktion y.
Es wurde gesagt, daß der Speicher Y des Integrators Z27
mit der Summe der Glieder —-r- + y2 + siny gespeist
werden sollte. Das erste Glied ist bis auf das Vorzeichen mit dem vom Ausgang Z des Integrators Z27 selbst gelieferten
Glied gleich. Aus diesem Grund wird eine Verbindung (256) zwischen diesem Ausgang und dem Eingang
Y zum Integrator Z27 hergestellt, wobei jedoch dafür
zu sorgen ist, daß das Vorzeichen für diesen Ausgang umgekehrt wird; dieses erfolgt dadurch, daß eine Information
1 in die Periode P32 des Speichers R des Integrators
Z27 eingeführt wird, was im Schema durch das
Vorzeichen Minus oben und links vom Rahmen symbolisiert wird, der den Integrator 27 darstellt.
Es handelt sich nun darum, einerseits die Funktion y2 und andererseits die Funktion sin y zu erzeugen. Da die
Maschine nach der Erfindung im wesentlichen eine Integriermaschine ist, genügt es, daß sie eine beliebige Funktion
liefert und dafür sorgt, daß sie die von der gesuchten Funktion abgeleitete Funktion integriert.
Für das erste Glied y2 ist daher y2 = f2ydy zu
schreiben. Unter dieser Form wird die Funktion y2 am Ausgang Z eines beliebigen Integrators erhalten; vorausgesetzt,
daß der Speicher R des Integrators mit In-
77 78
formationen y und der Speicher Y dieses Integrators mit auch transcendenten Gleichungen zu erhalten (die sich
Informationen 2y gespeist wird. In Wirklichkeit wird differentiieren lassen).
ebenfalls der Eingang Y mit Informationeny gespeist; Nun sollen diese Verbindungen in der Maschine
außerdem wird der numerische Koeffizient 2 berück- materialisiert werden. Zu diesem Zweck werden »Kodifi-
sichtigt, indem die bereits erwähnten und etwas weiter 5 kationsblätter« verwendet, die in der Fig. 88a und 88b
unten näher entwickelten Skalenbetrachtungen ange- gezeigt sind und die wie folgt aufgestellt werden
wendet werden. . können:
Um die Funktion y% zu erzeugen, genügt es somit, mit Es wird damit begonnen, daß jeder der Integratoren
den beiden Speichern R Und Y eines gewählten Integrators durch ein Schema der zweiunddreißig Perioden seiner
(hier des Integrators J25) den Speicher Z des Integrators J31 i° Speicher Y, L1 und L2 dargestellt wird (welche Perioden
zu verbinden, der, wie bereits erwähnt, einen Informati- durch ebenso viele in einer Linie liegende Felder dargeonenzug
liefert, bei welchem die Gesamtzahl der In- stellt werden können). Gegenüber jedem Feld, welches
formationen stets mit dem Wert der Funktion y gleich die Perioden P1J22 von L1 darstellt, wird die Bezeichnung
ist. Es ist jedoch zu bemerken, daß, nachdem das Vor- des Absender-Integrators eingetragen, dessen Ausgangszeichen
der durch den Speicher Z des Integrators J27 15 information % durch diese Periode gefördert wird, und
gelieferten Informationen umgekehrt ist, die den Speicher Y zwar so, wie sich diese Bezeichnungen von den oben, und
des Integrators J31 speisenden Informationen, die gerade- zwar besonders im Kapitel mit dem Titel»Hilds-Schaukelvom
Speicher Z des Integrators J27 kommen, aus diesem kreise des Z-Speichers«, entwickelten Betrachtungen
Grunde ein umgekehrtes Vorzeichen haben; damit der ableiten. Besonderer Bezug wird auf die Tabelle ge-SpeicherZ
des Integrators J31 tatsächlich die Funktion y 20 nommen, die für die verschiedenen Perioden P1Z22 eines
und nicht — y darstellt, soll daher das Vorzeichen der jeden Integrators Im-1 die entsprechenden, vom Opedurch
diesen Integrator erzeugten Informationen umge- rator Z3- gelieferten Informationen angibt. Aus den
kehrt werden, was durch das Vorzeichen Minus ange- Fig. 88 a und 88 b ist ersichtlich, daß gegenüber der
deutet wird, das in dem den Integrator J31 darstellenden Periode P1 (Kanal L1) eines jeden Integrators Im die
Rahmen eingeschrieben wurde. 25 eingeschriebene Bezeichnung tatsächlich (m-5) ist und
Die Beschaffung der Funktion siny wird, obgleich sie daß sich (m-7), (m-ll) ..., (m-53), (m-2), (m~3) daran
etwas komplizierter ist als die der Funktion y, von den- anschließen. Im Falle des Integrators J24 z. B. (Fig. 88a),
selben Betrachtungen abgeleitet. Es genügt, daß sin y der den Empfänger-Integrator J25 (m~25) betrifft, sind
die primitive Funktion von cos y ist und daß die Sinus- diese entsprechenden Bezeichnungen 74, woran sich 72,
funktion somit, in dem Speichert eines beliebigen 30 70, ... 26, 77, 76 anschließen.
Maschinenintegrators erzeugt wird, dessen Speicher R Es ist zu bemerken, daß die Information ζ des In-
mit Informationen y gespeist wäre, während der Speicher Y tegrators J24 nicht überall durch 24, sondern durch den
Informationen cosy erhält. Aber diese letztgenannte Buchstaben t (tempus, die unabhängige Zeitveränderliche)
Funktion ist selbst die primitive Funktion von — sin y bezeichnet wird. '
und wird somit in dem Speicher Z eines anderen Inte- 35 Für den Kanal L2 wird in gleicher Weise verfahren, bei
grators erhalten, dessen Speicher R die Informationen y welchem zu ersehen ist, daß die Perioden P1/21 die
und dessen Speicher Y die Informationen — sin y erhält. Informationen enthalten sollen, die von den Absender-
Das Verfahren ergibt sich daher von selbst; zwei weitere Integratoren (m-4), (ra-6) ..., (m-52), m kommen. Für
Maschinenintegratoren, und zwar die Integratoren J30 den Integrator J24, für welchen m = 25, ergibt sich die
und J26, werden in ihren beiden Speichern Y durch den 40 Reihe der Bezeichnungen 75, 73 ... 77, 25.
Ausgang des Speichers Z des Integrators J31 gespeist (der Unter den Perioden P1 bis P28, die für die Adresse dy
die Informationen y liefert), und der Speicher Z eines vorbehalten sind, kann noch über dreizehn freie Perioden,
jeden der beiden Integratoren J30 und J26 wird mit dem und zwar sechs im Speicher L1 uns sieben in L2 verfügt
Speicher Y des anderen Integrators verbunden; der eine werden. In diese werden die Bezeichnungen 1 bis 12 der
der beiden Integratoren, z. B. J26, hat außerdem eine 45 zwölf äußeren Informationen entsprechend der aus der
Leistung, deren Vorzeichen in bekannter Weise geändert Fig. 88a und 88b ersichtlichen Anordnung eingetragen;
ist; es ist ersichtlich, daß der Speicher Z des Integrators J30, in die Periode P28 des Speichers L2 eines jeden Integrators
dessen Leistung im Vorzeichen nicht geändert, wurde, wird die Bezeichnung —t eingetragen; diese letzte freie
dann die gesuchte Funktion sin y liefert. Dieser Speicher Periode wird nämlich benutzt, um die unabhängige
wird somit mit dem Speicher Y des Integrators J27 zu- 50 Veränderliche (Information von J24) nach Änderung des
sammen mit den Speichern Z des Integrators J25 und des Vorzeichens, wenn es die Rechnung erfordert, in jeden
Integrators J27 selbst verbunden. Mit einem Wort: Das Empfänger-Integrator unmittelbar eintragen zu können.
Vorstehende bedeutet einfach,. daß die beiden Inte- Unter den so vorbereiteten Kodifikationsblättern
gratoren J30 und J26 so miteinander verbunden sind, daß werden diejenigen gewählt, die sich auf sämtliche bei der
sie die Differentialgleichung f" + f = 0 lösen, die be- 55 vorgenommenen Rechnung zu berücksichtigende Inte-
kanntlich als besondere Lösung f = sin χ zuläßt. gratoren, und zwar hier die Integratoren J24, J25, J26, J27,
Aus dem Verbindungsschema der Fig. 86 ist zu ersehen, J30, J31, beziehen; es werden noch die Blätter hinzugefügt,
daß außer dem Integrator J24, der die unabhängige Ver- die sich auf J76 und J77 beziehen und die, wie weiter unten
änderliche liefert (die mit der Zeit verglichen werden ersichtlich, für die ^«-Adressierung nötig sind,
kann, da sie mit der im allgemeinen konstanten Winkel- 60 Alsdann werden die Verbindungen des Schemas der
kann, da sie mit der im allgemeinen konstanten Winkel- 60 Alsdann werden die Verbindungen des Schemas der
geschwindigkeit, des Gedächtnisrades proportional ist), Fig. 86 dadurch materialisiert, daß man ein Zeichen
. die Verwendung von fünf anderen Integratoren nötig sein (Einheit) in die geeigneten Felder der Speicher L1, L2
wird, um die gegebene Differentialgleichung (1) zu der verschiedenen Integratoren einträgt,
integrieren. Es wird z. B. mit den Adressen dy begonnen. Die
Um die obigen Ausführungen zu erweitern, können die 65 Fig. 86 zeigt, daß die Eingangsinformation y für den
allgemeinen Regeln angeführt werden, die die Verbindung Integrator J25 durch die Ausgangsinformation ζ von J31
der verschiedenen Speicher von mehreren Maschinen- gebildet wird. Die Adresse dy des Integrators J25 (Emp-
integratoren miteinander beherrschen, um die Integration fänger-Integrators) ist, wie bekannt, in den Speichern L1,
von Differentialgleichungen von verschiedenen Klassen L2 des unmittelbar vorhergehenden Integrators J24 ent-
oder auch die Erzeugung von sowohl algebraischen als 70 halten. In diesem letztgenannten Integrator wird, wie
79 80
aus der Fig. 88 a ersichtlich, die Ausgangsioformation des Es seien andererseits 2sax, 2sdy und 2säz die Anzahl
Integrators Z31 (Absender-Integrators) durch die Peri- von Impulsen dx, dy und dz, die einer Zunahme der Veröde P19 des Speichers L2 gefördert. Darin wird ein Zeichen, änderlichen χ bzw. y und ζ um eine Einheit entsprechen,
wie z. B. die Ziffer 1, eingetragen. Die Exponenten Sdx, Sdy und Sdz werden die Skalen-Für
den als Empfänger-Integrator geltenden Inte- 5 koeffizienten der drei Veränderlichen genannt. Es ist zu
grater J26 wird der Zug y (Fig. 86) durch den Ausgangs- bemerken, daß eine Zunahme der registrierten Zahl Ym
zug von Z30 (Absender) gebildet. In dem Integrator I25, um eine Einheit dem Wert 2·% entspricht. Somit ergibt
der dem Empfänger-Integrator vorangeht, wird (Fig. 88 a) sich 2^°~SP
die Ausgangsinformation Z30 durch P20 des Speichers L2 —^- = 2sv oder 2sy + Sdy
gefördert; darin wird ein Zeichen eingetragen und so fort io y
für die Integratoren Z26, Z27, Z30 und Z31, die reihenweise und durch Nehmen der Logarithmen
als Empfänger-Integratoren betrachtet werden. „„ „„ _ „ „
Der Umstand, daß der Eingang dy von Z27 nach der ~~ ~~ ώ» + 1^ W
Fig. 86 die dz der drei Absender-Integratoren Z25, Z27, Z30 Die Periode SP wird daher durch SP = 30 — Sy — Sdv
erhält, äußert sich in der Figr88a durch die Eintragung 15 bestimmt.
je eines Zeichens in die Felder^P21 (L1), P21 (L2) und P20 Andererseits soll jetzt ein Verhältnis gesucht werden,
(L1) und P20 (L2) des Integrators Z26. das die Skalenkoeffizienten der drei Veränderlichen eines
Alsdann werden die Adressen dx behandelt. Der #-Zug und desselben Integratoren miteinander verbindet,
von Z25 (Empfänger) wird (Fig. 86) vom z-Zug von Z31 Es werden 2six ifo-Impulse betrachtet, so ergibt sich
(Absender) geliefert. In dem Integrator Z24, der dem Inte- 20 für die Integrationsveränderliche χ eine Zunahme, die
grator Z25 unmittelbar vorangeht (Fig. 88 a), liegt die mit einer Einheit im wahren Wert gleich ist. Es sei Yr
^-Information von Z31 bei P19, Speicher L2. Nach den der mittlere Wert der Zahl Yr auf diesem Intervall; das
Erläuterungen im zweiten Absatz des Kapitels »dx- definierte Integral von y gegenüber χ auf dem in Betracht
Wählerzähler und dx-Kette« wird diese Angabe durch kommenden Intervall Ax = I hat den Wert γτΔχ = yr
die Gruppe von sechs Ziffern 100110 wiedergegeben, bei 25 in numerischem Wert. Da eine Einheit der Änderung
welcher die fünf ersten Ziffern die Dezimalzahl 16 in der primitiven Funktion 2S<& ^-Impulse enthält, so
binärer Numerierung bedeuten, während die letzte werden die 2s<fe ifo-Impulse 2^ZiZ-InIpUlSe erzeugt haben,
Ziffer, 0, den Speicher L2 bezeichnet. Diese Gruppe von und jeder ^-Impuls hat 2s<fe-5<?«yr ^-Impulse erzeugt,
sechs Ziffern wird in die Perioden P30/32 der Speicher L1 Wird mit Ym der mittlere Wert der Zahl Ym auf dem
und L2 des Integrators Z77 (Fig. 88b) eingetragen; der 30 Intervall verzeichnet, so ist Ym\Yr — 2sy; durch Ein-
Integrator, dessen laufende Nummer derjenigen des setzen des von diesem Ausdruck abgeleiteten Wertes
Empfänger-Integrators Z25 um zwei vorangeht, ist nämlich von Yr kann geschrieben werden, daß jeder dx-lmpnl&
tatsächlich Z77. 2sdz~sdx-syym ^-Impulse erzeugt.
Für den als Empfänger-Integrator betrachteten Inte- Andererseits ergibt sich durch Konstruktion der
grator Z26 wird der *-Zug ebenfalls (Fig. 86) durch den 35 Maschine *£. = Ym>
wobei Z und X die Anzahl der in
2-Zug von Z31 (Absender) gebildet. Indem IntegratorZ25 dx
(Fig. 88a) ist die von Z31 kommende Information bei P19 dem Intervall erzeugten dz- und ^-Impulse bedeuten;
des Speichers L1 zu finden. Diese (^-Adresse wird 100111 es ergibt sich Z = YmX. Da die Impulszahlen das Umgeschrieben
und findet ihren Platz am linken Ende der gekehrte der Impulsdauer sind, erzeugt jeder ^-Impuls
Speicher L1 und L2 des Sektors Z24 (Fig. 88 a). 40 Yn ^-Impulse. Es kann somit
Für den Empfänger-Integrator Z27 sind die %-Informa- „s _s _s - ,,,
tionen nichts anders als (Fig. 86) die unabhängige Ver- "Ym= »
änderliche selbst. Im Integrator Z26 wird diese (t) bei P22, _s _s _s
Speicher L1 gefunden. Diese Adresse wird 101101 ge- , ■ * »
schrieben und an der ihr im Integrator Z25 vorbehaltenen 45 „
Stelle eingetragen. Man verfährt in derselben Weise für _. ... , äz dx y
die Integratoren Z30 und Z31, die nacheinander als ο er en ic
Empfänger-Integratoren betrachtet werden. az y + ax ( )
Die folgende Operation besteht darin, das Abgangs- geschrieben werden, was das gesuchte Verhältnis dar-
signal 5 in den Speicher Y eines jeden Integrators ein- 50 stellt.
zustellen, was bekanntlich dasselbe ist, wie die Skala der Bevor die praktische Anwendung dieser Betrachtungen
Rechnung festzustellen. näher erläutert wird, soll noch eine dritte' Beziehung
Es sei in einem beliebigen Integrator Yr der wahre aufgestellt werden, die für jeden Integrator die Skalen
Wert der Funktion zu einem bestimmten Zeitpunkt und der Veränderlichen sowie den maximalen Wert miteinan-
Ym der Wert, der im Speicher Y des Integrators registriert 55 der verbindet, den die Funktion y in dem in Betracht
wird und die Zahl Y7. darstellt. Ym ist stets kleiner als 1, kommenden Integrationsintervall genommen hat. Durch
denn es wird angenommen, daß das Komma links von Vereinbarung ergab | Ym |
< 1. Andererseits kann
seiner höchsten Ziffer, d.h. zwischen den Perioden P30 jYj =2<s2/|Yr| geschrieben werden, da 2sy stets positiv
und P31 steht. (Der Integrator Z24 macht eine Ausnahme: ist. Hieraus ergibt sich
In diesem Integrator, der unter anderem zur Sendung 60 ^ ^
der Haltesignale und der Drucksteuersignale dient, wird 2sy —=^-p oder Sj,
< log2 -^-.
Y
angenommen, daß das Komma zwischen den Perioden P27 r>
angenommen, daß das Komma zwischen den Perioden P27 r>
und P28 liegt.) Wenn SP die Periode bezeichnet, die das Aus (3) ergibt sich:
Signal 5 enthält, so-enthält die Zahl Ym 30 — SP be- ,
deutende Ziffern. Das Verhältnis Fm/yr ist eine Potenz 65 Sdx —Sdz>
log2 Yr\. (4)
von 2, z. B. 2§y, wobei der Exponent Sy die Anzahl der Ist Yrmax das Maximum des absoluten Wertes von YT
Stellen bezeichnet, um welche die Zahl Yr verschoben in dem· Intervall, so muß
wird, um in den Speicher Y des Integrators eindringen
zu können: S ist positiv, wenn es nötig war, Yr nach ^dx 1^*8 oga Yrmax (4)
links zu verschieben; andernfalls ist es negativ. 70 sein.
81 82
Die Ungleichheit (4') ermöglicht es, durch eine vor- wahre Einheit der Veränderlichen χ sind nämlich 2sx Zu-
herige Schätzung der Größenordnung von Yr max Sy so nahmen nöti„ Tede TrOmmelumdrehune· liefert
zu wählen, daß Ym die Kapazität des Integrators nicht nailmen notlg- Jeö-e *-rommeiumdrehung liefert
m p g
übersteigt. ^-Zunahmen. Um 2S% Zunahmen zu erhalten, sind somit
Es sollen die Skalen der drei Veränderlichen und in- 5 1408 o„ „ . ,., ·, ·. / jt>j
, , , ,. c, ,, ,, j c. . „ . . , , ,.. , ■ 2bx Trommelumdrehungen, d.h. (wenn das Rad
folgedessen die Stellzahl des Signals S in jedem der fünf 1560 & · . ν
in Betracht' kommenden Sektoren bestimmt werden. o£nn it j λ. -j «■ ± τ. .ν -r 1408 2Sx
ττ. ,.. . , , ..η- ■ -·ι ,· . τ . ,ι ■ j· 3600 Umdrehungen in der Minute macht) T =. -τ~-.—r-^-r-
Hierfur ist es zweckmäßig, eine ahnliche Tabelle wie die b . ' 1560 3600
der Fig. 87 aufzustellen. -,. , .... „.. „ iC-.r 1408 32768 ■ ΟΛηΛΙ[.
„.",„, , . , , j. T , , „. , . Mmutennoüg.FurS-== 15ist T = ——--—-^r- = 8,19Mi-Die
erste Kolonne bezeichnet die Integratoren. Die drei ίο α λ 156Q 3600 ,
darauffolgenden Kolonnen enthalten die Skalenkoeffi- nuten oder 8 Minuten und 11 Sekunden. Mit Rücksicht
zienten der drei Veränderlichen eines jeden der Integra- auf die gewünschte Genauigkeit ist diese Zeit mäßig,
toren. Der Skalenkoeffizient des Ausgangsfaktors (z) eines Außer den Skalenkoeffizienten enthält die Tabelle der
jeden Integrators Im wird durch Sm bezeichnet, ausge- Fig. 27 noch die folgenden Angaben: Die sechste Kolonne
nommen jedoch im Falle des Integrators J24, für welchen 15 gibt die durch Anwendung der Beziehung (3) abgeleiteten
der Skalenkoeffizient seines Ausgangsfaktors (der un- Werte S2, an. Die siebente Kolonne zeigt die aus der oben
abhängigen Veränderlichen x) mit Sx bezeichnet wird. Es aufgestellten Formel (2) erhaltene Stelle SP des Signals S
ist ersichtlich, daß, da die Ausgangsfaktoren der drei in jedem Integrator. Die achte Kolonne gibt im Dezimalintegratoren
J25, J27, J30 zusammenaddiert werden, um zahlensystem den wahren Anfangswert 0Yr der Veränderden
Eingang Y von I21 zu bilden, S25 = S30 = S27 vor- 20 liehen an, die die Funktion y eines jeden Integrators
handen sein müssen. Andererseits muß der Skalen- bildet, wobei sich diese Werte aus den Daten ergeben,
koeffizient des Eingangs Y von J26 nicht S31, sondern Die neunte Kolonne gibt die entsprechenden Anfängs-S31
— 1 sein, um. den Multiplikationsfaktor 2 zu berück- . werte der Zahlen 0Ym an, die in den Integratoren nach der
sichtigen, indem der Eingangstakt der für diesen Integra- Formel 0Ym = 2sv 0Yr registriert wurden. Die zehnte
tor bestimmten <#y-Impulse verdoppelt wird. 25 Kolonne gibt die gleichen im Oktalzahlensystem ausge-
Es sei jetzt M eine Zahl, die so gewählt wird, daß die drückten Zahlen an. In der elften Kolonne endlich wur-Ungleichheit
den die gleichen Zahlen im Oktalzahlensystem aber unter
Form eingetragen, die sie" für die Registrierung in der
M loga Y1. oder 2M Yr max Maschine tatsächlich nehmen sollen. Der absolute Wert
30 der positiven Zahlen ändert sich nicht, aber vor diesen
zustande kommt. · Zahlen steht die Information 1, welche das Vorzeichen
Es läßt sich zeigen, daß die in der fünften Kolonne der Plus symbolisiert. Vor den negativen Zahlen dagegen
Tabelle eingeschriebenen Werte diese Bedingung erfüllen. steht die Information 0 — (Vorzeichen Minus), und deren
Die Ungleichheit (4') ermöglicht es, Sax — Sdz -M zu Wert ändert sich und wird zu seinem Komplement zu 8.
schreiben. Wenn dies für jeden Integrator geschrieben 35 Es wurde gesehen, daß, um die Rechnung, nach einer gewird,
so ist gebenen Zeit aufzuhalten, die dem für die Integrations-'
veränderliche χ gewählten Änderungsintervall entspricht,
(J27) S2; —S27 — 1, beim Anfang in den Speicher Y des Integrators J24 eine
Sx S31-I, Zahl Y eingeführt wird, die gegenüber der Gesamtzahl
j ς £ __ j 40 der Zunahmen dx passend gewählt wird, die dieser Inte-
25 31 2' ' grator im Laufe der Rechnung wunschgemäß liefern soll.
Esist zu bemerken, daß der Speicher Y von J24'den Ausgangsfaktor
keines anderen Integrators erhält und daß der Ausgang Z von J24 in seinem eigenen Speicher J?
Nun empfiehlt es sich, S31, d. h. den Skalenkoeffizienten 45 liefert. Bei jedem Operationszyklus addiert sich die
des Ausgangsfaktors des Integrators J31, festzusetzen, der Zahl Ym gemäß der vorher erläuterten Arbeitsweise zum
die Lösung der vorgeschlagenen Differentialgleichung Inhalt des Speichers R, bis dieser überläuft, d. h. in seiner
liefert. Diese Wahl stellt einen Vergleich zwischen der Periode von der höchsten Ordnung eine Überlaufinforma-Genauigkeit
und der Schnelligkeit der Rechnung dar, die tion sendet. Dieser Impuls betätigt den Halteschaukelin
entgegengesetzten Richtungen schwanken. Der in 50 kreis H, der die Rechnung 'beendet. Die anfänglich in
wahren Einheiten der Veränderlichen y ausgedrückte den Integrator J24 eingeführte Zahl Ym ist daher allge-Wert
eines jeden iüy-Impulses ist nämlich für jeden Inte- mein mit dem Umgekehrten der Anzahl der ^-Zunahmen
grator dy = 2~sAy. Wenn Sa,v zunimmt, so stellt jeder gleich, die zwischen zwei Haltepunkten der Rechnung
Ay-Impuls einen immer kleiner werdenden wahren Wert erzeugt werden sollen. Soll z. B. die Rechnung auf einem
von y dar, wobei die Dauer der Rechnung und deren 55 Intervall fortgesetzt werden, das mit einem Achtel der
Genauigkeit gleichzeitig zunehmen. wahren Einheit der unabhängigen Veränderlichen gleich
Es soll jetzt angenommen werden, daß eine Genauigkeit ist, d. h. 2~3, so ist entsprechend den vorher angegebenen
von vier Dezimalziffern gewünscht wird. Wird für S31 der Annahmen (wo Sax =15) eine Anzahl von dy-Zunahmen
Wert 15 angenommen, so ist ungefähr dy = 2~15 = 3,10-6, nötig, die 2152~3 = 212 gleich ist. Die in den Integrator
so daß für die bei den Elementaradditionen begangenen 60 J24 eingeführte Anfangszahl YM ist daher 2~12 oder
Fehler ein genügender Spielraum verbleibt. + 0,0001 in Oktalschrift gleich.
Wird dieser Wert von S31 in die Ungleichheit Nach dem Aufstellen einer mit derjenigen der Fig. 87
Sx — S31
> —1 eingesetzt, so wird gefunden, daß der' ähnlichen Angabentäbelle werden wieder die Kodifikakleinste
ganze für Sx zugelassene Wert Sx — 15 ist. Als- tionsblätter der Fig. 82a und 82b genommen, um die in
dann werden die anderen Werte der in der Tabelle ein- 65 die Speicher Y einzuführenden Informationen darin eingeschriebenen
Skalenkoeffizienten in der gleichen Weise zutragen.
bestimmt. . Die sechs ersten Integratoren J24, J25, J26, J27, J30, J31
Der so für Sx gewählte Wert ermöglicht· es, die Dauer der Maschine enthalten nacheinander in dem entsprechender
Rechnung für jede Einheit der wahren Änderung der den Speicher Y folgende Informationen: Integrator J24:
unabhängigen Veränderlichen zu schätzen. Für jede 70 das Signal S in P1,=, die Einheit in P1., die die Nummer
| ■->27 | ^ |
| ■"> Sl | -1, |
| S2I | — 1, |
| S27 | 1) |
| O no | j |
83 84
YM = 2~12 darstellt, die eingeführt wurde, um die Rech- durch Ansaugen von Luft arbeitendes Lüftungssystem,
nungen nach 212 Elementarzunahmen dx aufzuhalten; und ein etwaiges Undichtwerden würde die Kühlung und
es wird daran erinnert, daß der Integrator J24 vier Peri- das richtige Verhalten der Teile beeinträchtigen,
öden weniger als die anderen hat, so daß die Einheit in P16 Nach Betätigung des auf dem Schmelzsicherungspaneel
darin tatsächlich die Zahl212 darstellt, was festgestellt 5 angeordneten Hauptspeisungsschalters ist es zweckwerden
kann, wenn die Perioden gezählt werden, die mäßig, den Abfluß der Kühlluft an der Rückseite der
zwischen P28 (das dem Vorzeichen vorbehalten ist) und Maschine zu prüfen, um sich zu vergewissern, daß der
• P16 liegen. Die Abwesenheit einer Einheit in P28 zeigt Ventilator gut arbeitet. In diesem Augenblick sollen
negatives Zunehmen an. ebenfalls die Heizfäden der Vakuumröhren sowie der Integrator J25: Das Signals ist in P15. Die Einheit io Motor der magnetischen Trommel unter Spannung sein,
in P31 (Vorzeichen +) und die Abwesenheit von Einheiten Es soll dann mindestens eine Minute gewartet werden,
in allen anderen Fällen zeigen an, daß dieser Integrator bis die Röhren sich auf ihre Betriebstemperatur erwärmt
den Anfangswert 0 enthält. haben, worauf durch Drücken auf einen Knopf B + die
Integrator J26: Das Signal 5 ist in P15. Die Einheit Anodenspannung eingeschaltet wird. Der Spannungsin
P31 (Vorzeichen +) und die Abwesenheit von Einheiten 15 messer 260 ermöglicht es dann, die Anodenspannung in
in allen anderen Fällen zeigen an, daß dieser Integrator der bereits erwähnten Weise dadurch zu prüfen, daß der
den Anfangswert 0 enthält. Umschalter 261 in seine verschiedenen Stellungen geIntegrator
J27: Das Signal S ist in P15. Das Fehlen der bracht wird. Die beobachteten Spannungen müssen
Einheit in P31 (die lediglich mit Rücksicht auf die Be- den verschiedenen Umschalterstellungen entsprechende
quemlichkeit der Prüfung durch eine Null ersetzt wurde) 20 Werte angeben, wobei geringe Abweichungen zugelassen
zeigt an, daß das Vorzeichen der in diesen Integrator an- werden können.
fänglich eingetragenen Zahl negativ ist. Die in diesem Wenn die Anodenspannung nach dem Drücken auf den
Integrator enthaltene binäre Zahl 0,1101 (mit darauf folgen- Knopf B + nicht erscheint, so bedeutet das, daß die Zeit
den bedeutungslosen Nullen) muß somit durch ihr Komple- für die Erwärmung der Röhren nicht genügend war; in der
ment auf 2 ersetzt werden, das dadurch erhalten wird, daß 25 Maschine ist nämlich ein Zeitrelais angeordnet, das das
sämtliche J. und 0 der Zahl bis auf die letzte bedeutende Einschalten der Anodenspannung so lange verhindert, bis
Ziffer umgekehrt werden. So wird die binäre Zahl die Röhren warm sind.
—0,0011, die sich im Dezimalensystem —0,1875 schreibt, Wie bereits erwähnt, ermöglicht der Schirm des Oszilwie
es die Tabelle der Fig. 87 erfordert; -erhalten. loskops 33 (Fig. 4) das Ablesen der in der Maschine entIntegrator
J30: Das Signal S ist in P15. Die Einheit 30 haltenen Informationen. Der Ausschlag des Oszilloskops
in P31 mit der darauffolgenden Einheit in P30 (mit darauf- wird durch die Ausgangsspannung des Operators 1% ausfolgenden
Endnullen) stellen die binäre Zahl +0,1 oder gelöst, der unter Bezugnahme auf Fig. 46 erläutert wurde.
+0,5 nach dem Dezimalzahlensystem dar, was der Ta- Der Ausschlag erfolgt von links nach rechts, damit die
belle entspricht. . Ziffern, welche die binären Zahlen bilden, in der üblichen Integrator J31: Das Signal S ist in P18. Die Null in P31 35 Reihenfolge erscheinen. Das Einschalten des Oszilloskops
und die binäre Zahl 111 nach Aufnahme ihres Komple- erfolgt dadurch, daß Stift »Eingang der Signale« des
mentes auf 2 ergeben für die in diesem Integrator ent- Oszilloskops mit der Klemme J des Pultes, der Stift
haltene Zahl den (binären) Wert —0,001 = —1/8 (Dezi- »Eingang des Auslösesignals« mit der Klemme T und der
mal) = —0,125 (Dezimal) entsprechend der Tabelle. Stift »Masse« mit der Klemme G verbunden wird.
Die beiden anderen in der Fig. 88 b dargestellten Inte- 40 Nach Durchführung der Anfangseinstellungen für die
gratoren waren für die Aufstellung der ifo-Adressen nötig; Steuer knöpfe des Oszilloskops wird gleichzeitig auf die
für die Eintragung der Anfangszahlen y in die Integra- vier Auslöseknöpfe 269 gedrückt. Dann werden die
toren der Maschine kommen sie nicht in Betracht. Stärke des Oszilloskopbündels sowie die Beständigkeit
. des Ausschlages und die Weite des Bündelauslösesignals
bteuerung der Maschine 45 go wdt eingestellt) bis auf dem Schirm ein geradliniger und
Nach Beendigung der Vorbereitung der Rechnung in beständiger Strich zu beobachten ist, dessen lotrechte
der obenerwähnten Weise werden die so ermittelten An- Stellung so weit eingestellt wird, bis sich der Strich etwas
fangsinformationen in der Maschine registriert, worauf oberhalb der Reihe von Zahlen befindet, die auf dem
die Maschine in Tätigkeit gesetzt wird. durchsichtigen Ableseschirm eingraviert sind, der auf dem
Die Fig. 89 ist eine schaubildliche Darstellung, welche 50 Hauptschirm angeordnet ist. Hierauf wird die waage-
das bereits beschriebene Steuerpult zeigt. Die verschrie- rechte Lage sowie der Knopf für die Vervielfältigung der
denen Steuerungen sind auf einer Platte 258 angeordnet, Ausschlaggeschwindigkeit nach rechts so weit eingestellt,
diez.B. aus»Durakbesteht.DerWechselstromspannungs- bis der Lichtstrich mit dem in Grade eingeteilten Teil des
messer 259 dient zur Kontrolle der Wechselstromspeise- durchsichtigen Blattes zusammenfällt,
spannung und zur Prüfung, ob sich diese ■ Spannung 55 Darauf können die Informationen eingeführt werden,
tatsächlich zwischen den erforderlichen Grenzen bewegt. wobei mit dem Speicher Y des Integrators J21 begonnen
Der Gleichstromspannungsmesser 260, der durch die Be- wird.
tätigung des Umschalters mit vier Stellungen 261 einge- Zu diesem Zweck wird der Wählerumschalter 263 auf
schaltet wird, ermöglicht eine Kontrolle eines jeden der die Stellung Y gebracht, und es wird auf die Tasten 2
vier Gleichstromspannungsspiegel, die für die Speisung 60 (linke Reihe) und 4 (fechte Reihe) der Tastatur 264 für
der Maschine in Betracht kommen. Diese Kontrolle ist die Auswahl der Integratoren gedrückt sowie auf
nicht unbedingt erforderlich, denn in der Maschine sind die Taste »Füllen des Speichers Y« der Reihe 268. Der
vorzugsweise Schutzrelais vorgesehen, um die Speisung Umkehrschalter 266 wird in die Stellung »kreislaufweise«
für den Fall zu unterbrechen, daß die Spannungen nicht und der Umkehrschalter 267 in seine Stellung »Stillstand«
richtig sein sollten. 65 gebracht. Der Markierknopf 199 und die Taste 212 für
Bevor die das Problem betreffenden Daten in die die Eintragung von Null werden gedrückt, wobei der
Maschine eingeführt werden, sind gewisse Vorsichtsmaß- Knopf 199 niedergedrückt bleibt, worauf dieser dann
nahmen nötig. Vor allem ist zu prüfen, ob die Paneele 13 losgelassen wird.
(Fig. 4) vorn, hinten und auf den Seiten der Maschine In diesem Augenblick und durch wiederholtes Drücken
richtig befestigt sind. Die Maschine besitzt nämlich ein 70 auf den Knopf 212 wird die Verschiebung von zwei kleinen
Stiften längs der Lichtspur auf dem Schirm bewirkt, wobei der eine dieser Stifte nach oben und der andere
nach unten (entgegengesetzte Polaritäten) gerichtet ist; außerdem liegen diese Stifte in einem Abstand voneinander,
der ungefähr einer Elementenperiode oder Uhrperiode entspricht. Diese beiden kleinen Stifte, welche
den »Markierimpuls« bilden, rücken bei jedem Niederdrücken der Taste 212 um je eine Periode vor. Auf diese
Weise wird die Information 0 in einen beliebig gewählten Integrator eingeführt.
JJurch Niederdrücken der Taste 213 für die Einschreibung
der Einheit wird das Erscheinen eines Quadratimpulses auf dem Schirm in der Periode bewirkt, die in
dem Augenblick, in dem auf den Knopf 213 gedrückt wurde, zwischen den beiden Stiften liegt. Dieser Quadratimpuls
bezeichnet die Einführung der Information 1 in die entsprechende Stellung der Gedächtnislaufbahn.
Durch eine geeignete Betätigung der Tasten 212 und 213 kann somit jede Steuerinformation sowie jede gewünschte
binäre Zahl in den Speicher Y des gewählten Integrators, im vorliegenden Fall des Integrators J24,
eingeführt werden.
In dem hier in Frage kommenden Fall, der den Integrator J24 betrifft (s. Fig. 88 a), wird die Taste 212 so oft,
wie dieses nötig ist, gedrückt, damit die beiden Lichtstifte des Markierimpulses die auf dem durchsichtigen Leseblatt
angegebene Periode 16 einrahmen; dann wird zweimal auf die Taste 213 gedrückt, um die Information 1 in jede
der beiden Perioden P16 und P15 einzuführen, wie es die
Fig. 88 b erfordert.
Um einen bei der Einführung der Informationen begangenen
Fehler zu berichtigen, sind mehrere Mittel vorgesehen. Wenn z. B. festgestellt wird, daß die gesamte
eingeführte Zahl falsch ist, so wird auf den Markierknopf 199 und dann zweimal auf die eine der beiden Tasten 212
oder 213 gedrückt, bis der Markierimpuls auf den Ausgangspunkt am linken Ende des Integrators zurückgebracht
worden ist. Darauf wird die Einführung der Zahl wiederholt.
Die im Speicher Y enthaltenen Informationen können ebenfalls mittels des Auslöseknopfes des Speichers Y der
Reihe 269 gelöscht werden; aber gleichzeitig werden auch sämtliche im Speicher Y aller Integratoren mitgelöscht,
und es ist dann nötig, den Einführungsprozeß sämtlicher Informationen zu wiederholen.
Wenn der Fehler sofort bei der Eintragung einer Ziffer bemerkt wurde, so kann der Markierimpuls der gewünschten
Zahl von Perioden zurückgenommen und dann die richtige Ziffer eingetragen werden. Zu diesem Zweck
wird auf die Taste »Verschiebung nach links« der Reihe 268 gedrückt. Nach dem Niederdrücken dieser Taste wird
der Impuls durch Niederdrücken der Taste 212 oder 213 nach links zurückgeführt. Es genügt dann, auf die Taste
»Füllen des Speichers Y« zu drücken und die Information zu berichtigen.
Nach Beendigung ,der Eintragung der Informationen in den Speicher Y des Integrators J24 kommt dann der
Integrator J25 an die Reihe. Hierzu genügt es,, auf die
Taste 5 der rechten Reihe der Wählertastatur 264 zu drücken und dann einen Markierimpuls einzuführen,
was in der gleichen Weise wie vorher dadurch geschieht, daß auf die Taste 212 oder 213 gedrückt wird, während
der Markierknopf 199 niedergedrückt ist. Der Speicher Y dieses Integrators wird dadurch gefüllt, daß das Schema
der Fig. 88 a beachtet wird.
Zweckmäßig wird der Speicher Y sämtlicher für die Berechnung in Frage kommender Integratoren gefüllt,
bevor die anderen Speicher gefüllt werden. Ist der Speicher Y sämtlicher in Frage kommender Integratoren
gefüllt, so können sie leicht nacheinander geprüft werden, indem die Wählertastatur 264 betätigt wird. Wird ein
Fehler im rechten Teil eines beliebigen Integrators gefunden,
so ist es nicht nötig, die ganze Zahl umzuschreiben ; es genügt nämlich, nachdem der Markierimpuls in der
bereits erläuterten Weise eingeführt wurde, auf die Taste »Verschiebung nach rechts« der Reihe 268 zu drücken.
Durch Betätigung einer der beiden Tasten 212 oder 213 verschieben sich die Stifte des Markierimpulses nach
rechts, ohne die im Integrator enthaltenen Informationen
ίο zu ändern. Wenn die Stifte den Integratorteil erreicht
haben, der die fehlerhafte Information bzw. die fehlerhaften Informationen enthält, so genügt es, auf die Taste
»Füllen des Speichers Y« zu drücken und die richtige Information über die fehlerhafte einzutragen.
Nach Beendigung der Füllung des Speichers Y in den
verschiedenen Integratoren wird der Speicher R und dann die Scheidespeicher L1 und L2 gefüllt. Das Verfahren
zum Füllen eines jeden dieser Speicher ist genau das gleiche wie dasjenige, das für den Speicher Y beschrieben
wurde, nur wird der Wählerumschalter 263 in die Stellung gebracht, welche die Bezeichnung des zu füllenden
Speichers enthält, und der der Reihe 268 (»Füllen«) entsprechende Knopf wird betätigt.
Nach Beendigung der Anfangsdateneinführung nach dem Schema der Fig. 88 a und 88 b in der soeben erläuterten
Weise kann mit der eigentlichen Rechnung begonnen werden. Zu diesem Zweck genügt es, auf den
Knopf »Rechnung« zu drücken, der der untere Knopf der Reihe 268 ist.
In diesem Augenblick wird das Niederdrücken der einen oder der anderen der beiden Tasten 212 und 213 zur
Folge haben, daß die Maschine einen einzigen Rechnungskreislauf ausführt und dann stillsteht. Soll der Gang der
Rechnung in jedem Kreislauf beobachtet werden, und zwar in einem gegebenen Integrator, so genügt es, den
Umschalter 261 auf Y. zu bringen, den gewünschten Integrator mittels der Tastatur 264 zu wählen und auf
die Taste 212 oder 213 beliebig oft zu drücken, um das Ergebnis der aufeinanderfolgenden Kreisläufe der Rechnung
in diesem Integrator beobachten zu können.
Wenn die Rechnung in befriedigender Weise fortzuschreiten scheint, so kann von der schrittweisen Rechnung
zum fortlaufenden Arbeiten übergegangen werden. Zu diesem Zweck wird der Hebel 266 in die Stellung »Voreingestelltes
Intervall« gebracht. Wird dann auf eine der Tasten 212, 213 gedruckt, so führt die Maschine die Rechnung
aus, bis sie die Zahl der ifo-Zunahmen abgegeben hat,
die durch die in den Speicher Y des Integrators J24 in
der oben angegebenen Weise eingetragene Zahl bestimmt wird. Sie bleibt dann stehen, und es kann zu einer weiteren
Prüfung vorgegangen Werden. Für den Fall, daß Tabulatoren zum Drucken der Ergebnisse erwünscht sind, gibt
die Maschine dann ihren ersten Druckbefehl, und das richtige Arbeiten der Tabulatoren ist zu prüfen.
Es kann dann der Handgriff 267 in die Stellung »Selbsttätige Wiederingangsetzung« gebracht und auf eine der
Tasten 212, 213 gedruckt werden. Auf diese Weise rechnet die Maschine in aufeinanderfolgenden Intervallen, wobei
sie am Ende eines jeden Intervalles stehenbleibt, um einen Druckbefehl zu geben, und sich dann von selbst wieder
in Gang setzt, um das nächstfolgende Intervall zu integrieren.
Während des gesamten Ganges der Rechnungen ist es möglich, einen beliebigen Speicher in einem beliebigen
Integrator zu beobachten, Hierzu genügt es, die Wählerumschalter 263 und 264 in die gewählten Stellungen zu
bringen, ohne daß diese Betätigung die Rechnungen weder unterbricht noch stört. Dagegen dürfen weder die
Eintragungstasten 268 noch die Auslösetasten 269 angerührt werden.
Damit die Maschine beim nächstfolgenden Druckbefehl stehenbleibt, muß der Handgriff 267 auf die Stellung
» Stillstand cc gebracht werden. Um die Maschine sofort (oder, genauer gesagt, am Ende des in Arbeit befindlichen
Kreislaufes) zum Stillstand zu bringen, muß der Handgriff 266 in die Stellung »Kreislauf weise cc gebracht werden.
Die Maschine bleibt dann stehen, ohne die Ergebnisse zu drucken. Zweckmäßig ist es, nachdem die Maschine zum
Stillstand gebracht wurde, den Handgriff 267 auf die Stellung »Stillstand« zu bringen, bevor auf irgendeine
der Fülltasten 268 gedrückt wird.
Verbindungsausrüstung
Für die Lösung gewisser komplizierter Probleme kann es nötig sein, zwei oder mehr Maschinen miteinander zu
verbinden, die mit der beschriebenen Maschine ähnlich sind. Zu diesem Zweck wird das Ausgangswähler-Stiftenpaneel30
verwendet sowie die Stiftenpaneele 31, 31a und 32 für den Ein- und Ausgang der Informationen,
welche Paneele bereits unter Bezugnahme auf die Fig. 4 erwähnt wurden.
Wie bereits am Anfang der Beschreibung erwähnt, hat das Ausgangswählerpaneel 30 den Zweck, dafür zu sorgen,
daß die von jedem Integrator gelieferten Informationen bzw. die von einer beliebigen gewünschten Anzahl von
Maschinenintegratoren, bis zu zwölf, gelieferten Informationen auf den Ausgangspaneelen 31, 31« zur Verfügung
stehen. Zu diesem Zweck besteht dieses Paneel (Fig. 90) aus vierundzwanzig Stecker- oder Anschlußdosen,
wie z. B. 271, die je neun Öffnungen bzw. Klinken besitzen, wobei jede Dose einen Stöpsel mit.neun Steckstiften
erhalten kann, wie in der Fig. 91 dargestellt ist. Auf jedem Stöpsel ist eine Ziffer eingraviert, die einer der
Ziffern der Oktalbezeichnung eines jeden der vierundvierzig Integratoren der Maschine entspricht. 'Die vier-
undzwanzig Steckdosen des Paneels sind in zwölf Paare . ° . . . . . .
eingeteilt, wobei die beiden Dosen eines jeden Paares m
der weiter unten ersichtlichen Weise den beiden Ziffern der Oktalbezeichnung eines Integrators entsprechen
können. Die Klinken einer jeden Dose 271 sind wie folgt geschaltet: Zwei Klinken sind zusammen, ebenso wie mit
den beiden entsprechenden Klinken der anderen zu demselben Paar gehörenden Dose, mit einem Leiter Iml... Iml2
verbunden, der zu dem weiter unten beschriebenen Ausgangssynchronisationspaneel
führt. Sechs weitere Klinken sind entweder mit dem Ausgang der Operatoren K1, K1',
K2, K2', K3, Kl oder mit dem Ausgang der Operatoren
Kit Kl, K5, K5', K6, K6' je nach der in jedem Paar in
Betracht kommenden Dose verbunden. Die obigen Operatoren liefern die bejahenden und verneinenden Sätze der
sechs Stufen des Wählerzählers 138 der Integratoren. Die Steckstifte eines jeden Stöpsels sind nach einem besonderen
Schema miteinander verbunden, und zwar so, daß durch die Einführung dieses Stöpsels in eine beliebige
Dose zwischen den Operatoren K und K', mit welchen diese Dose verbunden ist, die Kombination hergestellt
wird, die entsprechend der Tabelle der Fig. 42 die Oktalziffer bestimmt, die auf dem betreffenden Stöpsel markiert
ist.
Es ist ferner noch ein Widerstand, z. B. 274, vorgesehen, der zwischen der Polarität +130 Volt und der den beiden
Dosen eines jeden Paares gemeinsamen Verbindung eingeschaltet ist und ein logisches Vervielfältigungsnetz
bildet, durch welches die Einführung zweier Stöpsel in die beiden Dosen des betreffenden Paares zur Folge hat,
daß auf dem Ausgangsleiter Im... Iml2, der hier in Frage
kommt, diejenigen Informationen erscheinen, welche in dem Integrator enthalten sind, der durch die beiden von
den genannten Stöpseln getragenen Oktalziffern bezeichnet wird.
Die Klinken der mit den Operatoren K, K' verbundenen
Dosen werden ferner durch die Sätze G und (Θ + Φ) gespeist,
die für die Rechnung nötig sind.
Es ist zweckmäßig, um den Inhalt eines gewählten Integrators zu entnehmen, daß die Stöpsel anzuschließen
sind, deren vereinigte Ziffern die unmittelbar höhere Oktalzahl ergeben; es sind dieses diejenigen Informationen
während der einem Integrator entsprechenden Intervalle, die der unmittelbar vorhergehende Integrator enthält, die
zur Verfugung stehen.
So werden, um den Inhalt des Integrators 75 zu entnehmen, die mit 7 und 6 markierten Stöpsel genommen
und in die rechte bzw_ Hr)ke Dose eines beliebigen von den
zwölf Paaren des Paneels 30 eingeführt.
Ausgangssynchronisationspaneel
Das in der Fig. 4 mit 31 bezeichnete Ausgangssynchronisationspaneel
ist in der Fig. 92 schematisch dargestellt. Es besteht aus zwölf gleichachsigen Anschlüssen, wie z. B.
277. Zum mittleren Kontakt eines jeden Anschlusses
führt der Leiter Iml...Iml2, der von jedem Dosenpaar
des soeben geschilderten Paneels 30 kommt. Diese An-Schlüsse können mit einem weiter unten beschriebenen
Verbindungsblock verbunden sein.
Ausgangspaneel für die verschiedenen Sätze
Dieses in der Fig. 4 mit 31 bezeichnete Paneel ist in Fig. 93 schematisch dargestellt. Es besteht ebenfalls aus
zwölf Anschlüssen, die mit denjenigen des Paneels 31« ähnlich sind, aber durch verschiedene Sätze gespeist
werden, die gegebenenfalls zweckmäßig zu verschiedenen Zwecken und insbesondere für die bereits erwähnte Verbindung
von mehreren Rechenmaschinen miteinander entnommen werden sollen.
Der mit / bezeichnete Anschluß erhält den Satz
/ = JmZi(j (ψ -ή- Cy).
Der Anschluß I erhält die Bejahung des unter Bezugnähme
auf die Fig. 2 geschilderten Schaukelkreises. Die Anschlüsse Gm und H7n sind mit den Schaukelkreisen G
und H der Hauptmaschine des Systems verbunden. Die Anschlüsse G (Φ + Θ) und H ( Φ+ Θ) erhalten die so
bezeichneten Sätze. Desgleichen erhalten die Anschlüsse Zf undZ/ die bejahende und die verneinende Satzbehauptung
des Zeitschaukelkreises Z1, der unter Bezugnahme
auf die Fig. 59 geschildert wurde. Der eine, durch einen Leiter 278 mit dem Anschluß H (Φ + Θ) verbundene
Anschluß des Paneels liefert den Druckbefehl und ist mit geeigneten Tabulatoren verbunden. Außerdem sind noch
folgende Anschlüsse vorgesehen: ein die Uhrschläge erhaltender Anschluß, ein Spannungsbegrenzungsan-Schluß
und ein Anschluß, der für gewöhnlich frei ist und zu verschiedenen Zwecken dienen kann.
Eingangssynchronisationspaneel
Dieses Paneel, das in der Fig. 4 mit 32 bezeichnet und in der Fig. 94 schematisch dargestellt ist, dient zur Einführung
der äußeren, bereits erwähnten Informationen ^1. .J12, also zwölf an der Zahl, die im allgemeinen von
einer oder mehreren anderen mit der bereits erläuterten Maschine durch Vermittlung des Verbindungsblockes herkommen.
Die dem Paneel 32 über den Block gelieferten Informationen können insbesondere die Informationen Zf
und Z/ umfassen, die den betreffenden Anschlüssen entnommen werden, welche dem Ausgangspaneel 31 einer
anderen Maschine gehören; ferner können sie noch eine oder mehrere von den Informationen Iml... Iml2 umfassen,
welche dem Ausgangssynchronisationspaneel 31a dieser anderen Maschine entnommen werden. Diese fremden Informationen
werden dem Registrierknöpf des Speichers Z
89 90
der betreffenden Maschine zugeführt, um in deren Spei- von gleichzeitigen Integrationen erfordern, über mehrere
eher Z entsprechend der bei der Beschreibung des Spei- Maschinen zu verfügen, die eine Anzahl von Integratoren,
chers Z bereits erklärten Gleichung beispielsweise vierundvierzig, enthalten. Aus diesem
Grund ist die Möglichkeit vorgesehen, mehrere Maschinen
w = Λh +. Ji h + /s4 + Jih + /sh + /eh + /7i7 + 5 der beschriebenen Bauart miteinander zu verbinden.
/s *8 + /9 ie + /10 ho + /11 *ii + /12*12 So zeigt das Schema der Fig. 96 zwei Maschinen 279
registriert zu werden. und 282, die über einen Verbinduhgsblock 280 miteinander
verbunden sind, welcher die Informationen Zfl Z/
Synchronisation des Integrators I1 der Maschine 279 dem Speicher Z der
.' ■ 10 Maschine 282 durch die drei Leiter zuführt, die mit den
Für den Fall, daß mehrere gemäß der Erfindung aus- Anschlüssen Zf, Z1' und Imi der Ausgangspaneele 31 und
geführte Rechenmaschinen miteinander verbunden sind, 31« der ersten Maschine verbunden sind, wobei auch der
muß der Synchronismus zwischen den Gedächtnis- mit dem Anschluß tt des Eingangspaneels 32 der zweiten
trommeln sämtlicher Maschinen bewirkt werden, d. h., es Maschine verbundene Leiter 281 an dieser Zuführung
müssen in einem gegebenen Augenblick Integratoren mit 15 teilnimmt. Auf diese Weise können der Maschine 282 bis
derselben Bezeichnung den entsprechenden Köpfen zu zwölf Informationen I1 statt einer einzigen zugeführt
gegenüberstehen. Zu diesem Zweck ist vorgesehen, den werden, wobei diese Informationen von zwölf zu einer
Integrator J24 . der »Sklavenmaschine«, die mit einer oder mehreren Hilfsmaschinen gehörenden Integratoren
anderen »Hauptmaschine« synchronisiert werden soll, um kommen könnten.
zwei Uhrperioden derart zu reduzieren, daß die gegen- 20 Der Verbindungsblock besteht im wesentlichen aus
seitige Lage der Integratoren auf den beiden Maschinen einer Gruppe von Schaukelkreisen, die je ein Gedächtnis
in fortlaufender Weise bis zu dem Augenblick geändert mit einer Ziffer bilden, welches durch dessen Zustands-
wird, wo diese einen synchronen Gang erreichen, was sich änderung in bekannter Weise die vom entsprechenden
durch eine sehr beständige Spur auf dem Schirm des Integrator Ii-X der Absendermaschine gelieferte Infor-
Elektroskops äußert. 25 mation (0 oder 1) registriert und dem Eingang tt der
Diese Verkürzung des Integrators /24 erfolgt dadurch, Empfängermaschine zurückgibt,
daß auf die sogenannte Synchronisationstaste 270 (Fig. 29)
gedrückt wird. Wie die Fig. 95 zeigt, wird durch das Auslösekreise
Niederdrücken dieser Taste die Verbindung zwischen
einem Leiter N und der Polarität 0 Volt unterbrochen. 30 Zur Auslösung der Speicher der Gedächtnislaufbahn
Der Leiter N wird dann durch eine (nicht dargestellte) wird über vier Auslösetasten verfügt (269 in Fig. 89),
vorher kurzgeschlossene Polarität von 30 Volt erregt. deren Betätigung alle in den entsprechenden Speichern
Andererseits ist dieser Leiter mit einem der Eingänge enthaltenen Informationen löscht, wobei die beiden
eines nicht dargestellten logischen Vervielfältigungsnetzes Scheidespeicher L1 und L2 mittels ein und derselben
mit vier Eingängen verbunden, dessen weitere drei Ein- 35 Taste L gleichzeitig gereinigt werden,
gänge durch die Sätze J24, P1 und C gespeist werden. Der Durch das Niederdrücken einer Auslösetaste wird
Ausgang dieses Netzes ist mit dem bejahenden Eingang nämlich die verneinende Triode eines jeden der Schaukelder
Stufe F2 des unter Bezugnahme auf die Fig. 32 er- kreise Ym, Rm, Lim, L2m bzw. Zm dadurch leitend geläuterten
Periodenzählers 122 verbunden. macht, daß die Rückverbindung der Kathode der ent-
Auf diese Weise wird durch das Niederdrücken der 40 sprechenden Triode ausgeschaltet wird.
Taste 270 der Satz , Wie das Schema der Fig. 97 zeigt, wird, durch das
j? _ j ρ -pjQ Niederdrücken der Taste »Y-Auslösung« z. B. die Ver-
2 24 1 bindung unterbrochen, die für gewöhnlich zwischen der
bejaht, in welchem N den Zustand der niedergedrückten Polarität —100 Volt (durch den gemeinsamen Leiter 283)
Taste 270 (mit dem unter Spannung stehenden Leiter N) 45 und der Kathode der »verneinenden« Triode des Schaukelbezeichnet.
Nun ist bekanntlich (Tabelle der Fig. 31) der kreises Y des Lesekopfes des Speichers Y, d.h. der Triode,
Kombinationszustand des der Periode P1 entsprechenden vorhanden ist, welche nichtleitend wird, wenn der
Zählers 122 F1 F2 F3 Fl F5'. Wenn F2 in diesem Kombi- Schaukelkreis seinen sogenannten verneinenden Zustand
nationszustand in F2 geändert wird, so wird annimmt. Dieser Schaukelkreis verbleibt dann in seinem
F1 F2F3'FlFb' erhalten, wodurch die Periode P3 be- 50 verneinenden Zustand, der der Information 0 entstimmt
wird. Wenn auf die Taste 270 gedrückt wird, so spricht, und zwar ohne Rücksicht auf die logischen
wird unmittelbar die Periode P3 sofort nach der ersten Sätze, die den beiden Enden des Schaukelkreises zuge-Periode
P1 des ersten Integrators /24 der nächstfolgenden führt werden.
Trommelumdrehung erhalten, wobei die Stufe -F2 des Bekanntlich ist die sogenannte verneinende Triode des
Zählers 122 bejahend wird und der Zähler auf diese Weise 55 Schaukelkreises (s. z.B. den Schaukelkreis rechts im
die beiden ersten Perioden des Integrators wegläßt. Es Stromkreis der Fig. 16) im verneinenden Zustand nichtwird
so das gewünschte Vorrücken erhalten. leitend, so daß der mit deren Anode verbundene AusDiebe j ahende Gleichung des Schaukelkreises .F2 würde gangsleiter unter einer hohen Spannung steht, während
die Formel f2 = F1F2 C erhalten. Nach dem Vorher- die andere, die sogenannte bejahende Triode leitend ist,
gehenden wird somit die vollständige bejahende Gleichung 60 so daß deren Anodenleiter unter einer geringen Spandieses
Schaukelkreises nung steht; im bejahenden Zustand des Stromkreises - __ ρ ist es umgekehrt. Durch den Umstand, daß die Leitungs-/2
= ^1-^2^+724P1NL fähigkeit der verneinenden Triode durch Trennen ihrer
sein. Kathode von der negativen Polarität verhindert wird, Verbindungsblock 6s wird somit der pla±tenausgang der verneinenden Triode
unter einem hohen Potential gehalten, und der Schaukel-
Es steht nichts im Wege, eine gemäß der Erfindung kreis verbleibt stets in seinem negativen Zustand,
durchgebildete Maschine so auszuführen, daß sie jede ge- Der betreffende Schaukelkreis, z. B. Ym, wird stets die
wünschte Anzahl von Integratoren enthält. Es ist jedoch Nullen dem Stromkreis für die Wiederregistrierung bzw.
wirtschaftlicher, bei Problemen, die eine größere Anzahl 70 für die Aufrechterhaltung des entsprechenden Speichers Y
zuführen, und nach Beendigung der Trommelumdrehung, die unmittelbar auf das Niederdrücken der Lösetaste
folgt, wird dieser Speicher nur noch Nullen enthalten (gleichmäßige Magnetisierung auf der ganzen Länge).
Die Lösetaste des Speichers Z trifft nicht nur den
Schaukelkreis Zm, sondern auch die Schaukelkreise Zg
und Z in der oben beschriebenen Weise. Es ist nämlich nötig, daß die in diesen drei Schaukelkreisen enthaltenen
Informationen sofort nach der Wiederaufnahme des normalen Rechnens zusammenfallen.
Beobachtungswählerumschalter
Dieser Umschalter (263 in Fig. 89) dient zur Wiedergabe des Inhaltes eines gewählten Speichers auf dem
Schirm des Oszilloskops. Wie die Fig. 98 zeigt, ist dessen beweglicher Kontakt mit der oberen (in der Fig. 98 mit
284 bezeichneten) Klemme I der Gruppe von drei Klemmen 262 verbunden. Die drei in der Fig. 98 mit 284, 285,
286 bezeichneten Klemmen 262 sind an drei Klemmen des Oszilloskops angeschlossen, um in dieses das zu beobachtende
Signal, das Ausschlagauslösesignal bzw. die Massenverbindung einzuführen.
Das Auslösesignal wird vom Operator Ij geliefert. Die
Massenverbindung wird durch die Polarität 0 Volt der Maschine gebildet. Das zu beobachtende Signal
wird seinerseits durch den beweglichen Kontakt des Umschalters 263 geliefert. Zu diesem Zweck werden
die fünf festen Kontakte des Umschalters durch die Sätze Y, R, L1, L2 bzw. Za gespeist. Außerdem ist
das Kontaktstück Za stets mit der Vereinigung 288
durch einen Leiter 287 verbunden, auf welchem ein Kondensator Cr eingeschaltet ist. Andererseits besitzt
der bewegliche Leiter 298 einen Widerstand Rr, der mit
dem Kondensator C einen Differentiationsstromkreis bildet. Das Signal des gewählten Speichers wird somit
differentiiert, bevor es in das Oszilloskop eingeführt wird, wo es zu einer Wellenform führt, die auf dem Schirm
beobachtet werden kann.
Speisung
Die verschiedenen für das Arbeiten der Maschine nötigen Speisespannungsspiegel werden von einem Speiseblock
geliefert, der Spannungen mit konstanten Spiegeln liefert und in der Fig. 4 bei 15 sichtbar ist. Außer den
vier Hauptspiegeln, die +30 Volt, +130 Volt, -290 Volt und —100 Volt entsprechen, kann dieser Block noch verschiedene
Polarisationsspannungen liefern, die für die Leseverstärker (wie z. B. A in der Fig. 9) sowie für verschiedene
Schaukelkreise (wie z. B. Ym in der Fig. 16) nötig sind.
Um diese Spannungsspiegel mit Hilfe des Gleichstromspannungsmessers
260 zu kontrollieren, ist ein zweipoliger Umschalter mit vier Stellungen 261 vorgesehen, dessen
Schema in der Fig. 99 dargestellt ist. Die Verschiebung dieses Umschalters ermöglicht es, einen beliebigen von
den vier zu prüfenden Spannungsspiegeln mit einer Klemme des Spannungsmessers zu verbinden, während
die andere Klemme des Spannungsmessers stets an der Polarität 0 Volt angeschlossen ist.
Prüflampe
Die Neonprüflampe 265 (Fig. 89) zündet und brennt weiter, sobald das eigentliche Rechnen beginnt. Ihr Gebrauchsschema
ist in der Fig. 100 dargestellt. Die eine ihrer Elektroden ist durch Leiter 296 mit dem Satz
G{0 + Θ) verbunden, der bekanntlich nur dann bejaht
wird (und somit ein hohes Potential auf 296 liefert), wenn die Maschine rechnet. Die andere Elektrode ist durch 293
und drei spannungsbegrenzende Widerstände Rs zwischen
den Polaritäten 0 und —100 Volt geschaltet.
Die Lampe zündet daher nur dann, wenn ihre rechte Elektrode durch Bejahung von G (Φ + (9) unter Spannung
gesetzt wird.
Durchsichtiges Leseblatt
Um die Ablesung der auf dem Schirm 297 (Fig. 101) des kathodischen Oszilloskops erscheinenden Informationen
zu erleichtern, ist vorgesehen, auf die Vorderseite dieses Oszilloskops ein durchsichtiges Blatt 298
ίο anzubringen, das die Form eines Lineals erhält, welches
durch Merkzeichen 299 in zweiunddreißig Intervalle eingeteilt ist, wobei jedes dritte Merkzeichen (300) von
rechts länger ist, um auf diese Weise die Intervalle zu je drei zu gruppieren, was die Ablesung der binären
Zahlen dadurch erleichtert, daß sie sofort in Oktalzahlen verwandelt werden können. Jedes Intervall ist auf dem
Lineal durch zwei eingravierte Ziffern 301 bezeichnet, die, wenn sie von oben nach unten abgelesen werden,
die Dezimalzahl ergeben, welche das in Betracht kommende Intervall bzw. die in Betracht kommende Periode
bestimmt.
Der Inhalt des gewählten Integrators erscheint auf dem Schirm als ein Zug von quadratischen Wellen, die
sich gegenüber dem durchsichtigen Lineal leicht ablesen lassen. Die Fig. 101 zeigt ein Beispiel hierfür. Die
Periode 32 ist stets leer, die Periode 31 gibt das Vorzeichen und die Stelle des Kommas an, die nächstfolgenden
Perioden sind für die Ziffern der Zahl vorbehalten, deren Endung durch die letzte Information 1
bestimmt wird, die das Signal S darstellt und nicht zur Zahl gehört, daraus geht hervor, daß die hier angegebene
Zahl in binärer Form +0,101 ■ 010 · 001 · 000 · 011 bzw. nach dem Oktalsystem + 0,52103 ist. Wäre die in P31
enthaltene Information 0 statt 1 gewesen, so wäre eine negative Zahl erhalten, in diesem Fall wäre deren wahrer
Wert das Komplement der auf dem Schirm erscheinenden Zahl gewesen. Ferner wird erwähnt, daß die. Zahl 0
durch »+0«, d. h. 1 in P31 mit darauffolgenden Nullen
bis zur Periode des Anfangssignals ausgedrückt wird, in
4-0 der stets die Einheit vorhanden wäre. Die negative Zahl
mit dem kleinsten absoluten Wert, die dargestellt werden kann, wird durch eine 0 in P31 (Vorzeichen —) mit
darauffolgenden Einheiten bis einschließlich der Periode des Signals S gezeigt; es ist die Zahl, die dadurch erhalten
wird, daß eine Sekundärzunahme von der Null abgezogen wird. Die negative Zahl mit dem größten absoluten
Wert ist — 1 und wird durch Nullen in allen Perioden einschließlich P31 bis zur Periode des Signals S,
letztere nicht eingeschlossen, dargestellt. Die größte Zahl ist +1 — dx und wird in allen Perioden durch
Einheiten dargestellt.
In der vorhergehenden Beschreibung handelt es sich nur um ein wohl bestimmtes typisches Ausführungsbeispiel der Erfindung. Es können zahllose Änderungen
vorgenommen werden, und zwar dadurch, daß die angegebenen Mittel ganz oder teilweise durch gleichwertige,
in derselben Weise arbeitende Mittel ersetzt werden, ohne daß hierdurch vom Rahmen der Erfindung abgewichen
wird.
,
'
Claims (22)
1. Rechenverfahren, insbesondere zur numerischen Lösung von Differentialgleichungen, bei dem zur Darstellung
eines veränderlichen Integranden und einer Integrationsveränderlichen ein erster und ein zweiter
Eingangssignalzug in jeden Ziffernintegrator eines Integratorsatzes eingespeist und, die Reihendarstellung
aller Integratoren zu einem Rechenvorgang verwendet wird, in welchem jeder Integrator in Abhängigkeit
von den Eingangssignalzügen einen Ausgangssignalzug mit einer augenblicklichen Frequenz aussendet,
die dem Produkt aus den summierten Einzelsignalen der ersten Signalzüge und der tatsächlichen augenblicklichen
Frequenz der zweiten Signalzüge entspricht, und der Ausgangssignalzug eines beliebigen
der genannten Integratoren als erster oder zweiter Eingangssignalzug für einen oder mehrere ausgewählte
Integratoren des Integratorsatzes verwendet wird und die genannten Signale in Form· einer numerischen
Information (z. B. in binärer Zählung) in Speichern gespeichert werden, die alle Integratoren
des Satzes umfassen, dadurch gekennzeichnet, daß in zumindestens einem getrennten Adressenspeicher
(L1, L2), welcher alle Integratoren umfaßt, eine
weitere Information als Adressenkommando gespeichert wird, das dazu dient, den Ausgangssignalzug
(z) von einem beliebigen — sogenannten absendenden — Integrator zu einem oder mehreren ^-
sogenannten empfangenden — Integratoren als einen der Eingangssignalzüge (y, x) zu übertragen.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine oder mehrere äußere Vorrichtungen,
beispielsweise Speicher, als Quellen der Eingangssignalzüge (Y, X) und/oder Bestimmungsstellen der
Ausgangssignalzüge (Z) zu und von irgendwelchen Integratoren des Satzes verwendet werden können.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch einen an sich bekannten Zwischenspeicher
(Z), der allen Integratoren des Satzes gemeinsam ist und in dem die Ausgangssignale (dz) und/oder
Signale von äußeren Quellen (ti oder /) vor ihrer Aussendung
zu Empfangsintegratoren und/oder zu äußeren Bestimmungsstellen niedergelegt werden.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Signale (dz und/oder ti) in dem
gemeinsamen Speicher in solchen Stellungen niedergelegt werden, daß sie vor dem Empfangsintegrator
gelesen werden, zu dem sie gegeben werden sollen, und in entsprechenden Registern zurückgehalten
werden, bis der Empfangsintegrator für die Rechnung vorliegt.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Signale (dz), die in dem gemeinsamen
Speicher niedergelegt sind, von bestimmten Sendeintegratoren zu verzögerten Zeiten hervorgebracht
werden, damit solche Signale zu Empfangsintegratoren gegeben werden können, die sonst für
diese unzugänglich sein würden.
6. Verfahren nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß diese Signale in dem gemeinsamen
Speicher, die die Ausgänge (dz) der Integratoren des Satzes darstellen, periodisch über die Länge
des Speichers verschoben werden, so daß sie aufeinanderfolgend in Übereinstimmung mit der Darbietung
jeder Periode aller oder beinahe aller Integratoren des Satzes (wie an sich bekannt) dargeboten
werden, während diejenigen Signale in dem gemeinsamen Speicher, die eine Information (ti) von äußeren
Quellen darstellen, nicht verschoben werden, so daß sie in Übereinstimmung mit der Darbietung der
gleichen Periode eines gegebenen Integrators des Satzes dargeboten werden.
7. Verfahren nach den Ansprüchen 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Adressenspeicher (L1, L2)
vorgesehen sind und die gesamte Reihe der Information (dz, ti) des gemeinsamen Speichers in zwei getrennten
Gruppen niedergelegt wird, die in Übereinstimmung mit der ungeraden oder geraden Bezeichnung
der Quellen der Information abwechseln können, wobei die Informationssignale in jeder Gruppe,
die zu dem betreffenden Empfangsintegrator (Im) als
Ergebnis der gleichzeitigen Ablesung eines derartigen Signals mit einem Adressen-Informationssignal übertragen
werden, das in dem einen oder dem anderen Adressenspeicher des zugehörigen Integrators (wie
Lm-i) niedergelegt ist, und der Adressenspeicher von
der Gruppe abhängt, zu welcher die ausgesandte Information gehört.
8. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzeugung eines Kommandosignals
(beispielsweise eines Rechnungsstopkommandos) nach einer Anzahl von unabhängig veränderbaren Zunahmesignalen
entsprechend einem gewünschten Integrationsintervall eine numerische Information vorherrschend
in den ersten Speicher (Y) eines vorbestimmten Integrators (I24) des Satzes eingeführt wird,
die den reziproken Wert der genannten Zahl (oder eine arithmetisch äquivalente Information) darstellt, während
der Integrator keine Integranden-Funktions-Signale (dy) in seinem ersten Speicher empfängt, so
daß sein zweiter Speicher (R) ein Ausgangssignal aussenden wird, wenn die gewünschte Anzahl von Integrationsveränderlichen-Signalen
(dx) empfangen word en ist, wobei dieses Ausgangssignal als das Kommandosignal
beispielsweise zur Beendigung der Rechnung dient.
9. Verfahren nach den Ansprüchen 2 bis 8, gekennzeichnet durch die Verwendung von zwei oder mehr
Integratorsätzen, die zwei getrennte Maschinen bilden, wobei die Speicher jeder Maschine, die Quellen und/
oder Bestimmungsstellen der Signalzüge zu und/oder von der anderen Maschine bilden und die Rechenvorgänge
in beiden Maschinen beispielsweise durch Einstellung der wirksamen Länge eines Integrators
(J24) einer Maschine synchronisiert sind.
10. Ziffernrechengerät zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet,
daß an sich bekannte Speicher (Y, R, Z, L1, L2) auf einem Aufzeichnungsmedium, beispielsweise
einem magnetischen Aufzeichnungsmedium, vorgesehen und zyklisch durch Lese-, Lösch- und Aufzeichnungsköpfe
abgetastet werden, die derart gegenüber dem Medium bewegbar sind, daß Impulse oder Signale
durch jedes Leseglied in Übereinstimmung mit der durch es gelesenen Information erzeugt werden und
eine Elektronenrecheneinheit (19) vorgesehen ist, die von sich ergebenden Impulsen oder Signalen betätigt
wird und die Aufzeichnungsköpfe steuert.
11. Gerät nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß zum Übertragen der Information von dem
gemeinsamen Speicher als Integrations-Variablen-Zunahme
eine Zählvorrichtung (beispielsweise ein Mehrstufen-Binär-Zähler 133) vorgesehen ist, die von
dem Lesen der codemäßigen Information zur Einleitung des Zählvorganges betätigt wird, und daß
weiter eine Vorrichtung (z. B. ein bistabiles Element 135) zur Speicherung eines Impulses vorgesehen
ist, der am Ende des Zählvorganges erzeugt wird, während eine weitere Vorrichtung (beispielsweise ein
anderes bistabiles Element 124) den gespeicherten Impuls zu Beginn der nächsten Wiederkehr des
zyklischen Lesevorganges des Empfangsintegrators freigibt.
12. Gerät nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, daß ein Leseglied an jedem der beiden
Adressenspeicher (L1, L2) und zwei Hauptleseglieder
(Z, Zc) an dem gemeinsamen Speicher (Z) zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 5 bis 7 vorgesehen
ist.
13. Gerät nach den Ansprüchen 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß zur Übertragung eines Informationssignals
von dem gemeinsamen Speicher zu einem Empfangsintegrator zwei (z. B. binäre) Zähler (s,dy-
Zähler 129, 128) entsprechend zum Aufsummen der Impulse vorgesehen sind, die durch jede zeitliche
Koinzidenz eines in einem betreffenden Adressenspeicher (L1, L2) niedergelegten Informationsteiles und.
eines Informationssignals des gemeinsamen Speichers aus einer der beiden Gruppen erzeugt werden, die im
Anspruch 7 erwähnt sind, und daß die in den beiden Zählern (129, 128) gespeicherten Signale in einen
weiteren (beispielsweise binären) Zähler
gist er 131) von entsprechenden Stufen (Ai, Bi) der beiden ersten Zähler zusammen zu dem Ende des
Integrators (Imi) hin vor dem Empfangsintegrator (Im)
reihenweise übertragen werden.
14. Gerät nach den Ansprüchen 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß das Intervall zwischen der Aufzeichnung
und dem Ablesen eines Signals in den gemeinsamen Speicher durch Verzögerungsvorrichtungen
(z. B. bistabile Elemente Za, Zb) eingestellt wird, die mit einem Leseglied (Z) des gemeinsamen Speichers
verbunden sind und dem Informationssignal aufeinanderfolgend kleine Verzögerungen von wenigstens
einer Synchronisierungsperiode erteilen.
15. Gerät nach den Ansprüchen 10 bis 14 für das
Verfahren gemäß Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß zur Änderung der Erscheinungszeit bestimmter
Informationssignale des gemeinsamen Speichers Hilfsverzögerungsvorrichtungen (bistabile Elemente
Zf, Zg, Zh) mit den Lesegliedern (Z, Zc des gemeinsamen Speichers) verbunden sind.
16. Gerät nach den Ansprüchen 10 bis 14, bei welchem das Zeitintervall, das der zyklischen Wiederkehr
irgendeines ausgewählten Integrators (/4) des Satzes entspricht, zur Erzeugung einer Polarität mit Hilfe
zweier binärer Zähler veranlaßt werden kann, von denen einer (122) dem kombinatorischen Zustand
seiner Stufen (F1.. .F6) bei jedem Auftreten eines
Synchronisiersignals ändert, während der andere (138) den kombinatorischen Zustand seiner Stufen
(K1.. .K6) jedesmal ändert, wenn der Zustand des
ersten (122) mehrmals entsprechend der Anzahl der in einem Integrator enthaltenen Synchronisiersignale
geändert worden ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Integrator (Ii) mittels eines Schaltersystems (264 in
Fig. 89 oder 172, 176 in Fig. 45) gewählt wird und die wahlweise Betätigung des Schaltersystems Stromkreise
(Fig. 45) zwischen einer Potentialquelle und einigen bestimmten Stufen des zweiten Zählers (138)
entsprechend der Identität des gewählten Integrators herstellt.
17. Gerät nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß die Schalter in Gruppen (181, 182) angeordnet
sind, die der betreffenden Zifferordnung einer der Zahlen (24 bis 77) entsprechen, die in einem gewählten
Zahlensystem (z.B. Basis8) ausgedrückt wird, das geeignet ist, die Identität dieses Integrators (/<) zu
bezeichnen, und die durch die Betätigung eines Schalters jeder Gruppe geschaffenen Stromkreise den
speziellen Stufensatz (K1K2K3) oder (KiK5K1.) des
zweiten Wählers (138) umfassen, deren kombinatorische Zustände (Satz der Stufen) dazu dienen, die
Ordnungsziffer auszudrücken, die der Gruppe (181, 182) entspricht, die zum betätigten Schalter gehört.
18. Gerät nach den Ansprüchen 10 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Information von irgendeinem
Integrator (Im) des Gerätes einem für ein anderes
ähnliches, aber getrenntes Gerät verfügbar zu machen ist und hierzu einerseits ein Satz sogenannter Ausgangssynchronisierungs-Anschlüsse
(Imi...Imi2 in
Fig. 12 und 31a in Fig. 4) vorgesehen ist, denen wahlweise
die Polarität zugeführt werden kann, die im Intervall der Wiederkehr eines geeigneten Integrators
(Im+i) erzeugt wird, und daß andererseits ein Satz von
Ausgangsanschlüssen (31 in Fig. 4 und 93) vorgesehen ist, denen eine Information des gewünschten Charakters in Form entsprechender Polaritäten oder Signale
und vorzugsweise die durch die Ausgangssignale (dz) des Integrators definierten Polaritäten (Zf, Z/) zugeführt werden.
19. Gerät nach den Ansprüchen 10 bis 18, dadurch gekennzeichnet, daß die Information ^1.. .t22) von
einem oder mehreren von ihm getrennten ähnlichen Geräten verfügbar gemacht werden kann und daß
hierfür Eingangsanschlüsse (Fig. 94) vorgesehen. sind, die mit den Stromkreisen verbunden sind, welche die
Aufzeichnung der Informationen in dem gemeinsamen Speicher des ersten Gerätes steuern, wobei die Eingangsanschlüsse zur Aufnahme äußerer Verbindungen
eingerichtet sind.
20. Gerät nach den Ansprüchen 18 und 19, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens eine Verbindungsvorrichtung (bistabiles Element 280) einerseits an
einen oder mehreren Ausgangs-Synchronisierungsanschlüsse (Imi) und an einen oder mehrere Ausgangsanschlüsse
(beispielsweise Zf, Zf in Fig. 93) und andererseits an einen oder mehrere Eingangsanschlüsse
(ti) angeschlossen werden kann, um das Gerät mit einem von ihm getrennten ähnlichen Gerät zu verbinden.
21. Gerät nach den Ansprüchen 18 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Stromkreise, die die Aufzeichnung der Information in den entsprechenden
Speichern eines Gerätes steuern, durch Anlegung eines. Betätigungspotentials (Gm) an die Stromkreise unter
Steuerung des anderen ähnlichen, aber getrennten Gerätes wirksam gemacht werden können, das mit
ihm verbunden ist.
22. Gerät nach den Ansprüchen 10 bis 21, dadurch
gekennzeichnet, daß Steuerungen (Schlüssel212,213,y)
zur Aufzeichnung von Informationssignalen (die beispielsweise die Ziffern 0,1 der binären Zahlenbezeichnung
darstellen) in einem ausgewählten Speicher und Integrator und zur Verschiebung der so
aufgezeichneten Information um eine Periode zu einer Zeit entweder in Vorwärts- oder umgekehrter Richtung
vorgesehen sind.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Buch von C. W. Tompkins, J. H. Wakelin und W. W. Stifler, »High-Speed Computing Devices«, Mc. Graw Hill Book Comp. Inc., New York — Toronto — London, 1950, S. 235 ff.
Buch von C. W. Tompkins, J. H. Wakelin und W. W. Stifler, »High-Speed Computing Devices«, Mc. Graw Hill Book Comp. Inc., New York — Toronto — London, 1950, S. 235 ff.
Hierzu 20 Blatt Zeichnungen
© 809 787/283 3.
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