DE1054399B - Geraet zum Loesen festsitzender Gesteinsbohrer aus dem Bohrloch mit einer hin- und hergehenden Masse - Google Patents
Geraet zum Loesen festsitzender Gesteinsbohrer aus dem Bohrloch mit einer hin- und hergehenden MasseInfo
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-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E21—EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
- E21B—EARTH OR ROCK DRILLING; OBTAINING OIL, GAS, WATER, SOLUBLE OR MELTABLE MATERIALS OR A SLURRY OF MINERALS FROM WELLS
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- E21B19/02—Rod or cable suspensions
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Description
DEUTSCHES
Die Erfindung bezieht sich auf ein Gerät zum Lösen festsitzender Gesteinsbohrer aus dem Bohrloch, das
mit einer hin- und hergehenden Masse arbeitet, die in Richtung von dem Bohrloch fort gegen ein mit dem
Bohrer verbundenes Kuppelglied schlägt.
Bei einem bekannten Gerät dieser Art besteht das Kuppelglied aus einem zweischenkligen, verhältnismäßig
langgestreckten Bügel, gegen dessen rückwärtiges Joch ein durch einen Schlaghammer betätigter
Stößel schlägt (USA.-Patentschrift 2 035156). Die Erfahrung zeigt, daß es mit diesem bekannten Gerät
nur in verhältnismäßig leichten Fällen gelegentlich gelingt, einen Gesteinsbohrer aus seinem Loch zu lösen,
und dies auch nur dann, wenn zusätzlich auf das Gerät durch besondere Mittel eine relativ starke, nach
außen gerichtete Zugkraft ausgeübt wird.
Der Grund für diese Mängel des bekannten Gerätes ist durch die Gesetze der Mechanik erklärlich. Einmal
kommt es nach dem Stoßgesetz bei der Übertragung von Stoßenergie wesentlich auf die relative Größe der
beteiligten Massen an. Wird die Stoßenergie auf den zu lösenden Gegenstand über eine Masse übertragen,
die wesentlich größer ist als die Masse des schlagenden Stößels, so wirkt nur ein kleiner Teil dieser Energie
auf den Gegenstand, während ein weitaus größerer Teil in Formänderungsarbeit und damit in Wärme
verlorengeht. So liegen die Verhältnisse bei dem bekannten Gerät, wo die Masse des Bügels ein Vielfaches
der Masse des Stößels ist. Zum anderen hat ein Kuppelglied in Form eines Bügels, wie es in dem
bekannten Gerät verwendet wird, die Eigenschaft, unter der Wirkung der Stöße in erheblichem Maße zu
federn. Ebensowenig, wie man einen Nagel in eine Wand schlagen kann, wenn man zwischen Hammer
und Nagelkopf eine Feder setzt, kann die Lösung eines festsitzenden Gesteinbohrers gelingen, wenn man
die dazu aufgewendeten Stoßimpulse auf den Bohrschaft über ein Glied wirken läßt, das dazu neigt,
unter den Stoßen federnd nachzugeben. Mit den vorstehenden Überlegungen ist im Einklang, daß das bekannte
Gerät, nachdem der Stößel eine Zeitlang gewirkt hat, starke Erwärmung des Bügels zeigt, ohne
daß eine merkliche Wirkung auf den Bohrer beobachtet werden kann.
Gemäß der Erfindung besteht das Kuppelglied aus eine mit Anschlag versehenen, mit dem Bohrer
gleichachsig verbindbaren Schaft, auf dem die hin- und hergehende Masse verschiebbar ist. Das Kuppelglied
besteht mithin gleichsam aus einer rückwärtigen Verlängerung des Bohrers. Durch die hin- und hergehende
Masse braucht daher nur der Bohrer und der an ihn als Verlängerung angeschlossene Schaft beschleunigt
zu werden. Damit ergibt sich vom Gesichtspunkt des Stoßgesetzes ein günstiges Massenverhält-
Gerät zum Lösen festsitzender
Gesteinsbohrer aus dem Bohrloch, mit
einer hin- und hergehenden Masse
Anmelder:
Paul Schmidt, Saalhausen (Sauerl.)
Paul Schmidt, Saalhausen (Sauerl.)
Paul Schmidt, Saalhausen (Sauerl.),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
nis. Zugleich bildet der an den Bohrer angesetzte Schaft ein Element, das unter der Wirkung der Stöße
sich nur in geringem Maße elastisch verformt, so daß die Stöße nahezu voll für die Lösung des Bohrers
wirksam werden.
Zweckmäßig wird das Gerät nach der Erfindung so ausgebildet, daß der Schwerpunkt der Masse mit
der Achse des Schaftes zusammenfällt. Dadurch wird Biegungsbeanspruchung im Schaft und im Bohrer ausgeschlossen.
Zwar liegt auch bei dem bekannten Gerät der Schwerpunkt des Stößels in der Verlängerung der
Bohrerachse. Dies hat dort aber gerade nicht die Wirkung, das die Stöße auf den Bohrer übertragende
Kuppelglied von Biegungen zu entlasten.
Die Masse kann aus einem pneumatisch hin- und hergehend angetriebenen Kolben bestehen, der in
einem Zylinder verschiebbar ist. Damit wird das Gerät der Tatsache angepaßt, daß am Bohrort in aller
Regel pneumatische Energie zur Verfügung steht.
In der bevorzugten Ausführungsform, der Erfindung ist der unter der Wirkung einer Feder stehende Zylinder
relativ zum Schaft axial auf diesem in Richtung vom Bohrloch fort verschiebbar ausgebildet. Dadurch
wird erreicht, daß der Stoß lediglich auf die Masse des durch den Schaft verlängerten Bohrers wirkt,
während der Zylinder mit allen daran befestigten Teilen der Wirkung des Stoßes entzogen ist. Kolben und
Zylinder bilden mithin ein aus zwei Massen bestehendes System, das nach bekanntem Gesetz bei der
schwingenden Kolbenbewegung seinen Schwerpunkt im Räume beizubehalten sucht. Zwar schwingt auch der
Zylinder, jedoch wegen seiner größeren Masse mit wesentlich kleiner Amplitude. Der das Gerät am Zylinder
haltende Mann empfindet an den Griffen mithin
' ". ' 809 789/6
Claims (4)
1. Gerät zum Lösen festsitzender Gesteinsbohrer aus dem Bohrloch mit einer hin- und hergehenden
Masse, die in Richtung von dem Bohrloch fort gegen ein mit dem Bohrer verbundenes Kuppelglied
schlägt, dadurch gekennzeichnet, daß das Kuppelglied aus einem mit Anschlag (13) versehenen,
mit dem Bohrer gleichachsig verbindbaren Schaft (1) besteht, auf dem die Masse (8) verschiebbar
ist.
2. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwerpunkt der Masse (8) mit der
Achse des Schaftes (1) zusammenfällt.
3. Gerät nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Masse aus einem pneumatisch
hin- und hergehend angetriebenen Kolben (8) besteht, der in einem Zylinder (9) verschiebbar ist.
4. Gerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der unter der Wirkung einer Feder (6)
stehende Zylinder (9) relativ zum Schaft (1) axial auf diesem in Richtung vom Bohrloch fort ver
schiebbar ausgebildet ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
USA.-Patenschrift Nr. 2 035 156.
USA.-Patenschrift Nr. 2 035 156.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 809789/5 3.59
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DESCH21310A DE1054399B (de) | 1956-12-22 | 1956-12-22 | Geraet zum Loesen festsitzender Gesteinsbohrer aus dem Bohrloch mit einer hin- und hergehenden Masse |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DESCH21310A DE1054399B (de) | 1956-12-22 | 1956-12-22 | Geraet zum Loesen festsitzender Gesteinsbohrer aus dem Bohrloch mit einer hin- und hergehenden Masse |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1054399B true DE1054399B (de) | 1959-04-09 |
Family
ID=7429009
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DESCH21310A Pending DE1054399B (de) | 1956-12-22 | 1956-12-22 | Geraet zum Loesen festsitzender Gesteinsbohrer aus dem Bohrloch mit einer hin- und hergehenden Masse |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1054399B (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1198763B (de) | 1961-08-16 | 1965-08-19 | Willy Rosenthal | Druckmittelbetriebene Bohrstangenziehvorrichtung |
| DE102011007050B4 (de) * | 2011-04-08 | 2013-10-10 | Michael Müller | Werkzeug zum Lösen einer Bauteilkomponente |
| DE102016101675A1 (de) * | 2016-01-29 | 2017-08-03 | Holger Zenz | Hammereinrichtung |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2035156A (en) * | 1935-03-18 | 1936-03-24 | Edmond Marti | Drill puller |
-
1956
- 1956-12-22 DE DESCH21310A patent/DE1054399B/de active Pending
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2035156A (en) * | 1935-03-18 | 1936-03-24 | Edmond Marti | Drill puller |
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| DE1198763B (de) | 1961-08-16 | 1965-08-19 | Willy Rosenthal | Druckmittelbetriebene Bohrstangenziehvorrichtung |
| DE102011007050B4 (de) * | 2011-04-08 | 2013-10-10 | Michael Müller | Werkzeug zum Lösen einer Bauteilkomponente |
| DE102016101675A1 (de) * | 2016-01-29 | 2017-08-03 | Holger Zenz | Hammereinrichtung |
| DE102016101675B4 (de) * | 2016-01-29 | 2017-08-31 | Holger Zenz | Hammereinrichtung |
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