DE105647C - - Google Patents
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- DE105647C DE105647C DENDAT105647D DE105647DC DE105647C DE 105647 C DE105647 C DE 105647C DE NDAT105647 D DENDAT105647 D DE NDAT105647D DE 105647D C DE105647D C DE 105647DC DE 105647 C DE105647 C DE 105647C
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- G07—CHECKING-DEVICES
- G07B—TICKET-ISSUING APPARATUS; FARE-REGISTERING APPARATUS; FRANKING APPARATUS
- G07B13/00—Taximeters
- G07B13/005—Taximeters operating mechanically
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- Devices For Checking Fares Or Tickets At Control Points (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung hat zum Gegenstande eine Taxschaltvorrichtung für Fahrpreisanzeiger, d. h.
ein Triebwerk, welches für dieselbe Zahl der ihm vom Wagenrad oder auch von einem
Uhrwerk aus übermittelten Umdrehungen ein Schaltgesperre mehr oder weniger häufig in
Wirkung setzt und dadurch den Zeiger schneller oder langsamer fortbewegt, je nachdem die
Vorrichtung bei Antritt der Fahrt nach der Zahl der zu befördernden Personen, der mitzunehmenden
Gepäcklast oder nach anderen Bedingungen von aufsen eingestellt wurde.
Die Vorrichtung besteht aus einem Schaltgesperre bekannter Art und aus dem verstellbaren,
treibenden Organ, das wir Daumenwalze nennen wollen. Diese Daumenwalze ist das kennzeichnende Merkmal unserer Erfindung.
Sie besteht aus mehreren Hebdaumenkränzen von verschiedener Daumenzahl. Je nachdem
die Daumenwalze durch axiale Verschiebung eingestellt wird, tritt dem Klinkenhebel des
Schaltgesperres ein Daumenkranz mit gröfserer oder kleinerer Daumenzahl oder auch eine
daumenlose Stelle der Walze gegenüber, so dafs bei einer Umdrehung der Walze mehr
oder weniger Ausschwingungen des Hebels erfolgen oder auch der Hebel in Ruhe bleibt.
Vor den bisherigen Triebwerken gleicher Bestimmung, insbesondere auch vor dem
Wechselgetriebe mit mehrfachem Kronenrad und verschiebbarem Zahntrieb nach Patent
103969 hat der Erfindungsgegenstand folgende Vorzüge:
ι. Er läfst bei kleinster Ausdehnung im verfügbaren
Raum eine bisher unerreichbare Zahl verschiedener Einstellungen zu. Die bei der Berechnung des Fahrgeldes in Betracht kommenden
Factoren, wie Zahl der Personen, Gewicht des Gepäckes, Zeit der Fahrt (Tag oder Nacht),
Ziel der Fahrt (innerer oder äufserer Bezirk) ergeben bei ihren mannigfaltigen Gombinationen
eine grofse Anzahl verschiedener Taxen. Da es bei den bisherigen Fahrpreisanzeigern unmöglich
ist, so viele verschiedene Taxen einzustellen , hat man sie auf wenige (meist drei)
Normaltaxen zurückgeführt und auch zu allerhand Nebenzählwerken gegriffen, deren Angabe
dann zu derjenigen des Hauptwerkes hinzuaddirt wird. Letzteres Hülfsmittel stört die
Einheitlichkeit und den bequemen Gebrauch des Fahrpreisanzeigers und hat Streitigkeiten
zwischen Kutscher und Fahrgast, sowie häufig eine ungerechte Berechnungsweise zur Folge,
die bald den Fahrgast, bald den Fuhrunternehmer trifft. Die vorliegende Vorrichtung
gestattet ohne Nebenwerk durch eine Daumenwalze mit Leichtigkeit fünf oder mehr verschiedene
Einstellungen, ohne dafs die betreffenden Theile unzulässige Abmessungen annehmen.
Denn die Daumenkränze liegen axial neben einander, und mit der Zahl der Daumen
wächst nicht der Umfang der treibenden Organe wie bei dem mehrfachen Kronenrad des genannten
Patentes. Uebrigens wird der nachgewiesene Vortheil dieser Vorrichtung verstärkt,
wenn zwei oder mehr, je für sich nach ver-
schiedenen Factoren einzustellende Vorrichtungen vorliegender Art hinter einander in das
Werk des Fahrpreisanzeigers eingeschaltet werden, derart, dafs jede nicht blos durch ihre
eigene Einstellung, sondern auch durch die Einstellung der anderen beeinflufst wird;
2. Die vorliegende Taxschaltvorrichtung hat eine springende Bewegung nicht blos am
Schaltwerk, sondern auch am treibenden Organ, der Daumen walze, die gegenüber der fortdrehenden
Bewegung einen gewichtigen Vortheil bedeutet.
3. Sie hat die für die Wohlfeilheit, wie für die Betriebssicherheit des Fahrpreisanzeigers
gleich wichtige Eigenschaft, dafs sie sich dem übrigen Getriebe leicht einfügen lä'fst, ohne
verwickeitere Zwischenglieder zu verlangen. Ebenso einfach lassen sich die der Verstellung
der Daumenwalze dienenden Theile dem Gesammtbau harmonisch einfügen. Ein Fahrpreisanzeiger
besteht aus Wellen und Zahnrädern wie ein Uhrwerk. Die Daumenwalze ermöglicht es, wie beim Uhrwerk, alle Wellen
und Zapfen parallel zu einander und quer zu den beiden Hauptwänden des Gehäuses anzuordnen.
Auch die der Einstellung der Daumenwalze dienende Hebelachse lä'fst sich in gedachter
Weise anordnen, wie später beschrieben werden soll.
Der zeichnerischen Darstellung ist ein Fahrpreisanzeiger zu Grunde gelegt, bei welchem
zwei Taxschaltvorrichtungen der beanspruchten Art in der unter 1. - angedeuteten Weise hinter
einander geschaltet sind. Das, was die Zeichnung aufser den Schaltvorrichtungen und den
Vorrichtungen zu ihrer Ein- und Feststellung ■noch enthält, bildet keinen Theil der vorliegenden
Erfindung.
Fig. 1 ist eine Vorderansicht, Fig. 2 eine Rückansicht, Fig. 3 eine Innenansicht des Werkes
mit Schnitt durch die Achsen. Fig. 4 und 5 stellen die Taxschaltvorrichtungen in Ansicht
mit Schnitt durch die zur Lagerung der Achsen dienenden Gestellwände dar; in diesen
Figuren ist der Deutlichkeit der Darstellung zu Liebe von der Wirklichkeit insofern abgewichen
worden, als die zum Theil hinter einander liegenden Achsen sämmtlich in dieselbe
Ebene versetzt sind.
Die Bewegung wird in dem Apparat entweder vom Wagenrad aus oder durch ein
Uhrwerk eingeleitet, je nachdem der mit Achse M drehbare Fahnenhebel M1 von der
neutralen Mittelstellung (Fig. 2) aus nach rechts oder links an einen der Stifte mm angelegt
wurde. Hierbei wird nämlich durch den Schraubenflügel g, einen bei der Schwingung
als Schraube wirkenden, demgemäfs gestalteten Sector, die Kupplungsmuffe 8 auf Welle A
entweder mit der Kupplungshälfte 5a oder mil
der Kupplungshälfte 7a in Eingriff gebracht.
In das mit 5a verbundene Zahnrad 5 greift
ein Rad 4 auf der Welle St (Fig. 3 und 4), in das mit ja verbundene Rad 7 ein Zahnrad
auf der letzten Welle des Uhrwerkes ein. Welle St wird vom Wagenrad aus durch die
biegsame Welle 1 (Fig. 2) mittelst Schnecke und Schneckenrades 2, 3 gedreht. Das bei Z
(Fig. 3) angeordnete Uhrwerk ist nicht mitgezeichnet. Welle A überträgt die ihr auf die
eine oder andere Art übertragene Bewegung durch die .. Zwischenwelle B vermöge des
Räderpaares 21, 22 auf die Welle C der Daumenwalze C1 der Taxschaltvorrichtung.
Die Uebertragung von A auf B geschieht entweder durch das Zahnräderpaar 11, 13 mit
gleichbleibender Umdrehungszahl oder durch das Räderpaar 10, 12 mit Uebersetzung ins
Doppelte, je nachdem der Hebel L1 auf »Tag« oder »Nacht« gestellt und dadurch das in
Fig. 5 ersichtliche, hier nicht weiter in Frage kommende Wechselgetriebe umgestellt wurde.
Welle C wird also, sei es vom Rade aus, sei es durch das Uhrwerk, mit gröfserer oder
geringerer, aber während der Fahrt gleichmäfsiger Geschwindigkeit umgetrieben.
Auf C ist die Daumenwalze C1 axial verschiebbar,
aber durch Nuth und Feder undrehbar. Sie gliedert sich der Ache nach in mehrere
Kränze c1 bis c6, gleichviel ob diese
Kränze zusammen ein Stück bilden oder besonders hergestellt und an einander gereiht
sind, c1 ist daumenlos, eine glatte Scheibe;
von c2 bis ce sind Daumen vorhanden, deren
Zahl von c1 nach c6 abnimmt. Um D ist der
dreiarmige Schalthebel D1 (Fig. 3 und 5) drehbar. Sein kurzer Arm legt sich unter dem
Zuge der an einen der beiden längeren Arme greifenden Feder 26 dem Umfang der Daumenwalze
an; der dritte Ann trägt die Schaltklinke d, welche in das Sperrrad 27 auf der
weiteren Welle E des Fahrpreisanzeigers unter dem Zuge der Feder 25 eingreift. Welle E
würde bei einem einfacheren Apparat vielleicht die Zeigerachse oder eine die Zeigerachse unmittelbar
drehende Zwischenwelle sein, jedenfalls schliefst sie die erste, allein schon den
Erfindungsgedanken verkörpernde Taxschaltvorrichtung ab, deren Wirkungsweise die folgende
ist:
Liegt der daumenlose Kranz c1 in der Ebene
des Schalthebels D1, so wird bei der Drehung von C C1 eine Bethätigung des Schaltwerkes
nicht erfolgen. Wird dagegen durch axiale Verschiebung von C1 eine der Daumenscheiben
in die Ebene von Z)1 gebracht, so wird im Verlaufe einer Umdrehung der Welle C der
Schalthebel mit der Klinke so viele Hübe ausführen, als der betreffende Kranz Daumen zählt.
Die Einstellung der Daumenwalze C1 erfolgt nach den in der Einleitung behandelten Factoren
: Personenzahl u. s. w. Mit einem ein-
fachen Apparat mit nur einer Taxschaltvorrichtung würde nach Fig. 2 (s. rechts bei
»Taxe«) nach fünf verschiedenen Normaltaxen gefahren werden können. Mit der Achse /
ist auf der Vorderseite des Apparates der Stellhebel P, auf der Rückseite hinter einer Schauöffnung
der Sector i drehbar. 71 bewegt sich über die Bogenschiene z'1, in deren mit den
Bezeichnungen der betreffenden Taxe versehene Kerben der Stellhebel federnd einspringt. . Auf
dem Sector i sind die Bezeichungen der Taxen zur Controle durch den Fahrgast enthalten.
Innerhalb des Gehäuses sitzt auf/der Schraubenflügel 23 fest, gleich 9 ein in eine Schraubenfläche
gebogener Sector. Dieser Flügel greift in den V-förmig genutheten Kranz c7 von C1
ein und bewirkt dadurch die axiale Verschiebung der Daumenwalze. Diese Einstellungsvorrichtung kann auch durch ein anderes
gleichwerthiges Mittel ersetzt werden.
Die zweite Taxschaltvorrichtung bedarf hiernach nur noch kurzer Erläuterung. Welle E
dreht durch Räderpaar 28, 29 die Welle F mit der verschiebbaren, aber undrehbaren
Daumenwalze F1, die durch den Stellhebel K1 auf der Achse K mit Schraubenflügel 31 und
Controlsector k verstellbar ist. Der von F1 betriebene, irai G (Fig. 3) schwingende Schalthebel
G1 mit Klinke g rückt das Sperrrad 35 auf der Zeigerachse H schrittweise weiter. Die
Einstellung der Daumenwalze F1 geschieht nach der Personenzahl, welcher Factor bei der ersten
Vorrichtung aufser Betracht bleibt.
Die den Daumenwalzen durch Drehen der Stellhebel P K1 gegebene Einstellung wird
durch Stifte 54 einer Schiene R1 gesichert, welche Stifte in radiale Löcher der Scheiben 24
bezw. 32 eingreifen, wenn J?1 beim Umlegen des Fahnenhebels M1 vermöge des Querstückes r
auf Achse M vorgeschoben wird.
Dieses Umlegen des Fahnenhebels und Vorschieben der Schiene R1 kann aber erst nach
dem Vorschieben der Schiene R erfolgen, auf welcher J?1 durch Stifte 49 und Schlitze gerade
geführt wird. Schiene R, die ihrerseits durch Stifte 47 und Schlitze gerade geführt
wird, wird vorgeschoben, wenn durch Hebel 71 bezw. K1 den Daumenwalzen eine andere als
die Nullstellung gegeben wird. Dann wirken die ausgeschnittenen Scheiben 24 bezw. 32
auf den Achsen I bezw. K auf die Finger 50 der Schiene R wie Hebdaumen ein und
heben R an. Hierbei gehen die Stifte 49 in den Schlitzen der noch ruhenden Schiene jR1
vor und gewähren alsdann der letzteren diejenige Beweglichkeit, vermöge welcher Schiene R1
durch Querstück r vorgeschoben werden kann.
Durch diese Anordnung werden die Einstellungen der Daumenwalzen und des Fahnenhebels
von einander abhängig gemacht, um betrügerische Verstellungen während der Fahrt zu verhindern.
Durch ein Zugmittel 57, welches einerseits an den mittleren, emporstrebenden Fortsatz
von R1, andererseits an D1 angreift, wird in
der gezeichneten Ruhestellung die Schaltklinke d aufser Berührung mit der Daumenwalze C1
gehalten, damit deren Verschiebung nichts im Wege stehe. Das Gleiche bewirkt mit Bezug
auf Schalthebel G1 der Finger 55 am linken
Fortsatz von jR1, indem er einen Stift 56 an G1 übergreift. Im Uebrigen kommt die
Schiene R1 und die mit ihr zusammenwirkende Schiene R hier nicht in Betracht.
Claims (4)
1. Taxschaltvorrichtung für Fahrpreisanzeiger, gekennzeichnet durch eine axial verschiebbare
Walze (C1J, welche sich aus mehreren Hebdaumenkränzen (c2 bis cej zusammensetzt,
um einen Schalthebel (D1J auf eine
Umdrehung der Walze eine gröfsere oder . geringere Zahl von Schaltungen ausführen
zu lassen, je nachdem ihm der eine oder der andere Hebdaumenkranz gegenübergestellt
ist.
2. Taxschaltvorrichtung nach Anspruch 1, bei welcher die Axialverschiebung der Walze
(C1J vermittelst eines Stellhebels (PJ durch
einen Schraubenflügel (23) auf der parallel zur Walzenachse liegenden Hebelachse (I)
erfolgt, welcher Schraubenflügel in eine Nuth (c1) der Walze eingreift.
3. Taxschaltvorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, bei welcher der Schraubenflügel
beim Umlegen der Fahne (M1) in der ihm gegebenen Einstellung dadurch festgestellt
wird, dafs eine durch Querstück (r) auf der Fahnenhebelachse (M) vorgeschobene
Schiene mit Stift (54) in eines der radialen Löcher einer Scheibe (24) auf der Achse (I)
eingreift.
4. Taxschaltvorrichtung nach Anspruch 1, bei welcher der Schalthebel (D1J zwecks ungehinderter Verschiebung der Daumenwalze
in der Ruhestellung des Apparates dadurch aufser Berührung mit der Daumenwalze gehalten wird, dafs an ihn ein Glied (Zugmittel
57, Finger 55) angreift, welches mit einer beim Umlegen der Fahne (M1J durch
Querstück (rj auf der Fahnenhebelachse (M)
vorzuschiebenden Schiene (R1J verbunden ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
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Family Applications (1)
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