DE1058066B - Verfahren zur Herstellung von Alkalisalzen von Alkylsalicylsaeuren - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Alkalisalzen von AlkylsalicylsaeurenInfo
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- C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
- C07C51/00—Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides
- C07C51/15—Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides by reaction of organic compounds with carbon dioxide, e.g. Kolbe-Schmitt synthesis
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Description
DEUTSCHES
Dem erfindungsgemäßen Verfahren liegt die bekannte Kolbesche Reaktion zugrunde, gemäß welcher
ein in einem praktisch wasserfreien, neutralen oder basisch-organischen Lösungsmittel gelöstes oder
dispergiertes Alkaliphenolat mit CO2 carboxyliert wird. Geeignete Lösungsmittel sind z. B. Kohlenwasserstoffe,
Ketone, Äther, Amine oder heterocyclische Verbindungen.
Es wurde festgestellt, daß die Reaktion von Kohlendioxyd
mit dem Alkaliphenolat nach einiger Zeit langsamer verläuft und schließlich völlig aufhört,
obwohl das Reaktionsgemisch noch nicht umgesetztes Phenolat und bzw. oder Phenol enthält.
Um die Ausbeute bei der Kolbeschen Reaktion zu vergrößern wurde bereits vorgeschlagen, das erhaltene
Carboxylierungsreaktionsgemisch mit einem Alkalimetall, einem Alkalihydroxyd oder Alkalialkoholat
reagieren zu lassen, darauf etwa gebildetes Wasser oder etwa gebildeten Alkohol zu entfernen und das so
erhaltene Gemisch in praktisch wasserfreiem Medium mit CO2 nochmals zu carboxylieren.
Es wurde jetzt gefunden, daß bei der Herstellung von Alkalisalzen von Alkylsalicylsäuren durch Carboxylierung
mittels CO2 eines oder mehrerer alkylierter Alkaliphenolate, welche in einem praktisch wasserfreiem
neutralem oder basisch-organischem Lösungsmittel gelöst oder dispergiert sind, die Ausbeute an
Alkalisalzen alkylierter Salicylsäuren sich besonders erhöhen läßt, wenn schon zu Beginn der Carboxylierung
mindestens 5 Gewichtsprozent, vorzugsweise 50 Gewichtsprozent, bezogen auf die eingesetzten
Alkylphenol ate, eines neutralen Alkalisalzes einer aromatischen Oxycarbonsäure neben den umzuwandelnden
Alkylphenolaten vorhanden ist.
Unter einem »neutralen« Alkalisalz einer aromatischen Oxycarbonsäure ist hier ein Salz zu verstehen,
in dem die Wasserstoffatome der Carboxyl- und Hydroxylgruppe durch Alkali ersetzt worden sind.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist von besonderer Bedeutung für die Carboxylierung von Alkylphenolen,
die durch Alkylierung eines Phenols mit einem oder mehreren Alkoholen, Alkylhalogeniden, Äthers}
oder Alkenen erhalten werden. Sehr geeignete Mono- oder Dialkylphenole werden beispielsweise bei Verwendung
von Alkenen mit 8 bis 18 Kohlenstoffatomen erhalten, die beim Cracken von Erdölfraktiomen anfallen.
Es können aber auch Gemische von Alkylphenolen zur Verwendung kommen, bei denen die
Länge der Alkylgruppen innerhalb enger Grenzen liegt.
Es werden vorzugsweise Natrium- oder Kaliumalkylphenolate verwendet, doch sind Gemische aus
Natrium- und Kaliumphenolaten gleichfalls geeignet.
Das neutrale Alkalisalz einer aromatischen Oxycarbonsäure, das erfindungsgemäß zugesetzt werden
Verfahren zur Herstellung von Alkalisalzen von Alkylsalicylsäuren
Anmelder: »Shell« Research Limited, London
Vertreter: Dr. K. Schwarzhans, Patentanwalt, München 19, Romanplatz 9
Beanspruchte Priorität: Großbritannien vom 23. Oktober 1953
John Campbell Moseley, Liverpool,
William Edyvean, Ince, Cheshire,
und James Hartley, Whitby, Wirral, Cheshire
(Großbritannien), sind als Erfinder genannt worden
soll, ist vorzugsweise dasselbe Salz, das mittels der auszuführenden Carboxylierungsreaktion gebildet
wird. In diesem Falle erübrigen sich Trenn- und Reinigungsbehandlungen zur Entfernung des zugegebenen
neutralen Salzes nach Ablauf der Reaktion. Das neutrale Alkalisalz der aromatischen Oxycarbonsäure
kann dem Alkylphenol auch schon zugegeben werden, bevor dieses in das Alkaliphenolat
umgesetzt wird. Ebenso kann man die noch nicht vollständig neutralisierte oder freie Oxycarbonsäure dem
Phenolat zusetzen und sie erst danach durch Zugabe
4.0 eines Alkalimetalls, Alkalihydroxyds oder Alkalialkoholats
in das neutrale Salz umwandeln. Gegebenenfalls können das Alkylphenol und die Oxycarbonsäure
gleichzeitig neutralisiert werden.
Zur Überführung des Alkylphenols in das entsprechende Phenolat wird eine solche Menge Alkalimetall,
Alkalihydroxyd oder Alkalialkoholat zugesetzt, daß schließlich mindestens 100 und vorzugsweise
etwa 105 Gewichtsprozent der theoretisch zur vollständigen Neutralisation der gesamten Phenolmenge
erforderlichen Alkalimenge zugegen ist. Wenn die Oxycarbonsäure in der Form der freien Säure und/
oder des normalen Salzes, worunter ein Salz verstanden wird, in dem nur das Wasserstoffatom der Carboxylgruppe
durch Alkali ersetzt ist, vorliegt, wird
909528/41.1
durch den Zusatz eines Alkalimetalls, eines Alkalihydroxyds oder eines Alkali alkohol ats in d'as neutrale
Salz umgesetzt. Wenn die Oxycarbonsäure ganz in der Form des normalen Salzes vorliegt, verwendet
man vorzugsweise 90 bis 200 Gewichtsprozent, ins- S besondere 150 Gewichtsprozent, der Alkalimenge,
welche theoretisch erforderlich ist, um die gesamte Menge des normalen Alkalisalzes in das neutrale
Alkalisalz überzuführen. Wenn die Oxycarbonsäure ganz oder teilweise in der Form der freien Säure vorliegt,
wird das Alkalimetall, Alkalihydroxyd oder Alkalialkoholat vorzugsweise in einer Menge verwendet,
welche den oben angegebenen Mengen entspricht. Wenn sowohl das Phenol als die Oxycarbonsäure
noch neutralisiert werden müssen, gibt man eine Alkalimenge zu, welche der Summe der für jede der
beiden Komponenten erforderlichen Alkalimengen gleich ist.
Die Temperatur- und Druckverhältnisse, bei der CarboxyLierung können in weiten Grenzen variieren
und hängen auch von der Art des verwendeten Phenolate ab. Im allgemeinen kann aber eine Temperatur
zwischen 100 und 300° C und ein Druck zwischen 1 und etwa 150 ata angewandt werden. Besonders befriedigende
Ergebnisse werden bei einer Temperatur von etwa 120 bis 180° C und einem Druck von 5 bis
14 ata erzielt. Unter diesen Bedingungen verläuft die Carboxylierungsreaktion in der Regel in 3 bis
5 Stunden.
Es ist in vielen Fällen vorteilhaft die erfindungsgemäße Arbeitsweise mit den einleitend bereits erwähnten
nicht vor veröffentlichten Maßnahmen zu kombinieren. In diesem Falle läßt man das Carboxylierungsgemisch
mit einem Alkalimetall, Alkalihydroxyd oder Alkalialkoholat reagieren, wobei etwa gebildetes
Wasser oder etwa gebildeter Alkohol entfernt werden, worauf das so erhaltene Gemisch zur
Herstellung einer weiteren Menge des Alkalisalzes der betreffenden Alkylsalicylsäure nochmals in einem
praktisch wasserfreien Medium mit CO2 carboxyliert
wird.
Die erfindungsgemäß hergestellten Alkylsalicylate können auch in die entsprechenden Erdalkalisalze oder
in die freien Säuren umgewandelt werden, wobei sich im ersteren Fall Produkte von besonders hoher Basizität
erzeugen lassen.
Die Erfindung wird durch das Beispiel erläutert.
Phenol wurde mit einem Gemisch von Alkenen mit 14 bis 18 Kohlenstoffatomen in Anwesenheit von
Zinkchlorid und Chlorwasserstoff als Katalysator alkyliert. Das erhaltene Gemisch von Mono- und Di-C14-C18-Alkylphenol
en hatte einen Gehalt an aktivem Wasserstoff von 0,220 Gewichtsprozent.
Ein Anteil dieser Alkylphenole wurde in Xylol gelöst, mit NaOH neutralisiert und mit CO2 carboxyliert.
Das Carboxylierungsreaktionsprodukt (weiter kurz »Carboxylate zu nennen) hatte nach Ansäuern
eine Säurezahl von 72,2 mg K O H/g.
Zur Bestimmung dieser Säurezahl wird eine Probe des Carboxylats mit einem gleichen Volumen
2 n-Schwefelsäure angesäuert, und die in dieser Weise
erhaltene Lösung von Alkylphenolen und Alkylsalicylsäuren in Xylol wird nach Verdünnen mit einer
niedrigsiedenden Erdölfraktion mit Wasser ausgewaschen. Die Lösung wird in Vakuum eingedampft,
und die Säurezahl des Rückstandes wird durch Titrieren mit KOH bestimmt. Aus der Säurezahl ist ersichtlich,
wie weit die Carboxylierungsreaktion fortgeschritten ist, da bei dem Titrieren nur die COOH-Gruppen
der Alkylsalicylsäuren und nicht die OH-Gruppen der Alkylsalicylsäuren und der Alkylphenole
mittitriert werden.
Es wurde nun eine Reihe von Versuchen ausgeführt, wobei jedesmal von 100 Gewichtsteilen der
oben beschriebenen Alkylphenole ausgegangen wurde. Diese wurden in Xylol gelöst, und es wurden wechselnde
Mengen (vgl. die Tabelle, Spalte 2) des erwähnten Carboxylats zugesetzt. Auch wurde Natriumhydroxyd
in Form einer 45,6°/oigen wäßrigen Lösung zugegeben. Die verwendete Menge NaOH betrug in
jedem Versuch 105% der theoretisch zur Neutralisation der Alkylphenole erforderlichen Menge plus
150% der Menge, welche theoretisch erforderlich ist,
um das im Carboxylat anwesende normale Salicylat in das neutrale Salicylat umzusetzen. Das Gemisch
wurde im ölbad langsam erhitzt. Nach Entfernung des Wassers zusammen mit einem Teil des Xylols
durch azeotrope Destillation wurde noch weitere 2 Stunden erhitzt.
Das Gemisch besteht jetzt aus einer Lösung von Alkylphenolaten und neutralen Alkylsalicylaten in
Xylol und ist somit ein geeignetes Ausgangsmaterial zur Ausführung des erfindungsgemäßen Verfahrens.
Die Zusammensetzung der Lösungen bei den verschiedenen Versuchen ist aus den Spalten 3 bis 5 der
Tabelle ersichtlich.
Die Lösungen wurden nun carboxyliert, indem sie 4 Stunden lang mit CO2 bei einem Druck von 18 ata
und einer Temperatur von 140° C abgesättigt wurden. Von den so erhaltenen Carboxylaten wurde nach Ansäuern
die Säurezahl bestimmt (vgl. die Tabelle, Spalte 6).
Aus den in der letzten Spalte der Tabelle gegebenen Säurezahlen geht klar hervor, daß die Carboxylierungsreaktion
besser verläuft, wenn schon von Anbeginn neutrales Alkylsalicylat in einer Menge von
mindestens 5 Gewichtsprozent, bezogen auf die eingesetzten Alkylphenole, anwesend ist.
| Carboxylate Gewichtsteile |
Die daraus durch ] | erhaltene Lösung | lierung) enthält: | Gewichtsprozent neutrale Alkyl salicylate, berechnet auf Alkylphenole |
Säurezahl (mg K O H/g) |
|
| 0 | Reaktion mit NaOH | von Alkylphenolaten und neutralen Alkylsalicylaten (= Ausgangsmaterial für die erfindungsgemäße Carboxy- |
neutrale Alkylsalicylate Gewichtsteile |
1 0 | des angesäuerten. | |
| Ursprünglich eingesetzt | 5,9 | 0 | 3,8 | bei der Umsetzung erhaltenen Carboxylates |
||
| 39,3 | Alkylphenolate Gewichtsteile |
4 | 22,1 | 79,6 | ||
| Alkylphenole Gewichtsteile |
118,4 | 104,8 | 26,3 | 53,9 | 89,0 | |
| 100 | 356,1 | 106,9 | 79,3 | 102,6 | 94,0 | |
| 100 | 118,9 | 238,3 | 98,3 | |||
| 100 | 147,2 | 98,4 | ||||
| 100 | 232,2 | |||||
| 100 | ||||||
Claims (2)
1. Verfahren zur Herstellung von Alkalisalzen von Alkylsalicylsäuren durch Carboxylierung
eines oder mehrerer alkylierter Alkaliphenolate mittels CO2, welche in einem praktisch wasserfreien
neutralen oder basisch-organischen Lösungsmittel gelöst oder dispergiert sind, dadurch gekennzeichnet,
daß die Carboxylierungsreaktion von Anbeginn in Gegenwart von mindestens
5 Gewichtsprozent, vorzugsweise 50 Gewichtsprozent, bezogen auf die eingesetzten Alkylpheno-
late, eines neutralen Alkalisalzes einer aromatischen Oxycarbonsäure durchgeführt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das dem Carboxylierungsgemisch
zugesetzte neutrale Salz sich von denjenigen aromatischen Oxycarbonsäuren ableitet, welche
aus den betreffenden Alkylphenolaten hergestellt werden.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 817 758;
britische Patentschrift Nr. 483 795.
Deutsche Patentschrift Nr. 817 758;
britische Patentschrift Nr. 483 795.
© 909· 528/411 5.59
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1954
- 1954-10-21 FR FR1113859D patent/FR1113859A/fr not_active Expired
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Also Published As
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