DE105911C - - Google Patents

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DE105911C
DE105911C DENDAT105911D DE105911DA DE105911C DE 105911 C DE105911 C DE 105911C DE NDAT105911 D DENDAT105911 D DE NDAT105911D DE 105911D A DE105911D A DE 105911DA DE 105911 C DE105911 C DE 105911C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B62LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
    • B62LBRAKES SPECIALLY ADAPTED FOR CYCLES
    • B62L5/00Brakes, or actuating mechanisms therefor, controlled by back-pedalling
    • B62L5/10Brakes, or actuating mechanisms therefor, controlled by back-pedalling the brakes being actuated through coacting cams and balls or rollers located in the rear wheel hub
    • B62L5/12Brakes, or actuating mechanisms therefor, controlled by back-pedalling the brakes being actuated through coacting cams and balls or rollers located in the rear wheel hub the brakes being of expanding brake-bushing type
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B62LAND VEHICLES FOR TRAVELLING OTHERWISE THAN ON RAILS
    • B62LBRAKES SPECIALLY ADAPTED FOR CYCLES
    • B62L5/00Brakes, or actuating mechanisms therefor, controlled by back-pedalling
    • B62L5/003Brakes, or actuating mechanisms therefor, controlled by back-pedalling the brakes being arranged apart from the rear wheel hub

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Braking Arrangements (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 63: Sattlerei, Wagenbau und Fahrräder.
Zusatz zum Patente M. 91864 vom 15. März 1896.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 13. Mai 1898 ab. Längste Dauer: 14. März 1911.
In dem Haupt-Patent ist eine auf das Antriebkettenrad beim Gegentreten wirkende Bremse für Fahrräder geschützt, welche dadurch gekennzeichnet ist, dafs das Kettenrad aus zwei concentrischen, nicht mit einander verbundenen Theilen tl t'2 besteht, von denen der innere i2 fest auf der Achse sitzt und den äufseren, die Zähne tragenden Theil durch Anschlagen an einen Vorsprung desselben beim Vorwä'rtstreten mitnimmt, während beim Gegentreten durch die auftretende Relativbewegung beider Kettenradtheile gegen einander ein mit dem einen Ende an dem Vorsprung ν des äufseren Theiles tl, mit dem anderen Ende an dem inneren Theil t'2 befestigtes Bremsbandy gegen eine Bremsscheibe geprefst und dadurch das Kettenrad gebremst wird.
Auf Grund vorliegender Erfindung soll nun diese Fahrradbremse nach Patent 91864 dahin abgeändert werden, dafs dieselbe mit einer einstellbaren Aufhaltevorrichtung gegen Einrücken der Bremse bei geringem Gegentreten versehen ist. Denn bei der praktischen Verwendung der Bremseinrichtung nach Patent 91864 hat sich herausgestellt, dafs es dem Fahrer sowohl in der Ebene, als auch bei geringem Gefalle der Strafse bequem ist, in der von Radfahrern bisher geübten Weise gegentreten zu können, also das Aufhalten des Fahrrades direct durch den auf die Kurbeln ausgeübten Druck herbeizuführen und nicht durch Bremsung. Das Bremsen soll vielmehr erst beim Befahren stärkerer Gefalle eintreten. Hierbei soll die Aufhaltevorrichtung aber auch regulirbar sein, dergestalt, dafs die Bremsvorrichtung je nach Wunsch des Fahrers und nach der Beschaffenheit des Terrains leichter oder schwerer selbstthätig einrückt.
Um eine solche Aufhaltevorrichtung an der Bremse nach Patent 91864 anzubringen, werden die einzelnen Theile dieser Bremse beibehalten, nur werden die Enden der Bremsfeder nicht mehr mittelst Oesen und Schraubenbolzen an den Radtheilen t1 t2 befestigt, sondern in bekannter Weise mittelst Haken ο und h (s. Fig. ι bis 6 beiliegender Zeichnung). Durch die Spannung der Bremsfeder werden diese Haken 0 und h an den Ansätzen n> und ν der beiden Radtheile i1 t2 ebenso festgehalten wie früher an den Oesen w und ν des Haupt-Patentes. Oberhalb des Ansatzes w, und zwar am Innenkranz des Aufsenrades t\ befindet sich ein Widerstand /?', in den das Hakenende eingreift und ein Functioniren der Bremse bei geringem Gegentreten verhindert. Dieser Widerstand h1 ist in Fig. 1 bis 3 als eine durch das Aufsenrad f1 greifende, an demselben befestigte Klinkenfeder η ausgebildet, welche mittelst ihres Hakens h1 durch eine Oeffnung des Rades i1 greift und sich hinter das Hakenende ο legt. Die Fläche, mit welcher das Hakenende h1 sich gegen den Haken ο der Bremsfeder legt, kann durch eine Stellschraube s vergröfsert oder verkleinert werden. Betont
sei, dafs beim Betriebe der Bremse das Haken- j ende h1 nicht zurücktritt, sondern stets in der einmal eingestellten Lage bleibt. Die Hakenenden ο und h liegen, wie aus Fig. 2 ersichtlich, in einem Ausschnitt α des äufseren Rades f1. Beim Rückwärtstreten gestattet die Gröfse des Ausschnittes α eine beschränkte Rückwärtsbewegung des Ansatzes v. Die Bremse tritt nun erst dann in Wirkung, wenn der Gegendruck so stark ist, dafs der durch die Federspannung erzeugte Widerstand zwischen den Haken ο der Bremsfeder f and der Anlagefläche h1 überwunden wird, wenn also durch solche Ueberwindung des Widerstandes das Ende 0 eine Radialbewegung nach innen zu ausführt und dadurch über die Kante h1 der Aufhaltefeder η tritt. Dann legt sich die Bremsfeder f durch das Gegentreten des Rades t1 fest gegen die Bremsscheibe B, und da sie sich mit ihren Haken h gegen den Ansatz ν am äufseren Rad und mit ihrem Ansatz 0 gegen den Anschlag w am inneren Rad t2 legt, so findet ein kräftiges Bremsen auf der Scheibe B statt.
Durch entsprechendes Einstellen des Hakens h1 gegen den Haken 0 mittelst der Stellschraube s kann der Zusammengriff von h1 und 0 geregelt und damit der Druck geregelt werden, welcher erforderlich ist, um ein Bremsen durch Gegentreten herbeizuführen. Wenn das Bremsfederende 0 von dem Haken hl abgeglitten ist, so wird die Bremsfeder zwischen dem Anschlag n> des Innenrades i2 und dem Anschlag ν des Aufsenrades tl gehalten und der gesammte auf die Bremsfeder ausgeübte Druck wird zum Bremsen ausgenutzt. Die Aufhaltevorrichtung bietet somit keinen inneren Widerstand, welcher stets beim Bremsen zu überwinden wäre, sondern ist nur während des Einrückens vorhanden.
Bei der in Fig. 4 bis 6 dargestellten Einrichtung ist die als einstellbare Klinkenfeder η (Fig. 2) ausgebildete Aufhaltevorrichtung durch eine Nuth Z;1 im Innern des äufseren Rades ersetzt. Diese Nuth hat die gesammte Breite der Bremsfeder. Eine Stellschraube s, welche sich gegen das mit dem Haken 0 versehene Ende des Bremsbandes f legt, regelt den Eingriff des Hakens 0 in die Nuth h1.
Die Wirkungsweise der Einrichtung nach den Fig. 3 bis 6 ist die gleiche wie diejenige nach Fig. 1 bis 3. So lange nämlich 'ein schwacher Druck durch Gegentreten auf das Rad tl ausgeübt wird, bleibt der Haken h in Eingriff mit der Nuth Λ1; erst bei kräftigerem Gegentreten sind die von hl und n> auf den Haken 0 in einander entgegengesetzter Richtung wirkenden Kräfte grofs genug, um mittelst der schrägen Anlagefläche bei h1 die Spannung der Bremsfeder zu überwinden und den Haken ο in radialer Richtung so weit nach innen zu drücken, dafs die Relativbewegung beider Radtheile und das Bremsen ungehindert stattfinden kann. Auch hier kann durch Einstellen der Stellschraube s der Eingriff des Hakens ο in der Nuth h1 verändert und damit der Widerstand, den das Bremsband/dem Bremsen entgegenbringt, geregelt werden.
Das Wesen vorliegender Verbesserung, gegenüber dem Haupt-Patent 91864 liegt also darin, dafs an einem der beiden Radtheile t1 oder t2 ein Widerstand h1 und an dem anderen ein bei starkem Gegendruck ausweichender Riegel angebracht ist, und dafs die Gröfse der gegenseitigen Anlagefläche und damit die erforderliche Kraft durch Verstellung geregelt werden kann. Die Bremsfeder mit Haken 0 bildet so einen Federriegel.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Ausführungsform der durch Patent Nr. 91864 geschützten, durch Gegentreten in Thätigkeit zu setzenden Fahrradbremse, bei welcher die Enden der Bremsfeder in bekannter Weise mit Haken (o h), die sich gegen Ansätze (v n>) der concentrischen Kettenradtheile ft1 t'2) legen, versehen sind und an dem einen Radtheil (tl oder t^) eine Rast oder ein Riegel (hl) angebracht ist, gegen welchen sich der mit dem anderen Radtheil in Verbindung stehende Haken (0) der Bremsfeder derart mit schräger Fläche anlegt, dafs erst bei stärkerem Gegentreten der Haken von der Rast bezw. dem Riegel abgleitet und eine Bewegung der beiden Radtheile gegen einander stattfindet, wobei eine Stellvorrichtung die Gröfse der Anlagefläche, die Spannung der Feder und dadurch auch die Gröfse des Widerstandes vor dem Einrücken regelt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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