DE106092C - - Google Patents

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DE106092C
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    • G—PHYSICS
    • G03—PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03F—PHOTOMECHANICAL PRODUCTION OF TEXTURED OR PATTERNED SURFACES, e.g. FOR PRINTING, FOR PROCESSING OF SEMICONDUCTOR DEVICES; MATERIALS THEREFOR; ORIGINALS THEREFOR; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
    • G03F3/00—Colour separation; Correction of tonal value

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Spectrometry And Color Measurement (AREA)
  • Printing Methods (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 57: Photographie.
H. J. BURGER in ZÜRICH. Buntdruck-Verfahren.
Patentirt im Deutschen Reiche vom l. Januar 1898 ab.
Unter Nr. 46114 ist ein Buntdruck-Verfahren patentirt worden, dessen Hauptcharakterzug darin besteht, dafs die im Buntdruckbilde wiederzugebende Zeichnung vermittelst ein.es^ Negativs auf jede einzelne der Farbplatten' cö'plrt wird. Bei diesem Verfahren sind in allen Farbendruckplatten die lichten und hellen Stellen des Originals diejenigen, welche am wenigsten Farbe von der Druckplatte abgeben; einige sind sogar ganz farblos; andere Stellen zeigen den Localton viel zu wenig. Es gehen demgemäfs viele Töne des Bildes verloren, welche unbedingt beim Drucke bleiben sollten.
Dafs diese hellen Stellen und Lichter matt erscheinen, ist ein Uebelstand, welcher durch vorliegendes Verfahren beseitigt wird, und zwar !dadurch, dafs nur die Schattentöne und die I kalten Töne in bisher üblicher Weise, die 'warmen Töne dagegen, wie z.B. gelb und [ fleischfarben, welche sich im Allgemeinen hauptsächlich in den lichten Partien des Originals «finden, mit Druckplatten gedruckt werden, S welche nicht durch Gopiren des Negativs, sondern [durch Copiren eines nach diesem erhaltenen [Diapositivs hergestellt sind.
Es wird dadurch erreicht, dafs in letzteren, vom Diapositiv copirten Platten hauptsächlich die lichten Partien drucken, während die Schatten etwas zurückgehen oder schwacher drucken. Diese Platten drucken daher ein negatives Bild, was aber die Gesammtwirkung des Bildes nicht schädigt, da die Schattenpartien von der anderen Gruppe der Druckplatten, nämlich den positiv druckenden, genügend mitgedruckt werden.
Die einzelnen Druckplatten müssen wie bisher bearbeitet werden.
Diese manuelle Bearbeitung richtet sich darauf, alle die Theile des Bildes zu entfernen, welche in der Farbe, für welche die Platte bestimmt ist, störend wirken, alle die Theile, welche gedruckt werden sollen, zu belassen, eventuell zu verstärken oder abzuschwächen.
Nach der Methode des Patentes Nr. 461 14 mufsten bisher diejenigen Stellen einer Druckplatte, welche helle, magere Stellen auf der (positiven) Copie vom Negativ zeigten, und welche doch satt und voll drucken sollten, besonders eingezeichnet werden, weil sie durch das Entwickeln zu sehr ausgewaschen wurden. Dieses Neueinzeichnen war sehr mühsam, zeitraubend und bedurfte künstlerischer Fertigkeit.
Das Verfahren der vorliegenden Erfindung vermindert und beseitigt die berührten Uebelstände in erfolgreicher Weise.
Die Auswahl der beiden Gruppen (positive und negative Copien) mufs jeweils dem subjectiven Ermessen des Operateurs überlassen werden. Es kann z. B. der Fall eintreten, dafs entgegen der üblichen Bezeichnungsweise für eine blaue, also eine gewöhnlich als kalt bezeichnete Farbe eine Copie nach einem Diapositiv mit Vortheil angewendet wird, z. B. für einen Himmel in Abendstimmung, während
für eine gewöhnlich als warm bezeichnete Farbe, wie gelb, eine Copie nach einem Negativ Verwendung findet, z. B. für ein gelb in gelb gemaltes Bild. Es ist somit die Grenze der zwei Gruppen eine schwimmende insofern, als Farbplatten gleichzeitig sowohl aus der einen wie der anderen Gruppe für ein und dieselbe Farbe Anwendung finden können.
Soll das Verfahren für Tiefdruckplatten zur Verwendung kommen, so erfolgt die Benutzung von Diapositiven und Negativen in umgekehrter Weise.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung von Farbplatten für Buntdruck nach Art des Verfahrens des Patentes Nr. 46114, dadurch gekennzeichnet, dafs nur für die kalten Töne positiv, für die warmen Töne dagegen negativ druckende Platten hergestellt werden.
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