DE106135C - - Google Patents

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DE106135C
DE106135C DENDAT106135D DE106135DA DE106135C DE 106135 C DE106135 C DE 106135C DE NDAT106135 D DENDAT106135 D DE NDAT106135D DE 106135D A DE106135D A DE 106135DA DE 106135 C DE106135 C DE 106135C
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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03BAPPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
    • G03B1/00Film strip handling
    • G03B1/18Moving film strip by means which act on the film between the ends thereof
    • G03B1/20Acting means
    • G03B1/22Claws or pins engaging holes in the film

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Photographic Developing Apparatuses (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 57: Photographs.
LUCIEN REULOS in PARIS. Serienapparat.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 6. November 1898 ab.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf Serienapparate, bei denen die periodische Fortschaltung des Bildbandes durch Rippen bewirkt wird, die auf continuirlich gedrehten Organen angeordnet und auf einem Theil ihres Umfanges spiral- oder schraubenförmig gebogen sind. ·,
Bei den bisherigen Apparaten dieser Art, wie solche aus der schweizerischen Patentschrift Nr. ι 1755 und den englischen Patentschriften Nr. 17049/1896 und 16080/1896 bekannt sind, erfolgt die periodische Fortschaltung des Bildbandes mittelbar durch Trommeln, die ihrerseits von den Rippen periodisch weitergeschaltet werden. Demgegenüber sollen gemäfs vorliegender Erfindung die Rippen unmittelbar in Aussparungen am Rande des Bildbandes eingreifen, so dafs alle Uebertragungsorgane wegfallen.
Beiliegende Zeichnungen stellen den neuen Serienapparat dar, und zwar zeigt Fig. 1 denselben im Längsschnitt, Fig. 2 denselben im Querschnitt. Fig. 3 und 4 veranschaulichen eine zweite Ausführungsform in Vorder- und ■Seitenansicht.
Der neue Mechanismus besteht im Wesentlichen aus zwei rotirenden, kreisrunden Scheiben AA, welche auf einer Achse α sitzen, die auf beliebige Weise, z. B. mittelst einer Handkurbel b unter Vermittelung eines Räderwerkes B, in continuirüche Umdrehung versetzt werden kann. Die Scheiben A tragen auf der einander zugekehrten Seite eine Rippe C von besonderer Form. Der Umrifs dieser Rippe bietet auf etwa 3/4 der Peripherie eine kreisförmige Gestalt mit Bezug auf den Rotationsmittelpunkt dar, nähert sich während des letzten Viertels der Peripherie allmälig dem Mittelpunkt und endet bei c auf einem durch den Anfangspunkt c1 gehenden Radius. Die Scheiben A A müssen derart aufgekeilt sein, dafs die beiden Rippen C einander genau entsprechen. Das in dem Apparat zur Verwendung kommende Filmband D mufs an seinen Kanten mit Aussparungen dd versehen sein, welche gleich weit von einander entfernt sind, und zwar um dieselbe Strecke wie die beiden Enden der Rippe C, nämlich die Strecke c2. Der Zwischenraum zwischen den beiden Scheiben AA ist so grofs, dafs das Band D zwischen ihnen hindurchgehen kann, wobei die Spitzen der Rippen C C in die Aussparungen dd eintreten. Zwischen den Scheiben ist auf der Achse α eine Spule E angebracht, die sich mit schwacher Reibung auf derselben dreht. Das Filmband D, welches von einer Rolle F kommt, läuft über einen Cylinder G, der auf einer Achse g sitzt und mit Zahnen gl versehen ist, die in die Aussparungen d eintreten. Von hier gelangt es in eine Führung H, die mit einer geeigneten Oeffnung h versehen ist, so dafs das Filmband an diesem Punkte das Lichtbündel aufnehmen kann, welches von einem Objectiv I herkommt, und schliefslich wickelt das Band sich auf die Spule E auf. Ein Verschlufscylinder J, welcher dazu dient,
das Lichtbündel periodisch zu unterbrechen, wird durch das Räderwerk B angetrieben, desgleichen der gezahnte Cylinder G, welcher durch eine Kette g·2 mit dem Cylinder J verbunden ist. Der Antrieb der beiden Organe kann natürlich auch auf jede andere geeignete Art und Weise erfolgen.
Die Arbeitsweise des neuen Apparates ist folgende: Werden die beiden Cylinder J und G gedreht, indem man die Scheiben A A in Umdrehung versetzt, so wickelt sich das Filmband von der Spule F ab. Sein Aufwickeln auf die Spule E erfolgt jedoch intermittirend, was durch die Rippen C C bewirkt wird.
Sobald das Band D zwischen den beiden Scheiben A anlangt, wird es von beiden Seiten nur an dem kreisförmigen Theil χ der Rippen C festgehalten, die in zwei entsprechende Aussparungen d eintreten; der zwischen dem Cylinder G und der Spule E befindliche Theil des Bandes bleibt hierbei unbeweglich, und da der Cylinder / derart regulirt ist, dafs er in diesem Augenblick das Lichtbündel auf das Band fallen läfst, so erfolgt die Belichtung. Sobald der kreisförmige Theil χ der Rippen in den Theil y übergeht, wird das Band D heftig angezogen und die durch die Reibung der Achse α mitgenommene Spule E wickelt einen Theil des Bandes auf, welcher der Entfernung zwischen den Enden c und c1 der Rippe C entspricht. Diese Entfernung entspricht der Gröfse des aufgenommenen Bildes. Während des Aufwickeins des Bandes bleibt der Cylinder / geschlossen. Dann beginnt die Periode der Unbeweglichkeit wieder und so fort. Da die durch den Cylinder G bewirkte Abwickelung eine regelmäfsige ist, so bildet sich während des Stillstandes des Filmbandes eine Schleife d2, welche bei der Bewegungsphase ein fast augenblickliches Aufwickeln gestattet. Die Spule E sitzt mit schwacher Reibung auf der Achse a, um einen regelmäfsigen und schwachen Zug auf das Band D zu bewirken, jedoch stehen bleiben zu können, wenn das Band festgehalten wird.
Die Einrichtung zur Hervorbringung der intermittirenden Bewegung sichert eine sehr sanfte und regelmäfsige Bewegung des Bandes D. Die Rippen C C müssen spitz zulaufen, damit sie stets sicher in die Aussparungen d des Bandes D eintreten können, selbst wenn letzteres sich umbiegt, was sich in den meisten Fällen ereignen wird.
Weder das Ingangsetzen, noch das plötzliche Anhalten irgend eines Organes hat irgend welche Erschütterung des Bandes zur Folge. Da das Band sich frei ohne Reibung in der Führung H befindet, so zerreifst es nicht und zieht sich nicht.
Der charakteristische Theil des neuen Apparates, d. i. die Gesammtanordnung der Scheiben A mit den Rippen C kann auch in anderer Form eingerichtet werden. In Fig. 3 und 4 ist eine andere Ausführungsform veranschaulicht. Zwei Scheiben KK sind, anstatt parallel, in einer und derselben Ebene angeordnet und durch einen Raum d% von einander getrennt, welcher der Breite des Filmbandes entspricht. Ihre Kanten k spielen hierbei die Rolle der Rippen C und greifen in die Aussparungen des Filmbandes ein. Jede Scheibe ist auf einem Theil ihrer Peripherie derart eingeschnitten, dafs ein Band k1 entsteht, welches derart abwärts gebogen wird, dafs seine Aufsenkante sich auf einer cylindrischen Oberfläche befindet, welche den Durchmesser der Scheibe besitzt, und dafs sie in einer Entfernung k'2 von der Ebene der Scheibe endet, welche gleich ist der Entfernung dl der Aussparungen von einander. Das Band k1 bildet somit einen Bruchtheil eines Schraubenganges.
Die Kante k der Scheibe bleibt in der Ebene der letzteren während 3/4 der Umdrehung; das abwärtsgebogene Band k1 entspricht dem letzten Viertel.
. Die Arbeitsweise dieses Apparates ist genau dieselbe wie diejenige des zuerst beschriebenen Apparates, wobei der Theil χ der Kante der Scheiben, welcher in der Ebene der letzteren bleibt, das Filmband unbeweglich läfst, während der Theilj-- ein Vorrücken desselben bewirkt.
Man kann die Scheiben auch durch Cylinder ersetzen, welche mit einer Rippe von der beschriebenen Form versehen sind. Die Anordnung der Scheiben hat jedoch den Vorzug des geringeren Gewichtes.
Der Theil y der Rippen ist der einzige, welcher zum Vorrücken des Filmbandes beiträgt, während der Theil χ lediglich den Zweck hat, das Filmband aufrecht zu halten. Ist ein solches Festhalten nicht nöthig, so kann man natürlich den Theil χ ganz in Fortfall kommen lassen und nur den Theil y beibehalten.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Serienapparat mit periodischer Fortschaltung des Bildbandes durch unmittelbar in Aussparungen des Bildbandes eingreifende, auf continuirlich gedrehten Organen angeordnete Rippen, welche auf einem Theil (y) ihres Umfanges spiral- oder schraubenförmig gebogen sind.
2. Eine Ausführungsform des in Anspruch 1 gekennzeichneten Serienapparates, bei welcher die zur Fortschaltung dienenden Rippen
als zwei auf einem Theil ihres Umfanges kreisförmig, auf dem übrigen Theil spiralig gestaltete Leisten ausgebildet sind und auf zwei parallelen Scheiben sitzen, zwischen denen das Bildband hindurchgeführt wird. Eine Ausführungsform des in Anspruch ι gekennzeichneten Serienapparates, bei welcher die zur Fortschaltung dienenden Rippen als zwei auf einem Theil ihres Umfanges kreisförmig, auf dem übrigen Theil schraubenlinig gestaltete Curven ausgebildet sind und auf zwei parallelen Achsen sitzen, zwischen denen das Bildband hindurchgeführt wird.
Eine Ausführungsform des in Anspruch ι gekennzeichneten Serienapparates, bei welcher nur der Theil (y) der Rippen, welcher das periodische Fortschalten des Bildbandes bewirkt, beibehalten ist, während der andere Theil in Fortfall gekommen ist.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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