DE107221C - - Google Patents

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DE107221C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B41/00After-treatment of mortars, concrete, artificial stone or ceramics; Treatment of natural stone
    • C04B41/009After-treatment of mortars, concrete, artificial stone or ceramics; Treatment of natural stone characterised by the material treated
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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    • C04B41/00After-treatment of mortars, concrete, artificial stone or ceramics; Treatment of natural stone
    • C04B41/45Coating or impregnating, e.g. injection in masonry, partial coating of green or fired ceramics, organic coating compositions for adhering together two concrete elements
    • C04B41/52Multiple coating or impregnating multiple coating or impregnating with the same composition or with compositions only differing in the concentration of the constituents, is classified as single coating or impregnation
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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    • C04B41/00After-treatment of mortars, concrete, artificial stone or ceramics; Treatment of natural stone
    • C04B41/80After-treatment of mortars, concrete, artificial stone or ceramics; Treatment of natural stone of only ceramics
    • C04B41/81Coating or impregnation
    • C04B41/89Coating or impregnation for obtaining at least two superposed coatings having different compositions

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Glass Compositions (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Den Gegenstand des vorliegenden Patentes bildet ein Verfahren zur Decoration von Porcellan- oder dergl. Waaren unter Glasur mittelst Abziehbilder, welches sich von den bisher üblichen Verfahren dadurch unterscheidet, dafs in einem Brande das Bild fertig gebrannt wird.
Das Verfahren besteht in Folgendem:
Der verglühte, d.h. vorgebrannte Scherben wird zunächst mit einem Gemisch von Alkohol, Schellack, Firnifs und flüssigem Leim bestrichen bezw. in dieses Gemisch eingetaucht; sodann wird auf dieser Klebeschicht in üblicher Weise das Bild abgezogen. Auf dieser Schicht haftet aber die Glasur nicht; diese würde daher beim Aufbrennen nicht das Bild überdecken. Um dieses zu erreichen, wird die das Bild tragende Schicht, sowie dieses gleichzeitig mit einer Dextrinlösung überzogen; nach dem Trocknen dieser Dextrinschicht wird das Bild dann glasirt.
Die Mischungsverhältnisse der beiden verwendeten Lösungen, sowohl der Klebstoff- wie der Dextrinlösung, variiren etwas je nach den physikalischen Verhältnissen des Porcellans, seiner Porosität etc. Als Beispiel sollen folgende Verhältnisse genannt werden, wobei der nachgesuchte Schutz jedoch nicht auf dieses eine Recept beschränkt sein soll.
Es werden 5 Theile Schellack in 25 Theilen Spiritus gelöst und diese Flüssigkeit mit 20 Theilen Firnifs und 8 Theilen flüssigem Leim emulgirt. Anstatt Schellack kann ein anderes gleichwerthiges Harz ganz oder theilweise benutzt werden; ebenso ist es nicht ausgeschlossen, dafs der Leim theilweise durch andere äquivalente Mittel ersetzt wird. Die Dextrinlösung wird am besten in ι ο procentiger Stärke angewendet; jedoch kann diese Stärke sowohl beim Dextrin allein, als auch besonders dann variiren, wenn das Dextrin ganz oder theilweise durch andere gummiartige Körper, wie z. B. Traganth, Agar, ersetzt wird. Wie oben bereits bemerkt, werden die Gegenstände, nachdem beide Schichten mit dem dazwischen liegenden Bilde aufgetragen sind, einige Zeit getrocknet; hierauf wird die Glasur aufgebracht und der so vorbereitete Scherben sogleich in den Glattbrand gebracht.
Das hier beschriebene Verfahren eignet sich besonders für die sogenannten Hautbilder, d. h. für solche, die das Bild auf einer zusammenhängenden, meist aus Collodium bestehenden Schicht tragen. Es läfst sich nicht ohne Weiteres bei Gummibildern anwenden, d. h. bei solchen Bildern, die sich aus gedrückten einzelnen, meist aus Gummi oder dergl. bestehenden Flächen zusammensetzen. Will man das Verfahren für diese Bilder ebenfalls benutzbar machen, so wird der verglühte Scherben zunächst mit einem Rohglasurüberzug versehen, worauf dann die Einzelheiten des Verfahrens, wie vorher beschrieben, ausgeführt werden, nur mit dem Unterschiede, dafs sich zwischen dem klebenden Anstrich und dem verglühten Scherben noch eine Glasurschicht befindet. Auch in diesem Fall wird der Scherben unmittelbar in den Glattbrand gebracht. Es ist gleichgültig, mit welcher der beiden Sorten Abziehbilder gearbeitet wird; es fällt in jedem
Falle der Brand in der Muffel oder die Schmelze fort; auch lassen sich die Abziehbilder in allen Farben für den Glattbrand herstellen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein Verfahren zum Auf bringen von Abziehbildern auf keramische Erzeugnisse unter Glasur, dadurch gekennzeichnet, dafs auf dem verglühten, glasirten oder unglasirten Scherben, der mit einem innigen Gemisch von Alkohol, Schellack, Firnifs und flüssigem Leim überzogen ist, das Bild in üblicherweise abgezogen und darauf mit einer Lösung von Dextrin bestrichen wird, die das Anhaften der Glasur ermöglicht.
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Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1155051B (de) * 1957-04-04 1963-09-26 Buntpapierfabrik A G Verfahren zum Verzieren von Keramikware mittels Unterglasur-Abziehbilder
DE1175593B (de) * 1960-07-13 1964-08-06 Buntpapierfabrik A G Verfahren zur Herstellung von keramischen Unterglasurabziehbildern
DE1219843B (de) * 1962-05-09 1966-06-23 Buntpapierfabrik A G Verfahren zum Dekorieren von nichtglasierten Rohscherben unter Verwendung keramischer Schiebebilder
DE2706339A1 (de) * 1977-02-07 1978-08-17 Globe Ind Corp Verfahren und vorrichtung zum uebertragen von druckfarbe

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