DE1077105B - Trockenrasiergeraet, das wahlweise auch zum Antrieb anderer Arbeitsgeraete verwendbar ist - Google Patents
Trockenrasiergeraet, das wahlweise auch zum Antrieb anderer Arbeitsgeraete verwendbar istInfo
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- B26B19/00—Clippers or shavers operating with a plurality of cutting edges, e.g. hair clippers, dry shavers
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Description
DEUTSCHES
Es sind Trockenrasiergeräte, insbesondere solche mit hin- und hergehender Arbeitsbewegung, bekannt,
deren zum Rasieren dienender Scherkopf abnehmbar ist. Der Grund hierfür ist, daß man den Scherkopf
leichter reinigen, erforderlichenfalls leicht ersetzen oder auch gegen andere Scherköpfe von unterschiedlicher
Ausbildung ihrer Schneidteile austauschen kann.
Es ist ferner bekannt, bei Trockenrasiergeräten der vorgenannten Art den Scherkopf gegen ein anderes
Arbeitsgerät auszutauschen, beispielsweise gegen eine Nagelfeile, ein Fingernagelpoliergerät, eine Hautfräse
oder eine Zahnbürste, um dieses Zusatz- bzw. Nebengerät ebenfalls mit dem im Trockenrasiergerät eingebauten,
also ohnehin vorhandenen, meist elektrischen Antriebsteil zu betreiben. Zur Benutzung eines solchen
Nebengerätes muß man also erst den Rasierscherkopf abnehmen und dann das Nebengerät anbringen, und
nach der Benutzung muß man das Nebengerät wieder abnehmen und den Scherkopf wieder anbringen.
Bekannt sind auch Trockenrasiergeräte, deren Scherkopf zum Ansetzen eines Nebengerätes nicht abgenommen
zu werden braucht. Diese Rasiergeräte sind für den Anschluß der Nebengeräte eigens mit
einer lösbaren Anschlußmöglichkeit versehen. Bekannt ist es beispielsweise, lösbare Anschlußmittel an einer
Seitenfläche des Gerätes anzubringen, um hier z. B. eine Schervorrichtung anderer Bau- und Wirkungsart oder ein Massagegerät anschließen zu können. Diese
Anschlußmittel sind aber beim Gebrauch des Rasiergerätes zu seinem Hauptzweck, wenn also das Nebengerät
nicht angeschlossen ist, störend. Auch erfordern sie mehr oder minder verwickelte Kraftübertragungsglieder
vom Antrieb des Rasiergerätes zum Nebengerät bzw. zu dessen Anschlußmitteln hin.
Bekannt ist ferner auch ein Trockenrasiergerät mit umlaufender Schneidplatte, an das eine zweite Schneidplatte
mittels lösbarer Verbindungsmittel gleichachsig mit der erstgenannten Schneidplatte angesetzt werden
kann. Die zweite Schneidplatte wird dabei über der ersten Schneidplatte angeordnet, beispielsweise über sie
gestülpt, und ein Antriebsstutzen der zweiten Schneidplatte gelangt dabei mit der Antriebsachse der ersten
Schneidplatte in Kupplungseingriff. Als lösbares Anschlußmittel dient also hierbei das zum Ankuppeln
ausgebildete Ende der Antriebsachse des Gerätes in der Mitte der ersten Schneidplatte. Ein solches Anschlußmittel
kann auch bei abgenommener zweiter Schneidplatte kaum als störend empfunden werden;
zum mindesten sind nicht störende Ausführungsformen dafür vorstellbar. Der Bedarf an Kraftübertragungsmitteln vom Antrieb zum Nebengerät beschränkt sich
auf die genannte Kupplung und kann als gering bezeichnet werden. Ein Mangel dieses Gerätes ist jedoch,
daß nur Nebengeräte mit umlaufender Arbeitsbewe-
Trockenrasiergerät,
das wahlweise auch, zum Antrieb
anderer Arbeitsgeräte verwendbar ist
Anmelder:
Siemens-Electrogeräte Aktiengesellschaft,
Berlin und München,
München 2, Oskar-von-Müler-Ring 18
München 2, Oskar-von-Müler-Ring 18
Dipl.-Ing. Alfons Meier und Dipl.-Ing. Robert Lenk,
München,
sind als Erfinder genannt worden
sind als Erfinder genannt worden
gung angeschlossen werden können, nicht aber Nebengeräte mit hin- und hergehender Arbeitsbewegung.
Dieser Mangel äußert sich hauptsächlich darin, daff eine Nagelfeile, die wohl am häufigsten als Nebengerät
eines Trockenrasiergerätes in Betracht kommt, in der Regel eine hin- und hergehende Arbeitsbewegung erfordert.
Zwar gibt es auch Nagelfeilen mit umlaufender Feilenscheibe, die aber im Aufbau und im Gebrauch
umständlicher sind, da sie zur Verhütung einer Hautbeschädigung meistens mit einem Schutzschirm versehen
sind. Andere Nebengeräte dagegen, wie beispielsweise Fingernagelpoliergeräte, Hautfräsen oder
Zahnbürsten, können ohne weiteres sowohl für umlaufende als auch für hin- und hergehende Arbeitsbewegung
gebaut und dementsprechend benutzt werden. Von diesen Überlegungen ausgehend, beschränkt
sich die Erfindung auf eine Anschlußmöglichkeit von Nebengeräten mit hin- und hergehender Arbeitsbewegung,
und sie gibt hierfür, bei Verwendung eines Trockenrasiergerätes mit hin- und hergehender Arbeitsbewegung,
eine besonders einfache Lösung für den Anschluß der Nebengeräte an. Die Erfindung bezieht
sich mithin auf ein Trockenrasiergerät' mit hin- und hergehender Arbeitsbewegung des Untermessers
eines Sieb- oder Kammscher kopf es und mit einer lösbaren Anschlußmöglichkeit für nicht zum Rasieren
dienende Arbeitsgeräte (Nebengeräte) mit hin- und hergehender Arbeitsbewegung, beispielsweise für den
909 758/65
Anschluß von Nagelfeilen, Fingernagelpoliergeräten, Hautfräsen oder Zahnbürsten. Ein solches Trockenrasiergerät
ist erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet, daß die Nebengeräte von einem Stirnende des
Scherkopfes her unmittelbar mit dem Untermesser oder einem Teil desselben kuppelbar sind. Besonders
einfach ist es, wenn das Untermesser Klemmenbacken zum lösbaren Festhalten des Nebengerätes aufweist.
Hat dabei das Untermesser einen kastenförmigen Querschnitt, so ist es vorteilhaft, wenn das Untermesser
federnde Seitenflanken als federnde Klemmenbakken zum Festhalten des Nebengerätes hat.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird an Hand der Zeichnung näher erläutert.
Fig. 1 und 2 zeigen in Stirnansicht und Seitenansicht ein Trockenrasiergerät bekannter Bauart, das
auf seinem Grundkörper 1/der den Antriebsteil enthält, zwei Scherköpfe 2 und 3 nebeneinander aufweist.
Der Scherkopf 2 ist ein Kammscherkopf, der Scherkopf 3 ein Siebscherkopf, und jeder der beiden Scherköpfe
hat einen feststehenden äußeren und einen hin- und hergehenden inneren Schneidteil. Der in dem
Grundkörper befindliche Antriebsteil 4 ist in Fig. 2 gestrichelt angedeutet: Es ist ein Elektromotor mit
einem exzentrischen Finger auf der Motorwelle, der beim Betrieb des Motors eine kreisende Bewegung
ausführt und durch Eingreifen in den inneren Schneidteil beispielsweise des Kammseherkopfes 2 diesen
Schneidteil hin- und herbewegt. Der Einfachheit halber ist der Antriebsteil 4 nur mit einem einzigen Finger
gezeichnet; bei der praktischen Ausführung des Gerätes jedoch wird für jeden der beiden Scherköpfe2
und 3 je ein Antriebsfinger vorzusehen sein, wobei diese beiden Finger über an sich beliebige Getriebeteile,
beispielsweise über Hebel oder über eine Wippe, von dem gemeinsamen Antriebsmotor angetrieben
werden. Durch in der Zeichnung nicht dargestellte Federmittel an den hin- und hergehenden Teilen und
durch Abstimmung der Federkonstante kann man erreichen, daß die hin- und hergehende Bewegung eine
mehr oder minder in Resonanz arbeitende Schwingbewegung wird.
Erfindungsgemäß ist an einer der beiden Stirnseiten des Kammscherkopfes 2 eine öffnung 5 (Fig. 1 und 2)
vorgesehen, in die eine Nagelfeile 6 hineingesteckt ist. Wie die Nagelfeile im Inneren des Gerätes arbeitsbewegungsübertragend
in Eingriff kommt, wird an Hand von Fig. 3 und 6 erläutert. Fig. 3 zeigt eine Aufsicht auf die Nagelfeile 6, und Fig. 4, 5 und 6 zeigen
die Nagelfeile 6 im Eingriff mit dem inneren Schneidteil 7 des Kammscherkopfes im Aufriß, im
Grundriß und in einem nach der Linie VI-VI geschnittenen Seitenriß.
Gemäß Fig. 3 ist der Stiel 6' der Nagelfeile gabelförmig ausgebildet, mit einem Längsschlitz 8. Der
innere Schneidteil7 des Kammscherkopfes hat im Querschnitt die aus Fig. 6 ersichtliche Form: Er besteht
aus einem eckig gebogenen, federnden Blech, vorzugsweise Stahlblech, das mit seinen Längskanten auf einer
Grundplatte 9 befestigt ist und die Schneidschlitze 10 aufweist. Die Nagelfeile ist mit ihrem gegabelten
Stiel 6' in den Hohlraum des Schneidteils 7 hineingesteckt, wie es Fig. 6 zeigt. Da der Schneidteil 7 trotz
seiner beiderseitigen Befestigung an der Grundplatte 9 ein wenig federnd nachgiebig ist, wird der hineingesteckte
Stiel 6' der Nagelfeile federnd in dem Schneidteil 7 gehalten. Da der Feilenstiel auf der ganzen Länge
seines in den Schneidteil 7 hineingesteckten Teiles beiderseitig am Schneidteil anliegt, genügt schon eine
ganz geringe Federspannung, um den Stiel beim Hin- und Herbewegen· zuverlässig festzuhalten undmitzunehmen.
Es ist also nicht etwa notwendig, den Stiel so stark in den Schneidteil 7 hineinzudrücken, daß dieser
übermäßig auseinandergespreizt und hierdurch zu stark an das ihn umgebende äußere Schneidblech
angedrückt wird. Aus diesem Grunde wird zweckmäßig auch davon abgesehen, etwa die Federeigenschaft
des gegabelten Feilenstieles für die Halterung nutzbar zu machen.
ίο Um ein Loslösen des Feilenstieles aus dem Schneidteil
7 durch ein Verkanten des Feilenstieles zu verhüten, können an dem Schneidteil 7 noch Nasen 11 als Halterungsmittel
vorgesehen werden, die am einfachsten aus dem Blech dieses Schneidteiles nach innen hin herausgebogen
sein können. Statt dessen können aber auch Führungsrillen für den Feilenstiel in den Seitenwandungen
des Schneidteiles 7 hineingedrückt oder auch eingefräst sein. Der Antriebsfinger 12 greift in bekannter
Weise in ein Loch 13 in der Grundplatte 9 des
ao inneren Schneidteiles ein und bewegt somit den Schneidteil hin und her. Zusammen mit dem Schneidteil
wird auch die in diesem eingeklemmte Nagelfeile hin- und herbewegt. Wenn die Grundplatte 9 nur dünn
ist, ragt der Finger 12 über die Oberseite der Grundplatte hinaus. Der Schlitz 8 des Feilenstieles muß dann
mindestens so lang und breit sein, daß er den Antriebsfmger umgreift, und zwar entweder mit Spiel gemäß
Fig. 6 oder auch an dem Finger anliegend.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn sich der in den Schneidteil 7 hineingesteckte Teil des Feilenstieles in
der Breite ein ganz klein wenig keilförmig verjüngt, z. B. um etwa 0,3 mm auf eine Länge von 50 mm, da
hierdurch das Hineinstecken des Feilenstieles sehr erleichtert wird.
Statt einer Nagelfeile kann bei dem beschriebenen Ausführungsbeispiel auch ein beliebiges anderes Arbeitsgerät
mit hin- und hergehender Arbeitsbewegung in die öffnung 5 des Rasiergerätes hineingesteckt werden.
Beispielsweise kann in Fig. 1 das Nebengeräte mit einem Lederbezug versehen sein, um als Nagelpoliergerät
verwendet zu werden.
Es ist auch ein Einschrauben des Nebengerät-Stieles in ein Gewindeloch im Untermesser oder einem seiner
Teile möglich.
Die am Trockenrasiergerät vorgesehene Öffnung kann bei Nichtgebrauch der Nebengeräte, also auch
beim Rasieren, ständig offen, gewünschtenfalls aber auch verschließbar sein. Beispielsweise kann sie mit
einem riegelartigen Schiebedeckel verschließbar sein.
Einfacher und vorteilhafter ist ein schwenkbarer Klappdeckel,, insbesondere dann, wenn er entgegen
einer Feder nach innen aufklappbar ist, da man dann beim Hineinstecken eines Nebengerätes den Klappdeckel
zwangläufig nach innen aufdrückt.
Claims (3)
1. Trockenrasiergerät mit hin- und hergehender Arbeitsbewegung des Untermessers eines Sieboder Kammscherkopfes und mit einer lösbaren
Anschlußmöglichkeit für nicht zum Rasieren dienende Arbeitsgeräte (Nebengeräte) mit hin-
und hergehender Arbeitsberwegung, beispielsweise für den Anschluß von Nagelfeilen, Fingernagelpoliergeräten,
Hautfräsen· oder Zahnbürsten, dadurch gekennzeichnet, daß die Nebengeräte von
einem Stirnende des Scherkopfes her unmittelbar mit dem Untermesser oder einem Teil desselben
kuppelbar sind.
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2. Gerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Untermesser Klemmenbacken
zum lösbaren Festhalten des Nebengerätes aufweist.
3. Gerät nach Anspruch 2 mit kastenförmigem Untermesser-Querschnitt, dadurch gekennzeichnet,
daß das Untermesser federnde Seitenflanken als federnde Klemmenbacken
Nebengerätes hat.
Nebengerätes hat.
zum Festhalten des
In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 1 004 520;
österreichische Patentschriften Nr. 164616,189963.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES60842A DE1077105B (de) | 1958-12-05 | 1958-12-05 | Trockenrasiergeraet, das wahlweise auch zum Antrieb anderer Arbeitsgeraete verwendbar ist |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES60842A DE1077105B (de) | 1958-12-05 | 1958-12-05 | Trockenrasiergeraet, das wahlweise auch zum Antrieb anderer Arbeitsgeraete verwendbar ist |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1077105B true DE1077105B (de) | 1960-03-03 |
Family
ID=7494414
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES60842A Pending DE1077105B (de) | 1958-12-05 | 1958-12-05 | Trockenrasiergeraet, das wahlweise auch zum Antrieb anderer Arbeitsgeraete verwendbar ist |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1077105B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1182985B (de) * | 1962-03-30 | 1964-12-03 | Rudolf Kemper | Als Massagekopf ausgebildete Zusatzeinrichtung fuer Rasierapparate |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| AT164616B (de) * | 1947-04-09 | 1949-11-25 | Philips Nv | Schneidplatte für ein Trockenrasiergerät |
| DE1004520B (de) | 1955-08-24 | 1957-03-14 | Franz Tschuschner Fa | Trockenrasierapparat |
| AT189963B (de) * | 1955-03-01 | 1957-05-25 | Hans Ing Rodler | Rasiergerät mit Massageeinrichtung |
-
1958
- 1958-12-05 DE DES60842A patent/DE1077105B/de active Pending
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| AT164616B (de) * | 1947-04-09 | 1949-11-25 | Philips Nv | Schneidplatte für ein Trockenrasiergerät |
| AT189963B (de) * | 1955-03-01 | 1957-05-25 | Hans Ing Rodler | Rasiergerät mit Massageeinrichtung |
| DE1004520B (de) | 1955-08-24 | 1957-03-14 | Franz Tschuschner Fa | Trockenrasierapparat |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1182985B (de) * | 1962-03-30 | 1964-12-03 | Rudolf Kemper | Als Massagekopf ausgebildete Zusatzeinrichtung fuer Rasierapparate |
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