DE108376C - - Google Patents

Info

Publication number
DE108376C
DE108376C DENDAT108376D DE108376DA DE108376C DE 108376 C DE108376 C DE 108376C DE NDAT108376 D DENDAT108376 D DE NDAT108376D DE 108376D A DE108376D A DE 108376DA DE 108376 C DE108376 C DE 108376C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
ozone
condenser
ozonizer
formation
parallel
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT108376D
Other languages
English (en)
Publication of DE108376C publication Critical patent/DE108376C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01BNON-METALLIC ELEMENTS; COMPOUNDS THEREOF; METALLOIDS OR COMPOUNDS THEREOF NOT COVERED BY SUBCLASS C01C
    • C01B13/00Oxygen; Ozone; Oxides or hydroxides in general
    • C01B13/10Preparation of ozone
    • C01B13/11Preparation of ozone by electric discharge
    • C01B13/115Preparation of ozone by electric discharge characterised by the electrical circuits producing the electrical discharge

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Oxygen, Ozone, And Oxides In General (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Zur Darstellung von Ozon hat man bisher mehrfach Wechselströme vorgeschlagen, insbesondere aber auch Feststellungen über die erforderliche Anzahl der Schwingungen gemacht. So hat beispielsweise Frölich (vergl. Ber. über die I. Jahresversammlung der deutschen elektro - chemischen Gesellschaft 1894, S. 38 und 39) ausgesprochen, dafs die Ozonerzeugung mit steigender Wechselzahl der Wechselstrommaschinen bis zu einem gewissen Maximum zunehme, alsdann aber wieder abnehme. Nach Nernst sollten aus theoretischen Gründen Wechselzahlen, welche etwa der Schwingungszahl des blauen Lichtes entsprechen, besonders wirksam sein, er bezweifelt aber die praktische Ausführbarkeit eines darauf begründeten Verfahrens.
Die Erfahrung hat nun gezeigt, dafs eine weit höhere Periodenzahl, als sie mit Maschinen je zu erreichen ist, für die Ozonbildung vortheilhaft ist. Eine solche läfst sich aber nicht mit mechanischen, sondern nur mit elektrischen Mitteln erzielen. Namentlich Kirchhoff und Thomson haben gelehrt, dafs bei Entladungen von Condensatoren und gewissen Verhältnissen zwischen Selbstinduction und Capacität eine oscillatorische Bewegung der Elektricität eintritt. Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist es nun, solche Schwingungen für die Erzeugung von Ozon zu verwerthen.
Nach Maxwell unterliegen im Ozonisator die Molecule des Dielektrikums: Glas und Luft bezw. Sauerstoff infolge der Stromumkehrung der sogenannten dielektrischen Verschiebung. Bei den Glasmolecülen, welche fest in ihrer Gleichgewichtslage gehalten werden und sich nur äufserst gering verschieben können, äufsert sich die Einwirkung in der Art, dafs sie sich bei jeder Stromumkehrung entgegengesetzt polarisiren; die leicht beweglichen Sauerstoffmolecüle dagegen unterliegen einer thatsächlichen Verschiebung im Sinne der Kraftlinien. Einerseits werden Licht und Wärme entwickelt, andererseits zerfallen die Sauerstoffmolecüle, indem sie bei jeder der rapiden Stromumkehrungen heftig zusammenprallen, in ihre Atome. Letztere treten zum Theil wieder zu dem beständigeren Complex O=O zusammen, zum Theil" bilden sie den weniger beständigen Complex O3 oder Ozon; die Bildung von O=O verläuft unter Wärmeentwickelung, die Bildung von O3 unter Wärmebindung.
Um den Höchstbetrag an nützlicher Wir' kung, d. i. an Ozonbildung zu erzielen, mufs man also dahin streben, dafs die elektrische Energie möglichst wenig äufsere, als Wärmeentwickelung sich kundgebende Arbeit, dagegen möglichst viel in Ozonbildung resultirende innere Arbeit verrichtet. Dies wird nun durch Anwendung oscillatorischer Bewegung der Elektricität vermittelst der in der Figur dargestellten Anordnung ermöglicht.
T bedeutet einen Transformator mit den Polklemmen PP1, C einen Condensator mit den Polklemmen P1 P\ und O einen Ozonisator mit den Polklemmen P2 P'2. Der Condensator C ist parallel zum Ozonisator O und in der Weise geschaltet, dafs der Draht, welcher P1 mit P2 verbindet, durch eine Luftstrecke b b1 unterbrochen ist. Die sich hierdurch ergebenden äufserst rapiden Schwin-
gungen sind aufserordentlich vortheilhaft für die Bildung von Ozon.
Ein weiterer Vortheil der Anordnung liegt darin, dafs durch geeignete Wahl der Verhältnisse, d. i. Capacität und Selbstinduction, erreicht wird, wie die Theorie lehrt und Versuche bewiesen haben, dafs die Spannung am Ozonisator beträchtlich höher, ja sogar eine vielfache derjenigen am Transformator ist.
Zur Erzielung eines günstigen Effectes ist eine blaue Färbung der Funken unter Vermeidung der gelben und weifsen erforderlich. Dies ist aber gleichbedeutend mit hoher Spannung. Eine solche würde nicht nur die Gläser, welche als Dielektrikum dienen, zerstören, sondern auch die Maschinen gefährden, wenn nicht dafür Sorge getragen wäre, wie es in der vorliegenden Erfindung gelingt, die hohe Spannung durch Localisirung unschädlich zu machen.
Die gleichen Einrichtungen ohne Anwendung des Condensators haben nur einen Bruchtheil der Leistungsfähigkeit ergeben, welche sich unter Verwendung von Condensatoren erreichen läfst.
Aus der englischen Patentschrift 5195 vom Jahre 1896 ist die Idee bekannt geworden, Schwingungen höherer Frequenz zur Gewinnung von Ozon zu benutzen. Indessen fehlt der darin beschriebenen Einrichtung der Gedanke, einen besonderen Condensator anzuordnen, sondern es sollen (Seite 2, Zeile 45 u. ff.) die Dimensionen des Ozonapparates in bestimmter Gröfse gewählt werden, was übrigens praktisch unmöglich ist. Durch Anwendung eines besonderen Condensators nach vorliegender Erfindung ist es erst möglich, die Vorrichtung so zu gestalten, dafs wirklich Ozon gewonnen wird.
Es ist ferner durch Patent 102629 die Anordnung eines besonderen parallel geschalteten Deflagrators geschützt, aber auch dieser Einrichtung fehlt die Anwendung eines besonderen Condensators.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    Verfahren, Ozon durch Schwingungen höherer Frequenz zu erzeugen, gekennzeichnet durch die Anwendung eines zu dem Ozonisator parallel geschalteten Condensators.
    Für das Verfahren, welches durch Anspruch ι geschützt ist, die besondere Anordnung, dafs der Condensator parallel zum Ozonisirungsapparat bei gleichzeitiger Einschaltung einer Funkenstrecke zwischen Condensator und Ozonisator geschaltet ist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT108376D Active DE108376C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE108376C true DE108376C (de)

Family

ID=378355

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT108376D Active DE108376C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE108376C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1300524B (de) * 1965-11-30 1969-08-07 Hampden Test Equipment Ltd Verfahren zur Erzeugung von Ozon

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1300524B (de) * 1965-11-30 1969-08-07 Hampden Test Equipment Ltd Verfahren zur Erzeugung von Ozon

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP0378608B1 (de) Vorrichtung zur erzeugung von ozon
CH663120A5 (de) Staender eines generators.
DE2109063C3 (de) Piezoelektrischer Antrieb
DE972733C (de) Vorrichtung zum Funkenschneiden an einer Wechselstromquelle
DE108376C (de)
WO2007131254A2 (de) Energieversorgungsverfahren für eine elektrolysezelle
DE1146990B (de) Linearbeschleuniger fuer Ionen
DE112015006992T5 (de) Dreiphasen-Induktionsmotor
DE1488422A1 (de) Kommutatormaschine
EP0259628B1 (de) Wandler für eine Filteranordnung mit akustischen Wellen
DE649878C (de) Elektromotor mit Stromwender zum Antrieb von Handwerkzeugmaschinen
CH387770A (de) Flüssigkeitsgekühlte Ständerwicklung für elektrische Maschinen
DE533484C (de) Kaefiglaeufer mit zwei oder mehreren konzentrisch angeordneten Wicklungsreihen
DE383762C (de) Verfahren zum Betriebe einer Maschinenanlage, welche einen als Generator und als Motor verwendbaren elektrischen Teil und einen mit diesem in Wirkungsverbindung stehenden, als Turbine bzw. Pumpe verwendbaren hydraulischen Teil aufweist
DE102013201932A1 (de) Vorrichtung und Verfahren zum Bearbeiten eines Werkstücks
DE74544C (de) Schlufsanker für Drehstrom- und Wechselstrom-Motoren
DE1062362B (de) Einrichtung zur Bearbeitung von Werkstoffen durch Funkenerosion
DE2159722A1 (de) Elektrisches Energieversorgungssystem
DE138451C (de)
DE1538627A1 (de) Stromerzeugendes Geraet
EP0279809A1 (de) Gleichstrommaschine.
DE102629C (de)
DE735433C (de) Steuerung von elektrischen Entladungsvorrichtungen
DE258391C (de)
DE1251854B (de)