DE1084423B - Verfahren zum Betrieb eines direkten Gaskuehlers - Google Patents

Verfahren zum Betrieb eines direkten Gaskuehlers

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DE1084423B
DE1084423B DEK25709A DEK0025709A DE1084423B DE 1084423 B DE1084423 B DE 1084423B DE K25709 A DEK25709 A DE K25709A DE K0025709 A DEK0025709 A DE K0025709A DE 1084423 B DE1084423 B DE 1084423B
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DE
Germany
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cooler
temperature
gas
water
cooling
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Pending
Application number
DEK25709A
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English (en)
Inventor
Adolf Schmalenbach
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Heinrich Koppers GmbH
Original Assignee
Heinrich Koppers GmbH
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Publication date
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10KPURIFYING OR MODIFYING THE CHEMICAL COMPOSITION OF COMBUSTIBLE GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE
    • C10K1/00Purifying combustible gases containing carbon monoxide
    • C10K1/04Purifying combustible gases containing carbon monoxide by cooling to condense non-gaseous materials

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Industrial Gases (AREA)

Description

  • Verfahren zum Betrieb eines direkten Gaskühlers Die vorliegende Erfindung betrifft allgemein ein Verfahren zum Betrieb eines direkten Gaskühlers und insbesondere zum Betrieb eines solchen Gaskühlers, bei dem die im Gegenstrom zum Gas geführte Kühlflüssigkeit, vorzugsweise eine wäßrige Flüssigkeit, durch innerhalb des Kühlers angeordnete rotierende Verteiler, z.B. Scheiben, über den ganzen, von Einbauten freien Querschnitt des Kühlers verteilt wird.
  • Kühler der vorgenannten Art sind bekannt. Bei diesen Kühlern befindet sich in der Achse des Kühlers eine rotierende Welle, die in Abständen feste Scheiben trägt. Die auf diese Scheiben aufgegebene Kühlflüssigkeit wird infolge der Zentrifugalkräfte nach außen geschleudert und dabei zu mehr oder weniger 01 te Kühl-"roßen Tropfen zerrissen. Die abgeschleuder flüssigkeit prallt gegen die Wand des Kühlers und läuft dann in einer Rinne zusammen, von der sie dann durch ein radial gerichtetes Rohr auf die nächsttiefere Verteilerscheibe geleitet wird. Derartig arbeitende Einrichtungen sind im übrigen nicht nur zum Kühlen von Gasen, sondern auch zum Auswaschen bestimmter. Bestandteile aus Gasen mittels einer geeigneten Flüssigkeit benutzt worden. Die sich am Boden des Kühlers ansammelnde Kühlflüssigkeit wird ganz oder teilweise, nachdem ihre Temperatur durch direkten oder indirekten Wärmeaustausch wieder gesenkt worden ist, zwecks Behandlung weiterer Gasmengen wieder auf den Kopf des Kühlers zurückgeführt.
  • Die Arbeitsweise solcher Kühler gibt an sich zu keiner ernsthaften Kritik Anlaß. Die Abmessungen des Kühlers, d. h. seine Bau- und Unterhaltungskosten, sind jedoch in starker Weise davon abhängig, welche Temperatur das auf den Kopf des Kühlers aufgegebene Kühlmittel besitzt. Solange! ein Kühlmittel zur Verfügung steht, dessen Temperatur 15' C unterschreitet, und solange der Wasserdampfgehalt des zu kühlenden Gases einem Taupunkt von im wesentlichen unter etwa 75' C entspricht, lassen die Anlage-und Unterhaltungskosten eines solchen Kühlers einen wirtschaftlichen Betrieb als möglich erscheinen. Die vorgenannten Bedingungen sind aber nur in seltenen Fällen erfüllt. Kühlwasser mit einer Temperatur von 15' C und darunter steht gewöhnlich nur aus Tiefbrunnen zur Verfügung und ist infolgedessen vergleichsweise teuer. Außerdem haben beispielsweise im Kokerei- und Gaswerksbetrieb die zu kühlenden Kohlendestillationsgase sehr häufig einen Tanpunkt, der 75 und sogar 80' C übersteigt, so daß erhebliche Kühlwassermengen notwendig sind, um die Kondensa.tionswärme des bei der Abkühlung des Gases kondensierenden Wasserdampfes abzuführen. Dagegen steht in modernen Industrieanlagen, insbesondere auch auf Kokereien und Gaswerken, Kühlwasser mit einer Temperatur von etwa. 2511 C, d. h. Normaltemperatur, meistens in ausreichenden Mengen zur Verfügung. Diese Kühlwassertemperatur reicht aber zur Kühlung des Gases auf die gewünschte Endtemperatur, beispielsweise etwa 201 bis 22' C, nicht aus.
  • Um nun den Kühler der vorgenannten Art trotzdem für die Kühlung von Gasen, insbesondere auch Kohlendestillationsgasen, verwenden zu können, ohne für den Kühler unwirtschaftlich große Abmessungen und unwirtschaftlich große Mengen von Brunnenwasser zu benötigen, schlägt die Erfindung ein Verfahren zum Betrieb eines solchen Kühlers vor, bei dem die vorgenannten Schwierigkeiten beseitigt sind.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren besteht im wesentlichen darin, daß die Kühlflüssigkeit dem Kühler in zwei voneinander völlig getrennten Kreisläufen zugeführt wird, derart, daß die vom Boden des Kühlers ablaufende Kühlflüssigkeit nach indirektern Wärmeaustausch mit Wasser von Normaltemperatur (etwa 25' C) mit einer zwischen der Gaseintritts- und Gasaustrittstemperatur liegenden Temperatur einem mittleren Bereich des Kühlers zugeführt wird (unterer Kreislauf), während unmittelbar oberhalb des Zulaufes des. Kühlwassers des unteren Kreislaufes ein Kühlwasserstrom abgezogen und nach indirektem Wärmea.ustausch mit Wasser von Brunnentemperatur (etwa 15' C und darunter) auf den Kopf des Kühlers zurückgeführt wird (oberer Kreislauf).
  • Es ist für die Erfindung entscheidend, daß man die beiden Kühlwasserkreisläufe völlig voneinander trennt, was praktisch nur durch den indirekten Wärmeaustausch möglich ist Wascher mit rotierenden Einbau.ten, die über ihre Höhe verteilte Kühlzonen verschiedener Temperatur aufweisen, sind an sich bekannt. Bei solchen Waschern wurde bisher immer eine Zusammenfassung der -gesamten Waschflüssigkeit vorgesehen, so daß eine Verminderung des Kalt-(Brunnen-) Wasserbedarfs nicht möglich war.
  • Falls das zu kühlende ' Gas Pennenswerte Mengen von Naphthalin enthält, ist es zweckmäßig, dem Kühler außer der wäßrigen Kühlflüssigkeit auch noch ein Lösungsmittel für Naphthalin, -beispielsweise ein Teeröl, zuzuführen. Zweckmäßigerw-eise geschieht dies, indem das durch vorfie#Age Erwärmung dünnflüssig gemachte Teeröl d&ii obersten Verteiler des Waschers zugeführt -wird, während das Kühlwasser erst auf den nächsttieferen Verteiler aufgegeben wird. Der dazu benötigte Teer kann einer beliebigen Quelle entnommen werden. Es ist aber auch möglich, das vom Boden oder von einen-i--mittleren Teil des Kühlers abgezogene Kühlwasser in einen Teerscheider zu leiten und den sich dabei absetzenden Teer zur Naphthalinauswaschung zu verwenden.
  • In, der Abbildung ist - eine Ausführtmgsform der Erfindung in scheinatiscl-t&---Forrn dargestellt.
  • Der Kühler besteht aus dem zylindrischen Mantel 1 und hat an seinem unteren---Endr einen Gaseintrittsstutzen 2 und in der Nähe, des Kopfes einen Gasaustrittsstutzen 3. In der-A#hse des Zylinders befindet sich eine Welle 4, die unten in einem Lager 5 gelagert ist und an ihrem oberen, aus dem Kühler herausragenden Ende durch einen Motor 6 in Drehung versetzt wird. Über die Länge der Welle 4 sind Verteiler 7 in Abständen angeordnet, die beispielsweise die Form von im wesentlichen ebenen Scheiben haben. Die Kühlflüssigkeit, die auf diese Scheiben gelangt, wird nach außen geschleudert und prallt gegen die Zylinderwandung 1. Sie sammelt sich dann beim Herunterla.nfen in Auffangrinnen 8 an, die beispielsweise einen dreieckigen oder auch einen beliebig anderen Querschnitt haben können. Aus einer solchen Auffangrinne läuft dann die Kühlflüssigkeit durch eine radial gerichtete Leitung 9 auf die nächsttiefere Verteilerscheibe. Gemäß der Erfindung läuft die Kühlflüssigkeit in zwei voneinander völlig getrennten Kreisläufen um. Bei dem unteren Kreislauf wird die am Boden des Kühlers sich ansammelnde Kühlflüssigkeit durch die Leitung 10 in einen Sammelbehälter ill geführt. Die Kühlflüssigkeit durchströmt diesen Sammelbehälter und verläßt ihn teilweise durch Leitung 12. Ein weiterer Teil der Kühlflüssigkeit, insbesondere auch der Überschuß, der durch Kondensation von Wasserdampf entsteht, kann durch Leitung 13 abgezogen und einem geeigneten Verwendungszweck, beispielsweise zur Berieselung der Vorlage, dienen. Die durch Leitung 12 abgezogene Kühlflüssigkeit wird durch die Pumpe 14 in einen indirekten Wärmeaustauscher 15 geführt, wo sie - im Wärmeaustausch mit Wasser von Normaltemperatur auf eine Temperatur abgekühlt wird, die etwa in der Mitte zwischen der Gaseintritts- und Gasaustrittstemperatur liegt. Nach Verlassen des 'Wärmeaustauschers 14 gelangt die Kühlflüssigkeit des unteren Kreislaufes durch Leitung 16 in den mittleren Teil des Vorkühlers zurück, um denbeschrlebenen Kreislauf zu wiederholen.
  • Bei dem oberen Kreislauf wird die Kühlflüssigkeit durch Leitung 17 auf den obersten oder zweitobersten Verteiler des Vorkühlers gegeben. Nach Durchlaufen des oberen Teiles des Kühlers wird diese Flüssigkeit, deren Temperatur inzwischen- erhöht worden ist, durch Leitung 18 abgezogen und einem Teerscheider 19 zugeführt, in welchem eine Abtrennung des Teeres von der wäßrigen Flüssigkeit erfolgt. Der Teer, der auf den Kühler durch Leitung 20 aufgegeben worden ist, und auch der Teer, der aus dem Gas inzwischen kondensiert wurde, wird, nachdem er im Abscheider 19 abgetrennt worden ist, durch Leitung 21 aus dein System entfernt und kann einem beliebigen Verwendungszweck zugeführt werden. Zum Teil wird man ihn auch wieder durch die Leitung 20 auf den Kopf des Vorkühlers geben. Das Kühlwasser selbst verläßt den Teerscheider 19 durch Leitung 22 und gelangt über die Pumpe 23 zu einem indirekten Wärmeaustauscher 24, welcher mit Tieftemperaturwasser, beispielsweise Brunnenwasser, gespeist wird. In diesem Wärmeaustauscher wird das Kühlwasser auf eine Temperatur gebracht, die niedriger ist als die beabsichtigte Gasaustrittstemperatur. Aus dem Wärmeaustauscher 24 gelangt dann das Kühlwasser wieder durch Leitung 17 in den Vorkühler zurück.
  • Die vorstehend beschriebene Anlage kann beispielsweise mit folgenden Temperaturen betrieben werden - Das zu kühlende Gas tritt durch den Stutzen 2 mit einer Temperatur von etwa 80' C ein und verläßt den Kühler durch den Austrittsstutzen 3 mit einer Ternperatur von 22' C. Das am Boden des Kühlers anfallende Kühlwasser hat eine Temperatur von 65' C, die in dem indirekten Kühler 15 auf 50,' C emiedrigt wird. Der indirekte Kühler 15 wird mit einem Rückkühlwasser von 25' C betrieben. Diese Temperatur erhöht sich auf 45' C. Das Kühlwasser des oberen Kreislaufes wird durch Leitung 18 mit einer Temperatur von 45' C abgezogen und gelangt in den Wärme#-austauscher 24, den es mit einer Temperatur von 20' C wieder verläßt. Der Wärmeaustauscher wird mit einem Brunnenwasser von 15' C Temperatur betrieben, die dann auf 30' C erhöht wird. Das Kühlwasse.r des oberen Kreislaufes wird mit einer. Temperatur von 201 C wieder auf den Kopf des Kühlers gegeben.
  • Das, erfindungsgemäße Verfahren ist nicht auf die Ausführungsform beschränkt, bei der das Kühlmittel lediglich eine kühlende Funktion ausübt. Es ist natürlich auch möglich, ein solches Kühlmittel -zu wählen, welches gleichzeitig als Waschmittel für gewisse Bestandteile des Gases dient. So ist es beispielsweise möglich, für die beiden Kühlmittelkreisläufe ein Kohlenwassersteff51 zu verwenden, welches neben seiner Kühlwirkung auch noch die Wirkung hat, daß es bestimmte Bestandteile aus den Gasen, beispielsweise die Benzolkohlenwasserstoffe aus Kohlendestillationsgasen, auswäscht.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren. zum Betrieb eines direkten Gaskühlers, bei dem die im Gegenstrom zum- Gas geführte Kühlflüssigkeit durch innerhalb des Kühlers angeordnete rotierende Verteiler, z. B. Scheiben, über den ganzen, von Einbauten freien Querschnitt des Kühlers verteilt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Kühlflüssigkeit dein Kühler in zwei voneinander völlig getrennten Kreisläufen zugeführt wird, derart, daß die vom Boden des Kühlers ablaufende Kühlflüssigkeit nach indirektem Wärmeaustausch mit Wasser von Normaltemperatur (etwa 25' C) mit einer zwischen der Gaseintritts- und Gasaustrittstemperatur liegenden Temperatur einem mittleren Bereich des Kühlers zugeführt wird (unterer Kreislauf), während unmittelbar oberhalb des Zulaufs des Kühlwassers des unteren Kreislaufs ein Kühlwasserstrom abgezogen und nach indirektem Wärmeaustausch mit Wasser von Brunnentemperatur (etwa 151 C und darunter) auf den Kopf des Kühlers zurückgeführt wird (oberer Kreislauf). In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 456 416.
DEK25709A 1955-05-02 1955-05-02 Verfahren zum Betrieb eines direkten Gaskuehlers Pending DE1084423B (de)

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Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE456416C (de) * 1926-04-22 1928-02-25 August Mueser Vorrichtung zur nassen Reinigung oder zum Absorbieren von Gasen

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE456416C (de) * 1926-04-22 1928-02-25 August Mueser Vorrichtung zur nassen Reinigung oder zum Absorbieren von Gasen

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