DE1087564B - Verfahren zum Faerben von aus Baumwolle, Leinen oder Kupferammoniumkunstseide bestehenden Cellulosetextilstoffen - Google Patents

Verfahren zum Faerben von aus Baumwolle, Leinen oder Kupferammoniumkunstseide bestehenden Cellulosetextilstoffen

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DE1087564B
DE1087564B DEI12679A DEI0012679A DE1087564B DE 1087564 B DE1087564 B DE 1087564B DE I12679 A DEI12679 A DE I12679A DE I0012679 A DEI0012679 A DE I0012679A DE 1087564 B DE1087564 B DE 1087564B
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DE
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acrylic acid
cotton
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DEI12679A
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Inventor
Timothy Leslie Dawson
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Imperial Chemical Industries Ltd
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Imperial Chemical Industries Ltd
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Publication date
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P1/00General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed
    • D06P1/44General processes of dyeing or printing textiles, or general processes of dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form, classified according to the dyes, pigments, or auxiliary substances employed using insoluble pigments or auxiliary substances, e.g. binders
    • D06P1/653Nitrogen-free carboxylic acids or their salts

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  • Textile Engineering (AREA)
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Description

  • Verfahren zum Färben von aus Baumwolle, Leinen oder Kupferammoniumkunstseide bestehenden Cellulosetextilstoffen Die Erfindung bezieht sich auf ein neues Färbeverfahren und insbesondere auf ein solches, das für die Anwendung von basischen Farbstoffen und solchen Farbstoffen geeignet ist, die ternäre oder quaternäre Salzgruppen enthalten.
  • Die genannten Farbstoffe können durch die üblichen Färbeverfahren auf Textilstoffe aufgebracht werden, und sie können dann durch Behandlung des gefärbten Textilmaterials mit Alkali unlöslich gemacht werden, um Ausfärbungen zu ergeben, die gute Licht- und Waschechtheitseigenschaften besitzen. Wenn die Farbstoffe in dieser Weise auf Textilien aufgebracht werden, so ist die Affinität der Farbstoffe gegenüber den Cellulosematerialien nicht vollkommen befriedigend, und es lassen sich tiefe Töne nicht leicht erhalten. Es ist bekannt, daß tiefe Töne auf Textilmaterialien leicht erhalten werden können, wenn diese mit der Färbeflüssigkeit imprägniert und sie dann getrocknet werden, bevor die Behandlung mit dem Alkali erfolgt, jedoch hat dieses Verfahren den Nachteil, daß der Farbstoff eine Tendenz besitzt, zu wandern, während der Textilstoff getrocknet wird, und die endgültig erhaltenen Ausfärbungen sind ungleichmäßig.
  • Aus den USA.-Patentschriften 2 168 348 und 2 237 829 ist zwar zu entnehmen, daß man die Farbstoffaffinität von Cellulosederivaten durch Einverleiben von Polymethacrylaten verbessern kann. Doch bestehen die hier in Betracht kommenden Fasern aus organischen Cellulosederivaten, insbesondere aus organischen Celluloseestern, und enthalten sämtliche erwähnten Polymerisate Atomgruppierungen mit Aminostickstoff; ferner werden Polyacrylsäureester, Polymethacrylsäureester u. dgl. benutzt. Doch konnte damit keine Verbesserung der Färbeeigenschaften für basische Farbstoffe oder ternäre bzw. quaternäre Salzgruppen enthaltende Farbstoffe auf Baumwolle beobachtet werden. Außerdem hat sich gezeigt, daß beim Aufbringen der Polymerisate auf Baumwolle Polymethacrylate überhaupt nicht zur Erhöhung der Farbaufnahme beitragen.
  • Es wurde nun gefunden, daß die Affinität von Baumwoll- und Kupferammoniumkunstseidetextilstoffen für die obengenannten Farbstoffe wesentlich verbessert werden kann, wenn die Textilstoffe mit einer Mischung von Polyacrylsäure und einem Alkalimetallsalz der Polyacrylsäure imprägniert werden.
  • Die vorliegende Erfindung betrifft also ein Verfahren zum Färben von aus Baumwolle, Leinen oder Kupferammoniumkunstseide bestehenden Cellulosetextilstoffen, welches dadurch gekennzeichnet ist, daß das betreffende Material mit einer Mischung eines Polymeren der Acrylsäure und einem oder mehreren Alkalimetall- oder Ammoniumsalzen eines Polymeren der Acrylsäure imprägniert wird, worauf dann das Material mit einem basischen Farbstoff oder einem solchen, der ternäre oder quaternäre Salzgruppen enthält, gefärbt wird und schließlich das gefärbte Material mit Alkali behandelt wird, um die Fixierung des Farbstoffes zu vervollständigen.
  • Als Beispiele von Alkalimetallsalzen von Polymeren der Acrylsäure, welche beim vorliegenden Verfahren verwendet werden können, seien die Natrium- und Kaliumsalze von Polymeren der Acrylsäure genannt.
  • Die Imprägnierung des Textilmaterials kann vorzugsweise in der Weise erfolgen, daB dieses durch eine wäßrige Lösung geführt wird, welches sowohl ein Polymer der Acrylsäure als auch ein Alkali- oder Ammoniumsalz des Polymers enthält, worauf es getrocknet wird. Diese Lösung kann vorzugsweise dadurch erhalten werden, daß entweder eine teilweise Neutralisierung eines Polymers der Acrylsäure mit Ammoniak oder einem geeigneten Alkalimetallhydroxyd, -carbonat oder bicarbonat erfolgt oder durch teilweises Ansäuern einer Lösung eines Alkalimetall- oder Ammoniumsalzes eines Polymers der Acrylsäure.
  • Die Gesamtmenge des Polymers der Acrylsäure und eines Salrzes derselben, die in der Lösung zugegen ist, kann zwischen 0,1 und 2,5 Teilen j e 100 Gewichtsteile der Lösung betragen, jedoch wird es vorgezogen, eine Lösung anzuwenden, welche je 100 Gewichtsteile Lösung 0,2 bis 0;S Teile des Polymers enthält.
  • Polymere der Acrylsäure können verwendet werden, welche in einer 2n-Natriumhydroxydlösung Lösungen ergeben, die bei 20° C Viskositäten von nicht weniger als 2 Centipoiseeinheiten und nicht mehr als 10 Centipoiseeinheiten aufweisen, wenn 10 g des Polymers in einer ausreichenden Menge wäßriger 2n-Natriumhydroxydlösung aufgelöst werden, um eine Menge von 1 1 zu ergeben. Es wird jedoch vorgezogen, ein Polymer der Acrylsäure zu verwenden, welches in einer 2 n-Natriumhydroxydlösung eine Lösung ergibt, die bei 20' C eine Viskosität von nicht weniger als 2 und nicht mehr als 4 Centipoiseeinheiten besitzt. Der Anteil des Polymers der Acrylsäure und des Salzes derselben, der in der zur Imprägnierung der Textilrnaterialien verwendeten Lösung zugegen ist, kann derart sein, daß der pH-Wert der Lösung nicht weniger als 3 und nicht mehr als 10 beträgt. Es wird jedoch vorgezogen, eine derartige Menge anzuwenden, daß der pH-Wert der Lösung nicht weniger als 5,5 und nicht mehr als 6,5 beträgt.
  • Geeignete Farbstoffe, welche beim Verfahren gemäß der Erfindung verwendet werden -können, sind beispielsweise diejenigen, welche durch Umsetzen von Chlormethylderivaten von Phthalocyaninen mit tertiären Aminen oder Thioharnstoffen gemäß der britischen Patentschrift 587 636 erhalten werden, und auch solche Farbstoffe, die in ähnlicher Weise aus Chlormethylderivaten von Anthrachinonküpenfarbstoffen, beispielsweise Dibenzanthron und Isodibenzanthraon, erhalten werden und aus Chlormethylderivaten von Azopigmenten, wie beispielsweise 4,4'-Di-(6"-methylbenzthiazyl-azobenzol. Als Beispiele von basischen Farbstoffen, die hierbei verwendet werden können, seien beispielsweise genannt: Methylen Blau 2 BS (Colour Index Nr. 922), Victoria Blau BS (Colour Index Nr. 729), Magente PNS (Colour Index Nr. 677) und Auramin OS (Colour Index Nr. 655).
  • Es wurde gefunden, daß die gefärbten Textilmaterialien, welche durch das vorliegende Verfahren erhalten werden können, wesentlich beständiger sind gegenüber Entfernung des Farbstoffes durch nasse oder trockene Abriebbehan'dlungen, als es bei gefärbten Textilmaterialien der Fall ist, welche erhalten werden, wenn keine Vorbehandlung mit Polyacrylsäure und Polyacrylat stattgefunden hat.
  • Wenn das Material auf einer Haspel oder einem Jigger gefärbt wird, erschöpft sich die Färbeflüssigkeit zu einem höheren Grad, und es werden tiefere Töne erhalten, als es bei Textilstoffen der Fall ist, welche nicht mit Polyacrylsäure und Polyacrylaten behandelt worden sind.
  • Wenn ein Klotzverfahren mit nachfolgender Behandlung mit trockener Hitze öder Dampf angewandt wird, so werden auf dem vorbehandelten Textilmaterial Ausfärbungen erhalten, die einen besseren Farbwert besitzen. Bei der Behandlung mit trockener Hitze zeigt der auf die vorbehandelten Textilmaterialien aufgebrachte Farbstoff eine geringere Tendenz, zu wandern, als es bei nicht vorbehandelten Textilien der Fall ist.
  • In den folgenden Beispielen sind Teile Gewichtsteile.
  • Beispiel 1 Durch Auflösen von 0,5 Teilen eines Polymers der Acrylsäure in 99,5 Teilen Wässer, das eine ausreichende Menge Natriumhydroxyd enthält, um die Lösung auf einen pH-Wert von 5,7 zu bringen, wird eine Lösung hergestellt. Durch diese Lösung wird Baumwollkatun durchgeführt und so weit ausgequetscht, daß das Gewebe eine Gewichtserhöhung von 100'/e erhält, und das Tuch wird dann bei 100' C getrocknet.
  • 100 Teile des so vorbehandelten Baumwollkatuns werden dann sorgfältig in Wasser gespült und in 50 Teile einer Färbeflüssigkeit eingebracht, welche 1,5 Teile des Farbstoffes enthält, der durch Umsetzen von Kupfertri-(chlormethyl)-phthalocyanin mit Tetramethylthioharnstoff erhalten worden ist. Das Färbebad wird im Verlauf von 30 Minuten auf den Siedepunkt gebracht und hierbei unter ständigem Umrühren des Gewebes 30 Minuten lang gehalten. Während dieser Zeit wird der pH-Wert des Färbebades durch Zusatz von Essigsäure auf 3;5 gebracht.
  • Der Baumwollkatun wird dann entfernt, in Wasser gespült und 5 Minuten lang in eine siedende Lösung eingebracht, welche in 1000 Teilen Wasser 20 Teile Natriumcarbonat enthält. Es wird dann 10 Minuten lang in einer Lösung gekocht, welche 1 Teil eines Netzmittels, das durch Kondensieren von Äthylenoxyd mit einem Alkylphenol erhalten worden ist, in 1000 Teilen Wasser enthält, dann mit Wasser gespült und getrocknet.
  • Die Aufnahme des Farbstoffes auf dem Baumwollkatun wurde durch spektrometrische Prüfung der erschöpften Flüssigkeit festgestellt, und sie betrug 1,25 Teile. 100 Teile Baumwollkatun, die nicht vorbehandelt worden sind, zeigen, wenn sie in ähnlicher Weise gefärbt worden sind, eine Farbstoffaufnahme von 0,6 Teilen. Beispiel 2 100 Teile Kupferammoniumkunstseidesatin werden in der gleichen Weise vorbehandelt und gefärbt, wie im Beispiel 1 bezüglich des Baumwollkatuns beschrieben. Die Farbstoffaufnahme beträgt 1,48 Teile. Nicht vorbehandelter Kupferammoniumkunstseidesatin besitzt eine Farbstoffaufnahme von 0,6 Teilen. Beispiel 3 Die Lösung des Polymers der Acrylsäure, welche im Beispiel 1 zum Imprägnieren des Baumwollkatuns verwendet wird, wird durch eine Lösung von l Teil des Polymers der Acrylsäure in 99 Teilen Wasser ersetzt, welche eine ausreichende Menge an Natriumhydroxyd enthält, um einen pH-Wert von 5,7 zu ergeben. Die Farbstoffmenge in dem Färbebad wird auf 2,5 Teile erhöht. Es findet eine Farbstoffaufnahme von 2,2 Teilen statt.
  • Beispiel 4, Baumwollkatun wird in der im Beispiel 1 beschriebenen Weise vorbehandelt. Das Gewebe wird dann durch eine Lösung geführt, welche 10 Teile des im Beispiel 1 angegebenen Farbstoffes und 5 Teile Essigsäure in 1000 Teilen Wasser enthält, und dann ausgequetscht, so daß eine Gewichtszunahme des Gewebes von 80°/o auftritt. Das Gewebe wird dann bei 100' C getrocknet und durch eine siedende Lösung geführt, welche in 1000 Teilen Wasser 5 Teile Natriumcarbonat enthält. Es wird dann mit einem Netzmittel behandelt, gespült und in der im Beispiel 1 beschriebenen Weise getrocknet.
  • Wenn Baumwollkatun, der nicht vorbehandelt worden ist, in der gleichen Weise gefärbt und fixiert wird, wird mehr Farbstoff von der Ausfärbung während der Behandlung mit Natriumcarbonatlösung entfernt, als es der Fall ist bei dem vorbehandelten Baumwollkatun, und es wird mehr von der nicht vorbehandelten Ausfärbung entfernt, wenn das betreffende Material unter nassen oder trockenen Bedingungen einer Reibbeanspruchung unterworfen wird, als es bei vorbehandeltem Baumwollkatun der Fall ist.
  • Beispie15 Sowohl vorbehandelte als auch nicht vorbehandelte Streifen von Baumwollkatun werden durch eine Lösung geführt, welche 10 Teile des im Beispiel 1 angegebenen Farbstoffes und 5 Teile Eisessig in 1000 Teilen Wasser enthält.
  • Die Streifen werden dann getrennt voneinander mehrere Male um einen Zylinder herumgewickelt und in einem Warmluftstrom getrocknet. Der Farbstoff auf den Streifen des vorbehandelten Baumwollkatuns zeigt dabei eine geringere Tendenz, in die äußeren Schichten des Baumwollkatuns zu wandern, als es bei dem Farbstoff der nicht behandelten Streifen der Fall ist. Beispiel 6 100 Teile Baumwollkatun werden in der im Beispiel 1 beschriebenen Weise vorbehandelt und in der gleichen Weise gefärbt, fixiert und getrocknet, wobei jedoch das Färbebad nur so viel Farbstoff enthält, daß eine Farbstoffaufnahme von 0,5 Teilen stattfindet. 100 Teile des nicht vorbehandelten Baumwollkatuns werden ebenfalls zu einer Farbstoffaufnahme von 0,5 Teilen Farbstoff gefärbt, fixiert und getrocknet.
  • Der vorbehandelte Baumwollkatun besitzt eine wesentlich größere Beständigkeit gegenüber Entfernung des Farbstoffes unter trockenen und nassen Bedingungen, als es bei dem Baumwollkatun der Fall ist, der nicht vorbehandelt worden ist. Beispiel 7 Es wird eine Lösung des mit Natriumhydroxyd zu 85% zu Natriumpolyacrylat hydrolysierten Polyacrylnitrils hergestellt, die bei 20° C eine Viskosität von 3,5 Centipoiseeinheiten besitzt, wenn eine Menge, die 10 Teilen Polyacrylnitril äquivalent ist, in einer ausreichenden Menge 2 n-Natriumhydroxyd aufgelöst wird, um ein Gesamtvolumen von 1 1 zu ergeben.
  • Die obige Polymerlösung wird verdünnt, um eine Lösung zu ergeben, welche 0,5 Teilen Polyacrylsäure in 99,5 Teilen Wasser äquivalent ist, und eine ausreichende Menge Essigsäure zugesetzt, um die Lösung auf einen p$ Wert von 5,7 zu bringen. Baumwollkatun wird in diese Lösung eingebracht und so weit ausgequetscht, daß eine Gewichtszunahme von 100%, mit Bezug auf das Gewicht des Tuches, eintritt, und dieses wird dann bei 100' C getrocknet.
  • 100 Teile des so behandelten Baumwollkatuns werden in Wasser gespült und dann in 5000 Teile einer Färbeflüssigkeit eingegeben, welche 1,5 Teile des Farbstoffes enthält, der durch Umsetzen von Kupfertri- (chlormethyl) -phthalocyanin mit Tetramethylthioharnstoff .erhalten wird. Das Färbebad wird im Verlauf von 30 Minuten auf den Siedepunkt erhitzt und hierbei 30 Minuten lang gehalten, wobei das Gewebe ständig umgerührt wird. Während dieser Zeit wird der pH-Wert des Färbebades durch Zusatz von Essigsäure auf 3,5 gehalten. Der Baumwollkatun wird dann entfernt, mit Wasser gespült und 5 Minuten in eine siedende Lösung eingetaucht, welche 20 Teile Natriumcarbonat in 1000 Teilen Wasser enthält. Das Gewebe wird dann 10 Minuten in einer Lösung gekocht, die 1 Teil eines Netzmittels enthält, welches durch Kondensieren von Äthylenoxyd mit Alkylphenol in 100 Teilen Wasser erhalten worden ist, dann mit Wasser gespült und getrocknet. Die Farbstoffaufnahme des Baumwollkatuns wird dann durch spektrographische Prüfung der erschöpften Flüssigkeit gemessen, und es wurde festgestellt, daß 100 Teile des Baumwollkatuns 1,26 Teile Farbstoff aufgenommen haben. Wenn nicht vorbehandelter Baumwollkatun in ähnlicher Weise gefärbt wird, so ist .eine Farbstoffaufnahme von 6,0 Teilen Farbstoff je 100 Teile Baumwollkatun festzustellen.
  • Beispiel 8 Es wird eine Lösung des mit Natriumhydroxyd zu 75% zu Natriumpolyacrylat hydrolysierten Polyäthylacrylats hergestellt, die bei 20° C eine Viskosität von 8,25 Centipoiseeinheiten besitzt, wenn eine Menge, die 10 Teilen Polyacrylsäure äquivalent ist, in einer ausreichenden Menge 2 n-Natriumhydroxydlösung aufgelöst wird, um ein Gesamtvolumen von 1 1 zu ergeben.
  • Die erhaltene Polymerlösung wird verdünnt, um eine Lösung zu ergeben, die äquivalent ist 0,5 Teilen Polyacrylsäure in 99,5 Teilen Wasser, und dieser Lösung wird eine ausreichende Menge Essigsäure zugesetzt, um den pH-Wert derselben auf 5,7 einzustellen. 100 Teile Baumwollkatun werden in der im Beispiel 7 beschriebenen Weise vorbehandelt und gefärbt, wobei zur Vorbehandlung die hier beschriebene Lösung benutzt wird. Die Farbstoffaufnahme beträgt 1,09 Teile Farbstoff je 100 Teile Baumwollkatun. Beispiel 9 Es wird eine Lösung des mit Natriumhydroxyd zu 95% zu Natriumpolyacrylat hydrolysierten Pölyäthylacrylats hergestellt, die bei 20° C eine Viskosität von 2,04 Centipoiseeinheiten besitzt, wenn eine 10 Teilen Polyarylsäure äquivalente Menge in einer ausreichenden Menge 2n-Natriumhydroxydlösung aufgelöst wird, um ein Gesamtvolumen von 1 1 zu ergeben. Die erhaltene Polymerlösung wird verdünnt, um eine Lösung zu ergeben, die 0,5 Teilen Polyacrylsäure in 99,5 Teilen Wasser äquivalent ist, und ihr wird eine ausreichende Menge Essigsäure zugegeben, um einen pH-Wert von 5,7 zu erhalten. 100 Teile Baumwollkatun werden unter Verwendung dieser Vorbehandlungslösung in der im Beispiel ? beschriebenen Weise vorbehandelt und gefärbt. Die Farbstoffaufnahme beträgt 1,23TeileFarbstoff je 100Teile B aumwollkatun.
  • Beispiel 10 Eine Lösung, welche 80 Teile Acrylsäuremonomer in 20 Teilen Wasser enthält, wird bei etwa 140° C am Rückflußkühler behandelt. Nach 10 Minuten beginnt aus der Monomerlösung sich Polyacrylsäure abzuscheiden. Nach weiterem 45 Minuten langem Erwärmen wird das feste Polymer von der Rückstandslösung abgetrennt und getrocknet, und es werden 75 Teile Polyacrylsäure erhalten. Dieses Polymer ergibt in 2 n-Natriumhydroxydlösung eine Lösung, die bei 20° C eine Viskosität von 2,0 Centipoiseeinheiten besitzt, wenn 10 Teile des Polymers in einer ausreichenden Menge 2 n-Natriumhydroxydlösung aufgelöst werden, um ein Gesamtvolumen von 11 zu ergeben.
  • Von diesem Produkt wird durch Auflösen von 0,5 Teilen in 99,5 Teilen Wasser eine Lösung hergestellt, der eine genügende Menge Natriumhydroxyd zugesetzt wird, um den p11-Wert auf 5,7 einzustellen. Mit dieser Vorbehandlungslösung werden 100 Teile Baumwollkatun in der im Beispiel ? beschriebenen Weise vorbehandelt und gefärbt. Die Farbstoffaufnahme beträgt 1,03 Teile Farbstoff je 100 Teile Baumwollkatun.
  • Ähnliche Ergebnisse werden erzielt, wenn die Polymerlösung an Stelle mit Natriumhydroxyd mit entweder Ammoniak oder Kaliumhydroxyd auf einen pH-Wert von 5,7 eingestellt wird.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zum Färben von aus Baumwolle, Leinen oder Kupferammoniumkunstseide bestehenden Cellulosetextilstoffen, dadurch gekennzeichnet, daß man das Material mit einer Mischung eines Polymers der Acrylsäure und einem oder mehreren Alkalimetall- oder Ammoniumsalzen eines Polymers der Acrylsäure imprägniert, trocknet und dann mit einem basischen Farbstoff oder einem solchen, der ternäre oder quaternäre Salzgruppen enthält, färbt und schließlich das gefärbte Material mit Alkali behandelt.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Alkalimetallsälze des Polymers der Acrylsäure die Natrium- oder Kaliumsalze verwendet werden.
  3. 3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Gesamtmenge des Polymers der Acrylsäure und des Salzes derselben, die in der Lösung zugegen sind, zwischen 0,2 und 0,5eTeile je 100 Gewichtsteile der Lösung beträgt.
  4. 4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß Polymere der Acrylsäure verwendet werden, die in 2 n-Natriumhydroxyd Lösungen ergeben mit Viskositäten von nicht weniger als 2 und nicht mehr als 4 Centipoise bei 20° C, wenn 10 g des Polymers in einer ausreichenden Menge wäßriger 2 n-Natriumhydroxydlösung aufgelöst werden, um ein Volumen von 1 1 zu ergeben.
  5. 5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Anteil des Polymers der Acrylsäure und des Salzes derselben in der zur Imprägnierung der Textilstoffe verwendeten Lösung derart ist, daß der pH-Wert der Lösung 5,5 bis 6,5 beträgt. In Betracht gezogene Druckschriften: USA.-Patentschriften Nr. 2 168 348, 2 237 829.
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Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2168348A (en) * 1937-06-04 1939-08-08 Du Pont Cellulosic composition and method of preparing same
US2237829A (en) * 1938-02-05 1941-04-08 Du Pont Method of dyeing

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