DE10877C - Drehschiebersteuerung für drei- oder mehrcylindrige Dampfmaschinen - Google Patents
Drehschiebersteuerung für drei- oder mehrcylindrige DampfmaschinenInfo
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- DE10877C DE10877C DENDAT10877D DE10877DA DE10877C DE 10877 C DE10877 C DE 10877C DE NDAT10877 D DENDAT10877 D DE NDAT10877D DE 10877D A DE10877D A DE 10877DA DE 10877 C DE10877 C DE 10877C
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
- F01L—CYCLICALLY OPERATING VALVES FOR MACHINES OR ENGINES
- F01L33/00—Rotary or oscillatory slide valve-gear or valve arrangements, specially adapted for machines or engines with variable fluid distribution
- F01L33/02—Rotary or oscillatory slide valve-gear or valve arrangements, specially adapted for machines or engines with variable fluid distribution rotary
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Description
1880.
Klasse 14.
F. TH. NAGEL in HAMBURG. Drehschiebersteuerung für drei- oder mehrcylindrige Dampfmaschinen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 21. Januar 1880 ab.
Die in beiliegender "Zeichnung dargestellte Steuerung ist für eine dreicylindrige, einfach
wirkende Dampfmaschine construirt, deren vertical gestellte Cylinder oberhalb der Kurbelwelle
liegen.
Die Steuerung ist eine rotirende Hahnsteuerung, die eine Veränderung des Füllungsgrades zwischen ο und 0,85 während des Ganges
der Maschine zuläfst, ohne dafs sich gleichzeitig die Compression verändert, und welche
ferner die Umsteuerung der Maschine während des Ganges gestattet. Für Rückgang und
Vorwärtsgang der Maschine ist die Dampfvertheilung gleich günstig.
Die drei Cylinder I, II und III sind oben durch einen gemeinschaftlichen Deckel A geschlossen,
mit dem das Hahngehäuse B verbunden ist, um die schädlichen Räume auf ein
Minimum zu reduciren. Das Hahngehäuse und die darin befindlichen Hahnkörper können entweder cylindrisch (wie auf beiliegender Zeiche
nung) oder konisch construirt werden. Auf dem Umfange des Hahngehäuses liegen die
Kanäle C1, C1 und C3, die zugleich Einlafs- und
Auslafskanäle für die Dampfcylinder sind. Der Hahnkörper D macht halb so viel Umgänge
wie die Maschine, deshalb müssen die Kanäle C1 , C2 und C3 um je 60 ° gegen einander versetzt
sein, während die auf dem Umfange von D befindlichen Kanäle einander diametral gegenüber
stehen, so dafs D vollständig entlastet ist. Im Innern des Hahnkörpers D steckt ein
zweiter Hahnkörper E, der an der Bewegung von D nicht theilnimmt. Auf dem Umfange
von E befinden sich sechs Schlitze ^i, i?2l?2 e3e3,
die um je 60 ° gegen einander versetzt sind. Je zwei dieser Schlitze stehen einander diametral
gegenüber, so dafs E ebenfalls vollständig entlastet ist. Der durch den Stutzen α eintretende
frische Dampf drückt nur gegen die Bodenfläche von E; dieser Dampfdruck wird von der
Spurschraube b aufgenommen, die auch zugleich den Zweck hat, die geschliffene Stirnfläche
von E leicht gegen den Ansatz des Lagerhalses des Gehäusedeckels zu pressen,
um hier einen dampfdichten Schlufs herzustellen. Der gebrauchte Dampf gelangt durch die Kanäle
am Umfange von D aus den Cylindern in die Kammer c und wird von hier durch den
Stutzen d fortgeleitet.
Der Antrieb des Hahnes D erfolgt von der Kurbelwelle aus zunächst durch die Zahnräder/
und g. Das letztere ist auf eine Kuppelungshülse h aufgekeilt, die sich auf der Welle i
drehen kann. Oben trägt die Hülse h einen Knaggen k, der mittelst des Knaggens / die
Hülse m mitnimmt, die auf der Welle i befestigt
ist. Durch die Räder η und 0, die auf der Welle i bezw. auf der Hülse / festsitzen,
wird dann der Hahnkörper D bewegt.
Mit diesem Antriebe des Hahnkörpers D ist der Mechanismus für die Umsteuerung verbunden.
Zunächst ist zu bemerken, dafs bei der Umsteuerung der Hahnkörper D um ca. 86°
in seiner Drehungsrichtung gegen die Kurbelwelle voreilen mufs, um für den anderen
Drehungssinn der Maschine die richtige Dampf· vertheilung einzuleiten. Dies wird folgendermafsen
bewirkt: Mit dem Zahnrade/ ist die konische Frictionsscheibe q zusammengegossen.
Eine andere Frictionsscheibe r ist auf der Hülse m schiebbar befestigt. Die Uebersetzung
der Frictionsräder ist gröfser als die der Zahnräder / und g. Die Scheibe r wird durch das
Gegengewicht ί an der Berührung mit q verhindert. Hebt man das Gegengewicht s und
bringt damit die Frictionsscheiben in Eingriff, so wird die Hülse m und damit auch die Welle i
voreilen, und zwar so lange, bis die Kanten 11
(s. Fig. s) zusammentreffen, womit der Hahnkörper D um ca. 86° gegen die Kurbelwelle
verdreht ist. Will man während des Stillstandes der Maschine umsteuern, so kann dieses durch
Drehen der Frictionsscheibe r bewirkt werden, zu welchem Zweck die Handgriffe u u an r angebracht
sind.
Aus der Beschreibung des Antriebes geht hervor, dafs Drehungssinn der Kurbelwelle und
des Hahnkörpers D übereinstimmen. Dreht sich die Kurbelwelle in der angegebenen Pfeilrichtimg,
so ist bei der gezeichneten Kurbelstellung der Dampfkanal C1 des Cylinders I
um die lineare Voreilung geöffnet, und es strömt aus dem Innern des Hahnkörpers E durch den
Schlitz <?„ Dampf in den Cylinder I. Der Hahnkörper
E steht, wie erwähnt, still, während D sich dreht. Sobald die Kante ν des letzteren
den Schlitz et abgeschlossen hat, kann kein
Dampf mehr in den Cylinder gelangen und die Expansion des Dampfes beginnt. Je mehr man
also den Schlitz «, der Kante ν nähert, um so
früher erfolgt der Abschlufs des Dampfes. Durch Verdrehung des Hahnkörpers E kann
man demnach den Füllungsgrad der Maschine beliebig verändern, ohne dafs der Auslafs und
damit die Compression des Dampfes verändert wird, denn diese wird nur von dem Hahnkörper
D besorgt, dessen Lage für denselben Umgangssinn der Maschine unverändert bleibt.
Der Füllungsgrad der Maschine kann also während des Ganges durch Verstellen des Hebels w beliebig verändert werden. Wird
beim Umsteuern der Hahnkörper D verstellt, so mufs auch selbstverständlich E, seine Lage
verändern. Es sind deshalb am Zahnbogen χ zwei Scalen der Füllungsgrade nöthig, von denen
eine für den Linksgang, die andere für den Rechtsgang der Maschine gilt. Beide Scalen
liegen symmetrisch zu einer verticalen Mittellinie. Steht der Hebel genau vertical an der
mit O bezeichneten Stelle, so kommt kein Dampf in die Cylinder und die Maschine steht
still. Beim Umsteuern der Maschine mufs man gleichzeitig mit dem Aufheben des Gegengewichtes
s den Hebel w auf O stellen, die Maschine
kommt dann wegen der geringen Schwungmasse leicht zum Stillstande, und der
richtige Eintritt des Dampfes für den anderen Umgangssinn wird durch Weiterdrehen .des
Hebels w bewirkt. -
Claims (1)
- Patent-Anspruch:■ An Drehschiebersteuerungen für drei- oder mehrcylindrige Dampfmaschinen die Umsteuerungsvorrichtung, bestehend in der mit dem Zahnrade / zusammengegossenen konischen Frictionsscheibe' q und der auf der Hülse m verschiebbar befestigten Frictionsscheibe r, deren Uebersetzung gröfser als die der Zahnräder / und g ist, und an derselben:a) die Gewichtsbelastung s, durch deren Hebung die Frictionsscheiben in Wirkung treten und die Hülse m, -sowie mit dieser die Welle i voreilen lassen, so dafs die Umsteuerung sich während des Ganges der Maschine vollzieht;b) die Vorrichtung zum Drehen der Frictionsscheibe r behufs Umsteuerung bei stillstehender Maschine.Hierzu I Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE10877C true DE10877C (de) |
Family
ID=288159
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT10877D Active DE10877C (de) | Drehschiebersteuerung für drei- oder mehrcylindrige Dampfmaschinen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE10877C (de) |
-
0
- DE DENDAT10877D patent/DE10877C/de active Active
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