DE1090399B - Haftmittel fuer organische Harze und Farbstoffe auf Glas - Google Patents

Haftmittel fuer organische Harze und Farbstoffe auf Glas

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DE1090399B
DE1090399B DED29656A DED0029656A DE1090399B DE 1090399 B DE1090399 B DE 1090399B DE D29656 A DED29656 A DE D29656A DE D0029656 A DED0029656 A DE D0029656A DE 1090399 B DE1090399 B DE 1090399B
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glass
carbon
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fabric
adhesive
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DED29656A
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English (en)
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John L Speier
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Dow Silicones Corp
Original Assignee
Dow Corning Corp
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Publication date
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03CCHEMICAL COMPOSITION OF GLASSES, GLAZES OR VITREOUS ENAMELS; SURFACE TREATMENT OF GLASS; SURFACE TREATMENT OF FIBRES OR FILAMENTS MADE FROM GLASS, MINERALS OR SLAGS; JOINING GLASS TO GLASS OR OTHER MATERIALS
    • C03C25/00Surface treatment of fibres or filaments made from glass, minerals or slags
    • C03C25/10Coating
    • C03C25/24Coatings containing organic materials
    • C03C25/40Organo-silicon compounds
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C03GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
    • C03CCHEMICAL COMPOSITION OF GLASSES, GLAZES OR VITREOUS ENAMELS; SURFACE TREATMENT OF GLASS; SURFACE TREATMENT OF FIBRES OR FILAMENTS MADE FROM GLASS, MINERALS OR SLAGS; JOINING GLASS TO GLASS OR OTHER MATERIALS
    • C03C17/00Surface treatment of glass, not in the form of fibres or filaments, by coating
    • C03C17/28Surface treatment of glass, not in the form of fibres or filaments, by coating with organic material
    • C03C17/30Surface treatment of glass, not in the form of fibres or filaments, by coating with organic material with silicon-containing compounds

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  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
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Description

  • Haftmittel für organische Harze und Farbstoffe auf Glas Gegenstand der Erfindung ist die Verwendung von Monoorganosilanen der Formel (R O)3 SiR'Zn, worin R ein beliebiger Alkylrest mit 1 bis 3 C-Atomen, R' ein beliebiger aliphatischer Kohlenwasserstoffrest mit 1 oder mehr als 2 C-Atomen und einer Wertigkeit von n + 1, n eine ganze Zahl, Z ein beliebiger einwertiger, an R' durch eine Kohlenstoff-Stickstoff-Bindung gebundener; aus Wasserstoff, Kohlenstoff und Stickstoff bestehender, mindestens zwei Aminogruppen enthaltender Rest ist und das Verhältnis der Kohlenstoff- zu den Stickstoffatomen in dem an das Siliciumatom gebundenen organischen Rest R'Zn weniger als 6 : 1 beträgt, als Haftmittel für organische Harze und Farbstoffe auf Glas.
  • Als Beispiele von Resten R seien Methyl-, Athyl-, n-Propyl- oder Isopropylreste genannt. Der Rest R' kann eine beliebige aliphatische Konfiguration aus einer beliebigen Anordnung und Anzahl von Methyl-, Vinyl-, Methylen-, Vinylen-, aufweisen, muß jedoch mindestens zweiwertig sein. Die Bezeichnung »Aminogruppen« im Rest Z umfaßt primäre, sekundäre und tertiäre Aminogruppen einschließlich Imingruppen.
  • Die erfindungsgemäß verwendeten Silane erhält man durch Umsetzung von Polyaminen mit einem halogenkohlenwasserstoffsubstituierten Trialkoxysilan, bei welchem das Halogenatom jeweils an einem Kohlenstoffatom gebunden ist, das sich zumindest in y- oder in a-Stellung zum Silicium befindet. Man kann dabei nach der in der USA.-Patentschrift 2 754 311 beschriebenen Arbeitsweise verfahren. Bei diesen Umsetzungen ersetzt ein Stickstoffatom des Polyamins ein Halogenatom im Halogenkohlenwasserstoffrest unter Abspaltung von Halogenwasserstoff. Die Umsetzung wird zweckmäßig bei Temperaturen von 50 bis 200°C unter wasserfreien Bedingungen durchgeführt, wobei man einen molaren Überschuß an Polyamin verwendet.
  • Verwendbare Polyamine sind beispielsweise Äthylendiamin, Diäthylentriamin, 1,6-Diaminohexan, 3-Aminoäthyl-1,6-diaminohexan, N,N'-Dimethylhexamethylendiamin, Cadaverin, Piperazin,1,2-Diaminopropan, Methylhydrazin, 1-Aminoguanidin, 2-Pyrazolin, Triaminobenzol, Pentaminobenzol, Benzylhydrazin, N-Methyl-p-phenylendiamin, N;N-Dimethyl-p-phenylendiamin und 3-o-Toluylendiamin.
  • Das verwendete Polyamin kann ein beliebiges ali phatisches, cycloaliphätisches oder aromatisches Kohlenwasserstoffamin sein, welches mindestens zwei Aminogruppen aufweist, von denen eine zumindest ein Wasserstoffatom enthalten muß. Die Bezeichnung »Poly-« soll Verbindungen oder Reste umfassen, die zwei oder mehr Aminogruppen enthalten.
  • Die halogenaliphatischen Reste der bei der Umsetzung eingesetzten Silane können gesättigt oder ungesättigt und von beliebiger Länge sein-Es : :gibt zwei grundlegende Verfahren zur Herstellung der als Ausgangsprodukte verwendeten Halogenkohlenwasserstoffsilane. Die gebräuchlichste Methode ist die Anlagerung eines halogenierten aliphatischen Kohlenwasserstoffs mit mindestens einer Kohlenstoff-Kohlenstoff-Mehrfachbindung an ein Trihalogenwasserstoffsilan, worauf das Silan durch Umsetzung mit einem Alkohol alkoxyliert wird. Beispiele derartiger halogenierter Kohlenwasserstoffe sind Allylbromid; Allyljodid, Methallylchlorid, 3 - Chlorpropin, 1 - Chlor - 2 - methylbuten - 2, 5-Brom-pentadien-1,3, 16-Brom-2,6-dimethylhexadecen-2. Die Halogenkohlenwasserstoffekönnen mehr als ein Halogenatom aufweisen, wie 3,4-Dibrombuten-1 und 3-Chlor-2-chlormethylpropen-1, so däß die sich ergebenden Reste mit mehr als einem Aminostickstoffatom reagieren können, d. h. n größer als 1 wird. Vorzugsweise soll nicht mehr als ein Halogenatom je Kohlenstoffatom vorliegen. Außerdem darf kein Halogenatom so angeordnet sein, daß nach Zugabe des Halogenkohlenwasserstoffs zum Silicium sich ein Halogenatom an einem C-Atom befindet, welches sich in ß-Stellung zum Silicium befindet.
  • Das zweite grundlegende Verfahren zur Herstellung der Halogenkohlenwasserstoffsilane, die erfindungsgemäß angewendet werden, besteht darin, daß man -ein Alkylhalogensilan mit elementarem Halogen halogeniert und anschließend mit einem Alkohol umsetzt, wobei das Halogenkohlenwasserstofftrialkoxysilan entsteht. Dieses Verfahren wird vorzugsweise angewendet, wenn R' ein Methylenrest ist.
  • Der an das Silicium geb-,indene Polyamino-Kohlenwasserstoffrest (-R'Zn) kann beliebig lang sein. Damit die erfindungsgemäß erhaltenen Produkte wasserlöslich sind, - ist es erforderlich, daß das Verhältnis von Kohlenstoff zu Stickstoff im Rest weniger als etwa 6:1 beträgt.
  • Die erfindungsgemäß verwendeten Stoffe sind wasserlöslich, lassen sich leicht -herstellen und eignen sich ausgezeichnet für die Behandlungvon Glas, um eine bessere Haftfestigkeit von organischen- Harzen zu erzielen und die Benetzbarkeit des Glases durch organische Lösungsmittel zu verbessern. Eine derartige Behandlung von Glas kann auf dem üblichen Wege; z: B. durch Sprühen oder Tauchen, erfolgen, wobei man- entweder eine Lösung des Produktes in Wasser bzw. einem Lösungsmittel oder aber das reine Produkt verwendet.
  • Das beste Verfahren zur Behandlung von Glas besteht darin, daß man auf das Glas eine wä.ßrige Lösung aufbringt, die 0,1 bis 3 Gewichtsprozent der verwendeten Produkte enthält. Hierauf wird das Glas getrocknet, was bei Raumtemperatur erfolgen kann. Es ist jedoch häufig vorteilhaft, bei erhöhter Temperatur zu trocknen, vorzugsweise bei 100 bis 110°C. Das Trocknen bei erhöhten Temperaturen trägt dazu bei, die Siliciumverbindung auf dem Glas zu fixieren.
  • Glas, das reit den verwendeten Produkten behandelt wurde, kann mit jedem beliebigen sauren Direktfarbstoff, der insbesondere Sulfosäuregruppen enthält, beispielsweise mit einem solchen, wie er bei Wolle angewendet wird; gefärbt werden. Der Farbstoff kann auf übliche Weise aufgebracht werden, und die Färbung ist waschbeständig. Die Farbtiefe kann durch Veränderung der Konzentration des Aminosilans in der Behandlungslösung variiert werden. Wenn beispielsweise die Konzentration an Aminosilan 1 Gewichtsprozent beträgt, ist der erhaltene Farbton tiefer, als .wenn -die Konzentration nur 0,1 Gewichtsprozent beträgt.
  • Als Beispiele geeigneter Farbstoffe zusammen mit der »COlor-Index«Zahl seien genannt: Brilliant Croceine 3 BA/CI 252, Pontachrome Braun RH, ähnlich CI 105, Nigrosine ESB Extra / CI 865, Supranol Orange RA Konzenträt als Prototyp von CI152, Calcocid Fast Hellorange 2 G/CI 27 und Pontamine Schwarz E Doppelt/CI 581. Beispiel 1 Trichlorsilan und Allylchlorid werden in Gegenwart von H2PtC16 als Katalysator unter Rückfluß erhitzt. `Reines y-Chlorpropyltrichlorsilan mit einem Siedepunkt von 183°C wird abdestilliert und bei Raumtemperatur mit Methanol in einem Molverhältnis von 1 : 3 umgesetzt, um y-Chlorpropyltrimethoxysüan zu erhalten. Dieses wird langsam zu einem unter Rückfluß stehenden Strom von Äthylendiamin am oberen Ende einer Fraktionierkolonne in einem Verhältnis zugegeben, das ungefähr 21-/2 Mol Äthylendiamin je Grammatom Halogen entspricht. Die Reaktion setzt sofort ein. Man kühlt, wobei sich die im Gefäß befindliche Flüssigkeit in zwei Schichten trennt. Die untere Schicht ist eine viskose Lösung von H2NCH,CH,NI32 # HCl in einem Überschuß von Athylendiamin. Die obere Schicht, -bestehend im wesentlichen aus (CH30)3SiCH,CH,CH@NHCH,CH,NH2, wird destilliert und ergibt ein reines Produkt mit folgenden physikalischen Eigenschaften: Siedepunkt 140,5°C/15 mm Hg; nö5 =1,4416, D.?II' =1,01.
  • Zwei wäßrige Lösungen dieses Produktes werden hergestellt: (A) eine 1,2 g gewichtsprozentige Lösung und (B) eine 0;3 g gewichtsprozentige Lösung. Glasgewebe wird in diese Lösungen getaucht und 6 Minuten bei 125'C getrocknet. Anschließend wird das Glasgewebe in eine 60°/oige Lösung eines Phenol-Schichtharzes getaucht und 8 Minuten bei 126°C getrocknet. Zwei Schichtmaterialien werden hergestellt, indem man 14 Schichten jedes der behandelten Glasgewebe zusammenbringt; jede zweite Schicht um 90°C dreht und jeden aus 14 Schichten bestehenden Körper 30 Minuten bei 160°C unter einem Druck von 2,10 kg/cm2 zusammenpreßt.
  • Der nach Tauchen in die Lösung (A) hergestellte Schichtstoff und der nach Tauchen in die Lösung (B) hergestellte Schichtstoff wurden auf Naß- und Trockenbiege- und -druckfestigkeit untersucht und erwiesen sich als befriedigend.
  • Im folgenden wird die Färbung von mit dem gemäß obigem Verfahren hergestellten Produkt imprägnierten Glasfasergewebe beschrieben: Hitzegereinigtes Glasgewebe von 18 Maschen/cm2 mit einer Stärke von 0,075 mm wird in eine 0,5 g gewichtsprozentige wäßrige Lösung von (CH30)3S'CH2CH2CH2NHCH2CH2NH2 getaucht. Das Gewebe wird dann an der Luft getrocknet und auf folgende Weise gefärbt: 1. Es wird in eine 3°/oige wäßrige Lösung von Brilliant Croceine 3 BA der Formel getaucht: Die Farblösung enthält 4 Gewichtsprozent Schwefelsäure. Je Gewichtsteil Gewebe werden 70 Gewichtsteile saure Farblösung angewendet. Das Gewebe wird in die Farblösung bei einer Temperatur von 95'C 1 Stunde eingetaucht und nach dem Herausnehmen gewaschen. Das Gewebe ist waschbeständig rosa eingefärbt.
  • 2. Ebenso wie bei Verfahren 1 wird das, heißgereinigte Gewebe mit Nigrosine ESB Cl 865 gefärbt. Diese Farbe wird durch Erhitzen einer Mischung von Nitrobenzol, Anilin und Anilinhydrochlord mit Eisen bei 180 bis 200°C hergestellt. Das erhaltene Produkt wird mit rauchender Schwefelsäure sulfoniert und sodann in das Natriumsalz übergeführt.
  • 3. Ferner wird das Gewebe auch auf die oben beschriebene Weise mit der Farbe Pontachrome Braun RH ähnlich CI 105 eingefärbt. Diese Farbe erhält man durch " Kuppeln von diazoierter Pikraminsäure mit substituierter m-Phenylendiaminsulfonsäure.
  • Die vorstehend angeführten Behandlungsweisen können "bei jedem beliebigen hitzegereinigten Glasgewebe erfolgreich angewendet werden. Beispielsweise kann man Gewebe verwenden, deren Stärke bis zu 0,3 bis 0,375 mm geht. _ Mit einem Produkt, bei dem an Stelle von y-Propyltrimethoxysilan (CH30)sSiCH,Cl und an Stelle von Äthylendiamin N,N-Dimethyl-p-phenylendiämin verwendet wurde, erhält man ebenfalls befriedigende Ergebnisse. Beispiel 2 Hitzegereinigtes Glasgewebe von 18 Maschen/cm2 wird in eine 1 g gewichtsprozentige wäßrige Lösung von (CH30)3SiCH2CH2CH2NHCH2CH,NIH2 getaucht und anschließend 10 Minuten auf 110°C erhitzt. 140 g des behandelten Gewebes werden in 6,51 Wasser, enthaltend 4,2 g der Farbe Brilliant Croceine 3 BA und 5 g H, S 04, 25 Minuten bei 65°C getaucht. Sodann wird das Gewebe aus der Farblösung entfernt und gewaschen. Es ist hellrot gefärbt, und die Farbe ist waschbeständig.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verwendung von Verbindungen der Formel (RO)3SiR'Zn, worin R ein Alkylrest mit 1 bis 3 C-Atomen, R' ein aliphatischer Kohlenwasserstoffrest mit 1 oder mehr als 2 C-Atomen und einer Wertigkeit von n + 1, n eine ganze Zahl und Z ein einwertiger, mit R' durch eine Kohlenstoff-Stickstoff-Bindung verbundener, aus Wasserstoff, Kohlenstoff und Stickstoff bestehender Rest mit mindestens 2 Aminogruppen ist, wobei das Verhältnis von Kohlenstoff zu Stickstoff im Substituenten - R' Zn weniger als 6 : 1 beträgt, als Haftmittel für organische Harze und Farbstoffe auf Glas. In Betracht gezogene Druckschriften: USA.-Patentschrift Nr. 2 754 311.
DED29656A 1957-12-23 1958-12-22 Haftmittel fuer organische Harze und Farbstoffe auf Glas Pending DE1090399B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1254303B (de) * 1964-01-22 1967-11-16 Beiersdorf & Co Ag P Verfahren zur Herstellung von organischen Klebschichten auf Glasoberflaechen und damit erhaeltlichen Verbundkoerpern mit elastischen festhaftenden und wasserbestaendigen Zwischenschichten

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2754311A (en) * 1951-08-16 1956-07-10 Gen Electric Aminomethyl siloxane compositions and their preparation

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