DE109041C - - Google Patents
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- DE109041C DE109041C DENDAT109041D DE109041DA DE109041C DE 109041 C DE109041 C DE 109041C DE NDAT109041 D DENDAT109041 D DE NDAT109041D DE 109041D A DE109041D A DE 109041DA DE 109041 C DE109041 C DE 109041C
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-
- G—PHYSICS
- G11—INFORMATION STORAGE
- G11B—INFORMATION STORAGE BASED ON RELATIVE MOVEMENT BETWEEN RECORD CARRIER AND TRANSDUCER
- G11B17/00—Guiding record carriers not specifically of filamentary or web form, or of supports therefor
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine Schaltvorrichtung für Phonographen mit mehreren
ein- und ausschaltbaren Cylindern, wie solche Phonographen in der deutschen Patentschrift
94714, Kl. 42, G. W. Moore in Atlanta,
behandelt sind, deren wesentliches Merkmal darin besteht, dafs die Phonogrammcylinder auf
einem Kreise um eine feste Achse drehbar und verschiebbar angeordnet sind. Diese Cylinder
werden einer nach dem anderen mit der Triebwelle derart gekuppelt, dafs sie zunächst in die
Flucht der Triebwelle und alsdann durch Verschieben mit dieser in kuppelnden Eingriff
gebracht werden.
Die vorliegende Erfindung bezweckt eine solche Anordnung, der Vorrichtung, dafs das
Verschieben der Cylinder stofsfrei und in sicherer Weise bewirkt wird, wobei gleichzeitig
im Moment des Vorschaltens eines Cylinders die Rückbewegung des durch eine Schraubenmutter ν,οη der Schraubenwelle bethätigten
Aufzeichenstiftes durch die Verschiebevorrichtung selbst herbeigeführt werden kann.
Auf den beiliegenden Zeichnungen ist ein solcher Phonograph in 14 Figuren dargestellt.
Wie aus Fig. 1, 3 und 4 ersichtlich, ist 3
die Welle des Phonographen, welche zur Drehung der Phonogrammwalzen bezw. zum
Verschieben des Registrirstiftes dient.
Die einzelnen Phonogrammcylinder sind auf einem Kreise um die Achse 35 gelagert, und
zwar in einem Rahmen, der aus den beiden Kopfstücken 37 und 38 und der Muffe 39 gebildet
ist. In den Kopfstücken 37 und 38 sind die Wellen 40 der Phonogrammcylinder gelagert, deren innere Enden bei 42 Kuppeltheile
bilden, welche mit der Kupplungshälfte 4 der Antriebswelle 3 in Eingriff gebracht werden
können. An den Kopfstücken 37 und 38 sind ferner der Anzahl der Phonogrammcylinder
entsprechend in entsprechender Vertheilung auf einem Kreisumfange Vertiefungen 45 vorgesehen; in diese legt sich bei der
Kupplungsstellung der Welle 40 und der Antriebswelle 3 der Stift oder Ansatz 47 ein, der
an dem Rahmen des Phonographen angebracht ist.
Der die Phonogrammcylinder tragende Rahmen ist auf der Welle 35 längs verschiebbar
und steht unter dem Einfiufs einer Feder 48, die auf der Welle 35 durch einen zweckmäfsigerweise
als Bajonnetverschlufs ausgebildeten Knopf 88 gehalten wird. Letzterer gestattet
also in bequemer Weise das Entfernen und Auswechseln des die Phonogrammcylinder tragenden Rahmens.
Die eigentliche Verschiebevorrichtung, welche den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet,
besteht aus zwei Spindeln 43 und 44, die beide derart mit einander verkuppelt sind, dafs
beim Drehen der einen infolge der Anordnung von Anschlägen an geeigneter Stelle sowohl
ein Verschieben als auch ein Drehen der anderen Spindel erfolgt. Die Verschiebung
dieser zuletzt genannten Spindel wird erstens dazu benutzt, den die Phonogrammcylinder
tragenden Rahmen abzukuppeln und dann durch die Drehbewegung das Vorschalten eines
in Benutzung zu nehmenden Phonogrammcylinders zu bewirken. Die einzelnen Bewe-
gungen werden hierbei zwangläufig und in sicherer Weise ohne Stofs- und Rückwirkung
auf die feinen Mechanismen ausgeübt.
In dem vorderen Ende der Welle 35 (Fig. 3 und 4) befindet sich eine Bohrung 49, in
welche das eine Ende der Spindel 43 hineinragt, während deren anderes Ende in eine
Bohrung 50 der Spindel 44 eingeführt ist. Beide Spindeln sind zusammengekuppelt, und
zwar mittelst einer Kupplung, die aus einer Muffe 56 gebildet ist, .welche Kuppelklauen 57
und 58 (Fig. 2) besitzt. Die letzteren stehen mit einem Stift 59 in Eingriff, der zu beiden
Seiten der Spindel 43 hervorsteht.
Diese Kuppelvorrichtung kann auch, wie aus Fig. 8 und 11 ersichtlich ist, aus zwei
Kuppeltheilen 56a und 59a gebildet sein,
welche geneigt angeordnete Kuppelflächen 57s
besitzen.
Beide Kuppeltheile werden durch die Feder 60 in Eingriff gehalten, die sich mit ihrem einen
Ende gegen eine Scheibe 61 (Fig. 2 bis 4) bezw. gegen den Kupplungstheil 59s (Fig. 8
und 9) legt und mit ihrem anderen Ende sich gegen einen Anschlag 62 stützt, der an der
Grundplatte 1 befestigt ist.
Auf dem vorderen Ende der Spindel 43 ist ein Arm 63 befestigt, der mit einem Stift 64
ausgestattet ist. Dieser Stift steht in seiner Normalstellung vor dem Kopfstück 37 des
Rahmens, und zwar einer Vertiefung 46 gegenüber. Neben dem Stift 64 ist noch ein zweiter
Stift 64a angeordnet, der gegen die ä'ufsere
Wand des Kopfstückes anstöfst, sobald der Stift 64 beim Längsverschieben entsprechend
tief in die Vertiefung 46 eingedrungen ist.
Um vermittelst des Kuppeltheiles 56 bezw. 56a der Spindel 43 eine Längsverschiebung
geben zu können, mufs dieselbe gegen Drehung gesichert sein. Dieses geschieht mittelst eines
an der Seitenwand der Grundplatte 1 angeordneten federnden Armes 66 (Fig. 2 und 7),
welcher an seinem freien Ende eine Leiste 67 besitzt (Fig. 3 und 4), die mit dem Stift 68
in Berührung kommt. Der Stift 68 sitzt auf der Befestigungsmuffe 69 des Armes 63.
Bei der schon oben beschriebenen Kupplungsvorrichtung, welche Fig. 8 und 9 darstellt,
ist der Stift 68 zweckmäfsigerweise auf dem Kuppeltheil 59a angebracht.
In der Normalstellung (Fig. 2 und 3), d. h. also in der Stellung, in welcher der Stift 64
vor der Vertiefung 46 steht, legt sich der Stift 68 gegen die Leiste 67 und verhindert demnach
eine Drehung der Spindel 43. Wird nun die Spindel 44 gedreht, so kann sich infolge der
Anordnung der Kuppeltheile 56 und 59 bezw. 56a und 59a die Spindel 43 nur in Längsrichtung
bewegen. Die Länge der Leiste 67 ist so bemessen, dafs, sobald der vermittelst der Vertiefung 45 und des Stiftes bezw. Ansatzes
47 festgestellte Rahmen durch Verschieben nach rechts ausgelöst ist, der Stift 68
die Leiste 67 verlassen hat. Beim Weiterdrehen der Spindel 44 kann sich nun die Spindel 43 ebenfalls drehen Und nimmt den
Rahmen mit, und zwar dm ein solches Stück, als der Entfernung zweier Cylinder von einander
entspricht.
Um die zuletzt genannte Drehbewegung zu begrenzen, sind Anschläge vorhanden, die
durch Vorsprünge 70 und 71 gebildet werden, welche an der Grundplatte und an dem
Theile 72 angebracht sind (Fig. 2). Der Anschlag kann auch aus einer Schraube 70a
(Fig. 8) bestehen.
In dieser Stellung steht der Ansatz 47 einer Vertiefung 45 des Kopfstückes genau gegenüber.
Um nun den Ansatz 47 mit einer der Vertiefungen 45 und eine der Walzen 40 mit der Antriebswelle 3 in Eingriff zu bringen,
mufs eine Verschiebung der Welle 43 nach links stattfinden, welches wiederum von der
Welle 44 aus durch Zurückdrehen derselben bewerkstelligt wird. Es müssen in diesem
Falle weitere Anschläge vorhanden sein, die das Mitdrehen der Spindel 43 verhindern und
derselben nur eine Längsverschiebung gestatten. Zu diesem Zweck ist auf der Muffe 69 der
Knaggen 77 angebracht, gegen welchen sich der Stift 76 legt. Beide Theile wirken dann
genau so, wie die zuvor beschriebene Leiste 67 und der Stift 68.
Die Anordnung der zuvor erwähnten Anschläge kann auch wie in Fig. 8, 9 und 13
dargestellt getroffen werden. Hier ist auf der Muffe 69 ein Kragen 76a vorgesehen; dieser
■hat zwei radial angeordnete Nuthen 76b, durch
welche der Stift 76 gleitet und während dieses Gleitens ein Drehen der Spindel 43 bei Zurückdrehen
der Spindel 44 verhindert, ihr also nur eine Längsverschiebung infolge der Einwirkung
der Feder 60 gestattet. Die beiden Nuthen 76b sind in einem der Entfernung
zweier Phonogrammcylinder von einander entsprechenden Abstande angeordnet. Sobald die
Welle 40 und die Antriebswelle 3 in Eingriff gekommen und der Stift 64 aus der Vertiefung
herausgetreten ist, hat der Stift 76 den Kragen 76a verlassen und giebt die Spindel 43
frei, so dafs sie in ihre ursprüngliche Stellung zurückgedreht werden kann.
Es ist nun noch zu erwähnen, dafs bei der Zurückbewegung der Spindel 43 der Stift 68
ein seitliches Ausweichen des Federarmes 66 hervorruft, so dafs derselbe an der Leiste 67
vorbeischleift und so in die Normalstellung (Fig. 2 und 3) zurückkehren kann.
Wie aus Vorstehendem ersichtlich, wird also die Gesammtbewegung des Vorschaltstiftes
64, d. h. das Ein- und Ausschalten des die Cylinder tragenden Rahmens und das Ver-
schieben desselben vermittelst dieses Stiftes durch die Berührungsfläche der Kuppeltheile 56
und 59 bezw. 56a und 59s1 bewirkt, wobei
die Bewegung natürlich so erfolgt, dafs eine sichere und allmähliche Rückkehr des Rahmens
und der in ihm gelagerten Kuppeltheile stattfindet und Stöfse und Verletzungen der festen
arbeitenden Theile vermieden werden.
Der Antrieb der Spindel 44 kann durch eine Kurbel (Fig. 8) oder, wie aus Fig. 12 und 14
ersichtlich, durch ein Zahnrad 83 erfolgen, in welches ein Zahnsegment 82 eingreift, das
zweckmäfsigerweise an einem Winkelhebel 80, 81 befestigt ist.
Um nun durch diese Schaltvorrichtung den Aufzeichenstift abzuheben, bevor das eigentliche
Vorschalten eines in Benutzung zu nehmenden Cylinders vor sich geht, ist folgende Anordnung
getroffen:
Auf dem Ende der Spindel 44 ist ein Daumen 93 angebracht, auf welchem ein Hebel
29 ruht, der durch den Daumen 93^ angehoben werden kann. Vermittelst des Hebels 29
wird der Arm ι ο und 11 des Aufzeichenstiftes
durch ein geeignetes Gestänge angehoben; ferner ist auf der Welle 44 ein Segment 52
angebracht, in dessen Nuth sich die Schnur 94 einlegt, die über das Rad 95 nach dem Arm 10
geführt ist. Es kann also der durch Hebel 29 angehobene Arm 10 und i-i bei der Drehung
an der. Handhabe 51, bei welcher also die Schaltvorrichtung in Thätigkeit gesetzt wird,
in die Anfangsstellung zurückgebracht werden, indem die Schnur 94 sich auf dem Bogentheil
52 aufwindet.
Der Vorgang beim Vorschalten einer neuen Walze ist nun folgender:
Die Spindel 44 wird in der beschriebenen Weise gedreht und verursacht dadurch ein
Vorschieben der durch die Knaggen 67 und 68 an der Drehung verhinderten Spindel 43.
Während dieser Verschiebung kommen die Stifte 64 und 64a in Eingriff mit dem die Pho ■
nogrammwalzen tragenden Rahmen, so dafs letzterer,, nachdem die Knaggen 67 und 68
aufser Eingriff gekommen sind, der Drehung der jetzt freigegebenen Spindel 43 folgen
können und nunmehr eine neue Walze vorgeschaltet wird. Bei dieser Drehung gleitet
das andere Knaggenpaar 76 und 77 auf einander und verhindert dadurch, dafs die Spindel
von der sie beeinflussenden Feder 60 zurückgeschoben wird. Sobald aber der Knaggen 77
unter 76 gekommen ist, kann die Feder 60 zur Wirkung kommen, so dafs nunmehr die
Spindel 43 geradlinig zurückgeschoben wird und dabei durch eben dieses Knaggenpaar an
der Drehung verhindert ist. Der Rahmen mit den Phonogrammwalzen kommt dadurch wieder in Eingriff mit den entsprechenden
Feststellstiften des Gestelles und wird so in seiner neuen Lage gesichert,- während die
Spindel 43, nachdem die Knaggen 76 und 77 sich an einander vorbeibewegt haben, wieder
in die Anfangsstellung zurückkehrt.
Claims (3)
1. Eine Schaltvorrichtung an Phonographen mit mehreren ein- und ausschaltbaren
Cylindern nach Patent 94714, dadurch gekennzeichnet, dafs das Aus- und Einschalten
der Cylinder vermittelst zweier durch Kupplung verbundener Spindeln bewirkt wird, von denen die eine durch geeignete
Anschläge an der Drehung gehindert, durch Drehung der anderen zunächst eine Verschiebung
in Längsrichtung erhält und dabei den die Phonogrammwalzen tragenden Rahmen abkuppelt, dann aber freigegeben
wird und sich nun zusammen mit der anderen Spindel drehend eine neue Walze vorschaltet, worauf sie in der
gleichen Weise, durch ein zweites Knaggenpaar wiederum an der Drehung verhindert,
geradlinig zurückgeschoben wird, hierbei den,Walzenrahmen mit dem Gestell kuppelt
und in die Anfangsstellung zurückkehrt.
2. Eine Ausführungsform der unter Anspruch 1 gekennzeichneten Schaltvorrichtung, bei
welcher die zwangläufig zusammengekuppelten Spindeln (43 und 44) und die den Rahmen tragende Welle (3 5) centrisch in
einander derart gelagert sind, dafs die dreh- und verschiebbare Spindel (43) ihre Führung
in der Spindel 44 und der Welle 3 5 erhält und einen Arm 69 mit Knaggen 68 und 77
trägt, von denen der eine ihr nur eine Längsbewegung beim Einkuppeln, der andere
beim Auskuppeln gestattet.
3. Eine Ausführungsform der unter Anspruch 1
gekennzeichneten Schaltvorrichtung, bei welcher das Zurückführen des durch den Hebel 29 angehobenen Aufzeichenstiftes 11
vermittelst der das Vorschalten des Rahmens bewirkenden Spindel 44 durch eine auf
einem Bogenstück oder einer Trommel 52 aufwickelbare Zugschnur 94 bewerkstelligt
wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE109041C true DE109041C (de) |
Family
ID=378970
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT109041D Active DE109041C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE109041C (de) |
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0
- DE DENDAT109041D patent/DE109041C/de active Active
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