DE109083A - - Google Patents
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Gegenüber den bekannten Dauerbrandöfen mit stets offenen Secundärluftkanä'len, bei denen
die Secundärluft nur den Rauchverzehrungskanal durchstreicht und mit dem Feuer nicht
in directe Berührung kommt, beispielsweise wie beim Patent 94093, soll durch die vorliegende
Neuerung auch in irischen Oefen ein automatisch wirkender Secundärluftzug angeordnet
werden, wobei die Luft von jeder Seite in den Ofen gelangen kann, um die sich im
Ofen entwickelnden Schwelgase überall zu entfernen.
Bei den bisher bekannten irischen Oefen mit doppelten Wänden gelangt die Secundärluft
nur an einer durch ein Ventil zu regulirenden Stelle zwischen die doppelten Wände, wobei,
da der Zug sich stets den kürzesten Weg wählt, die Secundärluft gewöhnlich nur von einer
Seite in den Ofen trat, so dafs die an einer anderen Stelle befindlichen Schwelgase von
dem Secundärluftzug nicht berührt wurden und demgemäfs im Ofen blieben.
Um diesem Uebelstande abzuhelfen, ist bei der vorliegenden Neuerung in jeder Ofenwand
ein besonderer, selbstständig wirkender Secundärluftzug vorgesehen.
Fig. ι zeigt den Ofen als Längenschnitt,
Fig. 2 als Querschnitt, Fig. 3 als Ansicht von oben, Fig. 4 als Ansicht von vorn und Fig. 5
als Grundrifs im Schnitt. In jeder Wand des Ofens, sowohl Seitenwänden n>
w wie Hinterwand h, Vorderwand ν und Decke d, sind
Kanäle u u u2 w3 w4 angeordnet, in denen die
Secundärluft an einer Stelle η η η'2 η3 tj4 von
aufsen eintritt und erst einen möglichst weiten Weg machen mufs, um an einer oder mehreren
Stellen s s s2 s3 i4 in den Ofen zu treten.
Wenn das Ventil i für die Primärluft geöffnet
ist, kommen die Secundärluftzüge ihres weiteren Weges wegen weniger zur Geltung und haben keine Einwirkung auf den Primärluftzug.
Ist letzterer aber geschlossen, so treten sie um so mehr in Wirksamkeit. In einem mit
diesen Zügen versehenen Ofen können sich Schwelgase an keiner Stelle ansammeln, ein
Explodiren oder Dunsten ist ausgeschlossen. Da bei der Anordnung solcher Kanäle in den
Ofenwänden stets Luft circulirt, wird der Ofen dadurch gleichzeitig vor Ueberhitzung geschützt;
schliefslich sind noch die einzelnen Doppelwände wegen der in ihnen befindlichen Züge
stabiler als solche ohne Züge.
Die in den Seitenwänden n> w befindlichen
Kanäle uu haben auch je eine Oeffnung s1 sl
nach dem Räume unterhalb des Rostesp. Die
sich unterhalb des Rostes ansammelnden Dünste können durch diese Oeffnungen S1S1 in die
Kanäle u u treten und durch die oberhalb des Rostes befindlichen Oeffnungen s s wieder in
den oberen Theil des Ofens zurück und von da in den Rauchabzug a.
Der durch das Ventil i in den Ofen gelangende primäre Luftzug vertheilt sich gleichmäßig
im Feuerraum; er kann aber auch bei hellem Feuer durch den Rost ρ und durch
die im Aschfall beBndlichen Oeffnungen sl s1
in die Kanäle uu und durch die Oeffnungen ss
nach dem Abzugsrohr α gelangen. Hiermit wird erreicht, dafs die Schlacken, welche sich
hauptsächlich auf dem Rostj> ansammeln, stets
in Glut gehalten werden und sich infolge dessen vollständig zersetzen. Auch erhält der
Ofen hierdurch Sockelwärme, ohne dafs der für diesen Zweck übliche Kanal in Anwendung
gebracht wird.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Dauerbrandofen mit stets offenen, von der Zuführung der Primärluft unabhängig wirkenden Secundärluftkanälen (uuu^u3^), dadurch gekennzeichnet, dafs diese Kanäle zwischen den Ofendoppelwänden (w w h ν d) angeordnet sind und jeder Kanal seinen eigenen, stets offenen Eintritt (η η η2 ηΆ nl·) und Austritt (s s s2 s3 s*) in den Füllschacht hat, zum Zwecke, dafs stets Luft von jeder Seite in deo Ofen gelangen kann, um die sich entwickelnden Schwelgase überall zu entfernen und die Ofenwände vor Ueberhitzung zu schützen.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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