DE1090905B - Faltmanschette zur Durchfuehrung einer verdrehbaren Welle - Google Patents
Faltmanschette zur Durchfuehrung einer verdrehbaren WelleInfo
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- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16J—PISTONS; CYLINDERS; SEALINGS
- F16J15/00—Sealings
- F16J15/50—Sealings between relatively-movable members, by means of a sealing without relatively-moving surfaces, e.g. fluid-tight sealings for transmitting motion through a wall
- F16J15/52—Sealings between relatively-movable members, by means of a sealing without relatively-moving surfaces, e.g. fluid-tight sealings for transmitting motion through a wall by means of sealing bellows or diaphragms
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Description
DEUTSCHES
Die Erfindung bezieht sich auf Abdichtungen zur Durchführung einer Welle, die sich um einen gewissen
Winkel um ihre Achse drehen kann, durch eine zwei Räume unterschiedlichen Drucks trennende Wand, beispielsweise
die Wand eines unter hohem Druck stehenden Gefäßes.
Die in der Praxis allgemein gebräuchlichen Wellenabdichtungen haben die Form einer die Welle schlauchartig
mit Spannung umfassenden Manschette mit einem Kragen, der zum Einspannen in der betreffenden
Wand dient. Im Unterschied zu Stopfbuchsendurchführungen
ergibt eine solche die Welle mit Spannung umfassende Manschette eine vollkommene Abdichtung
gegenüber der verdrehbaren Welle, während andererseits der in der ruhenden Wand eingespannte
Kragen, der meist die Form einer flachen Scheibe aufweist, eine einwandfreie Abdichtung gegenüber dieser
Wand bewirkt. Selbstverständlich sind solche Durchführungen nicht für umlaufende Wellen geeignet,
sondern ausschließlich für Wellen, die sich um ihre Achse nur um einen beschränkten Winkel drehen
müssen. Dieser Fall liegt beispielsweise vor, wenn es sich darum handelt, aus einem unter Druck stehenden
Behälter Meßgrößen (ζ. B. den Stand eines Schwimmers) nach außen zu übertragen. Die Welle muß
hierbei durch die Behälterwandung zuverlässig dicht hindurchgeführt werden. Die Drehbewegung der
Welle wird durch eine entsprechende Verdrehung der aus nachgiebigem Material bestehenden Dichtungsmanschette
aufgenommen.
Diese gebräuchlichen Dichtungsmanschetten haben den Nachteil, daß die übertragbaren Drehwinkel verhältnismäßig
klein sind, beispielsweise höchstens 10 bis 20° betragen, und daß die erforderlichen Verstellkräfte
infolge des Torsionswiderstandes der Manschette unerwünscht groß sind.
Aus diesem Grunde sind schon Vorschläge gemacht worden, die den Zweck verfolgten, die übertragbaren
Drehwinkel zu vergrößern und den Torsionswiderstand zu verkleinern, und zwar dadurch, daß das Schlauchende
nach innen umgestülpt wird, so daß eine solche Dichtung die Form einer Faltmanschette aufweist.
Hierbei ist das äußere Ende der Faltmanschette in der Wand eingespannt, während das andere, nach innen
umgestülpte Ende die Welle mit Spannung umfaßt. Eine solche Faltmanschette weist also zwei koaxial in
geringem radialem Abstand voneinander angeordnete, zusammenhängende Wandteile auf. Es sind auch Ausführungsformen
mit mehrfachen Umstülpungen bekanntgeworden, bei denen die Zahl der koaxialen Wandteile entsprechend größer ist. Diese Vorschläge
haben in der Praxis aber keinen, zumindest keinen nennenswerten Eingang gefunden. Der Grund hierfür
liegt offenbar darin, daß die vorgeschlagenen Aus-Faltmanschette
zur Durchführung
einer verdrehbaren Welle
einer verdrehbaren Welle
Anmelder:
Hannemann Kommandit-Gesellschaft,
Berlin-Frohnau, Minheimer Str. 48-50
Berlin-Frohnau, Minheimer Str. 48-50
Arndt Stange, Berlin-Frohnau,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
führungsformen nicht geeignet waren, größere Druckdifferenzen aufzunehmen. Hierauf aber kommt es
gerade entscheidend an, weil bei vielen technischen Anwendungsgebieten, für die solche Durchführungen
benötigt werden, ganz erhebliche Druckdifferenzen auftreten.
Die Erfindung ist von der Aufgabe ausgegangen, die bisher bekannten Ausführungsformen zu verbessern
und eine zuverlässig abdichtende Durchführung auch für Fälle hoher Druckdifferenzen zu schaffen. Zu
diesem Zweck macht die Faltmanschette gemäß der Erfindung von den vorstehend beschriebenen, bereits
bekannten Merkmalen Gebrauch, unterscheidet sich gegenüber den bekannten Faltmanschetten aber dadurch,
daß der von den Wandteilen eingeschlossene Hohlraum nach der Seite des niedrigeren Drucks hin
offen ist und daß dieser Hohlraum durch eine Armierung in Form eines Ringes von entsprechender
Wandstärke ausgefüllt ist. Für die neue Faltmanschette sind also zwei Merkmale wesentlich, die in
Kombination mit den bekannten Merkmalen eine zuverlässige Abdichtung selbst unter hohen Druckdifferenzen
ergeben.
Zunächst einmal ist also wichtig, daß der Hohlraum zwischen den beiden Wandteilen nach der Seite
des niedrigeren Drucks hin offen ist, daß also das die Welle umfassende Schlauchende in Richtung des
Druckgefälles zeigt und somit in dieser Richtung gedrückt wird. Bei den früher vorgeschlagenen Faltmanschetten
zeigte das innere Ende in Richtung zur Seite höheren Drucks und würde daher bei Verwendung
unter hohen Druckdifferenzen einfach herausgestülpt werden.
Hinzu kommt, daß die Armierung, die den genannten Hohlraum ausfüllt, die beiden Wandteile also gegeneinander
abstützt, dem ganzen Gebilde trotz Aufrechterhai tung der Beweglichkeit diejenige Formfestigkeit
009 627/229
verleiht, die ein einwandfreies Arbeiten auch bei höchsten Druckdifferenzen ermöglicht.
Auch bei der Faltmanschette gemäß der Erfindung kann man den Manschettenschlauch mehrfach hin- und
zurückstülpen, so daß der Grad der Verdrehbarkeit erhöht und der Torsionswiderstand entsprechend verringert
wird. So ist es beispielsweise mit einer Faltmanschette, die insgesamt vier konzentrische Wandungen
aufweist, ohne weiteres möglich, unter Aufwendung geringer Kräfte Drehwinkel bis zu 360° zu
erzielen, was in der Regel gar nicht einmal benötigt wird.
Zur Veranschaulichung des Erfindungsgedankens sind in der Zeichnung drei Ausführungsbeispiele dargestellt.
Fig. 1 zeigt eine Faltmanschette gemäß der Erfindung mit einmaliger Einstülpung, also zwei koaxialen
Wänden;
Fig. 2 stellt eine Faltmanschette für höhere Anforderungen dar, bei der eine doppelte Einstülpung
vorgenommen ist, so daß die Manschette also insgesamt vier koaxiale, miteinander zusammenhängende
Wände aufweist;
Fig. 3 schließlich stellt ebenfalls eine Faltmanschette mit doppelter Einstülpung dar, und zwar in einer
durch Wälzlager verbesserten Ausführungsform.
Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 handelt es sich um eine Durchführung für eine Welle 1 durch
eine feste Wand 2. Hierbei möge es sich um die Wand eines unter Druck stehenden Behälters handeln, und
zwar ist der unter Druck stehende Innenraum oben angenommen, so daß also die Außenseite in der Zeichnung
unten liegt und der rechts gezeichnete Pfeil die Richtung des Druckgefälles andeutet.
Die Manschette kann man sich als etwa zylindrischen Schlauch vorstellen, der von einem scheibenförmigen
Einspannkragen 3 ausgeht und mit seinem freien, verjüngten Ende nach innen hineingestülpt ist,
so daß dieser innere Schlauchteil 4 sich unmittelbar und fest um die Welle 1 schließt, während der äußere
Teil 5 der Manschette den inneren Teil 4 in gewissem Abstand konzentrisch umhüllt. Festgehalten wird die
Abdichtung 3/4/5 mittels einer Haltevorrichtung 6, die beispielsweise eine mittels Schraubenbolzen befestigte
Klemmplatte sein möge.
In den Hohlraum 7 zwischen den beiden Manschettenwandungen 4 und 5 ist zur Erzielung größerer
Festigkeit ein Armierungsring 8 eingeschoben. Dieser weist also ebenfalls etwa die Form eines Hohlzylinders
auf, dessen Wandstärke der lichten Weite des Hohlraumes 7 entspricht. Zweckmäßig ist es, die Manschette
so auszubilden und zu bemessen, daß der ringförmige Hohlraum 7 sich zu seinem Grunde hin — in
der Zeichnung also nach oben —■ verjüngt. Dementsprechend verjüngt sich auch der Armierungsring 8 in Richtung zu seiner oben gezeichneten Randkante,
die beim Einschieben vorn liegt.
Zur Erzielung einer guten Beweglichkeit ist es weiterhin zweckmäßig, die Höhe des Armierungsringes, gemessen in axialer Richtung, etwas geringer
zu halten als die Tiefe des Ringspaltes 7, so daß, wie aus der Zeichnung ersichtlich, vor der Randkante des
eingeschobenen Ringes noch ein freier Raum verbleibt.
Der oberhalb der Dichtung herrschende hohe Druck wirkt auf die Manschette in dem Sinne, daß er das
umgestülpte Ende hineindrückt. Ist der Armierungsring 8 an seinem druckabgewandten Ende mit einem
Bund 9 versehen, der sich bis auf den Wellendurchmesser verengt, die Welle also eng umschließt und
somit das Ende des inneren Schlauchteiles 4 stirnseitig abstützt, so bedeutet dieses Hineinpressen des
Schlauchendes 4 in den Ringspalt zwischen Armierungsring 8 und Welle 1 eine außerordentlich gute Abdichtung.
Die Faltmanschette ist auf der druckabgewandten Seite, die sich gegen die Wand 2 abstützt, durch eine
Kreisringscheibe 10 abgedeckt. Diese Scheibe ist zweckmäßigerweise aus einem Material guter Gleitfähigkeit
gefertigt. So gibt es beispielsweise Kunststoff von wachs- bzw. hornähnlichen Eigenschaften.
Unter diesen ist die organische Fluorverbindung PoIytetrafluoräthylen
besonders geeignet. Hierdurch werden also die Reibung und dementsprechend auch die
Abnutzung der drehbeweglichen Teile wesentlich vermindert. Statt dessen bzw. zusätzlich kann man die
Flächen der druckabgewandten Seite auch mit einem Gleitmittel, beispielsweise in Pasten- oder Pulverform,
versehen.
Das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2 ist mit einer
ao doppelten Faltung ausgestattet und ist daher für solche Fälle bestimmt, in denen ein größerer Drehwinkel
möglich gemacht werden muß. Soweit es sich um übereinstimmende Teile handelt, sind die gleichen Kennziffern
benutzt, und auch der rechts gezeichnete Pfeil deutet wieder die Richtung des Druckgefälles an. Der
unter hohem Druck stehende Innenraum des Behälters, durch dessen Wand 2 die Welle 1 hindurchgeführt
wird, liegt also auch hier wieder oben. Das Festklemmen erfolgt auch hier mittels einer Klemmplatte
6, die den Kragen 3 der Faltmanschette anpreßt. Zur Verminderung der Reibung ist auch hier
auf der druckabgewandten Seite eine flache Kreisringscheibe 10 aus einem Material geringer Reibung vorgesehen.
Übereinstimmung mit dem ersten Ausführungsbeispiel besteht ferner insofern, als die Welle 1 von
dem eingestülpten Schlauchende 4 unter Spannung umfaßt ist und daß in den Hohlraum 7 zwischen diesem
inneren Schlauchende und dem anschließenden Schlauchteil 5 ein Armierungsring 8 mit Bund 9 eingeschoben
ist. Es geht dieser Schlauchteil 5 aber nicht in den Kragen 3 über, vielmehr schließen sich über
eine verstärkte und dadurch versteifte Übergangszone 11 nochmals ein koaxialer Teil 12 und an diesem
wiederum ein koaxialer Teil 13 an, der seinerseits dann erst den Einspannkragen 3 trägt. In den ringförmigen
Hohlraum 14 zwischen diesen beiden zusätzlich angefügten Faltenringen 12 und 13 ist ebenfalls
ein Armierungsring 15 eingeschoben. Auf diesen trifft hinsichtlich der verjüngten Ausbildung das
gleiche zu wie zu dem Armierungsring 8. Ein Bund entsprechend dem Bund 9 ist jedoch nicht vorgesehen,
vielmehr stützt sich der Faltenrand 11 unmittelbar auf die Unterlegscheibe 10 (bzw. die Wand 2, wenn eine
solche Scheibe 10 nicht vorgesehen ist).
In dieser Weise könnte die Zahl der Falten selbstverständlich noch weiter vergrößert werden, jedoch ist
dieses in der Regel nicht erforderlich, da meist mit einer einzigen Falte gemäß Fig. 1 und bei höheren Anforderungen
mit einer Doppelfalte gemäß Fig. 2 die erforderlichen Torsionswinkel möglich gemacht werden.
Der Nutzen einer weiteren Steigerung der Faltenzahl würde also in erster Linie in einer Verringerung
der erforderlichen Torsionskräfte zu sehen sein, was in Sonderfällen von Wert sein mag. Auch bei Faltmanschetten
mit mehr als zwei Falten wäre zur Abstützung jeweils in die druckabgewandten ringförmigen
Hohlräume ein Armierungsring einzusetzen. Das Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 stellt eine
Fortentwicklung desjenigen nach Fig. 2 dar, und zwar
ist mit Hilfe von Wälzlagern —· in diesem Falle Kugellagern 16 —■ die Reibung noch weiter verringert.
Da auch bei dieser Darstellung die Seite höheren Drucks wieder oben angenommen ist, wie der linke
Pfeil zeigt, ist ersichtlich, daß die Armierungen 8 und 15 wie auch der verstärkte Teil 11 der Faltmanschette
stark gegen die Wand 2 drücken. Durch ein solches Wälzlager 16 kann die Reibung also noch mehr vermindert
werden, als es gemäß den beiden ersten Ausführungsbeispielen durch die Unterlegscheiben 10 bzw.
auch durch die Verwendung von Gleitmitteln möglich ist.
Wenn die Armierungen 8 und 15 die erforderliche Härte aufweisen, beispielsweise aus Metall bestehen,
können ihre der Wand 2 zugewandten Flächen unmittelbar als Laufflächen für die Kugeln 16 dienen.
Bei der Verstärkung 11, die, wie die ganze Faltmanschette aus nachgiebigem Werkstoff besteht, ist
ein besonderer Laufring 17 üblicher Art vorgesehen.
Für die Faltmanschette kommen die gleichen Werkstoffe wie bisher in Frage, beispielsweise also natürlicher
und künstlicher Gummi sowie elastische Kunststoffe. Die Armierungsringe werden vorzugsweise aus
Metall hergestellt, können aber auch aus Kunststoff bestehen, insbesondere aus Kunststoff mit Gewebe-
oder Faserstoffeinlage. Die Kreisringscheibe 10, zu der geeignete Werkstoffe bereits bekannt sind, braucht
nicht aus einem einzigen Stück zu bestehen. Sie kann unterteilt sein, und zwar beispielsweise so, daß jeder
Ringteil für sich unabhängig gleitend oder rollend drehungsfähig ist.
Es ist ferner vorteilhaft, den Armierungsring 8 auf seiner der Welle 1 zugewandten Fläche mit der Manschette,
also dem inneren Schlauch 4, fest zu verbinden. Dieses kann beispielsweise durch Einvulkanisieren
geschehen.
Vergleicht man die bisher gebräuchlichen Ausführungsformen mit der vorstehend erläuterten Faltmanschette
gemäß der Erfindung, so zeigt sich, daß letztere außer den bereits erwähnten Vorzügen
größerer Torsionswinkel bzw. kleinerer Verstellkräfte noch eine ganze Reihe anderer Vorteile aufweist. Es
hat sich bei den gebräuchlichen Ausführungsformen als sehr nachteilig bemerkbar gemacht, daß das abzudichtende
Medium Quellungen des Materials verursacht, die sich dort sehr schädlich auswirken. Es
kann nämlich eine Weitung des schlauchartigen Teiles eintreten, und die Manschette wird undicht. Ist der
innere schlauchartige Teil der Faltmanschette aber von außen fest umspannt, so daß eine Weitung nicht
eintreten kann, dann führt die Quellung des Materials nur zu einer Erhöhung der Pressung und Dichtwirkung.
Es ist hierbei auch die Tatsache zu berücksichtigen, daß bei den bekannten nicht armierten Manschetten
die Quellung sehr begünstigt wird, denn das Gefüge erhält durch die auftretenden Zugspannungen
eine größere Aufnahmefähigkeit für die abzudichtende Flüssigkeit. Da der Bewegungsspalt zwischen der
Welle und dem abstützenden metallischen Deckel gegen hohe Drücke abgedichtet werden soll, während
andererseits der weich-elastische Stoff auf Grund dieser Eigenschaft nur eine geringe Festigkeit besitzt,
muß der schlauchartige Teil eine hohe Schichtstärke aufweisen. Durch diese hohe Schichtstärke ergeben
sich unerwünschte Einflüsse auf die Regelung.
Gegenüber dieser bekannten Ausführungsform ist bei der erfindungsgemäßen Faltmanschette die
Torsionsfederlänge infolge der faltenartigen Aufgliederung in mehrere koaxial ineinander liegende
Schlauchteile vergrößert, bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. letwa auf das Doppelte, bei denjenigen
gemäß Fig. 2 und 3 etwa auf das Vierfache. Die Abstützung der Falten mittels der Armierungsringe läßt
auch für Fälle höherer Belastung noch eine Verminderung der Wandstärke zu, was ebenfalls eine
Verringerung der Torsionskräfte bedeutet. Das Schlauchende 4, das in den ringförmigen Spalt hineingepreßt
wird, ist nicht in der Lage, Quellflüssigkeit aufzunehmen. Eine Quellung an der Übergangsstelle
aber bewirkt sogar eine Verbesserung der Abdichtung. Soweit überhaupt Quellungen auftreten, können diese
infolge der dünnen Wandstärke die Bewegungskräfte jedenfalls nicht beeinträchtigen. Der Hauptvorteil
aber besteht in der Vergrößerung des Torsionswinkels und der Verkleinerung der Torsionskräfte.
Claims (13)
1. Wellenabdichtung zur Durchführung einer Welle, die sich um einen gewissen Winkel um ihre
Achse drehen kann, durch eine zwei Räume unterschiedlichen Drucks trennende Wand, in Form
einer Faltmanschette, die mit ihrem einen Ende in der Wand eingespannt ist, während ihr anderes
Ende nach innen umgestülpt ist und die Welle mit Spannung umfaßt, so daß die Manschette zumindest
zwei koaxial in geringem radialem Abstand voneinander angeordnete, zusammenhängende
Wandteile aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß der von den Wandteilen (4, 5) eingeschlossene
Hohlraum (7) nach der Seite des niedrigeren Drucks hin offen ist und daß dieser Hohlraum (7)
durch eine Armierung (8) in Form eines Ringes von entsprechender Wandstärke ausgefüllt ist.
2. Faltmanschette nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an der Seite niedrigeren Drucks
eine flache Kreisringscheibe (10) angeordnet ist, die beispielsweise aus einem Kunststoff von guter
Gleitfähigkeit besteht.
3. Faltmanschette nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kreisringscheibe (10) unterteilt
ist, wobei jeder Ringteil für sich unabhängig gleitend oder rollend drehungsfähig ist.
4. Faltmanschette nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der
Armierungsring (8) an seinem zur Seite niedrigeren Drucks weisenden Ende einen Bund (9)
trägt, der bis auf den Wellendurchmesser verengt ist und somit das innere Manschettenende stirnseitig
abstützt.
5. Faltmanschette nach einem der vorangehenden Ansprüche, deren Schlauch mehrfach hin- und
zurückgestülpt ist, so daß er vier oder mehr koaxial in geringem radialem Abstand voneinander
angeordnete, zusammenhängende Wandteile aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß in alle
zur Seite niedrigeren Drucks weisenden Hohlräume (7, 14) Armierungsringe (8, 15) eingelegt
sind.
6. Faltmanschette nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die auf
der Seite niedrigeren Drucks befindlichen Hohlräume sich zum Grunde hin verjüngen und daß
dementsprechend auch die Armierungsringe in Richtung zu ihrer beim Einschieben vorn liegenden
Randkante (Richtung zur Seite höheren Drucks) schwach konisch verjüngt sind.
7. Faltmanschette nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Armierungsringe (8, 15) in achsparalleler Richtung
niedriger sind als die sie aufnehmenden ringförmigen Hohlräume (7, 14), so daß die Ringe in
Abstand vor dem Boden der Falten enden.
8. Faltmanschette nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die auf
der Seite niedrigeren Drucks liegenden Umlenkbögen (11) der Faltmanschette verstärkt ausgebildet
und dadurch in radialer Richtung versteift sind. ίο
9. Faltmanschette nach einem der vorangehenden Anspräche, dadurch gekennzeichnet, daß die auf
der Seite niedrigeren Drucks liegenden Flächen mit einem Gleitmittel, beispielsweise in Pastenoder
Pulverform, versehen sind.
10. Faltmanschette nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Armierungsringe (8_, 15) aus Metall bestehen.
11. Faltmanschette nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Armierungs-
ringe (8, 15) aus Kunststoff mit Gewebe- oder Faserstoffeinlage bestehen.
12. Faltmanschette nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die
Armierungsteile (8, 15) und die Verstärkungen der Faltmanschette (11, 17) in der Abstützebene mit
vorzugsweise axialen Wälzlagerelementen (16) versehen und dadurch unabhängig voneinander beweglich
gemacht sind.
13. Faltmanschette nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der
innere Armierungsring (8) auf seiner der Welle zugewandten Seite mit der Manschette fest verbunden
ist, beispielsweise durch" Einvulkanisieren.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 747 276;
USA.-Patentschriften Nr. 2 267 930, 2 161 003;
britische Patentschrift Nr. 692 097;
französische Patentschrift Nr. 944 434.
Deutsche Patentschrift Nr. 747 276;
USA.-Patentschriften Nr. 2 267 930, 2 161 003;
britische Patentschrift Nr. 692 097;
französische Patentschrift Nr. 944 434.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
,© 009 627/229 10.60
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH32081A DE1090905B (de) | 1958-01-09 | 1958-01-09 | Faltmanschette zur Durchfuehrung einer verdrehbaren Welle |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEH32081A DE1090905B (de) | 1958-01-09 | 1958-01-09 | Faltmanschette zur Durchfuehrung einer verdrehbaren Welle |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1090905B true DE1090905B (de) | 1960-10-13 |
Family
ID=7151791
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEH32081A Pending DE1090905B (de) | 1958-01-09 | 1958-01-09 | Faltmanschette zur Durchfuehrung einer verdrehbaren Welle |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1090905B (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE102016122889A1 (de) * | 2016-11-28 | 2018-05-30 | Endress+Hauser Conducta Gmbh+Co. Kg | Formdichtung und Armatur mit einer solchen |
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1958
- 1958-01-09 DE DEH32081A patent/DE1090905B/de active Pending
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