DE109129C - - Google Patents

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DE109129C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B44DECORATIVE ARTS
    • B44BMACHINES, APPARATUS OR TOOLS FOR ARTISTIC WORK, e.g. FOR SCULPTURING, GUILLOCHING, CARVING, BRANDING, INLAYING
    • B44B5/00Machines or apparatus for embossing decorations or marks, e.g. embossing coins
    • B44B5/0047Machines or apparatus for embossing decorations or marks, e.g. embossing coins by rolling
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B44DECORATIVE ARTS
    • B44BMACHINES, APPARATUS OR TOOLS FOR ARTISTIC WORK, e.g. FOR SCULPTURING, GUILLOCHING, CARVING, BRANDING, INLAYING
    • B44B5/00Machines or apparatus for embossing decorations or marks, e.g. embossing coins
    • B44B5/02Dies; Accessories
    • B44B5/022Devices for holding or supporting work

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Durch Patent 93412 ist eine Vorrichtung zum Prägen von Langhölzern, Fournieren und Rahmen bekannt geworden, welche einen sowohl in der Höhe, wie auch in jede beliebige Schräge einstellbaren Arbeitstisch besitzt, der mit einem rechtwinklig cylindrischen Auflager für das zu prägende Holzstück versehen ist.
Vorliegende Erfindung betrifft nun eine neue Ausführungsform einer solchen Prägevorrichtung, bei welcher das Einstellen des Prägetisches in die verschiedenen Schräglagen mittelst einer in schwingbar gelagerter Mutter eingeschraubten Schraubspindel erfolgt, welche Einrichtung einerseits ermöglicht, den Arbeitstisch äufserst genau einzustellen,' andererseits auch Sicherheit bietet, dafs der Arbeitstisch, einmal eingestellt, auch dauernd in der ihm gegebenen Schräglage erhalten bleibt, so dafs die Prägungen stets an ein und derselben Stelle und somit äufserst genau ausgeführt werden.
Hierbei ist aufserdem noch die Einrichtung getroffen, dafs dem zu prägenden Holzstück nicht nur an dem unmittelbar der Prägestelle gegenüber liegenden Punkt, sondern die ganzen umliegenden Holzparthien auf der Unterseite in sicherer und solider Weise unterstützt werden, so dafs auch eine Deformation der zu prägenden Leisten vermieden ist.
Für im Querschnitt schwache zu prägende Holzstücke, bei denen bei der Prägung event, ein seitliches Ausweichen des Materials stattfinden könnte, ist eine Widerlagsvorrichtung vorgesehen, welche dem mittelst einer zweckentsprechenden, in jeder Lage verstellbaren Zuführungsvorrichtung bis unmittelbar zur Prägestelle geführten Holzstück auch in dieser Hinsicht genügend Halt bietet.
Beiliegende Zeichnung veranschaulicht eine der vorliegenden Erfindung entsprechend hergestellte Maschine in Fig. 1 in Vorderansicht, in Fig. 2 im verticalen Querschnitt und in Fig. 3 in einer Draufsicht. Fig. 4 veranschaulicht eine Endansicht und Fig. 5 einen verticalen Querschnitt nach der Linie II-II (Fig. 1) durch den Auflage- und Zuführungstisch und Fig. 6 ebenfalls eine Endansicht, jedoch in zu Fig. 1 verstellter Lage der einzelnen Theile.
Die Maschine besteht in bekannter Anordnung aus dem aufrechten Ständer a, auf welchen auf Führungen aL mittelst Schraubspindel b der nach beiden Seiten des Ständers α ausladende Support c auf- und abbeweglich ist, der zum Tragen des beiderseits des Ständers sich erstreckenden Auflage- und Zuführungstisches dient.
Der Support c ist ausgeschnitten und an dieser Stelle auf dem Ständer α die Lagerung d für den in jedem beliebigen Winkel zum Ständer einstellbaren Prefstisch befestigt, -so dafs sowohl der Prefstisch, wie auch der Support sammt den von ihm getragenen Theilen gesondert verstellt und so in jede beliebige Lage zu einander gebracht werden können.
Der Prefstisch besteht in bekannter Art aus dem mittelst Auge e1 in den Lagern d schwingbaren Support e und der auf diesem mittelst Längschlitze e'2 und Schrauben e3 verschieb-
und feststellbaren Platte e4, welche das mittelst Schraubspindel f verstellbare Auflager g trägt (s. Fig. 2 und 3).
Dieses Auflager ist nach vorliegender Ausführung eine mit gerader oder nur sehr mäfsig gewölbter Randleiste g1 längs der oberen Querkante versehene Platte g.
Die Einstellung des Arbeitstisches in die verschiedene Schräglage erfolgt mittelst nachstehender Einrichtung:
Auf der Unterseite besitzt der Support e eine kugelförmige, ausgehöhlte Pfanne h1, in welcher der Kugelkopf einer durch eine am Ständer α um Zapfen k1 schwingbar gelagerten Mutter k geschraubten Spindel h ruht, welche als Stütze für den ganzen Arbeitstisch efg dient.
Durch Höher- oder Tieferschrauben der Spindel Zz, was mittelst Kurbel, Handrades, Griffstückes oder Schlüssels erfolgen kann, kann der Tisch in eine gröfsere oder geringere Neigung zum Ständer gebracht werden, was sich je nach der Querschnittsform des Holzes bezw. der Stelle, wo die Prägung vorgenommen werden soll, richtet.
Bei dieser Verstellung der Spindel h wird sich dieselbe, um den gröfsten Theil des vom Gewichte des Prefstisches ausgeübten Druckes möglichst axial aufzunehmen, in verschiedene Schräglage zu stellen suchen, aus welchem Grunde die drehbare Lagerung der Mutter k erfolgt.
Oberhalb des Prefstisches ist in bekannter Weise vertical verstellbar die Prägewalze oder der Prägering i gelagert, welcher das aufzupressende Muster negativ eingravirt besitzt.
Beiderseits des Prefstisches bezw. der Platte e ist der Auflagetisch angeordnet.
Derselbe besteht aus zwei symmetrisch je auf einem Ausleger c1 c1 des Supports c angeordneten Theilen, deren jeder gleich construirt ist.
Jeder solche Theil besteht aus zwei auf den Auslegern c1 in horizontaler Richtung verstell- und feststellbaren consolartigen Supporten / /, deren Tragplatten Z1 Z1 oben horizontal und eben abgerichtet sind und als Auflager für ein rechtwinkliges, mit der Winkelkante auf den Platten Z1 Z1 aufruhendes Führungsstück m dienen.
Gestützt und in jeder beliebigen Neigung auf den Supporten Z Z erhalten werden die Führungswinkel m m von Bogenstücken η η, deren Centrum in der Linie (Richtung) der auf den Supporten ruhenden Winkelkante liegt, mit einem concentrischen Schlitz n1 n1 einen feststehenden Schraubenbolzen 0 umfassen und mittelst dessen Mutter o1 in jeder beliebigen Neigung festgestellt werden können (Fig. 4 bis 6). Solcher bogenförmiger Führungs- und Einstellstücke sind je eines an den Enden der Führungswinkel m angeordnet und je auf einem Support verstellbar gelagert.
In diesen im Kreise verstellbaren Winkeln m sind auf jedem Schenkel je eine flache Schiene ρ aufgelegt, die mittelst Schrauben m1 auf den Winkelschenkeln m befestigt sind und vermöge von Langschlitzen ρ', mittelst welcher sie auf die Bolzen m1 aufgeschoben sind, in der Längsrichtung verschoben werden können.
Infolge dieser Einrichtung können die Schienen ρ' bis ganz an den Tisch bezw. die Scheibe geschoben werden, wodurch dem Arbeitsstück sowohl bis zur Prägestelle, wie auch unmittelbar von dieser weg Führung geschaffen ist.
Da zufolge verschiedener Stärke und Form der zu pressenden Holzstücke der Tisch mehr oder weniger geneigt werden mufs, um die Prägestelle des Holzes genau unter die Gravirung des Prägeringes zu bringen, wird auch die relative Lage der Führung verändert werden müssen, wozu einerseits die schon erwähnten Bogenführungen, andererseits aber auch noch Langschlitze q in den Consolen dienen, die in Gemeinschaft mit der Bogennuth gestatten, dafs der Tisch in jede beliebige Lage und Entfernung zum Ständer gebracht werden kann (Fig. 6).
Beim Prägen schwacher Holzstücke kann es leicht vorkommen, dafs dieselben zufolge des doch sehr bedeutenden Druckes seitlich auszuweichen suchen; um dies zu verhindern, ist auf der oberen Prefsplatte ein kleiner Support u angeordnet, der sich an der Unterseite■· der Platte in einer Schwalbenschwanznuth führt und mittelst Spindel ν in der Längsrichtung derselben bezw. gegen oder vom Rande bewegen läfst. Dieser Support übergreift die Oberseite der Platte und kann durch Verstellen bis ganz an den aufgestellten Rand der Platte heranbewegt werden, so dafs das Holz an der Prägestelle, also dort, wo es geprefst wird, von beiden Seiten geführt ist und ein seitliches Ausweichen somit nicht stattfinden kann.
Mit der beschriebenen Prägevorrichtung ist man somit in der Lage, das zu pressende Arbeitsstück genau zu führen, Werktisch, Zuführungstisch und Prägering genau in die richtige gegenseitige Lage einzustellen und somit gleichmäfsige, reine und scharfe Prägungen hervorzubringen.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Holzprägemaschine der durch Patent 93412 geschützten Art, gekennzeichnet durch eine den das verstellbare gerade oder nur mäfsig gewölbte Auflager tragenden Prefstisch stützende Schraubenspindel (h), welche in einer schwingbar am Ständer gelagerten Mutter (k) eingeschraubt ist, zum Zweck,
    durch Drehen der Schraube (h) den Prefstisch in einer beliebigen Schräglage einzustellen.
    Eine Prägemaschine nach Anspruch i, gekennzeichnet durch mittelst Bogenstücke (n) und Schrauben (o) in jeder beliebigen Neigung feststellbare Winkel (m), welche auf in horizontaler Richtung auf dem vertical verschiebbaren Support verstellbar angeordneten Tischen (H) angebracht sind, und auf welchen mittelst Langschlitze (p1) bis an den Prefstisch anschiebbare und in jeder Lage feststellbare Schienen (p) angeordnet sind, auf welchen das zu prägende Holzstück der Prägevorrichtung zugeführt wird.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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