DE1092008B - Verfahren und Vorrichtung zur kontinuierlichen Sulfatierung von hoehermolekularen ungesaettigten aliphatischen Kohlenwasserstoffen - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur kontinuierlichen Sulfatierung von hoehermolekularen ungesaettigten aliphatischen Kohlenwasserstoffen

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DE1092008B
DE1092008B DE1957P0017985 DEP0017985A DE1092008B DE 1092008 B DE1092008 B DE 1092008B DE 1957P0017985 DE1957P0017985 DE 1957P0017985 DE P0017985 A DEP0017985 A DE P0017985A DE 1092008 B DE1092008 B DE 1092008B
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substances
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Dipl-Ing Fritz Pernthaler
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FRITZ PERNTHALER DIPL ING
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FRITZ PERNTHALER DIPL ING
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C303/00Preparation of esters or amides of sulfuric acids; Preparation of sulfonic acids or of their esters, halides, anhydrides or amides
    • C07C303/24Preparation of esters or amides of sulfuric acids; Preparation of sulfonic acids or of their esters, halides, anhydrides or amides of esters of sulfuric acids

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zur kontinuierlichen Sulfatierung von höhermolekularen ungesättigten aliphatischen Kohlenwasserstoffen Es ist bekannt, daß Fettalkoholsulfate sehr gute Wasch-, Netz- und Dispergiereigenschaften aufweisen.
  • Die wirtschaftliche Herstellung solcher Sulfate hat daher ständig wachsende Bedeutung. Es ist auch bereits bekannt, Fettalkoholsulfate kontinuierlich und damit recht wirtschaftlich herzustellen. Als Ausgangsstoffe werden in neuerer Zeit auch höhermolekulare ungesättigte aliphatische Kohlenwasserstoffe verwendet, wie sie z. B. bei der Fischer-Tropsch-Synthese anfallen oder durch Cracken von Kohlenwasserstoffen oder durch Chlorierung von Kohlenwasserstoffen und Abspaltung von Halogenwasserstoff hergestellt werden können. Von den bei diesen Herstellungsverfahren erhaltenen Gemischen von gesättigten und ungesättigten Kohlenwasserstoffen verwendet man fiir die Herstellung von Sulfaten mit wertvollen Wascheigenschaften solche Gemische, deren Siedegrenze bei 180 bis 320° C liegt, entsprechend einer Kohlenstoffkettenlänge von C11 bis Cj8. Diese Gemische werden mit einem Sulfonierungsmittel, vorzugsweise Schwefelsäuremonohydrat, sulfonieit und anschließend mit Natronlauge neutralisiert.
  • Für die Durchführung der kontinuierlichen Sulfonierung von solchen Kohlenwasserstoffgemischen ist eine Anlage bekannt, bei der abgemessene Mengen des Sulfonierungsmittels und des zu sulfonierenden Stoffes miteinander gemischt durch einen rohrförmigen Hohlraum eines von innen und von außen gekühlten Reaktors hindurchgeleitet werden. Durch tangentiale Einführung der beiden umzusetzenden Stoffe in den rohrförmigen Hohlraum, der in radialer Richtung nur sehr kleine Abmessungen aufweist, soll einerseits eine gute Beherrschung der Temperatur durch die gekühlten Wandungen und andererseits erreicht werden, daß die Mischung sich schraubenlinienförmig in dem Hohlraum weiterbewegt und schließlich zum Ausgang des Reaktorhohlraumes gelangt.
  • Wegen des geringen Abstandes der gekühlten Wandungen des Reaktors ergibt sich zwangläufig ein verhältnismäßig großer Widerstand für die Weiterbewegung der Mischung, so daß die gewollte schraubenlinienförmige Bewegung nur unmittelbar hinter der Zuleitung zu dem Reaktorhohlraum vorhanden ist und danach in eine geradezu axial gerichtete Bewegung iibergeht. Außerdem ist keine Gewähr dafür gegeben, daß die Weiterbewegung über den ganzen Umfang des Hohlraumes gleichmäßig erfolgt, und es besteht daher die Gefahr, daß an einzelnen Stellen des Hohlraumes infolge zu kleiner Strömungsgeschwindigkeit eine Trennung der Mischung entsprechend den verschiedenen spezifischen Gewichten der umzusetzenden Stoffe eintritt und so ihre Reaktion beeinträchtigt bzw. verhindert wird. Schließlich aber besteht bei dieser Anlage der schwerwiegende Nachteil, daß die in den Reaktor turbulent eingeführte Mischung wegen des geringen Abstandes der Wandungen des Reaktors infolge Reibung an den Wandungen ihre Turbulenz sehr schnell verliert und daß daher während des größten Teiles der Reaktion keine Durchwirbelung der Mischung mehr stattfindet. Infolgedessen liefert diese bekannte Anlage keine restlos befriedigenden Ergebnisse.
  • Man hat daher die erwähnte Anlage dadurch verbessert, daß das die innere Wandung des Reaktors bildende Rohr drehbar gelagert und im Sinne einer Be günstigung des schraubenlinienförmigen Weges, den die Mischung im Reaktor zurücklegen soll, in Drehung versetzt wurde. Auf diese Weise wurde zugleich im Zusammenwirken mit der in geringem Abstand von dem rotierenden Rohr vorhandenen äußeren Wandung des Reaktors eine Durchwirbelung der Mischung auf ihrem ganzen Weg durch den Reaktor erzielt. Ein großer Nachteil dieser Bauart sind die durch die drehbare Lagerung des Rohres erforderlichen Dichtungen, nicht nur für das Abdichten des Reaktorraumes, sondern auch für die Kiihlmittelleitungen des sich drehenden Rohres, und der notwendige Antrieb. Auch diese verbesserte Bauart hat sich daher in der Praxis nicht recht einführen können.
  • Für die kontinuierliche Sulfonierung von Alkoholen, Olefinen, Aromaten oder Alkylaromaten durch kontinuierliche Berührung mit Schwefelsäure ist ferner ein Verfahren bekannt, bei dem in ein senkrechtes, mit Verteilungskörpern, z. B. mit Raschigringen, gefiilltes Rohr von oben her fortlaufend Sulfonierungsmittel und von unten her das zu sulfonierende Aus- gangsmaterial in flüssigem Zustand eingeführt werden. Das Ausgangsmaterial steigt bei der Durchführung des bekannten Verfahrens in Mischung mit den gebildeten Sulfonierungsprodukten nach oben und fließt am oberen Ende des Rohres durch einen aber lauf ab. Bei dem bekannten Verfahren kann dem zugeführten Ausgangsmaterial gegebenenfalls Luft oder ein anderes an der Reaktion nicht teilnehmendes Gas eingehlasen werden, dessen Menge so weit gesteigert wird, daß die Strömungsrichtung der Reaktionsteilnehmer gerade noch erhalten bleibt.
  • Das bekarlnte Verfahren und die für seine Durchführung angegebene Vorrichtung sind nur für die Sulfonierung solcher Ausgangsstoffe geeignet, die mit Schwefelsäure verhältnismäßig langsam reagieren.
  • Für die Sulfonierung von Olefinen mit einer Kohlenstoffkettenlänge von Cii bis C18 sind das Verfahren und die Vorrichtung nicht geeignet, weil ungewollte Polymerisationen eintreten. Nur wenn eine überall gleichmäßige Weiterbewegung der miteinander reagierenden Stoffe erreicht wird, werden Überhitzungen der äußerst empfindlichen schwefelsauren Ester vermieden, die sonst Zersetzungsprodukte ergeben, welche das Endprodukt als Waschmittelrohstoff weitgehend verschlechtern bzw. unbrauchbar machen. Da durch die Verteilungskörper, z. B. Raschigringe, das Bilden von Wirbeln und toten Räumen gefördert wird, ist bei der bekannten Vorrichtung die Gefahr gegeben, daß infolge örtlicher Überhitzungen die erwähnten Nachteile eintreten und daher nur eine niedrige Ausbeute erreicht wird.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, in einem leeren Reaktor eine über den ganzen Querschnitt des Reaktorhohlraumes gleichmäßige Weiterbewegung der umzusetzenden Stoffe zu erreichen und so unter Vermeidung von toten Räumen, in denen ungewollte Polymerisationen und Überhitzungen der äußerst empfindlichen schwefelsauren Ester eintreten könnten, eine möglichst hohe Ausbeute zu erzielen. Die Erfindung bezieht sich daher auf ein Verfahren zur kontinuierlichen Sulfatierung von höhermolekularen ungesättigten aliphatischen Kohlenwasserstoffen mit Schwefelsäuremonohydrat unter Verwendung eines gekühlten, senkrechten Reaktors, durch den die umzusetzenden Stoffe hindurchgeleitet werden und in dessen unteren Teil zur besseren Durchmischung der Stoffe ein inertes Gas eingeleitet wird. Sie besteht darin, daß die miteinander umzusetzenden Stoffe dem Reaktor als Mischung gemeinsam mit dem inerten Gas dem leeren Reaktor von unten her zugeführt werden. Die zugesetzte Gasmenge kann beliebig gewählt werden; vorteilhaft wird aber das Gasvolumen kleiner gehalten als das Volumen der Mischung. Durch die aufsteigenden Gasblasen wird einerseits die aufwärts gerichtete Weiterbewegung der umzusetzenden Stoffe im Reaktor begünstigt und andererseits, weil die Gasblasen sich schneller aufwärts bewegen als die Mischung, eine ständige Durchwirbelung und Turbulenz der Mischung erreicht.
  • Das Verfahren nach der Erfindung wird vorzugsweise so durchgeführt, daß das Gas zusammen mit den umzusetzenden Flüssigkeiten durch eine kontinuierlich fördernde Pumpe, z. B. eine Zahnradpumpe, in den Reaktor gefördert wird und das Fördervolumen der Pumpe um das Volumen der zuzusetzenden Gasmenge größer ist als die Summe der Volumina der ihr zugeführten Flüssigkeiten.
  • Gegenstand der Erfindung ist ferner eine Vorrichtung zur Durchführung des neuen Verfahrens, bei der das Gas zusammen mit den umzusetzenden Flüssig- keiten durch eine kontinuierlich fördernde Pumpe in den Reaktor gefördert wird. Gemäß der Erfindung ist in der Ansaugleitung der Pumpe, der die umzusetzenden Stoffe durch einen Trichter zugefiihrt werden, ein einstellbares Drosselventil zur Regelung des Gasbeimengung vorgesehen. Dieses Ventil wird gemäß der Erfindung unmittelbar unterhalb des Trichters angeordnet.
  • Da die erfindungsgemäße Gasbeimengung ihre volle Wirkung nur dann entfalten kann, wenn die Durchflußwiderstände im Reaktor möglichst klein gehalten werden, empfiehlt es sich, den Querschnitt des Reaktors so zu wählen, daß die Berührungsflächen zwischen der durchgehenden Mischung und der oder den Wandungen des Reaktors im Verhältnis zum Durchflußqerschnitt nur klein sind. Der in dieser Beziehung ideale Kreisquerschnitt wird gemäß der Erfindung bei trägeren Reaktionen angewandt, bei denen bei Durchführung des neuen Verfahrens nur eine äußere Kühlfläche ausreicht, z. B. bei der Sulfonierung von Olefinen mit Kettenlängen von C14 bis C18. Wenn Reaktionen durchgeführt werden sollen, die eine stärkere Kühlung erfordern, und daher auch eine innere Kühlung vorgesehen werden muß, wird gemäß der Erfindung der Außendurchmesser des zentrisch vorgesehenen inneren Kühl rohres höchstens halb so groß gewählt wie der Innendurchmesser des äußeren Kühlmantels. Es ergibt sich dann ein in bezug auf Strömungswiderstände günstiger Ringquerschnitt des Reaktionsraumes.
  • Die durch die Gasbeimengung erzielte Wirkung kann bei einem Reaktor mit einem inneren Kühlrohr und einem äußeren Kühlmantel gemäß der Erfindung dadurch noch gesteigert werden, daß das innere Kühlrohr als schraubenlinienförmig gewundene Rohrschlange ausgebildet wird, das den äußeren Kühlmantel nur an den Durchtrittsstellen für Zuleitung und Ableitung des Kühlmittels berührt.
  • Die Erfindung sei an Hand der Zeichnung, in der Ausführungsbeispiele für die Durchführung des neuen Verfahrens dargestellt sind, näher erläutert: Fig. 1 zeigt eine Vorrichtung zur kontinuierlichen Sulfatierung von höhermolekularen ungesättigten aliphatischen Kohlenwasserstoffen mit einem Reaktor, der eine innere, schraubenlinienförmig gewundene Kühlrohrschlange aufweist; Fig. 2 stellt einen Schnitt durch einen Reaktor mit einem zentrisch vorgesehenen, glatten, inneren Kühlrohr dar, während Fig. 3 einen Schnitt durch einen Reaktor wiedergibt, bei dem das zentrische innere Kühlrohr mit längsverlaufenden Kühlrippen versehen ist.
  • Bei der Anlage nach Fig. 1 werden die umzusetzenden Stoffe, d. h. Olefin und Schwefelsäuremonohydrat, durch nicht dargestellte Dosiervorrichtungen einem Trichter 1 zugeführt. Unterhalb des Trichters 1 ist eine regelbare Drosselvorrichtung 2 vorgesehen, durch die hindurch die umzusetzenden Flüssigkeiten in die Ansaugleitung 3 einer Zahnradpumpe 4 gelangen. Das Fördervolumen der Pumpe 4 ist um das Volumen der zuzusetzenden Gasmenge größer als das Gesamtvolumen der umzusetzenden Stoffe. Bei dem Ausführungsbeispiel wird als zuzusetzendes inertes Gas Luft benutzt, so daß keine Abschirmung bzw. Abdichtung des Trichters 1 gegenüber der Außenluft erforderlich ist.
  • Durch die Pumpe 4 wird die Mischung der umzusetzenden Stoffe zusammen mit der von der Pumpe 4 zugleich geförderten Luft dem unteren Zuführstutzen 5 des Reaktors zugeführt, wie dies in Fig. 1 durch einen Pfeil veranschaulicht ist.
  • Der Reaktor besteht aus einer inneren Wandung 6, einer äußeren Wandung 7 und einer im Innern des Reaktorraumes 8 angeordneten Kühlrohrschlange 9.
  • Der zwischen den Wandungen 6 und 7 befindliche Hohlraum ist an die Zu- und Ableitungsstutzen 10 und 11 angeschlossen und bildet den äußeren Kühlmantel des Reaktors. Die Kühlrohrschlange 9 weist eine untere Zuleitung 12 und eine obere Ableitung 13 auf. Sie ist ebenso wie der äußere Kühlmantel 6, 7 im Sinne der eingezeichneten Pfeile von einem Kühlmittel, z. B. Sole, durchströmt. 14 ist die Austrittsleitung für die umgesetzten Stoffe und die zugesetzte Luft.
  • Die beschriebene Anlage arbeitet in folgender Weise: Die in bestimmtem Mengenverhältnis durch Dosiervorrichtungen in den Trichter 1 gegebenen Flüssigkeiten gelangen zusammen mit der von der Pumpe 4 zugleich angesaugten Luft durch die Ansaugleitung 3 und die Pumpe 4 über den Stutzen 5 in den Reaktionsraum 8. Sie durchströmen diesen von unten nach oben und fließen durch den oberen Stutzen 14 ab.
  • Während des Durchströmens wird die Mischung sowohl durch die innere Kühlrohrschlange 9 als auch durch den äußeren Kühlmantel 6, 7 gekühlt und so die bei der Reaktion der umzusetzenden Stoffe entstehende Wärme zum größten Teil abgeführt. Während dieses Vorganges bewirken die in der Mischung aufsteigenden I,uftblasen eine ständige Durchwirbelung, Umlagerung und weitere Vermischung der umzusetzenden Stoffe. Diese Wirkung der Luftblasen wird noch dadurch erhöht, daß die Kühlrohrschlange 9 als Leitkörper die aufsteigende Mischung zusammen mit den Luftblasen in rotierende Bewegung versetzt. Infolgedessen kommen ständig andere Teile der Mischung in Berührung mit den Wandungen der Kühlrohrschlange 9 und mit der inneren Wandung 6 des äußeren Kühlmantels 6, 7, so daß eine intensive Kühlung der Mischung erreicht wird. Gleichzeitig wird dadurch auch noch der Reaktionsvorgang begünstigt und beschleunigt.
  • Das in dem Reaktor nach Fig. 1 umgesetzte Produkt kann gegebenenfalls durch einen an den Stutzen 14 angeschlossenen Kühler noch weiter gekühlt und eventuell einem weiteren Reaktor zugeführt werden.
  • Dabei wird dann das gekühlte, umgesetzte Produkt durch eine Dosiervorrichtung zusammen mit einer durch eine zweite Dosiervorrichtung zugeführten Menge von Schwefelsäuremonohydrat über einen Trichter und eine Pumpe einem zweiten Reaktor zugeführt, der in gleicher Weise ausgeführt ist wie der in Fig. 1 dargestellte Reaktor. Erforderlichenfalls kann an den zweiten Reaktor in gleicher Weise noch eine dritte und gegebenenfalls eine vierte Reaktionsanlage angeschlossen werden. Bei der Zuführung der umzusetzenden Flüssigkeiten wird jeweils durch die Pumpe zugleich Luft in den Reaktor gefördert, so daß sich in jedem der Reaktoren die gleichen Vorgänge wiederholen, wie sie oben bei der Erläuterung der Anlage nach Fig. 1 geschildert wurden. Die in der Mischung enthaltene Luft kann jeweils, wenn die umgesetzten Produkte des einen Reaktors dem Zuführtrichter der nächsten Anlage zugeführt werden, mindestens teilweise entweichen. Sie wird aber, da die Fördermenge jeder Pumpe größer ist als die Menge der durch die Dosiervorrichtungen zugeführten Flüssigkeiten, wieder durch neue Luft ersetzt.
  • In Fig. 2 ist ein Reaktor im Querschnitt dargestellt, bei dem als inneres Kühlrohr ein zentrisch angeordnetes, glattes Rohr 15 vorgesehen ist. Dieses Rohr hat einen Außendurchmesser, der höchstens halb so groß ist wie der Innendurchmesser des Rohres 6, das die Innenwandung des äußeren Kühlmantels bildet. Zwischen den beiden Rohren 6 und 15 ist daher ein großer Reaktionsraum vorhanden, in dem sich die Durchwirbelung, Umlagerung und Mischung der umzusetzenden Stoffe durch die aufsteigenden Luftblasen voll auswirken kann. Trotz des großen Querschnittes des ringförmigen Reaktionsraumes findet infolge der Wirkung der Luftblasen eine ausreichende Kühlung statt.
  • Die Kühlung des Reaktors nach Fig. 2 kann dadurch noch verbessert werden, daß das innere Kühlrohr mit Kühlrippen versehen wird. Ein so verbesserter Reaktor ist in Fig. 3 im Schnitt dargestellt. Das innere Kühlrohr, das in diesem Falle mit 16 bezeichnet ist, weist nach außen ragende, längsverlaufende Kühlrippen 17 auf. In dem Kühlrohr 16 sind ferner längsverlaufende, nach innen ragende Kühlrippen 18 vorgesehen, durch die der Wärmeaustausch zwischen Kühlflüssigkeit und Kühlrohr verbessert ist. Von Bedeutung ist in diesem Fall, daß die Kühlrippen 17 die innere Wandung 6 des äußeren Kühlmantels 6, 7 keinesfalls berühren dürfen, damit nicht der große Ringraum des Reaktors in einzelne Längskanäle unterteilt und so die Durchwirbelung der gesamten Mischung durch die aufsteigenden Luftblasen behindert wird. Es empfiehlt sich, die Kühlrippen 17 in radialer Richtung nur so weit vorstehen zu lassen, daß sie etwa die Hälfte des Abstandes der beiden Rohre 6, 16 überbrücken. Falls die Kühlrippen mit in radialer Richtung größeren Abmessungen ausgeführt werden, empfiehlt es sich, sie in Längsrichtung in gewissen Abständen durch Einschnitte zu unterbrechen und so Ringräume zu schaffen, in denen der erwünschte Ausgleich vor sich gehen kann. Statt Stücke aus den Kühlrippen 17 herauszuschneiden, um die Unterbrechung durchzuführen, können auch in Abstand voneinander jeweils zwei Schlitze vorgesehen und die zwischen den Schlitzen befindlichen Teile der Kühlrippen abgebogen werden, um so Ring- und Ausgleichsräume zu schaffen.
  • Nachstehend wird ein Ausführungsbeispiel für das erfindungsgemäße Verfahren gegeben: 130 Volumteile eines ungesättigten aliphatischen Kohlenwasserstoffgemisches der Siedegrenzen 180 bis 3060 C mit spezifischem Gewicht 769, Jodzahl 113 und Olefingehalt von 800/o, Molgewicht 190, fließen über das Dosiergerät stündlich, durch den Trichter 1 zur Förderpumpe mit Luft gemischt, in den ersten Reaktor, wo eine Reaktionstemperatur von 200 C herrscht.
  • Gleichzeitig fließen 7,3 Volumteile Schwefelsäuremonohydrat pro Stunde durch denselben Trichter über die Pumpe in den Reaktor, in dem sich die Umsetzung eines Teiles des Kohlenwasserstoffgemisches mit dem Schwefelsäuremonohydrat vollzieht.
  • Aus dem Reaktor läuft das umgesetzte Produkt durch den Kühler in den zweiten Trichter, in dem gleichzeitig stündlich 7,3 Volumteile Schwefelsäuremonohydrat zulaufen und über die Pumpe mit inertem Gas (Luft) gemischt im zweiten Reaktor in Reaktion treten. Von hier aus läuft das Reaktionsprodukt über einen Kühler in den dritten Trichter, in den gleichzeitig stündlich 7,3 Volumteile Schwefelsäuremonohydrat zulaufen, um über die Pumpe wieder mit inertem Gas gemischt im Reaktor sich umzusetzen und als fertigsulfoniertes Produkt der Neutralisation zugeführt zu werden.
  • Das Schwefelsäuremonohydrat wird somit in 3 Teile aufgeteilt den drei Reaktoren zugeführt.
  • Hierbei ergibt die theoretische bzw. erzielte Ausbeute aus 100 kg 30 1 Olefinkohlenwasserstoffen 86 kg saures sek. Fettalkoholsulfat entsprechend einer Umsetzung von 7()0/o der eingesetzten Olefine.
  • PATENTANSPROCHE: 1. Verfahren zur kontinuierlichen Sulfatierung von höhermolekularen ungesättigten aliphatischen Kohlenwasserstoffen mit Schwefelsäuremonohydrat unter Verwendung eines senkrechten, gekiihlten Reaktors, durch den die umzusetzenden Stoffe hindurchgeleitet werden und in dessen unteren Teil zur besseren Durchmischung der Stoffe ein inertes Gas eingeleitet wird, dadurch gekennzeichnet, daß die miteinander umzusetzen den Stoffe als Mischung gemeinsam mit dem inerten Gas dem leeren Reaktor von unten her zugeführt werden.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Volumen der zugesetzten Gasmenge kleiner ist als das Volumen der umzusetzenden Stoffe.
    3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Gas zusammen mit den umzusetzenden Flüssigkeiten durch eine kontinuierlich fördernde Pumpe in den Reaktor gefördert wird, wobei das Fördervolumen der Pumpe um das Volumen der zuzusetzenden Gasmenge größer ist als die Summe der Volumina der ihr zugeführten Flüssigkeiten.
    4. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß in der Ansaugleitung (3) der Pumpe (4), der die umzusetzenden Stoffe durch einen Trichter (1) zugeführt werden, ein einstellbares Drosselventil (2) zur Regelung der Gasbeimengung vorgesehen ist.
    5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Drosselventil (2) unmittelbar unterhalb des Trichters (1) angeordnet ist.
    6. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 bei trägeren Olefin-Sulfatierungs-Reaktionen, insbesondere bei der Sulfatierung von Olefinen mit Kettenlängen von C14 bis C18, dadurch gekennzeichnet, daß der nur von außen gekühlte Hohlraum (8) des Reaktors Kreisquerschnitt hat.
    7. Vorrichtung mit einem inneren Kühlrohr (9, 15, 16) und einem äußeren Kühlmantel (6, 7) zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, daß der Außendurchmesser des zentrisch vorgesehenen inneren Kühlrohre (9, 15, 16) höchstens halb so groß ist wie der Innendurchmesser des äußeren Kühlmantels (6,7).
    8. Vorrichtung mit einem inneren Kühl rohr (9) und einem äußeren Kühlmantel (6, 7) zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das innere Kühlrohr (9) als schraubenlinienförmig gewundene Rohrschlange (9) ausgebildet ist und den äußeren Kühlmantel (6, 7j nur an den Durchtrittsstellen für Zuleitung (12) und Ableitung (13) des Kühlmittels berührt.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Österreichische Patentschrift Nr. 172 653.
DE1957P0017985 1957-02-18 1957-02-18 Verfahren und Vorrichtung zur kontinuierlichen Sulfatierung von hoehermolekularen ungesaettigten aliphatischen Kohlenwasserstoffen Pending DE1092008B (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1468364B2 (de) * 1963-11-04 1973-08-02 Mo Och Domsjoe Ab Vorrichtung zur kontinuierlichen sulfonierung und/oder sulfatierung von organischen stoffen

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
AT172653B (de) * 1950-02-17 1952-10-10 Ruhrchemie Ag Verfahren zur kontinuierlichen Sulfonierung

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