DE1092387B - Stossdaempfende Anbringung der Schwingmasse am Werkgestell in Selbstaufzuguhren - Google Patents
Stossdaempfende Anbringung der Schwingmasse am Werkgestell in SelbstaufzuguhrenInfo
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-
- G—PHYSICS
- G04—HOROLOGY
- G04B—MECHANICALLY-DRIVEN CLOCKS OR WATCHES; MECHANICAL PARTS OF CLOCKS OR WATCHES IN GENERAL; TIME PIECES USING THE POSITION OF THE SUN, MOON OR STARS
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Description
- Stoßdämpfende Anbringung der Schwingmasse am Werkgestell in Selbstaufzuguhren Zum Dämpfen von Stößen auf das Schwingmassenlager von Uhren mit Schwingmassenaufzug ist es bereits bekannt, die Schwingmasse mit federelastischen Speichen auszurüsten. Stöße auf die Schwingmasse werden dann zwischen Masse und Nabe in den Speichen abgefangen.
- Bei speichenlosen Schwingmassen hat man auch schon zwischen den mit dem Werk verbundenen Lagerzapfen und die Masse ein Federelement eingebaut, so daß Stöße unmittelbar zwischen Masse und Zapfen abgefangen werden. Es ist auch bekannt, den Zapfen selbst elastisch zu lagern, und zwar auf einer federnden Brücke der Werkplatte.
- Alle diese Lösungen verbürgen keine gleichmäßig gute Dämpfung der Schwingmasse in radialer und zugleich in axialer Richtung. Außerdem befinden sich das Schwingmassensystem und die damit verbundenen Teile beim Tragen der Uhr praktisch in unaufhörlicher Vibration, was sich nachteilig auf den Gang des Werkes auswirken kann.
- Aus diesen Gründen ist eine Lagerungsart wesentlich günstiger, die im Uhrwerkbau bei der Unruhwellenlagerung vielfach angewendet wird. Eine solche Lagerung besteht im wesentlichen aus zwei konzentrisch angeordneten, ringkonusartigen Lagerschalen, von denen die eine fest im Unruhkloben eingebaut ist und die andere, der sogenannte Zentrierkonus, auf den inneren Abstützflächen der festen Lagerschale aufsitzt. Der Zentrierkonus steht dabei unter dem Anpreßdruck eines von außen angreifenden Federelementes.
- Die Erfindung geht nun von dem Gedanken aus, die bekannte Unruhwellenlagerung für die Schwingmassenlagerung nutzbar zu machen. Auf diese Weise kann einmal die in jeder Stoßrichtung erwünschte gleich gut wirkende Stoßdämpfung der Schwingmasse bei Vibrationsfreiheit erreicht werden, zum anderen wird auch Raum eingespart. Die Erfindung besteht darin, daß das Lager für die mit der Schwingmasse fest verbundene Welle in an sich bekannter Weise mit einer konischen Ringfläche gefedert auf einer konischen Sitzfläche eines Gestellteils gehalten ist. Die Lagerung unterscheidet sich also von der bekannten Unruhwellenlagerung zunächst dadurch, daß infolge der Mitbenutzung des der Schwingmasse zugekehrten Gestellteiles als festes Lager eine besondere Lagerschale eingespart wird. Da im einzelnen die das Lager haltende Feder ringförmig um das Lager geführt ist und die konischen Flächen zusammenzieht, wird der für eine statt dessen von außen wirkende Druckfeder erforderliche Raum eingespart.
- Die Zeichnung veranschaulicht schematisch ein Ausführungsbeispiel, es zeigt Fig. 1 eine Draufsicht auf einen Teil einer Uhr, Fig.2 einen Schnitt gemäß II-II in Fig.l in größerem Maßstab, Fig. 3 einen dem Schnitt gemäß Fig. 2 entsprechenden Schnitt, jedoch in der Stellung der Teile bei einem auf die Schwingmasse ausgeübten axialen Stoß, Fig. 4 einen dem Schnitt nach Fig. 2 entsprechenden Schnitt in der Stellung bei einem auf die Schwingmasse ausgeübten radialen Stoß, Fig. 5 eine Vorderansicht einer Einzelheit, Fig. 6 eine Vorderansicht einer anderen Einzelheit, in größerem Maßstab, Fig. 7 eine Draufsicht auf diese Einzelheit.
- Die Uhr besitzt eine Schwingmasse, deren Platte mit 1 bezeichnet ist. Diese Masse trägt eine Welle 2, deren Stützring 2a in die Platte 1 getrieben ist. Die Welle 2 dreht sich in zwei durch Steine 3 und 4 gebildeten Lagern. Diese Steine sind in einen Lagerkörper 5 eingetrieben. Dieser weist einen ringförmigen Flansch 5a mit einem kegelstumpfförmigen Sitz 6 auf, der sich auf einen entsprechenden Sitz 7 in einer Brücke 8 des Werkgestells stützt. Eine ringförmige Feder 9, die einzeln in den Fig. 6 und 7 dargestellt ist, dringt teilweise in Aussparungen 10 der äußeren Fläche des Lagerkörpers 5 ein. Diese Feder ist in einem Hohlraum 11 der Brücke 8 angeordnet. Sie ist derart gewellt, daß sie axial auf den Lagerkörper einwirkt und die beiden kegelstumpfförmigen Flächen 6 und 7 gegeneinander zieht, wodurch die Zentrierung des Lagerkörpers gesichert wird. Außerdem wird eine ebene Fläche 12 des Flansches 5d in Anlage gegen die untere Fläche 13 der Brücke 8 gehalten. Die Feder 9 weist innere Ohren 9a (Fig. 7) auf, die in die Aussparungen 10 des Lagerkörpers 5 (Fig. 5) eindringen. Einführungsöffnungen 14 führen von den Aussparungen 10 nach außen, um das Einlegen der Feder 9 zu ermöglichen. Ein Zahnrad 45, das zu dem Ausziehgetriebe gehört. dreht sich frei auf einer Nabe 8a der Brücke 8 und wird an Ort und Stelle durch den Flansch 5a des Lagerkörpers 5 gehalten.
- Die Schwingmasse wird durch einen Riegel 15 axial gehalten, der einen abgebogenen Teil 15a aufweist, welch letzterer durch ein Loch 16 der Welle 2 geführt ist und zwischen die beiden Steine 3 und 4 greift. Dieser Riegel 15 wird auf der Platte 1 der Masse durch einen Niet 17 gehalten, dessen Kopf 17a in einer Aussparung 18 der unteren Fläche der Platte 1 angeordnet ist. Der Riegel kann sich längs verschieben, derart, daß sein Ende 15a zwecks Demontage der Masse außer Eingriff mit den Steinen 3 und 4 gebracht werden kann. Er wird in seiner Arbeitsstellung, die in Fig. 2 dargestellt ist, durch den Kopf 19a eines Zapfens 19 gehalten, der in der Platte 1 befestigt ist und teilweise in ein Loch 20 des Riegels eingreift.
- Wenn die Schwingmasse 1 einen axialen Stoß erhält, ist die Platte 1 bestrebt, sich in bezug auf die Ebene des Werkes schräg zu stellen (Fig.3). Die Feder 9 gibt dann nach, so daß der Lagerkörper 5 kippen kann. Die Feder führt nach Aufhören des Stoßes den Lagerkörper in seine normale Lage zurück.
- Wenn auf die Masse ein radialer Stoß ausgeübt wird, verlagert sie sich seitwärts, wie in Fig.4 gezeigt. Dank der Wirkung der beiden kegelstumpfförmigen Flächen 6 und 7 aufeinander, setzt sich die seitliche Verlagerung in eine axiale Verlagerung des Lagerkörpers 5 um, und zwar gegen die Wirkung der Feder 9.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: 1. Stoßdämpfende Anbringung der Schwingmasse am Werkgestell in Selbstaufzuguhren, dadurch gekennzeichnet, daß das Lager (5) für die mit der Schwingmasse (1) fest verbundene Welle (2) in an sich bekannter Weise mit einer konischen Ringfläche (6) gefedert (9) auf einer konischen Sitzfläche (7) eines Gestellteils (8) gehalten ist.
- 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Feder (9) das Lager (5) ringförmig umgibt und die konischen Flächen (6, 7) zusammenzieht. In Betracht gezogene Druckschriften: Schweizerische Patentschriften Nr. 220258, 238 358, 243 392, 254 577. 281490, 284 495, 297 475; Journal Suisse d'Horlogerie, 1953, S. 406.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH1092387X | 1954-06-19 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1092387B true DE1092387B (de) | 1960-11-03 |
Family
ID=4557060
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DET11031A Pending DE1092387B (de) | 1954-06-19 | 1955-06-16 | Stossdaempfende Anbringung der Schwingmasse am Werkgestell in Selbstaufzuguhren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1092387B (de) |
Citations (7)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CH220258A (fr) * | 1937-11-08 | 1942-03-31 | Marti Fritz | Palier à coussinet mobile, principalement, mais non exclusivement pour pivots de balancier d'horlogerie. |
| CH238358A (de) * | 1942-07-09 | 1945-07-15 | Ag A Michel | Selbstaufzugsmechanismus an einer Uhr. |
| CH243392A (fr) * | 1944-06-27 | 1946-07-15 | Colomb Henri | Palier amortisseur de chocs pour mouvements d'horlogerie et appareils de mesure. |
| CH254577A (fr) * | 1945-11-29 | 1948-05-15 | Longines Montres Comp D | Procédé pour amortir au moins les chocs latéraux s'exerçant sur les pivots de la masse oscillante d'une montre à remontage automatique et dispositif pour la mise en oeuvre de ce procédé. |
| CH281490A (fr) * | 1950-03-06 | 1952-03-15 | Movado Montres | Pièce d'horlogerie à remontage automatique par masse oscillante. |
| CH284495A (fr) * | 1950-05-30 | 1952-07-31 | Marti Fritz | Palier amortisseur de chocs pour mobile d'horlogerie. |
| CH297475A (de) * | 1951-05-10 | 1954-03-31 | Uhrenfabrik Eterna Ag | Schwingmasse für Uhren mit Selbstaufzug und Verfahren zu deren Herstellung. |
-
1955
- 1955-06-16 DE DET11031A patent/DE1092387B/de active Pending
Patent Citations (7)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CH220258A (fr) * | 1937-11-08 | 1942-03-31 | Marti Fritz | Palier à coussinet mobile, principalement, mais non exclusivement pour pivots de balancier d'horlogerie. |
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