DE1092525B - Verfolgungsradargeraet - Google Patents

Verfolgungsradargeraet

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DE1092525B
DE1092525B DEC16674A DEC0016674A DE1092525B DE 1092525 B DE1092525 B DE 1092525B DE C16674 A DEC16674 A DE C16674A DE C0016674 A DEC0016674 A DE C0016674A DE 1092525 B DE1092525 B DE 1092525B
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DE
Germany
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target
axis
pulses
echo
radar device
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DEC16674A
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English (en)
Inventor
Arthur Girsberger
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Rheinmetall Air Defence AG
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Oerlikon Contraves AG
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01SRADIO DIRECTION-FINDING; RADIO NAVIGATION; DETERMINING DISTANCE OR VELOCITY BY USE OF RADIO WAVES; LOCATING OR PRESENCE-DETECTING BY USE OF THE REFLECTION OR RERADIATION OF RADIO WAVES; ANALOGOUS ARRANGEMENTS USING OTHER WAVES
    • G01S13/00Systems using the reflection or reradiation of radio waves, e.g. radar systems; Analogous systems using reflection or reradiation of waves whose nature or wavelength is irrelevant or unspecified
    • G01S13/66Radar-tracking systems; Analogous systems
    • G01S13/68Radar-tracking systems; Analogous systems for angle tracking only

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Radar, Positioning & Navigation (AREA)
  • Remote Sensing (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Radar Systems Or Details Thereof (AREA)

Description

  • Verfolgungsradargerät Es sind Zielverfolgungsradargeräte bekannt, mit denen gegen ein fliegendes Ziel UKW-Impulse ausgesendet und mit Hilfe einer Empfangsvorrichtung aus den vom Ziel reflektierten Echoimpulsen die Ablagekoordinaten des Zieles von der Richtachse sowie die Entfernung des Zieles vom Sender als elektrische Größen ermittelt werden und bei denen mit Hilfe entsprechender Servoantriebssysteme die Richtachse im Sinne einer Verminderung der Ablagekoordinaten auf das Ziel nachgerichtet wird.
  • Derartige Zielverfolgungsradargeräte senden z. B. in keulenförmiger Richtcharakteristik, deren Keulenachse auf einem Kegelmantel um die Richtachse mit konstanter Frequenz rotiert, die UKW-Impulse aus.
  • Die Feldstärke am Ziel ändert sich dann periodisch im Takt der Keulenrotationsfrequenz, sofern das Ziel nicht in der Richtachse liegt, so daß auch die Echoimpulse, d. h. die vom Ziel reflektierten UKW-Impulse, im Takt dieser Rotationsfrequenz um einen Mittelwert schwanken. Die Echoimpulse werden von der Sendeantenne empfangen und zu einem Empfangskanal geleitet, der einen schwundgeregelten Verstärker und ein sogenanntes Tor oder Fenster umfaßt, welches den Empfangskanal jeweils nur während einer bestimmten Phase in bezug auf die Periode der Sendeimpulsfolge öffnet und in der übrigen Zeit schließt. Es sind dabei Mittel vorgesehen, um die Phasenlage des Fensters, die zugleich der Entfernung des Zieles vom Sender entspricht, über ein Servosystem entsprechend der Entfernungsveränderung zum reflektierenden Ziel zu verändern, so daß die auf konstanten Mittelpegel verstärkten, im Takt der Keulenrotationsfrequenz periodisch schwankenden Echoimpulse stets in der Mitte des Fensters liegen.
  • Die Schwankungen der Echoimpulse werden demoduliert. um eine Wechselspannung zu gewinnen, deren Frequenz der Keulenrotationsfrequenz gleich ist, deren Amplitude 8 der Größe des Ablagevektors des Zieles von der Richtachse proportional ist und deren Phasenverschiebung f zur Rotation der Keule die Richtung dieses Ablagevektors bestimmt. Durch Messung des genannten Phasenwinkels und Berechnung der Größen <3cosgs=Aa und bsing lassen sich als elektrische Größen die Ablagegrößen des Zieles von der Richtachse in Komponenten d a des Azimutwinkels a und AÄ des Höhenwinkels 2 der Richtachse hestimmen, die über Servoantriebsysteme die Azimut-und Höhenrichtungen der Richtachse im Sinne einer Verminderung dieser Ablagekomponenten, d. h. einer dauernden automatischen Verfolgung des Zieles, korrigieren.
  • Es sind auch Verfolgungsradargeräte mit Selbststeuerung der Richtachse gegen ein sich bewegendes, auf Grund der Echolaufzeit ausgewähltes Luftziel be- kannt, die in dem Sinne einen zusätzlichen Hilfsempfangskanal zur Ortung anderer vom Richtstrahl erfaßter Ziele enthalten, daß alle empfangenen Echosignale über eine Leitung einer Kathodenstrahlröhre zugeführt werden, um auf deren Bildschirm gemeinsam auf einer Zeitlinie angezeigt zu werden, wobei also alle vom Richtstrahl erfaßten Ziele bezüglich ihrer Entfernung geortet werden können. Ein auswählbares der dabei angezeigten Ziele kann über eine Nachlaufsteuerung automatisch verfolgt werden, wobei außer der Entfernung auch die anderen Richtwerte (Azimut- und Höhenrichtungen) als Ortungskennwerte fortlaufend gewonnen werden. Von den anderen dabei zufällig auch vom Richtstrahl erfaßten Zielen kann aber nur die Entfernung, nicht auch die seitliche Ablage von der Richtstrahlachse ermittelt werden, und auch diese Entfernungsbestimmung kann nur das Resultat einer subjektiven Ablesung einer den Bildschirm der Anzeigeröhre beobachtenden Person sein.
  • Das Ziel der vorliegenden Erfindung ist nun darin zu erblicken, ein Verfolgungsradargerät bekannter Ausbildung dahingehend zu vervollkommnen, daß jedem der interessierenden Ziele ein eigener Empfangskanal mit besonderen Mitteln zur Entfernungsauswahl und Entfernungsverfolgung zugeordnet wird.
  • Die Erfindung bezieht sich also auf eines der bekannten Verfolgungsradargeräte mit Sebststeuerung der Richtachse gegen ein sich bewegendes, auf Grund der Echolaufzeit ausgewähltes Luftziel und mit wenigstens einem zusätzlichen Hilfsempfangskanal zur Ortung anderer, vom Richtstrahl erfaßter Ziele und ist dabei dadurch gekennzeichnet, daß zur Ermöglichung einer genaueren Ortung des oder der anderen Ziele relativ zur Richtachse des Radargerätes jedem dieser Ziele ein eigener Empfangskanal mit besonderen Mitteln zur Entfernungsauswahl und Entfernungsverfolgung zugeordnet ist.
  • Die Erfindung besteht demnach in dem gegebenen Zusammenhang in der Schaffung eines Zwei- oder ?\Iehrfensterradargerätes, wobei das zweite Empfangssystem grundsätzlich genau gleich ausgebildet sein kann wie das erläuterte erste.
  • Der Sinn dieser Maßnahme wird klar, wenn man ein Zielverfolgungsradargerät mit einem optischen Richtfernrohr vergleicht, dessen Blickfeld mit einem Polarkoordinatennetz versehen ist. Ein solches Richtfernrohr würde gestatten, die polaren Ahlagewerte eines zweiten Objekts zum Hauptohjekt, auf welches das Zentrum des Koordinatennetzes dauernd gerichtet ist, objektiv zu messen. Das gleiche leistet nun auch das Zweifensterradargerät nach der Erfindung, das in besonderer Weise geeignet ist, ein Fernlenksystem für Fliegerbekämpfungsraketen zu verbessern.
  • Es ist ein Fernlenksystem bekannt, bei dem durch einen Leitstrahlsender, dessen Achse automatisch annähernd gegen das zu bekämpfende Flugzeug gerichtet wird, ein räumlich und zeitlich moduliertes Feld erzeugt wird, aus dem die Rakete die Informationen über ihre Ablage von der Leitstrahlachse gewinnen kann und mit Hilfe von in ihr enthaltenen Servosteuerorganen sich automatisch auf einer Bewegungsbahn steuern kann. Ein derartiges Steuersystem stellt aber ein Servosystem dar, welches nur bis zu gewissen Grenzfehlerwerten genau sein kann. Wenn z. B. die Voraussetzung nicht zutrifft, daß die Leitstrahlachse auf das zu bekämpfende Flugzeug gerichtet sei und die Rakete in Folge von Querbeschleunigungen des Leitstrahles, ihres Gewichtes und von Querwindeinflüssen nicht genau im Leitstrahl, sondern daneben fliegt, wird es ohne sogenannte Ziel-Selbststeuerung in der letzten Flugphase nicht möglich sein, die Rakete genau in das zu bekämpfende Flugzeug zu leiten. Sofern aber ein der Erfindung entsprechendes Zwei- oder Mehrfensterradargerät vorhanden ist, ist es möglich, die aus dem zweiten Empfangssystem gewonnenen Informationen über die Ablage der beobachteten und vermessenen Rakete von der Verbindungsgeraden Radarsender-Flugzeug dadurch auf Null zu bringen, daß die entsprechenden Fehlergrößen einem Korrektur-Servosystem zur Korrektur der Leitstrahlrichtung nach Azimut und Höhe zugeführt werden.
  • Es wird dadurch, servotechnisch gesehen, das Fernlenksystem zu einem geschlossenen Regelsystem ergänzt, in welchem die Grenzwertfehler gegen Null gebracht werden können.
  • Es sind auch andersartige Fernsteuerungseinrichtungen für Fliegerbekämpfungsraketen bekannt, bei welchen die Raketen mit Hilfe von Steuerbefehlen »links - rechts«, »aufwärts - abwärts« zum Ziel gelenkt werden; auch für derartige Kommandosysteme würde sich ein gemäß der Erfindung vorgeschlagenes Zwei- oder Mehrfensterradargerät zur Ermittlung der augenblicklichen Lage der Rakete gegenüber dem Zielobjekt sehr gut eignen. Außerdem können derartige Radargeräte zu reinen Beobachtungs- und Vermessungszwecken verwendet werden.
  • Ein Ausführungs- und ein Anwendungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Radargerätes sind in der Zeichnung dargestellt. Es zeigt Fig. 1 ein Gesamtschema eines Mehrfensterradargerätes, Fig. 2 a bis 2e Spannungs-Zeit-Diagramme zur Veranschaulichung des Entfernungsmeßprinzips, Fig. 3 a bis 3 c Spannungs-Zeit-Diagramme zur Veranschaulichung des Prinzips der Gewinnung der Ablagekoordinaten ò und 5o, Fig. 4 ein Blockschaltbild für das Zusammenwirken eines Radargerätes nach Fig. 1 mit einem Leitstrahlsender für Fliegerabwehrraketen.
  • Das in Fig. 1 als Blockschaltbild dargestellte Verfolgungsradargerät umfaßt in an sich bekannter Weise einen Radarreflektor RR, der hier auf einer vertikalen Höhenrichtzahnscheibe HR montiert ist, die sich um eine horizontale Lagerwelle drehen kann, und über ein Ritzel von der Ausgangswelle eines Summiergetriebes SGA zum Zwecke der Veränderung des Höhenwinkels A der Richtachse RA verdreht werden kann. Die horizontale Lagerwelle der genannten Zahnradscheibe ist auf einer Seitenrichtplattform SR abgestützt, die von der Ausgangswelle eines zweiten Summiergetriebes SG a zum Zwecke der Veränderung des Azimutwinkels a der Richtachse RA um eine vertikale Achse verdreht werden kann.
  • Jedes der beiden SummiergetriebeSGa und SG Ä weist zwei Eingangswellen auf. Jeweils die eine der beiden Eingangswellen wird durch die Antriebswelle je eines Servomotorsystems Sa bzw. SA entsprechend dem Vorzeichen (Phase) und der Größe von zugeordneten Steuerspannungen Aal bzw. A Jlf 1 verdreht.
  • Die anderen Eingangswellen der beiden Summiergetriebe sind nach Fig. 1 mit je einem Handrad Ha bzw. HA versehen, so daß zur Einstellung der Richtachse RA in die beiden Polarkoordinaten a und 1 eines zum Verfolgen ausgewählten Zieles diese Handräder benutzt werden können. Es sind nach dem Stand der Technik Mittel bekannt, welche gestatten, auch die erste Einstellung der Richtachse auf ein an einer Kommandostelle zum Verfolgen ausgewähltes Ziel automatisch vorzunehmen. Ebenfalls bekannt sind Drehmomentverstärker, die die Verstellung der Höhenrichtscheibe HR und der Seitenrichtplattform SR mit den zu beschleunigenden Massen angepaßten höheren Leistungen gestatten. Da derartige zusätzliche, für sich bekannte Hilfseinrichtungen zum Verständnis der Erfindung nichts beitragen, sind nur die einfachsten und notwendigen Organe schematisch gezeichnet worden. Es sind also Mittel vorhanden, um den Höhenwinkel i und den Azimutwinkel a der Richtachse RA eines Radarreflektors RR in Abhängigkeit von je einer elektrischen Korrekturgröße Jlf bzw. Aa 1 automatisch zu steuern.
  • Im ReflektorRR ist in ebenfalls bekannter Weise ein Antennenmotor AM eingebaut, der dazu dient, die Dipolantenne DA, die mit der Richtachse RA des Reflektors einen Winkel fl von beispielsweise 20 einschließt, auf einem Kegelmantel zu drehen. Die Richtstrahlcharakteri stiken derartiger Radarantennenanordnungen haben die Form eines Keulendiagramms KD, dessen Achse KA mit der Richtachse RA den genannten Winkel fl einschließt und auf einem Kegelmantel um die Richtachse RA mit konstanter Frequenz, beispielsweise 100 Hz, gedreht wird. Die Frequenz und die Phasenlage dieser Drehung des Keulendiagramms KD werden durch den OszillatorSO bestimmt, von dem aus der Antennenmotor AM gesteuert wird. Die Antenne DA dient sowohl zum Aussenden von UKW-Hochleistungsimpulsen als auch zum Empfangen von Echoimpulsen. Wenn, wie vorausgesetzt werden darf, die ausgesandten UKW-Impulse eine gleichbleibende Momentanleistung zeigen, verläuft die Empfangsfeldstärke für einen in der Umgebung der Richtachse RA liegenden Empfänger gemäß dem Verlauf des Richtdiagramms, d. h., sie schwankt im Takt der Umdrehungsfrequenz um einen Mittelwert. Die Modulationstiefe der Empfangsfeldstärke hat den Wert Null, wenn sich der Empfänger genau auf der Richtachse befindet, und nimmt mit zunehmender Ablage von der Richtachse, d. h. bei zunehmendem Winkel <3 zwischen Richtachse und Zielachse ZA, zu. Die Phasenlage der Schwankungskurve gegenüber der gleichfrequenten Steuerspannung des Oszillators SO läßt sich bestimmen, so daß dann bekanntlich zwei Fehlerkoordinaten, nämlich der genannte Winkel <3 und der Phasenwinkel , bekannt sind, welche zusammen die Lage der Zielachse ZA eindeutig bestimmen. Die Antenne wird von einem impulsgetasteten Hochleistungsmagnetron MG aus über einen sogenannten Duplexer DU gespeist, wobei die empfangenen Echoimpulse wieder zum Duplexer DU zurückgeleitet werden. Der Duplexer hat die Aufgabe, die Rückleitung der empfangenen Echoimpulse ie zu einem Mischer MI, d. h. einer Überlagerungsstufe, zu ermöglichen, während er den Durchtritt der energiereichen Sendeimpulse des Magnetrons zum Mischer verhindern soll. Das Magnetron erzeugt unter Steuerwirkung eines Impulsgenerators sehr energiereiche UKW-Impulse Fs (beispielsweise 1000 Impulse je Sekunde von je 0,3 llsec Dauer, einer Wellenlänge von z.B. 3,5 cm und einer Momentanleistung von beispielsweise 100kW).
  • Ein ZF-Oszillator ZO erzeugt eine lokale Hochfrequenzspanung von beispielsweise 800 MHz, die im Mischer mit den Echoimpulsen gemischt wird, um die Wellenfrequenz der Echoimpulszüge auf einen tieferen Wert, nämlich eine Zwischenfrequenz von z.B.
  • 60 MHz, zu reduzieren, welche sich besser verstärken und übertragen läßt als die UKW-Frequenzen.
  • Die als ZF-Impulse umgewandelten Echoimpulse werden vom Mischer parallel angeordneten Verstärkern V1, V2 und V3 zugeleitet. Diese Verstärker bestehen aus der Hintereinanderanordnung je einer schwundgeregelten ZF-Verstärkerstufe, eines Detektors zur Umwandlung der verstärkten ZF-Impulse in tastfrequente Impulse sowie einem nachgeschalteten Breitbandverstärker (Videoverstärker). Die Ausgangssignale der Verstärkereinheiten Vi, V2, V3 werden je einem sogenannten Fenster oder Tor G1, G2, G3 zugeführt. Diese Fenster stellen bekanntlich im Prinzip Verstärkerstufen dar, deren Verstärkerfaktor normalerweise Null ist, d. h. der normalerweise den Durchgang von Signalen sperrt, während in geregelten Zeitabständen, die dem zu erwartenden Auftreten der Echoimpulse eines Zieles in bestimmtem Abstand entsprechen, der Verstärker geöffnet wird, so daß während der Offnungszeit des Tores der auszuwertende Echoimpuls durchgelassen wird. Die Signale am Ausgang der Fenster werden durch je einen Regelspannungserzeuger RE gleichgerichtet, um je eine Regelspannung ur zu erzeugen, die zur Regelstufe des zugehörigen Verstärkers V zurückgeleitet wird, um diese Verstärker im Sinne einer Konstanthaltung des Pegelmittelwertes der verstärkten, durch das Fenster durchtretenden Impulse zu regeln.
  • Es sind also Verstärkerorgane vorhanden, die dazu bestimmt und ausgebildet sind, elektrische Impulse nach einem Zeitkriterium auszulesen und diejenigen, welche innerhalb eines erwarteten engen Zeitraumes auftreten, auf konstanten mittleren Pegel zu verstärken.
  • Zur Steuerung des Tores ist je eine Entfernungsmeßanordnung vorgesehen. Sie besteht nach Fig. 1 aus der Hintereinanderanordnung von vier Schaltungsanordnungen Dl, D2, D3, D4, und es ist ihr je ein Impulsdifferentiator DF zugeordnet, der dazu hestimmt und ausgebildet ist, die ansteigenden Flanken der Impulse am Ausgang des betreffenden Tores zu differenzieren, um extrem steile Steuerimpulse für die Glieder D1 der Entfernungsmesser zu gewinnen.
  • Nach Fig. 2 a der Zeichnung werden vom Impulsgenerator Gleichstromimpulse Fs erzeugt, die sich in regelmäßigen Zeitabständen T von beispielsweise 1000 Fsec (s. Fig. 2 a) folgen. Diese Impulse werden je einem Verzögerungsnetzwerk D1 zugeführt, das in an sich bekannter Weise die Impulse Ts als dazu um eine regelbare Zeit d t verzögerte Impulse zu an das angeschlossene Glied D2 weiterleitet (s. Fig. 2b), wobei die Verzögerungszeit A t durch Verdrehung je einer Verstellwelle W1 bzw. W2 des betreffenden Gliedes D 1 innerhalb bestimmter Werte verändert werden kann. Es sind bekanntlich auch schon Mittel vorgeschlagen worden, um die Übersteuerung der Verstärkerkanäle durch von nahen Objekten ausgelöste Echoimpulse dadurch zu verhindern, daß die Verstärkungsfaktoren dieser Verstärker gemäß Fig. 2 a (gestrichelte Kurven) zwischen den aufeinanderfolgenden Sendeimpulsen ss exponentiell von einem tiefen Anfangswert bis zu einem wesentlich höheren Endwert ansteigen.
  • Die Glieder D2 sind dazu bestimmt, die Impulse iv auf eine bestimmte Dauer, beispielsweise 1,2 llsec, zu verbreitern und als Fensterimpulse if sowohl an die Torschaltungen als auch an die Glieder D3 weiterzugeben (s. Fig. 2c). Die GliederD3, denen außerdem die Impulse Fs zugeführt werden, erzeugen sägezahnähnliche Impulse im, die jeweils während der Dauer eines Fensterimpulses if linear von einem Potential - u zu einem Potential + i< ansteigen und beim Auftreten der Sendeimpulse es wieder auf den Wert - u zurückzufallen (s. Fig. 2 d). In einem VergleichsnetzwerkD4, dem die Meßimpulse im und die positiven Spitzen der differenzierten Echoimpulse ie' aus dem zugeordneten Differenziernetzwerk DF zugeführt werden, werden Gleichspannungen Ziel bzw. A u2 erzeugt, deren Größe und Richtung von der Lage des Auftretens der Spitzen ie' bezüglich der Mittelpunkte der Fensterimpulse if abhängen. Wenn die Impulse ie' bezüglich der Fenstermitte voreilen, wird eine negative Steuerspannung J u erzeugt, im anderen Fall eine positive Spannung.
  • Diese Steuerspannung Au1 bzw. Ax2 wird zur Nachsteuerung über einen Schalter sl bzw. s2 je einem Servomotor Sr zugeführt. Diese Servomotoren sind hier als Gleichstrommotoren gezeichnet und dazu bestimmt, die Verstellwelle Wl bzw. W2 des ihnen zugeordneten Verzögerungsnetzwerkes D1 so zu verstellen, daß die Fensterimpulse if in eine symmetrische Lage zu den auszuwertenden Echoimpulsen je verschoben werden, wobei die Steuerspannungdu den Wert Null annimmt. Die momentanen Drehstellungen der Verstellwellen der Verzögerungsnetzwerke Dl entsprechen dann dem Abstand r des das betreffende Echosignal auslösenden Zieles vom Reflektor.
  • Wesentlich neu ist bei der Schaltung nach Fig. 1, daß, nicht wie sonst üblich, nur ein Verstärkungs-und Entfernungsmeßkanal, sondern deren zwei oder drei vorhanden sind, was ermöglicht, zwei oder drei im Strahlungsbereich des Radarreflektors sich befindende echoauslösende Impulse unabhängig voneinander zur Entfernungsauswahl und Entfernungsverfolgung heranzuziehen. Wie durch Linien von den Entfernungsmesser-Servosystemen Sr aus angedeutet ist, können von deren Wellen aus über an sich bekannte Umwandlungsglieder x elektrische Signale als Ausgangsgrößen erzeugt werden, deren Werte den Entfernungen rl und r2 entsprechen.
  • Außerdem ist ein Anzeiger SA vorgesehen, dem vom Verstärker Vl alle Echoimpulse über die Leitung II zugeführt werden, die er in Abhängigkeit von der Entfernung r nebeneinander sichtbar macht. Ein Zeiger C wird davor auf einer Gewindespindel Sp in Richtung der Meßentfernug verschoben, wenn die Gewindespindel von einem Servomotor Sr gedreht wird. Der Servomotor Sr ist über den Umschalter su wahlweise parallel zu einem der Servomotoren Sr geschaltet. Der Zeiger C läuft also dem einen oder dem anderen durch die Torschaltungen verfolgten Echoimpuls nach und zeigt dadurch dauernd visuell an, wie sich das betreffende ausgewählte Zielobjekt in bezug auf die Entfernung vom Reflektor ändert.
  • Durch Umschaltung der Schaltkontakte sl bzw. s2 auf die Entfernungswähler DW kann an je einem Handrad eine Steuerspannung #u' bzw. A aus zur Steuerung des betreffenden Servomotors Sr eingestellt werden, welche bewirkt, daß sich die Verstellwelle des betreffenden Servomotors auf einen gewünschten Entfernungswert einstellt. Während in der Schalterstellung nach Fig. 1 beide Servomotorenç5sr automatisch je einem Echosignal nachlaufen und der Zeiger C auf dem Anzeiger SA dem Echoimpuls eines der Ziele nachläuft, könnte z.B. durch Umstellung der Schalter s2 und su der Zeiger C und der Drehwinkel der Welle W2 des Verzögerungsnetzwerkes D1 auf den Echoimpuls eines anderen Zieles eingestellt werden, wonach durch Wiederumstellung des Kontaktes s2 im zweiten Empfangskanal das betreffende Ziel automatisch verfolgt würde.
  • Die Impulse ill bzw. i[2 am Ausgang der Tore G 1 und G2, deren Höhen um einen konstanten Mittelwert im Takt der Umdrehungsfrequenz Sf schwanken (s. Fig. 3 a) @ werden je einem Detektor DT zugeführt, der die niederfrequente Spannung # 11 bzw. 1j 12 erzeugt (in Fig. 31, allgemeiner mit # 1 1 bezeichnet). Die Amplituden dieser Spannungen 111 entsprechen der Größe des eingangs erläuterten Winkels # zwischen der Richtachse RA und der Zielachse ZA.
  • Diese Spannungen 1 1 werden je einmal direkt und einmal über einen 900-Phasenschieber PS Phasendiskriminatoren PD zugeführt, denen die Bezugsspannung U2 vom Oszillator SO zugeführt wird (s. Spannung # 2 in Fig. 3c). In diesen Phasendi skriminatoren PD werden Gleichspannungen #α1=#1#cos#1. ##1=#1#sin#1, #α2=#2#cos#2, ##2=#2#sin#2 erzeugt. wobei da1, #α2 die Ablagekomponenten der beiden Ziele in Azimutrichtung, JA1, ##2 die Ablagekomponenten der beiden Ziele in Elevationsrichtung. #1, #2 die Fehlwinkel b der beiden Zielachsen und Cf 1, #@ die Phasenwinkel der beiden Ziele in bezug auf die Strahl rotation um die Richtachse bedeuten.
  • In Modulatoren MD werden diese Gleichstromgrößen auf einen 400-Hz-Träger aus einem Hilfsgenerator HO aufmoduliert, so daß Wechselspannungen #α1, ##1, #α2, ##2 entstehen, die zur Steuerung von Servomotoren geeignet sind. Die Gewinnung der Steuergößen ##1 und dai im ersten Kanal entspricht im Prinzip vollständig bekannten Zielverfolgungsradarsystemen, wobei diese Steuerspan- nungen dadurch auf Null gebracht werden, daß sie den Servomotoren S# bzw. Sa zugeführt werden, die die Richtachse dem Ziel nachführen im Sinne einer Verringerung des Fehlwinkels # auf den Wert Null.
  • Durch bekannte servotechnische Kunstgriffe, wie Fehlerintegration usw., Iäßt sich erreichen, daß die Richtachse RA des Radargerätes praktisch fehlerfrei einer Zielachse ZA nachgeführt werden kann.
  • Weil im beschriebenen Radargerät noch ein zweiter bzw. ein dritter Empfangskanal vorgesehen ist, können außerdem die Ablagekomponten #α2 und ##@ sowie die Entfernung r2 eines zweiten bzw. auch eines dritten Zieles zur Richtachse gemessen werden.
  • In Fig. 1 ist außerdem ein Anzeiger SB dargestellt, welcher gestattet, die Ablagekoordinaten <32 und #2 des zweiten Zieles Z2 von der Richtachse RA bzw. die Ablaekomonenten #α2=#2#cos#2 und ##2=#2# sing#2 visuell sichtbar zu machen.
  • Mit den Differenzwerten ##α = #α1 - #α2 und ###=##1-##2, die im Gerät selbst gebildet werden können, läßt sich z. B. ein Leitstrahlgerät für eine ferngelenkte Rakete, das an sich parallel zur Richtachse des Verfolgungsradargerätes nachgeführt wird, so korrigieren, daß eine annähernd in der Leitstrahlgerätrichtachse fliegende Rakete genau in die Verbindungsgerade ZA vom Verfolgungsradar zum Ziel hinein gesteuert wird.
  • Aber auch eine befehlsgesteuerte Fernlenkrakete kann mit Hilfe der durch das Verfolgungsradargerät gemäß Fig. l ermittelten Ablagewerte von der Zielrichtung ins Ziel gesteuert werden.
  • Wenn dann im Anzeiger SA visuell festgestellt wird, daß die vorderste einer Mehrzahl von Raketen in unmittelbarer Nähe des Zieles angelangt ist, bzw. wenn die Differenz Jr der Entfernungen rl und r2, die auch im Gerät gebildet werden kann, den Wert Null erreicht, so kann dieser Rakete ein Sprengsignal übermittelt werden, und es kann der zweite Empfangskanal auf das Echo einer nachfolgenden Rakete eingestellt werden.
  • Ein Radargerät nach Fig. 1 ermöglicht also, servotechnisch gesehen, die Schließung des Servosystems, welches zur Fernlenkung von Lenkraketen gegen ein fliegendes Ziel dient. Damit ist es möglich, ohne Anwendung komplizierter Selbststeuereinrichtungen eine Fliegerahwehrrakete genau gegen ein zu bekämpfendes Flugzeug zu lenken.
  • Ein System mit einem Radargerät UR und einem Leitstrahlsender LS ist in Fig. 4 der Zeichnung dargestellt.
  • Das Sender-Duplexer-System SD des Verfolgungsradargerätes UR speist die Antenne DA des Radargerätes und leitet die Echoimpulse zu den Empfangskanälen EK 1, EK2, aus welchen als Ausgangsgrößen die Fehlerwerte #α1 und ##1 bzw. #α2 und ##2 sowie die Entfernungswerte rl und r2 gewonnen werden.
  • Der Leitstrahlsender ist hinsichtlich seines Reflektor- und Antennensystems grundsätzlich gleich ausgebildet wie das Radargerät. Seine Richtachse ist mit LA bezeichnet. Vom Sender S wird die Antenne mit UKW-Impulsen gespeist, die aber bedeutend energieärmer sind als die Sendeimpulse des Radargerätes, weil die Rakete, die auf einer Achse R fliegt, mit abgestimmten Empfangsorganen für diese Pulse ausgerüstet ist, aus deren Schwankungen um einen Mittelwert und einer der Umdrehungsfrequenz entsprechenden Bezugs frequenz sie ihre Ablage <3R und die Richtung dieser Ablage in bezug zur Leitstrahlachse ermitteln kann, wobei diese Fehlergrößen durch Servosteuerorgane in der Rakete automatisch gegen den Wert Null reduziert werden.
  • Die Leitstrahlachse LA wird grundsätzlich parallel zur Radarrichtachse RA gesteuert, indem die Servomotoren SW und Sa' des Leitstrahlsenders, welche die Höhen- und Seitenrichtung der Leitstrahlachse steuern, den entsprechenden Servomotoren SA und Sa des Radargerätes VR parallel geschaltet sind oder durch Synchroneinrichtungen mit diesen gekoppelt sind. Es kann dabei aber eine Fehllage der Leitstrahlachse LA gegenüber der Richtachse RA des Radargerätes entstehen. Außerdem ist nicht unbedingt gesichert, daß die Richtachse RA des Radargerätes genau auf das Ziel (Achse ZA) eingestellt ist. Endlich können Wind- und Schwerkrafteinflüsse sowie Querbeschleunigungseinflüsse bewirken, daß die Rakete gegenüber der Leitstrahlachse LA des Leitstrahlsenders dauernd falsch liegt.
  • Weil nun das Radargerät als Zweifensterradargerät ausgebildet ist und auch die Lage einer Rakete R gegenüber der Richtachse RA zu vermessen gestattet, können im Radargerät außer dem Entfernungsdifferenzwert A;' = rl - r2 auch die Differenzwerte ##α = #α1 - #α2 und ### = ##1 - ##2 ermittelt werden, welche zusammen einen Fehler er des Raketenortes gegenüber der Zielachse ZA objektiv bestimmen. Weil nun die Höhen- und Seitenrichteinrichtungen des Leitstrahlsenders durch Korrekturservosysteme SA" und Sa" im Sinne einer Verminderung der Fehlerwerte Ail R und dd a korrigiert werden, wodurch die Lage der Leitstrahlachse um einen Kor- rekturvektor fl verändert wird, so ist es möglich, die Rakete genau in das zu bekämpfende Ziel zu leiten.
  • PATENTANSPROCHE: 1. Verfolgungsradargerät mit Selbststeuerung der Richtachse gegen ein sich bewegendes, auf Grund der Echolaufzeit ausgewähltes Luftziel und mit wenigstens einem zusätzlichen Hilfsempfangskanal zur Ortung anderer, vom Richtstrahl erfaßter Ziele, dadurch gekennzeichnet, daß zur Ermöglichung einer genaueren Ortung des oder der anderen Ziele relativ zur Richtachse des Radargerätes jedem dieser Ziele ein eigener Empfangskanal mit besonderen Mitteln zur Entfernungsauswahl und Entfernungsverfolgung zugeordnet ist.

Claims (1)

  1. 2. Anwendung eines Verfolgungsradargerätes nach Anspruch 1 in Verbindung mit einem Fernlenksystem für Fliegerabwehrraketen, die durch ein Leitsystem gegen ein zu bekämpfendes Luftziel (Flugzeug) geleitet werden, dadurch gekennzeichnet, daß einer der Hilfsempfangskanäle der gelenkten Rakete zugeordnet und zur Feststellung der Ablage der Rakete von ihrer Sollflugbahn benutzt wird und daß die ermittelten Fehlergrößen mit Hilfe von Korrekturorganen, die auf das Leitsystem einwirken, auf den Wert Null verringert werden.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Französische Patentschrift Nr. 962 879.
DEC16674A 1957-05-24 1958-04-18 Verfolgungsradargeraet Pending DE1092525B (de)

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DEC16674A Pending DE1092525B (de) 1957-05-24 1958-04-18 Verfolgungsradargeraet

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Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR962879A (de) * 1950-06-22

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