DE1092773B - Absorptionsmittel fuer Kohlensaeure zur Verwendung in Alkalipatronen fuer Atemschutzgeraete - Google Patents

Absorptionsmittel fuer Kohlensaeure zur Verwendung in Alkalipatronen fuer Atemschutzgeraete

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DE1092773B
DE1092773B DED23648A DED0023648A DE1092773B DE 1092773 B DE1092773 B DE 1092773B DE D23648 A DED23648 A DE D23648A DE D0023648 A DED0023648 A DE D0023648A DE 1092773 B DE1092773 B DE 1092773B
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breathing apparatus
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    • A62BDEVICES, APPARATUS OR METHODS FOR LIFE-SAVING
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  • Gas Separation By Absorption (AREA)
  • Solid-Sorbent Or Filter-Aiding Compositions (AREA)

Description

DEUTSCHES
zur Verwendung in Alkalipatronen
für Atemschutzgeräte
Anmelder:
Drägerwerk, Heinr. & Bernh. Dräger, Lübeck, Moislinger Allee 53
Zur Absorption der ausgeatmeten Kohlensäure in Atemschutzgeräten wird im allgemeinen Natriumhydroxyd verwendet, das in gekörntem Zustand in den sogenannten Alkalipatronen untergebracht ist. Diese Patronen sind in den Geräten in den Atemkreislauf eingeschaltet. Das Natriumhydroxyd bindet die Kohlensäure unter Bildung von Natriumcarbonat. Die alleinige Verwendung von Natriumhydroxyd hat den Nachteil, daß die Ausbeute dieser Umsetzungsreaktion verhältnismäßig gering ist. Dies beruht offenbar darauf, daß sich das Natriumhydroxydkorn mit einer Schicht von Natriumcarbonat überzieht, die den
weiteren Zutritt der Kohlensäure zum Inneren des
Kornes verhindert. Außerdem hat die Verwendung von Natriumhydroxyd in manchen Fällen den, Nachteil, daß sich beim Gebrauch der Patrone eine Lauge
bildet, die die Absorptionskörner verklebt und den '
Widerstand der Patrone für die durchzuleitende Luft η
in untragbarem Maße erhöht.
Es ist ein Verfahren zum Absorbieren von Kohlen- 20 einem besonderen Vorschlag wasserfrei, nach einem säure, insbesondere in Gasschutzgeräten, bekannt, bei anderen bekannten Vorschlag möglichst rein sein soll, dem die kohlensäurehaltige Luft über Mischungen von
vorzugsweise gekörnten, kohlensäurebindenden Stof
fen, wie Kaliumhydroixyd und/oder Natriumhydroxyd
gebrannter Kalk eingetragen und darauf die Schmelze zu einem körnigen Material verarbeitet wird. Der gebrannte Kalk soll nach dem einen Vorschlag mög-
mit oder ohne Zusatz von Erdalkalihydroxyden, 25 licht feinpulvrig sein. Ein anderer bekannter Vor-Magnesiumhydroxyd oder Aluminiumhydroxyd und schlag geht dahin, gekörntes Ätzkali mit einem Strom
Seifen oder höhere Fettsäure oder Harzsäuren mit oder· ohne Zusatz emulgierender Stoffe, geleitet wird.
Durch den, Zusatz der oberflächenaktiv wirkenden
gasförmiger Säuren zu behandeln, um durch das sich auf der Kornoberfläche bildende Alkalisalz das Laugen zu verhindern. Weiterhin ist es bekannt, den aus Ätz-Mittel soll die Krustenbildung verhindert werden. 30 kali bestehenden Massen Aluminium- oder Zinkoxyd Als solche oberflächenaktiven Mittel, sind auch Stoffe beizugeben. Schließlich geht ein bekannter Vorschlag bekannt, die zur Bildung seifenartiger Salze geeignet noch dahin, kohlensäurebindenden Massen leicht sind, wie z. B. höhere Fettsäuren, oder Harzsäuren hydrolysierbare Verbindungen, wie z. B. Aluminate oder deren Ester, ölsäure, Palmitinsäure, Abie- od. dgl., zuzusetzen. Durch diese Maßnahmen konnte tinsäure, Elaidinsäureamylester, Stearinsäurebutyl- 35 das Laugen der Patronen zwar verringert, nicht aber ester usw. Als Emulgierungsmittel eignen sich bei- völlig beseitigt werden. Außerdem haben aber die so spielsweise sulfonierte Öle und die Emulgierungs- behandelten Absorptionsmassen noch den Nachteil, mittel der Textilindustrie. Auch ist es bekannt, an Kohlensäure nur in beschränktem Maße aufzunehmen. Stelle bzw. außer Seifen oder Fettsäuren oder Harz- Auch ist die Verwendung einer Mischung von Alkalisäuren einige oder mehrere organische Kohlensäure 40 hydroxyd, Aluminiumoxydbzw. Aluminiumhydroxyd, aufnehmende Verbindungen mit oberflächenaktiven Soda und Erdalkalicarbonat und/oder Erdalkalioxyd Wirkungen zu verwenden. So ist z. B. Trimethyl oder
Triäthylsulfoniumhydroxyd zu verwenden, Die Verwendung dieser Stoffe verteuert die Fabrikation.
Außerdem wird die Ausbeute der Umsetzung zwischen 45
Natriumhydroxyd und Kohlensäure noch nicht genügend erhöht.
Zur Vermeidung des Laugens der bekannten Kohlensäureabsorptionsmassen auf der Grundlage
bzw. Erdalkalihydroxyd als kohlensäureabsorbierende Materialien, insbesondere für die Patrone von Atemschutzgeräten, bekannt.
Es sind noch weitere Kohlensäureabsorptionsmittel auf der Grundlage von Ätznatron bekannt, die auch andere Zuschlagstoffe enthalten. Derartige Mittel neigen zwar nicht zum Laugen. Sie haben jedoch den bereits mehrfach erörterten Nachteil einer verhältnis-
von Alkalihydroxyd ist es auch bereits bekannt, dem 50 mäßig geringen Kohlensäureaufnahme.
Alkalihydroxyd Bariumhydrat zuzumischen. Auch ist es bekanntgeworden, im wesentlichen aus Ätzkali bestehende kohlensäurebindende Massen derart herzustellen, daß in geschmolzenes Ätzalkali, das nach
Schließlich ist es auch bekannt, daß Lithiumhydroxyd in der Form von wasserfreien Kristallen zur Kohlensäureabsorption aus Luft geeignet ist. Jedoch ist die Verwendung von Lithiumhydroxyd zur
009 647/276
Füllung von Kohlensäure absorbierenden Patronen für Atemschutzgeräte nicht bekannt.
Die Erfindung erstrebt, die Nachteile der bekannten Absorptionsmittel zu vermeiden. Die Erfindung betrifft ein Absorptionsmittel für Kohlensäure zur Verwendung in Alkalipatronen für Atemschutzgeräte auf der Grundlage von Natriumhydroxyd. Die Erfindung besteht darin, daß das Absorptionsmittel Lithiumhydroxyd in einer Menge von etwa 20% bis etwa 30°/* der Lithiumchlorid bzw. -carbonat in Mengen bis 10°/», vorzugsweise 1 bis 5%, enthält.
Überraschenderweise hat sich gezeigt, daß durch den Zusatz von Lithiumsalzen die Absorptionsfähigkeit erhöht wird. Dies beruht offenbar einmal auf einer Erhöhung der Ausbeute bei der Umsetzung, zum anderen offenbar auch auf einer Erhöhung der Schnelligkeit der Umsetzungsreaktion zwischen der umzusetzenden Kohlensäure und dem Absorptionsmittel. Soweit das Absorptionsmittel Lithiumhydroxyd enthält, bildet sich bei der Kohlensäureabsorption Lithiumcarbonat, das sich in seinen Eigenschaften beträchtlich von dem Natriumcarbonat unterscheidet. Dies gilt hinsichtlich der Kristallform, des spezifischen Gewichtes, der Löslichkeit in wäßrigen Medien und der Leichtigkeit der Bicarbonatbildung. Offenbar wird die Bildung einer Natriumcarbonatkruste um den unverbrauchten Natriumhydroxydteil des Kornes durch den erfindungsgemäßen Zusatz verhindert.
Schließlich wird durch den Zusatz von Lithiumsalzen erreicht, daß der Widerstand, den die Absorptionspatrone der durchstreichenden zu reinigenden Luft entgegensetzt, beim Gebrauch der Patrone nur geringfügig steigt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH:
    Absorptionsmittel für Kohlensäure zur Verwendung in Alkalipatronen für Atemschutzgeräte auf der Grundlage von Natriumhydroxyd, dadurch gekennzeichnet, daß das Absorptionsmittel Lithiumhydroxyd in einer Menge von etwa 20% bis etwa 30% oder Lithiumchlorid bzw. -carbonat in Mengen bis 10%, vorzugsweise 1 bis 5%, enthält.
    In Betracht gezogene Druckschriften:
    Kirk-Othmer, Encyclopedia of Chemical
    Technology, Vol. 8, 1952, S. 475.
    © 009 647/276 11.60
DED23648A 1956-08-28 1956-08-28 Absorptionsmittel fuer Kohlensaeure zur Verwendung in Alkalipatronen fuer Atemschutzgeraete Pending DE1092773B (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2517990A1 (de) * 1974-04-29 1975-11-13 Ato Inc Verfahren zum absorbieren von kohlenstoffdioxid aus gasstroemen
DE3842048A1 (de) * 1988-12-14 1990-06-21 Draegerwerk Ag Co(pfeil abwaerts)2(pfeil abwaerts)-absorbermasse

Non-Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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None *

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
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