DE109287C - - Google Patents
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- DE109287C DE109287C DENDAT109287D DE109287DA DE109287C DE 109287 C DE109287 C DE 109287C DE NDAT109287 D DENDAT109287 D DE NDAT109287D DE 109287D A DE109287D A DE 109287DA DE 109287 C DE109287 C DE 109287C
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C10—PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
- C10H—PRODUCTION OF ACETYLENE BY WET METHODS
- C10H5/00—Acetylene gas generators with automatic water feed regulation by the gas-holder
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Toys (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Es sind nach Art des Kipp'schen Apparates arbeitende Acetylenerzeuger bekannt (vergl.
Patentschrift 95068 und englische Patentschrift 20453/1895), bei denen die Aenderung der
Wasserhöhe in dem Gasbehälter einerseits den Wasserzufiufs zum Entwicklergefäfs und andererseits
mittels Schwimmers den Gasübertritt zum Gasbehälter regelt; eine getrennte Leitung für
den Wasserzu- und -abflufs ist dabei bisher nicht angewendet worden. Der nachstehend
beschriebene, durch eine neue Ventilvorrichtung gekennzeichnete, nach gleichem Princip
arbeitende Apparat beruht auf der Verbindung des Entwicklergefäfses mit dem einem veränderlichen
Wasserstande unterworfenen Gasbehälter mittels dreier Leitungen, nämlich einer sich bei überschüssiger Gasnachentwickelung
schliefsenden Gasübertrittleitung, einer Wasserzuflufsleitung, die das Wasser von oben auf
das Carbid abgiebt, und einer am Boden des Entwicklergefäfses anschliefsenden besonderen
Abzugleitung, durch welche die Feuchtigkeitsrückstände vom Gase nach Abschlufs der Gasübertrittleitung
in den Wasserraum des Gasbehälters unter Oeffnung eines Rückschlagventils ausgetrieben werden. Ein Schwimmer
bethätigt in der Hublage das Einlafsventil der Wasserzuflufsleitung, welches sich beim Sinken
des Wasserspiegels schliefst, und veranlafst bei Erreichung einer unteren Grenzstellung die
Schliefsung des Absperrventils in der Gasübertrittleitung. Mit diesen Hülfsmitteln erzielt
man einen empfindlicheren, absatzweise nur kleine Gasmengen im Verhältnifs des Gasverbrauchs
liefernden Apparatbetrieb unter Ausschlufs der Gefahr von durch Ueberflutung
des Carbide entstehenden starken Gasnachentwickelungen. Die Ueberflutung des Carbids
wird nämlich bei denjenigen Apparaten nicht vermieden, in denen die Wasserzu- und -abführung
am Entwicklerboden erfolgt; wenn nämlich hierbei das Wasser zur Befeuchtung
der Unterseite der Carbidfüllung zugelassen wird, so kann es in der Regel zur Ueberflutung
des Carbids noch reichlich ansteigen, ehe eine genügende Gasmenge und der Gasdruck
zur Zurückstauung des Wassers erzeugt wird. Das Aufhören des Wasserzuflusses hängt
bei der vorliegenden Einrichtung nicht von der Ueberwindung der Einströmungsbeschleunigung
des erzeugten Gases ab, sondern mechanisch von der Senkung des Wasserstandes bezw.
Schwimmers in dem Gasbehälter. Der somit rechtzeitig beschränkten Wasserbeschickung von
oben folgt eine Austreibung der Feuchtigkeitsrückstände auf besonderem Wege vom Entwicklerboden,
so dafs die Rückstände nicht, wie es bei gemeinschaftlichem Wasserein- und -auslafs der Fall ist, während eines nächsten
Bethätigungsvorganges in den Entwickler zurückgeschwemmt werden können. Zufälliger
Gasüberschufs und übermäfsige Druckerhöhung in dem Entwickler kann sich ebenfalls durch
diesen Bodenabzug gefahrlos ausgleichen; die Anordnung des Gasventils ist abgesehen von
seiner Schliefsbethätigung durch den Schwim- · mer derart, dafs es sich infolge Minderdrucks
im Entwickler selbstthätig öffnen kann, um
den Betrieb gefährdende Vacuumbildung in der Entwicklerkammer auszuschliefsen.
Auf beiliegender Zeichnung ist Fig. ι ein senkrechter Längsschnitt durch eine Ausführungsform
des Acetylenentwickler, wobei die Schnittebene in Fig. 2 der zugehörigen Aufrifsdarstellung
durch die Linie 1 - 1 angegeben ist; Fig. 2 ist im Schnitt nach der Linie 2-2
von Fig. ι gezeichnet.
Mit α ist ein geschlossener Wasser- und Gasbehälter bezeichnet, mit b eine oben offene
Cisterne, welche zur Aufnahme der verdrängten Flüssigkeit dient, in geeigneter Höhe über dem
Behälter α angebracht ist und mit letzterem durch ein senkrechtes Rohr bl in Verbindung
steht, welches nahezu bis auf den Boden des Behälters α herabreicht. Mit c ist der Gasentwickler
bezeichnet. In diesen zweckmäfsig schräg angeordneten Entwickler c ist ein loser
Behälter oder Einsatz d auswechselbar eingefügt, welcher bei d1 a?2 mit Durchbrechungen
'versehen ist und die Carbidfüllung aufnimmt. Man verschliefst die Entwicklerkammer c nach
dem Einfügen des Einsatzes d gasdicht mittels des Stopfens oder Deckels e. Der untere Theil
des Entwicklers c steht durch ein Rohr c2 in Verbindung mit dem Wasser im Behälter a,
wobei an der Rohrmündung ein Rückschlagventil c3 vorgeschaltet ist, um zwar den Eintritt
des Wassers nach α hin, nicht aber den Rücktritt desselben zum Entwickler zu gestatten.
Das die Gasentwickelung durch Befeuchtung des Carbids in d hervorrufende Wasser. wird auf dem Wege durch das
Düsenmundstück / zugeleitet, an welchem der Ausflufs geregelt werden kann. Dieser findet
oben an der Entwicklerkammer statt, und das Wasser träufelt durch die Oeffnungen d1
des Einsatzes d, so dafs es das Carbid in vertheilter Form erreicht. An die Zufuhrdüse /
ist ein mit dem Hahn /10 versehenes Rohr /2
angeschlossen, welches von dem unten im Behälter α angebrachten aufrechten Rohrschenkel/3
ausgeht. Durch die Rohre f'2fB kann demgemäfs
das Wasser zur Düse / gelangen, wofern nicht die unter Wasser liegende Oeifnung des
Rohres/3 durch das Ventil/* verschlossen wird.
Der obere Theil des Entwicklers c ist mit dem oberen, wasserfreien Theil des Behälters a
mittels des Gasüberleitungsrohres g nebst niederreichendem Anschlufsrohr g1 verbunden. In
diesen Weg ist das innerhalb des Gehäuses g2 befindliche, mit dem Spindelstab g* versehene
Gasventil g·3 eingeschaltet. Die Gasverbrauchsleitung geht bei dem Hahn h ab.
Das Regelungshülfsmittel bildet der im Behälter α senkrecht bewegliche Schwimmer f6,.
Dieser ist mittels Ringe /7 an den aufrechten Stangen /8 geführt, welche aufserdem mit Anschlagringen
/9 versehen sind, um die Abwärtsbewegung des Schwimmers zu beschränken.
Unten ist an den Schwimmer /6 mittels Kette /5 das Ventil/4 angehängt, während die
Schwimmeroberseite den lose darauf ruhenden Spindelstab g* des Gasventils g3 beeinfmfst.
Wenn somit der Wasserspiegel im Behälter a unter eine gewisse Höhe sinkt, schliefst si^h
das Ventil /4 von selbst auf dem Oberende des Rohres/3 und bewirkt die Absperrung
der Wasserzufuhr nach dem Entwickler c hin. So lange das oberhalb des Wasserspiegels in a
befindliche Gas nicht einen genügenden Druck hat, um das Wasser bis zur Ueberschreitung
einer gegebenen Standhöhe zu verdrängen, wird das Gasventil g3 durch den Schwimmer
offen gehalten; somit ist für den gröfseren Theil des Gases, sofern es selbst nach beendeter
Wasserzufuhr im Entwickler gebildet wird, der Uebergang zum Behälter α durch die
Rohre g g1 frei.
Um die Vorrichtung in Betrieb zu setzen, öffnet man den in dem Zuführrohr /2 eingeschalteten
Hahn /10 unter gleichzeitiger Eröffnung des Gasweges g. Das Wasser fliefst
nun unter Voraussetzung eines höheren Wasserstandes in α am Ventil /* vorbei, durch /2/3
zur Düse/, wo es in schwachem Strom auf das Carbid niederträufelt, bis infolge'Niedersinkens
des Schwimmers das Ventil/4 geschlossen wird und demnach die Wasserzufuhr
gänzlich aufhört.: Das in dem Entwickler entstehende
Gas gelangt in den Behälter α und bewirkt nach Mafsgabe der. Drucksteigerung
die weitere Senkung des Schwimmers/e, wobei
sich zuletzt das Gasventil g% . schliefst.. Da
Gasnachentwickelung im. Entwickler c stattfindet, welchem nun ein sonstiger Gasausweg
mangelt, erzwingt sich das Gas bei zunehmendem Druck den Ausweg dadurch, dafs es die
Feuchtigkeit am Boden durch das Rohr c2 unter Oeffnung des nach dem Behälter α hin
aufgeschlagenen Ventils c3 austreibt und schliefslich
selbst dadurch entweicht. Das Rückschlagventil c3 soll, damit es sich leicht öffnet, leichter
ausgeführt sein als das: Ventil /*. Auf diese Weise wird die Gasentwickelung sehr
wirksam unterbrochen, und etwa trotzdem nachentwickeltes Gas findet einfach seinen
Weg zum Gassammeiraum im Behälter α, so dafs übermäfsiger Gasdruck nicht entstehen
kann, zumal da die Gasansammlung im Behälter α zu weiterem Niedersinken des Schwimmers,
also zu vollendeterer Schliefsbewegung des Gasventils ga Anlafs giebt. In dem Mafse,
wie das Gas durch Ableitung an dem Hahn h verbraucht wird, verringert, sich der Druck
oberhalb des Wasserspiegels in a, und das Wasser kann wieder aus der Cisterne b nachfiiefsen,
bis der Schwimmer /6 so weit steigt, dafs sich das Gasventil gs und das Wassereinlafsventil
/4 öffnen. Nunmehr fliefst. wiederum Wasser aus der Düse / in ; die
Entwicklerkammer, und die Vorgänge können sich in der beschriebenen Weise wiederholen.
Vermöge der beschriebenen Ventilvorrichtung erzielt man, dafs das Volumen des im Behälter
α aufgespeicherten Gases sich durch das Ventil fi und seinen Schlufs an dem Rohr f3
regeln läfst. Diese Theile können so eingestellt werden, dais das Volumen des aufgespeicherten
Gases äufserst gering ist und der Druck unter normalen Bedingungen nicht denjenigen
einer Wassersäule von ungefähr ι 5 cm übersteigt. Durch die Anordnung des leichten
Gasventils g3 mit seinem ;auf dem Schwimmer ohne. Verbindung aufgestützten Ventilstab ist
auch dafür Sorge getragen, dafs sich nicht die Bildung eines Vacuums im Entwickler störend
bemerkbar machen kann. Das Ventil g3 lüftet sich in solchem Falle von seinem Sitz; könnte
dies nicht geschehen, so würde sich das Wasser durch Ansaugung in die Entwicklerkammer
unter Herbeiführung ernster Gefahren ergiefsen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Acetylenentwickler mit Regelung durch den Wasser- und Schwimmerstand in dem vom Füllbehälter (b) mit Wasser gespeisten Gasbehälter fa), dadurch gekennzeichnet, dafs von den drei Leitungen, welche den Gasbehälter (a) mit dem Entwickler verbinden, die über dem Carbid mündende Wasserzuflufsleitung (f2) durch ein mittels Schwimmers (f%) gesteuertes Ventil (f4) bei Wasserstandsenkung geschlossen wird und ferner die Bodenabzugleitung (c1) mit einem selbsttätigen Rückschlagventil (c3) versehen ist, urri der Austreibung der Feuchtigkeitsrückstände vom Entwicklerboden zu dienen, sobald die Gasübertrittleitung (g) durch ein vom Schwimmer getragenes Gasventil (g3) zeitweilig bei fortgeschrittener Wasserstandsenkung geschlossen wird und das infolge Nachentwickelung entstehende Gas einen Ueberdruck ausübt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE109287C true DE109287C (de) |
Family
ID=379197
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT109287D Active DE109287C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE109287C (de) |
-
0
- DE DENDAT109287D patent/DE109287C/de active Active
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