DE1093444B - Kabel, insbesondere Antennenkabel fuer Frequenzen oberhalb 30 MHz - Google Patents
Kabel, insbesondere Antennenkabel fuer Frequenzen oberhalb 30 MHzInfo
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- H01P—WAVEGUIDES; RESONATORS, LINES, OR OTHER DEVICES OF THE WAVEGUIDE TYPE
- H01P3/00—Waveguides; Transmission lines of the waveguide type
- H01P3/02—Waveguides; Transmission lines of the waveguide type with two longitudinal conductors
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- H01B7/40—Insulated conductors or cables characterised by their form with arrangements for facilitating mounting or securing
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- H01P3/02—Waveguides; Transmission lines of the waveguide type with two longitudinal conductors
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Description
BEKANNTMACHUNG DER ANMELDUNG UND AUSGABE DER AUSLEGESCHRIFT: 24. NOVEMBER 1960
Anmelder:
N. V. Philips' Gloeilampenfabrieken, Eindhoven (Niederlande)
Vertreter: Dipl.-Ing. H. Zoepke, Patentanwalt,
München 5, Erhardtstr. 11
Beanspruchte Priorität: Niederlande vom 4. Juli 1953
Leonardus Frans Helene Mans, Venlo (Niederlande), ist als Erfinder genannt worden
Die Erfindung bezieht sich auf ein Kabel, insbeson- ... _ , , ,, __ , _.T
dere ein Antennenkabel für Frequenzen oberhalb fur Frequenzen oberhalb 30 MHz
30 MHz aus einem Isoliermaterial mit niedriger Di-
elektrizitätskonstante und niedrigen dielektrischen Verlusten, bei dem mindestens ein paralleles Leiterpaar 5
im Isoliermaterial untergebracht ist.
Geeignete Isoliermaterialien hierfür sind besonders Kohlenwasserstoffe, z. B. Polyäthylen und Polyisobutylen
oder Gemische derselben. Derartig aufgebaute Kabel werden unter anderem als Antennenkabel in io
Fernsehanlagen verwendet.
Es ist bekannt, zu diesem Zweck insbesondere bandförmige Kabel und massive oder hohle Kabel mit
meist rundem Querschnitt zu verwenden, bei denen die Leiter unverseilt parallel zur Längsrichtung im Iso- 15
liermaterial untergebracht sind. Solche Kabel lassen sich auf einfache Weise durch Umspritzen der Adern
mit thermoplastischem Isoliermaterial anfertigen. Sie sind in der Herstellung billiger und lassen sich wegen
ihrer symmetrischen Ausbildung leichter anpassen als 20 koaxiale Kabel, die auch für Antennenanlagen in Betracht
kommen.
Für praktische Zwecke ist die Dämpfung der er-
wähnten Kabel im allgemeinen hinreichend niedrig. η
Infolge des Niederschlags von Verunreinigungen aus 25
der Atmosphäre und von Feuchtigkeit auf der Ober- die Feldlinien möglichst restlos im Kabelinnern verflache
des Isoliermaterials kann die Dämpfung jedoch laufen zu lassen. Dies ist eine idealisierte Lösung, weil
unzulässig hohe Werte annehmen; es kann z.B. in- nicht berücksichtigt wird, daß es trotzdem nicht gefolge
der Salzabsetzung an der Küste oder infolge der lingt, alle Feldlinien zu erfassen, und daß ein Teil der
Ablagerung von Rußteilchen in der Nähe von Fabriken 30 Feldlinien nach wie vor die Kabeloberfläche und die
die Dämpfung um einen Faktor 10 oder sogar noch sich darauf ablagernde Schmutzschicht durchschneiden
mehr zunehmen. wird.
Dieser bei bandförmigen und ■—■ wenn auch in ge- Die Erfindung geht von der Erkenntnis aus, daß
ringerem Maße — bei Kabeln anderen Querschnitts eine solche Oberflächenausbildung des Kabels erreicht
auftretende Nachteil hängt damit zusammen, daß das 35 werden muß, damit die außerhalb des Kabeldielek-FeId
zwischen den Adern zum Teil außerhalb der Iso- trikums verlaufenden Feldlinien nicht in einer gelierung
liegt und daß die Ablagerung leitender schlossenen, stark dämpfungsbehafteten Schicht verSchichten
auf der Oberfläche der Isolierung dielek- laufen können.
irische Änderungen mit sich bringt. Zwar kann bei Auf dieser Erkenntnis aufbauend ist bei dem neuen
jeder Bauart der außerhalb der Isolierung liegende 40 Kabel, das mindestens ein paralleles Leiterpaar im
Teil des Feldes zwischen den Leitern und somit auch verlustarmen Isoliermaterial enthält, erfindungsgemäß
die Zunahme der Dämpfung infolge vorerwähnter die Isolierungsoberfläche beidseitig mit mindestens
atmosphärischer Einflüsse durch eine größere Stärke einer in den Lauf eines wesentlichen Teiles der
des Kabels gemindert werden, aber die Verbesserung zwischen dem Leiterpaar außerhalb der Isolierung
des Kabels durch diese Maßnahme hat zu Folge, daß 45 verlaufenden elektrischen Feldlinien hineinragenden,
das Kabel infolge der größeren Menge Isoliermaterial sich in der Längsrichtung des Kabels erstreckenden,
steifer und zudem teurer ist. scharf vorstehenden Rippe versehen.
Für die hier verfolgte bekannte Aufgabe, ein An- An sich sind Lösungen bekannt, bei denen die
tennenkabel zu schaffen, dessen Dämpfungsverhalten Kabeloberfläche mit sich in Längsrichtung erstreckendurch
atmosphärische Ablagerungen auf der Kabel- 50 den Rippen versehen ist, doch ist bei dieser Ausfühoberfläche
nicht beeinflußt wird, sind bereits Vor- rung die zuvor erläuterte Erkenntnis nicht berücksichschläge
gemacht worden, um diesem Nachteil zu be- tigt worden, weshalb diese Rippen der bekannten
gegnen. Durch entsprechende Ausbildung der Kabel Kabelausführungen nicht der hier zu stellenden Fordewar
man bei diesen bekannten Vorschlägen bestrebt, rung entsprechen, weil sie sich nicht an solchen Stellen
009 649/313
befinden, wo sie für einen wesentlichen Teil der außerhalb der Isolierung verlaufenden Feldlinien eine
Unterbrechung der sich auf der Kabeloberfläche absetzenden Schmutzschicht darstellen. Bei Befolgung
der durch die Erfindung vermittelten Lösung läßt sich aber eine Dämpfungserhöhung trotz der Ablagerung
von Atmosphärilien auf der Kabeloberfläche vermeiden. Unter dem bei der Erfindung verwendeten Begriff
einer »scharf« vorstehenden Rippe soll verstanden werden, daß der Krümmungsradius an der Oberfläche
der Isolierung örtlich kleiner als V4 mm ist. Zu beachten
ist weiterhin, daß nach Möglichkeit scharfe Einschnitte des Isoliermaterials zwischen den erwähnten
scharf vorstehenden Rippen vermieden werden sollen, um örtliche Anhäufung von Verunreinigungen
aus der Atmosphäre, z. B. von Ruß und Salz, zu verhüten.
Im Vergleich zu den bekannten Bauarten, bei denen durch größere Stärke der Isolierung über die ganze
Oberfläche des Kabels die Dämpfungserhöhung infolge der Ablagerung leitender Schichten verringert werden
soll, ist der Verbrauch von Isoliermaterial bei Kabeln nach der Erfindung gering. Der Materialverbrauch
kann noch weiter verringert werden, indem die Isolierung des Kabels gemäß einer Weiterbildung der Erfindung
mindestens eine sich in der Längsrichtung erstreckende Höhlung aufweist. Durch diese Maßnahme
wird außerdem die Biegsamkeit des Kabels verbessert.
Das Kabel nach der Erfindung kann auf übliche Weise durch Umspritzen hergestellt werden.
Die Zeichnung stellt ein Anzahl möglicher Ausführungsformen von Kabeln nach der Erfindung im
Schnitt dar. In den Figuren sind die Leiter mit 1, die Isolierung mit 2, die scharfen Rippen mit 3 und
etwaige Höhlungen mit 4 bezeichnet.
Fig. 1 zeigt eine Ausführungsform, die als ein bandförmiges, zweiadriges Kabel mit zwei einander gegenüberliegenden
scharfen Rippen aus Isoliermaterial betrachtet werden kann;
Fig. 2 zeigt ein Kabel, bei dem zwischen den zwei *o
Leitern eines Kabels mit rundem Querschnitt beiderseits eine Rippe vorgesehen ist, und
Fig. 3 und 4 zeigen rohrförmige Kabel mit einer Rippe beiderseits zwischen den zwei Leitern;
Fig. 5 zeigt eine weitere Ausführungsform eines zweiadrigen Kabels, bei dem das Isoliermaterial zwei
Höhlungen aufweist;
Fig. 6 zeigt ein massives zweiadriges Kabel mit je zwei scharfen Rippen beiderseits zwischen den Leitern;
Fig. 7 bis 10 beziehen sich auf vieradrige Kabel.
Bei der Ausführungsform nach den Fig. 7 und 8, die ein massives bzw. ein hohles Kabel darstellen,
müssen die Adern kreuzweise geschaltet werden, damit zwischen den Leitern eine scharfe Rippe vorgesehen
ist. Dies ist nicht der Fall bei der Ausführungsform nach Fig. 9. Schließlich zeigt Fig. 10 noch eine Ausführungsform
eines vieradrigen Kabels, bei dem zwischen den Leitern mehrere scharfe Rippen aus Isoliermaterial
vorgesehen sind.
Claims (2)
1. Kabel, insbesondere Antennenkabel für Frequenzen oberhalb 30 MHz aus einem Isoliermaterial
mit niedriger Dielektrizitätskonstante und niedrigen dielektrischen Verlusten, bei dem mindestens
ein paralleles Leiterpaar im Isoliermaterial untergebracht ist, dadurch gekennzeichnet, daß die
Isolierungsoberfläche beidseitig mit mindestens einer in den Lauf eines wesentlichen Teiles der
zwischen dem Leiterpaar außerhalb der Isolierung verlaufenden elektrischen Feldlinien hineinragenden,
sich in der Längsrichtung des Kabels erstreckenden, scharf vorstehenden Rippe versehen
ist.
2. Kabel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich im Isoliermaterial zwischen den
Leitern mindestens eine sich in der Längsrichtung erstreckende Höhlung befindet.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 87 634;
französische Patentschrift Nr. 1 022 285;
Funkschau, 1953, Heft 17, S. 342.
Deutsche Patentschrift Nr. 87 634;
französische Patentschrift Nr. 1 022 285;
Funkschau, 1953, Heft 17, S. 342.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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