DE1093626B - Einrichtung zur Abdichtung einer rotierenden Welle gegenueber einem Fluessigkeitsbehaelter - Google Patents
Einrichtung zur Abdichtung einer rotierenden Welle gegenueber einem FluessigkeitsbehaelterInfo
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16J—PISTONS; CYLINDERS; SEALINGS
- F16J15/00—Sealings
- F16J15/16—Sealings between relatively-moving surfaces
- F16J15/40—Sealings between relatively-moving surfaces by means of fluid
Landscapes
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- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Rolls And Other Rotary Bodies (AREA)
Description
DEUTSCHES
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Abdichtung einer rotierenden Welle gegenüber einem
insbesondere Säuren enthaltenden Flüssigkeitsbehälter, der sich in dieser Verwendung für Blechbänder-Verzinnungsanlagen
besonders eignet. Bei diesen ist es mit der erfindungsgemäßen Einrichtung möglich, die die Umlenkwalze tragende Welle ohne
Bewegung des Behälters in eine für den einwandfreien Banddurchlauf richtige Lage zu bringen.
Bei den bekannten Einrichtungen zur Verzinnung von Blechbändern werden diese mehrmals durch mit
Elektrolyt gefüllte Bottiche geführt, wobei das Band abwechselnd über außerhalb der Bottiche liegende
Strom- und im Elektrolyt liegende Umlenkwalzen geführt ist. Hierbei besteht bei den bekannten Einrichtungen
die Schwierigkeit in der Lagerung der Umlenkrollen. Da die Lager dem Einfluß des Elektrolyt
ausgesetzt waren, mußten sie aus besonderen, korrosionsbeständigen Materialien hergestellt werden, was
mit hohen Kosten verbunden war.
Weiter ist bei Gleit- oder Wälzlagerungen mit selbsttätiger Einstellung der Lagerfläche zur Lauffläche
der Welle bekanntgeworden, die Lagerbuchse in eine membranartige Gehäusewand einzusetzen,
welche Betriebsdurchbiegungen der Welle nachgibt. Bei dieser vorgeschlagenen Konstruktion war eine
Abdichtung des Gehäuseinneren gegenüber den Lagerstellen nicht erforderlich, so daß keine \rorkehrungen
in dieser Richtung getroffen sind.
Bei Wellendichtungen, die insbesondere zur Abdichtung von Wälzlagern dienen, werden Labyrinthdichtungen
mit Schlauchringdichtungen kombiniert, die in die Kammern der Labyrinthdichtungen eingelegt
werden.
Es ist auch bekannt, bei Stopfbüchsen für Kolbenpumpen
um die Kolbenstange einen schlauchförmigen Körper aus Gummi und zwischen diesem und der
Kolbenstange einen Gummistreifen anzuordnen und durch Einleiten eines Druckmittels in den Schlauch
die Abdichtung zu erzielen. Ähnliche Schlauchdichtungen sind auch bei Drosselklappen zum tropfdichten
Abschließen der geschlossenen Klappe an Leitungen bekannt.
Bei Lagerungen, bei welchen die Lagerstellen gegenüber dem Gehäuseinneren dicht abgeschlossen
sein sollen, ist es bekannt, Gleitringe aus Kohle zu verwenden, welche gegebenenfalls in Kombination
mit auf der Welle aufsitzenden Ringen aus elastischem Material einen dichten Abschluß bilden.
Bei solchen Gleitringdichtungen ist es bekannt, den einen Gleitring an der Welle und den anderen am
Gehäuse zu befestigen. Darüber hinaus ist auch schon vorgeschlagen worden, bei Gleitringdichtungen den
am Gehäuse befestigten Gleitring gegenüber dem an Einrichtung zur Abdichtung
einer rotierenden Welle
gegenüber einem Flüssigkeitsbehälter
gegenüber einem Flüssigkeitsbehälter
Anmelder:
Othmar Ruthner, Wien
Othmar Ruthner, Wien
Vertreter: Dipl.-Ing. E. Rathmann, Patentanwalt,
Frankfurt/M., Neue Mainzer Str. 40-42
Frankfurt/M., Neue Mainzer Str. 40-42
Beanspruchte Priorität:
Österreich vom 23. Oktober 1957
Österreich vom 23. Oktober 1957
Othmar Ruthner, Wien,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
der Welle festsitzenden Gleitring elastisch aufzuhängen.
Schließlich ist auch eine Stopfbüchse mit Sperrflüssigkeit
bekanntgeworden, welche zwischen einem elastischen und dem auf der Welle aufliegenden
Dichtungsring eingeführt wird.
Allen angeführten dichten Wellenabschlüssen ist der Nachteil gemeinsam, daß sie einer Schrägstellung
der Welle nicht Folge leisten können und daher bei robustem Betrieb einer starken Abnutzung unterworfen
sind.
Um die beschriebenen Nachteile zu beseitigen und die eingangs gestellte Aufgabe zu erfüllen, wird eine
Einrichtung zur Abdichtung einer rotierenden Welle gegenüber einem Flüssigkeitsbehälter, dessen Wand
als Membran ausgebildet ist, vorgeschlagen, bei welcher erfindungsgemäß die Membran mit einem
außerhalb des Behälters liegenden, zur Lagerung der Welle dienenden Gehäuse verbunden ist, dessen
Raum von dem des Flüssigkeitsbehälters durch einen Satz zusammenwirkender, senkrecht zur Wellenachse
stehender Gleitringe abgedichtet ist, wobei in an sich bekannter Weise der dem Behälterraum zugewendete
innere Gleitring auf der Welle und der der Lagerung zugewendete äußere Gleitring im Gehäuse befestigt ist.
Weitere Merkmale der Erfindung werden an Hand
der Zeichnung erläutert, in welcher ein Ausführungs-
009 649/240
beispiel der erfindungsgemäßen Einrichtung im lotrechten axialen Längsschnitt dargestellt ist.
Der Einfachheit halber ist nur ein Teil der Bottichwand 1 dargestellt, in der eine Durchbrechung 2 für
den Durchtritt der rotierenden Welle 3 vorgesehen ist, welche die nur abgebrochen dargestellte Umlenkwalze
4 trägt. Am Rand der Durchbrechung 2 ist eine aus Gummi bestehende Membran 5 befestigt, welche
das Gehäuse 6 zur Lagerung des Wellenendes trägt. Durch den Einbau der Membran 5 ist die Walze 4
nach allen Richtungen beweglich, ohne daß der Bottich dabei seine Lage verändern muß. Die Verstellung
erfolgt mittels eines Keileinsatzes 7, welcher das Gehäuse 6 mit der dasselbe tragenden Konktruktion
8 verbindet.
Die rotierende Welle ist in dem vom Gehäuse 6 getragenen Lager 9 gelagert, welches gegenüber dem
Raum im Flüssigkeitsbottich mittels dreier, die rotierende Welle abdichtender Gleitringe 10, 11, 12 abgeschlossen
ist. Da die Bottiche vorwiegend mit korrodierender Flüssigkeit gefüllt sind, werden die
Gleitringe, welche gleichzeitig auch die Funktion von Dichtringen und Stützringen übernehmen, aus Kohle
hergestellt. Dieser Werkstoff wurde aus dem Grunde gewählt, da beim Betrieb außer den Korrosionseinflüssen
auch hohe Temperaturen, beispielsweise von 90° C, auftreten, für welche nur Kohle günstige Betriebsbedingungen
gewährleistet. Von den Gleitringen 10, 11, 12 ist der mit 11 bezeichnete im Gehäuse 6
festgespannt und trägt den Gleitring 12, welcher axial verschieblich ist und hierzu Zentrierstifte 13 trägt,
die in korrespondierenden Bohrungen 14 des Ringes
11 gelagert sind. Der Gleitring 10 sitzt dicht auf der Hülse 15, welche die Welle 3 umgibt und aus korrosionsfestem
Werkstoff besteht, und ist durch die die Welle 3 tragenden Kugellager und Spannhülsen in
seiner Axiallage festgeklemmt. Er macht die Drehung der Walze 1 mit und besitzt an seiner dem Gleitring
12 zugewendeten Stirnseite eine Labyrinthdichtung 16. Der Gleitring 12 dient zum Ausgleich der Abnutzungen
und Einbautoleranzen. Um nun ein entsprechendes Anpressen des Gleitringes 11 an die
Gleitfläche des Ringes 10 zu bewirken, ist zwischen den Ringen 11, 12 ein aus Gummi bestehender
Schlauchreifen 17 vorgesehen, welcher über den Schlauch 18, der vorzugsweise gleichfalls aus Gummi
bestehen kann, an ein Preßluftnetz angeschlossen ist. Durch ein nicht dargestelltes Reduzierventil kann
nun der Druck im Schlauchreifen 17 so eingestellt werden, daß der Gegendruck aus dem Behälter auf so
den Ring 12 aufgehoben wird und die durch die Gleitfläche des Ringes 11 an den Gleitflächen des Ringes
10 entstehenden Reibkräfte sehr klein werden. Der geringe Anpreßdruck genügt, um eine einwandfreie
Abdichtung zu sichern, welche ein Ausfließen der Flüssigkeit aus dem Behälter verhindert. Die kleinen
Anpreßkräfte ergeben des weiteren einen fast vollkommen ungebremsten Lauf der Walze 4 bei einwandfreier
Abdichtung. Der Schlauchreifen 17 ermöglicht die Erzielung günstiger Kräfteverhältnisse
und dichtet den Spalt zwischen den Ringen 11, 12 vollkommen ab. Die während des Betriebes eventuell
austretende Flüssigkeit wird im Raum 19 aufgefangen und kann durch eine entsprechende Rohrleitung
20 in den Haupttank zurückgeleitet werden, so daß Verluste hochwertiger Elektrolyten, wie z. B.
Zinnelektrolyten, vermieden werden. Zur Kontrolle, ob ein Gleitring noch einwandfrei dichtet, wird ein
durchsichtiger Schlauch 20, beispielsweise ein Kunststoffschlauch, mittels eines Flansches 21 an das Auffanggehäuse22
angeschlossen, so daß der Bedienungsmann sofort erkennen kann, ob Flüssigkeit durch eine
der Dichtungen austritt.
Das Gehäuse 6 sowie das Auffanggehäuse 22 bestehen aus Gußeisen und sind gegen Korrosion an
ihrer Innenseite mit einer Gummischicht versehen. Die Walze 4 ist aus Stahl gefertigt und ebenfalls mit
einer Schutzschicht beispielsweise aus Gummi gegen Korrosion versehen.
Die Kohleringe sind gegen Masse isoliert, damit kein Stromschluß erfolgen kann.
Die erfindungsgemäße Einrichtung erlaubt eine leichte Konstruktion des Bottiches, so daß dieser
mühelos verstellt werden kann. Außerdem können die Lager zur Aufnahme der Welle 3 aus Spezialmaterial
für hohe Belastungen angefertigt sein, ohne hierbei auf die Korrosionsbeständigkeit Bedacht nehmen zu
müssen.
Die Konstruktion 8, welche das Wellenlager trägt, ist vom Bottich 1 unabhängig. Sie kann natürlich
aber auch mit ihm in Verbindung stehen. Schließlich sei noch bemerkt, daß an Stelle von Gummi für die
Membran 5 auch andere Materialien, wie Kunststoffe, Verwendung finden können.
Claims (10)
1. Einrichtung zur Abdichtung einer rotierenden Welle gegenüber einem Flüssigkeitsbehälter,
dessen Wand als Membran ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Membran (5) mit einem
außerhalb des Behälters liegenden, zur Lagerung der Welle dienenden Gehäuse (6) verbunden ist,
dessen Raum von dem des Flüssigkeitsbehälters durch einen Satz zusammenwirkender, senkrecht
zur Wellenachse stehender Gleitringe abgedichtet ist, wobei in an sich bekannter Weise der dem
Behälterraum zugewendete innere Gleitring (10) auf der Welle (3) und der der Lagerung zugewendete
äußere Gleitring (11) im Gehäuse (6) befestigt ist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch ge kennzeichnet, daß drei Gleitringe (10, 11, 12)
vorgesehen sind, von denen einer (10) dicht mit der Welle (3) verbunden ist und die beiden
anderen (11,12) vom Gehäuse (6) getragen sind.
3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß einer der feststehenden Gleitringe
(11, 12) im Gehäuse (6) festgespannt ist und der andere gegenüber dem ersteren axial verschiebbar
ist, wobei zwischen diesen beiden Gleitringen (11,12) ein in seiner Dicke veränderlicher
Ring (17) vorgesehen ist.
4. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (6) mit einem dasselbe
tragenden starren Gerüst (8) höhenverstellbar verbunden ist.
5. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß in einem der beiden feststehenden
Gleitringe (11,12) Zentrierstifte vorgesehen sind, welche in korrespondierende Bohrungen des
zweiten Gleitringes ragen.
6. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den beiden feststehenden
Gleitringen (11, 12) in an sich bekannter Weise ein Schlauchreifen (17) vorgesehen
ist, welcher an eine Einrichtung zur Zuführung des Druckmittels angeschlossen ist.
7. Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß in der Zufuhrleitung zum
Schlauchreifen (17) ein Reduzierventil vorgesehen ist.
8. Einrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an die
die Welle (3) gegenüber dem Gehäuse (6) dichtenden Teile ein Auffangraum (19) anschließt, in
welchem die allfällig durchgedrungene Flüssigkeit gesammelt wird.
9. Einrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Auffangraum (19) mit einer
zum Haupttank zurückführenden Leitung (20) versehen ist.
10. Einrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Auffangraum (19) ein
durchsichtiger Schlauch (20) angeschlossen ist.
In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 636 965, 842 309,
340;
schweizerische Patentschrift Nr. 163 082; deutsches Gebrauchsmuster Nr. 1 718 810.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
' 009 649/240 11.60
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT1093626X | 1957-10-23 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1093626B true DE1093626B (de) | 1960-11-24 |
Family
ID=3685363
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DER24167A Pending DE1093626B (de) | 1957-10-23 | 1958-10-09 | Einrichtung zur Abdichtung einer rotierenden Welle gegenueber einem Fluessigkeitsbehaelter |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1093626B (de) |
Cited By (2)
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| DE754340C (de) * | 1940-01-31 | 1952-01-31 | Kurt Dr-Ing Schoene | Stopfbuechse fuer Kolbenpumpen |
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| DE1718810U (de) * | 1956-01-19 | 1956-03-15 | Bergische Achsen Kotz Soehne | Wellendichtung, insbesondere zur abdichtung von waelzlagern. |
-
1958
- 1958-10-09 DE DER24167A patent/DE1093626B/de active Pending
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