DE1093825B - Elektrisches Tonwiedergabegeraet - Google Patents
Elektrisches TonwiedergabegeraetInfo
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Description
DEUTSCHES
Die Erfindung bezieht sich auf elektrische Tonwiedergabegeräte bzw. elektrische Tonerzeuger. Ihr
Hauptzweck besteht in der Schaffung einer verbesserten Ausführung dieser Art, die nicht nur leistungsfähig
im Betrieb ist, sondern auch in ansprechender Aufmachung hergestellt werden kann.
Ein bekanntes Tonwiedergabegerät weist zwei vorgespannte Wände aus glattem oder nahezu glattem,
nachgiebigem Werkstoff auf, die allgemein parallel zueinander und mit einem Abstand voneinander angeordnet
sind, der geringer als ihre Oberflächenabmessungen ist. Die Wände werden elektrisch in Schwingungen
versetzt und an ihren Antriebsstellen bzw. -punkten gehalten. Dabei ist es zu Schwierigkeiten
beim Halten des Gewichtes der Wände an diesen Antriebspunkten und beim Vermeiden unerwünschter
Harmonien und Resonanzen gekommen. Bei diesem bekannten Gerät sind an den Wandflächen Streifen befestigt,
und in die Wände sind Dämpfungsschichten eingebaut, um das Hervorrufen unerwünschter Harmonien
und Resonanzen zu vermeiden. Derartige verhältnismäßig komplizierte Wandkonstruktionen sind
in der Herstellung kostspielig und im Gewicht schwerer als erwünscht.
Die Erfindung wird dadurch gekennzeichnet, daß die Wände eine ausgesprochene Krümmung aufweisen
und über einen kleinen Teilabschnitt ihres Randes bzw. ihrer Kanten hinweg gehalten werden.
Die elektrisch betätigten Mittel können eine elektromagnetisch betätigte, kegelförmige Scheidewand bzw.
Membran aufweisen, die mit ihrer Achse etwa parallel zu den Wänden angeordnet ist und die Wände
vermittels akustischer Kupplung zum Schwingen bringt.
Alternativ können die elektrisch betätigten Mittel eine elektromagnetische Vorrichtung aufweisen, die
einen oder mehrere elektromagnetisch angetriebene schwingbare Bauteile hat, die mit den Wänden verbunden
und so angeordnet sind, daß sie den Wänden in entgegengesetzten Richtungen Antriebskräfte übermitteln.
Als wichtiges ergänzendes Merkmal der Erfindung sind die Streben und Bänder, die sich zwischen den
Wänden erstrecken, anzusehen. Wenn die Stellungen oder Lagen derartiger Streben und Bänder in geeigneter
Weise gewählt werden, kann die Qualität der Klangwidergabe dem jeweiligen Geschmack und der
Raumwirkung des Raumes, in welchem das Gerät verwendet wird, entsprechend abgestimmt werden.
Die Erfindung soll nunmehr an Hand der sie beispielsweise wiedergegebenen Zeichnung näher erläutert
werden, und zwar zeigt
Fig. 1 eine Ansicht einer Ausführungsart der Erfindung in einer Vorderansicht,
Elektrisches Tonwiedergabegerät
Anmelder:
Vivian Cleland Gray,
Crawley, Sussex (Großbritannien)
Crawley, Sussex (Großbritannien)
Vertreter: Dipl.-Ing. E. Schubert, Patentanwalt,
Siegen, Oranienstr. 14
Siegen, Oranienstr. 14
Beanspruchte Priorität:
Großbritannien vom 20. August 1956
Großbritannien vom 20. August 1956
Vivian Cleland Gray, Crawley, Sussex
(Großbritannien),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
Fig. 2 eine Ansicht im Schnitt auf der Linie 2-2 der Fig. 1,
Fig. 3 eine Ansicht im Schnitt auf der Linie 3-3 der Fig. 1,
Fig. 4 eine schaubildliche Ansicht im Schnitt auf der Linie 4-4 der Fig. 1, wobei die Grundplatte weggelassen
ist,
Fig. 5 eine Vorderansicht einer zweiten Ausführungsart der Erfindung,
Fig. 6 eine Ansicht im Schnitt auf der Linie 6-6 der Fig. 5,
Fig. 7 eine Ansicht im Schnitt auf der Linie 7-7 der Fig. 5, während
Fig. 8 eine schaubildliche Ansicht im Querschnitt einer weiteren Ausführungsart der Erfindung wiedergibt.
Zunächst seien die Fig. 1 bis 4 behandelt. Eine Grundplatte K), die beispielsweise aus Holz oder
Werkstoff sein kann, ist mit vorstehenden Fingern 11 versehen, die mit Abstand voneinander angeordnete
Stützen bzw. Halter für die unteren Kanten zweier dünner, elastischer Wände 12 und 13 bilden, wobei
diese Kanten an den Fingern befestigt werden. Die Wände können aus Sperrholz sein. Die beiden Wände
liegen meistens parallel zueinander, ihnen wird aber eine weich geschwungene Form gegeben, wie dies in
den Fig. 2 bis 4 veranschaulicht ist. Zwei Streben 14,
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15 sind zwischen den Wänden in der Nähe ihrer
oberen Kanten befestigt, und vier Bänder 16, 17, 18 und 19 sind in gespanntem bzw. vorgespanntem Zustand
an entsprechend den jeweils erwünschten akustischen Effekten gewählten Stellen zwischen den
Wänden angeordnet. Weitere Streben und Bänder können an durch Erfahrung bestimmten Stellen zur
Verwendung kommen.
Ein Rahmen 20 einer kegelförmigen Membran 21 (Fig. 3) ist durch vier Fäden, Schnüre oder Drähte 22
zwischen den beiden Wänden auf etwa halbem Wege zwischen ihren unteren Kanten aufgehängt. Diese
Membran 21 erhält in bekannter Weise durch eine an ihr befestigte Spule, die im Feld eines Magneten 23
angeordnet ist, ihren Antrieb.
Die Wände können mit passend geformten öffnungen 24 versehen sein. Der Mittelabschnitt 25 der
Grundplatte 10 kann die in Fig. 2 gezeigte ausgeweitete bzw. hochgebauschte Form erhalten, um Klangschwingungen
über die Zwischenräume zwischen den Fingern 11 abzulenken.
Bei Betrieb werden durch die Membran 21 erzeugte Klangschwingungen durch den Zwischenraum zwischen
den Wänden fortgepflanzt, wobei sie oben, unten und durch öffnungen 24 austreten. Den Wänden 12
und 13 werden außerdem in entgegengesetzten Richtungen (beide Wände zusammen auswärts) vermittels
akustischer Kupplung über die Luft zwischen den Wänden Antriebskräfte übermittelt.
Bei einem Beispiel sind die Wände 12 und 13 etwa 6,35 mm dick, 1066,8 mm hoch und 838,2 mm breit,
jedoch sollten die Wände so dünn wie möglich, wie es sich mit ihrer Festigkeit vereinbaren läßt, sein.
Sperrholz von etwa 3,175 mm Dicke kann beispielsweise verwendet und seine Festigkeit durch Tränken
in einem geeigneten Harz erhöht werden. Die Oberflächenabmessungen der Wände müssen in Verbindung
mit den Mitteln für das Inschwingungsetzen der Wände bestimmt werden.
In den Fig. 5 bis 7 sind ebenso wie in den Fig. 1 bis 4 die Wände 12' und 13' auf einer Grundplatte 10'
angebracht. Die Streben 14' und Bänder 16' können an jeweils ausgewählten Stellen vorgesehen sein. Die
elektromagnetisch angetriebene kegelförmige Membraneinheit 20' ist vermittels Schnüren oder Drähten
22', wie in den Fig. 1 bis 4 gezeigt, aufgehängt. Bei der vorliegenden Ausführungsart ist jedoch eine Strebe
29 an dem Magneten 23' befestigt, die mit ihren Enden an den Wänden 12', 13' gelagert, aber nicht an
ihnen befestigt ist.
An der Außenseite der Wände 12' und 13' sind jeweils
steife Bauteile 26, von denen Streben 27 abstehen, befestigt. Drähte oder Schnüre 28 liegen über den
äußeren Enden dieser Streben und erstrecken sich nach den vier Ecken der Wände. In dieser Beschreibung
und in den Ansprüchen ist von vier Drähten oder Schnüren, die sich auf jeder Wand erstrecken, die
Rede, aber es versteht sich, daß nach Wunsch zwei Drähte oder Schnüre auf jeder Wand verwendet werden
können, die dann nahe ihrer Mitte an der Strebe 27 befestigt sind.
Fig. 8 zeigt, wie die Wände 12 und 13 mittels direkter Verbindung nach einem Schwingungsantrieb
an Stelle einer akustischen Kupplung Antriebskräfte übermittelt erhalten können. In Fig. 8 sind beweglich
Anker 30 und 31 aus magnetischem Material an einem Ende an den Wänden 12 und 13 befestigt, während
ihre gegenüberliegenden Enden durch Fäden, Schnüre oder Drähte 32, 33 und 34, 35 mit Punkten
an den oder nahe den unteren und oberen Kanten der gegenüberliegenden Wände verbunden sind. In Fig. 8
bezeichnet jedes der vier Bezugszeichen 32 bis 35 zwei Schnüre oder Drähte, die wie Fig. 5 angeordnet sind.
Jedes kann jedoch auch eine einzelne Schnur oder ein einzelner Draht sein, oder es können mehr als die beschriebene
Anzahl verwendet werden.
Jeder Anker 30, 31 ist in der Zeichnung als von einem gesonderten Elektromagneten 36 und 37 angetrieben
gezeigt, wobei diese Elektromagneten von der
ίο Grundplatte 10 aus durch Mittel, die in der Zeichnung
nicht angegeben sind, gehalten werden. Die Elektromagnetwicklungen sind in Reihe oder parallel an Pole
geschaltet, nach denen wiederzugebende Signale übermittelt werden, und zwar derart, daß die beiden
Wände 12 und 13 in entgegengesetzten Richtungen Antriebskräfte übermittelt erhalten.
Es könnte natürlich auch ein einziger Elektromagnet verwendet werden, um die beiden Anker 30, 31
anzutreiben. Ein derartiger Elektromagnet kann zwisehen den Ankern angeordnet sein.
Wenn Signale nach den Polen 38 übermittelt werden, biegen sich die Anker 30 und 31, wodurch sie ihre
wirksame Länge verändern und nach innen und nach außen gerichtete Kräfte auf die Wände übertragen;
gleichzeitig übermitteln sie Kräfte über die Schnüre oder Drähte auf die Wände.
Claims (8)
1. Elektrisches Tonwiedergabegerät mit zwei allgemein parallel verlaufenden vorgespannten
Wänden aus elastischem Werkstoff, welche in einem Abstand voneinander angeordnet sind, der geringer
als ihre Oberflächenabmessungen ist, und elektrisch in Schwingungen versetzt werden, dadurch
gekennzeichnet, daß die Wände eine ausgesprochene Krümmung aufweisen und über einen kleinen
Teilabschnitt ihrer Ränder bzw. ihrer Kanten hinweg gehalten werden.
2. Tonwiedergabegerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jede Wand eine sowohl
positiv als auch negativ gebogene Form aufweist.
3. Tonwiedergabegerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine elektrisch betätigbare
Vorrichtung an oder in der Nähe ihrer Mittelpunkte eine Antriebswirkung ausübt.
4. Tonwiedergabegerät nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die elektrisch
betätigbare Vorrichtung eine elektromagnetisch betätigt kegelförmige Membran bzw. Biegehaut
(21) aufweist, die mit ihrer Achse etwa parallel zu den Wänden angeordnet ist und die Wände vermittels
akustischer Kopplung in Schwingung versetzt.
5. Tonwiedergabegerät nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß einer der
schwingbaren Bauteile (30, 31) mit einem Ende an jeder Wand (12, 13) befestigt ist, während sein
gegenüberliegendes Ende vermittels Spannbauteilen (32, 33, 34, 35), wie beispielsweise Schnüren
oder Fäden, mit der anderen Wand verbunden ist.
6. Tonwiedergabegerät nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorspannung durch
Verspannungs- und Strebbauteile bewirkt wird, welche sich zwischen den Wänden in einem Bereich
befinden bzw. erstrecken, der von demjenigen, auf welchem die elektrisch betätigbare Vorrichtung
einwirkt, mit Abstand angeordnet ist.
7. Tonwiedergabegerät nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß ein Strebbauteil (27)
der von wenigstens einer der Wände vorragt, und ein oder mehrere Verbindungsbauteile (28), wie
Schnüre oder Drähte, vorgesehen sind, welche die Enden dieses Strebbauteils mit Punkten auf derselben
Wand zu beiden Seiten dieses Strebbauteils verbinden (Fig. 5 bis 7).
8. Tonwiedergabegerät nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die vier Verbindungsbauteile (28) sich nach auswärts vom Strebbauteil
(27) weg erstrecken.
In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 920 795;
französische Zusatzpatentschrift Nr. 32 220 (Zusatz zur Patentschrift Nr. 612 462);
USA.-Patentschriften Nr. 1 677 605, 1 778 693.
USA.-Patentschriften Nr. 1 677 605, 1 778 693.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
ι 009 650/310 11.60
Applications Claiming Priority (1)
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| GB25421/56A GB826980A (en) | 1956-08-20 | 1956-08-20 | Improvements in and relating to electrical sound reproducing devices |
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ID=10227393
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