DE1093868B - Kontaktfinger fuer Walzenschalter, Kontroller u. ae. Schaltgeraete mit magnetischer Loeschung - Google Patents
Kontaktfinger fuer Walzenschalter, Kontroller u. ae. Schaltgeraete mit magnetischer LoeschungInfo
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- DE1093868B DE1093868B DEK34003A DEK0034003A DE1093868B DE 1093868 B DE1093868 B DE 1093868B DE K34003 A DEK34003 A DE K34003A DE K0034003 A DEK0034003 A DE K0034003A DE 1093868 B DE1093868 B DE 1093868B
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- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01H—ELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
- H01H9/00—Details of switching devices, not covered by groups H01H1/00 - H01H7/00
- H01H9/30—Means for extinguishing or preventing arc between current-carrying parts
- H01H9/44—Means for extinguishing or preventing arc between current-carrying parts using blow-out magnet
- H01H9/443—Means for extinguishing or preventing arc between current-carrying parts using blow-out magnet using permanent magnets
Landscapes
- Arc-Extinguishing Devices That Are Switches (AREA)
Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES M*m<
PATENTAMT
kl. 21 c 39/03
INTERNAT. KL. H 02 C
K34003VIIIb/21c
ANMELDETAG: 6. FEBRUAR 1958
B E KANNTMACH UNG
DER ANMELDUNG
UND AUSGABE DER
AUSLEGESCHRIPT:
DER ANMELDUNG
UND AUSGABE DER
AUSLEGESCHRIPT:
!.DEZEMBER 1960
Bei Walzenschaltern, Kontrollern und ähnlichen Schaltgeräten sind die Kontaktfinger auf Leisten angeordnet
und werden durch entsprechende Segmente der Schaltwalze in einer bestimmten Reihenfolge je
nach Art der Schaltung miteinander in leitende Verbindung gebracht. Beim Abschalten ist es, wie im einzelnen
weiter unten noch erläutert wird, erforderlich, daß die- Löschung des Abschaltlichtbogens in ausreichend
kurzer Zeit erfolgt. Zum Erlöschen ist eine Mindestlänge des Lichtbogens notwendig, die erfahrungsgemäß
von der Größe der Spannung und des Stromes abhängig ist. Man kann bei derartigen
Schaltgeräten, bei denen keine besonderen zusätzlichen Maßnahmen zur Verlängerung des Lichtbogens
vorhanden sind, die Abschaltleistung nur noch dadurch erhöhen, daß man eine genügende Anzahl von
Unterbrechungsstellen in Reihe schaltet. Das führt bei größeren Schaltleistungen zu einer unerwünschten
Erhöhung der Anzahl der Kontaktfinger und der Segmente auf der Schaltwalze und Steigerung der Baugröße
und des Gewichtes der Schaltgeräte sowie Erhöhung der Kraft zur Bedienung derselben. Wenn
man diesen Weg zur Erhöhung der Abschaltleistung nicht einschlagen will, so ist man gezwungen, elektromagnetische
Blaseinrichtungen anzuwenden, bei denen ein von außen aufgedrücktes kräftiges zusätzliches
Blasfeld auf die Kontaktöffnungsstellen einwirkt und in bekannter Weise zur Verlängerung des Lichtbogens
bzw. der Einzellichtbögen dient.
Die erfindungsgemäße Anordnung hat es sich zum Ziel gesetzt, Kontroller oder Schaltgeräte mit Schaltleistungen,
die in diesem Grenzgebiet liegen, wesentlich zu verbessern, ohne daß eine Vergrößerung des
Schaltgerätes bzw. eine Maßnahme erforderlich wird, welche das Gerät nennenswert verteuert.
Die Erfindung betrifft einen Kontaktfinger für Walzenschalter, Kontroller und ähnliche Schaltgeräte
mit magnetischer Löschung des zwischen Kontaktfinger und Schaltwalzensegment entstehenden Lichtbogens.
Diese Löschung kann aber auch bei Hammerkontakten und Stiftkontakten mit Erfolg angewendet
werden. Bei solchen Kontaktfingern, welche auf den Schleifringsegmenten einer Schaltwalze gleiten, ist
ebenso wie bei allen üblichen Kontaktvorrichtungen eine gewisse den Lichtbogen verlängernde und damit
löschende Beeinflussung im Augenblick der Kontaktöffnung durch das elektromagnetische Blasfeld vorhanden,
welches sich um jeden Strompfad bildet. Stellt man sich zwei Schleifringe bzw. Schleifringsegmente
und darunter zwei Kontaktfinger vor, die den Strom den Schleifringen zuführen bzw. von diesen
abführen, so wird hieraus eine Stromschleife gebildet. Infolge des um beide Strompfade bestehenden
Eigenfeldes werden die zwei beim Ablauf der zwei 10
Kontaktfinger für Walzenschalter, Kontroller u. ä. Schaltgeräte
mit magnetischer Löschung
Anmelder:
Theodor Kiepe, Elektrotechnische Fabrik, Düsseldorf-Reisholz, Am Köhnen 4
Paul Falder, Haan (RhId.), ist als Erfinder genannt worden
Kontaktfinger von ihren Schleifringen entstehenden
Lichtbogen im Sinne der Blasrichtung nach außen gedrängt
und somit verlängert. Die auf den Lichtbogen ausgeübte Kraft ist abhängig vom Strom selbst und
von der Größe des elektromagnetischen Feldes. Diese der Stromschleife eigentümliche Löschkraft reicht
aber oft nicht aus, um die gewünschten Leistungen in.
ausreichend kurzer Zeit abzuschalten. Durch ein zusätzliches elektromagnetisches Blasfeld konnte man
hier eine wirksame Abhilfe erzielen. So ist es beispielsweise bekannt, Kontaktvorrichtungen, die aus
einer Schaltwalze mit Segmenten und aus einzelnen Kontaktfingem bestehen, die auf den Segmenten gleiten,
mit einem einzigen sich über die gesamte Länge der Schaltwalze erstreckenden Magnetjoch und einer
innerhalb desselben angeordneten Blasspule auszu-
rüsten, welche ein für alle Kontaktstellen gemeinsames elektromagnetisches Blasfeld erzeugt, wobei die
einzelnen Kontaktstellen fast immer durch isolierende Zwischenwände voneinander getrennt sind. Ebenso
ist bekannt, jeden Kontaktfinger mit einer elektro-
magnetischen Blaseinrichtung, bestehend aus Blasspule und Poleisen usw., zu versehen, wobei auch hier
zweckmäßig isolierende Trennwände zwischen den einzelnen Kontaktstellen angeordnet werden. Diese
bekannten, recht wirksamen Ausführungsarten der
Lichtbogenlöschung mit von außen aufgedrückten elektromagnetischen Feldern sind aber recht aufwendig
und erfordern einen erheblichen Platz für ihre Anordnung.
Bei aus Kontaktfingern und Schaltwalzen bestehen-
den Schaltvorrichtungen kann in Fällen, bei denen dieser Aufwand nicht gerechtfertigt ist, andererseits
eine reine Eigenblasung nicht mehr zur wirksamen Funkenlöschung ausreicht, d. h. also bei Schaltleistungen,
die im Grenzgebiet zwischen beiden Möglich-
009 650/351
keiten liegen, die Blasung wirkungsvoll verbessert werden, indem man nach der Erfindung bei einer Anordnung
der oben erläuterten Art einen permanenten Blasmagneten in einer quer zur Stromrichtung angeordneten
Bohrung des Kontaktstückes vorsieht.
Permanentmagnetische Blaseinrichtungen für Einzelfunkenlöschung sind in verschiedenen Anordnungen
bekannt, so beispielsweise in Schaltkontakten mit permanentmagnetischer Blasung, die aus einem Permanentmagneten
aus Rundstahl und einem diesen ganz oder teilweise umschließenden metallischen Mantel bestehen. Wenn sich zwei derartige Schaltkontakte
mit gleicher Polarität an den Kontaktflächen gegenüberstehen, ergibt sich ein radial nach außen
gerichtetes Blasfeld. Ein beim öffnen dieser Schaltkontakte entstehender Lichtbogen wird demnach allseitig
nach außen herausgeblasen. Eine einwandfreie Blasung kommt hierbei also nur zustande, wenn zwei
gleiche Schaltkontakte sich gegenüberstehen. Es ist offensichtlich, daß eine einwandfreie Blasung nicht
eintreten kann, wenn ein derartiger Schaltkontakt auf einem Schaltsegment aus Kupfer gleitet, weil sich
dabei eine ganz anders geartete Feld verteilung ergeben
würde, als wenn zwei gleiche permanentmagnetische Schaltkontakte mit ihren Polen gleicher Polarität
sich gegenüberstehen wurden. Man kann also das vorhandene elektromagnetische Eigenfeld zwischen
einem Schleifringsegment und seinem Kontaktfinger nicht durch den bekannten Schaltkontakt mit permanentmagnetischer
Blasung verstärken.
Wie man die Aufgabe löst, das vorhandene Eigenfeld bei einem Kontaktfinger zu verstärken, wird
durch die vorliegende Erfindung gezeigt, welche den Vorteil hat, daß für die Unterbringung des Permanentmagneten
in der Bohrung des Kontaktstückes der Kontaktfinger kein zusätzlicher Platz benötigt wird.
Bei Anwendung dieser erfindungsgemäßen Anordnung kann die Schaltleistung vorhandener Schaltwalzen
nachträglich gesteigert werden, indem man nur die Kontaktstücke der Kontaktfinger gegen solche
mit einem in einer Längsbohrung desselben eingesetzten Permanentmagneten auswechselt. Andernfalls
wäre man gezwungen, zur Erhöhung der Schaltleistung Schaltwalzen mit einem zusätzlichen elektromagnetischen
Blasfeld anzuwenden, wodurch jedoch erheblich mehr Raum beansprucht würde.
In den Abb. 1 bis 6 ist die Erfindung erläutert und dargestellt.
Abb. 1 zeigt eine Stromschleife mit Eigenfeld und die Blasrichtung des Lichtbogens; oben sind zwei
Schleifringe und darunter zwei Kontaktfinger dargestellt; man erkennt eine so gebildete Stromschleife,
darunter das um die beiden Strompfade gebildete Eigenfeld und die beiden verlängerten Lichtbogen im
Sinne der Blasrichtung;
Abb. 2 zeigt einen Kontaktfinger und das zugehörige Schaltsegment von der Seite gesehen;
Abb. 3 zeigt einen Schnitt durch Abb. 2 in der Schnittlinie I-I;
Abb. 4 und 5 zeigen die Anwendung des Erfindungsgedankens bei Hammerkontakten;
Abb. 6 zeigt die Anwendung des Erfindungsgedankens bei Stiftkontakten.
Die Halterung des Kontaktfingers ist mit 1, das
ίο Kontaktstück mit 2 bezeichnet. In einer Bohrung des
Kontaktstückes 2 ist ein zylinderförmiger Permanentmagnet 3 fest gelagert, dessen Länge etwa der Kontaktbreite
entspricht. Mit 4 ist das Segment der Schaltwalze bezeichnet. In die Abb. 2 und 3 ist auch
eine der möglichen Stromrichtungen /, die Richtung des magnetischen Feldes K und die Blasrichtung B
des Lichtbogens eingetragen. Mit N und S ist die Polarität des Permanentmagneten bezeichnet. Man erkennt
aus Abb. 2, daß bei der eingezeichneten Stromrichtung / die Blasrichtung B rechts von dem Kontaktstück
2 nach außen, d. h. fort von der Schaltwalze, und links von dem Kontaktstück 2 nach innen,
d. h. auf die Schaltwalze zu, gerichtet ist. Bei Umkehr der Stromrichtung kehrt die Blasrichtung rechts
und links von dem Kontaktstück 2 ebenfalls um. Auf jeden Fall erhöht aber die permanente Blasung die
Wanderungsgeschwindigkeit des entstehenden Lichtbogens und begünstigt damit die Löschung desselben.
Das vorher Gesagte kann sinngemäß auf die in Abb. 4, 5 und 6 dargestellten Kontakte ebenfalls angewendet
werden.
Mit der erfindungsgemäßen Anordnung lassen sich somit noch Schaltleistungen sicher beherrschen, für
welche Kontaktfinger ohne zusätzliche Blasung nicht mehr geeignet wären. Die Anwendung der vorliegenden
Erfindung ist keineswegs nur auf Kontaktfinger für Walzenschalter beschränkt, sondern überall da
von Vorteil, wo Kontaktfinger irgendwelcher Ausführungsformen in Schaltgeräten zur Leistungsunterbrechung
herangezogen werden.
Claims (1)
- Patentanspruch:Kontaktfinger für Walzenschalter, Kontroller und ähnliche Schaltgeräte mit magnetischer Löschung des zwischen Kontaktfinger und Schaltwalzensegment entstehenden Lichtbogens, dadurch gekennzeichnet, daß ein permanenter Blasmagnet (3) in einer quer zur Stromrichtung angeordneten Bohrung des Kontaktstückes (2) des Kontaktfingers (1) vorgesehen ist.In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 869 673, 967 984,
721 522, 715 615.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen1 009 650/351 11.60
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK34003A DE1093868B (de) | 1958-02-06 | 1958-02-06 | Kontaktfinger fuer Walzenschalter, Kontroller u. ae. Schaltgeraete mit magnetischer Loeschung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK34003A DE1093868B (de) | 1958-02-06 | 1958-02-06 | Kontaktfinger fuer Walzenschalter, Kontroller u. ae. Schaltgeraete mit magnetischer Loeschung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1093868B true DE1093868B (de) | 1960-12-01 |
Family
ID=7219892
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEK34003A Pending DE1093868B (de) | 1958-02-06 | 1958-02-06 | Kontaktfinger fuer Walzenschalter, Kontroller u. ae. Schaltgeraete mit magnetischer Loeschung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1093868B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2325170A2 (fr) * | 1975-09-16 | 1977-04-15 | Merlin Gerin | Interrupteur electrique a semi-conducteurs de shuntage de courant |
Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE715615C (de) * | 1938-08-27 | 1942-01-03 | Deutsche Edelstahlwerke Ag | Elektrischer Schalter mit Blasdauermagnet |
| DE721522C (de) * | 1939-09-14 | 1942-06-08 | Bbc Brown Boveri & Cie | Funkenloescheinrichtung fuer Steuerwalzen |
| DE869673C (de) * | 1950-11-10 | 1951-03-10 | Deutsche Edelstahlwerke Ag | Elektrischer Kontakt |
| DE967984C (de) * | 1951-02-27 | 1958-01-02 | Deutsche Edelstahlwerke Ag | Schaltkontakt mit magnetischer Beblasung |
-
1958
- 1958-02-06 DE DEK34003A patent/DE1093868B/de active Pending
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| DE715615C (de) * | 1938-08-27 | 1942-01-03 | Deutsche Edelstahlwerke Ag | Elektrischer Schalter mit Blasdauermagnet |
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