DE1093904B - Verfahren zum Bestimmen der Induktivitaet eines elektrischen Schaltungselementes - Google Patents

Verfahren zum Bestimmen der Induktivitaet eines elektrischen Schaltungselementes

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DE1093904B
DE1093904B DES65168A DES0065168A DE1093904B DE 1093904 B DE1093904 B DE 1093904B DE S65168 A DES65168 A DE S65168A DE S0065168 A DES0065168 A DE S0065168A DE 1093904 B DE1093904 B DE 1093904B
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DE
Germany
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contact
circuit
glow discharge
inductance
switching contact
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DES65168A
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English (en)
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Dr Rer Nat Karl Ludw Dipl-Phys
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Siemens Corp
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Siemens Corp
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01RMEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
    • G01R27/00Arrangements for measuring resistance, reactance, impedance, or electric characteristics derived therefrom
    • G01R27/02Measuring real or complex resistance, reactance, impedance, or other two-pole characteristics derived therefrom, e.g. time constant
    • G01R27/26Measuring inductance or capacitance; Measuring quality factor, e.g. by using the resonance method; Measuring loss factor; Measuring dielectric constants ; Measuring impedance or related variables
    • G01R27/2611Measuring inductance

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Measurement Of Unknown Time Intervals (AREA)

Description

  • Verfahren zum Bestimmen der Induktivität eines elektrischen Schaltungs elementes Es sind bereits mehrere Meßverfahren zur Bestimmung der Induktivität von induktiven Schaltelementen bekannt. Diese erfordern in der Regel umfangreiche Bedienungsmaßnahmen zur Bestimmung des Meßwertes und sind deshalb für Reihenuntersuchungen ungeeignet.
  • Durch die Erfindung soll ein Verfahren zur Messung der Induktivität von induktiven Schaltelementen vorne stellt werden, das einfach in der Bedienung und deshalb für Reihenuntersuchungen geeignet ist.
  • Ausgangspunkt für die Erfindung ist ein Verfahren zum Bestimmen der Induktivität eines elektrischen Schaltungselementes, indem dieses in einem aus einer Gleichspannungsquelle, einem Widerstand und einem Schaltkontakt bestehenden Stromkreis angeordnet wird, indem eine Öffnung des Schaltkontaktes vorgenommen wird und die Induktivität durch Berechnung mit Hilfe der im Stromkreis vor dem Öffnen des Schaltkontaktes vorhandenen stationären Stromstärke und des Wertes des Widerstandes ermittelt wird.
  • Es ist bereits ein Verfahren dieser Art bekannt. Bei diesem ist aber das induktive Schaltungselement nicht nur in einem aus einer Gleichspannungsquelle, einem Widerstand und einem Schaltkontakt bestehenden Stromkreis angeordnet, sondern zugleich noch in einer Brückenschaltung aus ohmschen Widerständen. Beim Öffnen des Schaltkontaktes wird die Energie des induktiven Schaltungselementes auf die Widerstände der Brückenschaltung übertragen. Das bekannte Meßverfahren zeichnet sich durch eine besonders große Genauigkeit aus. Es sind dafür aber zur Bestimmung der gesuchten Meßgröße zunächst umfangreiche Bedienungsmaßnahmen erforderlich und anschließend eine Auswertung der Meßergebnisse durch eine verhältnismäßig komplizierte Gleichung. Für Reihenuntersuchungen ist dieses Meßverfahren nicht geeignet.
  • Ein in der Bedienung einfaches und für Reihenuntersuchungen geeignetes Verfahren zur Bestimmung der Induktivität eines elektrischen Schaltungselementes wird, ausgehend von einem Verfahren, indem das induktive Schaltungselement in einem aus einer Gleichspannungsquelle, einem Widerstand und einem Schaltkontakt bestehenden Stromkreis angeordnet wird, indem eine Öffnung des Schaltkontaktes vorgenommen wird und die Induktivität durch Berechnung mit Hilfe der im Stromkreis vor dem Öffnen des Schaltkontaktes vorhandenen stationären Stromstärke und des Wertes des Widerstandes ermittelt wird, erfindungsgemäß dadurch erhalten, daß als Schaltkontakt ein von einer leitfähigen Gasschicht umgebener Kontakt verwendet wird, daß beim Öffnen des Schaltkontaktes durch ein Zeitmeßgerät die Dauer T der Glimmentladung im Kontaktspalt gemessen wird und daraus durch Multiplizieren mit dem Quotienten aus der am Schaltkontakt während der Glimmentladung liegenden Brennspannung UB und der stationären Strom- stärke in der Induktivitätswert L nach der Beziehung L = UIS zu T ermittelt wird.
  • I, Die Erfindung stützt sich auf die Erkenntnis, daß beim Öffnen eines aus einer Gleichspannungsquelle gespeisten induktiven Stromkreises erstens die in der Glimmentladung des Schaltkontaktes transportierte Energie nahezu gleich der magnetischen Feldenergie zum Zeitpunkt der Öffnung ist und zweitens während der Glimmentladung nach der Öffnung des Schaltkontaktes der Strom bei konstanter Brennspannung praktisch zeitlinear auf Null abklingt.
  • Eine analytische Auswertung dieser Erkenntnis führt zu der Beziehung L = UI 9 zu T, wobei T die Dauer der o Glimmentladung im Kontaktspalt des Schaltkontaktes, Io den Stromwert im stationären Zustand, UB die im wesentlichen konstante Brennspannung der Glimmentladung und L den Induktivitätswert des zu messenden induktiven Schaltelementes bedeutet. Diese Beziehung gilt mit um so größerer Genauigkeit, je kleiner die Spannung UO der Gleichspannungsquelle und je größer die Brennspannung UB der Kontaktstrecke gewählt wird.
  • Die Dauer der Glimmentladung kann bei dem erfindungsgemäßen Verfahren entweder aus der Zeitdauer der sich während der Glimmentladung am Schaltkontakt einstellenden Brennspannung oder aus der Zeitdauer des nach dem Öffnen des Schaltkontaktes im Stromkreis noch fließenden Stromes bestimmt werden. Wird das Meßverfahren mit einem Schaltkontakt, der einen definierten Kontaktspalt besitzt und sich innerhalb einer definierten Atmosphäre befindet, z. B. einem Schutzgaskontakt, durchgeführt, dann ist die Brennspannung UB während der Glimmentladung von Messung zu Messung gleich. Der gesuchte Induktivitätswert wird somit aus der Zeitmessung durch Multiplizieren mit dem Propor-UB tionalitätsfaktor - gewonnen. Bei konstant gehaltenem Strom, kann also die Skala des Zeitmeßgerätes in Induktivitätswerten eingeteilt sein und so der Induktivitätsmeßwert direkt abgelesen werden.
  • Die Erfindung wird an Hand der Fig. 1 bis 3 näher erläutert.
  • Fig. 1 stellt eine prinzipielle Schaltungsanordnung für das erfindungsgemäße Meßverfahren dar; Fig. 2 zeigt die praktische Ausführungsform einer derartigen Schaltungsanordnung unter Verwendung eines Schutzgaskontaktes als Schaltkontakt und eines Oszillographen zur Aufnahme der interessierenden Meßgrößen; in Fig. 3 ist schematisch ein Oszillogramm des zeitlichen Strom- und Spannungsverlaufes bei einer Induktivitätsmessung mit der letztgenannten Schaltungsanordnung dargestellt.
  • In Fig. 1 wird zur Messung der Induktivität eines induktiven Schaltelementes L dieses Schaltelement an die Meßklemmen a und b des Meßgerätes geschaltet und so eine aus einer Gleichspannungsquelle B, einem Widerstand R 1 und einem Schaltkontakt K bestehende Reihenschaltung zu einem Stromkreis ergänzt. Der Schaltkontakt K ist mittelbar über ein Steuerglied St durch einen Schalter S zu betätigen. Für das Meßverfahren sind der Wert des Stromes 1o vor dem Öffnen des Schaltkontaktes, die während der Glimmentladung am Schaltkontakt liegende Brennspannung UB und die Dauer T der Glimmentladung interessant. Zur Messung dieser Größen sind deshalb in der Schaltungsanordnung nach Fig. 1 ein Strommesser 1, ein Spannungsmesser U und ein Zeitmesser 1 vorgesehen, wobei der letztere die Zeitdauer der Glimmentladung am Schaltkontakt mißt.
  • Zur Durchführung des Meßverfahrens wird nach dem Anschalten des induktiven Schaltelementes an die Meßklemmen des Meßgerätes der Schalter 5 geschlossen.
  • Dadurch wird über das Steuerglied St durch den Schaltkontakt K auch der obengenannte Stromkreis geschlossen.
  • Der Strom in diesem Kreis steigt entsprechend der Aufladezeitkonstante innerhalb einer kurzen Zeit auf einen stationären Wert an, der durch den Strommesser 1 gemessen wird. Daraufhin wird der Schalter S wieder geöffnet und durch diesen auch eine Öffnung des Schaltkontaktes bewirkt. Die Brennspannung UB der nun einsetzenden Glimmentladung wird durch den Spannungsmesser U und die Zeitdauer der Glimmentladung durch den Zeitmesser 1 ermittelt. Aus den drei Meßgrößen kann vermöge der Beziehung L = USB T der gesuchte Induk-1o tivitätswert berechnet werden.
  • In Fig.2 ist eine praktisch ausgeführte Schaltungsanordnung dargestellt, bei der als Schaltkontakt ein Schutzgaskontakt verwendet ist. Dieser hat einen definierten Kontaktspalt, außerdem befinden sich die beiden Kontaktfedern in einer definierten Atmosphäre. Dadurch ist für einen größeren Induktivitätsbereich die während der Glimmentladung am Schaltkontakt liegende Brennspannung UB von Messung zu Messung gleich. Arbeitet man darüber hinaus mit konstantem Strom, so erübrigt es sich, den Strom 1o und die Brennspannung UB immer wieder aufs neue abzulesen. Die Induktivitätsmessung ist somit auf eine einfache Zeitmessung zurückgeführt, und die Skala des Zeitmeßgerätes kann gleich in Induktivitätswerte eingeteilt werden. In diesem Fall ist es zur Eichung des Meßgerätes erforderlich, den im Stromkreis zusammen mit dem induktiven Schaltelement L, dem Schutzgaskontakt SK und der Gleichspannungsquelle B angeordneten Widerstand R2 einstellbar auszuführen.
  • Als Anzeigegerät für die interessierenden Meßwerte ist bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 ein Zweistrahloszillograph 0 vorgesehen, durch dessen System I mittels eines niederohmigen Hilfswiderstandes R3 der Strom und durch dessen System II die interessierende Spannung jeweils als Funktion der Zeit sichtbar gemacht werden kann.
  • Vor der Durchführung einer Reihenuntersuchung von induktiven Schaltelementen wird die Meßanordnung mittels einer Normalinduktivität, die an die Meßklemmen a und b angeschaltet wird, geeicht. Zu diesem Zweck wird der Widerstand R2 so lange verändert, bis die angezeigte Meßgröße dem Wert der Normalinduktivität entspricht.
  • Das Meßverfahren nach Art der Erfindung erfolgt dann auf die Weise, daß die zu messenden induktiven Schaltelemente an die Meßklemmen a und b geschaltet werden, durch den Schalter 5 mittels der Steuergliedes St der Schutzgaskontakt SK geschlossen wird und nach kurzer Zeit der Schalter S wieder geöffnet wird. An Hand der oszillographierten Brennspannung UB kann dann der Induktivitätswert auf der in Henry beschrifteten Zeitachse des Oszillographen direkt abgelesen werden.
  • Zur Erweiterung des Meßbereiches besteht die Möglichkeit, entweder den Widerstand R2 oder aber die Spannungsquelle B stufenweise einstellbar auszuführen.
  • In Fig. 3 sind die mit dem Oszillographen der Schaltungsanordnung nach Fig. 2 aufgenommenen Meßwerte skizziert. Bei genügend lange geschlossenem Schaltkontakt fließt in dem betrachteten Stromkreis ein stationärer Strom0, der durch die Größe der Gleichspannung UO und den im Stromkreis wirksamen Gleichstromwiderstand bestimmt ist. Zum Zeitpunkt t0 werde der SchaltkontaktSK geöffnet. In diesem Augenblick wird der Stromkreis unterbrochen, so daß der Strom kurzzeitig auf Null zurückgeht. Die im induktiven Schaltelement gespeicherte Energie bewirkt dann ein rasches Anwachsen der am Schaltkontakt liegenden Spannung bis zur Zündspannung, worauf eine Glimmentladung über den Kontaktspalt des Schaltkontaktes einsetzt und der Kontakt damit praktisch wieder leitend wird. Während dieser Glimmentladung ist die Spannung am Schaltkontakt nahezu konstant, und der Strom fällt zeitlinear ab. Kurz bevor die gesamte magnetische Energie verbraucht ist, erlischt die Glimmentladung.
  • Die Zeitdauer der Glimmentladung ist in der Fig. 3 mit T bezeichnet. Bei dem Oszillographen in der Schaltungsanordnung nach Fig. 2 ist die Zeitachse bereits in Induktivitätswerte eingeteilt, die aus den Zeitwerten entweder durch Multiplikation mit dem Quotienten aus der Stromstärke 1o und der Brennspannung UB oder aber durch eine Eichung mit Hilfe von Normalinduktivitäten gewonnen sind.
  • Um für das Oszillogramm immer wieder den gleichen Anfangspunkt zu erhalten, ist es zweckmäßig, die Auslösung der horizontalen Ablenkspannung beispielsweise von der Zündspannung am Schaltkontakt abhängig zu machen.

Claims (8)

  1. PATENTANsPRÜcHE: 1. Verfahren zum Bestimmen der Induktivität eines elektrischen Schaltungselementes, indem dieses in einem aus einer Gleichspannungsquelle, einem Widerstand und einem Schaltkontakt bestehenden Stromkreis angeordnet wird, indem eine Öffnung des Schaltkontaktes vorgenommen wird und die Induktivität durch Berechnung mit Hilfe der im Stromkreis vor dem Öffnen des Schaltkontaktes vorhandenen stationären Stromstärke und des Wertes des Widerstandes ermittelt wird, dadurch gekennzeichnet, daß als Schaltkontakt ein von einer leitfähigen Gasschicht umgebener Kontakt (K, SK) verwendet wird, daß beim Öffnen des Schaltkontaktes durch ein Zeitmeßgerät (1) die Dauer (T) der Glimmentladung im Kontaktspalt gemessen wird und daraus durch Multi plizieren mit dem Quotienten aus der am Schaltkontakt während der Glimmentladung liegenden Brennspannung (UB) und der stationären Stromstärke (1o) der Induktivitätswert (L) nach der Beziehung L = UB T ermittelt wird.
  2. 1o 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Dauer der Glimmentladung aus der Zeitdauer der während der Glimmentladung am Schaltkontakt liegenden Brennspannung (UB) ermittelt wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Dauer der Glimmentladung aus der Zeitdauer des nach dem Öffnen des Schaltkontaktes im Stromkreis noch fließenden Stromes ermittelt wird.
  4. 4. Schaltungsanordnung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Schaltkontakt ein Kontakt mit definiertem Kontaktspalt innerhalb einer definierten Atmosphäre, z. B. ein Schutzgaskontakt (SK), verwendet ist.
  5. 5. Schaltungsanordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Skala des Zeitmeßgerätes (1) in Induktivitätswerten eingeteilt ist, die aus den Zeitwerten durch Multiplikation mit dem Quotienten aus der am Schaltkontakt während der Glimmentladung anliegenden Brennspannung (UB) und der im Stromkreis vor dem Öffnen des Schaltkontaktes vorhandenen stationären Stromstärke (IO) abgeleitet sind.
  6. 6. Schaltungsanordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Widerstand (R2) im Stromkreis zur Durchführung einer Eichung der Meßanordnung einstellbar ausgeführt ist.
  7. 7. Schaltungsanordnung nach den Ansprüchen 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der im Stromkreis angeordnete Widerstand (R2) oder die Spannungsquelle (B) zur Erweiterung des Meßbereiches stufenweise einstellbar ist.
  8. 8. Schaltungsanordnung nach den Ansprüchen4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß ein Zweistrahloszillograph (0) vorgesehen ist, durch den sowohl die Spannung am Schaltkontakt als auch mittels eines niederohmigen Hilfswiderstandes (R3) der Strom im Stromkreis als Funktion der Zeit sichtbar und meßbar gemacht werden können.
    In Betracht gezogene Druckschriften: The Physical Review«, 24 (1907), S. 257 bis 268.
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