DE1094480B - Pankratisches Objektiv fuer Aufnahme- und Wiedergabe-Zwecke - Google Patents
Pankratisches Objektiv fuer Aufnahme- und Wiedergabe-ZweckeInfo
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Description
BEKANNTMACHUNG
DER ANMELDUNG
UND AUSGABE DER
AUSLEGESCHRIFT: 8. DEZEMBER 1960
DER ANMELDUNG
UND AUSGABE DER
AUSLEGESCHRIFT: 8. DEZEMBER 1960
Pankratische Systeme sind seit Ende des vorigen
Jahrhunderts in vielfältigen Formen und Ausführungen bekanntgeworden. Für visuelle Beobachtung sind sie auf
der Augenseite dabei mit einem Okular ausgestattet, für photographische oder kinematographische Zwecke dagegen
mit einem Objektivteil unveränderlicher Brennweite als einer Art Grundobjektiv, welches im folgenden
als »Relay« bezeichnet wird. Die Änderung des Abbildungsmaßstabes (Vergrößerungs- bzw. Brennweitenänderung)
erfolgt dabei in dem auf der Objektseite dem Relay vorgeordneten Vorderteil eines solchen pankratischen
Systems, und zwar dadurch, daß eine oder mehrere Linsen endlicher Brechkraft gegenüber einem oder mehreren
feststehenden optischen Bauelementen verschoben werden.Diese Verschiebungbewirkt Relativveränderungen
der wirksamen Kombinationsbrechkräfte in dieser das Frontteil bildenden Vorderbaugruppe des pankratischen
Systems, innerhalb dessen die Brechkräfte und Verschiebungswege derart verteilt sein sollen, daß der
Gleichenschen Bedingung konstanter Bild- und Pupillenorte (»Die Theorie der modernen optischen
Instrumente« von Dr. Alexander Gleichen, Verlag Ferdinand Encke, Stuttgart, 1923, 2. Auflage, S. 163)
genügt wird, damit die Position des Bildortes und die Position des Ortes der Austrittspupille für den gesamten
Bereich variabler Vergrößerung in einer annähernd konstanten Lage verbleibt. Die Objekte werden dann für
jede Vergrößerung am gleichen Ort in gleicher Helligkeit abgebildet.
Bei diesen Anlagen pankratischer Systeme können die beweglichen Bauelemente entweder ein positives oder
ein negatives Stärkevorzeichen besitzen, desgleichen auch die feststehenden Glieder, wobei die Wahl dieser Stärkevorzeichen
aus reinen Zweckmäßigkeitsgründen jeweils danach festgelegt wird, welche der beiden Möglichkeiten
die geringeren Gesamtbildfehler für die Lösung einer vorgegebenen speziellen Aufgabenstellung liefert. Das
gilt sowohl für die Verwendung eines pankratischen Systems für photographische Aufnahme- oder Wiedergabezwecke
wie auch bei einer Verwendung als Fernrohr für visuelle Beobachtungen, worauf in der französischen
Patentschrift 983 129 hingewiesen ist.
Der Stand der Technik zeigt bereits im einzelnen, daß sowohl Negativlinsen allein (Capstaff: USA.-Patent
2165 341, sowie Gramatzki: USA.-Patent 2 235 364) als auch positive Bauglieder allein (Michel: USA.-Patent
2 209 532, sowie Back: USA.-Patent 2 454 686, sowie Cuvillier: französisches Patent 983 129, sowie H. H.
Hopkins: USA.-Patent 2 663 223, und Back: USA.-Patent 2 718 817) als verschiebbare Glieder verwendet
wurden. Es sind außerdem die beweglichen Elemente auch aus zusammengesetzten Baugliedern entgegengesetzten
Stärkevorzeichens zur Maßstabsvariation herangezogen worden (Capstaff: USA.-Patent 2165 341, sowie
Pankr aus dies Objektiv für Aufnahme-
und Wiedergabe-Zwecke
und Wiedergabe-Zwecke
Anmelder:
Voigtländer A. G.,
Braunschweig, Berliner Str. 53
Braunschweig, Berliner Str. 53
Dr. Frank G. Back, Glen Cove, N. Y. (V. St. Α.),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
Kaprelian: USA.-Patent 2 353 565, und Miles: USA.-Patent 2 578 574). Weiterhin sind Teile der Bauelemente
zur Maßstabsvariation neben ihrer Gestaltung als Einzellinsen auch als Linsenpaare oder Linsenkombinationen
vorgeschlagen worden (Richter in seinem pankratischen Kondensor: USA.-Patent 2 078 586 — Kaprelian mit
einem verschiebbaren Negativelement aus drei Einzellinsen im USA.-Patent 2 353 565 —■ Back mit beweglichen
Linsenpaaren positiver Brechkraft im USA.-Patent 2 454 686 — Miles mit einem Paar in sich symmetrischer,
einander gegenübergestellter Negativlinsen, USA.-Patent 2 578 574 — S. O.M.Berthiotmit Paaren symmetrischer
Linsen negativer wie positiver Brechkraft in der französischen Patentschrift 1 150 483).
Die Verwendung solcher Linsenpaare erfolgte mit Vorteil immer dann, wenn die einzelnen Bauelemente zur
Vermeidung extrem langer Systeme mit relativ hohen Brechkräften ausgestattet wurden, und zwar wurden
solche symmetrisch gegeneinandergestellten Linsenpaare sowohl für die beweglichen als auch für die festen Bauelemente
innerhalb der objektseitigen Vorderhälfte
solcher Systeme angewendet. Dennoch sind diese bekannten Vorschläge mit recht beträchtlichen Restbildfehlern
behaftet, trotzdem beispielsweise diese älteren Konstruktionen nur pankratische Systeme mit verhältnismäßig
009 677/235
kleinen Bildwinkeln zum Gegenstand haben. So besitzen mikrophotographische Systeme im allgemeinen nur eine
Gesichtsfeldausdehnung von unter 5°. Die üblichen Kinoaufnahmeobjektive veränderlicher Brennweite besitzen
Gesichtsfeldbereiche, die zwischen 10 und 30° für die 8-mm-Kinokammera und zwischen 12 und 36° für die
16-mm-Kinokammern Hegen. Für die Verwendung als Aufnahmeobjektiv in der Standbildphotographie, wie
etwa in Verbindung mit dem normalen Kleinbildformat 24 · 36 mm, sind diese vorgenannten Systeme nicht
brauchbar, da für sie ein Bildwinkelbereich von etwa 21 bis 63° erforderlich ist. Hier setzt nun die vorliegende
Erfindung ein, durch die in ganz überraschender Weise erstmalig sowohl die Auszeichnung als auch die Ausleuchtung
eines derartig weit ausgedehnten Gesichtsfeldes erschlossen wird.
Das pankratische System nach der Erfindung ist dabei zur Erzielung einer möglichst gedrängten Bauweise in
Übereinstimmung mit dem Stande der Technik ebenfalls aus Elementen mit verhältnismäßig großen Einzelbrechkräften
aufgebaut, wobei Teile dieser Elemente ebenfalls aus Linsenpaaren zusammengesetzt sind, die dem von
ihnen eingeschlossenen kleinen unveränderlichen Innenabstand in an sich bekannter Weise ihre stark brechenden
Flächen zukehren, während ihre an die veränderlichen Abstände grenzenden Außenflächen mit den schwächeren
Flächenbrechkräften ausgestattet sind. Ebenfalls ist bei dem neuen Objektiv die obengenannte Gleichensche
Bedingung erfüllt und demgemäß die Blende zwischen dem die Maßstabsvariation realisierenden Vorderteil und
dem mit einer festen Brennweite ausgestatteten Hinterteil aufgestellt. Diese vorbekannten Maßnahmen ermöglichen
zwar die Erreichung eines verhältnismäßig gedrängt gebauten pankratischen Objektivs, dessen einzelne
Bauelemente auch mit erträglichen Flächenkrümmungen ausgestattet sind, aber das allein genügt nicht, um ein
lichtstarkes pankratisches Objektiv mit einer gewünschten
großen Bildfeldausdehnung zu erstellen. Nach der Erfindung wird hier ein bedeutsamer Schritt vorwärts getan
unter Verwendung des nachbeschriebenen konstruktiven Aufbaus, in dem die folgenden anspruchsgemäßen Kennzeichnungsmerkmale
angewendet sind:
Das neue lichtstarke pankratische Objektiv besitzt in der Richtung von der längeren Konjugierten zur kürzeren
Konjugierten in dieser Reihenfolge ein Frontglied von zerstreuender Brechkraft, dem ein ortsveränderliches
Linsenpaar sammelnder Brechkraft nachgeschaltet ist, welches einen kleinen festen inneren Luftabstand in
Form einer stark sammelnden Luftlinse zwischen sich einschließt und den sogenannten Variator bildet, dem ein
ortsfestes zerstreuendes Glied, der sogenannte Erector, nachgeschaltet ist, welches ebenfalls aus einem Linsenpaar
besteht, dessen stärker brechende Flächen einen kleinen festen Luftabstand einschließen, der hierbei
jedoch im Gegensatz zum Variator eine Luftlinse von stark zerstreuender Wirkung bildet, und bei dem diesem
Erector ein mit dem Variator gekuppeltes, ebenfalls ortsveränderliches Sammelsystem nachgeschaltet ist,
welches als Kompensator bezeichnet wird und mit einer starken positiven Brechkraft ausgestattet ist, dem die
ortsfeste Blende des pankratischen Objektivs nachfolgt, wobei hinter dieser Blende ein mehrlinsiges zusammengesetztes
System angeordnet ist, welches zur Erzeugung einer reellen Abbildung mit einer sammelnden Brechkraft
ausgestattet ist, und hinter dem dann in dem zur Scharfeinstellung erforderlichen Abstand die Bildebene folgt.
Diese Gesamtanordnung des Erfindungsgegenstandes ist nun zur Erschließung einer den heutigen photographischen
Ansprüchen entsprechenden feinen Abbildungsleistung bei einer hohen relativen Anfangsöffnung und dem ge-
nannten großen Bildwinkelbereich mit den folgenden speziellen Kennzeichnungsmerkmalen ausgestattet:
a) Die zerstreuende Frontlinse L1 ist so ausgebildet,
daß sie ihre sehr stark zerstreuend wirkende Außenfläche i?2 der Blende B als eine Hohlfläche zukehrt
und daß
b) sowohl der der feststehenden Frontlinse nachfolgende ortsveränderliche Variator als auch der diesem
wiederum folgende feststehende Erector, welche beide aus je einem gegeneinander aufgestellten und
ein sehr stark brechendes Nachbarflächenpaar einschließenden Linsenpaar bestehen, mit einer derart
unsymmetrischen Verteilung der Flächenbrechkräfte in diesen Nachbarflächenpaaren ausgestattet sind,
daß das in dem feststehenden Erector eingeschlossene Nachbarflächenpaar A8, R9 mit einer Unsymmetrie
der beiden Flächenbrechkräfte φ8, φ9 von mehr als
15%, aber weniger als 115% ausgestattet ist, daß, formelmäßig ausgedrückt, also gilt:
1,15 <p9 < 9)3
< 2,15 9?9,
und das innere Nachbarflächenpaar i?4, R5 des dem
ag Erector auf der Objektseite vorausgehenden Variators
wiederum eine noch stärkere Brechkraftsunsymmetrie besitzt als dasjenige des Erectors,
und wobei die eingeschlossenen Nachbarflächenpaare R8, R9 und R1, R5 dieser beiden Glieder im
g0 einzelnen derart unsymmetrisch gestaltet sind, daß
ihre gegen die Blende B hohlen Innenflächen R5
bzw. R8 jeweils mit einer stärkeren Brechkraft ausgestattet sind als die ihr zugeordneten, gegen die
Blende konvexen Nachbar-Innenflächen 2?4 bzw. R9, und daß
c) gleichzeitig weiterhin der zwischen dem ortsfesten Erector und der ebenfalls feststehenden Blende B
angeordnete und gemeinsam mit dem Variator ortsveränderliche Kompensator mindestens eine an einen
veränderlichen Luftabstand grenzende sammelnde Glas-Luft-Fläche besitzt, deren Flächenbrechkraft
größer ist als 25% der mittleren Äquivalentbrechkraft des Gesamt objektivs, ohne jedoch den Wert
von 125% dieser Äquivalentbrechkraft des pankratischen Objektivs in seiner Mittelstellung zu überschreiten,
so daß formelmäßig gilt:
0,25 Φ μ < Ψΐί
< 1,25 Φ.
1M-
Im Zuge der Untersuchungen zur Erfindung hat es sich nun weiter gezeigt, daß diese zu b) genannte Unsymmetrie
der Brechkraftsverteilung innerhalb der stark brechenden eingeschlossenen Nachbarflächenpaare der
Glieder um so größer gestaltet werden soll, je größer die Lichtstärke des Objektivs ist (also je größer der Durchmesser
der nutzbaren Bündelquerschnitte ist) und je größer der angestrebte nutzbare Maximal-Bildwinkel sein
soll. Danach soll die Flächenbrechkraft 93g der gegen die
Blende B hohlen Innenfläche R8 des Erectors um mehr
als ein Sechstel, jedoch um weniger als drei Viertel, größer sein als die Flächenbrechkraft
<p9 ihrer an den eingeschlossenen Luftraum grenzenden und gegen die Blende B
konvex gewölbten Nachbarfläche R9 dieses ortsfesten
Erectors, daß, formelmäßig ausgedrückt, also gilt:
1Ve <P»
< <Ps< 1SU<P9>
und daß weiter gleichzeitig die Flächenbrechkraft φ6
der gegen die Blende B konkaven inneren Nachbarfläche R5 des ortsveränderlichen Variators um mehr als
4O0J0, jedoch um nicht mehr als 220%, der Flächen- komplizierte Anlage ist jedoch ebenfalls nicht zur
brechkraft φί ihrer gegen die Blende B konvexen Nach- Erzielung eines lichtstarken pankratischen Objektivs
barfläche A4 größer ist als eben die Flächenbrechkraft mit größerem Bildwinkel geeignet, insbesondere dann
dieser Konvexfiäche R1, daß also formelmäßig gilt: nicht, wenn (wie im Falle der französischen Patentschrift
5 1 150 483) für das der Blende nachfolgende und die end-
1,4 9>4 < 9>5 <
3,2 9?4. gültige Abbildung bewirkende Grundobjektiv [L1 in deren
Fig. 12) eine einzelne unkorrigierte Sammellinse (plan-
Damit ist gleichzeitig schon aufgezeigt, daß im Rahmen konvexe Linse) verwendet wird. Wie oben ausgeführt, ist
der Erfindung diese Unsymmetrie also tunlichst um so als Relay nach der Erfindung ein mehrlinsig zusammenstärker
ausgeprägt wird, je langer die Strahlenwege von io gesetztes System vorgesehen. In älteren Vorschlägen sind
diesen Nachbarflächenpaaren aus bis zur Blende sind. für diesen Zweck bereits Dreilinsen-Anastigmate vor-Es
hat sich weiter gezeigt, daß zur Erzielung sehr geschlagen worden, z. B. in den USA.-Patentschriften
großer Bildwinkel in dem von der Blende B weit entfernt 2 454 686 und 2 718 817. Diese anastigmatischen Triplets,
stehenden Innen-Nachbarflächenpaar des Variators die die im vorliegenden Falle ja nicht mit der normalen
gegen die Blende hohle Innenfläche R5 sogar tunlichst 15 Innenblende, sondern im Hinblick auf die Gleichensche
eine Flächenbrechkraft φΒ besitzt, die größer ist als 166 °/0 Bedingung mit einer Vorderblende verwendet werden
der Flächenbrechkraft φί der ihr benachbarten und gegen müssen, gestatten für sehr große Bildwinkel nur eine
die Blende B konvex gekrümmten anderen Innenfläche A4 unzureichende Korrektion der Koma, d. h. der Öffnungsdieses
ortsveränderlichen Variators, daß also formelmäßig fehler weitgeöffneter Bündel in den seitlichen Gesichtsgüt:
20 feldteilen. Außerdem sind derartige Objektive wenig
<ρ5>1,66φ4. geeignet, die Verzeichnung über große Bildwinkel
bereiche hinweg ausreichend klein zu halten, wenn sie
Durch die erfindungsgemäße Einführung der vor- mit einer solchen Vorderblende verwendet werden, es sei
beschriebenen Unsymmetrie für die grundlegenden denn, man stattet sie mit extrem starken Brechkräften
Bauelemente der vorliegenden pankratischen Systeme 25 ihrer Einzelelemente aus, wodurch die zonischen Zwischenwird
die Möglichkeit erschlossen, die Asymmetrieanteile fehler in den weitgeöffneten seitlichen Komabündeln
an den Komafehlern weitgeöffneter Bündel in ganz äußerst ungünstig beeinflußt werden. Sofern die pankraüberraschender
Weise auch über größere Bildwinkel- tischen Objektive nach vorliegender Erfindung nur mit
bereiche hinweg ganz wesentlich zu vermindern. Im Zuge geringen relativen Öffnungen eingesetzt werden sollen,
der Untersuchungen zur Erfindung hat es sich weiterhin 30 können die vorgenannten Relayformen vom normalen
erwiesen, daß auch die anderen noch verbleibenden oder erweiterten Triplet-Typus im Rahmen der vorzonischen
Aberrationsreste dadurch in engen Grenzen liegenden Erfindung natürlich benutzt werden. Es ist
gehalten werden können, daß diese einzelnen Bauglieder jedoch Ziel einer speziellen Ausbildung der vorliegenden
selbst solche Brechkräfte zugemessen erhalten, die eine Erfindung, ein pankratisch.es Objektiv mit weitwinkligem
besonders einfache Reduzierung der verbleibenden Rest- 35 Maximal-Gesichtsfeld auch mit einer hohen Lichtstärke
aberration ermöglichen. Hierzu werden diese Bauglieder auszurüsten, also dem Relay selber ebenfalls eine hohe
anspruchsgemäß mit folgenden auf die mittlere Äqui- relative Öffnung zu erteilen. Nach der Erfindung können
valentbrechkraft Φ μ des Gesamtobjektivs bezogenen die pankratischen Systeme großer Gesichtsfeldaus-Flächenbrechkraftssummen
ausgestattet: dehnung mit relativen öffnungen bis zu 1: 2,7 aus-
40 gestattet werden, wenn man über die vorbeschriebenen
Die Frontlinse (I) erhält eine Brechkraft, die größer Konstruktionsmerkmale hinaus nun auch noch das
ist als 20°/0, jedoch kleiner als 65% von ΦΜ, Relays in der folgenden Art aufbaut: Dieses pankratische
absolut gerechnet; Objektiv besitzt in seinem der Blende B nachfolgenden
der Variator (II, III) erhält eine Flächenbrechkrafts- Relay auf dessen der Blende zugekehrten Seite mindestens
summe, die zwischen 65 und 130 °/0 Φ μ bemessen ist; 45 zwei einzelne Linsenelemente, von denen eines der Blende
der ortsfeste Erector (IV, V, VI) ist mit einer eine sehr stark zerstreuende Hohlfläche R2 zukehrt, deren
absoluten Flächenbrechkraftssumme ausgestattet, Flächenbrechkraft <pz dem absoluten Wert nach größer
die größer ist als 90% <pM, ohne jedoch den Betrag ist als 75% der mittleren Äquivalentbrechkraft des
von 180% Φ μ zu überschreiten, Gesamtobjektivs, ohne jedoch den Wert von 275%
während die Flächenbrechkraftssumme des Kompen- s° dieser _ mittleren Äquivalentbrechkraft des Gesamtsators
(VII, VIII) so bemessen ist, daß sie zwischen °b]ektivs ™ überschreiten, daß formelmäßig also gut:
65 und 130% ΦΜ liegt. .„,,
U,75 Ψ μ
< ψζ j < 475 Ψ μ,
In formelmäßiger Darstellung ist also hiernach: 55 während auf der Bildseite eine ungleichschenklige
, _ Sammellinse S angeordnet ist, der ein gegen das Bild
0,20 ΦΜ<-ψι
< 0,65 ΦΜ hohler Meniskus M nachfolgt.
0,65 Φ μ < 9?variator
< 1,30 Φ μ In dieser Anordnung wirkt die in der Nähe der Blende
η on (h ^- ^- 1 sn <f>
angeordnete vorgenannte sehr stark zerstreuende Hohl-
U,WVm<
-^rector
< l.au 9M 6ofläche außerordentlich vorteilhaft in bezug auf die
0,65 Φ μ < 9>comp.
< 1.30 Φ μ anastigmatische Bildfeldebnung und die vorgenannten
Komazustände, während die gegen das Bild hohle
Es sind bereits pankratische Objektive vorgeschlagen Zerstreuungsfläche des das pankratische Objektiv abworden,
bei denen an Stelle des einen so überraschenden schließenden Meniskus sehr günstig auf die Verzeichnung
Fortschritt bewirkenden vorbeschriebenen Korrektions- 65 gerade bei den angestrebten großen Bildwinkeln wirkt,
prinzips nach der Erfindung vielmehr eine Steigerung Sofern man diese Verzeichnungsreste besonders klein
der Bildleistung dadurch bewirkt werden sollte, daß drei halten will, wird das normalerweise auf Kosten der
aus Linsenpaaren bestehende ortsveränderliche Elemente Komagestaltung gehen, was jedoch nach der Erfindung
relativ zu zwei von ihnen eingeschlossenen feststehenden ebenfalls vermieden werden kann, wenn man innerhalb
Linsenpaaren verwendet wurden. Auch eine solche 70 des Relay folgende Brechkraftszumessung vornimmt:
Das Relay ist aus mehreren Einzelgliedern in der Weise zusammengesetzt, daß in der Nähe der ihr voraufgehenden
Blende B eine Negativlinse mit einer gegen diese Blende hohlen, sehr stark brechenden Zerstreuungsfläche Rz angeordnet ist, während auf der Bildseite ein
Meniskus M mit gegen das Bild hohlen Außenflächen das Gesamtsystem abschließt, wobei zwischen diesen Bauelementen
mehrere Innenglieder angeordnet sind, die zwei sammelnde Luftlinsen derart einschließen, daß deren
Flächenbrechkraftssumme φΐ,ΐ, größer ist als das 2,0fache
der mittleren Äquivalentbrechkraft des Gesamtobjektivs,
ohne jedoch das 6,0fache dieser Gesamtbrechkraft des pankratischen Objektivs in seiner Mittelstellung zu überschreiten,
daß also formelmäßig gilt:
2,0 Φ μ < <pLL
< 6,0 Φ μ .
(2)
Diese vorteilhafte Maßnahme kann nun noch weiter gesteigert werden durch eine solche Aufstellung von
Innengliedern, daß sie drei Luftlinsen von sammelnder Wirkung derart einschließen, daß die Flächenbrechkraftssumme
<pLL dieser drei Luftlinsen größer ist als das
2,5fache der mittleren Äquivalentbrechkraft des pankratischen Gesamtobjektivs, gemessen in der Einstellung auf
das geometrische Mittel der Vergrößerung, ohne jedoch das 7,5fache dieser mittleren Äquivalentbrechkraft zu
überschreiten, daß also formelmäßig gilt:
2,5
(3)
7,5 ΦΜ.
Sofern der in Blendennähe stehenden charakteristischen Hohlfläche im Relay noch ein sammelndes Bauglied Ly
vorgeschaltet wird, dann soll dessen Flächenbrechkraftssumme 9?iv zwischen 0 und 75 % des Absolutwertes der
zerstreuenden Brechkraft <pz dieser charakteristischen Hohlfläche liegen, wobei dieses vorgeschaltete Bauglied
also formmäßig als eine Annäherung an die von Hoeghsche Null-Linse zu betrachten ist. Formelmäßig ausgedrückt
gilt hierfür also:
0 < <plv < 0,75 j <pz
IO In den Zeichnungen sind solche Objektive dargestellt,
deren Bezeichnungen mit denen der nachfolgenden Zahlentafeln übereinstimmen. Es bedeutet darin R die
Krümmungsradien, d die längs der optischen Achse gemessenen Mittendicken und α die ebenfalls längs der
optischen Achse gemessenen Abstände der Linsen, welche in der Richtung von der Seite der längeren Konjugierten
zur kürzeren Konjugierten hin fortlaufend mit römischen Ziffern durchnumeriert sind. Mit B ist die Blende
bezeichnet. Die Gläser der Linsen sind durch deren Brechzahlen ng, und ihre Farbenzerstreuung durch die
Abbesche Zahl ν charakterisiert. Die Flächenbrechkräfte
der einzelnen Linsenflächen sind mit φ bezeichnet und die
Äquivalentbrechkraft des Gesamtobjektivs mit Φ, ins-
besondere ist die mittlere Äquivalentbrechkraft ΦΜ-
In allen drei Beispielen wurden zur Erzielung einer guten Farbkorrektion in drei Bauelementen chromatisch
korrigierende Kittflächen vorgesehen, nämlich in dem der Blende S zugewandten Teilglied V + VI des feststehenden
Erectors, im Kompensator VII +VIII und im bildseitigen Schlußmeniskus XIII + XIV des Relay, wobei
im Interesse einer guten Farbkorrektion auch für die seitlichen Bildfeldteile diese Kittflächen R10, R13, R2i
sämtlich gegen die Blende B hohl gestaltet sind.
Beispiel I (Fig. 1) fM = 100,0 mm Relative öffnung 1: 2,9
φΜ = + 10,0 dptr.
Linse
| Fläche | Radien | «2 | + 101,454 |
| 1 | +1461,866 | + 665,981 | |
| 2 | + 146,723 | ± CX) | |
| + 119,168 | |||
| 3 | + 665,981 | ||
| 4 | - 203,981 | - 167,300 | |
| + 44,733 | |||
| 5 | + 250,861 | ||
| 6 | |||
| 7 | |||
| 8 | |||
| 9 | |||
| 10 | |||
| 11 |
Dicken und Abstände nj/v
II
III
IV
V
VI
VI
4,4733 28,6290 10,7358
0,5368 14,3145 21,4717
3,5786
7,6046
3,2208 6,6204
«,„ = 21,1139 1,689/30,9
1,620/60,0
1,620/60,0
1,720/50,3
1,720/50,3
1,721/29,3
1,721/29,3
+ 0,47132 dptr.
- 4,69592 dptr.
+ 0,93096 dptr.
+ 3,03950 dptr.
+ 3,03950 dptr.
+ 6,11114 dptr.
- 0,930% dptr.
± 0 dptr.
- 6,04189 dptr.
- 4,30365 dptr.
+ 0,02235 dptr.
+ 0,02235 dptr.
- 2,87410 dptr.
(Fortsetzung Beispiel I)
10
Linse
Fläche
Radien Dicken und
Abstände
Abstände
ndjv
| 12 | + 192,530 | |
| VII | ||
| 13 | + 44,733 | |
| VIII | ||
| 14 | - 105,301 |
IX
XI
XII
XIII
XIV
15
16
16
17
18
18
19
20
20
21
22
22
23
24
25
24
25
- 40,081
- 585,820
- 122,389
- 50,101
+_ oo
- 112,905
+ 96,802
- 414,225
+ 68,352
- 300,246 + 43,480 3,5786
8,9466
8,9466
αβΜ = 27,7343
l
2,6840
O1 = 15,6565
6,6204
6,6204
a8 = 0,8947
5,3679
5,3679
a9 = 0,8947
6,0837
a10 = 24,1557
8,9466
2,6840
2,6840
2
(fest)
(fest)
1,620/60,0
1,621/36,2
1,621/36,2
19,6825
8,0518
8,0518
1,720/50,3
1,620/60,0
1,620/60,0
1,620/60,0
1,620/60,0
1,620/60,0
1,620/60,0
1,620/60,0
1,721/29,3
1,721/29,3
+ 3,22028 dptr. + 0,02235 dptr. + 5,89738 dptr.
Blendenraum
-17,96362 dptr. + 1,22905 dptr.
- 5,06580 dptr. +12,37500 dptr.
± 0 dptr.
.+ 5,49134 dptr.
+ 6,40483 dptr. + 1,49677 dptr.
+ 9,07069 dptr.
- 0,33639 dptr. -16,58234 dptr.
Durch eine Verschiebung der beiden veränderlichen Glieder (II, III und VII, VIII) gegen die Objektseite hin
(also »nach vorn«) um 17,893 mm erhält man die sogenannte »Tele-Stellung« mit einer Äquivalentbrennweite
von fr = 142,14 mm, während man bei der Gliederverschiebung
um 17,893 mm in Richtung zum Bilde hin die sogenannte »Weitwinkel-Stellung« mit einer Äquivalentbrennweite
von fw = 70,31 mm erhält. Die bildseitige
Schnittweite für das ferne Objekt beträgt für diesen ganzen Brennweitenbereich einheitlich 73,3 mm.
Die charakteristischen Bauelemente des pankratischen Systems weisen also im einzelnen folgende Brechkraftssummen
auf:
L1 φτ = —4,22460 dptr. = -42,2460 %ΦΜ
Variatorpii/iii = +9,15064 dptr. = +91,5064%ΦΛί
Erector ^iv/vi = -13,19729dptr. = — 131,9729%ΦΜ
Comp.φγιχ/νηι = +9,14003 dptr. = +91,4003 %ΦΛί
und somit ist unter Benutzung der Absolutwerte erfüllt:
20 0Ia & μ
< 42,2460 % ΦΜ < 65 % ΦΜ
65% ΦΜ < 91,5064% ΦΜ
< 130% ΦΜ
90% ΦΜ < 131,9729% ΦΜ
< 180% ΦΜ
65 % Φ μ < 91,4003 % Φ μ
< 130 % ΦΜ
.' ■ Bei diesem Beispiel begrenzt im Relay die in der Nähe
der Blende aufgestellte und gegen dieselbe hohle charakj tieristische Zerstreuungsfläche den Blendenraum unmittelbar
und trägt die Bezeichnung R15 = Rz. Der
Absolutwert der Brechkraft dieser Zerstreuungsfläche beträgt
ψη ] = 17,96362 dptr. = 1,796 ΦΜ ■
Es ist mithin
0,75 ΦΜ < j <p1B I
< 2,75 ΦΜ.
^0 Es ist weiter
^0 Es ist weiter
9>8 = —6,04189 dptr. sowie <pa = —4,30365 dptr.
ψ6= +6,11114 dptr. sowie 9P4= +3,03950 dptr.
1,4 9P4 <C φ5 <C 3,2 9P4
9P5 > 1,66 9P4,
9P5 > 1,66 9P4,
<Pu = +5,89738 dptr. = 0,5897 ΦΜ
0,25 ΦΜ< Ψα
< 1,25 ΦΜ.
In dieser Ausführungsform sind also innerhalb des Relay drei sammelnde Luftlinsen angeordnet, deren
Brechkraftssumme
(3)
= +34,83863 dptr.
= 3,484 Φ μ
= 3,484 Φ μ
beträgt; somit ist
(3)
009 677/235
It 12
Beispiel II (Fig. 2) fM = 100,0 mm Relative öffnung 1: 2,8 ΦΜ = + 10,0 dptr.
Linse
| Fläche | Radien | «4 | - 167,024 |
| 1 | +1457,109 | + 48,213 | |
| 2 | + 146,064 | + 250,189 | |
| 3 | + 664,996 | + 191,710 | |
| 4 | - 202,957 | + 44,652 | |
| 5 | + 100,954 | - 104,909 | |
| 6 | + 664,996 | ||
| 7 | ± OO | ||
| 8 | + 118,544 | ||
| 9 | |||
| 10 | |||
| 11 | |||
| 12 | |||
| 13 | |||
| 14 |
Dicken und Abstände
II
III
IV
V VI
VII VIII
IX
XI
XII
XIII XIV
15 16
17 18
19 20
21 22
23 24 25
+ 34,863 + 47,464
- 44,648 + 84,680
- 334,084
- 46,858
+1276,218
- 112,467
+ 54,932
- 65,751 + 40,050
4,456 28,571 10,694
0,891 14,312 21,121
3,565
7,575
3,208
8,003
8,003
= 20,408
3,565
9,054
9,054
aeM = 21,388
1,6889/31,1
1,6204/60,3
1,6204/60,3
1,7200/50,3
1,7200/50,3
1,7215/29,3
1,7215/29,3
1,6200/36,3
1,6204/60,3
1,6204/60,3
blM = 19,606
J2= 1,782
(fest)
(fest)
5,347
6,595
6,595
2,674
4,456
5,704
0,891
4,991
0,535
4,456
5,704
0,891
4,991
0,535
10,338
2,674
2,674
1,6200/36,3
1,5814/40,8
1,7200/50,3
1,7200/50,3
1,6204/60,3
1,6200/36,3
1,6200/36,3
+ 0,47278 dptr.
- 4,71642 dptr.
+ 0,93293 dptr. + 3,05681 dptr.
+ 6,14535 dptr.
- 0,93293 dptr.
+, 0 dptr.
- 6,07367 dptr.
- 4,31074 dptr. + 0,03111 dptr.
- 2,88382 dptr.
+ 3,23405 dptr. + 0,00895 dptr. + 5,91367 dptr.
Blendenraum
+17,78399 dptr. -13,06250 dptr.
-13,02188 dptr.
- 6,86588 dptr.
- 2,15514 dptr. +15,36553 dptr.
+ 0,56416 dptr. + 6,40190 dptr.
+ 11,29394 dptr. + 0,00608 dptr. -15,48084 dptr.
Durch eine Verschiebung der beiden veränderlichen Glieder gegen die Objektseite hin (also »nach vorn«) um
17,824 mm erhält man die sogenannte »Tele-Stellung« mit einer Äquivalentbrennweite von /V = 142,15 mm,
während man bei der Gliederverschiebung um 17,824 mm
in Richtung zum Bild hin die sogenannte »Weitwinkel-
14
Stellung« mit einer Äquivalentbrennweite von /V
= 70,33 mm erhält. Die bildseitige Schnittweite für das ferne Objekt beträgt für diesen ganzen Brennweitenbereich
einheitlich 74,4 mm.
Die charakteristischen Bauelemente des pankratischen 5 Systems weisen also im einzelnen folgende Brechkraftssummen
auf:
L1 φι = -4,24364dptr. = -42,4364 °/0ΦΜ
Variator pii/iii = +9,20216dptr. = +92,0216°Ι0ΦΜ 10
Erector ψινινί = -13,23712dptr. = -132,3712η0ΦΜ
Comp, ψνίτιντίτ = +9,15667dptr. = +91,5667°Ι0ΦΜ
und somit ist unter Benutzung der Absolutwerte erfüllt: 15
20*/0Φ^<
42,4364% ΦΜ< 65%ΦΜ
65 % ΦΜ < 92,0216 % ΦΜ
< 130 °/0 ΦΜ
90 »/„ ΦΜ <
132,3712 % ΦΜ < 180 % Φ^
65ο/ο Φ^
< 91,5667»/0 ΦΜ
< 130% ΦΜ In dieser Ausführungsform sind innerhalb des Relay
zwei sammelnde Luftlinsen angeordnet, deren Brechkraftssumme
<pLL = +33,62553 dptr.
(2)
= 3,363 ΦΜ
beträgt; somit ist
2,0 ΦΜ
Es ist weiter:
Es ist weiter:
(2)
6,0 ΦΜ.
Bei diesem Beispiel steht im Relay der in der Nähe der Blende angeordneten und zu dieser konkav durch- 25
gebogenen charakteristischen Zerstreuungsfläche A17 = Rz
zur Blende hin ein sammelnder und gegen diese Blende konvexer Meniskus Ly voran. Der Absolutwert der
Brechkraft der Zerstreuungsfläche 2?17 = Rz beträgt
30 ψζ\ = 13,02188 dptr. = 1,302 ΦΜ- <pa = —6,07367 dptr. sowie <pa = —4,31074 dptr.
1,15999
< <pa < 2,15 <p9,
(ps = +6,14535 dptr. sowie <p4 = +3,05681 dptr.
1,4 Cp1 < q>s
< 3,2^4
<p6 > 1,66 ^4,
<p6 > 1,66 ^4,
ψΐί = +5,91367 dptr. = 0,591 ΦΜ
0,25 Φ μ < <pu
< 1,25 Φ μ ,
<pLy = +4,72149 dptr.,
und somit ist
und somit ist
Es ist mithin
0,75 Φ μ < I ψζ [
< 2,75 ΦΜ.
35 Bei diesem Beispiel wurde zur Aufzeigung der weiten Variationsfreiheit in der Glaswahl die in der Blendennähe
aufgestellte und gegen die Blende hohle konzentrische Zerstreuungsfläche einer Linse zuerteilt, die aus einem
Leichtflint besteht und eine Brechzahl von deutlich unter 1,60 besitzt, während für die beiden anderen
Beispiele schwer brechende Gläser mit Brechzahlen von 1,70 und höher an dieser Stelle verwendet werden.
Beispiel III (Fig. 2) fM = 100,0 mm Relative Öffnung 1: 2,7 ΦΜ = + 10,0 dptr.
Linse
Fläche
Radien
Dicken und Abstände »rf/"
| T | 1 | + 1454,492 |
| X | 2 | + 145,801 |
| TT | 3 | + 663,801 |
| XX | 4 | - 202,592 |
| III | 5 6 |
+ 100,773 + 663,801 |
| IV | 7 8 |
± OO + 118,331 |
| 9 | - 166,724 | |
| ν VI |
10 | + 48,126 |
| 11 | + 249,739 |
«o =
4,448 28,520 10,675
0,890 14,287 21,083
3,558
7,651
3,202 7,988
= 20,371
a, = 1,6889/31,1
1,6204/60,3
1,6204/60,3
1,7200/50,3
1,7200/50,3
1,7215/29,3
1,7215/29,3
+ 0,47364 dptr.
- 4,72493 dptr.
+ 0,93462 dptr. + 3,06231 dptr.
+ 6,15641 dptr.
- 0,93462 dptr.
± 0 dptr.
- 6,08463 dptr.
- 4,31851 dptr. + 0,03117 dptr.
- 2,88902 dptr.
| 15 | Fläche | 1 094 480 | Radien | Dicken und Abstände |
K = | O6^ = 21,350 | (fest) | 5,337 | 16 | nj/v | Ψ | |
| + 191,365 + 44,571 - 104,721 |
^7= 5,871 | 1,6200/36,3 1,6204/60,3 |
+ 3,23988 dptr. + 0,00897 dptr. + 5,92431 dptr. |
|||||||||
| 12 13 14 |
3,558 9,038 |
2,669 | 19,571 | |||||||||
| Linse | (Fortsetzung Beispiel III) | ^8= 4,448 | Blendenraum | |||||||||
| VII VIII |
5,693 | 1,779 | ||||||||||
| + 41,935 + 61,238 |
O9 = 0,890 | 1,6200/36,3 | +14,78479 dptr. — 10,12443 dptr. |
|||||||||
| 15 16 |
4,982 | |||||||||||
| - 44,265 + 217,056 |
a10 = 0,534 | 1,7015/41,0 | -15,84774 dptr. - 3,23189 dptr. |
|||||||||
| IX | 17 18 |
|||||||||||
| - 143,577 - 47,592 |
9,252 3,558 |
1,7885/50,4 | - 5,49183 dptr. +16,56791 dptr. |
|||||||||
| X | 19 20 |
|||||||||||
| +10674,91 - 96,643 |
1,7885/50,4 | + 0,07387 dptr. + 8,15889 dptr. |
||||||||||
| XI | 21 22 |
|||||||||||
| + 44,906 - 89,438 + 33,021 |
1,6204/60,3 1,6200/36,3 |
+ 13,8155SdPtH + 0,00472 dptr. -18,77593 dptr. |
||||||||||
| XII | 23 24 25 |
|||||||||||
| XIII XIV |
||||||||||||
Durch eine Verschiebung der beiden veränderlichen Glieder gegen die Objektseite hin (also »nach vorn«) um
17,792 mm erhält man die sogenannte »Tele-Stellung« mit einer Äquivalentbrennweite von /"y = 142,15 mm, während
man bei der Gliederverschiebung um 17,792 mm in Richtung zum Bild hin die sogenannte »Weitwinkel-Stellung«
mit einer Äquivalentbrennweite von /V = 70,33 mm erhält. Die bildseitige Schnittweite für das ferne Objekt
beträgt für diesen ganzen Brennweitenbereich einheitlich go 76,4 mm.
Die charakteristischen Bauelemente des pankratischen Systems weisen also im einzelnen folgende Brechkraftssumme
auf:
Es ist weiterhin der Absolutwert der Brechkraft der charakteristischen Hohlfläche R1 7 = Rz im Relay:
Ip17J = 15,84774 dptr.
= 1,585 Φ μ und somit
0,75 ΦΜ< \φ17\<2,75ΦΜ·,
die Brechkraftssumme der beiden sammelnden Luftlinsen
im Relay:
<Pll = +38,61620 dptr.
und somit
= 3,862 Φ μ 2,0 Φ μ
< 9LL < 6,0 Φ μ;
ψτ
= -4,25130dptr. = -42,5130 °Ι0ΦΜ
(2)
Variatorpn/in = +9,21872dptr. = +92,1872°■/ 0ΦΜ
Erector ρίν/νΐ = -13,26099 dptr. = -132,6099 %ΦΜ
Comp,
H = +91,7316%ΦΜ
und somit ist unter Benutzung der Absolutwerte erfüllt:
20% ΦΜ< 42,5130%· ΦΜ
< 65% ΦΜ
90% ΦΜ < 132,6099% ΦΜ
< 180% ΦΜ
65%ΦΛί< 91,7316% ΦΜ< 130% ΦΜ
65%ΦΛί< 91,7316% ΦΜ< 130% ΦΜ
Innenflächenpaar im Erector:
(ps = -6,08463 dptr.
<p9 = -4,31851 dptr. 1,15 959
<9?8< 2,15 ψβ;
Innenflächenpaar im Variator:
φ5 = +6,15641 dptr. p4 = +3,06231 dptr.
1,4 954 < 99S
< 3<2 9>4
<p5 > 1,66 9>4;
stark sammelnde Außenfläche im Kompensator: <pu = +5,92431 dptr. = 0,592 ΦΜ
0,25 ΦΜ < <pu
< 1,25 ΦΜ; die Flächenbrechkraftssumme des Positivmeniskus Ly
vor der in Blendennähe stehenden charakteristischen Hohlfläche <p17 = φζ
(pLv = +4,66035 dptr.,
und somit ist
0 < 0>£v
< 0,75 I φζ .
Claims (10)
1. Lichtstarkes pankratisches Objektiv, bei dem in der Richtung von der längeren Konjugierten zur kürzeren
Konjugierten hin einem Frontglied von zerstreuender Brechkraft ein ortsveränderliches Linsenpaar
sammelnder Brechkraft nachgeschaltet ist, welches einen kleinen festen inneren Luftabstand in
Form einer stark sammelnden Luftlinse zwischen sich einschließt und den sogenannten Variator bildet, dem
ein ortsfestes zerstreuendes Glied, der sogenannte Erector, nachgeschaltet ist, welches ebenfalls aus
einem Linsenpaar besteht, dessen stärker brechende Flächen einen kleinen festen Luftabstand einschließen, ao
der hierbei jedoch im Gegensatz zum Variator eine Luftlinse von stark zerstreuender Wirkung bildet, und
bei dem diesem Erector ein mit dem Variator gekuppeltes, ebenfalls ortsveränderliches Sammelsystem
nachgeschaltet ist, welches als Kompensator bezeichnet wird und mit einer starken positiven Brechkraft
ausgestattet ist, dem die ortsfeste Blende des pankratischen Objektivs nachfolgt, wobei hinter dieser
Blende ein mehrlinsiges zusammengesetztes System angeordnet ist, welches zur Erzeugung einer reellen
Abbildung mit einer sammelnden Brechkraft ausgestattet ist, und hinter dem dann in einem festen
Abstand die Bildebene folgt, dadurch gekennzeichnet, daß
a) die zerstreuende Frontlinse (I) so ausgebildet ist, daß sie ihre sehr stark zerstreuend wirkende
Außenfläche (R2) der Blende (B) als eine Hohlfläche
zukehrt und daß
b) sowohl der der feststehenden Frontlinse nachfolgende ortsveränderliche Variator als auch der
diesem wiederum folgende feststehende Erector, welche beide aus je einem gegeneinander aufgestellten
und ein sehr stark brechendes Nachbarflächenpaar einschließenden Linsenpaar bestehen,
mit einer derart unsymmetrischen Verteilung der Flächenbrechkräfte in diesen Nachbarflächenpaaren
ausgestattet sind, daß das in dem feststehenden Erector eingeschlossene Nachbarflächenpaar
(R8, R9) mit einer Unsymmetrie der beiden
Flächenbrechkräfte (φ8, φ9) von mehr als 15%, 5<>
aber weniger als 115% ausgestattet ist, daß, formelmäßig ausgedrückt, also gilt:
1,15 φβ< φ8<2,ί5φ9,
und das innere Nachbarflächenpaar (.R4, R5) des
dem Erector auf der Objektseite vorausgehenden Variators wiederum eine noch stärkere Brechkraftsunsymmetrie
besitzt als dasjenige des Erectors, und wobei die eingeschlossenen Nachbarflächenpaare
(Ra, R9 und .R4, R5) dieser beiden
Glieder im einzelnen derart unsymmetrisch gestaltet sind, daß ihre gegen die Blende (B) hohlen
Innenflächen (R5 bzw. R8) jeweils mit einer stärkeren
Brechkraft ausgestattet sind als die ihr zugeordneten, gegen die Blende konvexen Nachbar-Innenflächen
(.R4 bzw. Ra).
2. Objektiv nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der zwischen dem ortsfesten Erector und
der ebenfalls feststehenden Blende (B) angeordnete und gemeinsam mit dem Variator ortsveränderliche
Kompensator mindestens eine an einen veränderlichen Luftabstand grenzende sammefade Glas-Luft-Fläche
besitzt, deren Flächenbrechkraft größer ist als 25% der mittleren Äquivalentbrechkraft des Gesamtobjektivs,
ohne jedoch den Wert von 125% dieser Äquivalentbrechkraft des pankratischen Objektivs in seiner
Mittelstellung zu überschreiten, so daß formelmäßig gilt:
0,25 Φ μ < <p14.
< ί,25ΦΜ·
3. Objektiv nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die genannte Unsymmetrie der
Brechkraftsverteilung innerhalb der stark brechenden eingeschlossenen Nachbarflächenpaare der Glieder derart
gestaltet ist, daß die Flächenbrechkraft (φ8) der
gegen die Blende (B) hohlen Innenfläche (R 8) des
Erectors um mehr als ein Sechstel, jedoch um weniger als drei Viertel größer ist als die Flächenbrechkraft (9S9)
ihrer an den eingeschlossenen Luftraum grenzenden und gegen die Blende (B) konvex gewölbten Nachbarfläche
(R9) dieses ortsfesten Erectors, daß, formel mäßig
ausgedrückt, also gilt:
1Ve <Ps>
< <Ps< 13U<P9,
und daß weiter gleichzeitig die Flächenbrechkraft (9S5)
der gegen die Blende konkaven inneren Nachbarfläche (R5) des ortsveränderlichen Variators um mehr
als 40 %, jedoch um nicht mehr als 220 % der Flächenbrechkraft
(<p4) ihrer gegen die Blende (B) konvexen
Nachbarfläche (R4) größer ist als eben die Flächenbrechkraft
dieser Konvexfläche (.R4), daß also formelmäßig
gilt :
1,4<ρ4<
9?5< 3,2 <p4.
4. Objektiv nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die gegen die Blende hohle Innenfläche
(R5) des von der Blende (B) weit entfernt stehenden
Innen-Nachbarflächenpaares des Variators eine Flächenbrechkraft (9J5) besitzt, die größer ist als 166 %
der Flächenbrechkraft (φ4) der ihr benachbarten und
gegen die Blende (B) konvex gekrümmten anderen Innenfläche (R4) dieses ortsveränderlichen Variators,
daß also formelmäßig gilt:
<ps> 1,66954.
5. Objektiv nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die grundlegenden Bauelemente
der pankratischen Systeme, nämlich die Frontlinse (I), der Variator (II, III), der Erector (IV, V, VI) und der
Kompensator (VII, VIII), mit den auf die mittlere Äquivalentbrechkraft (Φμ) des Gesamtobjektivs bezogenen
Brechkraftssummen wie folgt ausgestattet sind, gerechnet in absoluten Werten:
die Frontlinse (I) besitzt eine Brechkraft (φι), die
größer ist als 20 %, jedoch kleiner als 65 % von Φ μ ;
der Variator (II, III) besitzt eine Flächenbrechkraftssumme, die zwischen 65 und 130 % von Φ μ
bemessen ist;
der ortsfeste Erector (IV, V, VI) ist mit einer Flächenbrechkraftssumme ausgestattet, die größer
ist als 90%, jedoch kleiner als 180% von ΦΜ;
die Flächenbrechkraftssumme des Kompensators (VII, VIII) liegt zwischen 65 und 130 % von ΦΜ,
so daß formelmäßig gilt:
0,20 Φ μ < -φι
< 0,65 Φ μ 0,65 Φ Μ
< 93VaHaIOr
< 1,30 ΦΜ 0,90 ΦM
< -^Erector < 1,80 ΦM
0,65 ΦM < 9>Comp.
< 1,30 ΦM
009 677/235
6. Objektiv nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß das der Blende (B) nachfolgende
Relay auf seiner der Blende zugekehrten Seite mindestens zwei einzelne Linsenelemente besitzt, von
denen eines der Blende eine sehr stark zerstreuende Hohlfläche (Rz) zukehrt, deren Flächenbrechkraft (<pz)
dem absoluten Wert nach größer ist als 750I0 der
mittleren Äquivalentbrechkraft des Gesamtobjektivs, ohne jedoch den Wert von 275 °/0 dieser mittleren
Äquivalentbrechkraft des Gesamtobjektivs zu überschreiten, daß also formelmäßig gilt:
0,75 ΦΜ< \φζ\<2,75Φ.
'μ,
während auf der Bildseite eine ungleichschenklige Sammellinse (S) angeordnet ist, der ein gegen das Bild
hohler Meniskus (M) nachfolgt.
7. Objektiv nach Anspruch 6, gekennzeichnet durch einen solchen Aufbau des Relay, daß in der Nähe der
ihr voraufgehenden Blende (B) eine Negativlinse mit einer gegen diese Blende hohlen, sehr stark brechenden so
Zerstreuungsfläche (Rz) angeordnet ist, während auf der Bildseite ein Meniskus (M) mit gegen das Bild
hohlen Außenflächen das Gesamtsystem abschließt, wobei zwischen diesen Bauelementen mehrere Innenglieder
angeordnet sind, die zwei sammelnde Luftlinsen derart einschließen, daß deren Flächenbrech-
kraftssumme
(2)
größer ist als das 2,0fache der
mittleren Äquivalentbrechkraft des Gesamtobjektivs, ohne jedoch das 6,0fache dieser Gesamtbrechkraft
des pankratischen Objektivs in seiner Mittelstellung zu überschreiten, daß also formelmäßig gilt:
2,0 ΦΜ < <pLL
< 6,0 Φ μ ■
8. Objektiv nach Anspruch 6, gekennzeichnet durch einen solchen Aufbau des Relays, daß in der Nähe der
ihr voraufgehenden Blende (B) eine Negativlinse mit einer gegen diese Blende hohlen, sehr stark brechenden
Zerstreuungsfläche (Rz) angeordnet ist, während auf der Bildseite ein Meniskus (M) mit gegen das Bild
hohlen Außenflächen das Gesamtsystem abschließt, wobei zwischen diesen Bauelementen mehrere Innenglieder
angeordnet sind, die drei Luftlinsen von sammelnder Wirkung derart einschließen, daß die Flächen-
brechkraftssumme (q>LLJ dieser drei Luftlinsen größer
ist als das 2,5fache der mittleren Äquivalentbrechkraft
des pankratischen Gesamtobjektivs, gemessen in der Einstellung auf das geometrische Mittel der Vergrößerung,
ohne jedoch das 7,5fache dieser mittleren Äquivalentbrechkraft zu überschreiten, daß also
formelmäßig gilt:
2,5 ΦΜ < 9LL
< 7,5 Φ
Μ ■
(3.
9. Objektiv nach Anspruch 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet,
daß bei Vorschaltung eines sammelnden Baugliedes (Lv) vor die in Blendennähe stehende
charakteristische Hohlfläche (Rz) die Flächenbrechkraf tssumme (99z,v) dieses vorgeschalteten sammelnden
Baugliedes (L\) zwischen Null und dem 0,75iachen des Absolutwertes der Flächenbrechkraft (95z) der genannten
charakteristischen Hohlfläche (Rz) liegt, also formelmäßig gilt:
10. Objektiv nach den Ansprüchen 1 bis 9, gekennzeichnet durch die Anordnung von chromatisch korrigierenden
Kittflächen in einigen Bauelementen des Gesamtobjektivs, und zwar vorzugsweise in dem der
Blende zugewandten Teilglied (V -}- VI) des feststehenden Erectors, im Kompensator (VII + VIII)
und im bildseitigen Schlußmeniskus (XIII + XIV) des Relay, wobei zur Erzielung einer guten Farbkorrektion
auch für die seitlichen Bildfeldteile diese Kittflächen (R10, R13, R2i) sämtlich gegen die Blende
hohl gestaltet sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 009 677/23? 11.60
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