DE1095528B - Einflankenwaelzpruefgeraet - Google Patents

Einflankenwaelzpruefgeraet

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DE1095528B
DE1095528B DEM38232A DEM0038232A DE1095528B DE 1095528 B DE1095528 B DE 1095528B DE M38232 A DEM38232 A DE M38232A DE M0038232 A DEM0038232 A DE M0038232A DE 1095528 B DE1095528 B DE 1095528B
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DE
Germany
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ruler
single flank
rolling
test device
gear
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Pending
Application number
DEM38232A
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English (en)
Inventor
Dipl-Masch Techn Karl Mueller
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Maag Zahnrader und Maschinen AG
Original Assignee
Maag Zahnrader und Maschinen AG
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Publication date
Application filed by Maag Zahnrader und Maschinen AG filed Critical Maag Zahnrader und Maschinen AG
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  • Testing Of Devices, Machine Parts, Or Other Structures Thereof (AREA)
  • A Measuring Device Byusing Mechanical Method (AREA)

Description

  • Einflankenwälzprüfgerät Die Erfindung betrifft ein Einflankenwälzprüfgerät für das Prüfen von Zahnradgetrieben, die unter einer bestimmten Achsdistanz stehen. Das zu prüfende Getriebe besteht normalerweise aus zwei Zahnrädern; es kann aber auch aus einem zu prüfenden Zahnrad und einem Meisterrad bestehen. Geprüft werden damit z. B. zuerst die vorwärts treibenden Zahnflanken und anschließend die rückwärts treibenden Zahnflanken, wobei die Wälzfehler als Suinmenfehler und als Abweichung von der gleichförmigen Übertragung der Winkelgeschwindigkeit vom einen Prüfrad auf das andere gemessen werden.
  • Eine bekannte Einrichtung zum Prüfen von Zahnrädern einschließlich Schneckengetriehen nach dem Einfiankenabrollverfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß die miteinander im Eingriff stehenden verzahnten Teile mit mindestens zwei zylindrischen Meßscheiben vom Übersetzungsverhältnis der Prüflinge in Verbindung stehen und daß zwei zueinander parallele gerade Lineale, von denen eines in seiner Längsrichtung verschieblich ist und auf eine Anzeigevorrichtung wirkt, an die auf den Linealen abrollbaren Meßscheiben andrückbar sind.
  • Bei dieser bekannten Einrichtung müssen für jedes zu prüfende Getriebe die entsprechenden sehr genauen Meßscheiben angefertigt werden, was einen großen Aufwand und damit ziemliche Kosten verursacht.
  • Bei dem Einflankenwälzprüfgerät nach der Erfindung werden diese Nachtile dadurch beseitigt, daß die Meßscheiben als Basisscheiben mit konstantem Durchmesser ausgebildet sind, die bei einem anderen Übersetzungsverhältnis der Zahnräder nicht ausgewechselt werden, und daß die Längsbewegungen der beiden Lineale über einen auf einem Meßschlitten angeordnetes, entsprechend dem Übersetzungsverhältnis der Werkstücke winkeleinstellbares Steuerlineal mit darauf geradlinig geführtem Körper aufeinander abgestimmt sind.
  • Durch den Ersatz der vom zu prüfenden Getriebe abhängigen Meßscheiben- oder Grundkreisscheibenpaare durch zwei Basisscheiben mit konstantem Durchmesser werden nicht nur die Kosten der jeweils neu zu fertigenden Grund- oder Meßscheiben eingespart, sondern es ergiht sich auch noch eine ganz wesentlich raschere und einfachere Bedienung und vor allem raschere und einfachere Umstellung von einem Werkstückpaar auf ein anderes.
  • Es sind auch Prüfgeräte für das Messen des Zahnprofils bei einzelnen Zahnrädern bekanntgeworden, die wegen der Unabhängigkeit von einer Vielfalt von Grundkreisscheiben und zur Beeinflussung einer einzelnen Grundkreisscheibe ein 5 inusl ineal verwenden. In diesem Fall ist jedoch nicht eine Abrollprüfung eines Getriebes möglich, sondern nur die Prüfung der Zahnflanke eines einzelnen Zahnrades.
  • Beispielsweise Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Prüfgerätes gehen aus den folgenden schematischen Figuren hervor, wobei die Fig. 1 die Seitenansicht eines Prüfgerätes, auf dem ein außenverzahntes Getriebe mit parallelen Achsen geprüft wird, zeigt. Einzelne Partien sind zum besseren Verständnis im Schnitt I-I der Fig. 2 gezeigt, die dasselbe Gerät im Grundriß darstellt. Die Fig. 3 zeigt das gleiche Prüfgerät im Querschnitt III-III der Fig. 2, wobei auch schematisch die elektrische Schaltung der Elektromagnete dargestellt ist. Die Fig. 4 erklärt die Einstellung desselben Gerätes im Grundriß für ein Getriebe mit parallelen Achsen, wobei das eine Rad innenverzahnt ist.
  • Die Fig. 5 stellt einen Längsschnitt durch ein Gerät für das Prüfen von Kegelrädern dar; einzelne Teile sind zur Verdeutlichung im Schnitt V--V der Fig. 6 gezeichnet. Die Fig. 6 zeigt das gleiche Gerät im Grundriß, wobei die eine Aufspannspindel im Horizontalschnitt dargestellt ist.
  • Auf dem Bett 1 des Einflankenwälzprüfgerätes ist der Meßschlitten 2 mittels den Führungen 3 und 4 verschiebbar angeordnet. Die Aufspannspindel 5 für das eine Zahnrad 38 des zu prüfenden Getriebes ist senkrecht im Bett 1 gelagert, während die r2ufspannspindel 6 für das zweite Zahnrad 39 senkrecht im Werkstückschlitten 7 gelagert ist. Der Werkstückschlitten 7 ist parallel zum WIeßschlitten 2 auf dem Bett 1 mittels Handrad 8 und Spindel 9 versd7iebhar, um die Achsdistanz einzustellen. Die Achsdistanz des zu prüfenden Getriebes wird auf der Skala 10 abge lesen. Auf der Aufspannspindel 5 ist die Basisscheibe 12 befestigt. Sie besitzt einen konstanten, d. h. vom zu prüfenden Rad unabhängigen Durchmesser; das gleiche gilt auch für Basisscheibe 13 auf der Aufspannspindel 6. Jede der beiden Basisscheiben 12 und 13 ist mit je einem Wälzlineal 14 und 15 schlupffrei verhunden. Die Schlupffreiheit wird durch elektromagnetische Anpressung erreicht. Das mit der Basisscheibe 12 in Verbindung stehende Wälzlineal 14 ist senkrecht zur Bewegungsrichtung des Meßschlittens 2 im Bett 1 auf Kugeln 11 geführt. Das mit der Basisscheibe 13 in Verbindung stehende Wälzlineal 15 ist parallel zur Bewegungsrichtung des Meßschlittens 2 und auf diesem auf Kugeln 24 geführt. Auf dem Wälzlineal 14 ist ein Bolzen 16 befestigt, auf dem drehbar der Gleitstein 17 sitzt. Damit ist das Wälzlineal 14 mit dem auf dem winkeleinstellbaren Steuerlineal 19 geführten Körper 17 gelenkig verbunden. Auf dem MeBaschlitten2 ist mittels der senkrechten Achse 18 das Steuerlineal 19 drehbar angeordnet. Dessen Drehbewegung wird über die Achse 18 auch auf den Zeiger 20 übertragen, so daß die Winkelstellung des Steuerlineals an der zugehörigen und auf dem Meßschlitten 2 befestigen Skala 21 abgelesen werden kann. Das Steuerlineal 19 besitzt eine gerade Längsnut 22, in der der Gleitstein 17 gleiten kann. Durch den Handgriff 23 kann das Steuerlineal 19 am Meßschlitten 2 fixiert werden, so daß die eingestellte Winkelstellung auch bei Beanspruchung des Steuerlineals erhalten bleibt. Das Wälzlineal 15 besitzt eine Aussparung25, in die ein Fühler 26 des Anzeigegerätes 27 greift, wobei das Anzeigegerät auf dem Meßschlitten 2 befestigt ist.
  • Das Anzeigegerät 27 zeichnet die ermittelten Werte ruf einen Registrierstreifen der Rolle 28. Die Rolle 28 steht über Reibscheiben 29 und 30 mit dem Zahnrad 31 in Verbindung. Das Zahnrad 31 greift in die am Bett 1 befestigt Stange 32, so daß bei Bewegung des Meßschlittens sich auch die Registrierrolle 28 dreht.
  • Das Wälzlineal 15 ist weiter mit einer Nase 33 versehen. Diese Nase 33 steht über Federn 34 und 35 mit einer verstellbaren Stange 36 in Verbindung, die durch den Handgriff 37 arretiert werden kann. Der Meßschlitten 2 wird über das Handrad 40 und die Gewindespindel 41 auf dem Bett 1 verschoben.
  • Das Einflankenprüfgerät nach den Fig. 1, 2 und 3 funktioniert wie folgt: Nach Aufspannen der zu prüfenden Räder38 und 39 auf denAufspannspindeln5 und 6 wird die Achsdistanz des Prüfgetriebes über Handrad8 und Spindel9 auf den Werkstückschlitten7 übertragen und auf Skala 10 abgelesen. Das so eingestellte Getriebe besitzt ein gewisses Flankenspiel.
  • Nun wird das Steuerlineal nach Skala 21 eingestellt und mit Handgriff 23 arretiert. Diese Einstellung wird nach folgender Formel vorgenommen: tg a = D2 z1 (1) tg a = D x (t) Es bedeutet: a = Einstellwinkel des Steuerlineals 19 nach Skala 21, Ds = Durchmesser der Basisscheibe 13, D2 = Durchmesser der Basisscheibe 12, z1 = Zähnezahl des Zahnrades 39, x2 = Zähnezahl des Zahnrades 38.
  • Hierauf wird zur Prüfung der einen Zahnflanke des Getriebes, z. B. der vorwärts treibenden Flanke, die stange 36 mit den Federn 34 und 35 auf die eine Seite verschoben und mit Handgriff 37 arretiert, so daß die Vorwärtsflanken mittels dieses Federdrucks 34 und 35 über Wälzlineal 15, die Basisscheibe 13 und damit die entsprechenden Flanken des Zahnrades 39 auf derjenigen des Zahnrades 38 anliegen. Zur Prüfung der Rückwärtsflanken des Getriebes wird die Stange 36 auf die entgegengesetzte Seite verschoben, womit die Kraftrichtung des Meßdruckes auf die Zahnflanken gekehrt wird.
  • Um die Summenfehler, d. h. diejenigen Fehler, welche eine Abweichung von der gleichförmigen Bewegungsübertragung des zu prüfenden Getriebes verursachen, zu registrieren, wird der Meßschlitten 2 mit Hilfe des Handrades 40 und der Spindel 41 auf dem Bett 1 verschoben. Durch diese T.ängsverschiebung des Meßschlittens 2 wird der Gleitstein 17 in der Längsnut 22 des unter dem Winkel a stehenden Steuerlineals 19 verschoben, wodurch das Lineal 14 eine Bewegung senkrecht zu derjenigen des Meßschlittens 2 erhält. Das Ubersetzungsverhältnis dieser beiden Bewegungen ist entsprechend dem Übersetzungsverhältnis der Räder 38 und 39 nach Formel 1 gerechnet.
  • Durch die Bewegung des Lineals 14 wird die Basisscheibe 12 bewegt. Die schlupffreie Bewegungsübertragung ist durch die elektromagnetische Erregung des Lineals 14 über die Leitungen 42 gewährleistet.
  • Von der Basisscheibe 12 wird die Drehbewegung über die Aufspannspindel 5 auf das Zahnrad 38 übertragen. das die Bewegung über die zu prüfenden Flanken auf das Rad 39 leitet. Das Rad 39 dreht über die Aufspannspindel 6 die ebenfalls über die Leitungen 42 elektromagnetisch erregte Basisscheibe 13, die ihrerseits das Lineal 15 schlupffrei mitnimmt. Bei theoretisch richtiger Verzahnung macht nun dieses Lineal 15 genau die gleiche Bewegung wie der auf dem Anzeigegerät 27 und damit auf dem Meßschlitten 2 gelagerte Fühler 26, der in die Aussparung 25 des Lineals 15 greift. Das Anzeigegerät würde in diesem Falle eine Gerade auf der mit dem Meßschlitten 2 synchron laufenden Registrierrolle 28 aufzeichnen. Wenn durch Flanken-, Rundlauf- oder andere Fehler die Bewegungsübertragung vom Zahnrad 38 auf das Zahnrad 39 nicht gleichförmig vor sich geht, dann eilt das Lineal 15 gegenüber dem Fühler 26 vor oder nach.
  • Es ergeben sich daraus Ausschläge des Registriergerätes 27, deren Größe aus der sich ergebenden Kurve auf der Registrierrolle 28 entnommen werden kann. Durch die begrenzte Länge des Steuerlineals 19 ist es nicht möglich die Prüfung über beliebig viele Umdrehungen auszudehnen. An sich genügt jedoch eine einzige Umdrehung des größeren zu prüfenden Rades 38.
  • Eine weitere Anwendung desselben Gerätes ist in Fig. 4 gezeigt, wo das innenverzahnte Rad 50 auf der Aufspannspindel 5 sitzt und das damit im Eingriff stehende außenverzahnte Stirnrad 51 und der Aufspannspindel 6. Der einzige Unterschied gegenüber der Einstellung bei zwei außenverzahnten Stirnrädern, wie in den Fig. 1, 2 und 3 beschrieben, ist der, daß das Steuerlineal 19 in der entgegengesetzten Richtung, d. h. von der positiven auf die negative Seite, um den Winkel a schräggestellt wird. Dadurch erhält auch das Lineal 14 die entgegengesetzte Bewegungsrichtung gegenüber derjenigen bei außenverzahntem Prüfgetriebepaar (wie nach Fig. 1, 2 und 3 beschrieben) und bei gleich angenommener Bewegungsrichtung des Meßschlittens 2.
  • Eine andere Variante des gleichen Erfindungsgedankens stellt das Einflankenwälzpriifgerät für Kegel- und Hypoidgetriebe nach Fig. 5 und 6 dar.
  • Zum besseren Verständnis und der Einfachheit halber sind die Endziffern der Bezugszahlen der analogen Teile wie bei dem Gerät nach Fig. 1, 2 und 3 gewählt.
  • Auf dem Bett 101 des Gerätes ist der Meßschlitten 102 mit Hilfe der Führungen 103, 104 und mittels Handrad 140 und Gewindespindel 141 verschiebbar angeordnet. Parallel dazu verschiebbar ist das Wälzlineal 115, durch Kugeln 124 geführt, auf dem Meßschlitten 102 gelagert. Das Wälzlineal 115 cnthält eine Aussparung 125, in die der Fühler 126 des auf dem Meßschlitten 102 gelagerten Anzeigegerätes 127 greift.
  • Die Registrierrolle 128, die die Aufzeichnungen des Anzeigegerätes 127 aufnimmt, wird durch die Reibscheiben 129 und 130 angetrieben. Mit der Reib scheibe 130, auf derselben Welle sitzend, ist auch der Zahnkolben 131 verbunden. Dieser steht im Eingriff mit der auf dem Bett befestigten Zahnstange 132, so daß bei Verschiebung des AlePlschlittens 102 sich die Registrierrolle 128 synchron dazu bewegt. Auf dem Wälzlineal 115 befindet sich die Nase 133, auf die die beiden Federn 134 und 135 wirken. Diese wiederum stehen in Verbindung mit der Stange 136. Die Stange 136 ist verschiebbar und arretierbar durch den auf dem Meßschlitten 102 gelagerten Handgriff 137. Im schlupffreien Eingriff mit dem Wälzlineal 115 befindet sich die Basisscheibe 113. Diese hat vom tibersetzungsverhältnis des zu prüfenden Getriebes 138 und 139 unabhängigen Durchmesser. Darin hefinden sich Wicklungen, um den elektromagnetischen Anpreßdruck hervorzurufen. Der Strom wird durch die Leitungen 142 zugeführt. Die Basisscheibe 113 ist fest mit der Aufspannspindel 106 verbunden, die waagerecht im Bett 101 gelagert ist und das zu prüfende Rad 139 aufnimmt.
  • Der Meßschlitten 102 enthält die senkrecht darin gelagerte Achse 118, den Zeiger 120 und das damit fest verbundene Steuerlineal 119. Der Zeiger 121 zeigt die Winkelstellung des Steuerlineals auf der Skala 120 an, die auf dem Meßschlitten 102 sitzt. Das Steuerlineal wird durch den Handgriff 123 winkeleingestellt und am Meßschlitten 102 arretiert. Das Steuerlineal 119 besitzt die Längsnut 122, in der der Gleitstein 117 gleitet. Der Gleitstein 117 ist auf dem Bolzen 116 drehbar gelagert, während der Bolzen 116 auf dem Wälzlineal 114 befestigt ist. Das Wälzlineal 114 ist im Bett 101 mittels der Kugeln 111 gelagert und senkrecht zur Verschiebungsrichtung des Meßschlittens 102 und damit auch zum Wälzlineal 115 verschiebbar. Im Wälzlineal 114 sind Wicklungen eingebaut, die den elektromagnetischen Anpreßdruck zwischen Wälzlineal 114 und der Basisscheibe 112 ergeben und den schlupffreien Kraftschluß zwischen diesen beiden Teilen garantieren. Die Stromzuführung zu diesen Wicklungen geschieht iiber die I,eitungen 142. Die Basisscheibe 112 hat einen konstanten Durchmesser, der unabhängig ist vom Übersetzungsverhältnis des zu prüfenden Getriebes 138, 139. Die Basisscheibe 112 ist senkrecht im Bett 101 gelagert; durch sie hindurch ist gleitend, jedoch in ihr nicht drehbar, die Nabe der kegeligen Übertragungsscheibe 160 geführt. In schlupffreiem Kraftschluß mit der Übertragungsscheibe 160 steht die entsprechende kegelige Übertragungsscheibe 161, welche zusammen ein Friktionsgetriebe ergeben. Die Friktionsscheibe 161 ist mit Wicklungen zur elektromagnetischen Anpressung an der Scheibe 160 ausgerüstet und über die Leitungen 142 mit einem Stromnetz verbunden.
  • Der Kegel der Übertragungs- oder Friktionsscheiben 160 und 161, d. h. des Winkelgetriebes, ist vom Übersetzungsverhältnis des zu prüfenden Getrie- bes unabhängig und konstant. Scheibe 161 ist horizontal im schwenkbaren \ATerkstückträger 107 gelagert und nimmt die darin axial verschiebbare Aufspannspindel 105 auf, die ihrerseits das zu prüfende Kegelrad 138 enthält. Die Spindel 162 verstellt und arretiert die Aufspannspindel 105 in der Scheibe 161. Der Werkstückträger 107 ist um die senkrechte Achse schwenkbar, wobei die Schwenkstellung (die dem Achswinkel des zu prüfenden Kegel- oder Hypoidgetriebes entspricht) auf der Skala 110 ablesbar ist und mit Hilfe des Handgriffes 164 arretiert wird.
  • Bei Prüfung von Hypoidgetriehen wird, um die Achsen der Aufspannspindeln 105 und 106 gegeneinander zu versetzen, der Werkstückträger 107 samt den darin gelagerten Teilen und der Scheibe 160 mittels der in der Achse 163, die ein Gewinde besitzt und im Bett 101 axial verschiebbar gelagert ist, angeordneten Gewindespindel 165 in der Höhe verstellt.
  • Die Gewindespindel 165 ist axial im Bett 101 gelagert und wird mit Hilfe des Kegdtriebes 166 und 167 und des Handrades 168 angetrieben. Die Höheneinstellung, d. h. die Größe der Achsversetzung, ist mittels der angedeuteten Skala 169 ablesbar.
  • Die Funktion des Gerätes nach den Fig. 5 und 6 verläuft analog derjenigen des Gerätes nach den Fig. 1, 2 und 3: Nach Aufspannen der zu prüfenden Räder und Einstellen des Werkstückträgers 107 auf Achswinkel, der Aufspannspindeln 105 und 106 auf Achsdistanz, bei Hypoidgetrieben Einstellung des Werkstückträgers 107 über Handrad 168 auf Achsversetzung wird am Handgriff 137 auf die eine oder andere Zahnflanke der Federdruck der Federn 134 und 135 gegeben. Die Einstellung des Steuerlineals geschieht nach der Formel: tg D2 z1 tg (2) D1 a = >)2 zu 21 zu ze wenn bedeutet: a = Einstellwinkel des Steuerlineals 119 nach Skala 121, D1 = Durchmesser der Basisscheibe 113, D2 = Durchmesser der Basisscheibe 112, z, = Zähnezahl des Zahnrades 139, Z2 = Zähnezahl des Zahnrades 138, z = Kegelwinkel der Friktionsscheibe 160.
  • Durch Verschieben des Meßschlittens 102 mittels des Handrades 140 wird einerseits der Fühler 126 des Anzeigegerätes 127 mit einer gewissen Gescllwindigkeit bewegt. Anderseits wird bei theoretisch korrekter Verzahnung des Prüfgetriebes das Lineal 115 mit derselben Geschwindigkeit bewegt mittels des Gleitsteins 117, des Wälzlineals 114, der Basisscheibe 112, den Friktionsscheiben 160 und 161, den Prüfrädern 138 und 139 und der Basisscheibe 113. Bei einer Abweichung der Verzahnung von der Sollform macht sich dies in einer anderen Geschwindigkeit des Wälzlineals 115 gegenüber dem Fühler 126 bemerkbar, worauf das Anzeigegerät 127 anspricht und den Fehler auf der sich synchron mit dem Meßschlitten 102 bewegenden Rolle 128 aufzeichnet.
  • Es ist nicht notwendig, daß die Basisscheiben unter sich gleiche Durchmesser besitzen, sondern vielfach vorteilhaft, wenn diese mit verschiedenen Durchmessern ausgeführt werden, um hessere Gleitverhältnisse zwischen Gleitstein und Steuerlineal zu erhalten. Maßgebend sind dabei die Bereiche der am häufigsten verwendeten Ubersetzungsverhältnisse der Prüfgetriebe. Das gleiche gilt für das kegelige Friktionsgetriebe 129, 130.
  • Bei den beiden beschriebenen Ausführungsarten des Einflankenprüfgerätes wurden für die schlupffreie Übertragung der Kräfte zwischen den Wälzlinealen und den Basisscheiben elektromagnetische Kräfte benutzt. An Stelle der magnetischen Haftung können jedoch auch an sich bekannte Rollbänder zur schlupffreien Übertragung benutzt werden.
  • Es ist auch möglich, daß an Stelle der Zeiger 20 und 120 und an Stellen der Skalen 21 und 121 eine an sich bekannte optische Einrichtung zur Einstellung der Winkel des Steuerlineals benutzt wird.
  • In den Ausführungsbeispielen werden die Meßschlitten 2 und 102 durch Handrad 40 oder 140 und Gewindespindel 41 oder 141 verschoben. An Stelle der handbetätigten Verschiebung ist es für gewisse Fälle auch vorteilhaft, wenn an Stelle der bandhetätigten Verschiebung des Meßschlittens 2 oder 102 eine krafthetätigte Verschiebung eingesetzt wird, wie z. B. eine hydraulisch oder elektromotorisch betätigte Verschiebung, was bei automatisch gesteuerten Geräten von Vorteil ist.
  • PATENTANSPROCHE: 1. Einflankenwälzprüfgerät für das Prüfen eines Zahnradgetriebes unter bestimmter Achsdistanz, bei dem die zu prüfenden Zahnräder mit je einer zylindrischen Meßscheibe in Verbindung stehen und auf den Meßscheiben zwei gerade Lineale, ohne zu gleiten, abrollen, von denen eines auf eine Anzeigevorrichtung wirkt, dadurch gekennzeichnet, daß die Meßscheiben als vom Obersetzungsverhältnis der zu prüfenden Zahnräder (z. B. 38, 39) unabhängige Basisscheiben (12, 13) niit konstantem Durchmesser ausgebildet sind und die Längsbewegungen der beiden Lineale (14, 15) über ein auf einem Meßschlitten (2) angeordnetes, entsprechend dem Übersetzungsverhältnis der Zahnräder winkeleinstellbares Steuerlineal (22) mit darauf geradlinig geführtem Körper (17) aufeinander abgestimmt sind.

Claims (1)

  1. 2. Einflankenwälzprüfgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das eine Wälzlineal (14) mit dem auf dem winkel verstellbaren Steuerlineal (22) geführten Körper (17) gelenkig verbunden ist und das zweite Wälzlineal (15) mit einem auf dem Meßschlitten (2) angeordneten Anzeigegerät (27) verbunden ist.
    3. Einflankenprüfgerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewegungsrichtungen der beiden Wälzlineale (14, 15j rechtwinkelig zueinander verlaufen.
    4. Einflankenwälzprüfgerät nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Kraftrichtung des elastischen Mittels (34, 35), mit welchem die Zahnflanken der zu prüfenden Zahnräder in Anlage gehalten werden, mittels eines Handgriffes (37) umkehrbar ist.
    5. Einflankenwälzprüfgerät nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die schlupffreie Verbindung der Wälzlineale (14, 15) mit den entsprechenden Basisscheiben (12, 13) mittels Magneten hergestellt ist.
    6. Einflankenwälzprüfgerät nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die schlupffreie Verbindung der Wälzlineale (14, 15) mit den entsprechenden Basisscheiben (12, 13) mittels Rollbändern hergestellt ist.
    7. Einflankenwälzprüfgerät nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Winkel des Steuerlineals (22) mit Hilfe einer Optik einstellbar ist.
    8. Einflankenwälzprüfgerät nach Anspruch 1 bis 7, für das Prüfen von Kegelrad- und Hypoidgetrieben, dadurch gekemlzeichnet, daß für die Umleitung der Drehbewegung des einen Prüfrades (138) ein Winkelgetriebe (160, 161) mit konstanter Übersetzung angeordnet ist.
    9. Einflankenwälzprüfgerät nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Winkelgetriehe (160, 161) aus einem Friktionsgetriebe besteht.
    10. Einflankenwälzprüfgerät nach Anspruch 8 oder 9 mit einer zusätzlichen Verstellmöglichkeit für die Achsversetzung von Hypoidgetrieben, dadurch gekennzeichnet, daß die eine Aufspannspindel (105) mit dem Werkstückträger (107) und den kegeligen Friktionsscheiben (160, 161) senkrecht zu den Achsen der Aufspannspindel (105, 106) verschiebhar ist.
    11. Einflankenwälzprüfgerät nach Anspruch 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Meßschlitten (2) mittels kraftbetätigter Einrichtullg verschiebbar ist.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 836 576.
DEM38232A 1958-04-23 1958-07-10 Einflankenwaelzpruefgeraet Pending DE1095528B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1802363B1 (de) * 1968-10-10 1970-03-05 Maag Zahnraeder & Maschinen Ag Einflankenwaelzpruefgeraet

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE836576C (de) * 1946-05-14 1952-04-15 Karl Mueller Einrichtung zum Pruefen von Zahnraedern oder Schneckengetrieben nach dem Einflankenabrollverfahren

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