DE1096077B - Verfahren und Vorrichtung zur kontinuierlichen Pruefung von Draehten, Stangen, Blechen oder Baendern mittels Ultraschall - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur kontinuierlichen Pruefung von Draehten, Stangen, Blechen oder Baendern mittels UltraschallInfo
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Description
Man wendet seit mehreren Jahren mit gutem Erfolg Ultraschallwellen zur zerstörungsfreien Werkstoffprüfung
an. Im allgemeinen werden solche Prüfungen stationär, also ohne Relativbewegung zwischen
Prüfling und Meßeinrichtung durchgeführt. Dazu benutzt man wahlweise zwei verschiedene Verfahren,
die beide auf dem gleichen Grundprinzip beruhen, der Reflexion von Ultraschallwellen an Lunkern, Dopplungen,
Rissen u. dgl.
Bei dem ersten der beiden Verfahren, dem sogenannten Durchstrahlungsverfahren, leitet man an geeigneter
Stelle mit einem Sendeschallkopf die Ultraschallwellen in den Prüfling ein, um an einer anderen
Stelle mit einem zweiten Schallkopf die dort ankommende Empfangsenergie zu messen. Befindet sich auf
dem Wege zwischen den beiden Schallköpfen ein Materialfehler, so schwächt er die Empfangsenergie. Je
höhere Ansprüche man an das Fehlerauflösungsvermögen stellt, um so konstanter müssen die Schallübertragungs-Bedingungen
bei gesundem Prüfling sein, weil sich Unterschiede in der Schallübertragung, beispielsweise
ausgelöst durch Schwankung der Ankopplung zwischen Schallköpfen und Prüfling, am Empfänger
genauso ausweisen, wie ein echter Materialfehler. Dieses Verfahren ist überall dort besonders am
Platze, wo serienmäßig gleiche Teile oder auch bewegte, nahezu endlose Drähte bzw. Bänder geprüft
werden sollen. Das Prüfergebnis läßt sich hierbei in besonders einfacher Weise registrieren.
Aber die hohen Anforderungen an die Konstanz der Schallübertragung, insbesondere derSchallankopplung,
haben eine nur sehr beschränkte Anwendbarkeit dieses Verfahrens zur Folge. Besonders erschwerend ist dabei,
daß man auch bei sorgfältiger Bedienung des Meßgerätes nicht in der Lage ist, aus eventuell auftretenden
Schwankungen der Empfangsenergie abzulesen, ob diese auf Ankopplungsfehlern beruhen, beispielsweise
ausgelöst durch Rauhigkeiten an der Oberfläche, oder auf echte Fehler im Innern des Prüflings.
Das Laufzeitverfahren, besonders unter Ausnutzung sehr kurzer Ultraschall-Impulse, vermag diese Schwierigkeiten
nur zum Teil zu beheben. Man benutzt dabei in bekannter Weise im allgemeinen den gleichen
Schallkopf zum Senden und Empfangen, wobei die in den Prüfling hineingesandten Impulse nach Reflexion
an einer natürlichen Begrenzungsfläche oder auch an einem Fehler wieder an die Aufgabestelle
zurückgelangen. Auf dem Schirm eines Kathodenstrahlrohres gewinnt man dann ein stehendes Bild,
das die nacheinander eintreffenden Impulse nebeneinander erkennen läßt. Will man die Fehleranzeige automatisieren,
um von der Notwendigkeit frei zu werden, dauernd das Schirmbild zu beobachten, so kann man
in bekannter Weise mit zusätzlichen elektronischen
Verfahren und Vorrichtung
zur kontinuierlichen Prüfung
von Drähten, Stangen, Blechen
oder Bändern mittels Ultraschall
Anmelder:
Dr. Lehfeldt & Co. G.m.b.H.,
Heppenheim (a. d.Bergstraße),
Siegfriedstr. 150
Dipl.-Ing. Joachim Leopold,
Bensheim (a. d. Bergstraße),
ist als Erfinder genannt worden
Mitteln einen bestimmten Zeitabschnitt ausblenden, der kurz nach Aussenden des Sendeimpulses beginnt,
jedoch kurz vor Eintreffen des Rückwandechos endet. In diesem Zeitabschnitt darf dann bei gesundem Material
kein Impuls eintreffen. Um das Fehlen oder die Anwesenheit eines Fehler-Impulses in diesem Zeitabschnitt
durch ein Relais zu kennzeichnen, das dann seinerseits z. B. ein Registriergerät betätigt, muß man
wiederum die Forderung aufstellen, daß die Schallankopplung möglichst konstant ist. Man muß ja den
Umschlagpunkt dieses Relais so einstellen, daß es bereits bei einem sehr kleinen Impuls, entsprechend
einem sehr kleinen Fehler, anspricht. Andererseits darf es nicht etwa durch Nebengeräusche, das sind hier
auch Störimpulse, die durch Schwankungen in der Schallübertragung vom Schallkopf auf den Prüfling
möglich werden, zum Ansprechen gebracht werden.
Die Erfindung befaßt sich mit einem Verfahren, das es ermöglicht, auch bei verhältnismäßig rasch bewegten
Prüflingen in Form von Drähten, Stangen, Blechen oder Bändern die für die Automatisation der
Fehleranzeige insbesondere beim Impuls-Echo-Verfahren notwendige exakte und konstante Schallankopplung
zu gewährleisten. Die genannten Objekte prüft man mit besonders gutem Erfolg, wenn man
nicht in herkömmlicher Weise Longitudinalwellen oder Transversalwellen benutzt, sondern wenn man
ganz bestimmte Resonanzschwingungen anregt. Dies sind bei Blechen und Bändern vorzugsweise Plattenwellen,
bei Drähten oder Stangen vorzugsweise Biege-, Dehnungs- oder Torsionswellen. Die genannten Wellen-
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arten erfüllen jeweils den ganzen Querschnitt des gleichen Wege wieder zum gleichen Schallkopf D zuPrüflings,
so daß keine toten Zonen ungeprüft bleiben. rück und löst eine Fehleranzeige im Meßgerät aus.
Sie werden ferner als Resonanzschwingungen mit be- Von fundamentaler Wichtigkeit für die Durchfühsonders geringer Dämpfung weitergeleitet, so daß ihre rung dieses Verfahrens ist die genaue Justierung des Reichweite besonders groß ist. Ferner hat sich gezeigt, 5 Bandest auf dem Wege zwischen den beiden RoI-daß gerade diese Schwingungsarten besonders emp- len B1 und B2 relativ zu dem Schallkopf D.
findlich sind auch gegenüber sehr kleinen Störungen Bild 1 gilt unverändert auch für den Fall, daß der im Prüfling, so daß das Fehlerauflösungsvermögen Prüfling^ ein Draht ist, der in gleicher Weise über optimal wird. drei Rollen durch die Prüfapparatur gezogen werden
Sie werden ferner als Resonanzschwingungen mit be- Von fundamentaler Wichtigkeit für die Durchfühsonders geringer Dämpfung weitergeleitet, so daß ihre rung dieses Verfahrens ist die genaue Justierung des Reichweite besonders groß ist. Ferner hat sich gezeigt, 5 Bandest auf dem Wege zwischen den beiden RoI-daß gerade diese Schwingungsarten besonders emp- len B1 und B2 relativ zu dem Schallkopf D.
findlich sind auch gegenüber sehr kleinen Störungen Bild 1 gilt unverändert auch für den Fall, daß der im Prüfling, so daß das Fehlerauflösungsvermögen Prüfling^ ein Draht ist, der in gleicher Weise über optimal wird. drei Rollen durch die Prüfapparatur gezogen werden
Alle diese geschilderten Wellenarten setzen voraus, io kann.
daß jeweils unter einem ganz bestimmten, genau ein- Wenn einzelne Blechtafeln oder einzelne Stangen
zuhaltenden Winkel die Schallwellen schräg in den zur Prüfung gelangen sollen, dann muß die Führungs-Prüfling
eingestrahlt werden. Dazu ist es notwendig, vorrichtung für diese Prüflinge anders ausgebildet
daß zwischen dem elektroakustischen Wandler, der werden, insbesondere die Wanne eine erheblich gröz.
B. aus einer Quarzplatte besteht, und dem Prüfling 15 ßere Tiefe besitzen, damit derartige Prüflinge, die
ein keilförmiges Medium geschaltet wird, das eine nicht geknickt werden können, den notwendigen Platz
geringere Schallgeschwindigkeit als der Prüfling be- finden, um nach links unten durch die Vorrichtung
sitzt. Es ist seit langem bekannt, hierfür Kunststoff- bei genauer Justierung hindurchgleiten zu können,
keile zu verwenden. Bei ihnen wird es aber als sehr Die Parallelführung derartiger Stangen oder Platten
nachteilig empfunden, daß sie bei rasch bewegten 20 unter genauer Einhaltung des notwendigen Winkels
Prüflingen einem erheblichen Verschleiß unterliegen relativ zum Schallkopf läßt sich mit herkömmlichen
und daß dann auch die Schallübertragung etwas Methoden leicht durchführen, ohne daß es notwendig
schwankt. Es ist auch bereits vorgeschlagen worden, erscheint, dies hier näher zu beschreiben,
derartige Prüflinge in einem Flüssigkeitsbad zu prü- Soll ein verhältnismäßig breites Band, oder sollen fen, wobei dann die Flüssigkeit sowohl zur möglichst 25 breite Blechtafeln nach dieser Methode geprüft werkonstanten Schallübertragung dient, wie auch dazu, den, so werden mehrere Schallköpfe in gleicher Weise den Keil darzustellen, der ja aus einem Stoff mit ge- nebeneinander angeordnet. Bild 2 zeigt eine Aufsicht ringerer Schallgeschwindigkeit als der des Prüflings auf ein zu prüfendes Band A solcher Breite, daß zwei bestehen muß, sofern man nicht mit Longitudinalwel- Schallköpfe D1 und D2 zur Prüfung nötig sind. Die len prüfen will. 30 Pfeilrichtung ist wieder die Richtung, in der sich das
derartige Prüflinge in einem Flüssigkeitsbad zu prü- Soll ein verhältnismäßig breites Band, oder sollen fen, wobei dann die Flüssigkeit sowohl zur möglichst 25 breite Blechtafeln nach dieser Methode geprüft werkonstanten Schallübertragung dient, wie auch dazu, den, so werden mehrere Schallköpfe in gleicher Weise den Keil darzustellen, der ja aus einem Stoff mit ge- nebeneinander angeordnet. Bild 2 zeigt eine Aufsicht ringerer Schallgeschwindigkeit als der des Prüflings auf ein zu prüfendes Band A solcher Breite, daß zwei bestehen muß, sofern man nicht mit Longitudinalwel- Schallköpfe D1 und D2 zur Prüfung nötig sind. Die len prüfen will. 30 Pfeilrichtung ist wieder die Richtung, in der sich das
Diese Methode, so vorteilhaft sie auch in mancher Band während der Prüfung bewegt. Während in Bild 1
Hinsicht sein mag, versagt aber, wenn man die er- der einzige Schallkopf D in der Papierebene liegend
wähnten Platten-, Biege-, Dehnungs- oder Torsions- gezeichnet ist, würde ein zweiter Schallkopf in Bild 1
wellen anregen will. Diese werden dann nämlich durch vor oder hinter der Papierebene zu denken sein. In
die Flüssigkeit im Prüfling so stark gedämpft, daß 35 Bild 2 sind durch Schraffur diejenigen Flächenteile
alle ihre zuvor geschilderten Vorteile wieder ver- gekennzeichnet, in denen sich die Plattenwelle ausschwinden.
Will man diese Wellenarten mit gutem breitet. Trotz an sich sehr guter Bündelung der Plat-Erfolg
anwenden, so muß die Oberfläche des Prüflings tenwellen erhält man dennoch schwach divergierende
allseitig trocken sein, der Prüfling muß also an ein Wellen von jedem Schallkopf, die in einem bestimmten
gasförmiges Medium, z. B. Luft, angrenzen. 40 Abstand von den Schallköpfen zusammen die ganze
Die Erfindung behebt alle diese Schwierigkeiten. Breite des Bandes erfüllen. Bei noch breiteren Bän-Sie
besteht darin, daß der Prüfling im trockenen Zu- dem läßt sich die Zahl der Schallköpfe und der Meßstand
zur Prüfung von oben senkrecht oder schräg in einrichtungen weiter erhöhen.
das Flüssigkeitsbad, bezüglich des Neigungswinkels Es ist aber nicht unbedingt erforderlich, jeden der
durch eine Vorrichtung genau justiert, einläuft und 45 verschiedenen Schallköpfe mit einem getrennten Meß-
daß die Schalleinstrahlung dicht unter der Flüssig- gerät zu verbinden. In sehr vielen Fällen genügt es,
keitsoberfläche und der Bewegungsrichtung des Prüf- lediglich die Existenz eines Fehlers nachzuweisen,
lings entgegengesetzt erfolgt. ohne die genaue Lage dieses Fehlers hinsichtlich der
Bild 1 zeigt schematisch eine Einrichtung, die zur Breite des Prüflings zu kennen. Dann kann man alle
Durchführung dieses Verfahrens bei der Prüfung von 5° oder mindestens einige Schallköpfe parallel schalten
endlosem Band dient. In Bild 1 bedeutet A den band- und mit dem gleichen elektronischen Meßgerät be-
förmigen Prüfling, der in der Pfeilrichtung durch die treiben. Selbstverständlich können aber auch die
Vorrichtung gezogen wird und der über die drei RoI- Schallköpfe mit getrennten Meßgeräten verbunden
len B1, B2 und S3 läuft. Ein Teil des Prüflings be- werden und ihre Prüfergebnisse einzeln ausgewertet
findet sich in dem Flüssigkeitsbad C. In dem gezeich- 55 und auf einem Mehrfach-Schreiber gleichzeitig neben-
neten Beispiel ist der Schallkopf D unterhalb des Ban- einander registriert werden.
des A angeordnet. Der Schallkopf ist an einer Seg- Gemäß weiterer Erfindung ist es auch möglich, von
mentführung £ befestigt, die um den fiktiven Dreh- der in Bild 1 gezeichneten Vorrichtung die Teile D,
punkt// drehbar ist. Die Segmentführung £ gleitet E, F, G und K um eine Achse, die senkrecht auf der
ihrerseits auf der Kreisbogen-Schiene K und erlaubt, 60 Ebene des Bandes oder Bleches steht, rasch pendelnd
mittels der Kurbel G und des Schneckenrades F den zu drehen. Das Prinzip ist in Bild 3 näher erläutert.
Einstrahlungswinkel zu versteifen. Dadurch ist es Dort ist wieder A der Prüfling, der sich in Richtung
möglich, die genauen Anregungsbedingungen für eine des eingezeichneten Pfeiles bewegt, D der Schallkopf
definierte Plattenwelle herzustellen. Diese läuft dann und L der Fußpunkt der Drehachse, die senkrecht zur
in dem Prüfling entgegengesetzt zu dem eingezeich- 65 Papierebene, d. h. senkrecht zum Prüfling^ steht,
neten Pfeil nach rechts oben. Eine Reflexion der so Um diese Achse dreht sich der Schallkopf mit einem
erzeugten Plattenwellen-Impulse ist im Band nur Winkel von beispielsweise ± 10° gemäß dem einge-
möglich, wenn sie auf eine Störung, beispielsweise die zeichneten Doppelpfeil. Dadurch wird erreicht, daß
Kante einer Dopplung, stoßen. Ein so reflektierter ein wesentlich breiterer Streifen des Prüflings mit
Plattenwellen-Impuls gelangt spiegelbildlich auf dem 70 einem einzigen Schallkopf erfaßt wird. Mit doppelter
Schraffur ist in Bild 3 der Streifen gezeichnet, der bei
der augenblicklichen Lage des Schallkopfes geprüft wird. Mit einfacher Schraffur ist der breitere Bezirk
gekennzeichnet, der infolge der Pendelbewegung nacheinander rasch wechselnd geprüft wird. Pendelhub
und Pendelfrequenz richten sich dabei nach der Breite des Bandes und nach seiner Geschwindigkeit, mit der
es durch die Prüfapparatur läuft. Beispielsweise wird die Pendelfrequenz je nach der Geschwindigkeit des
Prüflings vorzugsweise so hoch gewählt, daß keine toten, ungeprüften Flächen auftreten.
Bei der Prüfung von Stangen oder Drähten verfährt man ähnlich. Mit Rücksicht auf die gewölbte Oberfläche
derartiger Prüflinge kann es zweckmäßig sein, vor den Schallkopf ein konisches, rohrförmiges Vorsatzstück
zu setzen, um auch bei größerem Quarzdurchmesser die Schallaustrittsfläche aus diesem konischen
Rohr so klein werden zu lassen, daß sie sich dem Querschnitt des Prüflings anpaßt. Das Rohr wird
zweckmäßigerweise aus einem solchen Material hergestellt, das nahezu oder völlig schallundurchlässig
ist, so daß keine seitliche Abstrahlung in das Flüssigkeitsbad erfolgt.
Gemäß weiterer Erfindung ist es besonders vorteilhaft, bei Stangen oder Drähten eine Schallinse zwisehen
den Schallkopf und den Prüfling zu schalten, um dadurch eine gute Bündelung der Schallwellen auf
dem Wege durch die Flüssigkeit zu erzielen. Geeignete Formgebung der Linse führt dann dazu, daß
durch Einstrahlung nur auf einem schmalen Streifen in axialer Richtung (nicht auf dem ganzen Querschnitt)
hier genau der richtige Einstrahlungswinkel herrscht, der über die Einstrahlungsfläche gleichbleibt.
Um störende Einflüsse durch Schwankungen oder Wellenbewegungen an der Flüssigkeitsoberfläche auszuschalten,
kann man an den Stellen, wo Schallwellen die Flüssigkeitsoberfläche erreichen könnten, diese
durch Auflegen von nicht schalleitenden Platten z. B. aus Schaumgummi genau fixieren.
Die Erfindung ist nicht auf die Anwendung des Impuls-Echo-Verfahrens beschränkt. Ebenso kann jede
andere Methode der Laufzeitmessung angewendet werden, z. B. das bekannte Verfahren der vorzugsweise
sägezahnförmigen Frequenzmodulation. Ein an einem Fehler reflektierter Schallstrahl gelangt dann in der
zuvor beschriebenen Weise zum Schallkopf zurück und bildet infolge der Frequenzmodulation mit der
augenblicklich ausgesendeten Schallwelle einen Differenzton. Dieser kann zur Fehleranzeige ebenso verwendet
werden, wie ein reflektierter Schallimpuls im Falle des Impuls-Echo-Verfahrens. Die Laufzeitmessung
mittels Frequenzmodulation bietet bei bewegtem Prüfling, wie es der Gegenstand dieser Erfindung ist, noch
den besonderen Vorteil, daß die Höhe des Differenztons selbst sich dann in Abhängigkeit von der Fehler-■entfernung
ändert, so daß durch ein differenzierteres Auswerteverfahren reflektierte Wellen aus dem bewegten
Prüfling in einfacher Weise getrennt werden können von solchen reflektierten Wellen, die von einer
ruhenden Reflexionsfläche, z. B. der Wasseroberfläche herrühren. Bei den letzteren ist die Tonhöhe konstant,
weil die Laufzeitdifferenz konstant bleibt, während einem echten Fehler im Prüfling stets ein Differenzton
sinkender Tonhöhe zugeordnet ist.
Selbstverständlich sind auch alle weiteren Laufzeitverfahren in gleicher Weise für die vorliegende Erfindung
auswertbar. Aber das Durchstrahlungsverfahren läßt sich für die hier geschilderte Methode ebenso
verwenden, indem ein zweiter, ausschließlich zum Empfang dienender Schallkopf auf der gegenüberliegenden
Seite des Prüflings, im Bild 1 punktiert mit T angedeutet, ebenfalls im Winkel verstellbar angeordnet
wird. Dieser empfängt nur dann Ultraschallenergie, wenn die vom Schallkopf D ausgesendeten
Wellen an einem Fehler im Prüfling reflektiert den Prüfling wieder rückwärts durchlaufen und dann natürlich
im Flüssigkeitsbad symmetrisch nach beiden Seiten abgestrahlt werden. Die mechanische Ausrüstung
erfordert dann allerdings einen höheren Aufwand, der durch Vereinfachung auf der elektronischen
Seite wieder kompensiert wird.
Claims (12)
1. Verfahren zur Prüfung von kontinuierlich laufendem Draht-, Stangen-, Blech- oder Bandmaterial
mittels gerichteter Ultraschall-Plattenwellen, bei welchem der oder die Schallköpfe sich
zur besseren Schallankopplung in einem vom Prüfling durchlaufenen Flüssigkeitsbad befinden, dadurch
gekennzeichnet, daß der Prüfling im trockenen Zustand zur Prüfung von oben senkrecht oder
schräg in das Flüssigkeitsbad, bezüglich des Neigungswinkels durch eine Vorrichtung genau justiert,
einläuft und daß die Schalleinstrahlung dicht unter der Flüssigkeitsoberfläche und der Bewegungsrichtung
des Prüflings entgegengesetzt erfolgt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Prüfung von Blechen oder Bändern
mehrere Schallköpfe räumlich nebeneinander angeordnet sind, so daß die Fläche auf mehreren
über die ganze Breite gleichmäßig verteilten Streifen gleichzeitig geprüft wird.
3. Verfahren zur Prüfung von Drähten oder Stangen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß im Prüfling vorzugsweise Biege-, Dehnungsoder Torsionswellen angeregt werden.
4. Verfahren nach einem oder mehreren der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß Schwankungen der Flüssigkeitshöhe sowie Wellenbewegungen an der Flüssigkeitsoberfläche
verhindert werden.
5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Prüfung von Blechen oder
Bändern der oder die Schallköpfe um auf der Bandoberfläche senkrecht stehende Achsen rasch pendelnde
Drehbewegungen um einen Winkel bereich von vorzugsweise ±10° ausführen, so daß in nicht
zu großem Abstand vom Schallkopf ein breiter Streifen des Prüflings durch eine einzige Meßstrecke
erfaßt wird, wobei die Pendelfrequenz je nach der Geschwindigkeit des Prüflings vorzugsweise
so hoch gewählt wird, daß keine toten, ungeprüften Flächen übrig bleiben.
6. Vorrichtung zur Prüfung von Stangen, Drähten, Blechen oder Bändern mittels Ultraschall nach
dem Verfahren gemäß Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen oder mehrere in einer Flüssigkeitswanne dicht unter dem Flüssigkeitsspiegel angeordnete
Schallköpfe, die bezüglich ihrer Einstrahlungswinkel verstellbar sind, und durch eine Führungsvorrichtung,
mittels welcher der Prüfling, von oben in die Flüssigkeit einlaufend, an dem bzw. den Schallköpfen in definiertem Winkel vorbeigeführt
wird.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der oder die Schallköpfe mit
einem Meßgerät verbunden sind, das in bekannter Weise nach dem Impuls-Echo-Verfahren arbeitet.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der oder die Schallköpfe mit
einem Meßgerät verbunden sind, das in bekannter Weise eine Laufzeitmessung mittels Frequenzmodulation
durchzuführen gestattet.
9. Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwankungen der Höhe des
Differenztones infolge der aus der Bewegung des Prüflings resultierenden Laufzeitänderung zur
Fehleranzeige dienen.
10. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß symmetrisch zum Prüfling je
zwei Schallköpfe paarweise angeordnet werden, die in bekannter Weise mit einem Meßgerät zur
Durchstrahlungsmessung verbunden sind.
11. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß dem oder den Schallköpfen rohrförmige konische Vorsatzstücke aus einem nicht
schalleitenden Material vorgeschaltet sind, die vorzugsweise nicht seitlich, sondern überwiegend nur
an ihrer dem Prüfling zugekehrten Fläche Schallwellen in die Flüssigkeit abstrahlen.
12. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß dem oder den Schallköpfen in
bekannter Weise fokussierende Linsen aus schallleitendem Material vorgeschaltet sind, um eine
möglichst genau definierte Schalleintrittsfläche und einen genau definierten, über die Einstrahlungsfläche gleichbleibenden Einstrahlungswinkel zu
ίο erzielen.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Auslegeschrift S 29470 IX/42k (bekanntgemacht am 16. 2. 1956);
Deutsche Auslegeschrift S 29470 IX/42k (bekanntgemacht am 16. 2. 1956);
Mitteilungen der Forschungsgesellschaft Blechverarbeitung, Nr. 8 vom 15. 4. 1955, S. 89 bis 97;
Blech 2, Nr. 9 (1955), S. 50 bis 55;
Industrie-Rundschau, Februar 1957, S. 28 bis 34;
Die Technik, 12. Jahrgang, Heft 10 (1957), S. 669 bis 678;
Blech 2, Nr. 9 (1955), S. 50 bis 55;
Industrie-Rundschau, Februar 1957, S. 28 bis 34;
Die Technik, 12. Jahrgang, Heft 10 (1957), S. 669 bis 678;
Aluminium, 34. Jahrgang, Heft 4 (1958), S. 200 bis 205.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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1960
- 1960-02-16 US US9020A patent/US3129581A/en not_active Expired - Lifetime
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| US3129581A (en) | 1964-04-21 |
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