DE1096412B - Bistabile Kippstufe unter Verwendung zweier Magnetkerne - Google Patents
Bistabile Kippstufe unter Verwendung zweier MagnetkerneInfo
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- H03—ELECTRONIC CIRCUITRY
- H03K—PULSE TECHNIQUE
- H03K3/00—Circuits for generating electric pulses; Monostable, bistable or multistable circuits
- H03K3/02—Generators characterised by the type of circuit or by the means used for producing pulses
- H03K3/26—Generators characterised by the type of circuit or by the means used for producing pulses by the use, as active elements, of bipolar transistors with internal or external positive feedback
- H03K3/30—Generators characterised by the type of circuit or by the means used for producing pulses by the use, as active elements, of bipolar transistors with internal or external positive feedback using a transformer for feedback, e.g. blocking oscillator
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Description
DEUTSCHES
In der elektronischen Schaltkreistechnik werden vielfach sogenannte bistabile Kippstufen benötigt. Ein
besonderes Anwendungsgebiet der bistabilen Kippstufen sind elektronische Zähler, die bekanntlich aus
einer Mehrzahl derartiger Schaltglieder aufgebaut sind, deren jedes einzelne eine an ihren Eingang gelegte
Impulsfolge halbieren, wodurch unmittelbar ein binäres Zählergebnis erhalten wird.
Es ist bekannt, derartige bistabile Kippstufen unter Verwendung von zwei Verstärkergliedern, ζ. Β. Transistoren,
in gegenseitiger Abhängigkeitsschaltung aufzubauen. Die zu halbierende Impulsfolge wird dann
den beiden Verstärkerelementen an ihren Steuerelektroden zugeführt, und die halbierte Impulsfolge kann
entsprechend an einer Ausgangselektrode eines der Verstärkerelemente abgenommen werden. Derartige
bistabile Kippstufen arbeiten einwandfrei. Zu ihrem Aufbau werden jedoch außer den genannten beiden
Verstärkerelementen im Regelfall einige Kondensatoren und Widerstände sowie bei besonderen, für höhere
Frequenzen ausgelegten Kippstufen außerdem zwei Dioden benötigt.
In der elektronischen Schaltkreistechnik sind nun Magnetkerne mit angenähert rechteckiger Hystereseschleife
bekanntgeworden. Die Magnetkerne besitzen eine im Idealfall rechteckige Hystereseschleife, die es
ermöglicht, mit Hilfe von genau definierten Eingangsimpulsen eine definierte Remanenzlage des Kernes
herbeizuführen, die auch über längere Zeit erhalten bleibt. Mit Rücksicht auf die Tatsache, daß auch eine
Ansteuerung derartiger Kerne mit Impulsen kleiner als der Sättigungsinduktion, die einmal eingestellte
Remanenzlage vorhanden bleibt, werden diese Kerne vielfach für nach dem Koinzidenzprinzip arbeitende
Magnetkernspeicher oder Magnetkernschalter verwendet. Jeder einzelne Speicherkern stellt hierbei ein an
sich bistabiles Schaltelement dar, dessen eine Lage der obere und dessen andere bistabile Lage der untere
Remanenzpunkt ist.
Man hat auch schon derartige Magnetkerne in fortlaufenden Zählern und ähnlichen Schaltungsausführungen,
die bistabile Schaltglieder benötigen, eingesetzt. Mit Rücksicht darauf, daß für eine Ansteuerung eine
bipolare Impulsfolge, also eine Impulsfolge, deren einzelne Impulse abwechselnd in der Polarität sich ändern,
vorgesehen werden muß, konnten diese Magnetkerne bislang nicht zum Aufbau von reinen Binärzählern
verwendet werden, da ein Abzählen von unipolaren Impulsen ohne zusätzliche komplizierte Schaltmittel
mit diesen Magnetkernen nicht möglich ist.
Die Erfindung bezieht sich auf eine bistabile Kippschaltung, die im wesentlichen lediglich aus zwei derartigen
Magnetkernen aufgebaut ist. Ein Arbeiten einer derartig aufgebauten bistabilen Kippschaltung mit einer
Bistabile Kippstufe unter Verwendung
zweier Magnetkerne
zweier Magnetkerne
Anmelder:
Siemens & Halske Aktiengesellschaft,
Berlin und München,
München 2, Witteisbacherplatz 2
München 2, Witteisbacherplatz 2
Dr.-Ing. Karl Euler und Manfred Hückel, München,
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
unipolaren Eingangsimpulsfolge wird gemäß der Erfindung dadurch erreicht, daß beide Kerne mit einem
Eingangskreis, dem eine Folge unipolarer Impulse zugeführt wird, und je einer Rückkopplungswicklung
derart verkettet sind, daß bei einer gleichzeitigen Ummagnetisierung beider Kerne aus dem Ausgangszustand
(»O«-Lage) beim Auftreten eines Eingangsimpulses sich die Sekundärimpulse in der Rückkopplungswicklung
aufheben, und daß einer der Kerne mit einer Vormagnetisierungswicklung versehen ist, die
so bemessen ist, daß der über sie fließende Gleichstrom den Kern in eine definierte Ausgangslage überzuführen
in der Lage ist, umgekehrt aber einen der Vormagnetisierung entgegengerichteten Eingangsimpuls wirksam
werden läßt, und daß im Rückkopplungskreis der Arbeitswiderstand angeordnet ist.
Bei einer derartigen Ausbildung einer bistabilen Kippstufe wird dann erreicht, daß eine am Eingang
liegende unipolare Impulsfolge in einem nachgeschalteten Arbeitswiderstand nur noch mit der halben Impulsfolgefrequenz
wirksam wird. Durch Hintereinanderschaltung derartiger bistabiler Kippstufen kann
dann in an sich bekannter Weise ein Binärzähler aufgebaut werden.
Die Erfindung sowie vorteilhafte Einzelheiten und Weiterbildungen werden an Hand eines in der Zeichnung
dargestellten Ausführungsbeispiels im folgenden erläutert: Es zeigt die
Fig. 1 das Prinzip einer Kippstufe nach der Erfindung und die
Fig". 2 eine Zusammenschaltung von Kippstufen gemäß der Fig. 1 zu einem Binärzähler.
In der Fig. 1 sind die beiden zu einer bistabilen Kippschaltung nach der Erfindung vorzusehenden
Magnetkerne mit I und II bezeichnet. An den Klem-
009 697/359
men B liegen die Eingangsimpulse, und mit Ra ist der
Verbraucher bezeichnet, dem eine der Eingangsimpulsfolge entsprechende Impulsfolge mit halber Impulsfolgefrequenz
entnommen werden soll. Der Kern II ist über seine Vormagnetisierungswicklung V so vormagnetisiert,
daß er sich im negativen Remanenzpunkt befindet und nach einer eventuellen Auslenkung durch
einen Eingangsimpuls wieder dorthin zurückgeholt wird.
Im Ruhezustand soll sich der Kern I im positiven Remanenzpunkt befinden. Vom ersten Eingangsimpuls
wird dann der Kern I in den negativen Remanenzpunkt und der Kern II zunächst in den positiven Remanenzpunkt
ummagnetisiert. Die dabei in ihren Sekundärwicklungen SI und 5"II induzierten Spannungen heben
sich hierbei auf. Nach Beendigung des Eingangsimpulses wird nun aber in der folgenden Impulspause
der Kern II infolge seiner Gleichstromvormagnetisierung wieder in seinen negativen Remanenzpunkt zurückmagnetisiert.
Der zweite Eingangsimpuls kann nun nur noch den Kern II wiederum in den positiven
Remanenzpunkt ummagnetisieren. Die in diesem Fall auftretende ' Spannung in seiner Sekundärwicklung
wird nun, da im Kern I keine Flußänderung mehr zustande kommt, nicht mehr kompensiert. Die Spannung
kann somit an der Basis B des Transistors Tr wirksam werden und macht diesen Transistor leitend.
Der Kollektorstrom des Transistors fließt dann über die Rückkopplungswicklung des Kernes I und durch
den Verbraucher Ra. Durch diesen Strom wird der Kern I in seinen positiven Remanenzpunkt zurückmagnetisiert.
Die Rückkopplungswicklung ist hierbei so bemessen, daß sie einen am Eingang eventuell noch
vorhandenen Eingangsimpuls, der die Tendenz hat, den Kern I im negativen Remanenzpunkt »festzuhalten«,
überkompensiert. Trotzdem darf natürlich der Eingangsimpuls zeitlich nicht länger sein als die
maximale Länge des Rückkopplungsimpulses, der über den Transistor abgegeben wird.
Um diese Dimensionierungsvorschrift auch in der Zeichnung ersichtlich zu machen, sind an den einzelnen
Wicklungen die Windungszahlen dieser Wicklungen unmittelbar angegeben. Die Rückkopplungswicklung
des Kernes I hat beispielsweise zwanzig Windungen, so daß sie einen Strom durch die Eingangswicklung,
die nur zehn Windungen besitzt, sicher kompensieren kann.
Die zuletzt beschriebenen Vorgänge finden zur Zeit des zweiten Eingangsimpulses bzw. unmittelbar nach
dessen Auftreten statt. Nach Abklingen dieses Impulses wird der Kern II wiederum von seiner Gleichstromvormagnetisierung
in seinen negativen Remanenzpunkt zurückgestellt — der Kern I ist, wie erläutert,
wiederum in seinen positiven Remanenzpunkt übergeführt —, und die Anordnung befindet sich somit
nach Abklingen des zweiten Impulses wiederum in der Ausgangslage (»O«-Lage).
Dieses Verhalten der Kippschaltung ermöglicht ohne weiteres, mehrere dieser Kippstufen ohne zusätzliche
Koppelglieder zusammenzuschalten. Der Verbraucher Ra einer einzelnen Kippstufe ist hierbei dann
die zweite Kippstufe.
Die Fig. 2 zeigt hierzu eine Schaltungsausführung mit zwei hintereinandergeschalteten Kippstufen.
Wie das an Hand der Fig. 1 erläuterte Ausführungsbeispiel zeigt, benötigt eine einzelne Kippstufe lediglich
zwei Magnetkerne, einen Transistor und einen Widerstand in der Vormagnetisierungswicklung für
den Kern II. Der Aufwand an Schaltelementen ist somit erheblich niedriger als bei den üblichen Kippstufen.
Hinzu kommt der ganz entscheidende Vorteil, daß eine Magnetkernanordnung nach der Erfindung auch bei
Ausfall der Versorgungsspannung ihren einmal eingestellten Zustand beibehält und somit ihren Nachrichteninhalt
nicht verliert. Auch in bezug auf Störspannungen ist die Magnetkernkippstufe nach der
Erfindung sicherer als die bislang bekannten Kippstufen, da für eine Ummagnetisierung der beiden
Kerne eine ganz bestimmte Mindestspannung notwendig ist.
Die bistabile Kippstufe nach der Erfindung wurde an Hand eines Ausführungsbeispiels erläutert, bei dem
als Schalter in der gemeinsamen Rückkopplungsleitung ein Transistor, vorzugsweise ein Flächentransistor,
angeordnet ist. Selbstverständlich ist es denkbar, jedes beliebige andere, vorzugsweise elektronische Schaltelement
im Rückkopplungskreis anzuordnen. Im Grenzfall, bei besonders genauer Dimensionierung der Rückkopplungswicklungen,
kann der Schalter wegfallen und der Verbraucher direkt in die die beiden Rückkopplungswicklungen
verbindende Schleife eingeordnet werden.
■ Die bistabile Kippstufe nach der Erfindung ist universeil verwendbar, d. h., das Anwendungsgebiet ist keineswegs auf Binärzähler beschränkt, sondern die Kippstufe kann überall dort eingesetzt werden, wo sonst an sich bekannte Kippstufen verwendet werden.
■ Die bistabile Kippstufe nach der Erfindung ist universeil verwendbar, d. h., das Anwendungsgebiet ist keineswegs auf Binärzähler beschränkt, sondern die Kippstufe kann überall dort eingesetzt werden, wo sonst an sich bekannte Kippstufen verwendet werden.
Claims (2)
1. Bistabile Kippschaltung unter Verwendung zweier Magnetkerne mit angenähert rechteckiger
Hystereseschleife, dadurch gekennzeichnet, daß beide Kerne mit einem Eingangskreis (E), dem eine Folge
unipolarer Impulse zugeführt wird, und je einer Sekundärwicklung (SI, SII) derart verkettet sind,
daß bei einer gleichzeitigen Ummagnetisierung beider Kerne aus dem Ausgangszustand (»O«-Zustand)
beim Auftreten eines Eingangsimpulses sich die Sekundärimpulse in den Sekundärwicklungen
aufheben, und daß einer der Kerne (II) mit einer Vormagnetisierungswicklung (V) versehen ist, die
so bemessen ist, daß der über sie fließende Gleichstrom den Kern in eine definierte Ausgangslage
überzuführen in der Lage ist, umgekehrt aber einen der Vormagnetisierung entgegengerichteten
Eingangsimpuls wirksam werden läßt, und daß in den in Serie geschalteten Sekundärkreisen der
Arbeitswiderstand angeordnet ist.
2. Kippschaltung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß außer den beiden Sekundärwicklungen
(SI und 6"1I) noch ein mit dem Kern (I), der keine Vormagnetisierungswicklung besitzt,
verketteter Rückstellkreis vorgesehen ist, in dem ein elektronisch arbeitendes Schaltglied (Tr) vorgesehen
ist, das abhängig von der Spannung der Sekundärkreise beider Kerne geöffnet bzw. geschlossen
wird, und daß der Arbeitswiderstand in diesem Rückstellkreis angeordnet ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (4)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES59588A DE1096412B (de) | 1958-08-27 | 1958-08-27 | Bistabile Kippstufe unter Verwendung zweier Magnetkerne |
| BE578510A BE578510A (fr) | 1958-08-27 | 1959-05-08 | Etage relaxateur bistable utilisant deux noyaux magnétiques. |
| FR803334A FR1233380A (fr) | 1958-08-27 | 1959-08-21 | Montage relaxateur bistable utilisant deux noyaux magnétiques |
| GB2934759A GB898741A (en) | 1958-08-27 | 1959-08-27 | Improvements in or relating to bi-stable trigger circuits |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DES59588A DE1096412B (de) | 1958-08-27 | 1958-08-27 | Bistabile Kippstufe unter Verwendung zweier Magnetkerne |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1096412B true DE1096412B (de) | 1961-01-05 |
Family
ID=7493420
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES59588A Pending DE1096412B (de) | 1958-08-27 | 1958-08-27 | Bistabile Kippstufe unter Verwendung zweier Magnetkerne |
Country Status (4)
| Country | Link |
|---|---|
| BE (1) | BE578510A (de) |
| DE (1) | DE1096412B (de) |
| FR (1) | FR1233380A (de) |
| GB (1) | GB898741A (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1164485B (de) * | 1961-08-16 | 1964-03-05 | Erich Sinemus Dipl Ing | Anordnung zur Impulsfrequenzteilung mit magnetischen Schaltelementen mit rechteckfoermiger Hystereseschleife |
| DE1269177B (de) * | 1965-07-19 | 1968-05-30 | Jenoptik Jena Gmbh | Elektronische Zaehlschaltung mit Magnetkernen und Transistoren |
| DE1298132B (de) * | 1968-03-12 | 1969-06-26 | Siemens Ag | Schaltungsanordnung fuer eine Binaerteilerstufe mit einem Ringkern und einem Transistor |
-
1958
- 1958-08-27 DE DES59588A patent/DE1096412B/de active Pending
-
1959
- 1959-05-08 BE BE578510A patent/BE578510A/fr unknown
- 1959-08-21 FR FR803334A patent/FR1233380A/fr not_active Expired
- 1959-08-27 GB GB2934759A patent/GB898741A/en not_active Expired
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1164485B (de) * | 1961-08-16 | 1964-03-05 | Erich Sinemus Dipl Ing | Anordnung zur Impulsfrequenzteilung mit magnetischen Schaltelementen mit rechteckfoermiger Hystereseschleife |
| DE1269177B (de) * | 1965-07-19 | 1968-05-30 | Jenoptik Jena Gmbh | Elektronische Zaehlschaltung mit Magnetkernen und Transistoren |
| DE1298132B (de) * | 1968-03-12 | 1969-06-26 | Siemens Ag | Schaltungsanordnung fuer eine Binaerteilerstufe mit einem Ringkern und einem Transistor |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB898741A (en) | 1962-06-14 |
| BE578510A (fr) | 1959-08-31 |
| FR1233380A (fr) | 1960-10-12 |
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