DE1096465B - Elektrischer Schalter zum periodischen Umkehren der Drehrichtung eines Elektromotors - Google Patents
Elektrischer Schalter zum periodischen Umkehren der Drehrichtung eines ElektromotorsInfo
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Classifications
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- H—ELECTRICITY
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- H01H19/00—Switches operated by an operating part which is rotatable about a longitudinal axis thereof and which is acted upon directly by a solid body external to the switch, e.g. by a hand
- H01H19/54—Switches operated by an operating part which is rotatable about a longitudinal axis thereof and which is acted upon directly by a solid body external to the switch, e.g. by a hand the operating part having at least five or an unspecified number of operative positions
- H01H19/60—Angularly-movable actuating part carrying no contacts
- H01H19/62—Contacts actuated by radial cams
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Description
DEUTSCHES
Gegenstand der nachstehend beschriebenen Erfindung ist ein elektrischer Schalter zum periodischen
Wenden der Drehrichtung eines Elektromotors. Schaltgeräte für obige Zwecke arbeiten in ihrer einfachsten
Form mit einer oder mehreren, auf der Welle des Elektromotors oder des diesen nachgeschalteten Getriebes
befestigten Nockenscheiben, die bei ihrem Umlauf federnde Kontakte gegen feststehende Gegenkontakte
drücken oder von ihnen abheben. Diese Schaltgeräte haben den Nachteil, daß die Bewegung der federnden
Kontakte zumindest entgegen ihrer Federkraft schleichend erfolgt. Der Augenblick der Kontaktgabe oder
der Kontaktunterbrechung der einzelnen Kontaktpaare ist nicht genau festzulegen. Es besteht dabei die Möglichkeit,
daß ein umzusteuernder dreiphasiger Motor kurzzeitig ein- oder zweiphasig ein- oder abgeschaltet
wird. Ein sich ständig wiederholender derartiger Vorgang führt bei längerem Betrieb zu unzulässigem Temperaturanstieg
in der Motorwicklung bzw. zum Ansprechen eines evtl. vorhandenen Motorschutzschalters.
Es sind auch Anordnungen bekannt, bei denen das periodische Umsteuern eines Motors durch ein Wendeschütz
erreicht wird, dessen Steuerstrom einem Zeitwerk entnommen wird. Dem Vorteil des einpoligen
Schaltens durch das Zeitwerk steht der verhältnismäßig große Aufwand von zwei elektromagnetischen Schaltern
und die größere Störanfälligkeit gegenüber. Eine weitere bekannte Anordnung arbeitet mit einem Hauptschütz
vor dem durch das Zeitwerk gesteuerten Wendeschalter, wobei dieser ein zusätzliches Kontaktpaar für
den Steuerstrom des Hauptschützes enthält, der ebenfalls durch einen Nocken auf der Hauptwelle gesteuert
ist. Die Ablaufkurve des Nockens ist so ausgebildet, daß das Hauptschütz seine Kontakte schließt, wenn die
Kontakte des Wendeschalters bereits geschlossen sind, bzw. das Schütz seine Kontakte öffnet, bevor sich die
Kontakte des Wendeschalters öffnen. Bei dieser Anordnung ist zwar der Aufwand an Schaltschützen und
ihre Störanfälligkeit auf die Hälfte reduziert gegenüber einem Wendeschütz, jedoch muß der Wendeschalter die
gleiche Anzahl von Kontakten erhalten, als ob das Hauptschütz nicht vorhanden wäre, zusätzlich einem
Kontaktpaar für den Steuerstrom des Hauptschützes.
Zur Verringerung des Aufwandes weisen andere Umsteuergeräte Anordnungen auf, die ein schnelles
und gleichzeitiges Schalten aller Kontakte bewirken. So besitzt ein bekanntes Umsteuergerät eine durch eine
Kurvenscheibe bewegte Schiebetraverse, welche mittels Federn eine die beweglichen Kontakte tragende Schalttraverse
gegen eine zweite Kurvenscheibe mit treppenförmiger Ablaufkurve vorspannt, und die zweite Kurvenscheibe
ein ruckartiges Bewegen der Schalttraverse ermöglicht. Eine Abwandlung dieses Umsteuergerätes
weist statt der Schiebetraverse eine Schiebeleiste auf, Elektrischer Schalter zum periodischen
Umkehren der Drehrichtung
eines Elektromotors
Anmelder:
Ernst Dreefs G.m.b.H.,
Unterrodach (OFr.)
Unterrodach (OFr.)
Dipl.-Ing. Wilhelm Mellewigt, Küps (Bay.),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
die mit den beweglichen Kontakten verbunden ist und von den Kontaktdruckfedern gegen eine treppenförmige
Ablaufkurve der umlaufenden Nockenscheibe vorgespannt wird und beim Ablauf über die Treppenstufen
die Kontakte, die vorher von der Schiebeleiste einseitig in Ausschaltstellung gehalten wurden, ruckartig
in ihre Einschaltstellung bringt. In beiden Fällen muß die ständig umlaufende Scheibe zwei verschiedene
Kurvenbahnen aufweisen. Bei dem zuletzt beschriebenen Gerät besteht der Nachteil, daß die Schiebetraverse
beim Zurückhalten der Kontakte diese verkantet. Ferner führen die Kontaktstücke bei jedem Einschaltvorgang
eine Reibbewegung aufeinander aus, die die Kontaktabnutzung beschleunigt. Außerdem wird mit
diesem Gerät nur ein schnelles und gleichzeitiges Schließen der Kontakte erreicht, während das öffnen schleichend
erfolgt.
Bei dem elektrischen Schalter gemäß der Erfindung ist der Aufwand an Einzelteilen geringer als bei den bisher
bekannten Geräten. Es handelt sich hierbei ebenfalls um einen elektrischen Schalter zum periodischen
Umkehren der Drehrichtung eines Elektromotors (Hauptmotors) mit einer in einem die ruhenden Schaltkontakte
tragenden Gehäuse in Längsrichtung verschiebbar gelagerten, die beweglichen Schaltkontakte
tragenden Schalttraverse, die in kraftschlüssiger Verbindung mit einer stetig umlaufenden, durch einen
Synchronmotor angetriebenen Steuerscheibe steht. Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß eine Zugfeder
einerseits am Umfang der Steuerscheibe, andererseits an einem Mitnehmerstift der Schalttraverse
eingehängt ist, während des Umlauf ens der Steuerscheibe ihre Zugkraft in Richtung der Bewegungsrichtung
der Schalttraverse umkehrt und dadurch die einzelnen Umschaltverbindungen für den Hauptmotor
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vorbereitet, die durch die Bewegung der Schalttraverse beim Ablauf zweier auf der Schalttraverse sitzender
Anschlagstifte am Umfang der Steuerscheibe ausgelöst werden.
Ein Ausführungsbeispiel eines derartigen Schalters wird an Hand der Zeichnung im folgenden beschrieben.'
Fig. 1 zeigt eine Ansicht des Schalters von oben bei fortgelassenem Synchronmotor und mit parallel zur
Zeichenebene geschnittener Steuerscheibe, mit in Ausschaltstellung befindlichen Kontakten,
Fig. 2 einen Schnitt A-B durch Fig. 1,
Fig. 3 die gleiche Ansicht wie Fig. 1, jedoch unmittelbar nach Einschalten der Rechtslaufstellung, und
Fig. 4 ebenfalls die gleiche Ansicht, jedoch unmittelbar
vor dem Abschalten der Rechtslaufstellung.
Fig. 5 bis 8 zeigen Gesamtschaltbilder des Schalters in Verbindung mit Elektromotoren verschiedener Gattung.
In dem Gehäuse 4 aus Formpreßstoff sind die ruhenden Kontakte 1 bis 3 durch die Befestigungsschrauben
5 gehalten und mit den auf der Außenseite des Gehäuses 4 angebrachten Anschlußklemmen 6 verbunden.
Die ruhenden Kontakte können im Bedarfsfall miteinander durch im Innern des Gehäuses 4 verlegte
Verbindungen 7 verbunden werden. Eine die beweglichen Schaltkontakte 10 federnd tragende Schalttraverse
9 ist in zwei Führungen 8 des Gehäuses 4 in Längsrichtung gleitend gelagert. Die Schalttraverse 9
besitzt auf ihrer Oberseite zwei Anschlagstifte 11,11 α, die in kraftschlüssiger Verbindung mit der Steuerscheibe
13 stehen und auf ihrem Umfang, der in Segmente mit unterschiedlichem Radius 13 α, 13 b, 13 c geteilt
ist, gleiten. Die kraftschlüssige Verbindung der Anschlagstifte 11, lla mit der Steuerscheibe 13 wird
bewirkt durch eine Zugfeder 16, die einerseits am Umfang
der Steuerscheibe 13 aufgehängt ist und mit dieser umläuft, andererseits an einem Mitnehmerstif112
eingehängt ist, der in der Schalttraverse 9 befestigt ist und in der Ausschaltstellung der Kontakte konzentrisch
zur Drehachse der Steuerscheibe liegt.
Die Steuerscheibe 13 wird durch einen Synchronmotor 15 über ein Untersetzungsgetriebe 14 in der eingezeichneten
Drehrichtung angetrieben. Der strichpunktierte Pfeil zeigt die Richtung der wirksamen Zugkraftkomponente,
die die Zugfeder 16 auf die Schalttraverse 9 ausübt. Beim Abgleiten des Stiftes 11 von
der Mittelkurve 13 α auf die Innenkurve 13 & bewirkt
die Kraft der Zugfeder 16 eine augenblickliche Verschiebung der Schalttraverse in Pfeilrichtung, wobei
sich die beweglichen Schaltkontakte 10 unter Federspannung an die zugehörigen ruhenden Kontaktstücke
1 bis 3 anlegen und ein Anlaufen des gesteuerten Motors beispielsweise im Rechtsdrehsinn bewirken.
Im Laufe der Weiterdrehung der Steuerscheibe 13 kehrt sich die Kraftwirkung der Zugfeder 16 auf die
Schalttraverse 9 um (Fig. 4); im Augenblick der Umkehr geht die kraftschlüssige Verbindung zwischen
Steuerscheibe 13 und Schalttraverse 9 von dem Anschlagstift 11 auf den Anschlagstift 11 α über, ohne daß
die Schalttraverse 9 eine Bewegung ausführt, da die Außenkurve 13 c den Anschlagstift 11a so lange in seiner
Lage hält, bis er beim Weiterdrehen der Steuerscheibe 13 von'der Außenkurve 13c auf die Mittelkurve
13 α abgleitet. Die während des Umlaufes erfolgte Kraftumkehr der Zugfeder 16 bereitet die
jeweiligen Schaltvorgänge in wechselnder Richtung vor.
In Fig. 5 ist das Schaltbild des Schalters in Verbindung mit einem Wechselstrommotor mit Hilfsphase
und Fliehkraftschalter dargestellt. Fig. 6 zeigt das Schaltbild des gleichen Schalters in Verbindung mit
einem Wechselstrommotor mit Anlaufkondensator.
Fig. 7 und 8 zeigen Schaltbilder wiederum des gleichen
ίο Schalters in Verbindung mit Drehstrommotoren.
Außerdem ist in Fig. 5 bis 8 dargestellt, wie der die Steuerscheibe 13 antreibende Synchronmotor 15 an die
Netzverbindungen geschaltet werden kann.
Claims (5)
1. Elektrischer Schalter zum periodischen ' Umkehren der Drehrichtung eines Elektromotors
"(Hauptmotors) mit einer in einem die ruhenden Schaltkontakte tragenden Gehäuse in Längsrichtung
verschiebbar gelagerten, die beweglichen Schaltkontakte tragenden Schalttraverse, die in
kraftschlüssiger Verbindung mit einer stetig umlaufenden, durch einen Synchronmotor angetriebenen
Steuerscheibe steht, dadurch, gekennzeichnet, daß eine Zugfeder (16) einerseits am Umfang der
Steuerscheibe (13), andererseits an einem Mitnehmerstift (12) der Schalttraverse (9) eingehängt
ist, während des Umlaufens der Steuerscheibe (13) ihre Zugkraft in Richtung der Bewegungsrichtung
der Schalttraverse (9) umkehrt und dadurch die einzelnen Umschaltverbindungen für den Hauptm'otor
vorbereitet, die durch die Bewegung der Schalttraverse (9) beim Ablauf zweier auf der
Schalttraverse (9) sitzender Anschlagstifte (11, lla) am Umfang der Steuerscheibe (13) ausgelöst
werden.
2. Schalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Übergänge zwischen am Umfang
der Steuerscheibe (13) befindlichen Abschnitten mit unterschiedlichem Radius (13 a, 13 b, 13 c) derart
ausgebildet sind, daß abwechselnd einer der beiden Anschlagstifte (11, lla) unter Wirkung der
Spannung der Zugfeder (16) von einem Abschnitt mit größerem Radius (13 c oder 13 a) auf einen
Abschnitt mit kleinerem Radius (13 a oder 13 b) schnell überspringt.
3. Schalter nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß beide Anschlagstifte (11 und
lla) an gegenüberliegenden Stellen des Umfangs der Steuerscheibe (13) geführt sind.
4. Schalter nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Schalttraverse (9) aus
Isolierpreßstoff besteht und die Anschlagstifte (11, lla) als feste Bestandteile der Schiebetraverse
(9) ausgebildet sind.
5. Schalter nach Anspruch 1 bis 4, gekennzeichnet durch eine Kontaktanordnung, die die Verwendung
des Schalters zur Umkehrsteuerung von Elektromotoren verschiedener Gattung gestattet.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Auslegeschriften M 23197 VIIIb/21 c (bekanntgemacht am 8.11.1956), M 24114 VIIIb/21 c (bekanntgemacht am 27. 12. 1956).
Deutsche Auslegeschriften M 23197 VIIIb/21 c (bekanntgemacht am 8.11.1956), M 24114 VIIIb/21 c (bekanntgemacht am 27. 12. 1956).
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DED26850A DE1096465B (de) | 1957-11-18 | 1957-11-18 | Elektrischer Schalter zum periodischen Umkehren der Drehrichtung eines Elektromotors |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DED26850A DE1096465B (de) | 1957-11-18 | 1957-11-18 | Elektrischer Schalter zum periodischen Umkehren der Drehrichtung eines Elektromotors |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1096465B true DE1096465B (de) | 1961-01-05 |
Family
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|---|---|---|---|
| DED26850A Pending DE1096465B (de) | 1957-11-18 | 1957-11-18 | Elektrischer Schalter zum periodischen Umkehren der Drehrichtung eines Elektromotors |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1096465B (de) |
-
1957
- 1957-11-18 DE DED26850A patent/DE1096465B/de active Pending
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