DE1096547B - Verfahren zur Abtrennung von Lanatosid D aus einem Gemisch von Lanatosid C und Lanatosid D - Google Patents

Verfahren zur Abtrennung von Lanatosid D aus einem Gemisch von Lanatosid C und Lanatosid D

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DE1096547B
DE1096547B DEV15453A DEV0015453A DE1096547B DE 1096547 B DE1096547 B DE 1096547B DE V15453 A DEV15453 A DE V15453A DE V0015453 A DEV0015453 A DE V0015453A DE 1096547 B DE1096547 B DE 1096547B
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DE
Germany
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lanatoside
mixture
water
methanol
methylene chloride
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Application number
DEV15453A
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English (en)
Inventor
Dipl-Chem Dr Siegfried Mignat
Frank Dittrich
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Teva GmbH
Original Assignee
Arzneimittelwerk Dresden GmbH
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Publication date
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J19/00Normal steroids containing carbon, hydrogen, halogen or oxygen, substituted in position 17 by a lactone ring
    • C07J19/005Glycosides

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description

  • Verfahren zur Abtrennung von Lanatosid D aus einem Gemisch von Lanatosid C und Lanatosid D Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Abtrennung von Lanatosid D aus einem Gemisch von Lanatosid C und Lantosid D, vorzugsweise aus einem Lanatosid, welches nach Patentanmeldung V 15454 IV a/ 30h gewonnen wurde.
  • Der Gewinnung reiner Glykoside aus dem Lanatosidgesamtpräparat kommt bei der Herstellung von Arzneimitteln, insbesondere herzwirksamer Präparate, große Bedeutung zu.
  • Es ist bereits eine Anzahl von Verfahren bekannt, nach denen aus dein Glykosidgesamtpräparat die Lanatoside A, B und C getrennt gewonnen werden. Die Trennung erfolgt dabei durch Ausschütteln aus einem Lösungsmittelgemisch, das aus Wasser, mit Wasser nicht mischbaren und mit Wasser mischbaren organischen Lösungsmitteln besteht (vgl. deutsches Patent 922373).
  • Andere bekannte Verfahren haben die Isolierung nur eines dieser Glykoside zum Ziel.
  • Das Verfahren nach Patentanmeldung V 15454 IV a/ 30h ermöglicht, die Lanatoside A und C in besonders reiner Form zu gewinnen. Es gelingt dabei neben einem reinen Lanatosid A die Herstellung eines Lanatosids C, welches frei ist von Lanatosid A und B, jedoch noch die im Gesamtpräparat enthaltenen geringen Mengen an Lanatosid D enthält.
  • Bei diesem Verfahren wird :das kristallisierte Lanatosidgesamtpräparat in 'Methanol gelöst, mit Chloroform versetzt und mit Wasser ausgerührt. Von den sich bildenden Phasen enthält die eine Lanatosid A überwiegend und die andere Lanatosid C überwiegend. In der Zwischenphase befindet sich fast das gesamte Lanatosid B. Nach Abtrennung der Zwischenphase werden Ober- und Unterphase getrennt eingedampft. Die Rückstände, die nunmehr hauptsächlich aus den Lanatosiden A und C bestehen, werden vereinigt. Die in Alkohol gelösten Rückstände werden in einem gegeneinander abgesättigten Gemisch, bestehend aus Methanol, Chloroform und Wasser, mittels Gegenstromverteilung nach 0'K e e f f e getrennt. Aus den Oberphasen wird nach Einengen Lanatosid C mit Anteilen an Lanatosid D, aber ohne Beimengungen von Lanatosid A und B ausgefällt.
  • Die chromatographische Untersuchung eines nach diesem Verfahren hergestellten Lanatosids C zeigte einen etwa 11o/oigen Anteil an Lanatosid D. Die präparative Darstellung des Lanatosids D gelang Angliker, Kussmaul, Barfuss und Renz erst in letzter Zeit mittels Säulenchromatographie (vgl. Liebigs Annalen der Chemie, 607, S. 131 bis 143 [19571.
  • Es wurde ein Verfahren gesucht, welches es ermöglicht, in einfacher Weise genügende Mengen kristallisiertes Lanatosid D für arzneiliche Zwecke herzustellen. Beim erfindungsgemäßen Verfahren wird Lanatosid C, welches Anteile an Lanatosi:d D enthält, in Methanol gelöst. Diese Lösung wird in einem Lösung-smittelgemisch, bestehend aus Methylenchlorid, Äthanol und Wasser, ausgeschüttet. Die sich bildende Oberphase wird anschließend mit einem Lösungsmittelgemi-sch, bestehend aus Methylenchlorid, Methanol und Wasser, ausgerührt. Die noch in der Oberphase enthaltenen Lanatosid-C-Mengen gehen beim Ausrühren in das Methylenchlorid über. es befindet sich danach reines Lanatosid D in der Oberphase, welches nach Eindampfen im Vakuum kristallin ausfällt. Durch den wechselweisen Einsatz von Äthanol und Methanol bilden sich Lösungsmittelsysteme aus, die wegen der unterschiedlichen Verteilungszahlen der Substanzen eine einwandfreie und quantitative Trennung der L anatoside ermöglichen.
  • Die Identifizierung erfolgt nach A n g l i k e r , Kussmaul, Barfuss und Re n z. Aus den Restphasen wird nach Eindampfen reines Lanatosid C gewonnen. Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht somit neben der Gewinnung des Lanatosids D auch die Gewinnung des Lanatosids C in hochgereinigter Form.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren wird an nachstehendem Beispiel näher erläutert. Beispiel 25 mg Lanatosid C mit Anteilen an Lanatasid D werden in 12,5 ml Methanol gelöst. Die Lösung wird mit 700, ml Methylenchlorild, 700 ml Äthanol und 700 ml Wasser ausgeschüttelt. Die sich bildende Oberphase wird anschließend mit 700 ml eines Lösungsmittelgemisches, bestehend aus 1 Volumteil Methylenchlorid, 1 Volumteil Methanol und 1 Volumteil Wasser, 5 Minuten ausgerührt. Das noch in der Oberphase vorhandene Lanatosid C geht dabei in das Methylenchlorid über. Es befindet sich danach in der Oberphase reines Lanatosid D, welches nach Einengen im Vakuum bei 40° C praktisch quantitativ und in kristalliner Form ausfällt. Die Restphasen werden eingedampft und ergeben reines Lanatosid C.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Abtrennung von Lanatosi@d D aus einem Gemisch von Lanatosid C und Lanatosid D, vorzugsweise aus einem Lanatosid, welches nach Patentanmeldung V 154541V a/30h gewonnen wurde, dadurch gekennzeichnet, daß man das Gemisch in Methanol löst, die Lösung mit einem Lösungsmittelgemisch, bestehend aus Methylenchlorid, Äthanol und Wasser, ausschüttelt, die sich bildende Oberphase mit einem Lösungsmittelgemisch, bestehend aus Methylenchlorid, Methanol und Wasser, ausrührt, das reine Lanatosid D aus der Oberphase durch Eindampfen im Vakuum bei 40° C ausfällt und aus der Restphase hochgereinigtes Lanatosid C ausscheidet. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 922 373.
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Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE922373C (de) * 1951-05-01 1955-01-13 Beiersdorf & Co A G P Verfahren zur Gewinnung eines kristallisierten herzwirksamen Glykosids aus Digitalisblaettern

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE922373C (de) * 1951-05-01 1955-01-13 Beiersdorf & Co A G P Verfahren zur Gewinnung eines kristallisierten herzwirksamen Glykosids aus Digitalisblaettern

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