DE110131C - - Google Patents
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
- F01L—CYCLICALLY OPERATING VALVES FOR MACHINES OR ENGINES
- F01L15/00—Valve-gear or valve arrangements, e.g. with reciprocatory slide valves, other than provided for in groups F01L17/00 - F01L29/00
- F01L15/08—Valve-gear or valve arrangements, e.g. with reciprocatory slide valves, other than provided for in groups F01L17/00 - F01L29/00 with cylindrical, sleeve, or part-annularly-shaped valves; Such main valves combined with auxiliary valves
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Compressors, Vaccum Pumps And Other Relevant Systems (AREA)
Description
£■
KAISERLICHES
PATENTAMT
Die Erfindung betrifft eine Schiebersteuerung für Dampfmaschinen, Compressoren u. dergl.
Die Schieber sind Kolbenschieber, welche in den Deckeln der Hauptcylinder angeordnet
sind. Die Schiebercylinder öffnen sich unmittelbar in den Hauptcylinder und die Schieber,
welche keine durchgehenden Kanäle erhalten, schliefsen die inneren Enden dieser
Schiebercylinder ab, und verschliefsen und öffnen durch ihre Bewegungen nach dem
Hauptcylinder führende Kanäle. Die Schieber werden auf diese Weise sehr dicht an den
Cylinder herangeführt und die Anordnung sichert eine geringe Freilegung des Schieberkastens,
sowie eine Verkleinerung der Condensationsflächen für den im Cylinder befindlichen
Dampf. Die durch Schwingarme bethätigtän Schieber werden paarweise angeordnet, wobei
die Schieber eines Paares einander ausgleichen und sich durch Bewegung in entgegengesetzten
Richtungen öffnen, indem der eine aus dem Hauptcylinder heraustritt, während der andere
sich in diesen Cylinder, dem Hauptkolben folgend, hineinbewegt. Der Kolbenschieber
kann dabei zwischen geeigneten Führungen kufen. Die Dampfschieber einer Dampfmaschine
können durch eine gewöhnliche Corlifs-Steuerung bethätigt werden. Eine Dampfmaschine
kann ein Paar Einlafsschieber und ein Paar Auspuffschieber in jedem Cylinderdeckel
erhalten.
Für Compressoren bestehen die Einlafsschieber aus einem Paar ausgeglichener Kolbenschieber,
die in dem Deckel des Compressorcylinders angeordnet sind und unmittelbar bethätigt
werden. Die Auslafsschieber können ähnlich beschaffen sein und bethätigt werden,
oder es können die beiden Schieber des Paares Auslafsschieber verschieden ausgebildet und
durch einen unmittelbaren Antrieb geschlossen werden, während sich die Schieber unter dem
Einflüsse des Druckes in dem Hauptcylinder selbstthätig öffnen. Bei einem mit der Triebmaschine
nach dem Tandemsystem verbundenen Compressor kann die Bethätigung der Luftventile
durch dieselbe Schiebersteuerung vermittelt werden, welche die Schieber der Maschine
bewegt.
Zunächst soll die Schieberanordnung bei einer Dampfmaschine und alsdann in Anwendung
bei einem Compressor beschrieben werden.
Fig. ι ist
eine Uebersicntsdarstellung in
Seitenansicht der Haupttheile einer Maschine und eines Compressors in Tandemanordnung;
Fig. 2 ist ein Diagramm der Steuerungseinrichtung zwischen dem Excenter und den
Kurbelscheiben;
Fig. 3 ist ein verticaler Längsschnitt durch den Dampfmaschinencylinder, wobei der linke
Theil nach der Ebene der Linie α von Fig. 5
geschnitten gedacht ist und die Dampfeinlafsschieber an einem Ende des Hauptcylinders
zeigt, und der rechte Theil nach der Linie b geschnitten ist, um die Auspuffschieber am
anderen Ende des Hauptcylinders zu zeigen.
Fig. 4 ist eine Seitenansicht und
Fig. 5 eine Endansicht des Dampfcylinders.
ι bezeichnet den Dampfcylinder, 2 dessen
Kolben, 3 die Auspuffkammern in den Cylinderdeckeln und 5 und 6 die Dampfeinlafsschieber.
Jeder Cylinderdeckel ist mit einem
Paar Dampfeinlafsschieber sowie einem Paar Auspuffschieber ausgestattet. Die Schieber 5
und 6 sind Kolbenschieber, welche in Schiebercylindern des Cylinderdeckels laufen. Die
Schiebercylinder öffnen sich unmittelbar in den Hauptcylinder und erhalten Kanäle, welche mit
der Dampfkammer 4 in Verbindung stehen. Die Schieber schliefsen die inneren Enden der
Schiebercylinder und liegen in bestimmter Stellung in Flucht mit der inneren Fläche des
Cylinderdeckels; die Anordnung ist derart, dafs die Condensationsfläche, mit welcher der Dampf
innerhalb des Hauptcylinders in Berührung kommt, auf das Mindestmafs beschränkt ist.
Dampf tritt durch die Schieber nicht hindurch. Der Schieber 6 öffnet sich durch Bewegung
nach links und Freilegung der Kanäle, so dafs Dampf aus der Dampfkammer 4 in den Hauptcylinder
treten kann. Es füllt Dampf ständig den Schiebercylinder für den Schieber 5 und dieser Schieber 5 öffnet sich durch Bewegung
nach rechts, so dafs Dampf aus dem Schiebercylinder in den Hauptcylinder treten kann.
Der Schieber 6 öffnet sich durch Bewegung aus dem Hauptcylinder heraus, während sich
der Schieber 5 durch Bewegung in den Hauptcylinder hinein öffnet. Die Schieber 5 und 6
sind mit dem Schwingarm 7 verbunden und werden durch denselben bethätigt. Die beiden
Schieber gleichen infolge ihrer gleichen Oberfläche den auf ihnen ruhenden Druck gegenseitig
aus. ίο bezeichnet eine Kurbelplatte, welche mittelst einer Stange 12 von einem
Excenter bewegt wird. Mit 8 ist das Gestänge einer gewöhnlichen Corlifs-Steuerung' bezeichnet,
welche derart angeordnet ist, dafs die Schieber 5 und 6 dadurch ihre Oeffnungsbewegung
erhalten, wobei der Antrieb durch Stangen 11 erfolgt. 9 bezeichnet die Stange,
durch welche der Bremscylinder die Schieber nach der Freigabe schliefst und 13 bezeichnet
das übliche Excenter einer Corlifs - Steuerung, mittelst welcher der Regler die Zeit der Freigabe
bestimmt.
14 und 15 bezeichnen die Auspuffschieber,
welche den Dampfeinlafsschiebern ähnlich sind. Sie erhalten unmittelbar Bewegung, sowohl
beim Oeffhen wie beim Schliefsen, durch Arme 16 und 17, welche durch die Kurbelplatte 18 und Stangen 19 bethätigt werden.
Die Kurbeln ι ο und 18 sind auf derselben Schwingwelle fest angebracht und erhalten
beide ihre Bewegung von der Stange 12. Die Kurbel jo befindet sich dabei auf der einen
Seite des Hauptcylinders, um den Dampfeinlafsschiebern an jedem Ende des Hauptcylinders
Bewegung mitzutheilen, während die Kurbel 18 auf der entgegengesetzten Seite des
Hauptcylinders liegt und die Auspuffschieber bethätigt.
Fig. 6 ist ein verticaler Längsschnitt durch den Compressorcylinder; der linke Theil der
Figur ist ein Schnitt nach einer Ebene, um das Einlafsschiebersystem zu veranschaulichen,
und die rechte Seite ein Schnitt nach der Ebene d von Fig. 8, um die Auslafsschieberanordnung
zu zeigen. Jeder Deckel des Compressors ist mit Ein- und Auslafsschiebern ausgestattet.
Fig. 7 ist eine Seitenansicht des Compressorcylinders,
Fig. 8 eine Endansicht desselben,
Fig. 9 ein' Schnitt in gröfserem Mafsstabe durch den Einlafsschieber 22; diese Figur zeigt
die Abdichtung, welche bei allen Schiebern Verwendung findet.
20 bezeichnet den Compressorhauptcylinder, 21 seinen Kolben, 22 und 23 die Einlafsventile,
24 den mit diesen Einlafsventilen verbundenen Schwingarm, 25 einen Arm, welcher auf der
Welle des Schwingarmes 24 fest angebracht ist, und 26 die Kurbelscheibe zur Bethätigung
aller Compressorschieber.
Die Einlafsschieber 22 und 23 sind im Wesentlichen wie die vorbeschriebenen Dampf-:
einlafs- und Auspuffschieber und ihre Kanäle communiciren mit der Einlafskammer 29 in
dem Cylinderdeckel. Die Kurbelscheibe 26 bethätigt die Einlafsschieber durch Stangen 28
und wird selbst durch eine Stange 27 bewegt, welche ihre Bewegung von einem Excenter
der Maschine aufnimmt. Nach der Darstellung ist diese Stange mit der Kurbelscheibe
10 der Dampfmaschine gekuppelt. Die den Einlafsschiebern so mitgetheilte Oeffnungs-
und Schliefsbewegung ist derart, dafs die Schieber beim Saughube des Hauptkolbens in
der Zeit geöffnet werden, wo das Treibmittel in dem freien Räume sich bis auf Saugdruck
ausgedehnt hat, wobei die Schieber während des Saughubes offen bleiben und sich am
Ende des Hubes schliefsen und während des Compressionshubes geschlossen bleiben.
30 bezeichnet den Auslafscylinder in dem Cylinderdeckel, 31 den Auslafsschieber, 32 das
Schwingglied zum Schliefsen des Auslafsschiebers und 33 sind die Stangen, durch welche die Kurbelscheibe 26 die Schwingarme
32 bethätigt. Der Auslafsschieber 31 ist mit einem Bufferkolben versehen, welcher die
Bewegung beim Schliefsen und Oeffnen des Auslafsschiebers mildert. In Fig. 6 beginnt der
Hauptkolben 21 seinen Compressionshub, während der Auslafsschieber 3 1 voll ,abschliefst und
der Daumen 32 sich von dem Schieber fortbewegt. In dieser Schliefslage wird der Auslafsschieber
durch den Druck in der Auslafskammer30
gehalten. Sobald sich der Kolben 21 nach rechts bewegt, um seinen Compressionshub
auszuführen, steigt der Druck vor dem Kolben und erreicht schliefslich den Druck der
Auslafskammer 30. Wenn der Druck in dem
Cylinder den in der Auslafskammer ausreichend überstiegen hat, um die mechanische Reibung
des Auslafsschiebers 31 zu überwinden,' dann
öffnet sich der Schieber plötzlich und es wird das comprimirte Fluidum in dem Hauptcylinder
in die Auslafskammer gedrückt. Sobald der Schieber 31 seine Oeffnungsbewegung ausführt,
wird er dadurch aufgehalten, dafs sein erweiterter Theil über die äufseren Bufferkanäle
läuft. Unmittelbar nach Vollendung des Compressionshubes des Hauptkolbens drückt der
Daumen 32 den Schieber 31 in solche Lage zurück, dafs der Kanal geschlossen wird. In
diesem Augenblick ist der Schieber im Druckausgleich und es hat danach der Daumen nur
die mechanische Reibung des Schiebers zu überwinden. Sobald sich der Hauptkolben
von dem Schieber fortbewegt, dehnt sich beim Saughube das unter Druck stehende Fluidum
in dem freien Räume des Cylinders aus, und wenn der Druck in dem Cylinder ausreichend
unter denjenigen in der Auslafskammer 30 gefallen ist, um die mechanische Reibung des
Schiebers 31 zu überwinden, so ist der überwiegende
Druck in der Auslafskammer Veranlassung , dafs der Schieber 31 schnell in die
volle Schliefslage gebracht wird, wobei die Bewegung des Schiebers dadurch geregelt bezw.
gebremst wird, dafs sein weiterer Theil über die linksseitigen Kissenkanäle tritt. Der Schieber
bleibt in der Stellung des vollen Schlusses, bis der Hauptkolben angefangen hat, bei
seinem Compressionshube zurückzugehen und das Fluidum vor demselben bis zu einem
Grade über den in der Auslafskammer zu comprimiren, worauf der Auslafsschieber, wie
vorher, sich wieder öffnet.
Aus Fig. 6 und 7 ist ersichtlich ^ dafs die Hauptkurbelscheibe 26 durch Vermittelung eines
Schlitzauges wirksam wird; es kann danach die Scheibe 26 während des Hubes der Stange 27, der durch das Excenter erzeugt
wird, einen Augenblick in Ruhe verharren. Im Wesentlichen dieselbe Wirkung kann dadurch
erzielt werden, dafs die Stange 27 unmittelbar mit der Kurbelscheibe 26 verbunden
und die verlorene Bewegung bei den Stangen 33 eingeführt wird.
Die Kolbenschieber sind, um dauernd dicht zu laufen, mit Packungsringen zu versehen.
Die aus Fig. 9 ersichtlichen Packungsringe können bei allen Schiebern benutzt werden.
Kanäle, welche durch die Schieber freizulegen sind, sind . mit Brücken 34 versehen. Der
Kolbenschieber erhält eine Nuth und in dieser Nuth ist ein Packungsring 35 vorgesehen, der
so aufgeschnitten ist, dafs er sich ausdehnen kann; der Ring ist auf den Kolbenschieber
derart aufgezogen, dafs der fortgeschnittene Theil über eine der Brücken 34 tritt. In den
Winkelfalz des Ringes 35 ist ein Ring 3.6 ,eiragepafst,
der ebenfalls aufgeschnitten und so angeordnet ist, dafs der Ausschnitt über eine
andere der Brücken 34 tritt; die Ausschnitte in den beiden Ringen treten zweckmäfsig über
zwei der unteren Brücken.
Der Ring 36 ist gegen den minderen Druck hin anzuordnen, dem der Schieber unterworfen
ist, so dafs der höhere Druck gegen die gröfsere Fläche des Ringes 35 wirken und
nach innen durch den Ausschnitt in dem Ringe wirksam werden und beide Ringe nach aufsen
ausdehnen kann. Die Einlafsschieber 22 und 23 sollten an ihren äufseren Enden ähnliche
Packungen erhalten, wenn der Compressor das Fluidum aus einer Druckquelle erhält, die
höher als der Atmosphärendruck ist. Wenn z. B. nach Fig. 6 der Compressor Fluidum
aus der Atmosphäre entnimmt, so entspricht der Druck in der Kammer 2g dem der Atmosphäre
und es wird an dem äufseren Theil der Schieber eine Packung entbehrlich. Entnimmt
indessen der Compressor Fluidum bei einem höheren Druck als der der Atmosphäre, wie bei Verbundcompressoren, so erhält der
äufsere Theil der Einlafsschieber Packung;- in diesem Falle können, wie aus Fig. 9 ersichtlich,
Packungsringe der beschriebenen Art bei 37 vorgesehen werden, wobei der Ring 36 aufsen gegen den minderen Druck hin angeordnet
wird.
Der Schieber 6 bleibt immer innerhalb des Schiebercylinders und das Oeffnen und Schliefsen
der Kanäle wird durch Gleiten des Schieberkolbens im Cylinder bewirkt, dessen rechte
Fläche die Abschlufsvorrichtung bildet. Daher findet der Schieberkolben in allen Stellungen
vollen Widerhalt im Schiebercylinder. Bei dem Schieber 5 wird die Verbindung mit dem
Hauptcylinder durch Ausweiten des inneren Endes des Schiebercylinders gebildet, der wie
die Kanäle auf der linken Seite überdrückt ist. Der Schieberkolben 5 öffnet durch Gleiten nach
rechts; die linke Seite seines rechten Kolbentheiles bildet die Abschlufsvorrichtung des
Schiebers, während eine Oeffnung des Schiebers durch Bewegung nach rechts eintritt, wobei
sich das rechte oder negative Ende in den Hauptcylinder bewegt, dagegen sein wirksamer
Theil niemals gänzlich aus dem Schiebercylinder heraustritt. Die Bedingungen sind danach,
so dafs der Kolbenschieber und seine Dichtung stets einen Widerhalt im Schiebercylinder behält,
gleichgültig, in welcher Stellung der Schieber sich befindet.
Wenn die Ausweitung am rechten Ende des Cylinders des Schieberkolbens S nicht vorhanden
wäre, so könnte der Schieber nur öffnen, indem der rechte Kolbentheil voll und ganz in den Hauptcylinder träte, so dafs er
und seine Dichtung jeden Widerhalt verlören und vollkommen unwirksam würden, wenn
nicht eine besondere ä'ufsere Unterstützung für
die Dichtung angebracht würde. Dieser beständige Widerhalt für den Schieberkolben und
seine Dichtung ist bei allen Ausführungsarten der vorliegenden Erfindung durchgeführt und
die gesammten Schieberfunctionen werden durch einfaches Gleiten der Kolbenschieber in
mit Kanälen versehenen Cylindern bewirkt, die sich unmittelbar nach dem Hauptcylinder
öffnen, ohne dafs eine besondere Unterstützung für die Kolbendichtung nothwendig ist.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Schiebersteuerung mit in den Cylinderdeckeln liegenden Schiebern, dadurch gekennzeichnet, dafs zur Verminderung der Bewegungswiderstände die geschlossenen Kolbenschieber doppelt angeordnet und mit einander durch Hebel verbunden sind, so dafs sie gemeinsam, aber in einander entgegengesetzter Richtung bethätigt werden, wobei der in den Cylinder öffnende Kolben in einer geeigneten Führung getragen wird.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE110131C true DE110131C (de) |
Family
ID=379961
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT110131D Active DE110131C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE110131C (de) |
-
0
- DE DENDAT110131D patent/DE110131C/de active Active
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