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Gerät zur Messung von Kenngrößen der Oberwalzen bei Spinnmaschinen
Die Erfindung bezieht sich auf ein Gerät zur Messung von Kenngrößen, insbesondere
des Auflagedruckes, der Oberwalzen bei Spinnmaschinen.
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Es hat sich herausgestellt, daß man mit zunehmender Feinheit der
Ausspinnung der Garne das Hauptaugenmerk auf eine richtige Einstellung der Oberwalzen
richten muß. Insbesondere muß der Auflagedruck der Oberwalzen innerhalb eines optimalen
Bereiches liegen, damit die gewünschte Garnqualität auch tatsächlich erreicht wird.
Bisher wurde der Auflagedruck der Oberwalzen auf primitive Weise mit Hilfe der bekannten
Federwaage gemessen, die aus zwei ineinandergeführten Zylindern und einer dazwischengeschalteten
Feder besteht, wobei die Handhabe mit dem einen Zylinder und der Lasthaken mit dem
anderen Zylinder verbunden ist. Mit Hilfe dieser einfachen Federwaage konnte jedoch
derAuflagedruck der Oberwalzen nur sehr ungenau bestimmt werden. Außerdem - war
zum Durchmessen der Spindeln einer Spinnmaschine eine beträchtliche körperliche
Anstrengung notwendig, denn jede der vielleicht 50 Oberwalzen einer Maschine liegt
mit einem Druck von 10 bis 12 kg auf dem Unterzylinder auf, und zum Messen des Auflagedruckes
muß die Oberwalze abgehoben werden.
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Es wurde auch bereits ein Verfahren zum Messen des Klemmdruckes der
Oberwalze vorgeschlagen, bei dem zwischen der Ober- und Unterwalze ein Prüfmittel
eingelegt wird und dann eine der Belastung der Ober walze entgegenwirkende Wägevorrichtung
so lange belastet wird, bis das Prüfmittel freigegeben wird. Zur Durchführung dieses
Verfahrens wurde eine Vorrichtung vorgeschlagen, bei der eine Federwage an einem
U-förmigen Steg aufgehängt ist, deren unterer Teil an der belasteten Walze angreift
und die auf die Achse der ortsfesten Unterwalze 1 gestellt werden kann.
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Demgegenüber besteht die Erfindung darin, daß zum Messen von verschiedenen
Kenngrößen der Oberwalzen an Stelle einer einfachen Federwaage oder des bereits
vorgeschlagenen Gerätes ein Gerät verwendet wird, das dadurch gekennzeichnet ist,
daß das eine Ende der Meßfeder mit einer Handhabe und ihr anderes Ende mit einem
an der Oberwalze angreifenden Organ in Wirkungsverbindung steht, und das weiter
dadurch gekennzeichnet ist, daß die Auslenkung der beiden Federenden relativ zueinander
und gegenüber einer Nullmarke ablesbar ist.
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Ein besonderer Vorteil der Erfindung gegenüber der bekannten Federwaage
liegt darin, daß durch die Anordnung der Meßfeder in einem auf eine Auflage aufstellbaren
Gerät die Messung des Oberwalzendruckes an einer Spinnstelle sehr viel einfacher
und leichter durchgeführt werden kann. Die erfindungsgemäße Anordnung der Meßfeder
in einem derartigen Gestell bietet außerdem noch die Möglichkeit, bei einer Ausführungsform
der Erfindung in den Kraftweg zwischen der Handhabe und der Oberwalze Untersetzungsglieder
einzuschalten, durch die die an der Handhabe erforderliche Kraft wesentlich herabgesetzt
wird.
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Gegenüber dem bereits vorgeschlagenen Gerät liegt der besondere Vorteil
der Erfindung darin, daß mit dem erfindungsgemäßen Gerät nicht nur die relative
Auslenkung zwischen den Federenden, sondern auch ihre Auslenkung gegenüber einer
Nullmarke abgelesen werden kann. Diese Möglichkeit erlaubt nicht nur eine sehr genaue
Durchführung der Messung, sondern auch die weiter unten erwähnte Messung der Elastizität
des Oberwalzenbelages, und erlaubt auch, wie ebenfalls unten erläutert, an verschiedenen
Spinnstellen genau miteinander vergleichbare Messungen durchzuführen.
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Schließlich ist es wesentlich, daß bei dem erfindungsgemäßen Gerät
die Messung mit Hilfe einer bequemen Handhabe durchgeführt werden kann, die zur
Belastung der Meßfeder dient, so daß die Messung auch einer großen Anzahl von Oberwalzen
keine körperliche Anstrengung mehr erfordert und sehr feinfühlig durchgeführt werden
kann.
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Das Einschalten von Untersetzungsgliedern zwischen die Handhabe und
die Oberwalze kann auf verschiedene Weise verwirklicht sein. Die zweckmäßigste Ausbildung
dieser Übersetzung kann auch davon abhängig sein, ob eine Schraubenfeder oder eine
Spiralfeder als Meßfeder verwendet wird. BeispieIsweise können Hebelübersetzungen
aller Art mit Vorteil verwendet werden. Bei einer bevorzugten Ausführungsform der
Erfindung, bei der als Meßfeder eine Spiralfeder verwendet wird, ist das lastseitige
Ende der Spiralfeder mit einer Meßwelle verbunden, an der das an der Oberwalze angreifende
Organ mit kurzem Hebelarm befestigt ist. Diese Ausführungsform hat den Vorteil besonderer
Einfachheit und kann so ausgebildet sein, daß sie keine Gelenke enthält, bei denen
immer
die Gefahr besteht, daß im Laufe des Gebrauches ausgeschlagen werden und so Fehlerquellen
für die Messung bilden.
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Bei einer Ausführungsform der Erfindung, die eine besonders zweckmäßige
Weiterbildung der letztgenannten Ausführungsform bildet, ist das an der Oberwalze
angreifende Organ über ein flexibles Verbindungsglied mit den übrigen Teilen des
Gerätes verbunden. Beispielsweise ist ein unter den auftretenden Beanspruchungen
sich praktisch nicht dehnendes Band an dem Umfang der Meßwelle befestigt, das an
seinem freien Ende einen an der Oberwalze angreifenden Halter trägt. Der besondere
Vorteil dieser flexiblen Aufhängung des an der Oberwalze angreifenden Organs liegt
darin, daß eine Verkantung der Oberwalze beim Abheben von dem Unterzylinder keinen
störenden Einfluß auf die Messung hat.
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Bei einer Ausführungsform-der Erfindung, bei der die Kraftübersetzung
mit Hilfe einer Meßwelle verwirklicht ist, ist zwischen die Meßwelle und das lastseitige
Ende der Meßfeder eine Kupplung eingeschaltet. Ein besonderer Vorteil dieser Ausbildung
liegt darin, daß die Meßwelle beim Einhängen des an der Oberwalze angreifenden Organs
frei beweglich ist.
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Bei der Messung der Elastizität des Belages der Oberwalze kommt es
entscheidend darauf an, daß für jeden Zehntelmillimeter der Hubstrecke die zum Hub
erforderliche Meßkraft genau festgestellt wird. Es kommt daher entscheidend darauf
an, daß bei sämtlichen Messungen die den Hub anzeigende Skala genau ist, also ihr
Nullpunkt genau richtig liegt. Da das erfindungsgemäße Gerät jedoch nach der Messung
einer Oberwalze wieder an eine neue Auflage in der Nähe der nächsten zu messenden
Oberwalze gestellt wird, so wird in der Praxis der Nullpunkt der Hubskala bei jeder
Messung etwas verschieden sein, weil die Stellen, an denen das Gerät sich auf der
Auflage abstiitzt, nie in genau gleichem Höhenabstand zu der Oberwalze liegen. Um
nun den Nullpunkt nicht jedesmal neu einstellen zu müssen, weist bei einer besonders
bevorzugten Ausführungsform der Erfindung der an die Meßwelle ankuppelbare Teil
mit der den Hub anzeigenden Skala einen Anschlag auf, der zur Definition der Nullage
des Hubes durch Federkraft an eine gerätefeste Anlage gepreßt wird. Dies kann entweder
durch eine besondere Feder geschehen, die vorzugsweise eine verhältnismäßig große
Elastizität hat und deren Richtkraft beispielsweise klein gegenüber der Richtkraft
der Meßfeder sein kann, damit ihr Einfluß bei der Messung gering ist. Bei einer
bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird jedoch diese Federkraft durch die
Meßfeder selbst aufgebracht, nämlich dadurch, daß sie aus ihrer Ruhelage in einer
Richtung ausgelenkt wird, die zu der Richtung entgegengesetzt ist, in der sie bei
der Messung ausgelenkt wird. Diese Anordnung in Verbindung mit der Kupplung zwischen
Meßwelle und dem lastseitigen Meßfederende erlaubt, unabhängig von dem jeweiligen
Abstand zwischen der Auflage und der Oberwalze bzw. dem Abstand zwischen dem Fuß
des Gerätes und dem Angriffspunkt des an der Oberwalze angreifenden Organs ohne
besonderes und langwieriges Einstellen die Messung stets mit genau definiertem Nullpunkt
der Hubskala zu beginnen.
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Weitere Einzelheiten der Erfindung sowie besondere Vorteile der Erfindung
ergeben sich aus der folgenden Beschreibung einer Ausführungsform der Erfindung
in Verbindung mit den Ansprüchen und der Zeichnung. Die Einzelheiten können je für
sich oder zu mehreren bei einerAusführungsform der Erfindung
verwirklicht sein. In
der Zeichnung sind zwei Ausführungsformen der Erfindung dargestellt.
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Fig. 1 zeigt eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen Gerätes,
teilweise im Schnitt gezeichnet; Fig. 2 zeigt den Fuß der Ausführungsform nach Fig.
1; Fig. 3 zeigt schematisch einen Schnitt durch die wichtigsten Teile einer Ausführungsform
des Meßkopfes; Fig. 4 dient zur Erläuterung der Wirkungsweise des Meßkopfes; Fig.
5 zeigt die Ansicht einer weiteren Ausführungsform der Erfindung; Fig. 6 zeigt die
entsprechende Seitenansicht, teilweise im Schnitt, und Fig. 7 den Fuß der Ausführungsform
nach Fig. 6; Fig. 8 und 9 zeigen schematisch noch andere Ausführungsformen des an
der Oberwalze angreifenden Organs.
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Die in den Fig. 1 und 2 dargestellte Ausführungsform der Erfindung
weist zwei Stützen 1 auf, die zur Verlängerung des einen Schenkels 2 bzw. 3 von
rechtwinkligen Jochteilen 2, 4 bzw. 3, 5 dienen und in den Schenkeln 2 und 3 durch
Schrauben 6 festgehalten sind. Auf dem Ende des Schenkels 5 befindet sich eine Hülse
7, die einen Tragsteg 8 trägt, indem das Ende einer Meßwelle 9 drehbar gelagert
ist. Der Schenkel 5 weist eine Längsbohrung 10 auf, in der das Ende des Schenkels
4 verschiebbar geführt ist. Mit Hilfe der in der Hülse 7 geführten Schraube 11 wird
die Hülse an dem Schenkel 5 festgeklemmt und durch die ebenfalls in der Hülse 7
geführte Schraube 12 der Schenkel 4 befestigt. Nach dem Lösen der Schrauben 11 und
12 kann die Breite des Gestells 1, 2, 3, 4 entsprechend der Breite der Oberwalze
13 eingestellt werden. Die bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel gewählte Konstruktion
bietet überdies die Möglichkeit, die Hülse 7 stets etwa in der Symmetrieebene des
Gestells anzuordnen, so daß die Aufhängung des an der Oberwalze angreifenden, als
Ganzes mit 14 bezeichneten Organs stets in der Mitte des Gestelles angeordnet ist.
Der Schenkel 4 trägt eine Teilung 15, die unmittelbar die Breite der Oberwalze bei
der jeweiligen Stellung angibt und damit die Einstellung mit der Breite des Gestelles
und das Einstellen der Hülse 7 auf die Mitte erleichtert. Der Schenkel 5 trägt die
gleiche Skala (in der Zeichnung nicht dargestellt). Die Meßwelle 9 besteht ebenfalls
aus zwei teleskopartig ineinander verschiebbaren Teilen 9' und 9", damit die Länge
der Meßwelle 9 der eingestellten Breite des Gestelles angepaßt werden kann. Die
beiden Wellenteile 9' und 9" sind drehfest miteinander verbunden. Auf dem in dem
Tragsteg 8 gelagerten Wellenteil 9' ist eine Muffe 16 verschiebbar und anklemmbar
geführt, die eine Hülse 17 trägt, auf der ein Draht 18 aufgewickelt ist. Die Wellenhälfte
9' trägt wiederum eine Skala 19, die in der gleichen Einheit wie die Teilung 15
geeicht ist und mit deren Hilfe die Muffe 16 so eingestellt werden kann, daß der
Draht 18 in der Symmetrieebene des Gestelles verläuft. Es ist Vorsorge getroffen,
daß die Muffe 16 unbedingt drehfest auf dem Wellenabschnitt 9' sitzt. Zu diesem
Zweck kann der Querschnitt des Wellenteiles 9' und die entsprechende Aussparung
in der Muffe 16 rechteckig sein. Eine Schraube 16' in der Muffe 16 dient zum Festklemmen
der Muffe nach dem Einstellen der Oberwalzenbreite.
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An den Stützen -1 sind noch Stützen 20 mit Hilfe einer in ein Langloch
21 der Stütze 20 eingreifenden Schraube 22 einstellbar befestigt. Das untere Ende
der Stütze 1 ist V-förmig eingeschnitten. Das Gerät wird
zur Messung
so aufgesetzt, daß sich die Oberwalze 13 zwischen den Stützen 1 befindet. Im allgemeinen
wird sich bei Spinnmaschinen keine bessere Auflage für das Gerät finden lassen als
der Unterzylinder 23. Die Fußstütze 20 stützt sich dann auf einem weiter hinten
liegenden Teil, beispielsweise wieder einem Unterzylinder 24, ab.
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In der dargestellten Ausführungsform der Erfindung enthält das über
dem als flexibles Verbindungsstück dienenden Draht 18 am Umfang der Welle 9 befestigte,
an der Oberwalze 13 angreifende Organ 14 eine Achse 25, die zwei gegenläufige Gewinde
26 und 27 und in der Mitte einen gerändelten Knopf 28 aufweist. Der Draht 18 gabelt
sich in zwei Schleifen 18' und 18", in die die Achse 25 so eingehängt ist, daß die
beiden Schleifen 18' und 18" zu beiden Seiten des Rändelknopfes 28 anliegen. Auf
den Gewinden 26 und und 27 sind Muttern 29 geführt, die mit einer unten zu einem
Haken 30 aufgebogenen Zugstange 31 verbunden sind. Die Haken 30 werden in den Mittelteil
der Oberwalze eingehängt. Der Abstand der Haken 30 kann durch Drehen des Rändelknopfes
28 verstellt werden.
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Der Aufbau und die Wirkungsweise des als Ganzes mit 32 bezeichneten
Meßkopfes sind an Hand der schematischen Darstellungen in den Fig. 3 und 4 dargestellt.
Die Welle 9 ist in dem Schenkel 3 gelagert und trägt an ihrem freien Ende eine Rändelmutter
33.
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Auf einem an dem Schenkel 3 befestigten Stutzen 34 ist eine Scheibe
35 drehbar gelagert, deren äußerer Rand umgebogen ist und eine Nullmarke 36 (Fig.
4) trägt. Diese Scheibe wird durch eine Raste 37 festgehalten, die in Vertiefungen
der Scheibe 35 eingreift.
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Außerdem hält eine sich an einer Schulter des Stutzens 34 abstützende
Feder 38 die Scheibe 35 in Anlage und Reibungsschluß mit dem Schenkel 3. Diese Scheibe
wird nur zu einer Änderung des Gesichtsfeldes verstellt und ist im allgemeinen fest
mit dem Gerät verbunden. Daher werden die Scheibe 35 und die mit ihr fest verbundenen
Teile weiter unten als »gerätefeste« Teile bezeichnet. Auf der Welle 9 ist eine
zweite Scheibe 39 befestigt, die an ihrem Umfang eine verhältnismäßig enge Keilnut
aufweist, in die ein Keil 40 nach Art eines Einweggesperres oder einer Einwegkupplung
eingreift. Der Keil 40 ist um die Achse 41 schwenkbar gelagert, die an einer dritten,
auf der Welle 9 drehbar gelagerten Scheibe 42 befestigt ist.
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Eine Feder 43 zieht den Keil 40 in die Nut im Umfang der Scheibe 39.
Der Keil 40 greift schräg am Umfang der Scheibe 39 an, so daß bei eingreifendem
Keil sich die Scheibe 39 nicht entgegen der Keilspitze relativ zu der Scheibe 42
drehen kann.
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An der Nabe der Scheibe 42 ist das innere Ende einer als Meßfeder
dienenden Spiralfeder 44 befestigt, deren äußeres Ende an einer vierten Scheibe
45 befestigt ist, die wiederum drehbar auf der Welle 9 gelagert ist.
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Der äußere Rand der Scheibe 42 ist umgebogen und trägt eine Teilung,
die angibt, um welche Strecke die Oberwalze während der Messung angehoben ist. Auch
der äußere Rand der Scheibe 45 ist umgebogen, und auch dieser Rand trägt eine Teilung,
die die Kraft anzeigt, die an der Oberwalze angreift. Die Nullmarke 36, die Teilung
47 auf der Scheibe 42 und die Teilung 48 auf der Scheibe 45 sind nebeneinander angeordnet.
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Zum Messen des Auflagedruckes der Oberwalze 13 wird die Scheibe 45
in Richtung des Pfeiles 49 (Fig. 4) gedreht. Dadurch wird die Feder 44 gespannt.
Sobald die Feder die zum Abheben der Oberwalze erforderliche Spanung erreicht hat,
dreht sich die Scheibe 42
und damit der Keil 40 mit. Da jedoch der Keil 40 in die
Keilnut der Scheibe 39 eingreift, so dreht sich dann auch die Scheibe 39 und damit
die Meßwelle 9 mit. Dadurch wird der Stahldraht 18 auf den Umfang der Meßwelle 9
mit der Hülse 17 aufgewickelt, und das Organ 14 hebt die Oberwalze an. Der Drehwinkel
der Scheibe 39 gegenüber der Nullmarke36 auf der Scheibe 35 ergibt die Größe des
Hubes, die an der Teilung 47 unmittelbar abgelesen werden kann. Der Drehwinkel der
Scheibe 45 gegenüber der Scheibe 42 ist proportional der Auslenkung der Meßfeder
44 und damit proportional der Kraft, die zum Abheben der Oberwalze auf die erreichte
Höhe notwendig ist.
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Mit der Scheibe 42 ist ein Anschlag 50 fest verbunden, der sich an
eine Anlage 51 anlegen kann, die an der Scheibe 35 vorgesehen ist. Wenn der Anschlag
an der Anlage 51 anliegt, so stimmt der Nullstrich der Hubskala 47 genau mit der
Nullmarke 36 auf der Scheibe 35 überein. Die Scheiben 39, 42, 45 und 35 sind in
Fig. 4 nur der besseren Erläuterung halber mit verschiedenem Durchmesser gezeichnet.
Bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel stehen die Radien die ser Scheibe etwa
in den Größenverhältnissen zueinander, in denen sie in Fig. 1 gezeichnet sind.
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An der während der Messung gerätefesten Scheibe 35 ist außerdem noch
eine Bremsfeder 52 befestigt, die bis in die Nähe der Scheibe 39 reicht und durch
einen Nocken 53 gegen die Scheibe 39 gepreßt werden kann, der an der Scheibe 45
befestigt ist. Beim Auflaufen des Nockens 53 hält die Feder 52 die Scheibe 39 durch
Reibungsschluß fest.
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An der Scheibe 35 ist außerdem noch eine Rastfeder 54 befestigt,
die mit einem auf der Scheibe 45 befestigten Rastnocken 55 zusammenarbeitet. Die
Rastfeder 54 ist so geformt, daß beim Auflaufen des Rastnockens 55 auf die Feder
zunächst eine bestimmte Hemmung überwunden werden muß, bis schließlich das hakenartige
Ende der Rastfeder 54 in eine Aussparung des Rastnockens 55 einrastet. In der Raststellung
liegt der Rastnocken 55 an einem Anschlag 56 der Scheibe 35 an, der ein Weiterdrehen
der Scheibe 45 über die Raststellung hinaus verhindert.
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An der Scheibe 45 ist noch ein Anschlag 57 angeordnet, der mit einem
rückwärtigen Arm 58 des Keiles 40 zusammenarbeitet. Wenn der Anschlag 57 an dem
Arm 58 zur Anlage kommt, wird der Keil 40 entgegen der Wirkung der Feder 43 aus
der Keilnut am Umfang der Scheibe 39 herausgehoben und damit die Kupplung zwischen
den Scheiben 42 und 39 aufgehoben.
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Zu dem Gerät gehören mehrere Stützen 1 verschiedener Länge. Außerdem
gehören zu dem Gerät mehrere verschiedene Organe 14, die über ein flexibles Verbindungsglied
18 an der Meßwelle 9 befestigt werden können und zum Anheben der Oberwalze 13 dienen.
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Vor der Messung wird zunächst der Abstand der Meßwelle von der Auflage,
auf die das Gerät bei der Messung aufgesetzt wird, durch entsprechende Auswahl und
durch Auswechseln der Stützen 1 so eingestellt, daß die Messungen in einem günstigen
Meßbereich vorgenommen werden können. Außerdem wird ein dem Durchmesser der Oberwalze
13 angepaßtes Organ 14 ausgesucht und an dem flexiblen Verbindungsglied 18 befestigt.
Schließlich wird noch durch Lösen der Schrauben 11 und 12 der Abstand zwischen den
beiden Stützen so eingestellt, daß die Oberwalze zwischen diese beiden Stützen zu
liegen kommt. Dabei wird darauf geachtet, daß die Muffe 16 so steht, daß der Draht
18 in der Mittelebene des Gestelles verläuft.
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Für den Fall, daß die Oberwalzen eine übernormale Breite aufweisen,
ist dem Gerät noch ein Zwischenstück zugeordnet, das auf den Schenkel 4 aufgeschoben
und in die Hülse 7 eingeschoben werden kann. Schließlich besteht bei dem in Fig.
1 dargestellten Halteorgan 14 die Möglichkeit, den Abstand der beiden Haken 30 voneinander
durch Drehen der Achse 25 an dem Rändelknopf 28 einzustellen. Die Fußstütze 20 wird
so eingestellt, daß das Gerät einen sicheren Stand hat und durch Festziehen der
Schraube 22 gesichert wird.
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Zur Messung wird das Meßgerät auf die Auflage aufgesetzt und die
Haken 30 in die Oberwalze eingehängt. Hierauf wird der Rändelknopf 33 so lange gedreht,
bis der Haken straff sitzt. Die Spannung, unter der das Organ 14 und der Draht 18
in diesem Stadium des Meßvorganges stehen, wird durch die Anpreßkraft der Feder
52 an die Scheibe 39 bestimmt. Nunmehr wird die auf der Außenseite geränderte Scheibe
45 in Richtung des Pfeiles 49 gedreht. Dadurch spannt sich die Meßfeder44, und wenn
eine ausreichende Federspannung erreicht ist, wird die Scheibe 42 gedreht, die wiederum
iiber die durch den Keil 40 bewirkte Kupplung die Scheibe 39 und damit die Welle
9 mitnimmt, Bei der Drehung der Scheibe 42 wird der Anschlag 50 von seiner Anlage
51 abgehoben. An der Skala 47 für die Hubhöhe der Oberwalze und der Skala 48 für
die Größe der Meßkraft lassen sich die einander zugeordneten Werte während des Hebevorganges
ablesen, so daß man hierdurch die Kennlinie der Federung des elastischen Bezuges
der Oberwalze aufnehmen kann.
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Nach einigen Zehntelmillimetern Höhe hebt sich der Oberwalzenbezug
von dem Unterzylinder ab, und der nunmehr abgelesene Druck stellt den gesuchten
Auflagedruck der Oberwalze dar. In der Praxis wird man dabei so vorgehen, daß man
an einer ersten Oberwalze ermittelt, welche Hubhöhe notwendig ist, um sie vom Unterzylinder
vollständig abzuheben. Man addiert zu diesem Wert dann noch der Sicherheit wegen
einige Zehntelmillimeter hinzu, und wenn man nur den Auflagedruck der Oberwalzen
messen will, dreht man bei allen anderen Oberwalzen gleicher Art die Scheibe 45
so weit, bis auf der Skala 47 diese Hubhöhe angezeigt ist. An dem der Nullmarke
der Skala 47 benachbarten Wert der Skala 48 der Scheibe 45 kann dann der gesuchte
Auflagedruck abgelesen werden.
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Will man die Richtkraft des Belastungsmittels der Oberwalze, beispielweise
einer Belastungsfeder, bestimmen, so dreht man die Skalenscheibe 45 so lange weitet
bis die Skala 47 an der Scheibe42, also die Hubhöhe der Oberwalze, gegenüber der
Skala 48 auf der Scheibe 45 verschoben hat. Die Belastungsdifferenz, die bei diesem
Hub festgestellt wurde, ergibt, durch die Hubhöhe dividiert, die gesuchte Kenngröße
der Änderung der Richtkraft der Belastungsfeder.
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Soll die Reibung in den Gelenken oder Führungen der Organe festgestellt
werden, die die Oberwalzen halten, sa dreht man die Skalenscheibe 45 so lange, bis
sich die Oberwalze um ein bestimmtes Stück, beispielsweise V mm, vom Unterzylinder
abgehoben hat.
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Die dazugehörige Meßkraft liest man an der Skala 48 ab. Nunmehr dreht
man die Scheibe 45 in entgegengesetzter Richtung, d. h. in der Richtung, in der
sich die Oberwalze senkt. Die Reibung in den Gelenken oder Führungen der Halteorgane
für die Oberwalze verhindert jedoch, daß sich die Oberwalze sofort senkt.
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Erst nachdem die Scheibe 45 um einen mehr oder weniger großen Betrag
zurückgedreht wurde und damit die Meßkraft um einen bestimmten Betrag ermäßigt wurde,
wird sich die Oberwalze ruckartig senken. Dieses ruckartige Senken ist an der Skala
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deutlich zu beobachten. An der Skala 48 findet man die dazugehörige Differenz
der Meßkraft. Diese Differenz der Meßkraft, dividiert durch die ursprünglich gemessene
Größe der Kraft, ergibt den gesuchten Reibungskoeffizienten.
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Wenn die Messung beendet ist, wird die Skalenscheibe 45 zurückgedreht.
Dadurch wird zunächst die Feder 44 entspannt, und die Scheibe 39 und die Meßwelle
9 kehren unter der Wirkung der Belastung durch die Oberwalze ebenfalls zurück. Solange
die Feder 44 noch gespannt ist und die Scheibe 39 sich von der Wirkung der Belastung
der Oberwalze entgegengesetzt der Keilrichtung des Keiles 40 bewegen will, ist die
durch den Keil40 gebildete Kupplung noch geschlossen. In der Stellung, in der die
Meßfeder 44 entspannt ist; schlägt der Anschlag 50 auf die gerätefeste Anlage 51
der Scheibe 35 auf. Dies ist die Nullstellung, an der die Oberwalze wieder ganz
auf dem Unterzylinder aufliegt, die Nullmarke 36 der Scheibe 35 und die Nullmarke
der Hubskala 47 auf der Scheibe 42 liegen in einer Ebene. Die Scheibe 45 wird jedoch
über diesen Entspannungspunkt, also den Umkehrpunkt der Richtkraft der Feder 44
hinaus zurückgedreht, so daß der Anschlag 50 nunmehr unter der Wirkung der umgekehrten
Richtkraft der Feder 44 an der Anlage 51 anliegt. Dadurch ist gewährleistet, daß
bei Beginn der Messung stets von einer exakt bestimmten Nullage ausgegangen wird.
Die Scheibe 45 wird jedoch in der angegebenen Richtung noch weitergedreht. Bei diesem
Weiterdrehen kommt der Anschlag 57 der Scheibe 45 an dem rückwärtigen Arm 58 des
um den Achsbolzen 41 schwenkbaren Keiles 40 zur Anlage und löst die durch den Keil
bewirkte Kupplung- zwischen den Scheiben 42 und 39.Damit ist auch die Meßwelle 9
abgekuppelt, und das Organ 14 mit den Haken kann so weit von der Meßwelle 9 abgezogen
werden, wie es der Draht 18 erlaubt.
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Entweder vorher, gleichzeitig oder nach der Anlage des Anschlages
57 an den hinteren Arm 58 der Kupplung läuft der Anschlag 53 der Scheibe 45 auf
der gerätefesten Feder 52 auf, die sich an die Scheibe 39 anlegt und diese bremst,
damit sich die Meßwelle nicht durch das Eigengewicht der mit ihr verbundenen Teile
ungewollt verdreht.
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Nachdem der Anschlag 57 die Kupplung gelöst hat, kommt der Rastnocken
55 der Scheibe 45 an dem gerätefesten Anschlag 56 an der Scheibe 35 zur Anlage und
wird dort durch die Rastfeder 54 festgehalten, so daß sich die nun umgekehrt beanspruchte
Meßfeder 44 nicht mehr entspannen kann und damit der Anschlag 50 der Scheibe 42
an seine Anlage 51 gedrückt bleibt.
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Bei Beginn einer neuen Messung wird die Scheibe 45 wieder in Richtung
des Pfeiles 49 gedreht. Dabei rastet zunächst der Nocken 55 aus der Rastfeder 54
aus und entfernt sich von dem Anschlag 56. Der Anschlag 57 gibt möglichst gleichzeitig
- der Gangunterschied kann in der Skala 48 auf der Scheibe 45 bereits berücksich-tigtsn
- den Arm 58 der Kupplung frei, so daß der Keil 40 unter Wirkung der Feder 43 in
die Keilnut am Umfang der Scheibe 39 eingepreßt wird und damit die Scheibe 42 mit
der Scheibe 39 und der Meßwelle 9 kraftschlüssig gekuppelt ist. Beim weiteren Drehen
der Scheibe 45 löst sich der Anschlag 53 von der Feder 52, so daß die Meßwelle 9
nicht mehr gebremst ist. Die Messung wird dann, wie oben beschrieben, fortgesetzt.
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Die in den Fig. 5 und 6 dargestellte Ausführungsform unterscheidet
sich von der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform nur dadurch, daß die Befestigung
des
Organs 14 an der Meßwelle auf eine etwas andere Art und Weise erfolgt. Die Meßwelle
9 ist hier einteilig und erstreckt sich so weit nach links, daß sie bei allen praktisch
vorkommenden Oberwalzenbreiten bis über die Mitte der Walze reicht. Das Ende der
Meßwelle 9 ist in einem Winkel 59 gelagert, der an dem Schenkel 5 unverschiebbar
befestigt ist. Der Schenkel 4 ist in dem Winkel 59 und in dem Schenkel 5 wie bei
der Ausführungsform nach Fig. 1 verschiebbar befestigt. Zwischen dem Winkel 59 und
dem Geräteteil 3 ist parallel zu der Meßwelle 9 noch eine feste Schiene 60 befestigt.
Auf dieser Schiene 60 ist ein Teil 61 verschieb- und durch die Schraube 62 feststellbar
geführt, der zwei sich gabelförmig nach unten erstreckende Seitenteile 63 aufweist.
In dem Ausschnitt 64, den die Teile 63 aufweisen, sind die Meßwelle 9 und die Achse
25 des Organs 14 geführt. Auf der Hülse 17 der auf der Meßwelle 9 befestigten Muffe
16 ist bei dem vorliegenden Ausführungsbeispiel nicht ein Draht 18, sondern ein
Band 65 befestigt, das um eine drehbar auf der Achse 25 gelagerte Rolle 66 gelegt
ist und nach Art eines Flaschenzuges wieder nach oben geführt und im Teil 61 befestigt
ist. Dadurch wird die von der Meßwelle 9 aufzunehmende Kraft beim Abheben der Oberwalze
auf die Hälfte untersetzt.
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Außer der zusätzlichen Untersetzung der Meßkraft hat die in den Fig.
5 und 6 dargestellte Ausführungsform der Erfindung noch den zusätzlichen Vorteil,
daß die Einstellung des Organs 14 auf die Mitte der Oberwalze einfacher durchgeführt
werden kann.
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Selbstverständlich kann auch bei der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform
der Erfindung die Hülse 7 mit dem Schenkel 5 fest verbunden sein und die Mitteleinstellung
des Organs 14 nur durch Lösen der Muffe 16 und Verschieben dieser Muffe auf einer
einstückigen Meßwelle 9 vorgenommen werden.
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Fig. 7 zeigt schematisch eine weitere Ausführungsform der Fußstütze.
Bei dieser Ausführungsform weist die an der Stütze 1 befestigbare Fußstütze 67 an
ihrem freien Ende einen Winkel 68 auf, den man beim Aufsetzen des Gerätes hinter
einen günstig gelegenen Maschinenteil 69 greifen läßt, um dem aufgesetzten Gerät
einen festen Halt zu geben. Diese Ausbildung der Fußstütze empfiehlt sich besonders
dann, wenn die Oberwalze 13 einen bestimmten »Überhang« hat, so daß es zweckmäßig
erscheint, zur Ausschaltung von Fehlern die Oberwalze 13 vom Unterzylinder 23 nicht
senkrecht abzuheben, sondern schräg in der Verbindungslinie der Achsen des Zylinders
23 und der Oberwalze 13.
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An Stelle der in den Fig. 1 und 5 dargestellten Organe zum Abheben
der Oberwalze vom Unterzylinder können auch noch andere Organe verwendet werden.
Die Fig. 8 und 9 zeigen schematisch nach Art von Scheren ausgebildete Halteorgane
14. Bei der Ausführungsform nach Fig. 8 greifen die Scheren in der Achse der Oberwalze
13 an. Mit 70 ist der Aufhängepunkt bezeichnet, an dem das am Umfang der Meßwelle
9 befestigte flexible Verbindungsstück angreift.
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Fig. 9 zeigt eine Ausführungsform der in Fig. 8 gezeichneten Schere.
bei der die Scherebene um 900 gedreht ist und bei der die freien Enden der Schere
sich um den Umfang der Oberwalze 13 legen.
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PATENTANSPROCHE: 1. Gerät zum Messen von Kenngrößen der Oberwalzen
von Spinnmaschinen, insbesondere des Auflagedruckes dieser Walzen unter Verwendung
einer in einem Gestell angeordneten Meßfeder, das
auf eine ortsfeste Auflage aufsetzbar
ist, dadurch gekennzeichnet, daß das eine Ende der Meßfeder mit einer Handhabe und
ihr anderes Ende mit einem an der Oberwalze angreifenden Organ in Wirkungsverbindung
steht und daß die Auslenkung der beiden Federenden relativ zueinander und gegenüber
einer Nullmarke ablesbar ist.