DE1107737B - System zur Mehrfachuebertragung von impulsmodulierten Signalen - Google Patents

System zur Mehrfachuebertragung von impulsmodulierten Signalen

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DE1107737B
DE1107737B DES60261A DES0060261A DE1107737B DE 1107737 B DE1107737 B DE 1107737B DE S60261 A DES60261 A DE S60261A DE S0060261 A DES0060261 A DE S0060261A DE 1107737 B DE1107737 B DE 1107737B
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DES60261A
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Dipl-Ing Johann Thomas
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    • H03ELECTRONIC CIRCUITRY
    • H03KPULSE TECHNIQUE
    • H03K7/00Modulating pulses with a continuously-variable modulating signal
    • GPHYSICS
    • G08SIGNALLING
    • G08CTRANSMISSION SYSTEMS FOR MEASURED VALUES, CONTROL OR SIMILAR SIGNALS
    • G08C15/00Arrangements characterised by the use of multiplexing for the transmission of a plurality of signals over a common path
    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04JMULTIPLEX COMMUNICATION
    • H04J3/00Time-division multiplex systems
    • H04J3/17Time-division multiplex systems in which the transmission channel allotted to a first user may be taken away and re-allotted to a second user if the first user becomes inactive, e.g. TASI

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Description

  • System zur Mehrfachübertragung von impulsmodulierten Signalen Die Erfindung bezieht sich auf ein System zur Mehrfachübertragung von impulsmodulierten Signalen, das insbesondere für die Fernübertragung von Meßwerten ausgelegt ist. Bei der Übermittlung von Nachrichten in Form von Meßwerten, Steuer- oder Regelbefehlen mit Hilfe von Impulsen wurden bis jetzt nur entweder Gleichspannungsimpulse oder einphasige Wechselstromimpulse verwendet. Die Nachricht ist dabei in einer beliebigen Art von Modulation der Impulsspannungen enthalten. Verschiedene Mög- lichkeiten derartiger Modulationen sind bekannt. So können die Impulse z. B. in ihrer Breite, ihrer Höhe, in ihren Abständen voneinander, in ihrer Anzahl oder in ihrer Folgefrequenz moduliert werden. Ein Impulsübertragungssystem, welches einphasige Impulse verwendet, ist insofern störanfällig, als schon ein einziger Fremdimpuls die Nachricht verfälschen kann. Bei vielen der bisher bekannten Impulsübertragungsmethoden finden umfangreiche Relaissätze und Wählereinrichtungen Verwendung. Diese geben durch ihre Vielzahl von Kontakten zu häufigen Störungen Anlaß.
  • Mit der Erfindung wird ein Impulsübertragungssystem vorgeschlagen, das Störungen durch Fremdimpulse möglichst ausschließt. Auch soll das System gestatten, auf dem gleichen Übertragungsweg mehrere Signale bei periodischer Wiederholung gleichzeitig zu übermitteln. Ferner strebt die Erfindung eine weitgehend kontaktlose Arbeitsweise an.
  • Diese Aufgaben werden bei einem System zur Mehrfachübertragung von impulsmodulier-ten Signalen zwischen einem Sendeteil und einem Empfangsteil erflndungsgemäß dadurch gelöst, daß zwei den Sendeteil und Empfangsteil bildende Sätze mit je einer gleichen Anzahl von Schaltdrosseln über eine beliebige Entfernung miteinander verbunden sind, daß jede einzelne Schaltdrossel mehrere Phasenwicklungen trägt und gleiche Phasenwicklungen der Schaltdrosseln jedes Satzes miteinander verbunden sind, daß jede Schaltdrossel einen allen magnetischen Phasenflüssen gemeinsamen Flußweg in einem Kernmaterial mit annähernd rechteckiger Magnetisierungsschleife aufweist, daß die Windungszahlen der Phasenwicklungen jeder einzelnen Schaltdrossel denjenigen Phasenimpulsen proportional sind, aus denen sich ein bestimmter, von der betreffenden Schaltdrossel zu drosselnder zeitlicher Ausschnitt einer mehrphasigen Schwingung zusammensetzt, daß Schaltmittel vorhanden sind, um die Höhe der Ummagnetisierungsdurchflutung jeder Schaltdrossel eines der beiden Sätze zu steuern, und daß die Schaltdrosseln eines der beiden Sätze eine von der des anderen Satzes verschiedene Höhe der Ummagnetisierungsdurchflutung aufweisen.
  • Der Erfindung liegt folgende Vorstellung zugrunde. Eine mehrphasige Spannungs- bzw. Stromwelle kann als eine Summe von z Mehrphasenimpulsen je Periode aufgefaßt werden. Jedem der z Mehrphasenimpulse ist eine Sendeteildrossel und eine Empfangsteildrossel zugeordnet. Die Sendeteildrosseln, welche nacheinander der Reihe nach auf- und abmagnetisiert werden, nehmen sämtliche Spannungs- bzw. Stromimpulse auf. Bei »Betätigen« einer Sendeteildrossel, z. B. beim Einleiten einer Gegendurchflutung der Sendeteildrossel n, wird der Mehrphasenimpuls n durchgelassen und von der Empfangsteildrossel n selektiv aufgenommen. Bei gleichzeitiger Betätigung von mehreren Sendeteildrosseln sprechen selektiv die entsprechenden Empfangsteildrosseln an. Dazu ist es notwendig, daß jede Teildrossel nur einen Kern aus einem Material mit rechteckiger Magnetisierungsschleife aufweist, welcher bei Erreichen der Ansprechdurchflutung ummagnetisiert wird. Die Windungszahlen der auf dem Kern angebrachten n Phasenwicklungen sind proportional der Größe der einzelnen Phasenimpulse. Dadurch verläuft die Durchflutung von Teildrossel zu Teildrossel phasenverschoben, so daß die Ansprechdurchflutung der z Teildrosselkerne zeitlich nacheinander erreicht wird. Die Teildrosseln werden somit periodisch auf- und abmagnetisiert. Außerdem wird durch die Abhängigkeit der Windungszahlen von der Größe der Phasenimpulse erreicht, daß die in den Phasenwicklungen von der Flußänderung im Kern induzierten Spannungen den Phasenimpulsen entsprechen. Die folgenden Ausführungen dienen dazu, die Grundlagen der Erfindung leichter verständlich zu machen.
  • Ein Mehrphasenimpuls ist aus Einzelimpulsen zusammengesetzt, die alle in einem Zeitpunkt t, beginnen und in einem anderen Zeitpunkt t, endigen. Die Einzelimpulse stehen in einem bestimmten Größenverhältnis zueinander und werden Phasenimpulse genannt. Ihre Größenverhältnisse ergeben sich aus den Spannungs-Zeit-Integralen bzw. Strom-Zeit-Integralen über die Impulsdauer von t, bis t, in einem beliebigen mehrphasigen (m) und gewöhnlich symmetrischen Spannungs- bzw. Stromsystem. Je nach Anzahl der m Phasen des Spannungs- bzw. Stromsystems ist der Mehrphasenimpuls m-phasig, d. h., er besteht dann aus in Phasenimpulsen. Die Zeitdauer eines Mehrphasenimpulses kann beliebig groß gewählt werden, vorzugsweise wird sie als echter Bruch der halben Periodendauer des m-phasigen Systems gewählt. Eine ni-phasige Spannungs- bzw. Stromschwingung bedeutet demnach also eine Folge von Mehrphasenimpulsen.
  • Als Sende- bzw. Empfangseinrichtung wird eine sogenannte Mehrphasenimpulsdrossel verwendet. In der nun folgenden Beschreibung des Aufbaues einer derartigen Drossel wird von einem späteren Betrieb mit eingeprägter in-phasiger Spannung ausgegangen. Bei eingeprägtem Strom ist jedoch der Aufbau identisch. Es wird davon ausgegangen, daß die in den z Teildrosseln der Mehrphasenimpulsdrossel induzierten Spannungen der mehrphasigen Speisespannung das Gleichgewicht halten müssen. Dazu werden die - Teildrosseln so ausgelegt, daß die induzierte Mehrphasenspannung der Teildrossel 1 dem Mehrphasenimpuls 1 der speisenden Spannung das Gleichgewicht hält. Desgleichen die induzierte Mehrphasenspannung der Teildrossel 2 dem Mehrphasenimpuls 2 usw. Es ist also jedem Mehrphasenimpuls der speisenden Spannung die induzierte Mehrphasenspannung einer Teildrossel zugeordnet. Diese Wechselwirkung bedingt, daß die einzeln induzierten Phasenspannungen einer jeden Teildrossel gleichzeitig entstehen und daß weiter die induzierten Spannungen der einzelnen Teildrosseln zeitlich hintereinanderfolgen. Deshalb erhält jede Teildrossel nur einen Kern, auf dem sämtliche Phasenwicklungen aufgebracht sind. Dadurch werden sämtliche Wicklungen einer Teildrossel mit dem gleichen magnetischen Fluß verkettet. Ändert sich der Fluß um den Betrag AO und sind die Windungszahlen pro Phase w, W2 ... WM, dann ist die von der Teildrossel abgegebene mehrphasige Gegenspannung ,4 ya # A Oiv, + A Ow. + + A Ow".
  • Der Mehrphasenimpuls der einspeisenden Spannung ist aber Da die Phasenimpulse der speisenden Spannung und der induzierten Spannung gleich groß sein müssen, 2ilt Daraus ergibt sich für die Bemessung der Windungszahlen die Regel: Die Windungszahl auf Teildrossel n in Phase q ist proportional dem Phasenspannungsimpuls q des Mehrphasenimpulses n der speisenden Spannung und proportional der Flußänderung im Kern der Teildrossel. Der Windungssinn ist entsprechend dem Vorzeichen des Phasenimpulses.
  • Wie vorhin ausgeführt, müssen die in den Teildrosseln induzierten Mehrphasenspannungen zeitlich hintereinander entstehen. Das bedeutet, daß die Flußänderung A 0 der nächsten Teildrossel erst beginnen darf, wenn die Flußänderung in der vorhergehenden Teildrossel beendet ist. Zu einem Fluß der Größe q), gehört nach der Magnetisierungskennlinie des Kernmaterials eine Durchflutung 0, und zum Fluß #L), die Durchflutung 0". Damit sich die Flußänderungen der einzelnen Teildrosseln nicht überschneiden, darf erstens unter einem gewissen Durchflutungswert 01 und über einem gewissen Durchflutungswert O# bei Durchflutungsänderungen keine oder nur eine gegenüber A 0 = 0, - 0, kleine Flußänderung erfolgen. Zweitens muß der Durchflutungszyklus in den einzelnen Teildrosseln phasenverschoben sein, damit der Durchflutungsbereich 01 bis 0, in den einzelnen Teildrosseln in aufeinanderfolgenden Zeiten durchlaufen wird. Um die erste Forderung zu erfüllen, kann weichmagnetisches Material mit rechteckiger Magnetisierungsschleife oder Ferrit usw. benutzt werden.
  • Die zweite Forderung wird durch die mehrphasige Bewicklung der Teildrosseln nach dem Windungszahlgesetz w7n,1 # Wm COS (112b - (pq) erfüllt. Dabei bedeutet ivnq die Windungszahl für die Phasenwicklung q der Teildrossel n, (x" gibt die Phasenlage des Mehrphasenimpulses n an, und der Winkel (pq bestimmt die Phasenverschiebung der Phasenimpulse eines Mehrphasenimpulses.
  • Die einander entsprechenden Phasenwicklungen der Teildrosseln können untereinander entweder in einer Stern- oder einer Polygonschaltung verschaltet sein.
  • Die Mehrphasenimpulsübertragung geht nach folgendem Prinzip vor sich: Unter der Voraussetzung, daß eine eingeprägte mehrphasige Impulsspannung vorliegt, sind Sendeimpulsdrossel und Empfangsimpulsdrossel in Serie geschaltet. Sendeimpulsdrossel und Empfangsimpulsdrossel besitzen je z Teildrosseln entsprechend z mehrphasigen Impulsen je Halbperiode der m-phasigen speisenden Spannungsquelle. Die Teildrosseln der Sendeimpulsdrossel sind für eine niedrigere Ansprechdurchflutung ausgelegt als die der Empfangsimpulsdrossel. Zusammen mit der Verwendung eines Kernmaterials mit rechteckiger Magnetisierungsschleife hat dies zur Folge, daß die Mehrphasenspannung nur an der Sendedrossel liegt, während an der Empfangsdrossel praktisch keine Spannung induziert wird. Um vom Sender auf den Empfänger einen Mehrphasenimpuls zu übertragen, wird die Sendeimpulsdrossel für den zu übertragenden Mehrphasenimpuls »n« durchlässig gemacht. Dazu wird durch eine Gegendurchflutung oder durch Öffnen eines Luftspaltes im Kern der Teildrossel n die zur Ummagnetisierung des Teildrosselkernes erforderliche Durchflutung erhöht, und zwar über den Ansprechwert der entsprechenden Empfangsteildrossel hinaus. Damit durch die Durchflutungserhöhung die übrigen Sendeteildrosseln nicht ansprechen, kann die gesamte Anordnung im Sättigungsaussteuerbereich der magnetischen Kennlinien betrieben werden.
  • Unter der Voraussetzung eines eingeprägt2n rn-phasigen Stromes werden Sendemehrphasenimpulsdrossel und Empfangsimpulsdrossel parallel geschaltet. In diesem Falle werden die Sendeimpulsdrosseln für eine höhere Ansprechdurchflutung ausgelegt als die Empfangsimpulsdrossel. Dies hat zur Folge, daß die Empfangsimpulsdrossel die mehrphasige Stromwelle veranlaßt, über die Sendeimpulsdrossel zu fließen, welche aber so ausgelegt ist, daß sie noch nicht anspricht, d. h. nicht ummagnetisiert wird. Mittels einer Zusatzdurchflutung der Teildrossel n oder durch Schließen eines Luftspaltes im Kern der Teildrossel n wird die Ansprechdurchflutung der Teildrossel n auf der Sendeseite erniedrigt und damit der Strommehrphasenimpuls n auf die Empfangsimpulsdrossel abgedrängt, wo er die Teildrossel n ummagnetisiert. Auch hier wird im Gebiet der Sättigungsaussteuerung gearbeitet. Es können natürlich mehrere Phasenimpulse (insgesamt z) zugleich übertragen werden. Die Anzahl der übertragenen Signale kann über die durch die Anzahl der Teildrosseln gegebenen z Möglichkeiten hinaus gesteigert werden. Einmal ist dies durch Kombination der z Teildrosseln untereinander möglich. Es können so Signale übertragen werden. Zum anderen kann die Leistung durch Anwendung des Binärsystems gesteigert werden. Es ist auch möglich, die Mehrphasenimpulse mit verschiedenen Frequenzen zu modulieren. Dazu ist notwendig, die Betriebsfrequenz höher als die Modulationsfrequenz zu wählen.
  • Die Betätigung oder »Tastung« der Teildrosseln kann, wie schon erwähnt, durch eine Erhöhung oder Herabsetzung der Ansprechdurchflutung des Teildrosselkernes geschehen. Magnetisiert man eine Teildrossel mittels einer Zusatzwicklung durch Wechselstrom vor, so kann damit die Grenze der Aussteuerbereiche verschoben werden, was einer Erhöhung oder Herabsetzung der Ansprechgrenze für die Ummagnetisierung des Kernes entspricht. Die Vormagnetisierungswicklung kann entweder einphasig oder mehrphasig sein. Auch kann man die Vormagnetisierungswicklungen je Teildrossel in einem Einzelstromkreis oder die Vormagnetisierungswicklungen der Teildrosseln in Parallel- oder Serienschaltung betreiben.
  • Eine Verschiebung der Aussteuerbereiche kann auch durch Belastung der Impulsdrossel bzw. der einzelnen Teildrosseln erfolgen. Betreibt man eine Teildrossel bzw. Impulsdrossel mit eingeprägten Strömen bis in einen Teilaussteuerbereich hinein, wobei unter Teilaussteuerbereich eine Magnetisierungsschleife verstanden werden soll, welche nicht bis zur Sättigung des Eisens getrieben ist, dann entsteht in einer zusätzlichen Belastungswicklung, welche kurzgeschlossen oder über einen komplexen Widerstand geschlossen sein kann, ein Spannungsimpuls. Dieser treibt einen Strom durch die Belastungswicklung, welcher eine Gegendurchflutung zur ursprünglichen Durchflutung zur Folge hat und das Ummagnetisieren des Drosselkernes zu verhindern sucht. Dieser Effekt kommt einer Verschiebung der Flußamplituden und Durchflutungsamplitudenkennlinien nach höheren Durchflutungswerten gleich.
  • Bei Betrieb mit eingeprägter Spannung muß auf alle Fälle in jeder Teildrossel eine Flußänderung A (P erfolgen, damit die Gegenspannungsimpulse erzeugt werden können. Bei Belastung, wie oben beschrieben, entsteht wieder eine Gegendurchflutung, welche durch den Widerstand im Belastungskreis in ihrer Größe begrenzt ist. Da die Durchflutung der Teildrosselkerne in voller Höhe wie vorher erf orderlich ist, muß die Durchflutung durch die Phasenwicklungen steigen. Der Effekt ist wieder die Verschiebung der Flußamplituden-Durchflutungsamplitudenkennlinien nach höheren Durchflutungswerten. Es kann wie bei der Vormagnetisierung auch hier jede Teildrossel einzeln für sich belastet werden, oder es kann eine gemeinsame Belastung sämtlicher Teildrosseln erfolgen (Belastungswicklungen in Serie). Die Belastung kann ein- oder mehrphasig sein.
  • Belastet man bei einer Impulsdrossel nur eine Teildrossel bzw. einen Teil der gesamten Teildrossel, dann erfolgt bei eingeprägter Betriebsspannung auch eine Beeinflussung der restlichen Teildrosseln, da die Durchflutung dieser Teildrosseln ansteigt. Durch Betreiben der Impulsdrossel im Sättigungsaussteuerbereich kann die Beeinflussung der restlichen Teildrosseln bis zu einer gewissen Belastung aufgehoben werden.
  • Die Belastung der Teildrosseln kann durch beliebige Belastungswiderstände eines Kontaktschalters erfolgen. Soll die Belastung kontaktlos angeschlossen werden, kann dies durch eine Belastungsdrossel mit einem veränderlichen Luftspalt geschehen. Solange der Luftspalt der Belastungsdrossel geschlossen ist, ist ihr induktiver Widerstand sehr groß und damit der Belastungsstrom sehr klein. Durch eine Hebelanordnung kann der Luftspalt der Belastungsdrossel geöffnet werden. Danach sinkt der induktive Widerstand erheblich ab, wenn z. B. das Kernmaterial der Belastungsdrossel hochpermeabel ist. Durch einen Regulierwiderstand in Reihe mit der Belastungswicklung kann der Belastungsstrom reguliert werden.
  • EineVormagnetisierung Vbzw. eine BelastungB kann auch abhängig von der Zeit sein, also V = f(t) bzw. B = f(t). Dann ändert sich dementsprechend die Größe der Mehrphasenimpulse K = f(t). Soll der Nachrichteninhalt durch Amplitudenmodulation übertragen werden, so ergeben bei separater Aussteuerung jeder Teildrossel bei der Summenimpulsfrequenz f z Teildrosseln und damit z Nachrichtenwege. Zum Beispiel bei Sprachübertragung muß die Frequenz f der Summenimpulse so hoch gelegt werden, daß sie nicht mehr stören kann. Als Belastung kann in diesem Falle irgendein Mikrophon eingeschaltet sein.
  • In den vorhergehenden Abschnitten wurde in der Hauptsache die Beeinflussung der sendeseitigen Drosseln behandelt. Die dem Empfänger übermittelten Signale müssen aber auch aus den empfangsseitigen Drosseln zu entnehmen sein. Dies kann auf transformatorischem Wege geschehen. Die mehrphasigen Impulse können durch eine zusätzliche m-phasige Sekundärwicklung oder auch aus der schon vorhandenen Wicklung durch Anzapfung entnommen werden. Dabei kann die Phasenzahl des Mehrphasenimpulses geändert werden. Es kann z. B. die Primärwicklung zweiphasig, die Sekundärwicklung dreiphasig oder einphasig sein. Die Sekundärwicklungen der einzelnen Teildrosseln können ganz oder teilweise in Serie geschaltet sein und auf einen Netzwiderstand, z. B. ein anzeigendes und registrierendes Gerät, arbeiten. Es können auch die Mehrphasenimpulse jeder Teildrossel für sich auf einen eigenen Netzwiderstand arbeiten. Als Netzwiderstände können normale Relais (mit Kontakt), Impulsrelais (ohne Kontakt, mit einer Kontaktzahl entsprechenden Anzahl von Wicklungen), Meßinstrumente, Lampen und Verstärker od. dgL angeschlossen werden.
  • Wie eingangs erwähnt, kann durch eine Gegendurchflutung die Ansprechdurchflutung einer Sendeteildrossel herabgesetzt werden. Damit wird veranlaßt, daß die entsprechende Empfangsteildrossel den Mehrphasenimpuls übernimmt. Belastet man die Empfangsteildrossel transformatorisch, d. h., entnimmt man ihr über eine Sekundärwicklung Leistung, dann steigt entsprechend der Strom in der Sendeteildrossel an und macht die Gegendurchflutung wieder rückgängig, und zwar um so mehr, je größer der der Empfangsteildrossel entnommene Strom ist. Das hat zur Folge, daß ein Teil des Mehrphasenimpulses wieder von der Sendeimpulsdrossel aufgenommen wird. Dieser Effekt kann als »elektrisches Gestänge « oder »elektrische Welle «bei Fernmanipulatoren ausgenutzt werden. Soll keine Rückwirkung zwischen Sende- und Empfangsteildrossel eintreten, so kann dies durch Zwischenschalten eines Verstärkers zwischen Sende- und Empfangsimpulsdrossel bewerkstelligt werden; oder aber das zu betätigende Organ wird nicht direkt aus der Empfangsteildrossel gespeist, sondern erst über einen zwischengeschalteten Verstärker. Bei einer denkbaren Hochfrequenzübertragung bzw. drahtloser Übertragung tritt keine Rückwirkung ein.
  • Die Speisung einer Mehrphasenimpulsdrossel kann auch aus einem Einphasennetz erfolgen. Dazu wird eine Phase der Drossel an das Netz angeschlossen, die anderen Phasenstränge erhalten je einen komplexen Phasenschieberwiderstand, über den sie kurzgeschlossen werden. Der Strom in den vom Netz nicht eingespeisten Phasensträngen wird auf induktivem Wege von der eingespeisten Phase aus erzeugt. Die Phasenschieberwiderstände sorgen dabei für die richtige Phasenlage der Ströme in den einzelnen Phasensträngen. Zweckmäßigerweise wird in diesem Falle eine zweiphasige Anlage vorgesehen, damit nur einphasige Schieberwiderstände notwendig sind. Die komplexen Phasenwiderstände können durch Schwingkreise aus Kapazität und Induktivität gebildet werden. Ein Schwingkreis stellt unterhalb der Resonanzfrequenz einen induktiven und oberhalb der Resonanzfrequenz einen kapazitiven Widerstand dar. Somit ist die Phasenlage des in der durch einen Schwingkreis belasteten Phasenwicklung induzierten Stromes je nach der Frequenz verschieden. Damit kann je nach Netzfrequenz die Ummagnetisierungsreihenfolge der Teildrosseln, die z. B. unterhalb der Resonanzfrequenz von Teildrossel 1 bis Teildrossel z verläuft, -umgekehrt werden, so daß die Ummagnetisierungsreihenfolge von Teildrossel z nach Teildrossel 1 verläuft.
  • Es ist auch eine einphasige Übertragung von Mehrphasenimpulsen möglich. Dabei sind zwei Fälle zu unterscheiden. Im einen Falle wird die Sende-Empfangs-Einrichtung aus einer gemeinsamen Spannungs-bzw. Stromquelle gespeist. Sende- und Empfangsdrossel bestehen dann aus je zwei vollständigen Teildrosselsätzen. Angenommen, der Sender besteht aus den Drosselsätzen S, und S2, der Empfänger aus den Drosselsätzen E, und E2. Wird z. B. eine Teildrossel T, von S, belastet, dann liegt der Mehrphasenimpuls 1 an der Teildrossel T, des als »Empfänger« wirkenden Drosselsatzes S. an, und dort kann transformatorisch ein einphasiger Impuls erzeugt werden, der auf dem Übertragungswege zum Empfangsdrosselsatz E, übertragen wird und dort die Teildrossel T, gegenmagnetisiert. Dadurch wird der Mehrphasenimpuls 1 an die Empfangsteildrossel T, des Drosselsatzes E, weitergegeben und dort zur Anzeige gebracht. Im Falle der Speisung von Sende- und Empfangseinrichtung aus getrennten Versorgungsquellen kann die einphasige Übertragung in gleicher Weise wie beim vorher besprochenen Fall erfolgen. Nur müssen beide Speisequellen synchronisiert werden. Dazu kann z. B. der letzte Impuls der Impulsfolge, aus der sich die Mehrphasenschwingung zusammensetzt, vor der Vorzeichenumkehr genommen werden.
  • Die Übertragung der Mehrphasenimpulse zwischen Sende- und Empfangseinrichtung kann auch hochfrequent und damit auch drahtlos erfolgen. Wenn der Mehrphasenimpuls m Phasen hat, müssen m Übertragungskanäle aufgewendet werden. In diesem Falle wird ein zweiphasiges System bevorzugt, um an Übertragungskanälen zu sparen. Jeder Phase wird eine Übertragungsfrequenz zugeordnet, welche durch die Betriebsfrequenz (Periodenzahl) des Mehrphasensystems moduliert ist. Dabei ist die Modulationsart (Amplitudenmodulation, Frequenzmodulation usw.) beliebig. Bei einem zweiphasigen System kann jeder Phase ein Seitenband zu einer Übertragungsfrequenz zugeordnet werden. Ferner besteht noch die Möglichkeit, bei einer Übertragungsfrequenz entsprechend der Phasenlage der m Phasen polarisierte elektrische Wellen auszusenden. Die für die Übertragung erforder-.liche Hochfrequenz kann auf übliche Weise erzeugt werden. Bei einer Erzeugung durch gesteuerte Entladungsstrecken kann die Mehrphasenimpulsdrossel im Gitterkreis oder im Anodenkreis eingefügt werden.
  • Wie bereits dargelegt, können die Mehrphasenimpulse in ihrer Größe moduliert werden, so daß also durch Mehrphasenimpulse einer bestimmten Phasenlage bereits ein Nachrichteninhalt übermittelt werden kann. In gleicher Weise kann durch Morsetastung von Mehrphasenimpulsen einer bestimmten Phasenlage bereits ein Nachrichteninhalt übermittelt werden. Bei z Teildrosseln ergeben sich z Mehrphasenimpulse verschiedener Phasenlage je Periode der Betriebsfrequenz fB und damit z Kanäle. Für die hochfrequente Übertragung werden entsprechend den m Phasen der Mehrphasenimpulsdrossel m Übertragungsfrequenzen erforderlich.
  • Die Methode der Signalübertragung nach der Erfindung ist auch für den Gegenverkehr verwendbar. Die Übertragung der Signale kann auf dem gleichen m-phasigen Leitungsstrang praktisch gleichzeitig in beiden Richtungen erfolgen. Dabei ist in einer Station A die eine Hälfte der Sendeteilimpulsdrosseln und in einer Station B die andere Hälfte angeordnet. In gleicher Weise sind die Empfangsteildrossein hälftig auf die Stationen A und B verteilt. Insgesamt sind z Sendeteildrosseln und z Empfangsteildrosseln vorhanden. Die Aufteilung der Teildrosseln auf A und B kann aber auch im beliebigen Verhältnis erfolgen, auch braucht bei der Zusammenschaltung die Reihenfolge entsprechend der Teildrosselnummer nicht berücksichtigt zu werden. Die Spannungs- bzw. Stromquelle kann in A oder B oder in A und B angeordnet werden.
  • In einem vorhergehenden Abschnitt wurde bereits auf die Vergrößerung der Übertragungsmöglichkeiten durch die Verwendung von Kombinationsrelais hingewiesen. Als Kombinationsrelais lassen sich normale Relais mit Umschaltkontaktsätzen sowie Kniehebel-oder Exzenterrelais oder Impulsrelais verwenden. Ferner können die Kombinationen auch auf mechanischem Wege zustande gebracht werden.
  • Eines der Ziele der Erfindung ist es, die Störungsmöglichkeiten durch Fremdimpulse zu beschränken. Bei allen bisher besprochenen Variationen der Erfindung wird dieses Ziel erreicht, wie aus folgenden Überlegungen hervorgeht: Bei z Mehrphasenimpulsen je Periode können z Signale übermittelt werden. Hierzu sind z Sendeteildrosseln und z Empfangsteildrosseln erforderlich. Dauert ein Signal p Perioden, dann werden p Mehrphasenimpulse für dieses Signal -übertragen, d. h., es erfolgt eine p-fache Wiederholung, so daß ein einzelner Störimpuls keinen Einfluß hat. Periodische Störimpulse von allen Phasen in gleicher Größe bleiben unwirksam, weil sie in ihrer Summe zu Null werden. Außerdem ist durch eine Änderung der Betriebsfrequenz, wobei kein Abstimmen zwischen Sender und Empfänger erforderlich ist, die Möglichkeit gegeben, periodischen Störimpulsen auszuweichen.
  • Die Erfindung wird durch Zeichnungen mit 29 Figuren erläutert.
  • Fig. 1 veranschaulicht einen Mehrphasenimpuls; Fig. 2 und 3 zeigen zwei grundsätzliche Schaltungen für Sende- und Empfangsdrosseln; Fig. 4 und 5 stellen zwei Möglichkeiten für die Verschaltung der Phasenwicklungen der einzelnen Teildrosseln dar; in Fig. 6 ist die Erzeugung einer Gegendurchflutung durch Belastung einer Teildrossel dargestellt; Fig. 7 und 8 stellen Ausführungsbeispiele einer Belastungsdrossel mit veränderlichem Luftspalt dar; Fig. 9 zeigt eine Anordnung zur Amplitudenmodulation der Mehrphasenimpulse; Fig. 10 veranschaulicht als Beispiel eine Sprachübertragung; Fig. 11 und 12 zeigen zwei Möglichkeiten zur Entnahme der Nachricht auf der Empfangsseite; Fig. 13 und 14 veranschaulichen die Speisung einer Mehrphasenimpulsdrossel durch eine Phase; Fig. 15, 16 und 17 stellen drei Beispiele zur einphasigen Übertragung von Mehrphasenimpulsen dar; Fig. 18 zeigt eine Schaltungsanordnung für die hochfrequente Übertragung von Mehrphasenimpulsen mittels Trägerfrequenz; Fig. 19 stellt das Schema einer Übertragungsanlage für Gegenverkehr dar; Fig. 20 und 21 zeigen in schematischer Darstellung zwei Möglichkeiten zur Vermehrung von Übertragungskanälen; Fig. 22, 23, 24, 25, 26 und 27 zeigen verschiedene Möglichkeiten der elektrischen Kombination von Teildrosseln; Fig. 28 und 29 stellen Möglichkeiten zur mechanischen Kombination von Teildrossehmpulsen dar. In Fig. 1 ist eine Periode eines zweiphasigen Spannungssystems in ihrem zeitlichen Verlauf gezeichnet. Unter einem Mehrphasenimpuls wird nun ein zeitlicher Ausschnitt A t von t, bis t, bezeichnet. Er setzt sich zusammen aus den Phasenimpulsen der Phasen 1 und II. Als Phasenimpuls der Phase I ist die unter der Spannungskurve der Phasenspannung I bis zur Nulllinie zwischen t, und t2 sich erstreckende Fläche zu verstehen. Der Phasenimpuls II wird durch den Flächenabschnitt zwischen t, und t. von der Nullinie bis zur Spannungskurve der Phase II dargestellt. Wie aus der Figur ersichtlich, wiederholt sich der Mehrphasenimpuls nach einer halben Periodendauer, wobei aber die einzelnen Phasenimpulse ein umgekehrtes Vorzeichen haben.
  • In Fig. 2 ist die Serienschaltung einer Sendemehrphasenimpulsdrossel mit einer Empfangsmehrphasenimpulsdrossel gezeigt. Einzelne Teildrosseln 1 bis 6 bzw. l' bis 6' sind durch kleine Quadrate dargestellt. Die Zuleitung zu den Drosseln bzw. ihre Verbindung -untereinander ist mehrphasig gedacht. Wird z. B. die Teildrossel 3 auf eine in der Beschreibung erwähnte Weise betätigt, dann erfolgt eine Anzeige an der Teildrossel 3' der Empfangseinrichtung. Die Serienschaltung von Empfangs- und Sendedrossel wird bei eingeprägter Spannung angewendet.
  • In Fig. 3 sind Sende- und Empfangsdrossel SKD bzw. EKD parallel geschaltet und werden von einem eingeprägten mehrphasigen Strom gespeist. Die Teildrosseln sind wieder mit 1 bis 6 bzw. l' bis 6' bezeichnet.
  • In Fig. 4 sind die Teildrosselkerne 1 bis n wieder als Quadrate angedeutet, die Phasenwicklungen 1 bis m sind daruntergezeichnet. Es ist zu erkennen, daß die zusammengehörigen Phasenwicklungen der Teildrosseln hintereinandergeschaltet sind und die einzelnen Phasenstränge der gesamten Drossel sterngeschaltet sind. Die Zuordnung der Phasenwicklungen zu einer bestimmten Teildrossel ist dadurch versinnbildlicht, daß die betreffende Wicklung unter dem zugehörigen Teildrosselkem dargestellt ist.
  • In Fig. 5 sind die einzelnen Phasenstränge polygongeschaltet.
  • In Fig. 6 sind wieder durch Quadrate angedeutete Teildrosselkerne zu erkennen. Der Einfachheit halber ist nur ein Phasenstrang m gezeichnet. Drei Möglichkeiten der Belastung der Teildrosseln und damit der -Einleitung einer Gegendurchflutung sind gezeigt. a stellt die Belastung einer Sekundärwicklung s durch einen regulierbaren Widerstand r über einen Kontakt k dar. Die zweite Möglichkeit b zeigt die Belastung der Sekundärwicklung s durch ein Impulsrelais 1. c stellt die Belastung der Sekundärwicklung s durch eine Belastungsdrossel d dar. In dem Belastungsstromkreis liegt außerdem wieder der Regulierwiderstand r.
  • In Fig. 7 ist eine besondere Ausführung der Belastungsdrossel gezeigt. Diese Drossel weist einen U-förmigen Kein K auf, der eine Wicklung W trägt. Ein um einen Drehpunkt D bewegliches Joch J ist durch eine Exzenterscheibe E so weit abzuheben, daß sich zwischen dem Kern K und dem Joch J ein Luftspalt öffnet.
  • In der Fig. 8 ist die gleiche Anordnung gezeigt, nur wird hier das Joch J durch einen Kniehebel H bewegt. Fig. 9 zeigt in schematischer Darstellung eine Sendemehrphasenimpulsdrossel, bei der an den Teildrosseln 1, 2 und 3 drei verschiedene Möglichkeiten der Amplitudenmodulation eines Mehrphasenimpulses dargestellt sind. Bei der Teildrossel 1 wirkt über eine Sekundärwicklung eine mit der Zeit veränderliche Vormagnetisierung V = f(t) ein. Die Teildrossel 2 ist ebenfalls über eine Sekundärwicklung s mit einem zeitlich veränderlichen Belsatungswiderstand B belastbar. An die Teildrossel 3 schließlich ist über die Sekundärwicklung s ein Impulsrelais i angeschlossen, dessen Eingangsünpulse den Mehrphasenimpuls der Teildrossel 3 modulieren.
  • Fig. 10 zeigt eine Übertragungsanlage für drei Sprachkanäle, die aus einer Sendeimpulsdrossel mit Teildrosseln 1, 2 und 3 und einer Empfangsdrossel mit Teildrosseln l', 2' und 3' besteht. Über Sekundärwicklungen s sind an die Sendeteildrossel Mikrophone M und an die Empfangsteildrossel Hörer T angeschlossen.
  • Fig. 11 zeigt eine Möglichkeit zur Entnahme einer Mehrphasenimpulsspannung aus einem Empfangsimpulsdrosselsatz. Diese Spannung wird ein- oder mehrphasig an einer oder mehreren Teildrosseln abgegriffen.
  • Fig. 12 zeigt die Entnahme von Mehrphasenimpulsspannungen mittels mehr- oder einphasigerWicklungen. Fig. 13 und 14 stellen in schematischer Darstellung die einphasige Speisung dreier Teildrosseln dar. Die fehlenden Phasen können durch komplexe Phasenschieberwiderstände in Sekundärwicklungen der Teilkerne erzeugt werden. Dabei können die Sekundärwicklungen hintereinandergeschaltet sein (Fig. 13), oder jede Sekundärwicklung kann einen gesonderten Phasenschieberwiderstand aufweisen (Fig. 14).
  • In Fig. 15, 16 und 17 sind drei Möglichkeiten gezeigt, um zwischen einer Sende- und einer Empfangsanlage eine einphasige Übertragung von Mehrphasenimpulsen zu ermöglichen. In Fig. 15 wird die gesamte Anlage einphasig gespeist. Die fehlenden Phasen werden sowohl im Sendeteildrosselsatz als auch im Empfangsteildrosselsatz durch hintereinandergeschaltete und mit je einem komplexen Phasenschieberwiderstand versehene Sekundärkreise erzeugt. In Fig. 16 ist zu erkennen, daß nur die Sendeimpulsdrossel mehrphasig gespeist wird. Die Übertragung erfolgt einphasig. Die fehlende Phase wird auf der Empfangsseite durch mit einem Phasenschieberwiderstand verbundene, in Serie geschaltete Sekundärwicklungen erzeugt. Fig. 17 zeigt eine einphasige Übertragungsmöglichkeit von Mehrphasenimpulsen bei parallel gespeister Sende-und Empfangsanlage.
  • Die Sende- und Empfangsdrosseln bestehen aus je zwei vollständigen Teildrosselsätzen S, und S, bzw. EI und E, Wirkungsmäßig arbeiten die dargestellten Elemente wie folgt zusammen: Wird beispielsweise eine Teildrossel T, des Sendedrosselsatzes S, belastet, dann liegt ein Mehrphasenimpuls an einer Teildrossel T,' des als »Empfänger« wirkenden Drosselsatzes S, an. Dort wird transformatorisch ein einphasiger Impuls erzeugt, der auf dem Übertragungsweg 1 zum Empfangsdrosselsatz E, übertragen wird. Er magnetisiert dort eine Teildrossel T, um. Dadurch wird der Mehrphasenimpuls an eine Teildrossel T,' des Empfangsdrosselsatzes E, weitergegeben und dort angezeigt.
  • In Fig. 18 ist gezeigt, wie jeder Phasenstrang einer Sendeanlage zur Modulation eines Hochfrequenzgenerators mit voneinander verschiedenen Trägerfrequenzen dient. In dem Beispiel ist ein zweiphasiges System angenommen, so daß zwei Hochfrequenzgeneratoren mit den Trägerfrequenzenf, und f?. verwendet werden. Die modulierte Hochfrequenz wird entweder über eine Leitung oder drahtlos auf die Empfangsanlage übertragen.
  • Wie in Fig. 19 gezeigt, ist ein Gegenverkehr zwischen zwei Stationen A und B mit je einer Sende- und einer Empfangsanlage leicht dadurch zu bewerkstelligen, daß die beiden Teildrosselsätze auf jeder Seite in zwei Hälften aufgeteilt werden, von denen eine zum Empfang, die andere zum Senden dient. In der Figur sind die Sendeteildrosseln mit Nummern ohne Strich, die Empfangsteildrosseln mit Nummern mit Strich bezeichnet.
  • In Fig. 20 ist schematisch eine Möglichkeit dargestellt, wie die Übertragungskanäle durch Kombination der Teildrosseln untereinander vermehrt werden können.
  • Fig. 21 zeigt die Erweiterung des Übertragungssystemes durch Anwendung binärer Methoden.
  • In Fig. 22 ist die Kombination der Empfangsteildrossel 1 mit der Empfangsteildrossel 2 dargestellt. Die Empfangsteildrossel 1 liefert den Betätigungsstrom für ein Kombinationsrelais 0, und die Empfangsteildrossel 2 liefert den Betätigungsstrom für das Organ, das fernbetätigt werden soll, z. B. ein Typenhebel einer Fernschreibmaschine.
  • Fig. 23 und 24 zeigen das Prinzipschaltbild bei Verwendung eines Kniehebels bzw. Exzenterrelais, wie in Fig. 7 und 8 gezeigt, oder eines Impulsrelais. Es handelt sich hier um eine Steuerung der Induktivität im Betätigungsstromkreis der Teildrossel 2. Durch die Teildrossel 1 wird der Strom für ein Relais geliefert, dessen Magnet durch Kniehebel oder Exzenterwirkung einen Luftspalt im Eisenkreis der Spule S öffnet oder schließt. Damit wird die Induktivität verändert. Beim Impulsrelais erfolgt die Beeinflussung der Spule S auf magnetischem Wege.
  • Fig. 25, 26 und 27 zeigen Kombinationsmöglichkeiten der Teildrosseln zur Übertragung von Binärzahlen. Fig. 25 geht von der Verwendung normaler elektromagnetischer Relais aus, welche von Sekundärwicklungen der Teildrosseln gespeist werden. In Fig. 26 finden Kniehebel bzw. Exzenterrelais Verwendung, während in Fig. 27 Impulsrelais angewendet werden. 1, 2, und 3 stellen Empfangsteildrosseln dar. 4 ist eine Teildrossel für einen Betätigungsimpuls. A, B und C sind Arbeitswicklungen, die sich auf einzelnen Impulsrelais befinden, die einen doppelten Kern aufweisen.
  • In der Figur sind Teilwicklungen A,-A8, Bl-B,3 und C,-C, die einzelnen Wicklungen der Gesamt-Arbeitswicklungen A, B, C der Impulsrelais. Diese Einzelwicklungen sind im rechten Teil der Figur auseinandergezogen und verschaltet dargestellt. Widerstände N, bis N, die ebenfalls auf dem rechten Teil der Figur zu erkennen sind, stellen Nutzwiderstände zur Impulsanzeige dar. Noch im rechten Figurenteil zu erkennende Drosseln V, V, V, und V, sind Vordrosseln mit einem Kern, der eine rechteckige Magnetisierungsschleife aufweist. Die in Fig. 27 dargestellte Schaltung wirkt beispielsweise beim Empfang einer Binärzahl 1 wie folgt zusammen: Von einer nicht dargestellten Mehrphasenimpulssendedrossel kommt je ein Impuls für Teildrossel 2 und 3, wodurch über eine entsprechende Steuerwicklung die Arbeitswicklungen B und C für einen Impuls der Teildrossel 4 durchlässig werden. Erfolgt jetzt ein Arbeitsimpuls von Teildrossel 4, dann liegt dieser an der Arbeitswicklung A an und magnetisiert diese um. Zugleich liegt eine Spannung an dem Nutzwiderstand N, an und wird dort angezeigt. Sämtliche anderen Parallelstrombahnen sind gesperrt.
  • Fig. 28 und 29 zeigen die Kombination zweier Teildrosseln mittels von Magneten zu verschiebender Kulissen mit Ausnehmungen und darin einrastenden Nocken.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE- 1. System zur Mehrfachübertragung von impulsmodulierten Signalen zwischen einem Sendeteil und einem Empfangsteil, insbesondere für Fernmeßzwecke, dadurch gekennzeichnet, daß zwei den Sendeteil und Empfangsteil bildende Sätze mit je einer gleichen Anzahl von Schaltdrosseln über eine beliebige Entfernung miteinander verbunden sind, daß jede einzelne Schaltdrossel mehrere Phasenwicklungen trägt und gleiche Phasenwicklungen der Schaltdrosseln jedes Satzes miteinander verbunden sind, daß jede Schaltdrossel einen allen magnetischen Phasenflüssen gemeinsamen Flußweg in einem Kernmaterial mit annähernd rechteckiger Magnetisierungsschleife aufweist, daß die Windungszahlen der Phasenwicklungen jeder einzelnen Schaltdrossel denjenigen Phasenimpulsen proportional sind, aus denen sich ein bestimmter, von der betreffenden Schaltdrossel zu drosselnder zeitlicher Ausschnitt einer mehrphasigen Schwingung zusammensetzt, daß Schaltmittel vorhanden sind, um die Höhe der Ummagnetisierungsdurchflutung jeder Schaltdrossel eines der beiden Sätze zu steuern, und daß die Schaltdrosseln eines der beiden Sätze eine von der des anderen Satzes verschiedene Höhe der Ummagnetisierungsdurchflutung aufweisen.
  2. 2. System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jede Teildrossel des Sendemehrphasenimpulsdrosselsatzes mittels einer Zusatzwicklung vormagnetisierbar ist. 3. System nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Vormagnetisierungswicklung einphasig ist. 4. System nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Vormagnetisierungswicklung mehrphasig ist. 5. System nach Anspruch 1 oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die Vormagnetisierungswicklungen jeder Teildrossel an einen gesonderten Stromkreis anschließbar sind. 6. System nach Anspruch 2 oder folgenden außer 5, dadurch gekenn eichnet, daß die Vormagnetisierungswicklungen der Teildrosseln in Parallel- oder Serienschaltung zusammengeschaltet sind. 7. System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Teildrosseln über eine Zusatzwicklung belastbar sind. 8. System nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Belastungswicklungen ein- oder mehrphasig sind. 9. System nach Anspruch 1 oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die Teildrosseln eines Satzes untereinander kombiniert werden. 10. System nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Kombination der Teildrosseln durch elektrische Schaltmittel erfolgt. 11. System nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Kombination der Teildrosseln durch mechanische Mittel erfolgt.
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