DE1108701B - Verfahren zum Herstellen von Melamin durch Polymerisation von Dicyandiamid in Gegenwart von Ammoniak - Google Patents
Verfahren zum Herstellen von Melamin durch Polymerisation von Dicyandiamid in Gegenwart von AmmoniakInfo
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
S 56036 IVb/12p
BEKANNTMACHUNG
DER ANMELDUNG
UND AUSGABE DER
AUSLEGESCHRIFT:
27. NOVEMBER 1957
15. JUNI 1961
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Herstellen von Melamin durch Polymerisation von
Dicyandiamid in Gegenwart von Ammoniak, bei welchem man gasförmiges Ammoniak unter Druck auf
festes Dicyandiamid einwirken läßt, das zuvor auf eine Temperatur zwischen 100° C und seinem
Schmelzpunkt erwärmt wurde.
Bei einem bekannten Verfahren wird Melamin durch die Polymerisation einer Mischung (als Lösung
oder als Paste) von Dicyandiamid in einer beträchtlichen Menge von flüssigem Ammoniak, etwa 60 bis
100% des Gewichtes des zu verarbeitenden Dicyandiamide gewonnen. Die Lösung oder Paste wird allmählich
in einen Autoklav eingeführt, in welchem die Temperatur zwischen 150 und 250° C gehalten wird.
Während der Reaktion wird im Reaktionsgefäß durch Entspannung des Ammoniaks der Druck unterhalb
100 at gehalten, vorzugsweise zwischen 35 und 50 at. Bei diesem Verfahren muß dafür während der Reaktion
durch zusätzliche Mittel dafür gesorgt werden, daß eine ständige Entspannung des Ammoniaks im
Reaktionsgefäß vonstatten geht, um die Temperatur in zulässigen Grenzen zu halten.
Bei einem anderen bekannten Verfahren hat man diesen Nachteil dadurch ausgeschaltet, daß man Dicyandiamid
bei einer Temperatur von 220 bis 275° C in einer Ammoniak-Gas-Atmosphäre unter
Druck polymerisiert. Diese Ammoniaküberdruckatmosphäre wird aufrechterhalten durch einen besonderen
geheizten Behälter, in welchem flüssiges Ammoniak enthalten ist. Der Ammoniaküberdruck kann
auf diese Weise auf einen gewünschten Wert eingestellt werden, indem der Behälter des flüssigen Ammoniaks
entsprechend aufgeheizt wird.
Beiden bekannten Verfahren ist der Nachteil gemeinsam, daß zu ihrer Durchführung eine verhältnismäßig
lange Zeit benötigt wird, so daß die erforderlichen Anlagen nicht wirtschaftlich ausgewertet werden
können.
Gemäß der Erfindung wird dieser Nachteil dadurch ausgeschaltet, daß vor der Reaktion eine solche
Menge Ammoniak in den Autoklav eingebracht wird, daß sich zu Beginn der Umsetzung ein Druck von
etwa 35 at einstellt, während der exothermen Reaktion sich ein Ammoniakdruck von mindestens 50,
vorzugsweise etwa 80 at entwickelt, daß während des Abkühlens des fertigen Reaktionsgemisches ein Ammoniakdruck von etwa 50 at aufrechterhalten wird,
solange dessen Temperatur oberhalb etwa 250° C liegt, und daß die Abmessungen des Reaktionsraumes
so gewählt werden, daß sich eine Reaktionstemperatur von maximal 350° C einstellt.
Verfahren zum Herstellen von Melamin
durch Polymerisation von Dicyandiamid
in Gegenwart von Ammoniak
Anmelder:
Societe des Produits Azotes, Paris
Societe des Produits Azotes, Paris
Vertreter: M. Dörner und Dipl.-Ing. A. Grünecker,
Patentanwälte, München 2, Theatinerstr. 7
Beanspruchte Priorität:
Frankreich vom 28. November 1956
Frankreich vom 28. November 1956
Andre Claude Vialaron, Lannemezan (Frankreich), ist als Erfinder genannt worden
Bei dem neuen Verfahren genügt es somit, am Anfang eine vorbestimmte Menge Ammoniak in gasförmigem
Zustand in den das Dicyandiamid enthaltenden Autoklav einzuführen. Der Enddruck wird
dabei durch die Dosierung des Ammoniakgases bestimmt. Während des Verfahrens braucht deshalb der
Druck weder überwacht noch durch besondere Einrichtungen begrenzt zu werden.
Gegenüber dem zuerst geschilderten bekannten Verfahren wird durch das neue Verfahren vor allem
eine außerordentlich große Zeitersparnis erzielt. So geht die Reaktion nach dem Verfahren der Erfindung
etwa innerhalb einer Minute vor sich, während bei dem bekannten Verfahren dazu eine Zeit von 4 bis
8 Stunden benötigt wird. Ein weiterer Vorteil gegenüber dem zuerst genannten bekannten Verfahren liegt
darin, daß zum Durchführen des neuen Verfahrens nur eine geringe Menge Ammoniak vorhanden sein
muß, während zur Einleitung des bekannten Verfahrens eine beträchtliche Menge Ammoniak notwendig
ist, die im übrigen ständig umgewälzt werden muß. Wenn dabei auch ein Großteil des Ammoniaks wieder
gewonnen wird, so muß doch zur neuerlichen Verwendung das Ammoniak stets wieder gereinigt werden,
um beim nächsten Wechsel nicht unreines MeI-amin zu erhalten. Trotz der außerordentlich kurzen
Reaktionszeit können sich bei der Durchführung des neuen Verfahrens keine Gefahren ergeben, weil
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3 4
durch die Dosierung des Ammoniakgases der End- kann nach der Entnahme aus der Herstellungsappa-
druck im Autoklav genau eingestellt und das Verfah- ratur entnommen und unmittelbar zur Gewinnung
ren stets in den gleichen Verhältnissen wiederholt von Formaldehydderivaten verwendet werden. Eine
werden kann. ..._,._.. noch bessere Qualität des Melamins kann durch eine
Zur Durchführung des zweiten bekannten Verfah- 5 Umkristallisierung des Rohproduktes in warmem
rens müssen zwei druckbeständige Behälter vorhan- Wasser erzielt werden, um die bereits im verwendeten
den sein, die durch eine absperrbare Leitung in Ver- Dicyandiamid vorhanden gewesenen eventuellen Verbindung
stehen. Das Reaktionsgefäß muß mit einer unreinigungen zu beseitigen. In der Beschreibung und
Vakuumpumpe ausgerüstet sein. Das zweite Gefäß in der Zeichnung ist die Erfindung an Hand von Ausmuß
zur Einleitung des Verfahrens auf eine genau io führungsbeispielen erläutert. Dabei zeigt
einzuhaltende Temperatur gebracht werden. Für das Fig. 1 einen schematischen Schnitt durch einen für neue Verfahren dagegen genügt ein einziges Gefäß, die Ausführung des Verfahrens nach der Erfindung so daß die notwendigen Anlagen weitaus einfacher in diskontinuierlicher Weise geeigneten Autoklav und gehalten werden können. Außerdem wird zum Durch- Fig. 2 einen Aufriß in schematischer Darstellung führen des zweiten bekannten Verfahrens eine Zeit 15 einer Apparatur mit teilweisen Schnitten, in welcher von 40 Minuten benötigt, so daß demgegenüber durch die Ausführung des Verfahrens auf kontinuierliche das neue Verfahren ebenfalls eine erhebliche Zeit- Weise möglich ist.
einzuhaltende Temperatur gebracht werden. Für das Fig. 1 einen schematischen Schnitt durch einen für neue Verfahren dagegen genügt ein einziges Gefäß, die Ausführung des Verfahrens nach der Erfindung so daß die notwendigen Anlagen weitaus einfacher in diskontinuierlicher Weise geeigneten Autoklav und gehalten werden können. Außerdem wird zum Durch- Fig. 2 einen Aufriß in schematischer Darstellung führen des zweiten bekannten Verfahrens eine Zeit 15 einer Apparatur mit teilweisen Schnitten, in welcher von 40 Minuten benötigt, so daß demgegenüber durch die Ausführung des Verfahrens auf kontinuierliche das neue Verfahren ebenfalls eine erhebliche Zeit- Weise möglich ist.
ersparais erzielt wird, die um so schwerer wiegt, als Bei dem Beispiel der Fig. 1 besteht die Apparatur
damit Hand in Hand eine weitaus bessere Ausnut- aus einem Autoklav 1, der mit einer doppelten, einen
zung der Apparatur geht, so daß die Kapazität der 20 Mantel bildenden Wandung 2 versehen ist, an welche
Anlage erheblich gesteigert wird. Darüber hinaus ist Dampfeintritts- und -austrittsleitungen 3 und 4 ange-
es sehr schwer, das zweite bekannte Verfahren in in- schlossen sind, die einen Dampfumlauf zur Vorwär-
dustriellem Ausmaße zu verwerten, weil dabei infolge mung der Wandung des Autoklavs ermöglichen, um
einer sehr stark exotherm verlaufenden Reaktion die zu vermeiden, daß irgendein Punkt dieser Wandung
Endtemperaturen nur sehr schwierig beherrscht wer- 25 eine geringere Temperatur aufweist als die Konden-
den können. sationstemperatur des Ammoniaks bei dem Druck,
Bei der Durchführung des neuen Verfahrens ist es unter welchem die Reaktion vor sich geht,
vorteilhaft, wenn das Vorwärmen des Dicyandiamids Am oberen Teil des Autoklavs ist eine mit einem und des Raumes, in welchem die Reaktion unter dem Ventil 6 versehene Leitung 5 zur Zuführung von unter Druck des gasförmigen Ammoniaks vor sich geht, 30 Druck stehendem, gasförmigem Ammoniak angegleichmäßig genug vorgenommen wird, daß kein schlossen.
vorteilhaft, wenn das Vorwärmen des Dicyandiamids Am oberen Teil des Autoklavs ist eine mit einem und des Raumes, in welchem die Reaktion unter dem Ventil 6 versehene Leitung 5 zur Zuführung von unter Druck des gasförmigen Ammoniaks vor sich geht, 30 Druck stehendem, gasförmigem Ammoniak angegleichmäßig genug vorgenommen wird, daß kein schlossen.
Punkt des Reaktionsmilieus eine Temperatur auf- Im Inneren des Autoklavs kann ein Behälter 7 anweist,
die unter der Kondensationstemperatur des geordnet sein, der oben offen ist und das vorher erAmmoniaks
bei dem beim Vorgang herrschenden wärmte Dicyandiamid enthält.
Druck liegt. Auf diese Weise wird vermieden, daß 35 Der auf diese Weise gebildete Apparat kann beiwährend des Verfahrens Ammoniak verflüssigt wird, spielsweise folgendermaßen verwendet werden:
was für die Durchführung des Verfahrens nachteilig Angenommen, der Autoklav 1 hat ein Fassungswäre. vermögen von 1001, so wird nach vorheriger Erwär-
Druck liegt. Auf diese Weise wird vermieden, daß 35 Der auf diese Weise gebildete Apparat kann beiwährend des Verfahrens Ammoniak verflüssigt wird, spielsweise folgendermaßen verwendet werden:
was für die Durchführung des Verfahrens nachteilig Angenommen, der Autoklav 1 hat ein Fassungswäre. vermögen von 1001, so wird nach vorheriger Erwär-
Grundsätzlich kann durch die Dosierung des Am- mung seiner Wandung der Behälter 7 eingeführt, welmoniaks
erreicht werden, daß während des Abkühlens 40 eher 50 kg kristallisiertes Dicyandiamid enthält, das
des fertigen Reaktionsgemisches ein Ammoniak- zuvor auf etwa 150° C erwärmt wurde. Diese Vordruck
von etwa 50 at aufrechterhalten wird. In man- wärmung kann man beispielsweise durchführen, inchen
Fällen kann es jedoch zweckmäßig sein, zur dem man den mit dem Dicyandiamid gefüllten Behäl-Aufrechterhaltung
dieses Druckes zusätzliche Druck- ter in einen Trockenofen bringt oder indem man das
mittel zu verwenden. 45 Dicyandiamid durch eine Heizschlange leitet und sie
Dieser Enddruck ist insofern von beträchtlicher so vorgewärmt in den seinerseits vorgewärmten BeBedeutung,
als er eine besonders große mengen- halter 7 einführt,
mäßige Ausbeute an Melamin gewährleistet. Sodann führt man 4 kg Ammoniak in Gasform in
mäßige Ausbeute an Melamin gewährleistet. Sodann führt man 4 kg Ammoniak in Gasform in
Die praktische Ausführung des Verfahrens gemäß den hermetisch geschlossenen Autoklav 1 ein, welches
der Erfindung kann diskontinuierlich in einem Auto- 50 so im Inneren des Autoklavs während der Bildung
klav stattfinden, es ist jedoch auch möglich, das Ver- des schmelzbaren Derivates einen Druck von etwa
fahren kontinuierlich durchzuführen. Als besonders 35 kg/cm2 liefert.
vorteilhaft hat es sich dazu erwiesen, wenn man vor- Nach etwa 30 Minuten beginnt die Reaktion, und
gewärmtes Dicyandiamid und gasförmiges Ammoniak der Druck im Autoklav steigt auf 80 kg/cm2, wähunter
Druck in einen ersten geschlossenen Raum kon- 55 rend gleichzeitig die Temperatur etwa 350° C er-
tinuierlich einführt, sodann die im ersten Raum ge- reicht.
bildete Verbindung im flüssigen Zustand in einen Nach 3stündiger Abkühlung wird das Ammoniak
zweiten, geschlossenen Raum überführt, wobei der beseitigt, und der aus dem Autoklav entnommene Be-Ammoniakraum
im zweiten Raum so gehalten wird, halter liefert 50 kg kristallisiertes, zerreibbares MeI-daß
er am Ende der Reaktion mindestens gleich 50 at 60 amin. Durch einfaches Vermählen wird der Arbeitsist und man das Reaktionsprodukt periodisch oder gang beendet. Die Ausbeute der Reaktion übersteigt
kontinuierlich in einen dritten, geschlossenen Raum 99,9 Vo, vorausgesetzt, daß nicht durch eine Katalyleitet,
in dessen Innerem man es abkühlen läßt, wobei satorwirkung der Wandung der Apparatur das MeI-man
den Ammoniakdruck in diesem dritten Raum so amin in der Nähe dieser Wandung desaminiert
lange aufrechterhält, wie die Temperatur dieses Pro- 65 wurde,
duktes über etwa 250° C bleibt. Der in Fig. 1 dargestellte Autoklav kann vorteilhaft
duktes über etwa 250° C bleibt. Der in Fig. 1 dargestellte Autoklav kann vorteilhaft
Das nach dem neuen Verfahren hergestellte MeI- so verändert werden, daß ein halbkontinuierlicher
amin weist einen sehr hohen Reinheitsgrad auf. Es Reaktionszyklus erreicht wird. Zu diesem Zweck
kann man den Autoklav mit einem Deckel mit Schnellverschluß oder selbsttätigem Verschluß beliebiger,
bekannter Konstruktion versehen, der gestattet, in den Autoklav einen neuen Behälter einzuführen,
sobald der vorhergehende daraus entnommen wurde. Unter diesen Umständen kann man, da die Dimensionen
der Apparatur und die bei jedem Vorgang zur Verwendung gelangenden Materialmengen die gleichen
wie bei dem oben beschriebenen Beispiel bleiben, mit dem so eingerichteten Autoklav eine Produktionsmenge
von 350 kg Melamin pro Tag erzielen.
Bei dem in Fig. 2 gezeigten Beispiel besteht die Apparatur aus einem Autoklav 8, in welchem man
kontinuierlich einerseits Dicyandiamid, welches zuvor beispielsweise auf 150° C erwärmt wurde, und andererseits
gasförmiges Ammoniak unter einem Druck von 35 kg/cm2 einführt. Die Dicyandiamidzufuhr
kann mittels eines mit einer drehbaren Schleusenkammer 10 versehenen Trichters 9 erfolgen, während no
das Ammoniak durch eine Leitung 11 zugeführt wird.
Das im Autoklav 8 gebildete, flüssige Derivat wird durch eine mit einem Ventil 13 versehene Leitung 12
in ein Reaktionsrohr 14 von geeigneter Länge übergeführt, welches durch eine mit einem Ventil 16 versehene
Leitung 15 mit der Zufuhrleitung 11 des unter Druck stehenden, gasförmigen Ammoniaks verbunden
ist und in welchem sich die Umwandlungsreaktion des Dicyandiamids in Melamin vollzieht.
Am Ende des Reaktionsrohres 14 wird das im geschmolzenen Zustand befindliche Melamin durch eine
mit einem Ventil 18 versehene Leitung 17 abgezogen und in einem Behälter 19 dispergiert, der durch die
Leitung 20 Ammoniak unter Druck erhält und in welchem seine Abkühlung rasch erreicht wird. Das MeI-amin
wird sodann diesem Behälter entweder kontinuierlich durch eine Kammer (die nicht dargestellt
ist) oder nichtkontinuierlich durch Auswechseln des Behälters 19 mit einem anderen Behälter gleicher Art
entnommen, worauf es der Luft ausgesetzt wird. Das Erzeugnis wird schließlich, falls nötig, gemahlen und
hierauf in Säcke abgefüllt.
Claims (4)
1. Verfahren zum Herstellen von Melamin durch Polymerisation von Dicyandiamid in Gegenwart
von Ammoniak, bei welchem man gasförmiges Ammoniak unter Druck auf festes Dicyandiamid
einwirken läßt, das zuvor auf eine Temperatur zwischen 100° C und seinem
Schmelzpunkt erwärmt wurde, dadurch gekenn zeichnet, daß vor der Reaktion eine solche Menge
Ammoniak in den Autoklav eingebracht wird, daß sich zu Beginn der Umsetzung ein Druck von
etwa 35 at einstellt, während der exothermen Reaktion sich ein Ammoniakdruck von mindestens 50,
vorzugsweise etwa 80 at entwickelt, daß während des Abkühlens des fertigen Reaktionsgemisches
ein Ammoniakdruck von etwa 50 at aufrechterhalten wird, solange dessen Temperatur oberhalb
etwa 250° C liegt, und daß die Abmessungen des Reaktionsraumes so gewählt werden, daß
sich eine Reaktionstemperatur von maximal 350° C einstellt.
2. Verfahren zum Herstellen von Melamin nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das
Vorwärmen des Dicyandiamids und des Raumes, in welchem die Reaktion unter dem Druck des
gasförmigen Ammoniaks vor sich geht, gleichmäßig genug vorgenommen wird, daß kein Punkt
des Reaktionsmilieus eine Temperatur aufweist, die unter der Kondensationstemperatur des Ammoniaks
bei dem beim Vorgang herrschenden Druck liegt.
3. Verfahren zum Herstellen von Melamin nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
zusätzliche Druckmittel verwendet werden, um den Druck des Ammoniaks am Ende der Reaktion
mindestens 50 kg/cm2 zu erhöhen.
4. Verfahren zum Herstellen von Melamin nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß man vorgewärmtes Dicyandiamid und gasförmiges Ammoniak unter Druck
in einen ersten, geschlossenen Raum kontinuierlich einführt, sodann die im ersten Raum gebildete
Verbindung in flüssigem Zustand in einen zweiten, geschlossenen Raum überführt, wobei
der Ammoniakdruck im zweiten Raum so gehalten wird, daß er am Ende der Reaktion mindestens
gleich 50 kg/cm2 ist, und daß man das Reaktionsprodukt periodisch oder kontinuierlich
in einen dritten, geschlossenen Raum leitet, in dessen Innerem man es abkühlen läßt, wobei
man den Ammoniakdruck in diesem dritten Raum so lange aufrechterhält, wie die Temperatur
dieses Produktes über etwa 250° C bleibt.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 752 869, 943 354.
Deutsche Patentschriften Nr. 752 869, 943 354.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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Citations (2)
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