DE1109070B - Vorrichtung zum Feuchten von Rohtabak - Google Patents
Vorrichtung zum Feuchten von RohtabakInfo
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- DE1109070B DE1109070B DEB49412A DEB0049412A DE1109070B DE 1109070 B DE1109070 B DE 1109070B DE B49412 A DEB49412 A DE B49412A DE B0049412 A DEB0049412 A DE B0049412A DE 1109070 B DE1109070 B DE 1109070B
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A24—TOBACCO; CIGARS; CIGARETTES; SIMULATED SMOKING DEVICES; SMOKERS' REQUISITES
- A24B—MANUFACTURE OR PREPARATION OF TOBACCO FOR SMOKING OR CHEWING; TOBACCO; SNUFF
- A24B3/00—Preparing tobacco in the factory
- A24B3/02—Humidifying packed raw tobacco
Landscapes
- Manufacture Of Tobacco Products (AREA)
Description
- Vorrichtung zum Feuchten von Rohtabak Die Erfliidung betrifft eine Vorrichtung zum Feuchten von Rohtabak, bei der der Tabak durch Einstellen eines Druckgefälles von außen nach innen von feuchtwarmer Luft durchströmt und die entfeuchtete Luft mittels in den Tabak eingeführter Hohldome abgeleitet wird.
- Beim Lösen von Preßtabak entsteht eine Menge Blattbruch, welcher die gesamte Ausbeute bei der Tabakverarbeitung vermindert. Es ist deshalb notwendig, den Rohtabak schon im gepreßten Zustand (Faß oder Ballen) zu feuchten. Dabei muß die Bedingung gestellt werden, daß der Tabak beim Feuchtvorgang eine möglichst niedrige Temperatur beibehält und die Feuchtigkeitsaufnahme möglichst gleichmäßig und in verhältnismäßig kurzer Zeit erfolgt. Eine niedrige Temperatur ist zu fordern, da Tabak bei hoher Temperatur Farbe und Geschmacksqualität ungünstig verändert. Außerdem wird die zugebrachte Feuchtigkeit bei normaler Lufttemperatur in kürzester Zeit wieder abgegeben, so daß die Feuchtung für die weitere Verarbeitung so gut wie wertlos ist.
- Diese Bedingungen stehen an sich zueinander im Gegensatz, da eine niedrige Temperatur den Feuchtvorgang erschwert und verlangsamt.
- Kompakte Tabake setzen weiterhin der Durchdringung von Feuchtigkeit erhebliche Widerstände entgegen.
- Es sind ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Feuchten von Tabak bekannt, wobei der Tabak durch Einstellen eines Druckgefälles von außen nach innen von feuchtwarmer Luft durchströmt wird und man die entfeuchtete Luft mittels in den Tabak eingeführter Hohldorne ableitet. Dabei wird das Druckgefälle durch Vakuum eingestellt, was den Nachteil hat, daß nur ein begrenztes Druckgefälle möglich ist. Außerdem werden die Dorne quer zur Schichtrichtung eingeführt, so daß also ein Teil des Tabaks zerstört wird.
- Es ist ferner eine Vorrichtung zum Durchfeuchten von Tabakballen bekannt, die einen luftdicht verschließbaren und mit Anschlüssen für den Einlaß feuchter Druckluft versehenen Behälter mit luftdurchlässigem Boden besitzt, in welchem der auf dem Boden aufruhende Tabakballen durch eine am Boden befestigte und an den Seitenwandungen des Tabakballens anliegende elastische Dichtung umgeben ist. Dabei muß die feuchte Luft durch den gesamten Tabakballen hindurch- reßt werden, was zweifellos Cep zeitraubender ist, als wenn die Luft nur wie bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung etwa die halbe Breite des Ballens zu durchströmen braucht. Außerdem ist bei den bei der bekannten Vorrichtung vorgesehenen Druckgefäßen ebenfalls die Höhe des Druckes beschränkt und damit auch die Größe der zu durchfeuchtenden Tabakballen bzw. die Zeit, die zum Durchfeuchten benötigt wird.
- Außerdem ist bei den als Tabakfeuchten bekannten geschlossenen Druckgefäßen stets eine Fläche des Tabakballens unmittelbar als Druckgefäßwand wirksam, so daß Stützflächen, wie Siebe oder Gitterroste, erforderlich sind, die in der Größenordnung eines Quadratmeters liegen. Es treten daher schon bei Drücken von einer Atmosphäre enorme Flächenbelastungen auf, die von den Grenzflächen Tabak-Stützfläche nicht ohne Beschädigung des Tabaks aufgenommen werden können.
- Bei der Vorrichtunggemäß der Erfindung dagegen können wesentlich höhere Drücke ohne jegliche Tabakbeschädigung bzw. Beeinträchtigung der Luftdurchlässigkeit zur Anwendung kommen, da di# zu feuchtenden Tabakkörper frei stehen, also keinen Teil der Außenwand des Druckgefäßes bilden. Die Vorrichtung nach der Erfindung unterscheidet sich von den bekannten Vorrichtungen vor allem vorteilhaft dadurch, daß mehrere mit der Außenluft in Verbindung stehende Hohldorne in den Tabakballen in Schichtrichtung der Tabakblätter in kleinem Abstand eingeführt sind und der Tabak in einem allseitig geschlossenen Druckgefäß dem überdruck eines Dampf-Wasseraerosol-Luft-Gemisches ausgesetzt ist, der oberhalb des für das Durchströmen der Tabakschichten und der Hohldorne erforderlichen Mindestdiucks liegt.
- Vorteilhafterweise sind getrennte Zuführungsleitungen für Wasseraerosol, Dampf und Preßluft in das geschlossene Gefäß vorgesehen.
- Die Arbeitstemperatur kann in an sich bekannter Weise durch Variieren der Temperatur der eingelei- teten Feuchtmittel einstellbar sein.
- Bei einer bevorzugten Ausführungsforin einer Vorrichtung nach der Erfindung sind die Hohldorne zusätzlich an ein Sauggebläse angeschlossen.
- Es ist zweckmäßig, daß die Hohldorne durch biegsame Leitungen mit einer gemeinsamen Ableitung verbunden sind.
- Die im Gegensatz zu den bekannten Feuchtverfahren in Blattschichtrichtung liegenden Hohldorne haben den Vorteil, daß sie sich mit der Hand in das Preßgut einführen lassen. Dadurch werden die Tabake möglichst wenig zerstört. Es sind hierfür keinerlei weitere mechanische Hilfsmittel (Hydraulik usw.) notwendig. Durch laufende Zuführung von Preßluft und Feuchtigkeit in den Druckzylinder entsteht ein kontinuierlicher Feuchtvorgang. Die Geschwindigkeit hängt unter anderem von der Anordnung der Hohldome und von dem im Druckgefäß aufrechterhaltenen Druck ab. Da der Druck nur durch technische Belange (Konstruktion des Druckgefäßes) begrenzt ist, können sehr hohe Drücke angewandt werden, die den Vorgang beschleunigen.
- Nach einem besonderen Merkmal der Erfindung kann das Druckgefäß mehrere Tabakballen gleichzeitig aufnehmen.
- Es können mehrere Gruppen von Hohldornen vorgesehen sein, die gruppenweise je in eine gemeinsame Ableitung münden.
- Die Vorrichtung gemäß der Erfindung kann mit einem an die Wasserzuführung angeschlossenen Wasseraerosolerzeuger angeschlossen sein.
- In der Zeichnung ist die Vorrichtung gemäß der Erfindung beispielsweise dargestellt. Es zeigt Fig. 1 die Vorrichtung in perspektivischer Ansicht und Fig. 2 das mit Bohrungen versehene Ende der verwendeten Hohldorne.
- In ein an beiden Enden mit schwenkbaren Dekkeln 2, 3 versehenes Druckgefäß 1 sind Tabakballen4, 5 eingebracht, in die in kleinen Abständen (z.B. 15 cm) in Schichtrichtung der Tabakblätter Hohldorne 6 eingeführt sind, die durch biegsame Leitungen 7 in eine gemeinsame, nach außen führende Ableitung 8 münden, an deren Ende ein Saugebläse 9 angebracht ist. Durch die Leitungen 10, 11, 12 werden Wasser, Dampf und Preßluft getrennt und durch Ventile 13, 14, 15 regelbar in das Innere des Druckgefäßes 1 geleitet.
- An die Wasserzuführungsleitung 10 ist der Wasseraerosolerzeuger 16 angeschlossen.
- Die Hohldorne 6, die zweckmäßig etwa die Länge des Ballen- oder Faßradius des Tabaks haben, sind an ihren Enden mit öffnungen 17 versehen. Das im Innern des Druckgefäßes befindliche Gemisch von Wasser, Dampf und Preßluft, dessen Komponenten auf eine bestimmte Temperatur, beispielsweise 50 bis 70' C, eingestellt wurden, dringt in das Tabakgut ein und wird hier durch den kälteren Tabak abgekühlt, wobei Kondensation eintritt. Die hierbei auftretende Kondensationswärme erwärmt den Tabak und macht ihn für die Feuchtigkeit aufnahmefähiger. Die entfeuchtete Luft wird durch die in den Tabakballen eingeführten Hohldorne abgesaugt.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE. 1. Vorrichtung zum Feuchten von Rohtabak, bei der der Tabak durch Einstellen eines Druckgefälles von außen nach innen von feuchtwarmer Luft durchströmt und die entfeuchtete Luft mittels in den Tabak eingeführter Hohldorne abgeleitet wird, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere mit der Außenluft in Verbindung stehende Hohldome (6) in den Tabakballen in Schichtrichtung der Tabakblätter in kleinem Abstand voneinander eingeführt sind und der Tabak in einem allseitig geschlossenen Druckgefäß (1) dem überdruck eines Dampf-Wasseraerosol-Luft-Gemisches ausgesetzt ist, der oberhalb des für das Durchströmen der Tabakschichten und der Hohldome erforderlichen Mindestdrucks liegt.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß getrennte Zuführungsleitungen (10, 11, 12) für Wasseraerosol, Dampf und Preßluft in das geschlossene Gefäß (1) vorgesehen sind. 3. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Arbeitstemperatur in an sich bekannter Weise durch Variieren der Temperatur der eingeleiteten Feuchtmittel einstellbar ist. 4. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Hohldome (6) zusätzlich an ein Sauggebläse (9) angeschlossen sind. 5. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Hohldorne (6) durch biegsame Leitungen (7) mit einer gemeinsamen Ableitung (8) verbunden sind. 6. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 5, gekennzeichnet durch ein Druckgefäß (1), das mehrere Tabakballen gleichzeitig aufnehmen kann. 7. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 6, gekennzeichnet durch mehrere Gruppen von Hohldomen (6), die gruppenweise je in eine gemeinsaine Ableitung (8) münden. 8. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 7, gekennzeichnet durch einen an die Wasserzuführung (10) angeschlossenen Wasseraerosolerzeumer (16). In Betracht gezogene Druckschriften: im Deutsche Patentschriften Nr. 605 012, 608 429, 954 854, 1025 310; deutsche Auslegeschrift Nr. 1022 142; britische Patentschrift Nr. 781365.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB49412A DE1109070B (de) | 1958-06-26 | 1958-06-26 | Vorrichtung zum Feuchten von Rohtabak |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB49412A DE1109070B (de) | 1958-06-26 | 1958-06-26 | Vorrichtung zum Feuchten von Rohtabak |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1109070B true DE1109070B (de) | 1961-06-15 |
Family
ID=6968868
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEB49412A Pending DE1109070B (de) | 1958-06-26 | 1958-06-26 | Vorrichtung zum Feuchten von Rohtabak |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1109070B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0063892A1 (de) * | 1981-04-10 | 1982-11-03 | R.J. Reynolds Tobacco Company | Apparat und Verfahren zur Konditionierung einer Tabakmasse |
Citations (6)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE605012C (de) * | 1932-02-04 | 1934-11-02 | Cassa Autonoma A Monopolurilor | Vorrichtung zum Durchfeuchten von Tabakballen mittels Feuchtluft |
| DE608429C (de) * | 1935-01-23 | Eduard Quester | Vorrichtung zum Trocknen, Kuehlen oder Anfeuchten von Tabak o. dgl. | |
| DE954854C (de) * | 1949-03-28 | 1956-12-20 | Austria Tabakwerke Ag | Ballenbefeuchtungsvorrichtung zur Aufbereitung von Rohtabak, insbesondere Orientrohtabaken |
| GB781365A (en) * | 1955-12-02 | 1957-08-21 | Imp Tobacco Co Ltd | Method and apparatus for conditioning tobacco |
| DE1022142B (de) * | 1956-03-06 | 1958-01-02 | Hauni Werke Koerber & Co Kg | Vorrichtung zum Feuchten von Fasstabak |
| DE1025310B (de) * | 1956-03-31 | 1958-02-27 | Reemtsma H F & Ph | Verfahren und Vorrichtung zum Feuchten von Rohtabak |
-
1958
- 1958-06-26 DE DEB49412A patent/DE1109070B/de active Pending
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