-
Kupplung zum Verbinden von stapelbaren Stühlen mit Klappsitz oder
festem Sitz zu Stuhlreihen Zusatz zum Patent 1062 407 Das Hauptpatent betrifft
eine Kupplung zum Verbinden von stapelbaren Stühlen mit Klappsitz oder festem Sitz
zu Stuhlreihen.
-
Bei Stühlen ohne Armstütze besteht im Hauptpatent 1062 407 die Erfindung
darin, daß an Stelle der Armstütze ein ein U-förmiges Kupplungsstück aufnehmendes
Verbindungsstück vorgesehen ist, das am unteren Ende einen durchgehenden, in Führungen
der benachbarten Stuhlteile gehaltenen Bolzen aufweist, wobei das U-förmige Kupplungsstück
in dem Verbindungsstück frei drehbar gelagert ist.
-
Die Erfindung schlägt eine Verbesserung dieses Gegenstandes des Hauptpatentes
dadurch vor, daß ein Schenkel des U-förmigen Kupplungsstückes mit einer Druckfeder
versehen ist, deren Widerlager durch einen die Bohrung abschließenden Deckel und
einen am unteren Schenkelteil vorgesehenen Bund gebildet ist, während der andere,
in bekannter Weise an den Stuhlbeinen angeordnete Kupplungsteil aus einem in eine
Hülse einsteckbaren Bolzen besteht.
-
Durch diese Bauweise der Verbindung erreicht man eine wesentliche
Vereinfachung. Denn das Kupplungsglied kann aus einem einfachen, mehr oder weniger
unbearbeiteten U-Eisen bestehen, das ständig mit dem Stuhl verbunden ist und das
bei Verwendung der Stühle als Einzelstühle so in den Stuhl versenkbar ist, daß man
das Kupplungsstück kaum beachtet, da es nur wenig hervorsteht und nicht stört. Damit
die gekuppelten Stühle in einer Reihe bleiben und nicht verrückbar sind, ist das
zweite Kupplungsstück in üblicher Weise an den Stuhlbeinen vorgesehen, das aus einer
Hülse und einem Bolzen, die ineinandersteckbar sind, besteht.
-
Bei Stühlen mit einer Armstütze nach dem Hauptpatent 1062 407
ist es jedoch bei unsachgemäßer Behandlung und Unvorsichtigkeit möglich, die Armstütze
anzuheben und zu verschwenken.
-
Dies wird erfindungsgemäß dadurch vermieden, daß der auf die Kupplungsteile
mittels eines Schlitzes von unterschiedlicher Breite aufgeschobene Armstützenteil
gegen Verschieben in senkrechter Richtung und Verschwenken durch ein Sperrmittel
gesichert angebracht ist. Als Sicherung gegen Verschieben und Verschwenken dient
ein an der Innenseite der Armstütze angeordneter, in senkrechter Richtung sich selbsttätig
einstellender Fallkeil oder ein federbelastetes Druckstück, das vor dem U-förmigen
Kupplungsteil liegt.
-
Im besonderen besteht die Sicherung gegen unbeabsichtigtes Herausziehen
der Armstütze darin, daß die Armstütze eine in der oberen Schlitzführung der Seitenstütze
angeordnete, seitliche Ausbuchtung aufweist, in welche beim Verschwenken der Stütze
das U-förmige Kupplungsteil einrastbar und durch den Fallkeil in dieser Stellung
feststellbar ist.
-
Der Fallkeil besitzt eine Bohrung zum Einführen eines Hakens od. dgl.,
um zwecks Entfernens der Armstütze den Fallkeil wieder anheben zu können.
-
Stuhlkupplungen sind in den mannigfachsten Ausführungen bereits bekannt.
Sie bestehen entweder aus durchgehenden Führungsstangen oder aus verschwenkbaren
Kupplungsstangen zwischen je zwei benachbarten Stühlen. Es sind auch Kupplungen
bekanntgeworden, bei denen die Armstützen und die Stuhlbeine durch besonders ausgestaltete
Kupplungsglieder miteinander verbunden sind. Entweder sind diese Kupplungsglieder,
wie die erstgenannten, ohne weiteres sichtbar und somit für moderne Vorführungsstätten
ungeeignet, oder sie sind, wie die zweitgenannten, zu kompliziert. Außerdem sind
diese Kupplungsteile nicht mit einem der Stühle festverbunden und daher nicht immer
ohne weiteres zur Hand. Außerdem erfordern diese Kupplungsteile eine gewisse Sachkenntnis
und verhältnismäßig viel Montagezeit.
-
Alle diese Nachteile werden durch die vorgeschlagene Bauart mit den
einfachsten technischen Mitteln vermieden, die außerdem noch den Vorzug haben, außerordentlich
preiswert zu sein.
-
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung schematisch
dargestellt, und zwar zeigt Abb. 1 eine teilweise Draufsicht auf eine Kupplung für
Stühle ohne Armlehne,
Abb. 2 einen senkrechten Schnitt durch die
Kupplung nach Abb. 1, Abb. 3 eine Seitenansicht der Kupplung für Stühle mit Armlehne,
-Abb.4 einen Schnitt durch die Kupplung nach Abb. 3.
-
Der Stuhl besteht in bekannter Weise aus zwei bockartig zusammengesetzten
Unterteilen, nämlich dem Stuhlbein 1 und dem oberen Verbindungsstück 2, sowie der
- nicht dargestellten - Rückenlehne. Durch diese Bauweise sind die Stühle leicht
stapelbar, indem die Unterflächen der Verbindungsstücke 2 des jeweils oberen Stuhles
auf die Oberflächen des unteren Stuhles aufeinandergesetzt werden.
-
In den oberen Lagerflächen der Stuhlbeinverbindungsstücke 2 sind auf
der einen Stuhlseite zwei und auf der anderen Stuhlseite eine einzige Ausnehmung
15 vorgesehen, die kreisrund sind. Auf der einen mit zwei Ausnehmungen 15 versehenen
Stuhlseite ist ein zweckmäßigerweise U-förmiger Bügel 13 höhenverschiebbar
gelagert. Am Ende des einen Bügelschenkels 13 ist ein Bund 5 vorgesehen, zwischen
dem und der oberen Abdeckplatte 6 eine Druckfeder 7 eingeschaltet ist. Durch diese
Maßnahme befindet sich das Verbindungsstück 13 für einen Nachbarstuhl bei jedem
Stuhl, und zwar in versenktem Zustand, so daß es weder auffällt, noch verloren geht.
Sollten die Stühle miteinander zu einer Stuhlreihe verbunden werden, so wird das
Verbindungsstück 13 hochgezogen, um 90° geschwenkt und der freie Schenkel in die
Lochung 15 des Nachbarstuhles eingeführt, wo das Kupplungsstück
13 unter dem Druck der Feder 7
einrastet und die beiden Stühle zusammenhält.
-
Unterhalb dieser Bügelverbindung befindet sich an der Außenseite der
Stuhlverbindungsstücke 2 auf der einen Stuhlseite eine zweckmäßigerweise kreisrunde
Hülse 11 od. dgl., in welche ein Zapfen 10 od. dgl. des Nachbarstuhles lose einschiebbar
ist, wodurch der gewünschte Zwischenraum zwischen den einzelnen Stühlen und eine
gewisse Querstabilität der ganzen Stuhlreihe gewährleistet ist. Dieser Abstand kann
dadurch verändert werden, daß der Bolzen 10 auf seinem Befestigungsmittel einstellbar
gelagert ist. Ferner dient diese Verbindung 10, 11 noch einem weiteren Zweck, der
weiter unten erläutert wird.
-
Die Armlehne besteht aus einem einfachen Stützteil 8 an sich beliebiger
Formgebung, auf der die Armauflageläche 9 aufgebracht ist. Der Stützteil 8 der Armlehne
weist im unteren Teil einen Schlitz 17 auf, dessen Breite etwas größer ist als die
des Stuhlverbindungsteiles 10, 11. Dieser Schlitzteil 17 der Armstütze
8 wird über den Stuhlverbindungsteil 10,
11 aufgeschoben, wobei der
Schlitzteil 17 an seinem oberen Ende so abgerundet ist, daß der Stuhlverbindungsteil
10, 11. in diesen Abrundungen des Schlitzes 17 seine Dreh- und Lagerfläche
findet.
-
Oberhalb dieses Schlitzes 17 schließt sich ein Schlitz 18 an, dessen
Breite geringer ist als die des Schlitzes 1.7, und zwar ist die Breite des oberen
Schlitzes 18 etwas größer als der Durchmesser des Stuhlkupplungsstückes 13, so daß
der Stützteil 8 der Armlehne mit dem Schlitzteil 18 über den Verbindungsbügel
13 aufgeschoben werden kann. Im oberen Teil des Schlitzes 18 befindet sich eine
nach hinten gerichtete, etwa halbkreisförmige Ausbuchtung 14, deren Durchmesser
etwas größer ist als der Durchmesser des Verbindungsbügels 13. Im Innern der Armstütze
8 befindet sich ein loses, der Höhe nach verschiebbares Keilstück 20, dessen unteres
Ende in den Oberteil des Schlitzteiles 18 in freiem Fall eingreifen kann. Nach oben
ist das Keilstück 20 durch eine entsprechend breite Führung des Schlitzes 18 ohne
weiteres verschiebbar. Das Keilstück 20 weist ferner noch eine Lochung 16 auf, in
welche ein beliebiges Werkzeug einführbar ist, um das in seiner untersten Stellung
etwa festverklemmte Keilstück 20 hochschieben zu können.
-
An Stelle des durch freien Fall wirkenden Keilstückes 20 kann
man auch ein unter der Wirkung einer Feder stehendes Druckstück üblicher Art vorsehen.
-
Ferner sind noch zu beiden Seiten der Armlehnenstütze 8 Schutzstreifen
21 aus beliebigem Material - eventuell auch Kunststoff - aufgebracht, um die Außenflächen
der Lehnenstützen beim Ein- und Ausbringen der Stützen zu schonen und ein Knarren
zu verhindern.
-
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende: Bei der Stuhlkupplung
nach den Abb. 1 und 2 werden die benachbarten Stühle zunächst durch die Kupplungsteile
10, 11 miteinander verbunden, wodurch die Stühle den erforderlichen Zwischenraum
voneinander selbsttätig erhalten. Sodann wird das Kupplungseisen 13 hochgezogen,
um 90° gedreht und mit seinem kürzeren Schenkel in die Bohrung 15 des Nachbarstuhles
eingeführt.
-
Bei Stuhlreihen, die mit einer Armlehne versehen werden sollen, wird
zunächst ebenso verfahren, wie oben erläutert worden ist. Sodann wird der Stütztei18
der Armlehne mit den Schlitzteilen 17, 18 zunächst über den Kupplungsteil
13 und anschließend über die Kupplungsteile 10, 11 geschoben und nach
unten gedrückt, bis der Kupplungsteil 10, 11 gegen die oberen Ausrundungen
des Schlitzteiles 17 anliegt. Am Ende der Einschubbewegung wird durch den Kupplungsteil
13 das Keilstück 20 bzw. das Federstück hochgeschoben. Sodann wird der Stützteil
8 um die Kupplungsteile 10, 11 als Drehpunkt nach vorn geschwenkt, wodurch die Ausnehmung
14 auf den Steg des Kupplungsteils 13 aufgeschoben wird. Dadurch wird der obere
Schlitzteil 18 frei, und das Keilstück 20 oder das Federdruckstück fällt
nach unten und sperrt die Austrittsmöglichkeit des Kupplungsstückes 13 aus der Ausbuchtung
14 nach vorn ab, so daß das Kupplungsstück in der Ausbuchtung 14 festgehalten ist.
Das bedeutet, daß der Stützteil 8 mit dem Stuhl unverrückbar verbunden ist und auch
nicht mehr ohne weiteres herausgezogen werden kann.
-
Wenn die Armlehne wieder entfernt werden soll, wird ein Werkzeug,
z. B. ein einfacher Haken, in das Loch 16 des Keilstückes 20 eingeführt und das
Keilstück 20 hochgezogen. Dadurch kann der Stützteil 8 nach hinten geschwenkt werden,
wodurch der Kupplungsteil 13 aus der Ausnehmung 14 austritt und die Armlehnenstütze
herausgezogen werden kann.
-
Selbstverständlich kann auch das Keilstück noch zusätzlich durch eine
Druckfeder belastet werden.