DE111193C - - Google Patents

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DE111193C
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    • GPHYSICS
    • G08SIGNALLING
    • G08BSIGNALLING SYSTEMS, e.g. PERSONAL CALLING SYSTEMS; ORDER TELEGRAPHS; ALARM SYSTEMS
    • G08B7/00Signalling systems according to two or more of groups G08B3/00 - G08B6/00
    • G08B7/06Signalling systems according to two or more of groups G08B3/00 - G08B6/00 using electric transmission, e.g. involving audible and visible signalling through the use of sound and light sources

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Electric Clocks (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 74: Signalwesen.
Fatentirt im Deutschen Reiche vom 15. April 1899 ab.
Vorliegende Erfindung betrifft eine Weckeinrichtung,^ bei welcher der Strom während des Weckens nicht unterbrochen, sondern noch durch den Kurzschlufs des Weckers verstärkt wird. Hierdurch wird, indem mittels Contactklappe Stromschlufs hergestellt wird, das Ertönen des Läutewerkes bewirkt und gleichzeitig erreicht, dafs die Klappe so lange an ihrem Contact haften bleibt, bis an geeigneter Stelle die Leitung unterbrochen wird. Die Contactklappe kann dabei als Telephonmembran für Hörbarmachung des Weckens ausgebildet sein.
Die Einrichtung besteht, wie aus der Zeichnung ersichtlich ist, aus folgenden Theilen:
ι. Einem Nebenschlufswecker N. Derselbe unterbricht beim Wecken den elektrischen Strom nicht, sondern schliefst ihn bei Contact a durch Annäherung des Ankers an die Magnete kurz. Derselbe Zweck kann bei allgemein üblichen Weckern dadurch erreicht werden, dafs man diesen einen Widerstand parallel schaltet, so dafs nur ein Theil des Stromes die Wecker durchläuft, während der den Nebenschlufs passirende Theil zum Festhalten der unter 4. beschriebenen Fallklappe d verwendet wird. Dieser Nebenschlufswiderstand mufs allerdings eine grofse Selbstinduction besitzen, damit die aus dem Weckermagneten austretenden Stromwellen in ersterem gedrosselt werden, hierdurch in den Magneten der Fallklappe laufen und die weiter unten beschriebenen Oscillationen derselben hervorrufen.
2. Dem Ruhestromdruckknopf jR. Dieser läfst im Ruhezustande die Leitung geschlossen, öffnet dieselbe jedoch, sobald er gedrückt wird.
■3. Der Batterie B.
4. Der Contacteinrichtung K, welche bei K1 im Zustande des Weckens gezeichnet ist. Dieselbe besteht aus einem Elektromagneten mit den beiden Kernen b und c, sowie aus einer eisernen Contactklappe d. Letztere ist bei K geöffnet, bei K1 geschlossen im Zustande des Weckens dargestellt. Bei der Einrichtung ist demnach der Strom unterbrochen, sobald die Klappe abgefallen ist. Wird dieselbe jedoch hochgeschlagen, so läuft der Strom von Leitung IV in die Klappe über den Contact c (bei K1) in den Körper und von hier aus durch die Spulen nach aufsen. Durch die hierdurch hervorgerufene Magnetisirung der Kerne b und c wird die eiserne Klappe an dem einen etwas vorstehenden Kerne c festgehalten. Zu gleicher Zeit erfüllt die Klappe d einen zweiten Zweck, indem sie als Telephonmembran ausgebildet ist und etwaige Oscillationen des die Rollen durchfiiefsenden Stromes (also wie beim Wecken) durch magnetische Einwirkung des oberen Kernes b auf die Platte d hörbar sind. Wird der Strom unterbrochen, so fällt die Klappe selbsttätig herab, ebenso wird durch Abnehmen der Klappe der Stromkreis unterbrochen.
Die aufgeführten vier Theile können in beliebiger Reihenfolge hinter einander geschaltet werden, jedoch sind R und N in dem Raum der zu weckenden Personen (z. B. in der Kammer des Dienstpersonals), K in dem Räume
der weckenden Person (z. B. in der herrschaftlichen Schlafstube) anzubringen.
Im Ruhezustande ist der Strom durch Herabhängen der Klappe unterbrochen und die Batterie kann daher nicht arbeiten.
Soll geweckt werden, so wird die Klappe d hochgeschlagen. Hierdurch wird der Strom geschlossen und läuft von Leitung IV zur Klappe, über c in den Magnetkörper, dann durch die beiden Spulen in Leitung I. Von hier aus durch den Nebenschlufswecker N, Leitung II, Ruhestromdruckknopf R und Leitung III zur Batterie zurück. Hierdurch tritt der Wecker N in Thätigkeit und die Klappe bleibt bei c angezogen, da der Nebenschlufswecker den Strom nicht unterbricht. Zugleich versetzen die durch den Nebenschlufswecker hervorgerufenen Oscillationen des Stromes die Klappe d in Schwingungen, welche z. B. im herrschaftlichen Schlafzimmer das Wecken in der Dienstbotenkammer hörbar machen.
Drückt nun der zu Weckende auf den Ruhestromdruckknopf R, so wird der Strom unterbrochen , die Klappe d fällt ab und zeigt hierdurch an, dafs der Betreffende aufgewacht ist.
Hiermit ist die Einrichtung wieder in ihre Ruhelage zurückgekehrt und kann von neuem benutzt werden.
Will man das Wecken vom Räume des Weckenden aus abstellen, so hebt man die Klappe d mit der Hand von c ab und unterbricht so den Strom.
Bei der beschriebenen Weckvorrichtung kommen die Nachtheile der bei anderen Einrichtungen gewöhnlich verwendeten Fortschellwecker in Fortfall und es ist keine dritte Leitung nothwendig; aus letzterem Grunde sind die Bestandtheile des Apparates auch leicht an jeder bestehenden elektrischen.(Klingel-) Leitung anzubringen. Etwaigen Streitigkeiten mit den zu weckenden Personen — ob die elektrische Weckeinrichtung in Thätigkeit getreten ist oder nicht ■— wird durch die Wirkungsweise der beschriebenen Vorrichtung vorgebeugt.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Elektrische Weckvorn'chtung, gekennzeichnet durch die Verbindung eines Nebenschlufsweckers mit einer den Stromkreis durch einen Elektromagneten schliefsenden bezw. diesen Stromkreis bis Unterbrechung desselben (mittels eines Ruhestromknopfes) geschlossen haltenden Contactklappe.
2. Bei einer elektrischen Weckvorrichtung nach Anspruch ι die Ausbildung der Contactklappe als telephonische Schallplatte, indem dieselbe während des Weckens gegen den einen Kern des Elektromagneten anliegt und durch den zweiten Kern in Schwingungen versetzt wird.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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