DE1114128B - Verfahren und Vorrichtung zum fortlaufenden Aufrollen einer von der Karde gelieferten und aus Zellulose bestehenden Florbahn - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum fortlaufenden Aufrollen einer von der Karde gelieferten und aus Zellulose bestehenden Florbahn

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DE1114128B
DE1114128B DEK32935A DEK0032935A DE1114128B DE 1114128 B DE1114128 B DE 1114128B DE K32935 A DEK32935 A DE K32935A DE K0032935 A DEK0032935 A DE K0032935A DE 1114128 B DE1114128 B DE 1114128B
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DE
Germany
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card
roll
calender
heated
card web
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Application number
DEK32935A
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English (en)
Inventor
Werner Kistler
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Kistler & Co
Original Assignee
Kistler & Co
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Publication date
Application filed by Kistler & Co filed Critical Kistler & Co
Publication of DE1114128B publication Critical patent/DE1114128B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01GPRELIMINARY TREATMENT OF FIBRES, e.g. FOR SPINNING
    • D01G27/00Lap- or sliver-winding devices, e.g. for products of cotton scutchers, jute cards, or worsted gill boxes

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zum fortlaufenden Aufrollen einer von der Karde gelieferten und aus Zellulose bestehenden Florbahn Das direkte Aufwickeln einer einzelnen Florbahn direkt ab Karde in Rollenform war bis jetzt unbekannt, ja unmöglich, und es mußten daher Zwischenlagen aus Papier eingefügt werden. Ohne solche Papierlagen würden die aufeinanderliegenden vliesartigen Florlagen zufolge ihrer Strukturunbeständigkeit zu einer unlösbaren Wattemasse sintern oder zusammenbacken.
  • Die Verwendung von Papierzwischenlagen bei Wattevliesen verursacht einen erheblichen Kostenaufschlag auf die Herstellung, und infolge des entstehenden wesentlich höheren Gewichtes wird auch der Transport erschwert und verteuert. Außerdem kann bei dieser Herstellungsart die Karde nicht auf die volle Breite ausgenutzt werden, da die Fabrikation an die handelsüblichen Papierbreiten gebunden ist. Schließlich wird auch die Leistung der Maschine durch das häufige Auswechseln abgelaufener Papierrollen vermindert, obgleich die Wartung mehr Arbeit und zusätzliches Personal erfordert.
  • In der Textilpraxis kennt man zwar die Gewinnung nichtgewebter Vliese durch Kardieren, Blasen und andere Vereinigungsvorrichtungen. Thermoplastische Fasern machen dabei einen Teil des Vlieses aus, und es wird eine Aktivierung derselben hervorgerufen, oder durch Klebmittel in fester oder flüssiger Form werden sie miteinander verbunden. Die dabei verwendeten erhitzten Zylinder dienen nur zum Verkleben der einzelnen Flore untereinander.
  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich dagegen auf ein Verfahren zum fortlaufenden Aufrollen einer von der Karde gelieferten und aus Zellulosefasern bestehenden Florbahn und eine Einrichtung zur Ausübung desselben. Die Erfindung besteht darin, daß verfahrensgemäß die Florbahn zu ihrer Strukturverfestigung und Oberflächenglättung einer gleichzeitigen Einwirkung von Hitze und Druck ohne Verwendung von Klebemitteln ausgesetzt und anschließend ohne Zwischenlagen zu einer Rolle aufgewickelt wird. Bei diesem Verfahren wird also die Florbahn einer Strukturverfestigung unterworfen, die mit einer Glättung der Oberfläche ohne Verwendung von besonderen Verbindungsmitteln verbunden ist. Die besondere Wirkung wird durch überführung der Hydrozellulose in Oxyzellulose erreicht, so daß deren ursprüngliche Eigenschaften und Zusammensetzung besser erhalten bleiben als bei durch Einwirkung von Mineralsäuren entstehender Hydrozellulose.
  • Zur Ausübung des Verfahrens dient eine Einrichtung, bei welcher der die Florbahn anliefernden Karde ein beheizter Prägekalander unmittelbar nachgeschaltet ist, hinter dem die Aufwickelrolle so angeordnet ist, daß sie einer Walze des Prägekalanders anliegt und von dieser in an sich bekannter Weise durch Reibungsschluß angetrieben wird.
  • In der Zeichnung ist beispielsweise eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes schematisch dargestellt.
  • Die dargestellte Einrichtung kann an jede bestehende Karde 1 angegliedert werden. Sie besteht aus einem Prägekalander 2 normaler Bauart, bei welchem die untere große Walze 2a durch eine in diese eingebaute elektrische Heizung auf etwa 120 bis 130° C geheizt wird. Die Walze 2 a ist ferner mit einem Gummimantel versehen, deren für die Watteauflage bestimmte Oberfläche mit einer axialen feinen Rillung versehen ist. Die der beheizten Walze 2a anliegende Druckwalze 2 b steht durch in der Zeichnung nicht gezeichnete Zahnräder mit der Walze 2a in gegeneinander sich abwälzender bzw. kämmender Antriebsverbindung. Der Antrieb des Kalanders erfolgt durch einen Motor 3, auf dessen Welle ein in den Zahnkranz der Walze 2a eingreifendes Zahnritzel 4 aufgekeilt ist.
  • Zum Aufwickeln der von der Karde 1 kommenden Faserflorbahn 5 dient eine Aufwickelrolle 6, deren Achse 7 mit ihren Achsenden auf zwei Stützlagerschenkeln 8 gelagert ist. Die Stützlagerschenkel 8 sind in schiefer Lage zur Horizontalen so angeordnet, daß sie gegen den Kalander zu ein Gefälle aufweisen. Sie sind unter Zuhilfenahme einer Strebe 9 am Lagergesteh 10 des Prägekalanders befestigt. Die Aufwickelrolle 6 ist gegen seitliche Verschiebung dadurch gesichert, daß ihre Achsenden mit Ringnuten versehen sind, mit welchen die Achse auf den Stützlagerschenkeln geführt ist.
  • Die von der Karde kommende Florbahn 5 erhält beim Passieren der auf etwa 130° C geheizten Walze 2 n und der Druckwalze 2 b eine glatte Oberflächenbeschaffenheit. Die in dieser Weise behandelte Florbahn wird anschließend von der Kalanderwalze 2a auf der Aufwickelrolle 6 aufgewickelt. Dabei liegt die Aufwickelrolle 6 mit leichtem, angenähert konstant bleibendem Druck an der Kalanderwalze 2a. Die mit glatten Oberflächen versehenen, aufeinandergewickelten Lagen können nicht mehr zusammenbacken und sind daher störungsfrei wieder abwickelbar.
  • Die besondere Art der Lagerung der Aufwickelrolle 6 auf schiefen, gegen den Kalander zu Gefälle aufweisenden Stützlagerschenkeln ermöglicht eine der Zunahme des Wickeldurchmessers entsprechende Zunahme des Abstandes der Achse der Aufwickelrolle6 von der Achse der Kalanderwalze 2a. Ebenso ermöglicht diese Lagerung eine leichte Abnahme der auf den gewünschten Durchmesser gebrachten Florrolle sowie ein leichtes und rasches Auflegen einer leeren Aufwickelrolle.
  • Selbstredend könnten vor dem Kalander 2 statt der starren Stützlagerschenkel auch Schwingarme mit offenen Lagern verwendet werden, so daß sich die Lager bei zunehmendem Wickeldurchmesser von der Kalanderwalze 2a wegbewegen können.
  • Diese Einrichtung ist viel einfacher in der Bauart als die bekannten Einrichtungen dieser Art. Die Maschine kann ohne Unterbrechungen bis zur Erreichung des gewünschten I iorrollendurchmessers im Betrieb gelasse-n werden, #;romit die maximale Leistung erzielt Wird. Die Transportkosten reduzieren sich auf das effektive Florge#vicht. Durch die Einsparungen beim Transpor`E und durch die Weglassung des Papiers können die Gestehungskosten der Forrolien sehr niedrig gehalten rverden.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zum fortlaufenden Aufrollen einer von der Karde gelieferten und aus Zellulosefasern bestehenden Florbahn, dadurch gekennzeichnet, daß die Florbahn (5) zu ihrer Strukturverfestigung und Oberflächenglättung einer gleichzeitigen Einwirkung von Hitze und Druck ohne Verwendung von Klebemitteln ausgesetzt und anschließend ohne Zwischenlagen zu einer Rolle aufgewickelt wird.
  2. 2. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der die lockere Florbahn (5) anliefernden Karde (1) ein beheizter Prägekalander (2) unmittelbar nachgeschaltet ist, hinter dem die Aufwickelrolle (6) so angeordnet ist, daß sie einer Walze (2 a) des Prägekalanders anliegt und von dieser in an sich bekannter Weise durch Reibungsschluß angetrieben wird.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die von der Karde (1) gelieferte Florbahn (5) der Druckstelle des beheizten Kalanders (2) direkt zugeführt und anschließend über einen Teilumfang der großkalibrigen beheizten Walze (2 a) des Kalanders geleitet ist, mit welchem es bei direkter Berührung über eine größere Strecke und bei der nachfolgenden Aufwicklung in Wärmeaustauschverbindung gehalten ist.
  4. 4. Einrichtung nach Ansprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die beheizte Walze (2a) mit einem Gummiüberzug umkleidet ist, dessen Oberfläche feine Axialrillen aufweist.
  5. 5. Einrichtung nach einem der Ansprüche'.' bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die auf Stützlagerschenkeln ruhenden Enden der Achse (7) der Aufwickelrolle (6) zur Sicherung gegen Axialverschiebung mit Ringnuten versehen sind. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 626 3u8, 697 3:+7, 802 982, 900 184; Aufsatz: Verfahren zur Herstellung von nicht gewebten Vliesen in der Zeitschrift »Textil-Praxis<<. 1953, Aprilhei-t, S. 297 bis 302.
DEK32935A 1956-12-14 1957-09-14 Verfahren und Vorrichtung zum fortlaufenden Aufrollen einer von der Karde gelieferten und aus Zellulose bestehenden Florbahn Pending DE1114128B (de)

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Cited By (3)

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DE1166058B (de) 1959-07-28 1964-03-19 Kistler & Co Verfahren und Vorrichtung zum fortlaufenden Aufrollen und Schneiden einer von der Karde gelieferten und aus Zellulosefasern bestehenden Florbahn
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