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Durch Impulskombinationen gesteuertes Zeilendruckwerk Der Gegenstand
der Erfindung ist ein Zeilendruckwerk hoher Leistung, wie es für elektronische Rechenmaschinen
zur Sichtbarmachung der Ergebnisse in Schriftform gebraucht wird. Diese Maschinen
verarbeiten die Daten vorwiegend in Form von Dualzahlen. Am Ausgang der Maschinen
erscheinen die Ergebnisse ebenfalls in- Dualzahlform, d. h. als Impulskombinationen,
die aus zwei verschiedenen Arten von Impulsen bestehen. Einer jeden solchen Kombination
entspricht ein Schriftzeichen (Buchstabe, Ziffer oder Zeichen), und die Kombinationen
müssen durch den Drucker in Schriftzeichen verwandelt und gedruckt werden.
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Bekannte Drucker dieser Art sind so ausgebildet, daß eine ganze Zeile
auf einmal gedruckt wird. Entweder ist für jeden Platz in der Zeile ein besonderes
Typenrad oder eine Typenschiene vorhanden, oder ein Typenrad überstreicht die Zeile
in der Zeilenrichtung, wobei der Druck fliegend erfolgt. Beide Verfahren erfordern
erheblichen mechanischen Aufwand und sind in der Geschwindigkeit dadurch beschränkt,
daß bei den einzelnen Typenträgern die Einstellzeit ein Vielfaches der Druckzeit
ist, während bei fliegendem Druck die erreichbare Geschwindigkeit umgekehrt proportional
der Zeilenlänge ist.
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Es sind ferner Drucker bekannt, bei denen das zu bedruckende Papierband
über ein Feld von Typen läuft, das in jeder Reihe parallel zur Laufrichtung des
Papiers alle Typen des Alphabets enthält. Die Druckimpulse werden in Speichereinrichtungen
so lange zurückgehalten, bis die Stelle des Papierbandes, an der die Type gedruckt
werden soll, bei der betreffenden Type des Typenfeldes angelangt ist. Die Speicherung
erfolgt in feststehenden Registern bekannter Art (Magnetkernregister). Es sind auch
Drucker bekannt, bei denen die Speicherung auf einem Magnettonband erfolgt. Diese
Drucker sind allerdings nur als Streifendrucker beschrieben. Man kann sie als Typenfelddrucker
mit nur einer Type je Zeile ansehen. Die Unterscheidung der Typen auf dem Tonband
erfolgt dadurch, daß jeder Type eine besondere Spur auf dem Tonband zugeordnet ist.
Wollte man längere Zeilen drucken, so würde man so viele Spuren benötigen, als die
Länge des Alphabets multipliziert mit der Länge der Zeilen ergibt. Bei einer Alphabetlänge
von fünfundvierzig und einer Zeilenlänge von hundert Typen wären also viertausendfünfhundert
Spuren erforderlich. Bei Speicherung in feststehenden Registern benötigt man für
jede Type des Typenfeldes durchschnittlich 1!z - (45 + 1) = 23 Schaltelemente, also
im ganzen 23 - 45 - 100 = 103 500 Schaltelemente. Die Erfindung vermeidet die geschilderten
Nachteile des sehr großen Aufwandes an Speichermitteln auf folgende Weise: Die aus
dem Elektronenrechner kommenden Impulse werden ohne vorherige Auswertung, also als
Dualziffern, zeilenweise in einem Speicher gespeichert. Der Speicher wird durch
ein Feld von Abtastvorrichtungen abgetastet, deren jede nur auf eine einzige Impulskombination
anspricht. Die Anordnung der Abtastvorrichtungen ist identisch mit der Anordnung
der Typen im Typenfeld. Jede Abtastvorrichtung ist mit dem zugehörigen Druckelement
des Typenfeldes gekoppelt, derart, daß beim Ansprechen der Abtastvorrichtung der
Druck der betreffenden Type erfolgt. Vorzugsweise wird als Speicher ein Speicherband
verwendet. Es können auch mehrere Speicherbänder, eine oder mehrere Speicherscheiben
Verwendung finden. Der Speicher kann auch grundsätzlich mit bekannten Mitteln der
Elektronik (Röhren, Transistoren, Magnetkernen usw.) aufgebaut werden. Bei einer
Alphabetlänge von fünfundvierzig Typen benötigt man sechs Impulse je Type. Diese
können entweder »serienmäßig« in abgeteilten Gruppen auf je einer Spur oder »parallel«
auf je sechs Spuren gespeichert werden. Man benötigt also je Typenreihe höchstens
sechs Spuren gegenüber fünf-; undvierzig zur Speicherung: Mit diesen sechs Spuren
könnte die Alphabetlänge ohne Mehraufwand an Speichermitteln auf dreiundsechzig
erhöht werden.
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Es soll im folgenden vorausgesetzt werden, daß das verwendete Zahlensystem
ein Dualsystem ist; die Erfindung ist jedoch nicht auf ein solches beschränkt. Es
können mit sinngemäßen Abänderungen auch Systeme verwendet werden, deren Ziffern
aus mehr
als zwei verschiedenen Impulsen zusammengesetzt sind.
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Abb. 1 ist eine schematische Darstellung der Erfindung. Zur Vereinfachung
der Zeichnung sind nur kurze Zeilen von neun Typen dargestellt. 1 sind die
Typen- und Druckelemente, beispielsweise Drucktypen, die an den beweglichen Magnetkernen
von Tauchspulmagneten befestigt sind. Sie sind in der oben beschriebenen Anordnung
zum Typenfeld vereinigt. Über den Typen befindet sich das Papierband 2, das von
einer Vorratsrolle 3 abläuft und von einem Walzenpaar 4 über das Typenfeld gezogen
wird. Unter dem Papierband befindet sich noch ein (nicht gezeichnetes) Farbband
oder Kohlepapier, das beispielsweise mit dem Papier zusammen von der Vorratsrolle
3 abläuft. Über dem Papierband ist eine feste Platte 5 angeordnet, die als Gegenlager
für das Papier beim Druckvorgang dient. Die Speichereinrichtung besteht im wesentlichen
aus dem Speicherband 6, etwa einem Stanzpapierband, den Ladeelementen 7, beispielsweise
Stanzeinrichtungen, wie sie aus der Lochstreifentechnik bekannt sind, und den Abtastelementen
8, die z. B. aus der Lochstreifentechnik bekannte Fühlhebelkontakte sein können.
Das Speicherband läuft von einer Vorratsrolle 9 ab. Die Ausgänge der Abtastelemente
8 sind durch übertragungsorgane 10, im Falle der elektrischen Abtastung durch
Leitungsdrähte, mit den zugehörigen Typen- und Druckelementen verbunden. Zu den
Ladeelementen 7 führen Leitungen 11 vom Ausgang des Elektronenrechners.
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Bei jedem Schritt des Speicherbandes wird eine Lochreihe 12 in das
Speicherband gestanzt. Sobald diese Lochreihe unter die erste Zeile der Abtastorgane
8 kommt, wird sie abgetastet, und wenn dabei Symbole sind, die zu den in der ersten
Zeile angeordneten Typen gehören, bringen diese die betreffenden Abtasteinrichtungen
und diese die zugehörigen Druckeinrichtungen zum Ansprechen. Beim nächster! Schritt
kommt die nächste Lochreihe unter die erste Abtastzeile und die erste Lochreihe
unter die zweite Abtastzeile, wobei wieder eine Abtastung stattfindet und etwa ansprechende
Abtastelemente die zugehörigen Druckelemente betätigen, usf.
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Wesentlich für die praktische Ausführung der Erfindung sind äußerst
einfache Abtust- und Druckelemente, da ein praktisch verwertbarer Drucker mehrere
tausend solcher Elemente benötigt. Eine einfache Konstruktion wird ermöglicht, wenn
man die Dualziffern nicht durch »Locht< und »Kein Loch«, sondern durch je ein
Loch an zwei verschiedenen Stellen ausdrückt. Dann kann das Abtastelement so beschaffen
sein, daß das Abtastmedium hintereinander durch alle Löcher hindurchgehen muß. Dabei
muß jedoch das Abtastmedium, z. B. Druckluft, die Löcher abwechselnd von unten nach
oben und von oben nach unten durchlaufen, so daß U-förmige Umlenkkanäle über und
unter dem Lochband notwendig werden. Um dieser Schwierigkeit zu begegnen, werden
erfindungsgemäß statt eines Lochbandes mit Lochkombinationen so viele Lochbänder
verwendet, als die verwendeten Dualzahlen Stellen haben, wobei jeder »Platz« in
den Lochbändern nur ein Loch erhält, das je nach der zugehörigen Dualziffer (0 oder
1) an zwei verschiedenen .Stellen des Platzes erscheint. Die Lochbänder laufen synchron
übereinander, und die Abtastorgane sind zwischen ihnen sowie über dem obersten und
unter dem untersten Lochband angeordnet. Es seien z. B. fünfstellige Dualzahlen
verwendet. Dann werden fünf Lochbänder benötigt.
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Abb. 2 stellt einen Teil eines dieser Lochbänder dar. Der Deutlichkeit
halber ist es in der Zeichnung durch gestrichelte Linien in »Plätze« eingeteilt.
Es sind zwei Arten von Löchern, 13 und 14, vorhanden, die in die eine oder die andere
Hälfte der Plätze gestanzt sind. Die Löcher 13 mögen z. B. eine Null, die Löcher
14 eine Eins des Dualsystems darstellen.
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In Abb.3 ist das Prinzip der Abtastvorrichtung dargestellt. Die fünf
Lochbänder haben je ein Loch in jedem Platz, entweder auf der Linie 13 oder der
Linie 14, wobei die Löcher 13 eine Null, die Löcher 14 eine Eins darstellen mögen.
Die in der Abbildung gespeicherte Dualzahl ist also 01101. Sechs Platten 16, 17
und 18 sind so übereinander angeordnet, daß zwischen ihnen Zwischenräume verbleiben,
durch die die Lochbänder 15 hindurchgezogen werden können. Die Platten sind mit
Kanälen 19, 20 und 21 versehen. Die Mündungen der Kanäle je zweier benachbarter
Platten stehen einander gegenüber, und zwar liegen diese Mündungspaare entweder
auf der Linie 13 oder der Linie L4, d. h. in den beiden verschiedenen Stellungen,
die den Dualziffern 0 und 1 entsprechen. Durch die Anordnung der Mündungspaare ist
also ebenfalls eine Dualziffer charakterisiert. Wenn diese mit der Dualzahl, die
in den Lochbändern gespeichert ist, übereinstimmt und diese sich gerade an diesem
Platz befindet, so kann das Abtastmedium, z. B. Druckluft, die in den Kanal 21 eingelassen
wird, durch die Kanäle und die Löcher hindurchgehen und aus dem Kanal
19 austreten. Von dort aus wird sie dem Druckmechanismus zugeführt.
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Die Verwendung von Lochbändern der üblichen Art würde einen erheblichen
Verbrauch von Locherpapier bedingen. Um diesem Nachteil abzuhelfen, werden erfindungsgemäß
vorgestanzte Lochbänder verwendet, die an jedem Platz zwei vorgestanzte Löcher haben,
von denen das eine oder das andere durch eine Klappe verschlossen werden kann. Die
Speicherung der Dualziffern erfolgt dadurch, daß die Klappe in die eine oder die
andere Stellung gebracht wird. Das Lochklappenband kann nach dem Durchlauf durch
das Abtastfeld erneut verwendet werden.
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Die Abb. 4 und 5 zeigen eine besonders einfache Ausführungsform des
Lochklappenbandes. Abb.4 stellt einen Teil des Lochklappenbandes in Draufsicht,
Abb.5 eine einzelne Klappe im Querschnitt dar. In das Band sind Löcher 22 eingestanzt
und Klappen 25 entlang der Linie 23 eingeschnitten, so daß sie entlang der Linie
26 scharnierartig umgelegt werden können. Der Durchmesser der Klappen ist etwas
größer als der der Löcher 22, so daß sie beim Umlegen um 180° die Löcher bedecken
und dafür die ƒffnung 24, die sie vorher ausgefüllt haben, freigeben. Für
die Herstellung der Lochklappenbänder sind Kunststoffolien, aber auch Papier geeignet,
da Versuche ergeben haben, daß die Klappen auch bei Papierbändern mehrere hundertmal
hin- und hergebogen werden können, ohne daß sie abbrechen.
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Das Umlegen der Klappen geschieht durch eine Einstelleinrichtung,
d. h. durch eine Reihe von Steuerorganen, die vom Ausgang des Elektronenrechners
her betätigt werden. Dies können z. B. elektromagnetisch betätigte mechanische Vorrichtungen
sein. Abb. 6 zeigt eine solche Einrichtung. Hier ist 15 das Lochklappenband im Querschnitt,
wobei
wegen der Deutlichkeit die Dicke stark übertrieben gezeichnet
ist. Das Band bewegt sich schrittweise von rechts nach links. 25 sind die
Klappen, 22 die Löcher. Die Klappen, wenn sie erst einmal herumgelegt waren,
gehen von selbst in eine etwas angehobene Stellung zurück, wie es bei der Klappe
rechts in der Zeichnung zu sehen ist. Wird das Lochband um einen Schritt weitergeschaltet,
so gelangt die Klappe zwischen eine Feder 27 und einen mit einer Nase versehenen
Hebel 28, der beispielsweise durch einen Elektromagnet 29 betätigt werden
kann. Beim Vorschub gleitet die Klappe an der zunächst in der gestrichelten Lage
befindlichen Feder entlang und wird heruntergedrückt. Bleibt der Elektromagnet unerregt,
so gleitet beim nächsten Vorschub die Klappe in dieser Lage in den Schlitz zwischen
den Kanalplatten 16 und 17 und bleibt in dieser Lage während des Durchlaufs durch
den Schlitz. Wird jedoch der Elektromagnet erregt, so wird die Klappe angehoben
und stößt beim nächsten Vorschub gegen die schneidenförmige Vorderkante der Kanalplatte
16. Bei weiterem Vorschub wird sie um 180° herumgefaltet und bleibt in dieser Lage
während des Durchlaufs durch den Schlitz zwischen den beiden Kanalplatten. Der Elektromagnet
hat daher nur eine geringfügige Vorarbeit zu leisten, während der größte Teil der
mechanischen Arbeit zum Umlegen der Klappe durch den Vorschub des Lochbandes geleistet
wird. Die Elektromagnete oder sonstige Steuerorgane können daher sehr klein gehalten
werden und benötigen sehr wenig Energie.
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Vor der Einstellvorrichtung ist noch eine Einrichtung anzubringen,
welche alle Klappen, die etwa zu hoch aufgerichtet ankommen, in die Normalstellung
drückt. Diese Einrichtung ist im Zusammenhang mit Abb. 7 näher beschrieben.
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Statt mehrerer Lochklappenbänder kann auch ein einziges Band verwendet
werden in der Art, wie es Abb. 11 schematisch zeigt. Das Band 59 läuft vom Ausgang
des ersten Schlitzes zwischen den Kanalplatten 16 und 17a über Führungsrollen zum
Eingang des Schlitzes zwischen den Kanalplatten 17 a und 17 b, vom
Ausgang dieses Schlitzes zum Eingang des nächsten, usw. Anfang und Ende des Lochklappenbandes
können von einer Vorratsrolle abgewickelt und auf eine andere Rolle aufgewickelt
werden, oder sie können zu einem endlosen Band vereinigt werden, wobei Umlenkrollen
das Band seitlich aus dem Innern der Windungen heraus- und über weitere Umlenkrollen
zum Eingang des ersten Schlitzes zurückführen.
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Abb. 7 ist die Darstellung einer Ausführungsform des Typendruckers
in Seitenansicht unter Weglassung von Zusatzeinrichtungen, die nicht Gegenstand
der Erfindung sind. Der Typendrucker wird in dieser Ausführungsform mit Druckluft
betrieben. Die Typen.. und Druckelemente 1 sind Kolben mit aufgesetzten Drucktypen,
die in Zylindern gleiten. Statt einzelner Zylinder kann zweckmäßig eine einzige
Platte mit zylindrischen Bohrungen angeordnet werden. Die Zylinder sind durch Kanäle,
die in einer Platte 60 ausgespart sind, mit der Abtastvorrichtung verbunden.
Wenn in die Kanäle Druckluft einströmt, so wird der Kolben gehoben und die Type
gegen das unter dem Papierband 2 liegende Farbband oder Kohlepapier gepreßt, so
daß auf dem Papier der Abdruck der Type entsteht. 16 ist die obere Kanalplatte,
von deren oberen Mündungen die Kanäle in der Platte 60 zu den Druckelementen führen.
17 sind die Kanalplatten zwischen den Lochklappenbändern. Die Kanalplatten
16 und 17 sind von der Art, wie sie in Abb. 3 dargestellt sind, während
die unterste Kanalplatte 30 als Hohlkörper ausgebildet ist, der mit Löchern 31 versehen
ist, die den Kanälen 21 in Abb. 3 entsprechen. 32 ist ein Stutzen zur Zuführung
der Druckluft. An den Kanalplatten 17 und 30 sind seitlich Führungsplatten
33 mit Bohrungen angebracht, mit denen sie auf Säulen 34 gleiten können, die durch
die Bohrungen gehen. Die Kanalplatten 17 und 30 können daher in senkrechter Richtung
bewegt werden. Sie werden durch Federn 35 nach unten gegen Anschläge 36 gedrückt,
so daß zwischen den Kanalplatten ein genügend großer Zwischenraum entsteht, durch
den die Lochklappenbänder 15 hindurchgezogen werden können. 27 sind die Federn,
28, 29 die Einstellorgane, wie sie in Abb. 6 dargestellt sind. Zu jedem Lochklappenband
gehört eine Reihe von so vielen Federn und Einstellorganen, als die Zeilenlänge
erfordert. 37 sind Vorrichtungen, welche die Lochklappen, wenn sie zu steil aufgerichtet
ankommen, in ihre Normallage bringen. Diese Vorrichtungen können z. B. rotierende
Bürsten sein, die das Lochklappenband in dessen Bewegungsrichtung überstreichen.
Die Lochklappenbänder sind in der dargestellten Ausführungsform endlose Bänder.
Sie sind am Rand mit Transportlochung versehen und werden durch Transportwalzen
38 mit Stiften schrittweise durch die Schlitze zwischen den Kanalplatten und über
Führungswalzen 39 gezogen. Das Druckpapier, das zweckmäßig ebenfalls mit Transportlochung
versehen ist, läuft von der Vorratsrolle 3 ab und wird durch die Transportwalzen
4 zwischen Typenfeld und Gegenlager 5 hindurchgezogen. Es läuft dann über einen
als Lesepult dienenden Sattel 40 weiter. Durch Antriebsmittel, .deren Konstruktion
bekannt ist, werden die Walzen 38 und 4 gleichzeitig um einen Schritt gedreht, wobei
jeder Schritt die Lochklappenbänder von einer Abtaststellung in die nächste und
das Papierband von einer Druckstellung in die nächste befördert. Zwischen je zwei
Schritten stehen alle Bänder kurzzeitig still. In dieser Stillstandszeit wird die
Kanalplatte 30 nach oben gedrückt, so daß alle Platten gegeneinander- und
auf die Lochklappenbänder gepreßt werden. Dadurch werden die Übergangsstellen zwischen
den Kanälen und den Löchern abgedichtet. Unmittelbar nach dem Andrücken, noch während
der Stillstandszeit, wird durch den Stutzen 32 Druckluft in den Hohlraum der Platte
30 eingelassen. Die Druckluft strömt durch diejenigen Kanalsysteme, die durch
die Löcher in den Lochklappenbändern an allen übergangsstellen freigegeben sind,
und durch die entsprechenden Druckluftleitungen in der Platte 60 in die zugehörigen
Zylinder der Druckvorrichtungen 1 und bewirken in bereits geschilderter Weise den
Abdruck der betreffenden Type. Die Erregung der Elektromagnete 29 erfolgt ebenfalls
in der Stillstandspause, doch bleibt der Hebel 28
mindestens während des Anfangs
des nächsten Vorschubes in der eingenommenen Stellung, so daß die zwischen dem Hebel
28 und der Feder 27 befindliche Klappe des Lochklappenbandes in der gewählten Stellung
entweder unter oder über die schneidenförmige Kante der Kanalplatte gleitet. Bevor
die Stillstandspause endet, wird die Druckluft abgeschaltet und der mechanische
Druck auf die Platte 30 aufgehoben, so daß die Kanalplatten unter .der Wirkung
der
Federn 35 in ihre Ausgangslage zurückgehen und die Zwischenräume zwischen ihnen
für den nächsten Schritt der Lochklappenbänder freigeben.
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Die Konstruktion des Typenfeldes bietet eine gewisse Schwierigkeit
dadurch, daß bei den gebräuchlichen kleinen Typen auch die Abmessungen der Druckvorrichtungen,
z. B. der Luftkolben, sehr klein sein müssen. Dieser Schwierigkeit kann dadurch
begegnet werden, daß man die Typen- und Druckvorrichtungen gestaffelt anordnet.
In Abb. 8 ist ein Teil eines solchen gestaffelten Typenfeldes dargestellt.
41 ist eine Platte mit zylindrischen Bohrungen 42,
in denen die Kolben
43 mit aufgesetzten Typen 44
gleiten. 45 sind die Öffnungen, an die
die Druckluftzuführungen angeschlossen werden. Jede Typenzeile ist in zwei gestaffelte
Teile aufgelöst. Dadurch können die Luftkolben mehr als den doppelten Durchmesser
erhalten gegenüber der Anordnung der Typen in nur einer Zeile. Der Papiervorschub
erfolgt von einer gestaffelten Zeile zur nächsten. Wäre z. B. eine Zeile zu drucken,
die nur aus lauter Buchstaben A besteht, so würde zunächst die Hälfte der Typen
mit doppeltem seitlichem Abstand gedruckt werden. Beim nächsten Schritt würde dann
die andere Hälfte der A in die Zwischenräume gedruckt werden. Die Abtastorgane,
z. B. die Luftkanäle in den Kanalplatten, müssen dann ebenfalls gestaffelt angeordnet
werden. Die Anordnung der Löcher in den Lochbändern bleibt die gleiche wie bei nichtgestaffeltem
Typenfeld.
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Eine andere Möglichkeit, der in der engen Anordnung der Typen liegenden
Schwierigkeit zu begegnen, besteht darin, daß die Betätigung der Typen indirekt
erfolgt. Dafür zeigt Abb. 10 ein Beispiel. Die Typen 53 sind an Stangen 54 befestigt
und können in Führungen auf und ab gleiten. 2 ist das Papierband, 5 das Gegenlager.
Die Längen der Stangen sind abgestuft, wie es die Abbildung zeigt. Ein ebenfalls
abgestufter Körper 55 wird beim Druckvorgang aufwärts bewegt, kann aber die Enden
der Stangen nicht berühren. Eine Verschiebung der Stangen wird erst dadurch möglich,
daß sich vor der Bewegung des Körpers 55 ein Zwischenglied 56 unter die Stange 54
schiebt. Dieses Zwischenglied ist seitlich an einer Stange 57 befestigt, die etwas
biegsam ist und durch ein Einstellorgan, z. B. einen Luftkolben 58, seitlich verschoben
werden kann. Diese werden in bereits geschilderter Weise von den Abtastorganen her
betätigt. Der Abstand der Luftkolben oder anderer Einstellorgane ist unabhängig
vom Abstand der Typen. Beim Abtastvorgang verschieben sich die entsprechenden Kolben
nach rechts. Dadurch kommen ihre Zwischenglieder 56 unter die Enden der zugehörigen
Stangen 54, und wenn der Druckkörper 55 nun nach oben bewegt wird, so werden
die betreffenden Stangen mitverschoben, und die an ihnen befestigten Typen werden
gedruckt.
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Eine andere Form des Lochklappenspeichers ist in Abb. 9 dargestellt.
Bei ihm werden statt der Lochklappenbänder kreisrunde Lochklappenscheiben
46
verwendet. Sie sind mit Abständen konzentrisch auf einer gemeinsamen Welle
47 befestigt, durch die sie schrittweise in der Pfeilrichtung gedreht werden. Die
Klappen und Löcher 48 sind in konzentrischen Ringen und radial angeordnet. Über,
zwischen und unter den Lochklappenscheiben sind Kanalsektoren 49 an Säulen 52 befestigt.
Die Sektoren entsprechen den Kanalplatten 16 bis 18 in Abb. 7. Sie enthalten Kanäle
in der gleichen Anordnung wie die Lochklappen in den Scheiben 46. Die senkrecht
übereinanderliegenden Sektoren bilden je ein Abtastsystem. Der Kreisumfang ist zweckmäßig
in mehrere gleiche, in der Abbildung drei solcher Sektoren, unterteilt. Jedes sektorförmige
Abtastsystem ist einem Drittel des Typenfeldes 50 (das nur in der Draufsicht
der Abbildung gezeichnet ist) zugeordnet, derart, daß drei radiale Reihen von Kanalsystemen
in den Sektoren zu einer Zeile des Typenfeldes gehören. Die Verbindungen von Anfang
und Ende dreier zusammenhängender Kanalreihen zu der zugehörigen Zeile des Typenfeldes
sind durch gestrichelte Linien angedeutet. Zwischen den drei Systemen der Kanalsektoren
ist genügend Raum gelassen, um die Reihen der Einstellmagnete 51 und die (nicht
gezeichneten) Vorrichtungen zur Rückstellung der Klappen (37 in Abb. 7) anbringen
zu können.
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Man kann auch mehrere Sätze von Anordnungen der Abb.9 auf gemeinsamer
oder auf getrennten Achsen anordnen und auf ein gemeinsames Typenfeld arbeiten lassen.
Diese Anordnung ist zweckmäßig, wenn das Typenfeld sehr lange Zeilen hat.
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Die für die Anordnung mit Lochklappenbändern verwendeten Nebeneinrichtungen
können sinngemäß auch bei Anordnungen mit Lochklappenscheiben verwendet werden,
z. B. die Vorrichtung zum Zusammendrücken der Kanalplatten zwecks besserer Abdichtung.