DE1114657B - Durch Impulskombinationen gesteuertes Zeilendruckwerk - Google Patents

Durch Impulskombinationen gesteuertes Zeilendruckwerk

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DE1114657B
DE1114657B DEK38232A DEK0038232A DE1114657B DE 1114657 B DE1114657 B DE 1114657B DE K38232 A DEK38232 A DE K38232A DE K0038232 A DEK0038232 A DE K0038232A DE 1114657 B DE1114657 B DE 1114657B
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Dr Franz Klement
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FRANZ KLEMENT DR
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Description

  • Durch Impulskombinationen gesteuertes Zeilendruckwerk Der Gegenstand der Erfindung ist ein Zeilendruckwerk hoher Leistung, wie es für elektronische Rechenmaschinen zur Sichtbarmachung der Ergebnisse in Schriftform gebraucht wird. Diese Maschinen verarbeiten die Daten vorwiegend in Form von Dualzahlen. Am Ausgang der Maschinen erscheinen die Ergebnisse ebenfalls in- Dualzahlform, d. h. als Impulskombinationen, die aus zwei verschiedenen Arten von Impulsen bestehen. Einer jeden solchen Kombination entspricht ein Schriftzeichen (Buchstabe, Ziffer oder Zeichen), und die Kombinationen müssen durch den Drucker in Schriftzeichen verwandelt und gedruckt werden.
  • Bekannte Drucker dieser Art sind so ausgebildet, daß eine ganze Zeile auf einmal gedruckt wird. Entweder ist für jeden Platz in der Zeile ein besonderes Typenrad oder eine Typenschiene vorhanden, oder ein Typenrad überstreicht die Zeile in der Zeilenrichtung, wobei der Druck fliegend erfolgt. Beide Verfahren erfordern erheblichen mechanischen Aufwand und sind in der Geschwindigkeit dadurch beschränkt, daß bei den einzelnen Typenträgern die Einstellzeit ein Vielfaches der Druckzeit ist, während bei fliegendem Druck die erreichbare Geschwindigkeit umgekehrt proportional der Zeilenlänge ist.
  • Es sind ferner Drucker bekannt, bei denen das zu bedruckende Papierband über ein Feld von Typen läuft, das in jeder Reihe parallel zur Laufrichtung des Papiers alle Typen des Alphabets enthält. Die Druckimpulse werden in Speichereinrichtungen so lange zurückgehalten, bis die Stelle des Papierbandes, an der die Type gedruckt werden soll, bei der betreffenden Type des Typenfeldes angelangt ist. Die Speicherung erfolgt in feststehenden Registern bekannter Art (Magnetkernregister). Es sind auch Drucker bekannt, bei denen die Speicherung auf einem Magnettonband erfolgt. Diese Drucker sind allerdings nur als Streifendrucker beschrieben. Man kann sie als Typenfelddrucker mit nur einer Type je Zeile ansehen. Die Unterscheidung der Typen auf dem Tonband erfolgt dadurch, daß jeder Type eine besondere Spur auf dem Tonband zugeordnet ist. Wollte man längere Zeilen drucken, so würde man so viele Spuren benötigen, als die Länge des Alphabets multipliziert mit der Länge der Zeilen ergibt. Bei einer Alphabetlänge von fünfundvierzig und einer Zeilenlänge von hundert Typen wären also viertausendfünfhundert Spuren erforderlich. Bei Speicherung in feststehenden Registern benötigt man für jede Type des Typenfeldes durchschnittlich 1!z - (45 + 1) = 23 Schaltelemente, also im ganzen 23 - 45 - 100 = 103 500 Schaltelemente. Die Erfindung vermeidet die geschilderten Nachteile des sehr großen Aufwandes an Speichermitteln auf folgende Weise: Die aus dem Elektronenrechner kommenden Impulse werden ohne vorherige Auswertung, also als Dualziffern, zeilenweise in einem Speicher gespeichert. Der Speicher wird durch ein Feld von Abtastvorrichtungen abgetastet, deren jede nur auf eine einzige Impulskombination anspricht. Die Anordnung der Abtastvorrichtungen ist identisch mit der Anordnung der Typen im Typenfeld. Jede Abtastvorrichtung ist mit dem zugehörigen Druckelement des Typenfeldes gekoppelt, derart, daß beim Ansprechen der Abtastvorrichtung der Druck der betreffenden Type erfolgt. Vorzugsweise wird als Speicher ein Speicherband verwendet. Es können auch mehrere Speicherbänder, eine oder mehrere Speicherscheiben Verwendung finden. Der Speicher kann auch grundsätzlich mit bekannten Mitteln der Elektronik (Röhren, Transistoren, Magnetkernen usw.) aufgebaut werden. Bei einer Alphabetlänge von fünfundvierzig Typen benötigt man sechs Impulse je Type. Diese können entweder »serienmäßig« in abgeteilten Gruppen auf je einer Spur oder »parallel« auf je sechs Spuren gespeichert werden. Man benötigt also je Typenreihe höchstens sechs Spuren gegenüber fünf-; undvierzig zur Speicherung: Mit diesen sechs Spuren könnte die Alphabetlänge ohne Mehraufwand an Speichermitteln auf dreiundsechzig erhöht werden.
  • Es soll im folgenden vorausgesetzt werden, daß das verwendete Zahlensystem ein Dualsystem ist; die Erfindung ist jedoch nicht auf ein solches beschränkt. Es können mit sinngemäßen Abänderungen auch Systeme verwendet werden, deren Ziffern aus mehr als zwei verschiedenen Impulsen zusammengesetzt sind.
  • Abb. 1 ist eine schematische Darstellung der Erfindung. Zur Vereinfachung der Zeichnung sind nur kurze Zeilen von neun Typen dargestellt. 1 sind die Typen- und Druckelemente, beispielsweise Drucktypen, die an den beweglichen Magnetkernen von Tauchspulmagneten befestigt sind. Sie sind in der oben beschriebenen Anordnung zum Typenfeld vereinigt. Über den Typen befindet sich das Papierband 2, das von einer Vorratsrolle 3 abläuft und von einem Walzenpaar 4 über das Typenfeld gezogen wird. Unter dem Papierband befindet sich noch ein (nicht gezeichnetes) Farbband oder Kohlepapier, das beispielsweise mit dem Papier zusammen von der Vorratsrolle 3 abläuft. Über dem Papierband ist eine feste Platte 5 angeordnet, die als Gegenlager für das Papier beim Druckvorgang dient. Die Speichereinrichtung besteht im wesentlichen aus dem Speicherband 6, etwa einem Stanzpapierband, den Ladeelementen 7, beispielsweise Stanzeinrichtungen, wie sie aus der Lochstreifentechnik bekannt sind, und den Abtastelementen 8, die z. B. aus der Lochstreifentechnik bekannte Fühlhebelkontakte sein können. Das Speicherband läuft von einer Vorratsrolle 9 ab. Die Ausgänge der Abtastelemente 8 sind durch übertragungsorgane 10, im Falle der elektrischen Abtastung durch Leitungsdrähte, mit den zugehörigen Typen- und Druckelementen verbunden. Zu den Ladeelementen 7 führen Leitungen 11 vom Ausgang des Elektronenrechners.
  • Bei jedem Schritt des Speicherbandes wird eine Lochreihe 12 in das Speicherband gestanzt. Sobald diese Lochreihe unter die erste Zeile der Abtastorgane 8 kommt, wird sie abgetastet, und wenn dabei Symbole sind, die zu den in der ersten Zeile angeordneten Typen gehören, bringen diese die betreffenden Abtasteinrichtungen und diese die zugehörigen Druckeinrichtungen zum Ansprechen. Beim nächster! Schritt kommt die nächste Lochreihe unter die erste Abtastzeile und die erste Lochreihe unter die zweite Abtastzeile, wobei wieder eine Abtastung stattfindet und etwa ansprechende Abtastelemente die zugehörigen Druckelemente betätigen, usf.
  • Wesentlich für die praktische Ausführung der Erfindung sind äußerst einfache Abtust- und Druckelemente, da ein praktisch verwertbarer Drucker mehrere tausend solcher Elemente benötigt. Eine einfache Konstruktion wird ermöglicht, wenn man die Dualziffern nicht durch »Locht< und »Kein Loch«, sondern durch je ein Loch an zwei verschiedenen Stellen ausdrückt. Dann kann das Abtastelement so beschaffen sein, daß das Abtastmedium hintereinander durch alle Löcher hindurchgehen muß. Dabei muß jedoch das Abtastmedium, z. B. Druckluft, die Löcher abwechselnd von unten nach oben und von oben nach unten durchlaufen, so daß U-förmige Umlenkkanäle über und unter dem Lochband notwendig werden. Um dieser Schwierigkeit zu begegnen, werden erfindungsgemäß statt eines Lochbandes mit Lochkombinationen so viele Lochbänder verwendet, als die verwendeten Dualzahlen Stellen haben, wobei jeder »Platz« in den Lochbändern nur ein Loch erhält, das je nach der zugehörigen Dualziffer (0 oder 1) an zwei verschiedenen .Stellen des Platzes erscheint. Die Lochbänder laufen synchron übereinander, und die Abtastorgane sind zwischen ihnen sowie über dem obersten und unter dem untersten Lochband angeordnet. Es seien z. B. fünfstellige Dualzahlen verwendet. Dann werden fünf Lochbänder benötigt.
  • Abb. 2 stellt einen Teil eines dieser Lochbänder dar. Der Deutlichkeit halber ist es in der Zeichnung durch gestrichelte Linien in »Plätze« eingeteilt. Es sind zwei Arten von Löchern, 13 und 14, vorhanden, die in die eine oder die andere Hälfte der Plätze gestanzt sind. Die Löcher 13 mögen z. B. eine Null, die Löcher 14 eine Eins des Dualsystems darstellen.
  • In Abb.3 ist das Prinzip der Abtastvorrichtung dargestellt. Die fünf Lochbänder haben je ein Loch in jedem Platz, entweder auf der Linie 13 oder der Linie 14, wobei die Löcher 13 eine Null, die Löcher 14 eine Eins darstellen mögen. Die in der Abbildung gespeicherte Dualzahl ist also 01101. Sechs Platten 16, 17 und 18 sind so übereinander angeordnet, daß zwischen ihnen Zwischenräume verbleiben, durch die die Lochbänder 15 hindurchgezogen werden können. Die Platten sind mit Kanälen 19, 20 und 21 versehen. Die Mündungen der Kanäle je zweier benachbarter Platten stehen einander gegenüber, und zwar liegen diese Mündungspaare entweder auf der Linie 13 oder der Linie L4, d. h. in den beiden verschiedenen Stellungen, die den Dualziffern 0 und 1 entsprechen. Durch die Anordnung der Mündungspaare ist also ebenfalls eine Dualziffer charakterisiert. Wenn diese mit der Dualzahl, die in den Lochbändern gespeichert ist, übereinstimmt und diese sich gerade an diesem Platz befindet, so kann das Abtastmedium, z. B. Druckluft, die in den Kanal 21 eingelassen wird, durch die Kanäle und die Löcher hindurchgehen und aus dem Kanal 19 austreten. Von dort aus wird sie dem Druckmechanismus zugeführt.
  • Die Verwendung von Lochbändern der üblichen Art würde einen erheblichen Verbrauch von Locherpapier bedingen. Um diesem Nachteil abzuhelfen, werden erfindungsgemäß vorgestanzte Lochbänder verwendet, die an jedem Platz zwei vorgestanzte Löcher haben, von denen das eine oder das andere durch eine Klappe verschlossen werden kann. Die Speicherung der Dualziffern erfolgt dadurch, daß die Klappe in die eine oder die andere Stellung gebracht wird. Das Lochklappenband kann nach dem Durchlauf durch das Abtastfeld erneut verwendet werden.
  • Die Abb. 4 und 5 zeigen eine besonders einfache Ausführungsform des Lochklappenbandes. Abb.4 stellt einen Teil des Lochklappenbandes in Draufsicht, Abb.5 eine einzelne Klappe im Querschnitt dar. In das Band sind Löcher 22 eingestanzt und Klappen 25 entlang der Linie 23 eingeschnitten, so daß sie entlang der Linie 26 scharnierartig umgelegt werden können. Der Durchmesser der Klappen ist etwas größer als der der Löcher 22, so daß sie beim Umlegen um 180° die Löcher bedecken und dafür die ƒffnung 24, die sie vorher ausgefüllt haben, freigeben. Für die Herstellung der Lochklappenbänder sind Kunststoffolien, aber auch Papier geeignet, da Versuche ergeben haben, daß die Klappen auch bei Papierbändern mehrere hundertmal hin- und hergebogen werden können, ohne daß sie abbrechen.
  • Das Umlegen der Klappen geschieht durch eine Einstelleinrichtung, d. h. durch eine Reihe von Steuerorganen, die vom Ausgang des Elektronenrechners her betätigt werden. Dies können z. B. elektromagnetisch betätigte mechanische Vorrichtungen sein. Abb. 6 zeigt eine solche Einrichtung. Hier ist 15 das Lochklappenband im Querschnitt, wobei wegen der Deutlichkeit die Dicke stark übertrieben gezeichnet ist. Das Band bewegt sich schrittweise von rechts nach links. 25 sind die Klappen, 22 die Löcher. Die Klappen, wenn sie erst einmal herumgelegt waren, gehen von selbst in eine etwas angehobene Stellung zurück, wie es bei der Klappe rechts in der Zeichnung zu sehen ist. Wird das Lochband um einen Schritt weitergeschaltet, so gelangt die Klappe zwischen eine Feder 27 und einen mit einer Nase versehenen Hebel 28, der beispielsweise durch einen Elektromagnet 29 betätigt werden kann. Beim Vorschub gleitet die Klappe an der zunächst in der gestrichelten Lage befindlichen Feder entlang und wird heruntergedrückt. Bleibt der Elektromagnet unerregt, so gleitet beim nächsten Vorschub die Klappe in dieser Lage in den Schlitz zwischen den Kanalplatten 16 und 17 und bleibt in dieser Lage während des Durchlaufs durch den Schlitz. Wird jedoch der Elektromagnet erregt, so wird die Klappe angehoben und stößt beim nächsten Vorschub gegen die schneidenförmige Vorderkante der Kanalplatte 16. Bei weiterem Vorschub wird sie um 180° herumgefaltet und bleibt in dieser Lage während des Durchlaufs durch den Schlitz zwischen den beiden Kanalplatten. Der Elektromagnet hat daher nur eine geringfügige Vorarbeit zu leisten, während der größte Teil der mechanischen Arbeit zum Umlegen der Klappe durch den Vorschub des Lochbandes geleistet wird. Die Elektromagnete oder sonstige Steuerorgane können daher sehr klein gehalten werden und benötigen sehr wenig Energie.
  • Vor der Einstellvorrichtung ist noch eine Einrichtung anzubringen, welche alle Klappen, die etwa zu hoch aufgerichtet ankommen, in die Normalstellung drückt. Diese Einrichtung ist im Zusammenhang mit Abb. 7 näher beschrieben.
  • Statt mehrerer Lochklappenbänder kann auch ein einziges Band verwendet werden in der Art, wie es Abb. 11 schematisch zeigt. Das Band 59 läuft vom Ausgang des ersten Schlitzes zwischen den Kanalplatten 16 und 17a über Führungsrollen zum Eingang des Schlitzes zwischen den Kanalplatten 17 a und 17 b, vom Ausgang dieses Schlitzes zum Eingang des nächsten, usw. Anfang und Ende des Lochklappenbandes können von einer Vorratsrolle abgewickelt und auf eine andere Rolle aufgewickelt werden, oder sie können zu einem endlosen Band vereinigt werden, wobei Umlenkrollen das Band seitlich aus dem Innern der Windungen heraus- und über weitere Umlenkrollen zum Eingang des ersten Schlitzes zurückführen.
  • Abb. 7 ist die Darstellung einer Ausführungsform des Typendruckers in Seitenansicht unter Weglassung von Zusatzeinrichtungen, die nicht Gegenstand der Erfindung sind. Der Typendrucker wird in dieser Ausführungsform mit Druckluft betrieben. Die Typen.. und Druckelemente 1 sind Kolben mit aufgesetzten Drucktypen, die in Zylindern gleiten. Statt einzelner Zylinder kann zweckmäßig eine einzige Platte mit zylindrischen Bohrungen angeordnet werden. Die Zylinder sind durch Kanäle, die in einer Platte 60 ausgespart sind, mit der Abtastvorrichtung verbunden. Wenn in die Kanäle Druckluft einströmt, so wird der Kolben gehoben und die Type gegen das unter dem Papierband 2 liegende Farbband oder Kohlepapier gepreßt, so daß auf dem Papier der Abdruck der Type entsteht. 16 ist die obere Kanalplatte, von deren oberen Mündungen die Kanäle in der Platte 60 zu den Druckelementen führen. 17 sind die Kanalplatten zwischen den Lochklappenbändern. Die Kanalplatten 16 und 17 sind von der Art, wie sie in Abb. 3 dargestellt sind, während die unterste Kanalplatte 30 als Hohlkörper ausgebildet ist, der mit Löchern 31 versehen ist, die den Kanälen 21 in Abb. 3 entsprechen. 32 ist ein Stutzen zur Zuführung der Druckluft. An den Kanalplatten 17 und 30 sind seitlich Führungsplatten 33 mit Bohrungen angebracht, mit denen sie auf Säulen 34 gleiten können, die durch die Bohrungen gehen. Die Kanalplatten 17 und 30 können daher in senkrechter Richtung bewegt werden. Sie werden durch Federn 35 nach unten gegen Anschläge 36 gedrückt, so daß zwischen den Kanalplatten ein genügend großer Zwischenraum entsteht, durch den die Lochklappenbänder 15 hindurchgezogen werden können. 27 sind die Federn, 28, 29 die Einstellorgane, wie sie in Abb. 6 dargestellt sind. Zu jedem Lochklappenband gehört eine Reihe von so vielen Federn und Einstellorganen, als die Zeilenlänge erfordert. 37 sind Vorrichtungen, welche die Lochklappen, wenn sie zu steil aufgerichtet ankommen, in ihre Normallage bringen. Diese Vorrichtungen können z. B. rotierende Bürsten sein, die das Lochklappenband in dessen Bewegungsrichtung überstreichen. Die Lochklappenbänder sind in der dargestellten Ausführungsform endlose Bänder. Sie sind am Rand mit Transportlochung versehen und werden durch Transportwalzen 38 mit Stiften schrittweise durch die Schlitze zwischen den Kanalplatten und über Führungswalzen 39 gezogen. Das Druckpapier, das zweckmäßig ebenfalls mit Transportlochung versehen ist, läuft von der Vorratsrolle 3 ab und wird durch die Transportwalzen 4 zwischen Typenfeld und Gegenlager 5 hindurchgezogen. Es läuft dann über einen als Lesepult dienenden Sattel 40 weiter. Durch Antriebsmittel, .deren Konstruktion bekannt ist, werden die Walzen 38 und 4 gleichzeitig um einen Schritt gedreht, wobei jeder Schritt die Lochklappenbänder von einer Abtaststellung in die nächste und das Papierband von einer Druckstellung in die nächste befördert. Zwischen je zwei Schritten stehen alle Bänder kurzzeitig still. In dieser Stillstandszeit wird die Kanalplatte 30 nach oben gedrückt, so daß alle Platten gegeneinander- und auf die Lochklappenbänder gepreßt werden. Dadurch werden die Übergangsstellen zwischen den Kanälen und den Löchern abgedichtet. Unmittelbar nach dem Andrücken, noch während der Stillstandszeit, wird durch den Stutzen 32 Druckluft in den Hohlraum der Platte 30 eingelassen. Die Druckluft strömt durch diejenigen Kanalsysteme, die durch die Löcher in den Lochklappenbändern an allen übergangsstellen freigegeben sind, und durch die entsprechenden Druckluftleitungen in der Platte 60 in die zugehörigen Zylinder der Druckvorrichtungen 1 und bewirken in bereits geschilderter Weise den Abdruck der betreffenden Type. Die Erregung der Elektromagnete 29 erfolgt ebenfalls in der Stillstandspause, doch bleibt der Hebel 28 mindestens während des Anfangs des nächsten Vorschubes in der eingenommenen Stellung, so daß die zwischen dem Hebel 28 und der Feder 27 befindliche Klappe des Lochklappenbandes in der gewählten Stellung entweder unter oder über die schneidenförmige Kante der Kanalplatte gleitet. Bevor die Stillstandspause endet, wird die Druckluft abgeschaltet und der mechanische Druck auf die Platte 30 aufgehoben, so daß die Kanalplatten unter .der Wirkung der Federn 35 in ihre Ausgangslage zurückgehen und die Zwischenräume zwischen ihnen für den nächsten Schritt der Lochklappenbänder freigeben.
  • Die Konstruktion des Typenfeldes bietet eine gewisse Schwierigkeit dadurch, daß bei den gebräuchlichen kleinen Typen auch die Abmessungen der Druckvorrichtungen, z. B. der Luftkolben, sehr klein sein müssen. Dieser Schwierigkeit kann dadurch begegnet werden, daß man die Typen- und Druckvorrichtungen gestaffelt anordnet. In Abb. 8 ist ein Teil eines solchen gestaffelten Typenfeldes dargestellt. 41 ist eine Platte mit zylindrischen Bohrungen 42, in denen die Kolben 43 mit aufgesetzten Typen 44 gleiten. 45 sind die Öffnungen, an die die Druckluftzuführungen angeschlossen werden. Jede Typenzeile ist in zwei gestaffelte Teile aufgelöst. Dadurch können die Luftkolben mehr als den doppelten Durchmesser erhalten gegenüber der Anordnung der Typen in nur einer Zeile. Der Papiervorschub erfolgt von einer gestaffelten Zeile zur nächsten. Wäre z. B. eine Zeile zu drucken, die nur aus lauter Buchstaben A besteht, so würde zunächst die Hälfte der Typen mit doppeltem seitlichem Abstand gedruckt werden. Beim nächsten Schritt würde dann die andere Hälfte der A in die Zwischenräume gedruckt werden. Die Abtastorgane, z. B. die Luftkanäle in den Kanalplatten, müssen dann ebenfalls gestaffelt angeordnet werden. Die Anordnung der Löcher in den Lochbändern bleibt die gleiche wie bei nichtgestaffeltem Typenfeld.
  • Eine andere Möglichkeit, der in der engen Anordnung der Typen liegenden Schwierigkeit zu begegnen, besteht darin, daß die Betätigung der Typen indirekt erfolgt. Dafür zeigt Abb. 10 ein Beispiel. Die Typen 53 sind an Stangen 54 befestigt und können in Führungen auf und ab gleiten. 2 ist das Papierband, 5 das Gegenlager. Die Längen der Stangen sind abgestuft, wie es die Abbildung zeigt. Ein ebenfalls abgestufter Körper 55 wird beim Druckvorgang aufwärts bewegt, kann aber die Enden der Stangen nicht berühren. Eine Verschiebung der Stangen wird erst dadurch möglich, daß sich vor der Bewegung des Körpers 55 ein Zwischenglied 56 unter die Stange 54 schiebt. Dieses Zwischenglied ist seitlich an einer Stange 57 befestigt, die etwas biegsam ist und durch ein Einstellorgan, z. B. einen Luftkolben 58, seitlich verschoben werden kann. Diese werden in bereits geschilderter Weise von den Abtastorganen her betätigt. Der Abstand der Luftkolben oder anderer Einstellorgane ist unabhängig vom Abstand der Typen. Beim Abtastvorgang verschieben sich die entsprechenden Kolben nach rechts. Dadurch kommen ihre Zwischenglieder 56 unter die Enden der zugehörigen Stangen 54, und wenn der Druckkörper 55 nun nach oben bewegt wird, so werden die betreffenden Stangen mitverschoben, und die an ihnen befestigten Typen werden gedruckt.
  • Eine andere Form des Lochklappenspeichers ist in Abb. 9 dargestellt. Bei ihm werden statt der Lochklappenbänder kreisrunde Lochklappenscheiben 46 verwendet. Sie sind mit Abständen konzentrisch auf einer gemeinsamen Welle 47 befestigt, durch die sie schrittweise in der Pfeilrichtung gedreht werden. Die Klappen und Löcher 48 sind in konzentrischen Ringen und radial angeordnet. Über, zwischen und unter den Lochklappenscheiben sind Kanalsektoren 49 an Säulen 52 befestigt. Die Sektoren entsprechen den Kanalplatten 16 bis 18 in Abb. 7. Sie enthalten Kanäle in der gleichen Anordnung wie die Lochklappen in den Scheiben 46. Die senkrecht übereinanderliegenden Sektoren bilden je ein Abtastsystem. Der Kreisumfang ist zweckmäßig in mehrere gleiche, in der Abbildung drei solcher Sektoren, unterteilt. Jedes sektorförmige Abtastsystem ist einem Drittel des Typenfeldes 50 (das nur in der Draufsicht der Abbildung gezeichnet ist) zugeordnet, derart, daß drei radiale Reihen von Kanalsystemen in den Sektoren zu einer Zeile des Typenfeldes gehören. Die Verbindungen von Anfang und Ende dreier zusammenhängender Kanalreihen zu der zugehörigen Zeile des Typenfeldes sind durch gestrichelte Linien angedeutet. Zwischen den drei Systemen der Kanalsektoren ist genügend Raum gelassen, um die Reihen der Einstellmagnete 51 und die (nicht gezeichneten) Vorrichtungen zur Rückstellung der Klappen (37 in Abb. 7) anbringen zu können.
  • Man kann auch mehrere Sätze von Anordnungen der Abb.9 auf gemeinsamer oder auf getrennten Achsen anordnen und auf ein gemeinsames Typenfeld arbeiten lassen. Diese Anordnung ist zweckmäßig, wenn das Typenfeld sehr lange Zeilen hat.
  • Die für die Anordnung mit Lochklappenbändern verwendeten Nebeneinrichtungen können sinngemäß auch bei Anordnungen mit Lochklappenscheiben verwendet werden, z. B. die Vorrichtung zum Zusammendrücken der Kanalplatten zwecks besserer Abdichtung.

Claims (14)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Durch Impulskombinationen gesteuertes Zeilendruckwerk, bei dem das zu bedruckende Band an einem Typenfeld mit dazugehörigen einzelnen Druckmechanismen vorbeiläuft, das in jeder zur Laufrichtung des Bandes parallelen Reihe sämtliche Typen des Alphabets enthält, und jedem Druckmechanismus eine Abtastvorrichtung zugeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Abtastvorrichtung nur auf die der betreffenden Type zugehörigen Impulskombination anspricht, wobei die Abtastvorrichtungen in der gleichen Anordnung wie die Typen in einem zusammenhängenden oder unterteilten Abtastfeld angeordnet sind, und daß eine Speichereinrichtung, in der die noch nicht ausgewerteten Impulskombinationen gespeichert sind, vom Abtastfeld abgetastet wird, so daß beim Zusammentreffen der gespeicherten Impulskombinationen mit den entsprechenden individuellen Abtastvorrichtungen die zugehörigen Typen abgedruckt werden.
  2. 2. Zeilendruckwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Speichereinrichtung ein Lochband ist, in dem die Impulskombinationen in Form von Lochkombinationen gespeichert werden.
  3. 3. Zeilendruckwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Speichereinrichtung aus so vielen Lochbändern besteht oder aus so vielen Teilen eines Lochbandes gebildet wird, als das den Typen zugeordnete Zahlensystem, das vorzugsweise ein Dualsystem ist, Stellen hat, und daß die Abtastung durch über, zwischen und unter den Lochbändern angeordnete Kanäle erfolgt, derart, daß beim Ansprechen auf eine Impulskombination eine fortlaufende Kanalverbindung entsteht, wodurch der Abdruck der zugeordneten Type bewirkt wird.
  4. 4. Zeilendruckwerk nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Ziffern des Zahlensystems durch Löcher an verschiedenen Stellen, also bei einem Dualsystem an zwei verschiedenen Stellen des für die betreffende Ziffer vorgesehenen Platzes dargestellt werden.
  5. 5. Zeilendruckwerk nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Löcher in den Lochbändern bereits vorhanden sind und durch Klappen bis auf ein Loch je Ziffer verschlossen werden können.
  6. 6. Zeilendruckwerk nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Klappen (25) halb ausgestanzt sind und beim Umlegen um 180° ein Loch (22) bedecken, wobei der von der Klappe vorher eingenommene Platz nun ein Loch bildet.
  7. 7. Zeilendruckwerk nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Lochband oder die Lochbänder endlose Bänder sind. B.
  8. Zeilendruckwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Speichereinrichtung aus kreisrunden Scheiben besteht, in denen Löcher und Klappen gemäß Anspruch 6 vorhanden sind, und daß die Abtastung durch über, zwischen und unter den Scheiben angeordnete Kanäle erfolgt, derart, daß beim Ansprechen auf eine Impulskombination eine fortlaufende Kanalverbindung entsteht. _
  9. 9. Zeilendruckwerk nach Anspruch 1 und 5 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Umlegen der Klappen durch eine Einstellvorrichtung (z. B. Elektromagnet) eingeleitet wird und daß die Klappen beim Weiterlaufen des Lochklappenbandes oder der Lochklappenscheibe gegen eine Kante laufen und dadurch vollständig umgelegt werden.
  10. 10. Zeilendruckwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Abtastung der Lochkombinationen durch Druck- oder Saugluft erfolgt.
  11. 11. Zeilendruckwerk nach Anspruch 1 und 10, dadurch gekennzeichnet, daß die bei der Abtastung auftretende Luftdruckänderung einen Luftkolben bewegt, der die Type gegen das Papier schlägt.
  12. 12. Zeilendruckwerk nach Anspruch 1 und 10, dadurch gekennzeichnet, daß die bei der Abtastung auftretende Luftdruckänderung einen Luftkolben bewegt, der die betreffende Type mit einer für alle Typen gemeinsamen Andruckvorrichtung kuppelt.
  13. 13. Zeilendruckwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Abdruck photographisch durch einen die Abtastkanäle durchlaufenden Lichtstrom erfolgt.
  14. 14. Zeilendruckwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Typen im Typenfeld gestaffelt angeordnet sind. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 544 433; deutsche Auslegeschrift Nr. 1050 098; USA.-Patentschriften Nr. 2 811101, 2 873 666; schweizerische Patentschrift Nr. 315 637; Proceedings of the Eastem fruit Computer Conference, Dezember 1954, S. 22 bis 30.
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