DE111477C - - Google Patents

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DE111477C
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    • B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21—MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21C—MANUFACTURE OF METAL SHEETS, WIRE, RODS, TUBES, PROFILES OR LIKE SEMI-MANUFACTURED PRODUCTS OTHERWISE THAN BY ROLLING; AUXILIARY OPERATIONS USED IN CONNECTION WITH METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL
    • B21C45/00—Separating mandrels from work or vice versa

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metal Extraction Processes (AREA)
  • Shaping Of Tube Ends By Bending Or Straightening (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
4m
Rohrziehmaschine.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet eine Rohrziehmaschine, bei welcher das Rohr auf einem Dorn gezogen und nachher von demselben abgestreift wird.
Zweck vorliegender Erfindung ist, sowohl für das Ziehen des Rohres als' auch für das Abstreifen desselben vom Dorn eine einzige Zugkette zu benutzen. Ein fernerer Zweck ist, dafür zu sorgen, dafs beim Abstreifen des Rohres vom Dorn durch die Abstreifmatrize jede Beschädigung des Rohres vermieden wird.
Fig. ι zeigt einen Längsschnitt von dem in Betracht kommenden Theil der Ziehmaschine in der Stellung, welche die Theile beim Ziehen des Rohres einnehmen.
Fig. 2 stellt in einer ähnlichen Ansicht das Abstreifen des Rohres vom Dorn dar.
Fig. 3 zeigt eine Ansicht der Einrichtung theilweise im Aufrifs und theilweise im Querschnitt.
Fig. 4 zeigt im Längsschnitt des Rohres eine besondere Form des Dorns.
Auf dem festen Kopfstück 1 der Ziehbank ist auf passenden Auflagerflächen eine Ziehplatte 2 angeordnet, welche mit einer Oeffhung versehen ist, durch welche das Rohr hindurchgezogen wird. Die Wanddicke dieses Rohres wird hierbei nach Mafsgabe des Unterschieds zwischen dem Durchmesser der Bohrung der Ziehplatte und dem des Dornes 3 vermindert, welcher in das Rohr eingesetzt und mit demselben durch die Oeffnung der Ziehplatte hindurchgezogen wird. Das vordere Ende des Rohres ist dabei um das dünnere vordere Ende' des Dornes in bekannter Weise zusammengezogen: Rohr und Dorn werden zusammen durch eines der gewöhnlichen Verbindungsmittel an der Zugkette 4 befestigt.
Wenn das gezogene Rohr mit dem darin befindlichen· Dorn aus der Ziehplatte 2 heraustritt, so wird es der Wirkung von zwei zu einander senkrecht gestellten Walzenpaaren 5 und 6 unterworfen, welche mit Zapfen in geeigneten Lagern oder Lagerbüchsen im festen Kopf der Ziehbank gelagert sind. Jede dieser Walzen ist in der Mitte mit einer Nuth versehen , die nach einem dem Durchmesser des gezogenen Rohres entsprechenden Kreise profilirt ist, und zwar ist die Nuth derart bemessen, dafs die Walzen zweckmä'fsig auf einen wenig gröfseren Theil als '/4 des Umfanges des gezogenen Rohres einwirken.
Die Zapfen der Walzen 5 und 6 haben ihrer Längsrichtung nach in ihren Lagern etwas freies Spiel, so dafs der genuthete Theil sich genau nach der Umfläche des Rohres einstellen und geringe Abweichungen in der Lage des Rohres ausgleichen kann, welche sich aus der abweichenden Wirkung der Ziehvorrichtung oder aus anderen Ursachen ergeben können.
Der Zweck der Walzen 5 und 6 ist, das gezogene Rohr auf dem Dorn zu- lockern, so dafs, wenn das Rohr durch die Walzen hindurchgegangen ist, es leicht mittels einer Abstreifplatte 9 von dem Dorn abgezogen werden kann. Diese Absfreifplatte 9 stützt sich dabei auf eine Lagerfläche am Ziehbankkopf 1, welche der Ziehplatte 2 gegenüber steht.
Nachdem diese Abstreifplatte 9, in ihre Lage gebracht ist, wird das hintere Ende des Dornes 3 durch dieselbe hindurchgeführt und an
einem Block ίο befestigt, welcher auf einem Tisch oder einer Bank, der an der Vorderseite des Ziehbankkopfes vorgesehen ist, angebracht ist.
Die Abstreifplatte 9 wird dann mit der Zugkette 4 mittels Seitenketten 11 oder anderer Verbindungsmittel verbunden, so dafs dieselbe an dem Dorn entlang gezogen wird und das Rohr nach vorn vom Dorn abstreift. Sowohl das Ziehen als auch das Abstreifen des Rohres werden also mittels einer einzigen Zugkette bewirkt.
Es hat sich in der Praxis herausgestellt, dafs, sobald das Ende des gezogenen Rohres etwas ungleichmä'fsig ist, die Abstreifplatte die Neigung hat, dasselbe zu beschädigen, und dafs sie in manchen Fällen das Rohr vollständig verdirbt.
Dieser Uebelstand wird dadurch vermieden, dafs man auf das Rohrende, ehe die Abstreifplatte darauf zu wirken beginnt, einen eng anschliefsenden Ring 12 aufschiebt, welcher eine beliebige Länge haben und entweder dicht bis zur Abstreifplatte herangeschoben werden oder mit derselben aus einem Stück bestehen kann, so dafs ein Ausbiegen oder Ausbeulen der Rohrwand am Ende des Rohres unter der Wirkung der Abstreifplatte verhindert und das Rohr unbeschädigt vom Dorn abgestreift wird.
Fig. 4 stellt eine besondere Gestaltung des Domes dar, welche bezweckt, das Abstreifen des Rohres ohne Anwendung der Abstreifplatte 9 zu ermöglichen.
Bei dieser Ausbilduug ist das abgesetzte vordere Ende 3 a des Ziehdornes 3 von demselben abnehmbar. Infolge des Anhaftens des Rohres an der Oberfläche des Domes wird jedoch der letztere gezwungen, beim Ziehen des Rohres sich mit vorwärts zu bewegen. Wenn dagegen die Ziehplatte abgenommen ist und das Hinterende des Dornes an dem Block 10 oder anderweitig befestigt ist, so wird eine auf das Vorderende des gezogenen Rohres ausgeübte Zugkraft das letztere vom Dorn 3 abziehen, wobei das abnehmbare vordere Ende 3" des Dornes mit dem Rohr abgezogen wird. Das abnehmbare Ende ·$α dient also demselben Zweck wie die Abstreifplatte 9, indem sie an dem vorderen Ende des Rohres von innen angreift, statt auf das hintere Ende des Rohres von aufsen einzuwirken.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Rohrziehmaschine, dadurch gekennzeichnet, dafs die zum Ziehen der Rohre dienende Zugkette nach Beendigung des Ziehverfahrens mit einer hinter dem hinteren Ende des Rohres auf den Dorn gebrachten Abstreifplatte (9) oder mit dem Vorderende des Rohres verbunden wird und das Abstreifen des Rohres von dem zu diesem Zwecke festgehaltenen Dorn bewirkt.
2. Rohrziehmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dafs ein mit der Abstreifplatte verbundener oder loser Ring (12) auf das Hinterende des Rohres vor dem Abstreifen vom Dorn aufgeschoben wird, zum Zwecke, Beschädigungen des Rohrendes beim Abstreifen des Rohres zu vermeiden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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