DE1118445B - Verfahren zum Aufbringen einer Laufflaeche auf einen Luftreifen - Google Patents
Verfahren zum Aufbringen einer Laufflaeche auf einen LuftreifenInfo
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- DE1118445B DE1118445B DEU2692A DEU0002692A DE1118445B DE 1118445 B DE1118445 B DE 1118445B DE U2692 A DEU2692 A DE U2692A DE U0002692 A DEU0002692 A DE U0002692A DE 1118445 B DE1118445 B DE 1118445B
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B29—WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
- B29D—PRODUCING PARTICULAR ARTICLES FROM PLASTICS OR FROM SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE
- B29D30/00—Producing pneumatic or solid tyres or parts thereof
- B29D30/06—Pneumatic tyres or parts thereof (e.g. produced by casting, moulding, compression moulding, injection moulding, centrifugal casting)
- B29D30/52—Unvulcanised treads, e.g. on used tyres; Retreading
- B29D30/58—Applying bands of rubber treads, i.e. applying camel backs
- B29D30/62—Applying bands of rubber treads, i.e. applying camel backs by extrusion or injection of the tread on carcass
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- Mechanical Engineering (AREA)
- Tyre Moulding (AREA)
Description
- Verfahren zum Aufbringen einer Lauffläche auf einen Luftreifen Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Aufbringen einer Lauffläche aus besonders verschleiß-und griffestem synthetischem Werkstoff auf eine übliche Reifenkarkasse und betrifft ein Verfahren, durch das die unterschiedlichen Werkstoffe der Karkasse und der Lauffläche ohne besondere Hilfsmittel auf einfache Weise fest miteinander verbunden werden können.
- Luftreifen werden üblicherweise auf die Weise hergestellt, daß auf einer Trommel die Gewebeeinlage und der zur Abdeckung der Gewebeeinlage erforderliche Werkstoff, in der Regel synthetischer oder natürlicher Kautschuk, aufeinander geschichtet werden und so eine zylindrische Rohkarkasse hergestellt wird. Auf diese Rohkarkasse wird der Werkstoff für den Laufflächenbelag aufgebracht und der Roh reifen in eine Vulkanisierform eingelegt und unter gleichzeitigem Aufbringen eines Innendruckes, vorzugsweise mittels eines schlauchartigen Preßbalges, fertiggeformt und vulkanisiert.
- Es ist auch ein Verfahren bekannt, bei dem die Rohkarkasse in die Vulkanisierform eingelegt wird und ein Laufbelag aus Polyesterisocyanatkondensaten in die ungeschlossene Form eingespritzt wird. Dabei zeigt sich jedoch, daß die Verbindung zwischen dem Werkstoff des Laufbelags und dem Werkstoff der Karkasse nur dann ausreichend wird, wenn eine »Verklammerung« der beiden Schichten durch ein in der Verbindungsfläche eingelegtes Gewebe erfolgt.
- Es ist die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe, ein Verfahren zu schaffen, bei dem ohne Gewebeeinlage auf die in die Vulkanisierform eingelegte Rohrkarkasse ein Kunststoff aufgespritzt und der Reifen als Ganzes, d. h Karkasse und Lauffläche zusammen, vulkanisiert wird. Falls die Karkasse bereits vorvulkanisiert ist, wird gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren auf die Verbindungsfläche ein einerseits beim Vulkanisieren mit dem Karkassenwerkstoff sicher abbindender und andererseits sich beim Vulkanisieren mit dem Lauffiächenwerkstoff verbindender Werkstoff in einer dünnen Schicht aufgestrichen. Dieses Verfahren ist insbesondere beim Runderneuern von Reifen mit Vorteil anzuwenden.
- Durch das erfindungsgemäße Verfahren kann ein abriebfester Werkstoff mit hohem Reibungskoeffizienten gegen den Straßenbelag auf eine Reifenkarkasse aufgebracht werden, ohne daß eine das Herstellungsverfahren verteuernde und die Elastizität des Reifens vermindemde Gewebeeinlage in Abstand von der eigentlichen Karkasseneinlage angeordnet zu werden braucht.
- Die Erfindung wird im folgenden an Hand der Zeichnungen an Ausführungsbeispielen näher erläutert.
- Fig. 1 zeigt in Seitenansicht teilweise im Schnitt eine Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens; Fig. 2 zeigt den nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten Reifen im Schnitt.
- In Fig. 1 ist eine aus zwei Hälften 36 und 37 bestehende Form dargestellt, in welche eine auf bekannte Weise hergestellte Rohkarkasse 16 auf übliche bekannte Weise eingelegt wird. In die ltohkarkasse 16 ist ein Preßbalg 17 eingelegt, der mittels eines Heizmediums unter Überdruck gesetzt werden kann. Die Rohkarkasse weist an sich bekannte Umfangsrippen 31 an der Stelle auf, an der der Laufbelag in die Seitenteile übergeht. Durch die Umfangsrippen 31 wird ein dichter Abschluß für den für den Laufbelag vorgesehenen Formhohlraum 48 zum Formen der eigentlichen Lauffläche 47 und der die Lauffläche 47 in einzelnen Stollen und Rippen auf- teilenden Kerben 49 gegen die Seitenflächen des Reifens erreicht. Ferner wird verhindert, daß der Laufflächenbelag keilförmig in den Seitenflächen verläuft und dadurch die Gefahr besteht, daß sich die zu dünnen Abschnitte des Laufbelags beim Betrieb von der Karkasse lösen. Der Laufbelag hat vielmehr in seinen an den Seiten des Reifens liegenden Bereichen eine Dicke, die mindestens der Höhe der Umfangsrippen entspricht.
- Der Formhohlraum 48 für den Laufbelag steht über einen Anschlußstutzen54 mit einem Behälter 55 in Verbindung. Im Behälter 55 ist ein flüssiger, warmhärtender bzw. vulkanisierbarer Kunststoff enthalten. Zur Beheizung und damit zur Erniedrigung der Viskosität dieses Kunststoffes ist eine Doppelwand-Heizkammer 63 vorgesehen, wobei der Kunststoff mittels eines Rührwerkes 64, 65 bewegt werden kann, so daß eine gleichmäßige Erwärmung stattfindet. Über die Leitung 67 im Kopfteil 65 des Behälters 55 kann über das Ventil 69 der Werkstoff in den Behälter aufgegeben werden. Durch das Ventil 68 kann über die gleiche Leitung 67 ein Druckgas, z. B. Preßluft, in den Behälter 55 aufgegeben werden, so daß nach Öffnen der Ventile 58 und 59 der Kunststoff über den Anschluß 54 in den Formhohlraum 48 eingepreßt wird. Wenn der Formhohlraum 48 mit Kunststoff aus dem Behälter 55 ausgefüllt ist, wird Druck in das Innere des Preßbalges 17 aufgegeben und in üblicher bekannter Weise die zur Vulkanisation des Reifens notwendige Wärme zugeführt. Dabei können entweder die Ventile 58, 59 geöffnet bleiben, so daß der Kunststoff im Formhohlraum 48 ständig unter Einpreßdruck steht, oder es können die Ventile 58, 59 geschlossen werden, so daß der für eine gute Formfüllung notwendige Druck nur durch den Preßbalg 17 aufgebracht wird. Nach Beendigung des Vulkanisiervorganges kann dann der Reifen ausgeformt werden.
- In Fig. 1 ist auf der Außenseite der Karkasse 16, auf der der Laufbelag aufliegt, eine Zwischenschicht 33 dargestellt. Diese Zwischenschicht wird vorzugsweise verwendet, wenn z. B. beim Runderneuern von Reifen die Karkasse bereits vulkanisiert ist. Diese Zwischenschicht besteht aus einem Werkstoff, z. B. einem synthetischen Kautschuk, der sich auch auf den bereits fertig vulkanisierten Werkstoff der Karkasse nachträglich aufvulkanisieren läßt und der andererseits beim gemeinsamen Vulkanisieren der Schicht 33 mit dem Laufflächenwerkstoff sich mit diesem fest verbindet. Durch diese Zwischenschicht wird es möglich, eine notwendige Verbindung der Lauffläche mit der Karkasse auch zu erreichen, wenn die Karkasse bereits fertig vulkanisiert ist.
- In Fig. 2 ist ein Schnitt durch den fertigen Reifen dargestellt, wobei zu ersehen ist, daß sich der LaufflächenbeIag mit dem Karkassenwerkstoff durch die gemeinsame Vulkanisierung zu einem einheitlichen Körper verbunden hat, in den auch die Zwischenschicht 33 einbezogen ist.
- Die Zwischenschicht 33 kann z.B. wie folgt zusammengesetzt sein: Gewichtsteile Geräucherte Latexfolie . . 100 Ruß . 30 Stearinsäure . 0,5 Zinkoxyd ................... 3,0 Kiefemteer . 3,5 Tetramethylthiuramdisullid .. 2,0 Schwefel . 1,5 Diese Mischung hat nach dem Vulkanisieren eine Shore-Härte von etwa 50 bis 55. Sie kann aus beliebigen Werkstoffen bestehen, die die obenerwähnten Bedingungen erfüllen, soll jedoch so zusammengesetzt sein, daß sie nach dem Vulkanisieren relativ weich, nach Möglichkeit in einem Bereich von 40 bis 70, vorzugsweise 50 bis 60 Shore-Härte, liegt.
- Auf der Oberseite der Karkasse bzw. der Zwischenschicht 33 kann ein bekannter vulkanisier- oder härtbarer Kleber zur Verbesserung der Verbindung zwischen den Schichten aufgebracht werden.
Claims (3)
- PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zum Aufbringen einer Lauffläche auf einen Luftreifen, bei dem die vorgeformte übliche Reifenkarkasse in eine zweiteilige Reifen form mit Preßbalg eingelegt wird, dadurch gekennzeichnet, daß in den für die Reifenlauffläche vorgesehenen Formhohlraum eine flüssige, wärmehärtbare Kunststoffmischung oder Kunststoffkautschukmischung in an sich bekannter Weise eingepreßt wird und darauf der Reifen auf die zum Aushärten bzw. Vulkanisieren benötigte Temperatur erwärmt wird, so daß die Lauffläche mit der Reifenkarkasse sich verbindet.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, insbesondere zum Aufbringen einer Lauffläche auf eine bereits vulkanisierte Reifenkarkasse, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen die Reifenkarkasse und den Laufflächenbelag eine dünne Schicht eines Werkstoffes eingelegt wird, der sich bei den zum Härten des Laufflächenwerkstoffs notwendigen Temperatur- und Druckbedingungen sowohl mit dem bereits vulkanisierten Karkassenwerkstoff als auch beim gemeinsamen Vulkanisieren bzw.Härten mit dem Laufflächenwerkstoff sicher verbindet.
- 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß vor dem Aufbringen des Laufflächenwerkstoffs eine Schicht eines bekannten vulkanisier- oder härtbaren Klebers auf die Karkasse undloder die Zwischenschicht aufgebracht wird.In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 831772, 862949, 899 107; USA.-Patentschrift Nr. 2476 884.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US1118445XA | 1953-04-20 | 1953-04-20 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1118445B true DE1118445B (de) | 1961-11-30 |
Family
ID=22340736
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEU2692A Pending DE1118445B (de) | 1953-04-20 | 1954-03-30 | Verfahren zum Aufbringen einer Laufflaeche auf einen Luftreifen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1118445B (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2091307A5 (de) * | 1970-05-07 | 1972-01-14 | Barwell John | |
| US4123496A (en) * | 1976-02-19 | 1978-10-31 | Industrie Pirelli S.P.A. | Process for the injection molding of pneumatic tires having symmetrical parts of similar physical characteristics |
| US4199315A (en) * | 1976-02-19 | 1980-04-22 | Industrie Pirelli S.P.A. | Apparatus for the injection molding of pneumatic tires having symmetrical parts of similar physical characteristics |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2476884A (en) * | 1946-10-09 | 1949-07-19 | Prophylactic Brush Co | Method for tire manufacture |
| DE831772C (de) * | 1952-11-18 | 1952-02-18 | Bayer Ag | Verfahren zur Herstellung hochmolekularer vernetzter Kunststoffe |
| DE862949C (de) * | 1950-03-19 | 1953-01-15 | Heinrich Dipl-Ing Staeckler | Reifen fuer Fahrzeuge aller Art |
| DE899107C (de) * | 1951-05-15 | 1953-12-07 | Paul Addison Frank | Verfahren und Presse zum Bombieren und Vulkanisieren von Luftreifen |
-
1954
- 1954-03-30 DE DEU2692A patent/DE1118445B/de active Pending
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