DE1120077B - Elektrodenhalter fuer eine Elektrode zur Lichtbogenbeheizung von Brammen, Bloecken od. dgl. - Google Patents
Elektrodenhalter fuer eine Elektrode zur Lichtbogenbeheizung von Brammen, Bloecken od. dgl.Info
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Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Elektrodenhalter für eine Elektrode zur Lichtbogenbeheizung
von Brammen, Blöcken od. dgl.
Es sind Elektrodenhalter für die Blockkopfbeheizung bekannt, welche den Nachteil haben, daß sie
nicht zwischen Kokille und Pfanne eingeführt werden können, weil häufig der Abstand zwischen Kokille
und Pfanne kleiner ist als die vertikale Ausdehnung der verwendeten Kohle- oder Graphitelektrode. In
solchen Fällen kann die Blockkopfbeheizung erst erfolgen, wenn die Pfanne von der abgegossenen
Kokille weggefahren ist. Infolge der Verzögerung des Beginns der Blockkopfbeheizung ergeben sich ungünstige
Erstarrungsverhältnisse, die auch beim nachfolgenden Beheizungsvorgang nicht mehr rückgängig
gemacht werden können. Wenn man bedenkt, daß eine Pfanne im Massenstahlwerk bis zu vier Kokillen
überdeckt, wird das Maß der Verzögerung des Aufheizungsbeginns ersichtlich, welcher bei den bekannten
Elektrodenhaltern notwendigerweise vorliegt, wenn der Abstand zwischen Pfanne und Kokille,
was häufig der Fall ist, die Einführung der Elektrode nicht gestattet.
Ein weiterer Nachteil der bekannten Elektroden bzw. Elektrodenhalterungen für die Blockkopfbeheizung
besteht darin, daß sie im Falle einer nicht vorgenommenen Kühlung einer starken Erwärmung
unterliegen. Dies führt zu einer Begrenzung der Stromstärke und damit zu einer Begrenzung der
zugeführten Wärmeenergie. Es sind auch Konstruktionen bekannt, bei denen der Elektrodenhalter aus
einem System zweier übereinanderliegender Hohlrohre besteht, wobei das eine Hohlrohr als Hin- und
das andere Hohlrohr als Rückleiter für das Kühlmedium dient. Diese Ausbildung des Elektrodenhalters
ist konstruktiv umständlich und ergibt eine mehr oder minder zwangläufige Festlegung der Elektrode
in einer bestimmten Stellung. Außer den genannten Nachteilen weisen die bekannten Elektrodenhalter
den Nachteil auf, daß sie nicht an die zufällige Lage der Kokille innerhalb des Gießzuges angepaßt
werden können.
Die vorliegende Erfindung bezweckt, ein Einfahren der Elektrode auch bei überhängender Pfanne zu
ermöglichen. Weiterhin ermöglicht der erfindungsgemäße Elektrodenhalter, wesentlich größere Zuführungsströme
aufzunehmen als die bekannten Elektrodenhalterungen, und gestattet außerdem eine universelle
Anpaßbarkeit der Elektrodenstellung an die Stellung der Kokille innerhalb des Gießzuges.
Der erfindungsgemäße Elektrodenhalter ist dadurch gekennzeichnet, daß er aus einem zugleich das
Elektrodenhalter für eine Elektrode
zur Lichtbogenbeheizung von Brammen,
Blöcken od. dgl.
Anmelder:
Klöckner -Werke Aktiengesellschaft,
Duisburg
Duisburg
Dr.-Ing. Wilhelm Heemeyer,
Düsseldori-Kaiserswerth,
Dr.-Ing. Hans Joachim Kirschning, Duisburg,
Dr.-Ing. Hans Joachim Kirschning, Duisburg,
Fritz Schmidt, Mülheim/Ruhr,
Dipl.-Ing. Federico Claussen, Bremen,
und Josef Merrath, Bremen-Lesum,
sind als Erfinder genannt worden
Kühlmittel und den elektrischen Strom zuführenden Hohlrohr besteht, welches um seine vorzugsweise
horizontale Längsachse drehbar in einem Muffensystem gelagert ist, wobei die Muffen mit Teilen in
Verbindung stehen, die ein Einsetzen der Elektrode in komplementäre Teile in der Gießbühne gestatten.
Außerdem kann gemäß einer Weiterentwicklung der Erfindung der als Hohlrohr ausgebildete Elektrodenhalter
um eine vertikale Achse schwenkbar angeordnet sein. Zu diesem Zweck kann gemäß einer
Ausführungsform der Erfindung die zur Drehung des horizontalen Hohlrohres dienende Muffe als T-Muffe
ausgebildet sein, die an einer senkrechten Säule bzw. Hohlsäule angebracht ist. Bei einer Ausführungs-Varianten
der Erfindung kann das Hohlrohr zusammen mit der Elektrode höhenverstellbar angeordnet sein,
wobei die Verstellung mittels eines Elektromotors leicht durchzuführen ist, der seinerseits von der
Stellung der Elektrode relativ zur Badoberfläche gesteuert wird. Weiterhin bietet die erfindungsgemäße
Lagerung des horizontalen Hohlrohr-Elektrodenhalters in einer Muffe den Vorteil, daß das Hohlrohr
eine Längsverschiebung in der Achse der Muffe gestattet, so daß die bei der Schwenkung des Hohlrohres
auftretende, unter Umständen etwas exzentrische Lage der Elektrode über der Kokille korrigiert
werden kann.
109 750/475
Fig. 1 ist ein Schnitt durch die Gießbühne und den auf derselben befindlichen Elektrodenhalter;
Fig. 2 veranschaulicht einen aus der Bühne herausgenommenen Elektrodenhalter im Schnitt;
Fig. 3 ist ein Schnitt längs der Linie III-III der
Fig. 2.
Die zu beheizende Kokille ist mit der Bezugsziffer 1, die Bühne mit der Bezugsziffer 2, die Gießbühnenwand
mit der Bezugsziffer 3 bezeichnet. Das Hohlrohr 11 des Elektrodenhalters, welches in der Muffe
13 drehbar gelagert ist, ist zwischen der Pfanne 4 und der Kokille 1 eingeschoben und weist mit der
Elektrode 12 auf die Richtung des flüssigen Stahlbades in der Kokille 1. Da die Kokille im allgemeinen
noch von der Pfanne 4 überdeckt ist, während sich die (nicht veranschaulichte) benachbarte Kokille
unterhalb der Ausgießöffnung 5 befindet, wird beim Einführen der Elektrode 12 zunächst das Hohlrohr
so geschwenkt, daß das Hohlrohr zusammen mit dem nach unten abgebogenen Elektrodenarm im wesentlichen
horizontal liegt; dann wird das in der Muffe 10,13 längsverschieblich gelagerte Hohlrohr so weit
vorgeschoben, bis die Elektrode 12 etwa mittig über der Kokille liegt, worauf dann das Hohlrohr 11 in der
Muffe so lange geschwenkt wird, bis die Elektrode 12 in der Arbeitsstellung über dem Stahlbad sich befindet.
Hierdurch wird auch bei kleinsten Zwischenräumen 6 zwischen Pfannenunterkante und Kokillenoberkante
das Einführen der Elektrode in die Kokille ermöglicht.
Die Muffe 13 des Elekirodenhalters ist an einer Muffe 10 befestigt, welche auf das rohrförmige Einsatzstück
9 teleskopartig aufgeschoben ist. Das rohrförmige Einsatzstück 9, welches den Flanschteil 9'
aufweist, wird in der veranschaulichten Weise in Öffnungen 7 der Gießbühne eingesetzt.
Die Kühlmittelanschlüsse und die elektrischen Anschlüsse 15 werden mit Zuführungen verbunden,
die in den abdeckbaren Öffnungen 8 der Bühne vorgesehen sind. Diese Anschlüsse können flexibel ausgebildet
werden, um die Relativbewegungen des Hohlrohres bei Schwenk- und Drehbewegungen zu
erleichtern. Mittels eines Regelmotors 14 kann das Hohlrohr 11 zusammen mit der Elektrode 12 in
vertikaler Richtung nach oben oder unten verstellt werden. Die Verstellung der Elektrode relativ zur
Badoberfläche kann hierbei je nach der eingestellten Heizleistung in an sich bekannter Weise automatisch
geregelt werden.
Besonders vorteilhaft wirkt sich die Drehbarkeit des Hohlrohres 11 in der horizontalen Muffe 13 aus.
Um bei kleinem Zwischenraum zwischen Pfannenunterkante und Kokillenoberkante die Elektrode in
die Kokille einführen zu können, kann der sich normalerweise in vertikaler Richtung erstreckende
Teil 11' des Hohlrohres in eine horizontale oder ίο geneigte Stellung gedreht werden, so daß die Elektrode
auch durch engste Zwischenräume hindurchgeführt werden kann.
Claims (5)
1. Elektrodenhalter für eine Elektrode zur Lichtbogenbeheizung von Brammen, Blöcken
od. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß er aus einem zugleich das Kühlmittel und den elektrischen
Strom zuführenden Hohlrohr besteht, welches um seine vorzugsweise horizontale Längsachse
drehbar in einem Muffensystem gelagert ist, wobei die Muffen mit Teilen in Verbindung
stehen, die ein Einsetzen der Elektrode in komplementäre Teile in der Gießbühne gestatten.
2. Elektrodenhalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der als Hohlrohr ausgebildete
Elektrodenhalter um eine vertikale Achse schwenkbar angeordnet ist.
3. Elektrodenhalter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die zur Aufnahme des im
wesentlichen horizontalen Hohlrohres dienende Muffe als T-Muffe ausgebildet ist, die an einer
senkrechten Säule bzw. Hohlsäule angebracht und um diese schwenkbar gelagert ist.
4. Elektrodenhalter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Elektrodenhalter höhenverstellbar angeordnet ist.
5. Elektrodenhalter nach Anspruch 4, gekennzeichnet durch einen Elektromotor für die Höhenverstellung,
der von der Stellung der Elektrode relativ zur Badoberfläche gesteuert wird.
In Betracht gezogene Druckschriften:
»Amer. Inst. min. metallurg. Eng.«, vol. 6/1948, S. 106 bis 111.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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| BE587486A BE587486A (fr) | 1959-03-12 | 1960-02-11 | Chauffage, à l'arc électrique, de brames, de lingots, etc. |
| GB8012/59A GB937407A (en) | 1959-03-12 | 1960-03-07 | Arc electrode assembly and apparatus for electric arc heating of ingot tops |
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| DEK37283A DE1178534B (de) | 1959-03-20 | 1959-03-20 | Elektrodenhalter fuer eine Elektrode zur Licht-bogenbeheizung von Brammen, Bloecken u. dgl. |
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-
1963
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Non-Patent Citations (1)
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